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HartzIV-Empfänger müssen wählen: Lebensmittel oder Medikamente

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Paolo_Pinkel

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#1
E

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#2
Wer kein Geld hat, geht seltener zum Arzt (10,-Praxisgebühr), löst seltener seine Rezepte ein (5,- Rezeptgebühr aufwärts), und leistet sich seltener rezeptfreie Medikamente (zu teuer).
Somit schreiten Krankheiten, die i.d.R. leicht und gut behandelbar sind, schneller voran, manifestieren sich und werden chronisch - bedeutet noch mehr Kosten, die der Kranke nicht zahlen kann und die Arge/Krankenkasse nicht zahlen will.
Am Ende bleibt der Kranke auf der Strecke, stirbt 5, 10, 20 Jahre früher, was sich dann "sozialverträgliches Ableben" nennt.
Diese Vorgehensweise kommt nicht von ungefähr. Sie ist gewollt, wird politisch unterstützt, durch entsprechende Lobbyarbeit vorangetrieben, und in den Medien als gut und sinnvoll verbreitet.
Schließlich ist nur ein toter Armer ein guter Armer, denn er liegt der Solidargemeinschaft nicht mehr auf der Tasche herum.

In diesem Sinne,
LG
 

Bienchen

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#3
Austrottung der armen Bevölkerung mit allen Mitteln!!!!!!!!!!:icon_kotz:
Nur, wer soll dann als Sklave für die reichen Bonzen dienen??? :icon_twisted:
 

Jesaja

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#4
Vor nicht allzulanger Zeit haben wir in der Schule im Fach Geschichte einen fiktiven Fall durchgenommen von einem jungen Arbeiter im deutschen Kaiserreich vor der Einführung von Kranken- und Arbeitslosenversicherung.
Die Geschichte beschrieb wie der junge Mann sich zuerst von seinem Gehalt ein kleines Zimmer in einer Pension mit Frühstück leisten konnte, nach der Arbeit noch etwas Zeit in der Kneipe verbrachte.
Nun wird er aber krank, kann sich die Medikamente nicht leisten, kann folglich auch nicht mehr arbeiten, da seine Krankheit voranschreitet, kann sich auch das Zimmer nicht mehr leisten, und stirbt irgendwann elendig in den Straßen.
Dieses Beispiel sollte uns damals die Schrecken einer kapitalisierten Welt veranschaulichen, in der es keine soziale Absicherung und keine ordentlichen Löhne für einen Großteil der Bevölkerung gibt, und die Vorteile eines Sozialstaates nahe legen.
Ich glaube jeder, der so alt ist wie ich, ist noch immer ähnlich sozialisiert.
Deshalb ist es zwar schrecklich, wenn es so scheint, als ob solche Zeiten wie in dem fiktiven Fall zurückkehren würden, allerdings muss ich auch sagen, dass mir langsam die Schwarzmalerei einiger User hier auf die Nerven fällt. Die meisten Menschen in der BRD sind immer noch gegen inhumane Hartz IV - Gesetze, deswegen sollten wir uns lieber überlegen, wie man weiter Menschen auf die Hartz IV Problematik aufmerksam machen kann, anstatt sich nur verfolgt zu fühlen und über die angeblich so aufgehetzte Restbevölkerung zu heulen...
 

Martin Behrsing

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#5
Hartz IV: Hungern oder Medikamente kaufen

600 000 HartzIV-Empfänger müssen wählen: Finanzieren sie aus ihrem monatlichen Regelsatz von 351 Euro Lebensmittel oder Medikamente – eine Bankrotterklärung des Sozialstaats!

Berlin - Heute fand in Berlin ein Pressegespräch zu HartzIV und Kosten für nichtverschreibungspflichtige Medikamente, die HartzIV-Betroffene selbst bestreiten müssen, statt. Hierzu erklärt Prof. Dr. Peter Grottian:





weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 
E

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#6
AW: Hartz IV: Hungern oder Medikamente kaufen

600 000
HartzIV-Empfänger müssen wählen: Finanzieren sie aus ihrem monatlichen
Regelsatz von 351 Euro Lebensmittel oder Medikamente – eine Bankrotterklärung
des Sozialstaats!

Berlin - Heute
fand in Berlin ein Pressegespräch zu HartzIV und Kosten für
nichtverschreibungspflichtige Medikamente, die HartzIV-Betroffene selbst
bestreiten müssen, statt. Hierzu erklärt Prof. Dr. Peter Grottian:

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
Hi Martin,

ich denke mal, daß sicherlich sehr viele (alte) Rentner mit minimaler Rente auch dazugezählt werden müssten. Diese Rentner sind nämlich noch der "alte" Schlag .... "vom Staat nehm ich nichts" oder aber sie wissen nicht wie es geht und haben keinerlei Hilfe wie man es durchsetzen könnte. Sie sind dazu verdonnert mit ganz wenig auszukommen. Medikamente bekamen sie vielleicht manchmal vom Arzt geschenkt, so sie denn überhaupt noch zum Arzt gehen (können). Irgendwann hat es sich dann erledigt. Ohne wichtige Medikamente wird dieser Rentner nicht lange überleben (können). Und es ist schon auch klar, daß sich so manchner Rentner die Scheibe Brot die er kaufen möchte auch noch einteilen muss.


