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Hartz4 empfang und kein Ende in sicht / Wohnungsproblem

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Eagle

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#1
Hallo,

Ich möchte mich kurz Vorstellen:

Meine Person wird morgen 21jahre alt. Ich habe im Jahr 2001 eine Berufsausbildung zum LKW Mechaniker begonnen. Direkt nach der Probezeit merkte ich, dass der Werkstattmeister mich nicht leiden konnte und somit mich auch "moppte" wo es nur ging. Nach 2jahren, einem Monat vor der Zwischenprüfung hat er mich dann rauswerfen lassen mit 7 Ermahnungen, 4 Abmahnungen, 2 Erinnerungen und einem Hinweis.

Das war März 2003. Direkt im April wurde ich vom Arbeitsamt in eine ABM Maßnahme für Jugendliche vermittelt. Erst 3 Monate lang PC Kurs und dann 3 Monate Tischler Kurs. Der Tischler Kurs begann September, ende September rum wurde ich dann von meinem Arzt Krankgeschrieben für längere Zeit, da ich seit längerem Beschwerden hatte, die nun erforscht werden sollten. Am 7.Oktober 2003 stellte sich dann bei einer Kernspintomographie raus, dass ich etwas im Gehirn sitzen habe, mir aber kein Mensch sagen kann, was das ist. Man kann mir nur sagen, es gehört da nicht hin. Nun Ja, ab da an begann das elend. Ein Arzt nach dem anderen, Krankenhausaufenthalte nach dem anderen und so weiter.. Die ABM Maßnahme hat mich noch bis ende November weitergeführt und dann entlassen, ohne mir helfen zu können. Man hatte eigentlich ein Praktikum und später eine Lehrstelle im Grafikbereich für mich herausholen können. 2004 war dann die nächste ABM Maßnahme fällig und aus der bin ich auch nach 1 1/2 Monaten entlassen worden, wegen Krankheit. Seit her hat sich eigentlich nichts geändert, außer dass das Arbeitsamt mich lieber als Frührentner abschieben möchte. Maßnahmen wurden mir bisher nicht angeboten, obwohl ich durch Hartz4 damit doch gerechnet habe. nein, stattdessen ist das Amt heilfroh, wenn ich mich nicht, wie gefordert, jeden Monat da melde. Ich kann mich da locker 6 Monate lang nicht melden, ds stört die nicht. Irgendwann wenn die dann mal müssen, werde ich Eingeladen, mein Gesundheitszustand wird abgefragt und ich darf wieder nach Hause gehen. Ein Ärztliches Gutachten vom Amtsarzt gibt es seit neuem auch. Es besagt dass ich Arbeiten nur ausüben darf wo ich Stehen, Sitzen und Liegen kann sowie außerordentliche Pausen machen kann, sobald ich diese brauche.

Nun bin ich am 1.6 mit meiner Freundin zusammen hier in Osnabrück in einer 3 Zimmer Wohnung gezogen. 3 Zimmer deswegen, da Sie ein Kind in die Partnerschaft mitbrachte. leider hat diese allerdings nicht lange Standgehalten und am 9.11 hat Sie die Wohnung verlassen. Ich bin daraufhin auch gleich zum Amt und habe das gemeldet. ich bekomme nun 232€ und darf zusehen das ich davon lebe, Strom & Gas wird direkt vom Amt bezahlt und es werden 80€ für ein Darlehen einbehalten, welches für die Mietkaution hier galt.

Die zuständige Bearbeiterin war an dem morgen doch recht freundlich. Ich saß vor Ihr 1 Stunde lang Still Schweigend aufm Stuhl und Sie hat direkt einen neuen Antrag für mich durchgerechnet, auch habe ich das nette Schreiben bekommen, dass ich nun bis zum 1.4.2006 Zeit habe, eine geeignete Wohnung für mich zu finden, da ansonsten die Miete nicht mehr komplett getragen wird. Darüber hinaus nur, wenn ich beweisen kann, dass ich mich ernsthaft um eine neue Wohnung kümmer.

Nun stellt sich für mich die frage, wie die das verstehen? Ich habe hier eine 3 Monats Kündigungsfrist.

Theorie 1: Ich kündige hier die Wohnung und muss dann in 3 Monaten ausziehen. Habe ich bis dahin keine Wohnung, sitze ich auf der Strasse.

Theorie 2: ich suche eine neue Wohnung, wo ich allerdings erst in 3 Monaten einziehen muss / Miete zahlen muss. So gesehen der Mietvertragsbeginn erst 3 Monate Später, passend zur Kündigungsfrist der jetzigen Wohnung läuft.

Momentan lebe ich nach der Theorie 2, ist dieses korrekt?

Die zuständige Bearbeiterin aufm Amt hat mir erklärt was nach dem 1.4.2006 passieren könnte, und sagte im gleichen Atemzug aber auch, dass ich den Restteil der Miete ja von meinem Geld auf keinem fall tragen könnte.

Ich bedanke mich erstmal und verbleibe in grüßen
Thorsten
 
E

ExitUser

Gast
#2
Zunächst einmall würde ich schnellstens versuchen über die Krankenkasse eine Art Behinderteausweis zu bekommen. "Behindert" hört sich immer so hart an, ist es aber nicht.
Nur weil du behindert wärst, bist du ja nicht gleich völlig gaga und du könnstes daraus eine Menge Vorteile haben.
Dann kannst du auch einen Behindertenmehrbedarf geltend machen oder grundsätzlich mal klären lassen, ob du nicht sowieso schon arbeitsunfähig bist.
Dann : Wohnkosten:
Das Amt ist verpflichtet dir SOLANGE die ganzen Kosten zu begleichen, solange die es nicht MÖGLICH oder zumutbar wäre, die Kosten senken. jedoch LÄNGSTES FÜR 6 Monate).
Die 6 Monate gelten aber natürlich nur ab dem Zeitpunkt, wo man dir offziell mitgeteilt hat, dass deine Wohnkosten unangemessen hoch sind.
Dies muss schriftlich erfolgt sein, ansonsten hat die Aufforderung keinerlei rechtskraft, bzw. ist kein Verwaltungsakt und nicht beweisbar.

