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Hartz IV und freiber. Schriftsteller

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mgnord

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#1
Hallo,

ich habe die Absicht mich im Rahmen der 14 Std. wöchentlich als freiberufl. Schriftsteller/Autor/Dozent "Selbstständig" zu machen.
Ist es so, das die oben angegeben Stundenzahl (die die Agentur f. Arbeit erlaubt) von der ARGE/Jobcenter auch so gesehen wird, oder gibt es da andere Regelungen?
 

Koelschejong

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#2
Ich denke, Du mischst da Regelungen für ALG I zusammen mit ALG II.
Meines Wissens gilt die "Stundenregel" nur für ALG I. Bei ALG II gibt es keine zeitliche Begrenzung, Du musst "nur" arbeitsfähig sein und Dich in jeder nur erdenklichen Weise bemühen, den ALG II Bezug aus eigener Kraft zu beenden. Da wäre dann eine Zeitbegrenzung ja regelrecht kontraproduktiv. Das scheint eine der nicht übermäßig vielen Regelungen zu sein, die tatsächlich einmal bis zum Ende durchdacht sind. Also viel Glück, viel Erfolg und vergiß nicht der ARGE immer schön deine Gewinn- und Verlustrechnung einzureichen - sonst gibt's Ärger (Einreichung der GuV ist aber leider keine Garantie, dass es keinen Ärger gibt).
 

Arco

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#3
Koelschejong sagte :
Ich denke, Du mischst da Regelungen für ALG I zusammen mit ALG II.
Meines Wissens gilt die "Stundenregel" nur für ALG I. Bei ALG II gibt es keine zeitliche Begrenzung, Du musst "nur" arbeitsfähig sein und Dich in jeder nur erdenklichen Weise bemühen, den ALG II Bezug aus eigener Kraft zu beenden. Da wäre dann eine Zeitbegrenzung ja regelrecht kontraproduktiv. Das scheint eine der nicht übermäßig vielen Regelungen zu sein, die tatsächlich einmal bis zum Ende durchdacht sind. Also viel Glück, viel Erfolg und vergiß nicht der ARGE immer schön deine Gewinn- und Verlustrechnung einzureichen - sonst gibt's Ärger (Einreichung der GuV ist aber leider keine Garantie, dass es keinen Ärger gibt).
:hihi: :hihi: alles richtig - da schreibt wohl einer aus Erfahrung ;) ;)
 

Koelschejong

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#4
Danke für die Blumen, sitze gerade wieder an der monatlichen GuV. SB möchte von mir GuV, EÜR. Der Unterschied ist mir nicht so ganz klar, schreib ich halt einmal GuV über die Zahlen und einmal EÜR und bisher hat er nicht gemeckert - ansonsten ist das Zahlenwerk hundertprozentig identisch - kann bei Drag-and-Drop eigentlich auch nicht anders sein. Weiterhin will er monatlich die USt-Voranmeldung und er hat den Steuerbescheid (?) für 2005 angefordert. Die Frage welchen Steuerbescheid - USt. oder Einkommensteuer konnte er mir nicht beantworten (hab telefonisch nachgefragt) also hab ich ihm halt beides geschickt - und jetzt sitzt er vermutlich und grübelt, was ihm diese vielen Zahlen denn wohl sagen wollen und das seit mehr als einem Jahr Monat für Monat.
 

Arco

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#5
:cry: :cry: die können einem aber auch leidtun die SB`s :twisted: :twisted:
 
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#6
Monatliche USt.? Da würde mir das örtliche Finanzamt bei Kleinsummen auf's Dach steigen. Die bestehen hier in der Regel auf jährlich um den Verwaltungsaufwand klein zu halten.
 
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ExitUser

Gast
#7
Monatliche USt.? Da würde mir das örtliche Finanzamt bei Kleinsummen auf's Dach steigen. Die bestehen hier in der Regel auf jährlich um den Verwaltungsaufwand klein zu halten.
 

Koelschejong

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#8
Natürlich monatliche USt. - Existenzgründer müssen seit 2002 in den ersten 2 Jahren monatliche USt.-Voranmeldungen abgeben und zwar unabhängig von der Summe.
Die jährliche Abgabe erfolgt dann nach diesen zwei Jahren, wenn die Umsatzsteuerschuld des gesamten Vorjahres nicht mehr als € 512,- betrug.
Ein ganz anderes Paar Schuhe ist die Kleinunternehmer-Regelung bis zu einem Jahresumsatz von meines Wissens € 17.500,--, da ist dann überhaupt keine Umsatzsteuer auszuweisen, also auch keine Voranmeldung, aber auch kein Vorsteuerabzug.
 

Martin Behrsing

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#9
Du kannst dich auf Antrag davon ohne weiteres befreien lassemn. Was mir nicht so ganz einleuchtet, warum du eine GuV abgeben musst. Bist du denn zur doppelten Buchführung verpflichtet?
 