Gruß
 

Atlantis

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#7
so viel ich weiß bekommen sehr viele bedarfsgemeinschaften nicht die 351 Euro.
man sollte mal schauen wie viel 351 Euro bekommen die mehr zahl wird wohl mit 312 Euro auskommen müssen.
 

Mario Nette

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#8
Im Durchschnitt hat jede BG 1,93 hilfebedürftige Personen in 2008 gehabt (2007: 1,94) - PDF-Seite 4 des folgenden PDF. Eine Aufschlüsselung der BGen für August 2008 findet sich auf PDF-Seite 6:

http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/200812/ama/grundsicherung_d.pdf (PDF)

Ich rechne zusammen:

2P-BGen: 772.502 = 1.545.004 P
3P-BGen: 461.150 = 1.383.450 P
4P-BGen: 273.354 = 1.093.416 P
5P+-BGen: 175.303 = 876.515+ P
= 4.898.385+ P

Zum Vergleich:
1P-BG: 1.867.622 P

Mario Nette
 

Olrike

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#9
Vielleicht gibts dann irgendwann eine "Medikamenten-Tafel", wo fast oder ganz abgelaufene Medikamente verteilt werden....

:cool:
 
E

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#10
Vielleicht gibts dann irgendwann eine "Medikamenten-Tafel", wo fast oder ganz abgelaufene Medikamente verteilt werden....

:cool:
Nee, die werden für uns Spendenboxen in den Supermärkten aufstellen, ähnlich denen für Tiefutter. Händler können so einen sozialen Beitrag leisten und die Spenden der Bevölkerung an unsere zukünftigen Notunterkünfte ausgeben.
Bestimmt sind sie dann bei der nächsten Preisverleihung im TV dabei.
 

Atlantis

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#11
Nee, die werden für uns Spendenboxen in den Supermärkten aufstellen, ähnlich denen für Tiefutter. Händler können so einen sozialen Beitrag leisten und die Spenden der Bevölkerung an unsere zukünftigen Notunterkünfte ausgeben.
Bestimmt sind sie dann bei der nächsten Preisverleihung im TV dabei.
medikamente sind aber nicht immer was gutes ich habe mir mit
amocicillien musste ich ca. 8 wochen schlucken gründlich den darm
geschädigt.
 

Trajan

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#12
Die Problematik wird sich dieses Jahr noch verschärfen.
Ich bekomme z. B. noch 35,79/ Monat für eine kostenaufwändigere Ernährung und selbst damit käme ich ohne Unterstützung durch Bekannte und Verwandte nicht über die Runden. Pro Jahr sind dies in meinem Fall über 400 Euro. Über einen Monat Hartz IV. Der Deutsche Verein, der diesen Mehrbedarf bestimmt, hat in einem Gutachten ( http://www.deutscher-verein.de/05-empfehlungen/empfehlungen2008/pdf/DV 25-08.pdf )erklärt, dass dies eigentlich schon seit dem 01.10.08 nicht mehr gilt und die bisherige medizinische Lehrmeinung ein Irrtum war. Ich bin gespannt, wie mein neuer Antrag auf Mehrbedarf im März beschieden wird.
Eine andere Sache sind die Fahrtkosten zu den Arztterminen oder ähnliches wie z. B. Krankengynmastik. Diese werden auch nicht erstattet und somit bleibt der Patient in diesem Fall auf den Kosten sitzen, was gerade bei chronisch Kranken ein Problem ist.
 

Hexe45

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#13
medikamente sind aber nicht immer was gutes ich habe mir mit
amocicillien musste ich ca. 8 wochen schlucken gründlich den darm
geschädigt.
Weswegen mußtest du es schlicken?
Hattest du eine fette Streptokokkeninfektion

LG
Hexe
 

Atlantis

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#15
Weswegen mußtest du es schlicken?
Hattest du eine fette Streptokokkeninfektion

LG
Hexe
Hexe ich wahr zuletz in der zahnklinik sie haben auch den kieferknochen mit abgetragen es wahr ein backenzahn und bei der vereiterung wollten sie erst
nicht ziehen.
habe noch einen seitenschnitt am kiefer bekommen zur entlastung der schwellung mit einer jodeinlage hat aber nichts mehr gebracht weil der knochen mit betroffen war die schmerzen wahren dadurch unerträglich man könnte den kopf ander wand schlagen kein schmerzmittel wollte mehr anschlagen so was wünsche ich meinen ärgsten feind nicht mal.
 

