Hartz IV und Kranke

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Möchte einmal eine Umfrage starten, wer von Euch leidet an einer Hautkrankheit wie Psoriasis, Neurodermitis und wie kommt ihr seit HartzIV damit klar? Welche Ansprüche habt ihr genüber der Arge geltend gemacht? Ich habe z. Bsp. einen Antrag auf Übernahme der mediz. Kosten für Harnstoffpräparate bei der Arge gestellt, desweiteren Antrag auf Mehrbedarf wegen Mehrverbrauch Heizung und Wasser, Antrag auf kostenaufwendigere Ernährung.Keiner der Anträge wurde bisher entschieden.Was unternimmt ihr?wIR kRANKEN UND bEHINDERTEN SOLLTEN UNSERE gEDANKEN UND eRFAHRUNGEN AUSTAUSCHEN; DAMIT WIR UNS GEGEN DIESE uNGERECHTIGKEIT wehren können! :evil:
 
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Lusjena meinte:
Möchte einmal eine Umfrage starten, wer von Euch leidet an einer Hautkrankheit wie Psoriasis, Neurodermitis und wie kommt ihr seit HartzIV damit klar? Welche Ansprüche habt ihr genüber der Arge geltend gemacht? Ich habe z. Bsp. einen Antrag auf Übernahme der mediz. Kosten für Harnstoffpräparate bei der Arge gestellt, desweiteren Antrag auf Mehrbedarf wegen Mehrverbrauch Heizung und Wasser, Antrag auf kostenaufwendigere Ernährung.Keiner der Anträge wurde bisher entschieden.Was unternimmt ihr?wIR kRANKEN UND bEHINDERTEN SOLLTEN UNSERE gEDANKEN UND eRFAHRUNGEN AUSTAUSCHEN; DAMIT WIR UNS GEGEN DIESE uNGERECHTIGKEIT wehren können! :evil:

Hi,

ich leide an Neurodermitis seit meiner Geburt an. Ich habe gegenüber der Arge nur zuzätzlich zu meinem Alg 2-Antrag, einen Antra auf Mehrbedarf wegen kostenaufwendige Ernährung gestellt. Ausserdem bin ich Schwerbehindert (50 GdB ). Durch den Antrag auf Mehrbedarf bekomme ich 25,56 € mehr im Monat. Ich werde aber als Schwerbehinderter genauso von der Arge behandelt, wie einer ohne eine Behinderung. :uebel: Diese Erfahrung habe ich gemacht.
Ich glaube nicht, das ich mit Neurodermitis einen Antrag auf Mehrverbrauch von Heizung und Wasser durchbringen würde. Was hat das eigentlich mit Neurodermitis zu tun? :kinn:
 
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Bin seit 1991 70% schwerbehindert und leide an einer chronischen Psoriasis arthritis.Benutzt Du zur Behandlung Deiner Neurodermitis keine Harnstoffpräparate, sie lindern stark den Juchreiz.Durch die starke Schuppenbildung bedarf es täglicher Vollbäder, mehr Wasserverbrauch, Hautkranke bedürfen einer über das normale Maß hinaus umgebende Wohntemperatur, benötigst ärtztliches Attest.
 

krossblade

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ich bin auch schwer behindert und habe von januar bis april einen mehrbedarf für aufwendige ernährung bekommen.
nachdem ich meinen ersten folgeantrag ende märz gestellt habe und gleichzeitig nochmals den antrag auf mehraufwand, habe ich ab mai keinen mehrbedarf mehr bekommen.
grund: das arbeitsamt hält sich strikt an den begriff EMPFEHLUNG was soviel bedeutet wie "ich muss nicht zahlen."
bin diabetiker typ 1 und da meint der amtsarzt der arbeitsagentur ich brauch nichts.

ironie an
naja ich würde ja auch sagen "neurodermitis=> schneid dir die fingernägel, zieh dir handschuh an damit du nicht kratzen kannst. und von wegen mehr wärme. zieh dich warm an dann brauchst du keine heizung oder treib sport wird dir auch warm bei.
ironie off
 
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bin diabetiker typ 1 und da meint der amtsarzt der arbeitsagentur ich brauch nichts.

Hast du wenigstens Widerspruch eingelegt? Der Mehrbedarf wird nur gewährt, wenn die Notwendigkeit der
kostenaufwändigeren Ernährung aus medizinischen Gründen
nachweislich belegt ist


lies mal hier MB kostenaufwendige Ernährung § 21 Abs. 5

https://www.elo-forum.org/search/?type=post?t=1564&lighter=kostenaufwendige+ern%E4hrung
 
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Hab inzwischen zwei Autimmunerkrankungen (hab heute gerade von der zweiten erfahren), fallen aber beide nicht unter die Mehraufwand-Bestimmungen. Zum Glück muss ich aber als chronisch Kranke nur 1 % der Zuzahlungen leisten. Das ist allerdings bei ALG II auch schon genug.

LG
Luna
 
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aber beide nicht unter die Mehraufwand-Bestimmungen


Laut Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und Private Fürsorge (Heft 48 der Kleinen Schriften des DV, 2. Aufl. 1997) gibt es für noch mehr Erkrankungen einen Mehrbedarf. Die öffentlichen Listen sind nur für gängige (bekannte) Krankheiten. Vielleicht bekommst du ja trotzdem von deinem Arzt ein ärztliches Attest und läßt es auf eine Einzelfallentscheidung ankommen. ;)
 

krossblade

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@bschlimme
für was widerspruch einlegen wenn es wieder auf das selbe hinaus läuft und die von der arge mit dem argument kommen das es sich ja nur um "EMPFEHLUNGEN" handelt die der Deutsche Verein für öffentliche und Private Fürsorge da gibt. an empfehlungen muss sich keiner halten.

und das mit der notwendigkeit ist ja bei so manchen krankenheiten so eine sache wo ich nicht drauf eingehen möchte. siehe meinen beitrag (ironie)[/quote]
 
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na weil man dir den Mehrbedarf gestrichen hat. Die Argumente der ARGE sollten sich nicht beeindrucken.
Mit Beschluss vom 09. Juni 2005 hat das Sozialgericht Aurich klar gestellt, dass auch unter der Geltung des SGB II die Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Zahlung eines Mehrbedarfszuschlages für eine kostenaufwändige Ernährung heranzuziehen sind.