Ich höre raus, dass deine "Fallmanagerin " es gut mit dir meint und würde dir raten dich wenigstens pro Forma bei Wohnungbaugesellschaften zu melden als suchend und Anzeigen zusammeln- damit du deine ERFOLGLOSEN Bemühungen um eine neue Wohnung belegen kannst.
( Den Tip hat sie dir schon selbst gegeben)
Damit hat sie dann auch etwas in der Hand um die deine Wohnung weiter bewilligen zu können vor ihren eigenen Vorgesetzten.
Ich bin nun wahrlich die Letzte, die Grund hätte, Hier SB in Schutz zu nehmen, aber man darf nicht vergessen, dass diese sich selbst auch nur an unausgegorene Gesetze und widerrechtliche Dienstanweisungen zu halten haben.
Andernfalls - da es dir natürlich nicht möglich ist die Mietkosten anderes zu senken- must du ausziehen. Je nachdem wie groß deine Wohnung nun ist, muss du dir aber klar sein, dass das nicht immer übernommen wird und du demnächst soweiso mit reichlich viel Kosten allein da stehst. Du musst wissen, ob du eine Wohnung in der Größe brauchst und demnächst das noch von 311Euro Regelsatz zahlst, was die Ämter nicht mehr für deine Wohnung bezahlen nach 6 Monaten u. U.
Dazu beantragst du dir dann mal hurtig dann eine Kostenübernahme für eine Umzug mit Pipapo und Dingensns und Fahrer, wenn du nicht fahren kannst und Hilfen, wenn nicht genug da sind.- Nicht vergessen die Übernahme der Kosten für den neuen Telefonanschluss, Teppich. Umbau der Möbel. Schränke aufstellen extra! und Bezinkosten. Herd-anschliessen. Dergleichen mehr- Leisten. Küchenausrüstung, Hausrat und dann gelich mal eine Erstaustattung Wohnung soweiso, wen deine Freundin das meiste mitgenommen haben sollte. Denn bei Trennung gibt es soweiso einmalige Beihilfe noch für eine Erstaustattung der Wohnung. Es ist schlieslich nicht einsehbar, warum nur der Teil , der geht,dies beantragen kann und "mitnimmt". Es hat dir ja vorher dann auch gar nicht gehört.

Mietkaution und Doppel
mieten, Maklercourtage, Renovierungskosten ect.

Wenn die das ablehnen und trotzdem noch nicht die volle Miete übernehmen: - nä. Sozialgericht- Einstweilige Anordnung und Klage ( kost nix) zu Protokoll geben .
Dort wird dir geholfen. Sicher :mrgreen: :mrgreen:
 

Eagle

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#3
Hallo,

ein wenig haben Sie mich wohl Falsch verstanden bezüglich der Aufforderung des Umzugs.

Ich bekam, gegen Unterschrift das ich es erhalten habe, sofort nach 1 Stunden stillschweigen Sitzen nicht nur den Neuen Antrag, sondern auch das Schreiben dass meine Wohnung nicht angemessen nun ist.

Auf keinem fall will ich diese Große Wohnung alleine Tragen, was für mich auch absolut unmöglich ist. Ganz klar möchte ich in einer für mich passendne Wohnung einziehen, nur wenn das alles so einfach wäre, würde ich es auch machen ;)

Wie gesagt, habe ich hier 3 Monate Kündigungsfrist. Ich habe einfach Angst davor, wenn ich die Wohnung nun hier Kündige, dass ich nach 3 Monaten raus muss und ich auf der Strasse sitze mit meinem Sachen, da sich eine neue Wohnung noch nicht gefunden hat.

Die Fallmanagerin hat mit den Tipp nicht gegeben, der Tipp Steht in dem Schreiben vom Amt. Dort steht:

Ich weise darauf hin, dass ab dem 1.April 2006 nur noch die angemessene Miete berücksichtigt werden kann, wenn keine ausreichenden Nachweise eingereicht werden.
Bei dem Wohnungsbaugesellschaften werde ich vorsprechen, allerdings sehe ich dort wenig erfolg aus einen anderen Grund.

Bezüglich des Behindertenausweises, dieses hat das Amt schon mal mir gesagt, da es die Arbeit für die erleichtern würde. Sobald ich 10€ für den Arzt über habe, werd eich das im Angriff nehmen. Muss leider vorher zum Arzt, da mein hausarzt der mich über 17jahre lang kennt, in Rente ist und sein Sohn seit dem 1. Oktober die Praxis nun führt, dieser kennt mich nicht.

Momentan weiss ich einfach nicht, wie ich weiter Leben soll :cry:
 

kalle

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#4
Hallöle,
wenn ich die fröhliche Libelle und Dich richtig gelesen hbe, ist das doch gar nicht so schwer.

Die haben geschrieben, wenn Du keine Bemühungen nachweist, kürzen sie die Miete. Da war Deine SB doch gut. Weise Bemühungen nach und sie zahlen weiter die volle Miete. Also, immer schön alles schriftlich geben lassen.

Wenn Du eine Wohnung findest, dann muss das Amt für den Rest der Kündigungsfrist beide Wohnungen zahlen.

Und für den Schwerbehindertenausweis brauchst Du ersteimal den Arzt nicht. Stelle einfach einen formlosen Antrag an Dein zuständiges Versorgungsamt.

z.B.:
antrag
Hiermit beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis über min. % mit Merkzeichen .
Beschreibung meiner gesundheitlichen Probleme:
Hier schreibst Du kurz rein , warum

Mit freundliche Grüßen


Die schicken Dir dann schon ein Formular, das Du dann nochmal ausfüllen kannst. Da kannste Dir Zeit lassen, wichtig ist das Datum des ersten Antrages, denn ab da gilt dann Deine Behinderung als anerkannt.
Und Dein Arzt ist zwar im Ruhestand, aber sein Sohn muß die Unterlagen ja weiter aufbewahren. Die werden dann vom Versorgungsamt angefordert. Dat löpt aaaalns automatisch.

Ran an Feind. Jeder tag ist wichtig.
 