Kaleika

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#16
Meine Kinder und ich waren in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres von jeglichen Zuzahlungen wie Praxisgebühr, Rezeptgebühr, usw. von meiner Krankenkasse befreit.

Das war kein Glück, sondern lag daran, dass ich für uns drei bereits über 82 Euro, also zwei Prozent meines Einkommens (aufs Jahr gerechnet) , für Gebühren dieser Art ausgegegeben hatte, dies mit Quittungen belegen konnte. Ich fuhr zu meiner Krankenkasse, die uns daraufhin Befreiungsbescheinigungen für den Rest des Jahres ausstellte Das darüber hinaus bezahlte Geld bekam ich zurückgezahlt.

Weiterhin ist es so, dass jemand, der chronisch krank ist, nur ein Prozent für Gebühren usw. zahlen muss, also nach dem Bezahlen von 41 Euro befreit wird. Als chronisch krank gilt, wer über ein Jahr lang, wegen derselben Krankheit in jedem Quartal den Arzt aufgesucht hat und das nachweisen kann.

Mit diesem Wissen könnten sich einige vielleicht etwas Geld einsparen. Aber es reicht sicherlich nicht für die Diäten, die eingehalten werden müssen.
Es ist so, wie Hajo Freese letztens schrieb: Hartz IV ist Töten per Gesetz!

Kaleika
 

Hexe45

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#17
Hexe ich wahr zuletz in der zahnklinik sie haben auch den kiefeknochen mit abgetragen es wahr ein backenzahn und bei der vereiterung wollten sie erst
nicht ziehen.
habe noch einen seitenschnitt am kiefer bekommen zur entlastung der schwellung mit einer jodeinlage hat aber nichts mehr gebracht weil der knochen mit betroffen war die schmerzen wahren dadurch unerträglich man könnte den kopf ander wand schlagen kein schmerzmittel wolte mehr anschlagen so was wünsche ich meinen ärgsten feind nicht mal.
Jau du armer, das ist echt übel, vor allem die Schmerzen. Denke mal das Schmerzmittel da gar nicht mehr angeschlagen sind.
Aber da mußten dann leider harte Geschütze aufgefahren werden. Und hoch dosiert. So daß die Bakterien im Darm auch mit eliminiert wurden, was ja nicht wünschenswert ist.

LG
Hexe
 

Arania

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#18
Meine Kinder und ich waren in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres von jeglichen Zuzahlungen wie Praxisgebühr, Rezeptgebühr, usw. von meiner Krankenkasse befreit.

Das war kein Glück, sondern lag daran, dass ich für uns drei bereits über 82 Euro, also zwei Prozent meines Einkommens, für Gebühren dieser Art ausgegegeben hatte, dies mit Quittungen belegen konnte. Ich fuhr zu meiner Krankenkasse, die uns daraufhin Befreiungsbescheinigungen für den Rest des Jahres ausstellte Das darüber hinaus bezahlte Geld bekam ich zurückgezahlt.

Weiterhin ist es so, dass jemand, der chronisch krank ist, nur ein Prozent für Gebühren usw. zahlen muss, also nach dem Bezahlen von 41 Euro befreit wird. Als chronisch krank gilt, wer über ein Jahr lang, wegen derselben Krankheit in jedem Quartal den Arzt aufgesucht hat und das nachweisen kann.

Mit diesem Wissen könnten sich einige vielleicht etwas Geld einsparen. Aber es reicht sicherlich nicht für die Diäten, die eingehalten werden müssen.
Es ist so, wie Hajo Freese letztens schrieb: Hartz IV ist Töten per Gesetz!

Kaleika

So ist es mehr als - dieses Jahr sind es wohl ca. 85 Euro- muss kein ALG II Empfänger im Jahr bezahlen
 

Atlantis

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#19
Jau du armer, das ist echt übel, vor allem die Schmerzen. Denke mal das Schmerzmittel da gar nicht mehr angeschlagen sind.
Aber da mußten dann leider harte Geschütze aufgefahren werden. Und hoch dosiert. So daß die Bakterien im Darm auch mit eliminiert wurden, was ja nicht wünschenswert ist.

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Hexe
das was ich mir dadurch eingesackt habe heiß nun leaky gut syndrom
nahrungsbestandteile gehen im blut über und verursachen eine intoxikation
ich mag schon nichts mehr essen.
 
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#20
So, jetzt werde ich mal als direkt betroffener Fall (Michael Lange) kurz schildern um was dabei geht.

