Hartz-IV und 400-Euro-Job: macht das Sinn?

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Gast
Macht es eigentlich Sinn einen 400-Euro-Job anzunehmen, wenn man Arbeitslosengeld-II bezieht? In der Maßnahme, in der ich momentan stecke, wurde mir gesagt, dass ich mich ja auch evtl. nach einem 400-Euro-Job umsehen könnte, dann hätte ich etwas mehr Geld in der Tasche. Aber mir würden gerade mal 150 Euro von den 400 bleiben! Das lohnt sich doch gar nicht für mich, oder? Dann kann ich ja gleich einen 1-Euro-Job annehmen, da stehe ich auch nicht viel schlechter da. Momentan bekomme ich die Grundversorgung plus den Mietanteil, knapp 500 Euro habe ich also zur Verfügung. Das ist nicht gerade viel, aber durch einen Minijob stehe ich auch nicht viel besser da, immerhin muss ich auch noch einige Restschulden abzahlen. Was wäre denn ratsam?
 

Rote Socke

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Hartz-IV und 400-Euro-Job: macht das Sinn?

Für den Arbeitgeber auf jeden Fall.

 
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Macht es eigentlich Sinn einen 400-Euro-Job anzunehmen, wenn man Arbeitslosengeld-II bezieht? In der Maßnahme, in der ich momentan stecke, wurde mir gesagt, dass ich mich ja auch evtl. nach einem 400-Euro-Job umsehen könnte, dann hätte ich etwas mehr Geld in der Tasche. Aber mir würden gerade mal 150 Euro von den 400 bleiben! Das lohnt sich doch gar nicht für mich, oder? Dann kann ich ja gleich einen 1-Euro-Job annehmen, da stehe ich auch nicht viel schlechter da. Momentan bekomme ich die Grundversorgung plus den Mietanteil, knapp 500 Euro habe ich also zur Verfügung. Das ist nicht gerade viel, aber durch einen Minijob stehe ich auch nicht viel besser da, immerhin muss ich auch noch einige Restschulden abzahlen. Was wäre denn ratsam?

Bei 400 € hast Du 160 mehr im Monat u. Du verringerst Deine Hilfsbedürftigkeit. Das sollte die ARGE freuen.

Ich finde einen 400-€-Job besser als einen 1-€-Job.

Aber das muß jeder für sich entscheiden.

Zumindest kann man Dich bei einem 400-€-Job nicht mehr zu allen möglichen Sachen verpflichten, da Du ja eine Beschäftigung hast.

 
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Gast
Macht es eigentlich Sinn einen 400-Euro-Job anzunehmen, wenn man Arbeitslosengeld-II bezieht? In der Maßnahme, in der ich momentan stecke, wurde mir gesagt, dass ich mich ja auch evtl. nach einem 400-Euro-Job umsehen könnte, dann hätte ich etwas mehr Geld in der Tasche. Aber mir würden gerade mal 150 Euro von den 400 bleiben! Das lohnt sich doch gar nicht für mich, oder? Dann kann ich ja gleich einen 1-Euro-Job annehmen, da stehe ich auch nicht viel schlechter da. Momentan bekomme ich die Grundversorgung plus den Mietanteil, knapp 500 Euro habe ich also zur Verfügung. Das ist nicht gerade viel, aber durch einen Minijob stehe ich auch nicht viel besser da, immerhin muss ich auch noch einige Restschulden abzahlen. Was wäre denn ratsam?

Bei 400 Euros bleiben dir genau 160 Euros übrig. Wenn du nur eine Leistung von 500 Euros hast, würde es sich lohnen, wenn du noch so einen Job findest. Dann bist du raus.

Vorerst bist du mit einem 400 Euro-Job nicht raus. Du würdest dann insgesamt 500 Euros + 160 Eurs Hinzuverdienst haben. Trotzdem ist es besser als ein EEJ, denn beim EEJ verdienst du nur 1 Euro die Stunde. D.h. du darfst für etwas weniger Geld (meist ca. 120 Euros) 30 Stunden die Woche arbeiten. Außerdem bringt dich der EEJ nicht in Arbeit; im Gegenteil.

Ich würde den Job nehmen. Er schützt dich begrenzt vor Maßnahmen und Ein-Euro-Jobs. Vielleicht ergibt sich mit der Zeit etwas mehr.
 
