*Hartz IV und Wohnungsnot - Willkür auf dem Amt - der Aspire-Virus* (2 Betrachter)

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Atze Knorke

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An die Forumsrunde,

begleitend zu dem BMAS-Sanktionen-Vermauschelungs-Trick, die Rechnung ging nur nicht
zugunsten des BMAS auf, auf der Agenda - die Wohnkosten - steigende Mieten - betroffene Menschen,
die die KdU-Differenz wegen 'Unangemessenheit' aus dem Regelsatz bezahlen müssen:

Ein System am Anschlag

BERLIN:
Berlin - Hartz IV und Zwangsräumungen hängen eng zusammen, und wer wissen will, wie soziale Verdrängung strukturell funktioniert, muss nur einen Blick auf die Zahlen werfen: Die Jobcenter bezahlen in aller Regel die Mieten von Hartz-IV-Empfängern –
bis zu einem Grenzwert. Steigt die Miete, kann dieser Wert schnell überschritten sein. Berlinweit erhielten im Mai dieses Jahres
rund 243.000 Haushalte ihre Miete vom Jobcenter überwiesen. Davon lagen knapp 90.000 über den Grenzwerten – also in etwa
zwei von fünf.
Doch auch *Ärger mit dem Vermieter*, die weder sozial agieren noch das Wohle des Kindes beachten, werden
selbst die Gerichte mehr und mehr zum Täter und das vor Weihnachten 2019:

HAMBURG:
über youtube mit entsprechenden Kommentaren

TV-NDR - Ärger mit dem Vermieter - Zwangsräumung droht -

Und mit rasender Geschwindigeit geht der Ausverkauf der Stadt Berlin weiter:

Die verkaufte Stadt - Aspire-Story
 
Zuletzt bearbeitet:

Zeitkind

Super-Moderation
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Und mit rasender Geschwindigeit geht der Ausverkauf der Stadt Berlin weiter: ...
Wohl weil die Wohnkosten nicht am realen Wert gekoppelt-, sondern Besitz und Spekulation preisgegeben sind.
Das wird sich solange nicht ändern, solange asoziale Markt- und Wohnungswirschaft nicht durch soziale- abgelöst werden.
Mal großzügig und grob vorgerechnet, daß heutige Mieten nicht dem realen Gegenwert entsprechen:

Mehrfamilienhaus für 10 Mietparteien
Ca. 60 qm Wohnfläche je Mietpartei
Vorgesehene Nutzungsdauer 50 Jahre
Bau- und Erschließungskosten (ca.1700 € je qm) = 1 Million Euro
Staatlicher Besitz mit Vergabe von Nutzungsrechten

1 Million aufgeteilt auf 50 Jahre je 12 Monate ergibt für das Haus eine Gesamtmiete von monatlich 1666 Euro.
Also je Mieter monatlich 166 Euro Kaltmiete zuzüglich der monatlichen Betriebskosten.

Diese Miete wäre auf 50 Jahre festgeschrieben, da der Wert Bauleistung bereits erbracht ist und sich nicht ändert.
Das Bauländ gehört eigentlich in staatliche Hand und wäre einzig durch ein Nutzungsrechte zu verteilen.
Da der Staat aber alles gesellschaftliche Eigentum verscherbelt, kann mit dem Grundrecht Wohnbedarf beliebig spekuliert werden.
Gilt übrigens auch für andere lebensnotwendige Infrastruktur.
Rechnet man die Spekulationsverteuerungen der letzten Jahrzehnte heraus,
dürften sich die Bestandsmieten heutzutage auf noch geringere Werte beschränken.

Der o.g. Mietpreis kommt meiner mon. Kaltmiete von 210 Euro (50qm) recht nahe.
Die Differenz zu einer realeren Kaltmiete von 150 Euro ergibt sich aus dem Grundstückswert,
welcher in der obigen Rechnung unberücksichtigt bleibt, in meiner Kaltmiete aber eingerechnet werden muß.
Ich wohne in einer echten Genossenschaft und habe in 5 Jahren keine einzige Mieterhöhung erfaren.