Die Krankheit ist ja bereits beschrieben. An Kosten im Monat entstehen wie gesagt mehr als 100 Euro für nichtverschreibungspflichtige Medikamente und das schon seit August 2008. Anträge auf Kostenübernahme wurden von der Techniker Krankenkasse abgelehnt, weil der Gesetzgeber nichtverschreibungspflichtige Medikamente nicht mehr von den Krankenkassen bezahlen lässt. Das Grundsicherungsamt erklärt sich für nicht zuständig. Ja und unsere liebe ARGE in Hamburg erklärt mal wieder, dass schließlich alles durch den Regelsatz abgedeckt sei, egal wie hoch die Kosten sind. Und das bedeutet dann eben, entweder Hungern und dann gibt es die Medikamente oder es gibt das notwendigste zum Futtern, dafür eben keine Medikamente. Inzwischen sind mit dieser Angelegenheit schon 2 Anwälte befasst, weil ständig immer neue Anforderungen vom Sozialgericht gestellt werden, aber die Entscheidung bezüglich Antrag auf einstweilige Anordnung auf die lange Bank geschoben wird. Das ganze obwohl ein ausführlicher Befund, Atteste und Bescheinigungen vorliegen. Heide Flügge, die sich von Anfang an in diese Sache regelrecht hineingekniet hat, schreibt sich die Finger wund und dennoch wird nicht entschieden. Zum Glück steht Peter Grottian hilfreich zur Seite und deshalb auch heute die Pressekonferenz in Berlin. Beteiligt waren RTL - Fernsehen, rbb-inforadio, taz, Neues Deutschland u.a. Mal sehen, ob jetzt Bewegung in die Angelegenheit kommt.

Wir wollen meinen Fall wenn es geht exemplarisch gerichtlich klären lassen.

Auf folgendes möchte ich hinweisen: Demnächst wird es garantiert wieder Ärger und eine erneute Prozessflut geben. Durch den Gesundheitsfond, werden weitere Kosten auf Hartz IV - Empfänger zukommen, nämlich dann, wenn die einzelnen Krankenkassen anfangen Zusatzbeiträge von uns zu verlangen. Dies können dann monatlich bis zu 8 Euro sein. Gnädigerweise dürfen wir dann sofort die Krankenkasse wechseln. Da aber ganrantiert sehr bald alle Kassen nachfolgen werden, wird das mit dem Wechseln nichts werden. Und auf die Klagewelle freue ich mich jetzt schon. Man stelle sich vor Millionen Hartz IV Betroffene verklagen dann die Krankenkassen bei den Sozialgerichten weil sie die 8 Euro bezahlen sollen, aber nicht wechseln können, weil dann jede Krankenkasse den Beitrag erhebt. Dann fällt der Laden erst so richtig auseinander. Diese 8 Euro sind ja ebenfalls im Regelsatz nicht enthalten. Und dann müsste ja auch noch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes kommen. Laut Peter Grottian, soll das noch vor der Bundestagswahl sein. Das kann dann noch richtig spannend werden. Die werden den Tag noch verfluchen, an dem sie Hartz IV mit aller Gewalt durchgesetzt haben.

solidarische Grüße

Michael Lange / Hamburg
 

Atlantis

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#21
So ist es mehr als - dieses Jahr sind es wohl ca. 85 Euro- muss kein ALG II Empfänger im Jahr bezahlen

ich und meine besser hälfte zusammen zahlen nur 41,62 Euro.
krankenkasse bucht den betrag ab und ich bekomme die befreiungsausweise fürs ganz jahr.
 
E

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#23
Vielleicht gibts dann irgendwann eine "Medikamenten-Tafel", wo fast oder ganz abgelaufene Medikamente verteilt werden....

:cool:
Ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang ich das im Sommer vergangenen Jahres gelesen habe, aber da ging es tatsächlich darum, dass die (eine?) Tafel laut überlegte, zusätzlich zu Lebensmitteln und Kleidung, rezeptfreie Medis wie Aspirin, Paracetamol oder Hustensaft zu verteilen. Als Spender hatte man Apotheken, Pharmahersteller, ect im Kopf.

