Hartz4 und Taschengeld im Bundesfreiwilligendienst bei Teilzeit

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Omnibus

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Hallo liebe Forenteilnehmer,

ich habe einen Bufdi Vertrag und bin Hartz4 Empfänger. Deshalb blicke ich nicht durch wie viel Geld ich behalten darf.

Mein Vertrag: Ich arbeite ab Juli 24 Std pro Woche.

Im Bufdi Vertrag heißt es folgendermassen:

1. Taschengeld ( auch für die Zeit der Seminare und des Urlaubs) monatlich in Höhe von :
162,97 Euro

2.

3.ggf. unentgeltliche Verpflegung ggf. unentgeltliche Verpflegung (mit einem Sachbezugswert nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung
i.H.v. Euro/Monat anzusetzen); bzw. Verpflegungskostenzuschuss
i.H.v. Euro/Monat;...... :
112,21 Euro

4. ggf unentgeltliche Bereitstellung von Unterkunft , Dienstkleidung ......
24,94 Euro

Das macht zusammen : 300,12 Euro die mir monatlich überwiesen werden, nehme ich mal an


Zu Punkt 1: Das Taschengeld beträgt eigentlich nur 105,97 Euro bei Teilzeit. Dazu kommt das Fahrgeld ( VGN Ticket) von 57 Euro. Das ergibt den Betrag von 162,97 Euro. Das Fahrgeld in der Höhe von 57 Euro wird hierbei mit dem tatsächlichen Taschengeld in der Höhe von 105,97 Euro zusammengerechnet . Daraus ergibt sich in Punkt 1 das Taschengeld in der Höhe von 162,97 Euro.

Da ich nur ein Laje bin, blicke ich nicht durch, weshalb im Vertrag der Taschengeldbetrag ( von 162,97 Euro) sich aus dem tatsächlichen Taschengeldbetrag von ( 105,97 Euro ) und dem Fahrgeld von ( 57Euro ) zusammensetzt. Wird das als Taschengeld anerkannt ? Normal wird doch das Fahrgeld extra und zusätzlich berechnet oder verrechnet ?




Wie werden die 112,21 Euro und die 24,94 Euro verechnet ?



Von den 112,21 Euro darf ich nach neuesten Recherchen 62,79 Euro behalten ? Die gesetzliche Regelung findet sich hier :

Gem. § 4 Satz 2 Nr. 4 i. V. m. § 2 Abs. 5 Alg II-V sind für die zur Verfügung gestellte Verpflegung 62,79 EUR anzusetzen, wenn die Verpflegung an durchschnittlich 21 Tagen im Monat gestellt wird.

105,97 Euro + 62,79 Euro = 168,76 Euro + Fahrgeld ( höhe des anerkannten Fahrgeldes - ??) Es müssten mindestens 200 Euro dabei raus springen. Bei 57 Euro Fahrgeld verblieben mir : 225, 76 Euro ! ?

Die 24,94 Euro habe ich jetzt ausgelassen, weil ich nicht weiß wie diese verrechnet werden.

Die Frage an Sie lautet nun: Was ist richtig, was bleibt am Ende übrig. bzw. was darf ich nun behalten?
Lauter Paragraphen, da blicke ich nicht durch.

Max M. (22 Jahre mit seinen Eltern in BG wohnend) nimmt an einem Bundesfreiwilligendienst teil und erhält ein monatliches Taschengeld von 330 EUR; wegen auswärtiger Unterbringung wird ihm für die gesamte Dauer unentgeltliche Verpflegung (nicht an Wochenenden!) und unentgeltliche Unterkunft zur Verfügung gestellt.


Gem. § 4 Satz 2 Nr. 4 i. V. m. § 2 Abs. 5 Alg II-V sind für die zur Verfügung gestellte Verpflegung 62,79 EUR anzusetzen, wenn die Verpflegung an durchschnittlich 21 Tagen im Monat gestellt wird. Max erzielt somit ein Einkommen von 392,79 EUR. Abzüglich des Freibetrages von 175 EUR sind 217,79 EUR auf das Arbeitslosengeld II anzurechnen. Die unentgeltlich zur Verfügung gestellte Unterkunft ist nicht als Einkommen zu berücksichtigen.

Im obigem Beispiel werden Max 62,79 Euro zum Einkommen hinzugefügt. Das bedeutet konkret dass ich ebenfalls Anspruch auf diese 62,79 Euro habe? Allerdings müssen diese nicht wie im obigem Beispiel angerechnet werden , weil im obigen Beispiel die 175 Euro Grenze schon zuvor überschritten worden ist. Da Max nur 175 Euro zustehen muss der Rest des Taschengeldes, also auch die 62,79 Euro die ebenfalls zum tatsächlichen Taschengeld dazugezählt werden - angerechnet werden.
Im meinem Fall müssten 62,79 Euro zum Taschengeld dazugerechnet werden. Da im meinem Falle die Grenze von 175 Euro nicht überschritten wird, habe ich Anspruch auf die vollen 62,79 Euro ?

105,97 Euro
Taschengeld + 62,79 Euro die ggf zum Taschengeld dazugerechnet werden plus Fahrgeld
?

Oder liege ich total daneben und es sieht ganz anderst aus?
Was bekomme ich denn nun als Hartz4 ?

Gruß und Danke
 

Omnibus

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Naja , ist schon recht traurig dass diesbezüglich keiner durchblickt.
Auf jeder Internetseite steht was anders *grübel*
Klar , die 175 Euro die von 339 Euro Taschengeld übrigbleiben sind schon klar bei Vollzeit.
339 Taschengeld bei Vollzeit, wovon man 179 Euro behalten darf.
Der Rest wird wohl angerechnet ?
Nach Harald Thome kommen zum Taschengeld noch 62,79 Euro dazu ?
Gem. § 4 Satz 2 Nr. 4 i. V. m. § 2 Abs. 5 Alg II-V sind für die zur Verfügung gestellte Verpflegung 62,79 EUR anzusetzen, wenn die Verpflegung an durchschnittlich 21 Tagen im Monat gestellt wird.