Ich weiß ... klingt nicht nur nach Sozialismus, sondern wäre auch Sozialismus.
Vor diesem Wort wird regelmäßig durch die Medien mit dem Untergang der Staaten gewarnt, die es nicht geschafft haben
neben einem sozialen System echte Demokratie umzusetzen und gleichzeitig die Indiviualität des Einzelnen verhältnismäßig zu berücksichtigen.
Das Wort Sozialismus wird von "Sozial" angeführt, was im Kontext das Wohl der gesellschaftliche Mehrheit bedeutet.
Genau dieser Kontext widerpricht aber dem Bestreben Einzelner, aus der Mehrheit möglichst viel herauszupressen.
Und so wird stetig suggeriert, daß mit sozialen Systemen jedem Einzelnen Individualrechte abgesprochen werden sollen.
Beispiele: Enteignung v.s. Eigenheim, eigenes Auto vs. ÖPNV, Ehrenamt vs. bezahlte Arbeit ...
Sozialismus - richtig definiert und umgesetzt, wäre eine faire Sache - für alle. Auch für die gerechte Verteilung von Wohnraum.

Was ich bei meiner Rechnung vergessen hatte:
Nach einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ist der Wert des Hauses vollständig abbezahlt.
Theoretisch sollte ab diesem Zeitpunkt die Kaltmiete komplett entfallen, sofern das Haus gut instandgehalten wurde.
Es unterläge der Ausgestaltung eines staatlichen Nutzungsrechtes, wie hier weiter zu verfahren wäre.
Meine Ausführungen sollten nicht isoliert betrachtet werden, da sie diversen Abhängigkeiten unterliegen.
 

Otto27

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...sofern das Haus gut instandgehalten wurde...
Die Kosten dafür (Instandhaltungsrücklage) fehlen in deiner Berechnung (außerdem fehlen auch die Zinskosten die über 50 Jahren gezahlt werden, aktuell haben wir zwar niedrige Zinsen, nur a) kann sich das mal irgendwann ändern und b) summiert es sich bei 50 Jahren Laufzeit trotzdem auf und ist dann ganz ordentlicher Betrag) und wenn man das reinnehmen würde, wäre es wohl nicht billiger als die meisten aktuellen Mieten.

Das eigentliche Hauptproblem liegt darin, dass die Baukosten viel zu teuer sind, weil x verschiedene Lobbygruppen jahrzehntelangen Einfluss genommen haben um ihre Interessen durchzudrücken und es tausende Vorschriften/Regeln gibt, die alles extrem verteuern. Ich bin Minimalist, mir würde z. B. auch ein Mobil-Home oder kleineres Holzhaus/Hütte genügen (da gibts schon sehr brauchbar für 5000 bis 10 000 €), nur ist praktisch verboten, man darf sich so was selbst auf seinem eigenes Grundstück nicht bauen, zum dauerhaften wohnen, weil dann z. T. Brandschutz- oder Umweltvorschriften vorgeschoben werden, die das verbieten. Nur das einfach totaler Quatsch so was zu verbieten und aber dafür ein freistehendes Beton-Einzelhaus mit 150 m², mit Pool und Garten, was insgesamt gesehen x mal mehr Ressourcen verschwendet und umweltschädlicher ist, zu erlauben.

Und Brandschütz ist genauso lächerlich, wie viele Leute sind denn in Deutschland in Holz-oder Gartenhütten bisher verbrannt (gibt ja auch genug die illegal dort wohnen oder in Gartenhäuser oder z. T. auch kurzfristig im Urlaub usw. dort wohnen, was dann z. T. auch legal ist...)? Für einfacher Holzhaus mit nur Erdgeschoss wo man praktisch sofort im Freien ist, braucht man keine super komplexen Brandschutz-Vorschriften...außerdem natürlich auch Quatsch, dass Brandschutzvorschriften wie sie akutell gültig sind, z. T bei 4-6 Wochen (Urlaubs)Aufenthalten nicht eingehalten werden müssen, aber sobald man dauerhaft drin wohnen möchte, wirds wegen angeblich fehlendem Brandschutz verboten. Was soll da der Sinn sein, Leute die Urlaub machen dürfen verbrenen und Leute die fest drin wohnen wollen (und sich dann auch eher besser in Wohnung/Umgebung auskennen und auch mögliche Gefahren besser einschätzen könnten) wird das durch rigeroses Brandschutz-Gesetz verboten, weil man sie angeblich so vorm Feuertod retten möchte?
 

Zeitkind

Super-Moderation
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Die Kosten dafür (Instandhaltungsrücklage) fehlen in deiner Berechnung
Da nicht an Besitz gekoppelt sind sie Bestandteil der Betriebskosten.
... außerdem fehlen auch die Zinskosten ...und wenn man das reinnehmen würde, wäre es wohl nicht billiger als die meisten aktuellen Mieten.
Du hast in meinem Vergleich "realer Gegenwert" überlesen. Da gibt es weder Zinsen, noch Renditen.
Denke mal nicht wie ein Anleger, sondern wie ein durch Anlagespekulation Zwangsgeräumter. :icon_wink:
 
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