Gavroche
Nee, die werden für uns Spendenboxen in den Supermärkten aufstellen, ähnlich denen für Tiefutter. Händler können so einen sozialen Beitrag leisten und die Spenden der Bevölkerung an unsere zukünftigen Notunterkünfte ausgeben.
Bestimmt sind sie dann bei der nächsten Preisverleihung im TV dabei.
Ja, vielleicht macht man daraus eine große, abendfüllende Sendung in dem Format DSDBH
(Deutschland sucht den bedürftigsten Hartzer).
Der Gewinner der Show erhält eine Jahrespackung Hühneraugenpflaster. :icon_party:

LG
 

Kaleika

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#25
Google dich gesund

Chronisch Kranke müssen immer häufiger auf notwendige Medikamente verzichten. Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt den Preisvergleich

(...) Auf diesen sozialpolitischen Skandal haben das Aktionsbündnis Sozialproteste und Betroffene am Donnerstag in der Humboldt-Universität in Berlin aufmerksam gemacht. Geregelt ist, daß chronisch Kranke ALG-II-Bezieher einen Anteil von ein Prozent (42,12 Euro) aus der Hartz-IV-Grundsicherung für die gesetzlich festgelegte Zuzahlung sämtlicher Gesundheitsleistungen selbst aufbringen müssen. Diagnostiziert ein Arzt eine chronische Erkrankung, hängt die darüber hinaus gehende Eigenleistung des Versicherten davon ab, ob eine Behandlung inklusive Medikamente Bestandteil der Standardleistungen der Krankenkassen ist. Nur durch die Härtefallklausel wird im Einzelfall von diesen zusätzlichen Kosten abgesehen. Ansonsten müssen Langzeiterwerbslose sämtliche Aufwendungen selbst bestreiten. Dazu zählen insbesondere nichtverschreibungspflichtige Medikamente und andere therapeutische Maßnahmen. (...)
23.01.2009: Google dich gesund (Tageszeitung junge Welt)
 

animas

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#26
Haste mal nen Euro?
Ich bin ohne KK. Das heisst ich muss sie selbst bezahlen die gesetzlich vorgeschriebene freiwillige Krankenversicherung. Nur wovon?
Medikamente gegen Trigeminus und wegen einer kuenstlichen Herzklappe schnurre ich mir zusammen.
Essen und wohnen? Legal ist das schon lange nicht mehr. Fuehle mich wie Avantgarde.
Leute es wird sehr schlimm werden. Und wir chronisch Kranken oder Behinderten gehen mit den Alten zu erst.
Aber ich nicht. Sie machten einen Fehler.:icon_party:
 
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#27
ich und meine besser hälfte zusammen zahlen nur 41,62 Euro.
krankenkasse bucht den betrag ab und ich bekomme die befreiungsausweise fürs ganz jahr.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf folgendes Hinweisen. Bezüglich: "Hartz IV-Empfänger müssen wählen" geht es um sogenannte "Nichtverschreibungspflichtige Medikamente". Die müssen grundsätzlich voll bezahlt werden und zwar unabhängig davon wie viel man bereits für Praxisgebühr und Zuzahlungen geleistet hat.
Die Belastunggrenze von 41,62 Euro gilt nur für "verschreibungspflichtige Medikamente" nicht aber für "nichtverschreibungspflichtige Medikamente. Diese müssen ohne Begrenzung nach oben bezahlt werden, auch dann wenn sie vom Arzt verordnet werden. Eine Belastungsgrenze gilt nicht für "nichtverschreibungspflichtige" Medikamente. Und genau das ist das Problem und kann unbezahlbar werden. Und genau darum ging es bei der heutigen Pressekonferenz in Berlin.

Gerade für Chroniker kann das zu einem echten Problem werden. Während bei "verschreibungspflichtigen" Medikamenten eine Belastungsgrenze von 1% gilt, gilt diese eben nicht bei nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten. Klingt verrückt, ist aber leider so.

solidarische Grüße Michael / Hamburg
 

Arania

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#28
Ist so, aber man kann sich normalerweise alles was man braucht auch verschreiben lassen, zumal dieses auch für die arbeitende Bevölkerung gilt, nicht nur für ALG II-Empfänger
 

dr.byrd

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#29
Ist so, aber man kann sich normalerweise alles was man braucht auch verschreiben lassen, zumal dieses auch für die arbeitende Bevölkerung gilt, nicht nur für ALG II-Empfänger

Auch wenn der Arzt nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel verschreibt, zählen sie bei 1% oder 2% Befreiungsregelung nicht mit. Die muss man immer bezahlen.

Zitat Michael-Lange: Die Belastunggrenze von 41,62 Euro gilt nur für "verschreibungspflichtige Medikamente" nicht aber für "nichtverschreibungspflichtige Medikamente. Diese müssen ohne Begrenzung nach oben bezahlt werden, auch dann wenn sie vom Arzt verordnet werden.
 

Atlantis

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#30
Auch wenn der Arzt nichtverschreibungspflichtige Arzneimittel verschreibt, zählen sie bei 1% oder 2% Befreiungsregelung nicht mit. Die muss man immer bezahlen.
da gibt es ja noch ein weg ich kann die KK auf zahlung verklagen wenn
der arzt nach weist das dieses medikamend nicht durch ein anderes ersetzt werden kann und das für den patienten absolut notwendig und überlebenswichtig ist.
es gibt schon urteile da hat die krankenkasse verloren und musste zahlen.
wie das urteil das man sich seine rehaklinik die zur erkrankung passt selber aussuchen kann.
und chronische schmerz patienten nicht wochenlang auf einen termin warten müssen bis die genehmigung des trägers ob rentenversicherung oder krankenkasse vorliegt wurde ein grundsatzurteil gesprochen beim höchsten gericht.
 
