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Hartz-IV und Zusammenziehen mit kranker Mutter (Rentnerin) - wie geht das?

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Andras

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Hallo,

aus der Verwandtschaft erreicht mich folgende Anfrage, mit der ich leider, weil ich da ja auch noch völlig neu bin, nichts weiter machen kann, als sie hier reinzustellen mit der Bitte um Eure Meinungen:

Hallo,

meine Familie (Frau, drei Kinder) und ich sind leider Hartz-IV-Bezieher, woran sich auch langfristig nichts ändern wird, denn bei uns in der Gegend gibts keine Arbeit, vor allem nicht, wenn man chronisch krank und behindert ist.

So, jetzt sind aber noch Probleme aufgetreten (die ARGE weiß da angeblich auch nicht weiter, sie müssten das erst prüfen, und das ist jetzt Wochen her):

1.) Bei uns im Miethaus sind "schwere bauliche Mängel" aufgetreten, derentwegen die Mieter einer Haushälfte ausziehen müssen, also auch wir. Eine Ersatzwohnung würde wir nur kriegen, wenn wir den Vermieter verklagen, und den ganzen Streß mit Anwalt, Gericht usw. packt meine chronisch kranke Frau nicht mehr, ich auch nicht.

Wir müssen also umziehen - macht die ARGE das mit, und wenn ja, wie geht das?

Wir haben nämlich keinen Cent übrig für den Umzug usw. und können aufgrund Behinderung und chronischer Krankheiten einen Umzug selber ohnehin nicht durchziehen.

Wie also soll das gehen? Bezahlt man uns den Umzug mit ner Spedition und Möbelträgern? Was ist mit den Renovierungsarbeiten? Hilfe von Freunden usw. gibt es nämlich nicht, weil alle ähnlich gesundheitlich schlecht drauf sind wie wir.

2.) Meine Mutter ist 78 und ein Pflegefall (Pflegestufe 1), und meine älteste Tochter und ich betreuen und pflegen sie. Da laut ihrem Hausarzt absehbar ist, daß die Pflegebedürftigkeit größer wird, wäre es, wie er sagt, höchst sinnvoll, wir würden zusammen in eine größere Wohnung ziehen. Nun ist es aber so, daß meine Mutter eine sehr, sehr gute Rente hat, daher einige Fragen:

a. - wird die Rente meiner Mutter mit unserem Hartz-IV aufgerechnet und wenn ja, warum? Daß das Pflegegeld nicht auf Hartz-IV angerechnet wird, weiß ich.

b. - Die Wohnung wird 7 Zimmer plus Küche und zwei Bäder haben müssen, da meine Mutter, mit der wir uns eigentlich gut verstehen, trotzdem auf zwei Räumen für sich besteht ("ihr" Schlafzimmer und "ihr" Wohnzimmer) und weil sie nen Badewannenlifter braucht, daher das zweite Bad. Ansonsten brauchen meine Family und ich halt möglichst fünf Zimmer, also Wohnzimmer, Elternschlafzimmer und drei Kinderzimmer plus Bad oder Dusche, Küche wird von uns allen gemeinsam genutzt.

Wie geht sowas mit der ARGE, bzw. was erhalten meine Familie und ich als Wohnkosten, und was muß meine Mutter übernehmen, machen die sowas überhaupt mit, geht das rechtlich? Derzeit wohnen wir in vier Zimmern, d.h. die beiden Mädchen müssen zusammen in einem kleinen Zimmer hausen, aber das soll ja unzulässig sein, oder wie ist das?

3.) Meine Mutter hat sich mit meiner Hilfe ein Auto zugelegt, damit wir, die wir uns sowas schon lange nicht mehr leisten können, wegen der Pflege usw. schneller zu ihr kommen und für sie auch alle Wege einschließlich Einkäufen erledigen können, und sie möchte halt auch ein wenig von der Landschaft sehen und wird daher von mir umhergefahren. Das Auto ist ihrs, kann uns die ARGE trotzdem zwingen, daß zumindest ich (meine Frau ist in Bälde als erwerbsunfähig anerkannt) z.B. mit dem Auto zu irgend einer von diesen Maßnahmen oder 1.-Euro-Jobs fahren müßte, von denen hier soviel die Rede ist?

Es ist nämlich einfach so, daß meine Mutter, wenn man sie irgendwie wegen uns finanziell oder mit dem Auto heranzieht, nicht mit uns in eine Wohnung ziehen will, weil sie, wie sie wörtlich sagte, nicht nach 60 Jahren Arbeit auch noch für die arbeitsmarktbezogenen politischen Dummheiten in diesem Land herangezogen werden will.

Ich weiß nicht weiter, hab zwar das blaue Buch, diesen Leitfaden ALG II/Sozialhilfe, aber da werden diese Fragen auch nicht beantwortet.

Wäre sehr nett, wenn Ihr hier weiterhelfen könntet.

Deswegen hab ich das alles auch aufgeschrieben, damit möglichst keine Fragen offen bleiben.

Vielen Dank für die Mühe im Voraus
schöne Grüße und alles Beste,
Robert
Das hab ich heute per eMail erhalten, und der Robert hat das an alle Verwandten geschickt, von denen er meint, daß die ihm weiterhelfen könnten. Da ich hier nun im Forum dabei bin, würde ich mich sehr freuen, wenn Ihr dazu was sagen könntet.

Vielen Dank auch von mir,
Andras
 

gregorc

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Vorab, das Auto gehört der Mutter und somit muss mit diesem Wagen keiner irgendwo hin fahren. Desweiteren mietet die Mutter einer Wohnung z. B. 2 Zimmer und zahlt anteilig die Miete und bildet somit keine Bedarfsgemeischaft.
Wenn die jetzige Wohnung baulich eMängel aufweist , erübrigt sich die Frage der Umzugsberechtigung von selbst.
pills11.com ;))
 

listche

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Ich sehe hier nur das Problem, dass das Amt sich auf den Standpunkt stellen wird, dass der Vermieter verpflichtet ist, für eine angemessene Ersatzwohnung zu sorgen. ( Inklusive aller damit verbundenen Kosten ).
Evtl. bleibt also nur der Gang zum Anwalt, der aber den Vermieter mit einem Anruf von seinen Pflichten überzeugen könnte.

Gruß Listche
 

Andras

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Thematiker*in
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Hallo,

danke für die Antworten, die ich gleich per Link weitergegeben habe. Robert wird sich hier wohl auch einfinden und mit diskutieren.

Meine Frau und ich lesen jetzt täglich hier mit, und wir wissen nicht mehr, was wir dazu sagen sollen. Unsere Kinder werden auch immer bedrückter, weil sich wirklich keiner, der Arbeit hat, vorstellen kann, was mit dem Hartz-IV den Menschen angetan wird. Aus unserer Verwandtschaft hören wir jetzt auch immer mehr von Verwandten, die ins Hartz-IV kommen und was die alles erleben.

Da werden Erinnerungen an üble Zeiten wach, zumindest an den Geschichtsunterricht über diese Zeiten. Wo ist Deutschland im Jahr 2007 gelandet und wohin soll das alles noch führen?

MfG
Andras
 
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