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Rounddancer

Gast
Selbstverständlich macht das Sinn, wenn Du denn einen 400EUR-Job bekommst. Denn Du bist, wie wir alle, selbstredend angehalten, Deine Hilfsbedürftigkeit zu verringern.
Schließlich kriegen wir die Staatsknete nur in dem Maße, und nur solange, wie wir nicht, oder nicht vollständig, für unser Auskommen selbst sorgen können.

Zudem zählen im Lebenslauf auch Tätigkeiten auf 400 EUR-Basis.
Und es macht sich auch weiterhin bei Personalentscheidern besser, sich aus einem Job heraus um einen Arbeitsplatz zu bewerben, als aus u.U. jahrelanger Arbeitslosigkeit.
 

Mario Nette

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Das Wort 400-Euro-Job sagt aus, dass es ein Job ist, in welchem man bis zu 400 €/Monat bekommt. Wollte ich nur mal klarstellen :icon_smile:

Mario Nette
 

ARGgeBEUTELTER

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@Mario nette,was zählt ist unterm strich....

@Rote Socke - So ist es

400 € bringt der Job
100 € sind freibetrag

von den verbleibenden 300 € werden 80% in abzug vom alg II gebracht
bleiben ganze 60 € übrig
und so erhalte ich
160 zur auszahlung

Damit bleiben 240 € bei der arge und ich hab meinen regelsatz fast selbst finanziert.

oder anders:
8 € je std also muss ich 50 std jobben um 400€ zu haben.

12,5 std jobben je 8 € = 100€

37,5 std um auf 400€ zu kommen, davon erhalte ich 60€, macht einen ausgezahlten std lohn von

1,6 €

@Rounddancer: Gut das hier keiner von sittenwidrig spricht
 

Leyla

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Nu muß ich mich doch mal hier einklinken - falls ich den Thread sprengen sollte, mach ich auch gerne 'nen neuen auf :biggrin:

Hier beschrieb ich das Grundproblem - JC-SB wollte sich auf nix Schriftliches bezüglich Praktikumsablehnung einlassen & auf Anraten meiner Anwältin habe ich das Praktikum nun einfach angefangen weil ich mir dachte, wenn die das nicht offziell verbieten, ist es erlaubt :icon_twisted:
Natürlich zu früh gefreut, am Samstag kam dann die Ablehnung (Wisch gerade im Papierchaos untergegangen, kann ich aber nachreichen). Da aber gerade sowieso wer gebraucht wird, habe ich wahrscheinlich die Möglichkeit eines 400€-Jobs. Daß das nicht dolle ist, weiß ich, aber besser als nix.
Nun ein paar grundlegende Fragen:
(1) Wie sicher bin ich in diesem Fall vor anderweitigen Zwangsmaßnahmen wie MAE, ABM oder sonstigem exkrement?
(2) Bei Eigenkündigung: Sperre oder nicht? Ich schätze mal ja...
(3) Bis zu wieviel Stunden ist O.K. & welcher Stundenlohn ist da angemessen? Ich frage deshalb so doof, weil mein SB ja permanent mit "Sittenwidrigkeit" bezüglich zu geringer Entlohnung/zu hoher Stundenzahl bezüglich eines von mir vorgebrachten Vorschlags reagierte, ein paar Stunden die Woche für den anrechnungsfreien Hunni zu arbeiten & ich nicht weiß, was jetzt wieder passiert, wenn ich einen Mini-Job habe.

Für Erfahrungen, rechtliche Tips etc. wäre ich wie immer äußerst dankbar!
 

Mario Nette

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Also eines vorab: Vor ABM bist du mit einem 400-Euro-Job 100 % geschützt. :icon_smile: Das liegt allerdings daran, dass mindestens im Rechtskreis SGB II es gar keine ABM mehr gibt :icon_party:.

Vor Ein-Euro-Sklavenjobs dürftest du ebenfalls geschützt sein. Guck dir an, warum derartige Aubeuterjobs eigentlich vergeben werden, dann hast du die Antwort. Gerade wenn du aus einem vollen Leistungsbezug wenigstens in einen teilweisen Leistungsbezug durch den 400-Euro-Job wechseln kannst, ist das allemal mehr, als du mit einem Ein-Euro-Sklavenjob schaffen würdest.

Ganz geschützt vor Maßnahmen bist du nicht. Ggf. mag ARGE meinen, dass du Job und Maßnahme eintakten kannst.