E

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#31
Ja, vielleicht macht man daraus eine große, abendfüllende Sendung in dem Format DSDBH
(Deutschland sucht den bedürftigsten Hartzer).
Der Gewinner der Show erhält eine Jahrespackung Hühneraugenpflaster. :icon_party:

LG
Ich meine, auch dazu schon was im TV-Programm gelesen zu haben. Melde mich hier zurück, wenn ich's gefunden habe.
 

Rounddancer

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#32
Ist so, aber man kann sich normalerweise alles was man braucht auch verschreiben lassen, zumal dieses auch für die arbeitende Bevölkerung gilt, nicht nur für ALG II-Empfänger
Tut mir leid, aber:
Alles, was auf rotes Rezept verschrieben wird, fällt unter die ein-, bzw. zweiprozentige Zuzahlungsdeckelung. Es sei denn, der Apotheker weigert sich, z.B. ein Schmerzmittel auf rotes Rezept ohne Zuzahlung rauszugeben.
Ist mir postoperativ mal passiert,- frisch aus der Zahn-OP heraus, und im Druck, schnell noch heimfahren zu müssen, bevor die Betäubung nachlassen würde, puh.

Alles, was aber auf grünem Rezept verschrieben wird, und das, was nicht verschreibungspflichtig ist, fällt nicht unter den Deckel.

Früher, als die Ärzte für Budgetüberschreitungen noch nicht in Regress genommen wurden, da konnte man mit manchen Ärzten reden, die verschrieben dann z.B. ein Medikament, das in der normalen Dosierung freiverkäuflich war, und deswegen nicht von der Kasse bezahlt werden durfte, in der höheren (verschreibungspflichtigen) Dosierung,- und möglichst in einer teilbaren Darreichungsform (oder empfahl, das Küchenmesser zu nehmen).

Aber heute?

Oh weh.

Wobei auch bei der Zuzahlungsdeckelung es für viele Chroniker gerade der Jahresanfang ein Problem ist,- wenn noch alles zubezahlt werden muß,- denn 2 Prozent aufs Jahr, sind 24 Prozent des Regelsatzes im Monat Januar ...
 

theota

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#33
Ergänzung:

nicht nur die von Rounddancer zitierten grünen Rezepte fallen unter diese Regelung "selber zahlen"

sondern auch die blauen (mag euch schon bekannt sein; mir war es bis vor ein paar Wochen nicht bekannt)

war sonntags beim Notdienst wg. starken Schmerzen (aktuell damals: Hexenschuß; da Bandscheiben-OP erst 6 Wochen her war und Kindergeburtstag anstand, vorsichtshalber Notdienst aufgesucht, da ich mir bzgl. der Ursache alleine nicht ganz sicher sein konnte)

am "Empfang" Zuzahlungsbefreiungskarte vorgezeigt

aber leider nicht darauf geachtet, daß die diensthabende Ärztin Schmerzmittel auf blauem Rezept verschrieb

Apotheke wollte Zuzahlung (zu Recht, da blaues Rezept)

Medikament also mangels Kohle nicht holen können (28.12.'08)

Ärztin anrufen oder mich nochmals bringen lassen (selber fahren war unmöglich!) - keinen Bock - habe dann meine alten Reserven eingenommen und montags wieder hin zum Orthopäden...

man lernt eben nie aus...
 
E

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#34
Naive Zwischenfrage:
Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den grünen und blauen Rezepten?
Ich meine, privat bezahlen muss ich ja bei beiden.
Gibt es da eine spezielle Antwort drauf?

LG
 
E

ExitUser

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#35
Naive Zwischenfrage:
Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den grünen und blauen Rezepten?
Ich meine, privat bezahlen muss ich ja bei beiden.
Gibt es da eine spezielle Antwort drauf?

LG
Ja, damit die in der Apotheke gleich wissen, mit wem sie's zu tun haben. Ähnlich der (ehemaligen) Rassentrennung in den USA.
 

Atlantis

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#36
Naive Zwischenfrage:
Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den grünen und blauen Rezepten?
Ich meine, privat bezahlen muss ich ja bei beiden.
Gibt es da eine spezielle Antwort drauf?

LG
mal ein spass.
auf dem blauen gibt es schnaps der soll ja auch die keime töten.
auf dem grünen gibt es naturmedizin pfermizblätter.

ich hatte mal ein grünes und da steht privatverordnung drauf
ein blaues hab ich noch nicht gesehen.
 