Eagle

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#5
kalle sagte :
Hallöle,
Wenn Du eine Wohnung findest, dann muss das Amt für den Rest der Kündigungsfrist beide Wohnungen zahlen.
Also handel ich richtig, ich suche ne wohnung, kündige diese hier erst, enn ich eine habe, nur kann ich sofort umziehen und das Amt muss weiterhin beide Wohnungen bezahlen?
 

kalle

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#6
So sollte es eigentlich sein. In der Theorie. Bei den meisten Wohnungen haste ja einen Einzugstermin, z.BV. nächster Erster oder nen Monat später. Dann alles klar machen und Anträge beim Amt stellen.

Die wollen ja, das Du ausziehst, ergo müssen die auch für die Folgen aufkommen. :lol:

Kostet die in den meisten Fällen zwar mehr als es einbringt, aber naja. :x
 
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#7
Nee, nee, nicht nachher alles mit dem Amt klarmachen.
Erst vom Amt die Genehmigung holen, dann den neuen Mietvertrag unterschreiben. Dann die alte Wohnung kündigen. Immer schön der Reihe nach.
 

Radi4u

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#8
kalle sagte :
Und für den Schwerbehindertenausweis brauchst Du ersteimal den Arzt nicht. Stelle einfach einen formlosen Antrag an Dein zuständiges Versorgungsamt.

z.B.:
antrag
Hiermit beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis über min. % mit Merkzeichen .
Beschreibung meiner gesundheitlichen Probleme:
Hier schreibst Du kurz rein , warum

Mit freundliche Grüßen


Die schicken Dir dann schon ein Formular, das Du dann nochmal ausfüllen kannst. Da kannste Dir Zeit lassen, wichtig ist das Datum des ersten Antrages, denn ab da gilt dann Deine Behinderung als anerkannt.
Und Dein Arzt ist zwar im Ruhestand, aber sein Sohn muß die Unterlagen ja weiter aufbewahren. Die werden dann vom Versorgungsamt angefordert. Dat löpt aaaalns automatisch.

Ran an Feind. Jeder tag ist wichtig.
Hi Kalle,

ich würde das nicht mehr ohne fachliche Hilfe durchziehen.
War bei mir genauso, Antrag gestellt-abgelehnt, Widerspruch
eingelegt-abgelehnt.
Bin dann in den SovD gegangen und schon hat es geklappt.
Ich kann es nur jedem empfehlen, sich beim SovD oder Vdk
beraten zu lassen, man muss natürlich Mitglied werden und
einen Beitrag bezahlen. Aber ich denke mal, man ist dann
wirklich auf der sicheren Seite.

Gruß
Radi
 
E

ExitUser

Gast
#9
ich würde das nicht mehr ohne fachliche Hilfe durchziehen.
Ich habe meinen Ausweis ohne fremde Hilfe bekommen und zwar mit dem vermerk *G*. Die VDK (bin dort auch Mitglied) war der Meinung, ich bekäme keinen, da meine Krankheit noch nicht so bekannt ist. So kann man sich irren
 

kalle

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#10
Das ist immer unterschiedlich.
Für meine Frau habe ich es nun von0 über 20 auf bis jetzt 50 % geschafft. Die fragen immer höflich nach, ob wir denn damit einverstanden seien. :lol:
Antwort jedesmal als Widerspruch: NEIN.
Mal sehen, wann sie aufgeben und die tatsächlichen min.80 % mit versch. Merkzeichen geben. :x :mrgreen:
 
E

ExitUser

Gast
#11
Noch nie in meinem Leben habe ich in einem Thread soviel Schrott lesen müssen :shock: :cry: Der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis muss natürlich beim Versorgungsamt, bzw. je nach Bundesland beim Sozialamt gestellt werden. Man muss dabei die behandelten Ärzte von der Schweigepflicht entbinden und/oder am Besten gleich entsprechende Befunde dem Antrag beilegen. Wenn die Befunde ausreichend sind, entscheidet das Versorgungsamt nach Aktenlage. Eine ärztliche Untersuchung von Seiten des Versorgungsamtes wird nach meiner Erfahrung nicht durchgeführt. Die Krankenkasse hat damit nichts am Hut, und der behandelnde Arzt sollte zwecks Befund auch nicht übergangen werden.

Das nur zur Schwrbehinderteneigenschaft, über den Rest möchte ich mich lieber nicht äußern.
 

Arania

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#12
so ist es, und es ist auch nicht so einfach auf höhere Prozente zu kommen, mich verweisen sie da immer auf weitere Befunde.
 

kalle

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#13
@ Rüdiger:
Hab doch nix anderes gesagt, oder? Nur den Antrag kannst Du doch erst einmal formlos beim Versorgungsamt stellen. Also in SH und MVP klappt das so.
Die schicken dann den Formantrag mit den Einverständniserklärungen zwecks Ärzte.

Aber , und nur das wollte ich sagen, man muß den Antrag stellen. Und das Datum der Antragstellung ist wichtig. Angst wegen Ärzten oder Kosten (10€) sollte man nicht haben.

Je länger man einen Antrag hinauszögert, um so mehr macht man sich auch innerlich Angst. Jeder, der aufgrund seiner geundheitlichen Probleme den Anspruch hat, sollte ihn auch wahrnehmen. Und da reicht halt auch ein formloser Antrag.
 
E

ExitUser

Gast
#14
Schwerbehindertenausweis

Bei jeder öffentlichen Behörde, Stadtverwaltung oder im Rathaus liege Anträge auf Behinderung für das Versorgungsamt aus, den füllst du aus und nennst deine behandelnden Ärzte, die schreibt denn das Versorgungsamt an und urteilt meistens nach Aktenlage. Wenn Du gar nicht klar kommst, bitte dienen Arzt dir bei der Formulierung deiner jetzigen Beschwerden zu helfen. Den Allgemeinteil des Antrages kannst du sicherlich allein ausfüllen und wenn nicht, frage hier im Forum nach, bin Dir gerne behilflich.
 

