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Hartz IV und Zivildienst

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blattkaktus

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#1
Hallo,
eine ehemalige Kollegin bekommt Hartz IV und hat einen 23jährigen Sohn, der noch bei ihr wohnt. Der Sohn ist bis jetzt in Arbeit gewesen und hat die Hälfte der Miete bezahlt. Nun kommt er zum Zivildienst und hat deshalb nur davon die Bezüge. Weil das weniger ist, denkt die Kollegin, dass die Arge die ganzen Kosten der Wohnung übernimmt.
Die Arge rechnet aber nun die Bezüge des Zivildienstes als Einkommen. Weiß jemand, ob das rechtens ist? Das ist ja auch wenig, was er dann übrig hat zum Leben. So wie ich verstanden habe, geht es um ca. 400,- im Monat, die er vom Zivi bekommt und davon soll er Miete zahlen und leben. Und ist das so, dass er nicht ausziehen darf? Er stand ja vorher im Arbeitsverhältnis.
sg
 
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Gast
#2
Hallo,
eine ehemalige Kollegin bekommt Hartz IV und hat einen 23jährigen Sohn, der noch bei ihr wohnt. Der Sohn ist bis jetzt in Arbeit gewesen und hat die Hälfte der Miete bezahlt. Nun kommt er zum Zivildienst und hat deshalb nur davon die Bezüge. Weil das weniger ist, denkt die Kollegin, dass die Arge die ganzen Kosten der Wohnung übernimmt.
Die Arge rechnet aber nun die Bezüge des Zivildienstes als Einkommen. Weiß jemand, ob das rechtens ist? Das ist ja auch wenig, was er dann übrig hat zum Leben. So wie ich verstanden habe, geht es um ca. 400,- im Monat, die er vom Zivi bekommt und davon soll er Miete zahlen und leben. Und ist das so, dass er nicht ausziehen darf? Er stand ja vorher im Arbeitsverhältnis.
sg
Kann dir meinen Fall schildern, da war das auch so: Ich wohne noch zusammen mit meinem jüngsten Sohn, der hier in der Nähe eine Zivi-Stelle hatte.

Man übernahm für diese Zeit meine komplette Miete mit den Heizungskosten. Für meinen Sohn übernahm man - wenn man es so nennen will - den Mietanteil, und sonst nichts mehr, auch das Kindergeld fiel aus. Dafür verdiente mein Sohn aber 400 Euro und bekam komplette Verpflegung. Für die Tage, wo er nicht zum Zivildienst musste, bekam er Spesen.

Deine ehemalige Kollegin braucht für ihren Sohn kaum noch Verpflegungsgeld. Da er ja verdient, braucht sie ihm auch keine Kleidung und sonstige Kosten bezahlen. Das kann der Sohn selbst tun. Ich habe meinen Sohn für die Zeit, die er zuhause war (schließlich aß er oft zuhause, verbrauchte STrom, Shampoo, Rasierklingen, Parfüm und was sie sonst so alles brauchen) monatlich 150 Euro abgeknüpft. Den Rest habe ich ihm gelassen. Sie kann ihm auch ruhig ein wenig mehr nehmen. Und wenn er protestiert, dann soll sie ihm sagen, dass er sich ja auch eine eigene Wohnung mieten kann, wenn ihm das zu teuer ist. DAnn ist er ruhig.
 

biddy

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#3
Aus den Durchführungshinweisen der BA zu § 11 SGB II - Zu berücksichtigendes Einkommen - Grundwehr-/Zivildienst - Randziffer 11.19:

(10) Während der Zeit des Grundwehrdienstes/Zivildienstes werden
dem Grundwehr-/Zivildienstleistenden und dessen Angehörigen
Leistungen nach dem Wehrsoldgesetz (WSG), Zivildienstgesetz
(ZDG) und Unterhaltssicherungsgesetz (USG) gewährt, mit denen
er seinen Lebensunterhalt und den seiner Angehörigen bestreiten
kann.
Hierbei kommen folgende Leistungen in Betracht:

• Wehrsold
• Verpflegungsgeld Wochenende
• Sachbezug Verpflegung
• Unentgeltliche Gemeinschaftsverpflegung
• USG-Leistungen für Ehefrau und Kind
• Ggf. Wohngeld

Näheres ist den Ausführungen in Anlage 3 zu entnehmen.
Stellt der Grundwehr-/Zivildienstleistende oder Angehörige dennoch
einen Antrag auf Leistungen nach dem SGB II, ist auf die
Verpflichtung zur Beantragung von Leistungen nach dem USG
hinzuweisen (§ 5 Abs. 1 – die Zuständigkeit liegt bei der
Unterhaltssicherungsbehörde der Stadt/des Landkreises). Die
Leistungen nach dem USG wirken sich dann im Rahmen einer
Einkommensanrechnung mindernd auf den Bedarf aus.
Der Rest hier: http://www.my-sozialberatung.de/files/HW 11 2007-17-04..pdf
 

blattkaktus

Elo-User/in

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#4
Hallo,
vielen Dank Euch Beiden für die schnelle Antwort :)
Werd ich so übermitteln.
sg
 
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