E

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#38
Ja, damit die in der Apotheke gleich wissen, mit wem sie's zu tun haben. Ähnlich der (ehemaligen) Rassentrennung in den USA.

Atlantis

mal ein spass.
auf dem blauen gibt es schnaps der soll ja auch die keime töten.
auf dem grünen gibt es naturmedizin pfermizblätter.

ich hatte mal ein grünes und da steht privatverordnung drauf
ein blaues hab ich noch nicht gesehen.
Habt ihr zwei einen Kasper gefrühstückt? Hey, dass war ´ne ernste Frage.
Aber euren "Antworten" entnehme ich, dass es keinen Unterschied gibt - oder wisst ihr ihn selbst nicht?
Manno, ich will das wissen! :icon_knutsch:

LG
 

Atlantis

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#40
Habt ihr zwei einen Kasper gefrühstückt? Hey, dass war ´ne ernste Frage.
Aber euren "Antworten" entnehme ich, dass es keinen Unterschied gibt - oder wisst ihr ihn selbst nicht?
Manno, ich will das wissen! :icon_knutsch:

LG
nun las doch mal so ein hartzer wie mich auch mal spass haben das leben ist schon hart genug uns jeden tag mit dem ämtern auseinander setzen zu müssen.
diese habe doch unser leben vergiftet wir sind nur noch am schreiben und abwehren und müssen auch noch wie ein rechtsanwalt alles wissen damit sie uns nicht niedermachen.
diese ganze scheisse kostet uns zeit und lebenqualität.
 
E

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#41
nun las doch mal so ein hartzer wie mich auch mal spass haben das leben ist schon hart genug uns jeden tag mit dem ämtern auseinander setzen zu müssen.
diese habe doch unser leben vergiftet wir sind nur noch am schreiben und abwehren und müssen auch noch wie ein rechtsanwalt alles wissen damit sie uns nicht niedermachen.
diese ganze scheisse kostet uns zeit und lebenqualität.
Ich hab´ dich doch ganz richtig verstanden. :icon_mrgreen:
Wir stellen also damit fest, dass Ärzte sich mit verschiedenfarbigen Rezepten das Leben bunt machen.

LG
Arania
schon längst beantwortet
Uuuuuups, habe ich dich doch glatt überlesen. :icon_redface:

LG
 

Arania

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#44

B. Trueger

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#45
E

ExitUser

Gast
#46
Wozu brauche ich ein grünes Rezept, wenn die Medikamente auf grünen Rezepten rezeptfrei sind? Da kann ich auch gleich in die Apotheke gehen und entscheide dann auch selbst, was ich kaufe.
Das "Grüne Rezept" ist eine Besonderheit: Dabei handelt es sich lediglich um eine Empfehlung des Arztes für rezeptfreie Medikamente. Sie müssen grundsätzlich aus eigener Tasche bezahlt werden. Das Grüne Rezept ist unbegrenzt gültig und kann beliebig viele Medikamente enthalten. Es dient in erster Linie als Merkhilfe für den Patienten.
Quelle

Edit: Vielleicht kommen ja auch bald schwarze Rezepte, extra für nicht mehr benötigte Bevölkerungsgruppen. Auf dem schwarzen Rezept steht dann auch nur ein Medikament: Zyankali.
Weiße Rezepte mit schwarzem Trauerrand, und einem Totenkopf als Wasserzeichen.

Gezeichnet Dr. M. Engele.

In diesem Sinne,

LG
 

Arania

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#47
Wozu brauche ich ein grünes Rezept, wenn die Medikamente auf grünen Rezepten rezeptfrei sind? Da kann ich auch gleich in die Apotheke gehen und entscheide dann auch selbst, was ich kaufe.


Edit: Vielleicht kommen ja auch bald schwarze Rezepte, extra für nicht mehr benötigte Bevölkerungsgruppen. Auf dem schwarzen Rezept steht dann auch nur ein Medikament: Zyankali.

ob es die Apotheke reich macht weiss ich nicht, aber der Arzt kassiert von der KK fürs Rezeptschreiben
 

elo1000

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#48
für den xxxxx Keime Werbung hier xxxxxxx geh ich immer im Inet kucken, auch wenn ich das entsprechende Medikament dann doch in der Apotheke um die Ecke kaufe. Dann weiß man wenigstens welcher Preis noch "akzeptabel" ist und welcher garnicht. Manche Apotheker lassen mit dem Wissen um Medikamentenpreise auch mit sich handeln.
Ausserdem erlassen viele Internetapotheken die Rezeptgebühren. Das hab ich bei der Apotheke um die Ecke allerdings noch nie erlebt.
 