Eagle

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#15
Rüdiger_V sagte :
Noch nie in meinem Leben habe ich in einem Thread soviel Schrott lesen müssen :shock: :cry:
Hoffe das bezieht sich nich auf den ganzen Thread :?:

Rüdiger_V sagte :
Das nur zur Schwrbehinderteneigenschaft, über den Rest möchte ich mich lieber nicht äußern.
Können Sie aber gerne, da ich unwissend bin und hier bin, um meinungen zu meinem Problem zu lesen :)

Zum Thema Schwerbehindertenausweis:

Der Antrag hierfür wid mir beim Versorgungsamt Osnabrück ausgehändigt. Ich muss dann alles soweit eintragen und wieder abgeben, das Versorgungsamt holt sich dann die Nötigen unterlagen vom Hausarzt und Neuroligie / Krankenhaus.
Ich würde dennoch vorher mit dem Arzt darüber sprechen / eventuell seine Hilfe auch in Anspruch nehmen.

Lusjena sagte :
Angst wegen Ärzten oder Kosten (10€) sollte man nicht haben.
Das sagen Sie so leicht. ich bekomme, wenn ich gaanz viel Glück habe, grade mal 100e im Monat noch zum leben, wo von ich die allgemeinen Sachen wie Lebensmittel, Hygenie Artikel und co kaufen muss. Leider muss ich jeden Cent 25 mal umdrehen bevor ich diesen ausgeben kann, und 10€ ist da viel viel Geld.

Grüße
Thorsten
 
E

ExitUser

Gast
#16
Anträge und nochmal Anträge!! Keine Angst davor!

Hallo, bin noch sehr neu hier. Wollt gleich auch auf diesem Wege mal auf mich aufmerksam machen! :D :)

Das mit dem Schwerbehindertenantrag, sprich Antrag auf Feststellung einer Behinderung, mit Eintragung eines Merkzeichens, ist nicht so schwer wie es aussieht. Meist kann man sich bis zum Widerspruchsverfahren jegliche Kosten sparen. Eine ärztliche Bescheinigung oder ähnliches ist nicht notwendig, also auch hier keine Kosten verursachen. Die Formulare gibt es zumeist online entweder als Online-Antrag oder als Download in PDF. Habe erst im Sommer d. J. meinen Verschlechterungsantrag selbst durchgebracht, von 30 Gdb auf 70 GdB mit Merkzeichen - G - . Wurde auch erst abgelehnt und dann nach Widerspruch mit alleiniger Begründung von 3 Seiten!! doch durch Abhilfebescheid angenommen. Denke, der Sachbearbeiter und Gutachter hat letztlich kapituliert?! :motz:

Bin allerdings durch meinen ersten Beruf als Krankenpfleger, dann als Bürokaufmann (kurze Zeit als Sachbearbeiter bei Krankenkasse) ein wenig vorbelastet in dieser Hinsicht - Widersprüche - usw. Bin durch die fortschreitende Krankheit allerdings seit Mitte 2002 arbeitslos.

Also, einen Online - Antrag für Bayern - Versorgungsamt - Schwerbehinderung, findet man unter:

https://www.schwerbehindertenantrag.bayern.de/antrag/default.aspx

Den Erstantrag findet man unter:

http://www.zbfs.bayern.de/imperia/m...antrag_auf_feststellung_einer_behinderung.pdf
Den Erhöhungsantrag unter:

http://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/content/blvf/sgbix/1741.pdf
Den Antrag auf Parkerleichterungen für die jeweilige Kommune unter:

http://www.zbfs.bayern.de/imperia/md/content/blvf/sgbix/parkantrag.pdf

In den anderen Bundesländern einfach online nach der jeweiligen Staatsregierung gucken, dort das Sozial- oder Familienministerium anklicken. Eine untergeordnete Behörde ist meist das Landesamt für Versorgung und Familienförderung. Dieses hat dann, wenn überhaupt vorhanden, die Formulare in irgendeiner Form online.

Hatte keine so guten Erfahrungen mit VdK usw. Aber wer das Geld übrig hat für den Beitrag pro Quartal, der soll ihn investieren. Zumindest hat man dann einen Rechtsschutz für einen einmaligen (geringen) Betrag für Rentenangelegenheiten und Behindertenanträge.

Bei Fragen, meldet Euch gerne. Bin auch zur Hilfe bereit, wenn so ein Antrag ausgefüllt werden soll.
Grüße an alle
 

Eagle

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#17
Hallo,

einen Schwerbehindertenausweis habe ich bereits beantragt.

Nun stellt sich mir nur das Wohnungsproblem dar:

Ich habe in der momentanen Wohnung eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, worauf der Vermieter auch Pocht. Eher lässt er mich nicht aus dem Vertrag. Nun kann ich also nicht einfach so eine Wohnug suchen, und einfach von ein auf den anderen moment Umziehen, sondern muss ja eine Wohnung finden, die auch erst in 3 Monaten Beziehbar ist.

Momentan bin ich auf der Suche nach einer Wohnung ab dem 1.4.2006. Habe bisher eine gefunden gehabt, diese war aber schon leider Vermietet. Für mich stellt sich nun folgendes Problem da:

Kündige ich nun am 1.1.2006 die jetzige, zu Große Wohnung, muss ich spätestens auch am 1.4.2006 hier raus sein. Habe ich bis dahin keine neue Wohnung gefunden, sitze ich auf der Strasse.

Kündige ich am 1.1.2006 nicht, muss ab dem 1.4.2006 von mir 150€ Miete getragen werden, da laut Bescheid von der Arge stehen mir nur 250€ Miete zu als 1 Person. Die momentane Miete beträgt 403,20€ bei 66,5m².
Wovon ich die 150€ selber Zahle, das sagte mir bereits schon meine SB: "Das können Sie ja überhaupt gar nicht von Ihrer Leistung bezahlen."

Das ganze bereitet mir Schlaflose Nächte. Kündige ich, besteht die große Gefahr, dass ich auf der Strasse lande. Kündige ich nicht, habe ich kein Geld mehr zum Leben...

Zwickmühle hoch 3 :cry:
 
E

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#18
Hallo nochmal,
sehr gut, dass Du den Ausweis schon mal beantragt hast. Wenn Du ne Reaktion hast meld Dich wieder, helfe Dir gern in der Sache weiter.