Bei Eigenkündigung des 400-Euro-Jobs gibt es natürlich eine 30%ige Sanktion, weil du wissentlich deine Bedürftigkeit erhöht hast, obwohl das zu vermeiden war. Es sei denn, du hast triftige Gründe.

Wenn dein SBchen mit Sittenwidrigkeit kommt, soll er sich zuvorderst bei den Ein-Euro-Sklavenjobs und bei der Zeitarbeit umgucken. Er kann auch gerne einer Gewerkschaft beitreten, die ihn diesbezüglich sicherlich gern beraten wird.

Mario Nette
 

Leyla

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Danke für die Beruhigung :icon_knutsch:

Naja, bezüglich der Sittenwidrigkeit mußte ich neulich schon lachen: Mein SB erzählte mir was, er könne mir nicht sagen, wieviele Stunden ich für die 100€ arbeiten dürfte, aber so nach dem Motto: alles, was mehr als 5h ist, sei sittenwidrig weil der Lohn ja dann zu niedrig sei.
Mein Kommentar (gaaaanz unschuldig wimpernklimpernd): Dann sei so eine MAE ja wirklich übel, denn 1 € sei garantiert vollkommen sittenwidrig.
Sein Kommentar: "Äh nein, das kann nicht sittenwidrig sein, das kommt ja von uns. Und ähhh, jetzt hab ich leider keine Zeit mehr."

:icon_neutral:
 

Fotoz

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Macht es eigentlich Sinn einen 400-Euro-Job anzunehmen, wenn man Arbeitslosengeld-II bezieht? Was wäre denn ratsam?

Hallo,

es kommt darauf an, was effektiv für dich übrig bleibt. Brauchst du nur um die Ecke gehen und hast weder große Kosten für Fahrt und sonstige Dinge, ist die Arbeit nicht so "schwer und du möchtest einfach unter Leute sein, dann ist es für einen Anfang schon mal nicht schlecht.

Legst du aber noch Geld drauf, weil du immer nur die Notlösung und Überbrückung irgendwelcher momentanen Schwierigkeiten in der Firma verwendet wirst, dann lass es lieber.

Die Rechnung, wieviel dir übrig bleibt und ob dir das genug ist, mache doch selber.

Wieviel Stunden musst du denn über die 100 € arbeiten, bzw. wie hoch ist der Lohn pro Stunde, wenn du die 60 € auf die Arbeitszeit aufteilst?
Bei üblichen 6,50 € die Stunde sind das für (max. 60 h im Monat) 390 € monatlich.
15 h ca. 100 € für dich.

Das macht dann für 60 € die du zusätzlich behalten darfst, auf 45h "verteilt" so ca. 1,33 €/h.

Und spätestens jetzt musst du die Werbungskosten für die Tätigkeit von den 60 € brutto noch mals abziehen.
Bei 45h und ca. 6 Arbeitstage können das durch die eventuelle Fahrstrecke (mit dem Auto) oder sonstigen Kosten noch diesen Betrag deutlich mindern und somit wäre es möglich, dass du für 45 h arbeiten gar nichts in der Tasche übrig hast.
Theoretische Rechnung:
6 Arbeitstage x 20km hin-zurück x 0,30 € = 36 € Kosten.
Wie sind dann aber die 400 € Jobs wirklich?

Meißt wird man doch nur für 4 - 5 h zur Arbeit geholt.
Und dann sieht die Rechnung noch ganz anders aus.
9 Arbeitstage x 20km hin-zurück x 0,30 € = 54 € Kosten.

Oder mal auf die Arbeitszeit runter gerechnet.
60h x 6,50 = 390 €.
390 € - bleibt 158 € übrig.
158 € / 60 h = 2,63 €/h
60 h bei 12 Arbeitstage
12 Arbeitstage x 20 km Fahrt x 0,30 € = 72 € plus sonstige Werbungskosten (oder dementsprechende Werbungskosten)

158 € - 72 € = 86 € / 60 h = 1,43 €/h.

Wenn es der AG mitmacht, ist er eventuell mit einem Arbeitzzeitkonto einverstanden und er macht einen festen Lohn von 100 € monatlich mit dir aus.

Vorteil, die ARGE berechnet nichts mehr falsch.
Dir wird nichts abgezogen.
Du bist im Beschäftigungsverhältnis (wegen Bewerbungen)
Du kommst unter Leute.
Hast ein klein wenig "zusätzlich".
Die ARGE lässt dich mit dem Ein-Euro-Job in Ruhe (wahrscheinlich).