Nur so

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#49
Wieso? Unsere sogenannten Lebensmittel enthalten doch die Medikamente schon gleich haufenweise....
 

michel73

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#50
Wieso? Unsere sogenannten Lebensmittel enthalten doch die Medikamente schon gleich haufenweise....
Schweinefleisch ist entzündungshemmend, dazu noch ein bischen Obst sonst engehen einem die wertvollen Pestizide :biggrin:
 
E

ExitUser

Gast
#52
Naive Zwischenfrage:
Gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den grünen und blauen Rezepten?
Ich meine, privat bezahlen muss ich ja bei beiden.
Gibt es da eine spezielle Antwort drauf?

LG

  • Das rote Kassenrezept (mit roter Farbe auf weißem Papier) ist das gebräuchlichste. "Kassenrezept" heißt es deshalb, weil die verordneten Medikamente von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Dieses Rezept gilt vier Wochen ab dem Ausstellungsdatum.​
  • Das blaue Privatrezept bekommen zunächst Privatversicherte. Sie können es bis drei Monate nach Ausstellung einlösen. Ein blaues Rezept bekommen auch gesetzlich Versicherte, wenn das verschriebene Präparat nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung gehört und sie es daher in vollem Umfang selbst bezahlen müssen.​
  • Betäubungsmittel oder starke Schmerzmittel werden auf einem gelben Rezept verordnet, dessen Verordnung strengen Auflagen und Reglementierungen unterliegt. Es muss sieben Tage nach Ausstellung eingelöst werden, sonst verfällt die Verordnung.​
  • Das "Grüne Rezept" ist eine Besonderheit: Dabei handelt es sich lediglich um eine Empfehlung des Arztes für rezeptfreie Medikamente. Sie müssen grundsätzlich aus eigener Tasche bezahlt werden. Das Grüne Rezept ist unbegrenzt gültig und kann beliebig viele Medikamente enthalten. Es dient in erster Linie als Merkhilfe für den Patienten.​
 
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ExitUser

Gast
#53
Ansonsten wird hier immer von verschreibungspflichtigen und nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten gesprochen. Diese Unterscheidung im Bezug auf die Bezahlpflicht der KK ist falsch.

Es gibt durchaus nichtverschreibungspflichtige Medikamente die von der KK bezahlt werden. Z.B. Riopan oder die bekannten Magenschonertabletten wie Omeprazol. Die werden üblicherweise von der KK bezahlt, werden aber nicht gerne verschrieben, weil sie teuer sind und Löcher ins Budget reissen. Ähnliches gilt für Verbandmaterial und auch für Salben. Wenn ihr also so ein grünes Rezept bekommt, dann kann man zu aller erst mal bie der KK anrufen, die meisten haben eine Medizinerhotline, die sagen einem ob es möglich ist, dass KK das bezahlt. Wenn dem so ist, zurück zum Arzt und auf einem roten Rezept bestehen, ein verantwortungsvoller Arzt wird das dann entsprechend rezeptieren, tut er es nicht, dann hilft eine Beschwerde bei der Ärztekammer.

Es gibt allerdings auch Medikamente die eben nicht verschreibungsfähig sind. Das sind die hier angesprochenen, in harmlosen Beispielen sind das Erkältungsmedikamente, häufig Salben z.B. für Rheuma oder desinfizierende Wundsalben oder Heilsalben. Aber es gibt eben auch Fälle wie den mit der Augenkrankheit, wo es dann wirklich existenzbedrohend ist.
 

jimmy

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#54
Wer kein Geld hat, geht seltener zum Arzt (10,-Praxisgebühr), löst seltener seine Rezepte ein (5,- Rezeptgebühr aufwärts), und leistet sich seltener rezeptfreie Medikamente (zu teuer).
Nicht nur das. Z.b. die 10€ Praxisgebühr kostet auch Lebenszeit. Wenn ich nur eine Überweise Pro Quartal für meine Arzt-Suche erhalte, dann muss ich - falls die Chemie zwischen Arzt und mir nicht stimmt - wieder 3 Monate warten, od. meine Haushaltskasse unnötig belasten.

Vor kurzem habe ich bei der AOK eine Befreiungskarte beantragt und erhalten. Da ich 100€ an Quittungen eingereicht habe, mir aber nur 90€ berechnet wurden und bis Heute (fast 1 Monat her) nicht auf mein Schreiben via E-Mail reagiert wurde (wahrscheinlich stimmte die Grammatik + Rechtschreibung mal wieder nicht).
Ich werde die Befreiungskarte nun so richtig nutzen, und all die Ärzte aufsuchen, welche ich ohne Befreiungskarte nicht aufsuchen konnte.

Entschuldigt. War ein bisschen OT!


jimmy
 
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