Wegen der Wohnung ist das ein bisschen schwierig. Musste auch vor einem dreiviertel Jahr aus meiner alten Wohnung raus, allerdings wegen der gesundheitlichen Situation (keine Ärzte am Ort, keine Apotheke am Ort usw. und dann gehbehindert, kein Auto usw.) Nun gut, ich denke Du solltest auf jeden Fall schon mal Deine Anträge für den Fall fertig machen, dass Du noch eine günstigere Wohnung (im Rahmen der "angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung) noch vor dem Kündigungstermin findest. Denn dann muss es schnell gehen. Gefällt Dir die Wohnung, ist sie den Forderungen des zuständigen Amtes angemessen, dann lass Dir vom eventuell zukünftigen Vermieter ein Schreiben geben, in dem er die Wohnung mit den erforderlichen Daten, wie qm, Kaltmiete, Nebenkosten, evtl. Abschlagszahlungen für Heizung, Warmwasser und evtl. vorhandene weitere Betriebskosten und Kaution, anbietet.

Mit dem Schreiben musst dann schnellstmöglich zu Deiner Sachbearbeiterin. Persönlich ist dann besser, denn vielleicht (Wunder sind möglich!) kannst an dem Tag Deine Zusage für Wohnung und Kaution schon mitnehmen. Kommst Du beim möglichen Umzug in die neue Wohnung in einen anderen Zuständigkeitsbereich ARGE-mäßig, dann die Übernahme der Kaution bei der vorher zuständigen ARGE beantragen, die Kosten für die Unterkunft und Heizung usw. bei der neuen zuständigen ARGE beantragen. BITTE DARAUF ACHTEN!

Schlau isses auch, die alte Sachbearbeiterin zu besuchen, ihr den Antrag im Falle der Zuständigkeit von zwei ARGEN für die Kaution und die Wohnung zu übergeben. Mit der freundlichen Bitte diesen doch an die zuständige ARGE weiterzugeben. Soweit ich noch informiert bin, müssen diese das machen. FALLS FALSCH, ANDERE USER BITTE KORRIGIEREN! Du kannst Dir die Abgabe eines oder mehrerer Anträge von der Sachbearbeiterin bestätigen lassen. Die Umzugskosten, wenn dann eine Übernahmeerklärung bzw. ein Bescheid an Dich ergangen ist, dass Du die Wohnung bekommst, müssen ebenfalls bei der alten ARGE dann beantragt werden.

Ist nur die eine ARGE zuständig, dann alle Anträge auf den Tisch der jetzigen Sachbearbeiterin (Vermieterschreiben, Antrag auf Übernahme der Kaution sowie die Unterkunftskosten und Umzugskosten). Du darfst, nach Vorlage des Vermieterschreibens nicht locker lassen. Habe auch zweimal anrufen müssen und dann persönlich vorsprechen, da die Zeit knapp wurde, und die Übernahmeerklärung dann bekommen. Ein Schreiben des Vermieters (Angebot) ist am besten, Du kannst aber auch einen ausgefüllten Mietvertrag vorlegen (AUF KEINEN FALL UNTERSCHREIBEN!!). Unterschrift von Dir erst nach Zusage durch die ARGE(N).

Für die Umzugskosten musst Du mindestens zwei oder drei Kostenvoranschläge von Unternehmen vorlegen, sonst kanns Dir passieren dass es rundweg abgelehnt wird oder Dir Pauschalen verpasst werden, die Deine tatsächlichen Kosten niemals decken. Am wahrscheinlichsten ist aber die Ablehnung.

Nun, ich persönlich würde mir die erforderlichen Anträge usw. bereits jetzt textlich vorbereiten, damit ich sie im Bedarfsfalle zur Hand habe. Dann würde ich weiter fleißig suchen!! Mir alles aufschreiben an Telefonaten die ich wegen der neuen Wohnung führe, Anzeigen ausschneiden bei denen ich mich beworben habe und evtl. Absagen erhalten habe. Alles notieren, was meine Bemühungen um eine neue billigere Unterkunft beweist, nachweist.

Denn eines solltest Du in dem ganzen Trubel nicht vergessen:

DIE ARGE WILL, DASS DU AUSZIEHST! Nicht Du ziehst aus Spaß an der Freud' um. Wenn Du von Dir aus alles getan hast, Dich redlich bemüht hast um Veränderung, Anträge gestellt hast wenn es denn ernst wurde, und die Sachbearbeitung Deiner zuständigen ARGE war nicht in der Lage Dir rechtzeitig die Kostenübernahme anzuzeigen, und Du verpasst deswegen Deinen Kündigungstermin! Dann denke ich, ist die ARGE verpflichtet Dir die jetzige Wohnung für das nächste Quartal weiter zu bezahlen. Und wenn Du dann innerhalb der Kündigungsfrist umziehen kannst, so sollen sie doch zwei Mieten bezahlen. Sie wollen, dass Du ausziehst, und dann sollen sie Dir helfen, wenn sie verschleppt haben, die Angelegenheit zu regeln. Und das müssen sie, meiner Ansicht nach dann auch.

Also, nicht verrückt machen. Die ARGE darf Dich nicht obdachlos werden lassen und sie darf Dich nicht mittellos werden lassen. Im ärgsten Falle gibt es noch die Möglichkeit der einstweiligen Anordnung durch das zuständige Sozialgericht. Aber soweit, denke ich, kommt es nicht. Wenn es Probleme gibt, einfach wieder melden, oder wenn Du noch weiter Infos brauchst.

Wenn ich was geschrieben habe, was nicht mehr den Tatsachen entsprechen sollte, bitte ich die anderen, erfahreneren User, dies bitte zu korrigieren.

Bis dann
 
E

ExitUser

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#19
Eagle sagte :
Hallo,

einen Schwerbehindertenausweis habe ich bereits beantragt.