Koelschejong

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#10
Frag mich bitte nicht - ich versteh es auch nicht. Die sog. GuV ist natürlich gar keine GuV im bilanzrechtlichen Sinn, ich mach eine ganz einfache EÜR, kopier die und schreib dann GuV oben drüber und hab meine Ruhe (bisher). Umsatzsteuerpflicht ist für mich absolut notwendig, ich habe Kunden ausserhalb der EU, also umsatzsteuerfreie Umsätze.
 

Zwergenmama

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#11
Als Existenzgründer, und gemeldetem Kleinstunternehmen, kannst Du dich nach § 19 von der monatlichen USt befreien lassen. Außerdem bist Du nicht zur Buchführung verpflichtet, sondern kannst Deine Unterlagen als "Schuhkaton-Methode" sammeln.
 

Koelschejong

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#12
Da entwickelt sich ja zu einem richtigen Umsatzsteuerthema:
Es scheint im großen und ganzen alles korrekt dargestellt:
  • Kleinunternehmer (Umsatz in diesem Jahr max. € 50.000) können sich von der Umsatzteuerpflicht befreien lassen, und können eine "primitiv-Buchführung" machen Ob man sich befreien läßt, hängt wesentlich von den Einzelumständen ab.
Generall vielleicht als Anregung:
  • Wenn man zu Beginn der Tätigkeit viele Investitionen (z.B. Auto, PC, Drucker, Kopierer etc. etc.)und wenig Einkommen hat lohnt es sich u.U. sich nicht von der Umsatzsteuer befreien zu lassen, denn dann kann man die auf die Investitionen gezahlte MwSt. als Vorsteuer zurück verlangen. Ebenso ist eine Umsatzsteuerbefreiung bei Import-Exportgeschäften meistens ungünstig.
  • Falls nicht befreit, müssen Existenzgründer in den ersten 2 Jahren monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben. Dann ist natürlich eine einfache Buchführung erforderlich, ganz brauchbare Software dafür gibt's sogar als Freeware, benutz ich auch.
 

Koelschejong

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#14
Nach einer Studie sinkt bei den Journalisten die Zahl der freiberuflich Tätigen und ist bei ihnen Kinderlosigkeit weit verbreitet
Zumindest beim Punkt der Kinderlosigkeit ist meines Wissens durch Eigeninitiative doch Vieles erreichbar - aber wir wissen es ja alle und bekommen es von vielen Journalisten (noch nicht ohne Job) immer wieder unter die Nase gerieben - die Arbeitslosen sind einfach zu allem zu faul, zu träge, zu bequem und das gilt natürlich auch für arbeitslose Journalisten. :lol:
 

zulu

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#15
Meines Wissens ist es so:
Die GuV (Gewinn- und Verlustrechnung) ist Bestandteil der Bilanz.
Wer nicht nach gesetzlichen Vorschriften zur "ordentlichen Buchführung incl. Jahresabschluss" verpflichtet ist,
der muss zumindest dem Finanzamt eine EÜR (Einnahme-Überschuss-Rechnung) gem. EStG § 4 (3) vorlegen.

Alle Freiberufler (Architekten, Ärzte, Künstler, Rechtsanwälte, Steuerberater usw) machen m.W. "nur" die EÜR und sind nie bilanzpflichtig.
Ebenso Gewerbetreibende unter gewissen Umsatz-/Gewinngrenzen.

Im Grunde sind es ja die gleichen Zahlen, die darin stehen, und auf die Dauer (über mehrere Jahre gesehen) kommt unterm Strich ja auch das gleiche Einkommen (und die gleiche Steuerpflicht) raus, in den einzelnen Jahren nur etwas anders verteilt, wegen der Abschreibungen bei grösseren Investitionen zB.

Ich glaube weiter, dass die ArGe-Mitarbeiter den Unterschied selbst nicht kennen. Sie fordern einfach eine GuV (so steht es bestimmt in irgendeiner Dienstanweisung), obwohl vermutlich die wenigsten selbständigen ALG2-Empfänger bilanzpflichtig sind und folglich "nur" eine EÜR machen, ESt-rechtlich die so genannten "4/3er".

Einfach "GuV" drüber schreiben - und Ruhe ist.
Wozu sich deswegen mit der ArGe anlegen?
Man hat schliesslich besseres, wichtigeres, schöneres!! zu tun - oder?
 

Koelschejong

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#16
@Zulu
Du bringst es auf den Punkt, man macht die Buchführung zu der man vom Finanzamt verpflichtet ist (in meinem Fall einfache Einnahme-Überschussrechnung) druckt die monatlich aus, setzt als Überschrift einmal GuV darüber und einmal EÜR und hat seine Ruhe. Nur sollte man nicht (hab ich mal spaßeshalber gemacht) den SB mit der Anlage EÜR zur Einkommensteuererklärung verwirren - nein, da war er ganz sicher, das Formular wollte er nicht.
Für die einen sind's Äpfel und Birnen, für die anderen ist's Obst :pfeiff:
 

zulu

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#17
So issett.
Kölsche Jrösse an den KoelscheJong.

vom immi zulu
 
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