Da beim Beispiel von Harald Thome die 175 Euro schon überschritten worden sind, werden diese 62,79 Euro die zu den 339 Euro dazugerechnet werden mit angerechnet.
Jetzt stelt sich die Frage ob bei 162, 97 Taschengeld diese 62,79 Euro zum größten Teil angerechnet werden , da diese 162,79 laut Vertrag das Taschengeld sein sollen.
Allerdings sind 57 Euro davon Fahrgeld und nur 105,97 Euro das tatsächliche Taschengeld.
Wie wird das nun berechnet ? Da blickt wohl keiner durch , nicht wahr?

Wenn nach Harald Thome diese 62,79 Euro zum Taschengeld dazugerechnet werden und mein Taschengeld nur 105,97 Euro sind, dann müssten diese 62,79 Euro doch komplett zum Taschengeld dazugerechnet werden? Das sind 168,76 Euro und dazu noch Fahrgeld?




Oder wird es doch angerechnet ? 105,97 + 62,79 * 20% = 12,60 Euro.
105,97 + 12,60 = 118,57 Euro plus Fahrgeld in der Höhe von 57 Euro sind = 175,57 Euro

Oder werden nur 30 Euro Fahrgeld erlaubt ? Also die einen sagen ja die anderen nein , die anderen was anderes, da wird man völlig irre.
Das währen dann 148, 57 Euro

Erlich gesagt kann ich mir das nicht vorstellen dass es nur 30 Euro sein dürfen.

Ist hier kein Fachmann da?
Ich blicke nicht durch und den rest habe ich ja nun wegelassen.
 
E

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Gast
Das Taschengeld wird als Einkommen auf ALG II angerechnet, wobei lt. § 1 Abs. 7 ALG II-V ein Betrag von
175 Euro monatlich als Grundfreibetrag abzusetzen ist. Übersteigen die tatsächlichen monatlichen Aufwendungen
einen Betrag i.H.v. 115 Euro, sind stattdessen die tatsächlichen Aufwendungen abzusetzen und zusätzlich dazu
ein Freibetrag von 60 Euro monatlich.

Im Klartext bedeutet das solange die Fahrtkosten unter 115 Euro liegen sind dies im Freibetrag enthalten.
Erst wenn Sie darüber sind müssen die tatsächlichen Fahrkosten zu Grunde gelegt werden.
 

Claus.

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Ich schreibe mal, ohne mich mit diesem Thema auszukennen. Aber das tut ja anscheinend sowieso niemand.

Es ist schon mal fraglich, ob sich überhaupt der Bufdi-Träger schon damit auskennt, und/bzw. was er mit dieser Aufschlüsselung und eventuellen ineinander-rechnerei bezwecken will. Frag ihn doch mal!
Du musst ihn sowieso nochmal interviewen, was du dann wirklich an Geld bekommst.

Das könnten auch nur 162,97€ sein. Wenn du dort kostlos wohnen solltest und deren Verpflegung in Anspruch nimmst, dann wirst du die 112,21€ evtl. nicht ausgezahlt bekommen. Und die 24,94€ für Dienstkleidung, die du evtl. tragen musst, werden bei Inanspruchnahme dienstlich gestellter Kleidung (incl. deren Wäsche) vermutlich auch nicht ausgezahlt. Das könnten entsprechend lediglich geldwerte Vorteile sein. Wobei mir nicht klar ist, ob diese dann wieder teilweise auf dein AlgII angerechnet werden könnten. Wenn du allerdings wegen einer Unterbringung am Dienstort evtl. noch eine Umzugs-/Auszugserlaubnis des JC bräuchtest und bekämst, dann dürfte dir nach §20 SGB II sogar die volle AlgII-RL i.H. von 374€ zustehen.

Ich habe noch ein paar Sachen gefunden:
SvEV Sozialversicherungsentgeltverordnung VO Verordnung über die sozialversicherungsrechtliche SvEV, www.juris.de/jportal/docs/news_anlage/jpk/sgbb-3/mat/bgbl111s2833.pdf Bgbl 111s2833, juris - § 11b SGB II[$]§ 11b SGB II Absetzbeträge juris - § 11b SGB II.
 

Claus.

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Das hier ist auch noch mehr oder weniger hilfreich Zu berücksichtigendes Einkommen § 11, 11a, 11b SGB II | BRD-Sozial - Informationen und Hilfen rund um Hartz IV .

"Unentgeltliche Verpflegung, die im Rahmen der Teilnahme am (11.77a) Jugend- oder Bundesfreiwilligendienst gewährt wird, ist
anzurechnen, wie die von einem Arbeitgeber zur Verfügung
gestellte Verpflegung (s. Rz. 11.21). " Ich kappier allerdings nicht, in welcher Höhe.
Auch eine zur Verfügung gestellte Fahrkarte ist anzurechnen. Vielleicht ist deine Fahrkarte deshalb im Taschengeld verschleiert; um sie aus der Anrechnung rauszudrücken.
 

Omnibus

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Also das Jobcenter hat mir 175 zugesichert.
Also bei meinem 24 Std Job pro Woche darf ich 175 Euro behalten. Da ist natürlich das Fahrgeld enthalten.

Find ich schon gut !

Bufdi lohnt sich für mich.


Für einen 1,25 Euro Job in Nürnberg mit 30 Std pro Woche bekommt man nur noch 180 Euro. Da ist auch das Fahrgeld bereits enthalten.
 
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