Nun stellt sich mir nur das Wohnungsproblem dar:

Ich habe in der momentanen Wohnung eine Kündigungsfrist von 3 Monaten, worauf der Vermieter auch Pocht. Eher lässt er mich nicht aus dem Vertrag. Nun kann ich also nicht einfach so eine Wohnug suchen, und einfach von ein auf den anderen moment Umziehen, sondern muss ja eine Wohnung finden, die auch erst in 3 Monaten Beziehbar ist.

Momentan bin ich auf der Suche nach einer Wohnung ab dem 1.4.2006. Habe bisher eine gefunden gehabt, diese war aber schon leider Vermietet. Für mich stellt sich nun folgendes Problem da:

Kündige ich nun am 1.1.2006 die jetzige, zu Große Wohnung, muss ich spätestens auch am 1.4.2006 hier raus sein. Habe ich bis dahin keine neue Wohnung gefunden, sitze ich auf der Strasse.

Kündige ich am 1.1.2006 nicht, muss ab dem 1.4.2006 von mir 150€ Miete getragen werden, da laut Bescheid von der Arge stehen mir nur 250€ Miete zu als 1 Person. Die momentane Miete beträgt 403,20€ bei 66,5m².
Wovon ich die 150€ selber Zahle, das sagte mir bereits schon meine SB: "Das können Sie ja überhaupt gar nicht von Ihrer Leistung bezahlen."

Das ganze bereitet mir Schlaflose Nächte. Kündige ich, besteht die große Gefahr, dass ich auf der Strasse lande. Kündige ich nicht, habe ich kein Geld mehr zum Leben...

Zwickmühle hoch 3 :cry:
Wurdest du per Bescheid zum Umzug aufgefordert?

Dann sofort Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Und keinesfalls solltest du deine jetzige Wohnung kündigen ohne einen neuen Mietvertrag unterschrieben zu haben.

Die erhöhten Unterkunftskosten werden jedoch über die gesetzte Frist hinaus in voller Höhe getragen, wenn Sie mir die geforderten Nachweise Ihrer Bemühungen innerhalb des gesetzten Zeitraumes vorlegen.

Sammele dein Bemühungen der Wohnungsangebote und sollten deine Leistungen gekürzt werden, lege deine Bemühungen vor.

Habe das gleiche Problem und ich habe sogar passenden Wohnungsangebote vorgelegt. Die 3 Monatige Kündigungsfrist hätte eingehalten werden können. Die Mietübernahmeerkärung, Kautionsübernahmeerklärung und die anfallenden Umzugskosten wurden von mir beantragt, aber die Arge antwortet nicht auf meine Anträge. So legen die mir ständig Steine in den Weg und versauen mir eine Wohnung nach der anderen. Ich werde da Gefühl nicht los, dass die garnicht an einem Umzug interessiert sind. :motz: :motz: :motz:
 

Eagle

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#20
bschlimme sagte :
Wurdest du per Bescheid zum Umzug aufgefordert?

Dann sofort Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Und keinesfalls solltest du deine jetzige Wohnung kündigen ohne einen neuen Mietvertrag unterschrieben zu haben.

Die erhöhten Unterkunftskosten werden jedoch über die gesetzte Frist hinaus in voller Höhe getragen, wenn Sie mir die geforderten Nachweise Ihrer Bemühungen innerhalb des gesetzten Zeitraumes vorlegen.

Sammele dein Bemühungen der Wohnungsangebote und sollten deine Leistungen gekürzt werden, lege deine Bemühungen vor.

Habe das gleiche Problem und ich habe sogar passenden Wohnungsangebote vorgelegt. Die 3 Monatige Kündigungsfrist hätte eingehalten werden können. Die Mietübernahmeerkärung, Kautionsübernahmeerklärung und die anfallenden Umzugskosten wurden von mir beantragt, aber die Arge antwortet nicht auf meine Anträge. So legen die mir ständig Steine in den Weg und versauen mir eine Wohnung nach der anderen. Ich werde da Gefühl nicht los, dass die garnicht an einem Umzug interessiert sind. :motz: :motz: :motz:
Ich, ich wurde dazu Aufgesofdert. Die Aufforderung kam im September als ich mich von meiner Partnerin getrennt hatte und diese hier ausgezogen ist.

Was bleibt mir anders übrig, als die Wohnung zu Kündigen, auch wenn ich keinen neuen Mietvertrag habe? Deenn ab dem 1.4.2005 wird das Amt mir die volle Miete nicht mehr bezahlen, so laut Bescheid. Das ganze bereitet mir ja Schlaflose Nächte :cry:

Grüße
Thorsten
 
E

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#21
Eagle

nochmal meine Frage: Hast du einen Bescheid oder ein Schreiben erhalten?

Wurde Widerspruch eingelegt?
 

Eagle

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#22
Hallo,

Ja, einen Bescheid habe ich erhalten am 12.09.2005. Wenn es hilfreich ist, kann ich diesen Einscannen und Veröffentlichen.

Wiederspruch habe ich bisher nicht eingelegt, da es doch rechtens ist. Die Wohnung ist laut Gesetz / Regelung zu groß für mich alleine.

Grüße
Thorsten
 
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#23
Eagle sagte :
Hallo,

Ja, einen Bescheid habe ich erhalten am 12.09.2005. Wenn es hilfreich ist, kann ich diesen Einscannen und Veröffentlichen.

Wiederspruch habe ich bisher nicht eingelegt, da es doch rechtens ist. Die Wohnung ist laut Gesetz / Regelung zu groß für mich alleine.

Grüße
Thorsten
In deiner Stelle würde ich Widerspruch einlegen, denn es heißt

Die Mietkosten müssen jedoch "angemessen" sein. Dafür wird es keine bundeseinheitliche Regelung geben. In jeder Arbeitsagentur beziehungsweise in jeder Kommune werden unterschiedliche Maßstäbe angesetzt werden. Als aktuelle Richtlinie können die derzeitigen Regelungen der Sozialämter herangezogen werden. In einer Großstadt akzeptiert das Sozialamt eine höhere monatliche Kaltmiete als auf dem Land.