Grüße
 

Mario Nette

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@Leyla
Allerdings sollten die 100 € im Monat nicht dazu verleiten, ewig auf dem Job sitzen zu bleiben. Selbst wenn du drei Stunden die Woche = 12 Stunden im Monat für die 100 € arbeitest, wird die ARGE dich ganz bestimmt unter Druck setzen, mehr zu verdienen. Und hier ist ggf. sogar damit zu rechnen, dass, wenn die ARGE meint, eine Maßnahme dich garantiert dahin bringen wird, dass du mehr verdienst, der Druck in Richtung Aufgabe des Jobs geht. Die Änderungen zum 01.01.2009 haben da ja gewisse Spielräume eröffnet.

Mario Nette
 

Leyla

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Huhu!

Also bezüglich der 100€: Angedacht ist, daß ich ab 01.01.2010 dann offiziell als Mini-Jobberin eingestellt werde & evtl. & je nachdem irgendwann (hoffentlich) auch mal Vollzeit.

Erstmal ist mir halt wichtig, daß ich von dräuenden Zwangsmaßnahmen verschont bleibe & in Ruhe für meine HP-Prüfung lernen kann - wenn das mit einem 400€-Job klappt, nehme ich auch die horrenden Abzüge in Kauf.

Aber Du hast recht, mit dem Hunni wäre es eher wahrscheinlich, daß ich in irgendeine Sinnlos-Maßnahme gesteckt werde als mit einem Mini-Job.
 
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ExitUser

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Wenn Du irgendwie mit dem 400-€-Job klarkommen kannst, dann mach es.

'Ne Bratwurst bei Konnopke wöchentlich sollte doch rausspringen. :icon_party:
 

ronnygn

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habe da so auch meine speziellen erfahrungen mit der Arge. Bin seit 2007 auch in einen Minijob und muß leider sagen daß die SB einen sehr wohl das leben schwer machen kann, auch bei einen 400 eurojob. die können einen sehrwohl zu Zwangsmaßnahmen hinschicken solange du im minijob bist. Habe es selbst erlebt. die wollte mich auch zu ner slaklvenbude hinschicken. hatte sogar mal über 400 euro verdient und mein chef hatte mich ohne Sozialabgaben abgerechnet (das darf er 2x pro Jahr gesetzlich). trotzdem sollte ich zu ner Leihfirma hin, da half kein diskutieren. konnte das aber immer hinauszögern bis SB mir Ultimatum gab und da hat mein chef mich auf Sozialvers. über 401 euro gesetzt und es kam da grade hin. man läßt mich jetzt in ruhe bei der Arge. hab die drohende Sperre noch abwenden können. und zu einer Maßnahme hätte ich sonst auch noch hingemußt. Soviel zum 400 eurojob. ob man nun sein A**** bewegt, das interessiert der Arge garnicht, hauptsache die können einen scheuchen :icon_neutral:. wenn ich jetzt mal wieder unter 400 euro komme habe ich die Ar...karte. da müßte der Gesetzgeber mal was ändern, weil 400 eurojobs wird es in zukunft immer mehr geben. mfg
 
H

holly8

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Das ist nicht gerade viel, aber durch einen Minijob stehe ich auch nicht viel besser da, immerhin muss ich auch noch einige Restschulden abzahlen. Was wäre denn ratsam?
Zahlst du jetzt Schulden? Wenn nicht, brauchst du die auch mit 400 EJ nicht zahlen. Die Pfändungsgrenze liegt bei knapp 900 Euro und du hättest auch mit diesem Job nur 660 Euro insgesamt. Das sind 160 Euro mehr als jetzt.
Wenn du die Restschulden zahlen willst, dann kannst du doch die 160 Euro abzüglich Fahrt? verwenden.
 

biddy

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da müßte der Gesetzgeber mal was ändern, weil 400 eurojobs wird es in zukunft immer mehr geben. mfg
Ändern ja ... aber eventuell anders, als Du es Dir wünschst ... Die FDP hatte ja vorgeschlagen, die Geringfügigkeits- bzw. Minijob-Grenze von 400 auf 600 Euro zu erhöhen; das wurde aber - soweit ich informiert bin - bisher nicht weiter verfolgt, also auch nicht in die Regierungserklärung mit aufgenommen.
 