Eine kostenaufwendige Ernährung wird benötigt bei verschiedenen Krankheiten aus folgenden Bereichen (vgl. Brühl 2000: 41 ff):
• Magen-Darm-Erkrankungen
• Leber-, Gallenwegs- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
• Herz- und Kreislauferkrankungen
• Nierenerkrankungen
• Stoffwechselerkrankungen
• Immunschwäche
• Krebserkrankungen

einfach mal die Begriffe in der Suchmaschine eingeben und man bekommt eine Menge Infos.

DA DER SACHBEARBEITER DER BEHÖRDE KEINERLEI KOMPETENZ BESITZT, für was kostenaufwendige Ernährung alles in Frage kommen kann, muss man sich die Mühe machen Widerspruch einzulegen, um dann klagen zu können. Anders gehts leider nicht!
 
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jane doe meinte:
bschlimme meinte:
Laut Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und Private Fürsorge (Heft 48 der Kleinen Schriften des DV, 2. Aufl. 1997) gibt es für noch mehr Erkrankungen einen Mehrbedarf.
und welche wären das?

Für welche Krankheitsbilder ein Mehrbedarf bewilligt wird, und wie hoch die Pauschale für diese Krankenkostzulage sein soll, darüber befindet seit langem der „Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge“ (im folgenden nur noch „Deutscher Verein“ genannt).

fordere dazu Infos an : info@deutscher-verein.de

dauerd ein paar Tage, aber sie antworten ;)
 
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bschlimme meinte:
Für welche Krankheitsbilder ein Mehrbedarf bewilligt wird, und wie hoch die Pauschale für diese Krankenkostzulage sein soll, darüber befindet seit langem der „Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge“ (im folgenden nur noch „Deutscher Verein“ genannt).

fordere dazu Infos an : info@deutscher-verein.de

dauerd ein paar Tage, aber sie antworten ;)

Super, bschlimme. :)
Werde ich doch gleich mal hinmailen. Vielleicht hab ich ja doch Glück.

LG
Luna
 

krossblade

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DA DER SACHBEARBEITER DER BEHÖRDE KEINERLEI KOMPETENZ BESITZT, für was kostenaufwendige Ernährung alles in Frage kommen kann, muss man sich die Mühe machen Widerspruch einzulegen, um dann klagen zu können. Anders gehts leider nicht!

ich hole mal etwas weiter aus.
also ich habe am 30.03.2005 meinen folgeantrag gestellt.
am 30.04.2005 gucke ich aufs konto und wunder mich wieso nicht der mehrbedarf berücksichtigt wurde. tags darauf erhalte ich meinen bewilligungsbescheid für mai bis november. nirgends wird der mehraufwand erwähnt.
ich noch den selben tag zur arge und nachgefragt wieso, weshalb, weswegen.
antwort des SB mein antrag wurde beim amtsärztlichen dienst zur prüfung vorgelegt und dieser hat der arge dann einen brief geschrieben das für mich ein mehraufwand nicht in frage käme. und ich denke ja mal das ein "arzt" auch wenns nur ein amtsarzt war "kompetenz" besitz.
daher habe ich keinen widerspruch eingelegt.
 
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Wofür wolltest du einen Mehrbedarf geltend machen?Hast du dir das Schreiben des Amtsarztes zeigen lassen??So gutgläubig darfst du leider nicht sein, Widerspruch einlegen, notfalls vor Gericht klagen, wo kein Kläger ist, gibt es auch keine Entscheidung. :evil:
 
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Gast
antwort
des SB mein antrag wurde beim amtsärztlichen dienst zur prüfung vorgelegt und dieser hat der arge dann einen brief geschrieben das für mich ein mehraufwand nicht in frage käme. und ich denke ja mal das ein "arzt" auch wenns nur ein amtsarzt war "kompetenz" besitz.
daher habe ich keinen widerspruch eingelegt.

für mich wäre eine solche Antwort nicht zufriedenstellend. Nach § 33 SGB X muss ein Bescheid inhaltlich hinreichend bestimmt sein. Der Verwaltungsakt muss gem. § 35 I SGB X begründet sein. Die Begründungspflicht bei belastenden Verwaltungsakten entspricht dem rechtsstaatlichen Grundsatz, wonach der Bürger Anspruch auf Kenntnis der Gründe hat, weil er nur dann seine Rechte sachgemäß verteidigen kann (BVerfGE 6, 44; 40, 286; 49, 66; BSG , Urteil vom 10.06.1980 - 4 RJ 103/79). Dem Bescheid mangelt es an der notwendigen Verwaltungstransparenz. Er ist rechtswidrig.
 

krossblade

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@Lusjena
Wofür wolltest du einen Mehrbedarf geltend machen?

Mehrbedarf für kostenaufwendige Ernährung => Typ 1 Diabetiker mit ICT (Intensivierter Konventioneller Therapie) (laut liste 25,56 € die ich auch von januar bis ende april bekommen habe)

Hast du dir das Schreiben des Amtsarztes zeigen lassen?
Ich habe mir das schreiben in meiner "akte" angucken können.
 
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