Ist die Miete nach den amtlichen Maßstäben zu hoch, wird zunächst die volle Miete übernommen. Allerdings nur solange, wie es dem Hilfebedürftigen nicht möglich (oder nicht zumutbar) ist, sich eine billigere Wohnung zu suchen. Findet er innerhalb von sechs Monaten keine angemessene Wohnung, werden nur die angemessenen Kosten der Wohnung übernommen.
http://www.bundesregierung.de/Polit...I-Hartz-IV-,11889/Vermoegen-und-Einkommen.htm

Bemühe dich weiter um eine angemessene Wohnung eventuell auch bei ImmobilienScout24 , damit du es jederzeit belegen kannst, aber kündige erst, wenn du einen Mietvertrag unterschreiben kannst und die Miet u. Kautionsbescheinigung von der Arge hast.
 

Eagle

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#24
Irgendwie verstehe ich das grade nicht.

Die Wohnung ist zu groß vom Amts Wegen her. Bis zum 1.4.2006 (also 6 Monate Lang) wird das Amt ja auch die Miete bezahlen, allerdings ab dann sind die 6 Monate vorbei und es wird nur noch die angemessene Miete bezahlt. Dieses wären 250€, den rest müsste ich danns elbst zusteuern.

Kündige ich die Wohnung nun nicht am 1.1.2006, dann tritt ja genau das obige in Kraft, ich habe diese Wohnung hier länger als 1.4.2006 und muss dann die rest Miete, also 153,20€ selbst Tragen.

Grüße
Thorsten
 
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ExitUser

Gast
#25
Hallo,
wenn Du ohne Dein Verschulden, keine neue Wohnung bekommst, dann müssen sie Dir erst einmal weiter die Wohnung bezahlen. Ganz besonders in dem Fall, wenn das Amt selbst eine rechtzeitige Bescheidung vergeigt und Du damit den Kündigungstermin, bei vorhandenem günstigerem Wohnungsangebot, verpasst. Solange keine Wohnung in Aussicht ist, kann niemand von Dir verlangen, dass Du kündigst (entsprechende Bemühungen die Situation zu ändern, vorausgesetzt) Nur, wenn Du die Auflage schuldhaft nicht erfüllst, kann Dir die Leistung gekürzt werden, wie angekündigt. Die Regel der 6-Monats-Frist ist keine starre Regelung, im entsprechenden Gesetzestext steht:

SGB II § 22 Leistungen für Unterkunft und Heizung
(1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.

Die Formulierung – in der Regel – lässt erkennen, dass Ausnahmeregelungen in beiden Richtungen, also kürzere Frist und auch längere Frist, möglich sind. Schon allein die Anwendung der Formulierung beweist dies in solchen Texten (Gesetzen), deren Ausgestaltung einer strengen Regelung unterliegt, an denen Fachleute arbeiten (glaubt man manchmal gar nicht! :pfeiff: ) und die wohl überdacht in ausreichend gefassten Zeiträumen entstehen (sollten :mrgreen: ). Meiner Ansicht nach ist den Sachbearbeitern hier die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung, immer die nachweisbaren ausreichenden Bemühungen vorausgesetzt, gegeben. Natürlich sollen die Ausnahmeregelungen nicht zur Regel werden, deshalb die Eingrenzung in die 6-Monats-Frist für den Regelfall des Ausnahmefalls. Ich vermute, dass hier ein halbes Jahr als ausreichender Zeitraum für das Finden und Anmieten eines günstigeren Wohnverhältnisses bei der derzeitigen Wohnungsmarktlage festgelegt wurde, mit Berücksichtigung der üblichen Kündigungsfrist nach aktueller Gesetzeslage (Mietrecht). Wenn nun aber sehr viele der Hilfesuchenden nicht in der Lage sind, trotz ausreichender Mitwirkung oder Bemühungen einen günstigeren Wohnraum innerhalb dieser Zeit zu finden, dann ist Anlass für eine Änderung des Gesetzes gegeben. Das wird sowieso notwendig, schon allein durch die bereits laufenden und noch hinzukommenden Klagen, die positiv für die Hilfeempfänger entschieden werden.
Nun ist aber trotz aller Pauschalen und Fristen die Gewährung von Hilfe nach dem SGB zumeist jedoch so ausgerichtet, dass sie eigentlich nach der Individualität des Einzelfalles gewährt werden soll. Einmal dazu hier etwas zu finden:

SGB I § 33 Ausgestaltung von Rechten und Pflichten
Ist der Inhalt von Rechten oder Pflichten nach Art oder Umfang nicht im einzelnen bestimmt, sind bei ihrer Ausgestaltung die persönlichen Verhältnisse des Berechtigten oder Verpflichteten, sein Bedarf und seine Leistungsfähigkeit sowie die örtlichen Verhältnisse zu berücksichtigen, soweit Rechtsvorschriften nicht entgegenstehen. Dabei soll den Wünschen des Berechtigten oder Verpflichteten entsprochen werden, soweit sie angemessen sind.

Die Pflicht der Verminderung des Mietzinses durch Wohnungswechsel und die durch die Nichterfüllung innerhalb der gesetzten Frist von 6 Monaten folgende Sanktionierung (Leistung des Differenzbetrages zwischen tatsächlicher Kosten der Unterkunft und gewährten angemessenen Kosten der Unterkunft aus der Regelleistung) ist, meiner Ansicht nach, eben nicht im einzelnen bestimmt. Formulierung – in der Regel - . Dann setzt eben der § 33 SGB I ein.
Auch, meine ich, ist in dem folgenden Paragraphen der Grenzen der Mitwirkung deutlich gemacht, dass bei Erfüllung der angemessen Bemühungen, aufgrund der schlechten Mietmarktlage der Region, des Landes usw. dem Hilfesuchenden aus dem wichtigen Grund der drohenden Obdachlosigkeit nicht zugemutet werden kann, seine Wohnung innerhalb der gesetzten Frist zu kündigen/verlassen wenn eben keine angemessene Wohnung danach zur Verfügung steht.

SGB I § 65 Grenzen der Mitwirkung
(1) Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit
2. ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet
werden kann oder

Genau das schließt ja § 22 SGB II aus. Dort steht ja, dass auch die die Angemessenheit übersteigenden Aufwendungen für Unterkunft und Heizung solange weiter getragen werden müssen, solange es dem Hilfebedürftigen nicht zuzumuten ist, diese auf die angegebenen Weisen zu senken. Und ein Auszug ohne neue Wohnung ist Dir dann nicht zuzumuten. Bei ausreichenden Bemühungen Deinerseits eine neue Wohnung zu finden usw. ohne Erfolg, wird weitergezahlt. Notfalls eben durch EA durchzusetzen. Die dafür notwendige „Notlage“ ist meiner Ansicht nach deswegen gegeben, da die Finanzierung von 153,20 € aus der Single-Regelleistung 345,00 € rechtswidrig ist, da diese Regelleistung zum Einen dafür nicht vorgesehen ist, sondern für andere Dinge und zum Anderen eine erhebliche Bedarfsunterdeckung damit erreicht wird. Die EA kann aber erst dann beantragt werden, wenn das Amt tatsächlich, trotz ausreichender Bemühungen Deinerseits, die Leistung verringert. Sprich die erste Zahlung erfolgte ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Miete, oder Dir entsprechender Bescheid zugegangen ist.
Wie von einigen hier im Forum schon geschrieben, nicht verzweifeln, nicht kündigen ohne von der ARGE schriftlich genehmigte Ersatzwohnung.
 

Eagle

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#26
Hallo hjgraf,

das ganze scheint ja nur Trockene Theorie zu sein. Die Realität sieht ja wohl su aus, wie es in dem Hinweis steht:

Nach 6 Monaten wird die Miete nicht mehr übernohmen.

Klar, ich würde Liebend gerne einen neuen Mietvertrag erst unterschreiben, und dann hier Kündigen. Da habe ich aber das problem, dass die Wohnung hier momentan eine Kündigungsfrist von 3 Monaten hat. Also entweder finde ich eine Wohnung die erst in 3 Monaten frei wird (sehr selten) oder ich Kündige hier, ziehe aber auch gleich um und muss dnan in beiden Wohnungen die Miete bezahlen, was mir nun leider gar nicht möglich ist.

Grüße
thorsten
 
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Gast
#27
Hartz IV Empfang und kein Ende in Sicht

Wie schon meine Vorgänger schrieben, mußt du deine Bemühungen nachweisen.
Zu den Kosten des Umzuges gehört neben der Umzugskosten an sich auch neue Gardinen, passe3nde Möbel, die in die mögliche neue Wohnung nicht passen. doppelte Mietzahlungen selbstverständlich auch.

Wenn sie die Kosten nicht übernehmen, musst du ja leider weiter in der alten Wohnung wohnen bleiben, da du selbst wohl kaum das alles bezahlen könntest und sie müssen die teuerer grössere Wohnung weiter in voller Höhe finanzieren.
Sollten sie - vermutlich- dies so icht einsehen wolen > ab zum Sozialgericht deines Vertrauens und Antrag auf Einstweilige Anordnung auf Weiterzahlung stellen und klage zu Protokoll geben.
 
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#28
Noch eine kleine Hilfe

Hi Thorsten,
in der jetzigen Wohnung hast du 3 Monate Kündigungsfrist.
Manchmal sind die Vermieter, auch Wohnbaugesellschaften jedoch damit einverstanden, dass man früher aus der Wohnung geht, wenn man ihnen Nachmieter benennt.
Du müsstest 3 wirklich interessierte Nachmieter bringen.
Aber keine Fakes! Also wirklich Interessenten, aus welchen die Wohnbau dann einen aussuchen kann.
Wenn die keinen nehmen - könnte man es drehen, dass das nun deren Problem ist, und du trotzdem nach 1 Monat schon raus kannst.
Musst du einfach mit der Wohnbau vorher abklären. Vielleicht hilft es.
Viel Glück
Inga die Pixelschubser
 

heinbloed

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#29
moin eagle

dass ich nun bis zum 1.4.2006 Zeit habe, eine geeignete Wohnung für mich zu finden, da ansonsten die Miete nicht mehr komplett getragen wird
das ist falsch.

1) die drei monate kündigungsfrist ist erstmal kein problem

2) du musst dich bemühen eine geeignete wohnung zu finden.
bemühst du dich und findest keine, müssen sie weiterzahlen.

3) einzugstermin ist erstmal für dich kein problem.

erklärung:

du suchst dir eine wohnung z.b. einzug 1. dezember, dann gehst du zur sachbearbeiterin und stellst einen antrag auf übernahme der kosten.
(umzug, kaution, doppelte miete für dezember, januar, februar, renovierung)
gibt sie schriftlich ihr ok, unterschreibst du den mietvertrag und die kündigung.
sagt sie nein, weil es ihr zu teuer ist, packst du den antrag zu den akten und suchst weiter.

wenn sie von dir verlangt, dass das ganze ohne doppeltzahlung abgeht. d.h. einzug nach drei monaten und kündigungsfrist 3 monate, dann kann das unter umständen sehr lange dauern.
frage nach wieviele mieten sie doppelt zahlen würden.

du solltest in der nächsten zeit deine bemühungen dokumentieren, die zeitungsanzeigen mit wohnungen sammeln, kontakt mit örtlichen wohnungsbau gesellschaften aufnehmen, liste erstellen, wo du überall angerufen hast, beim vermieter anfragen, ob er dich früher raus lässt (schriftliche antwort erbitten) usw.

stelle einen antrag auf übernahme der fahrtkosten, wenn du des öfteren zu wohnungen fahren musst. lass sie daran teilhaben, dass du dich bewegst.

damit hast du dich bemüht und kannst das sogar nachweisen.
jemand einladen, der bezeugen kann, wo du überall angerufen hast, kann auch nicht schaden.

in der zwischenzeit muss sie die grosse wohnung weiterzahlen.
sollte am 1.4. weniger geld auf dem konto eingehen, gibt es eine einstweilige anordnung.

also keine panik, gekündigt wird erst, wenn du eine neue wohnung hast, die deine sachbearbeiterin auch bezahlen will.

und immer alles schön schriftlich.

grüsse
 
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