Barbarix

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Zumindest kann man Dich bei einem 400-€-Job nicht mehr zu allen möglichen Sachen verpflichten, da Du ja eine Beschäftigung hast.
Das stimmt nicht. Solange er nicht "beruflich integriert, aber hilfebedürftig" ist, haben die Maßnahmen der ARGE Vorrang vor dem Minijob. "Beruflich integriert" ist er nach BA-Begrifflichkeit ab einer Beschäftigung von 15 Stunden wöchentlich.
Aber wenn sein PAP kein A.... ist, dann wird er versuchen, den Minijob bei der Wahl der Maßnahme zu berücksichtigen.

Wesentlich bei der Entscheidung für den Minijob sollte sein: Macht er sich im Werdegang besser oder schlechter als der 1€-Job? Und da würde ich in den meisten Fällen für Ersteres plädieren. Hängt aber auch davon ab, was für einen 1€-Job man Dir alternativ anbieten würde.
 

ronnygn

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muß mein vorredner recht geben. die Arge versucht trotzdem bei Minijob einen woanders zur Maßßnahme zu schicken. Ist immer von der Willkür des SB abhängig. Ich wurde gefragt, ob ich das ne ganze Weile machen möchte und sie könnte das nicht so zulassen auf Dauer. Man wird ganz schön unter Druck gesetzt. bin ja mal gespannt wie lange es jetzt mit meinen 18 Stunden gut geht und die sich nicht noch was anderes einfallen lassen trotz Gleitzonenjob ab 401 Euro.
Wenn ich irgendwann mal 2 Minijobs habe und die beide zusammen über 401 Euro haben, sind sie denn auch automatisch Soz.vers.Plichtig? was muß ich denn da beachten? MfG
 
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Rounddancer

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Du weißst, daß Du Dich schon mit dem Aufruf zur Schwarzarbeit und zum Leistungsbetrug einer Straftat schuldig machst und auch die Forenbetreiber in Teufels's Küche bringen kannst.

Wir Hilfsempfänger kriegen die staatliche Stütze nur und soweit, wie wir uns nicht selbst unseren Lebensunterhalt erarbeiten können, und wir sind gehalten, unseren Bedarf an staatlichen Leistungen bestmöglich zu verringern. Dazu gehört auch, daß wir NICHT schwarz arbeiten, sondern alle Zuflüsse melden und uns ggf. auf unseren Sozialhilfe-/Alg II-Bedarf anrechnen lassen.
 

ronnygn

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angeben sollte man sowieso alles. irgendwann kommt es durch einen zufall eh raus und das ist es nicht wert. MfG
 

Leyla

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So, icke nochma :eek:

Mein angehender Chef sagte vor seinem Urlaub, er wolle sich das mit den Arbeitsverträgen noch mal anschauen da er überlegt, uns (d.h. mich & die drei Studis die frisch eingestellt wurden) nicht auf 400€ zu deckeln. Leider ist der gute Mann extrem unbeschlagen was die Hartz-Gesetze angeht & ich frage mich gerade, was da an neuerlichem Papierkram-Streß wohl auf Dauer auf mich zukommt, wenn ich unter die Gleitzonenregelung falle.
Ist es da vielleicht geschickter, erstmal bei einem Vertrag auf 400€-Basis zu bleiben & bei Mehrarbeit das intern zu regeln (AZ-Konto oder so)? Ich denke, der Lohn wird sich auch monatlich ändern weil ich als Nicht-Mehr-Studentin natürlich auch einspringen kann wenn die anderen an der Uni sind, Klausurentermine haben oder anderweitig nicht können oder aber weil ich auch mal nicht kann.

Also: was ist am wenigsten stressig - erstmal bei der 400€-Regelung bleiben oder gleich einsteigen mit Midi-Job (es sieht ja derzeit tatsächlich nicht allzu schlecht aus für ne Vollzeitstelle weil der miese Abgang der Chefsekretärin nicht nur ein Riesenchaos hinterlassen hat sondern auch derzeit niemand Vollzeit sich um Büro & Anmeldung kümmert & die Studis natürlich auch nicht Vollzeit machen können).

Ich habe hier irgendwo gelesen, daß sich jemand einen Mittelwert hat berechnen lassen & das das dann nachträglich nochmal abgerechnet wird. Ist das eine gangbare Lösung für den Midi-Job?

Wünsche erholsame Feiertage

L.

P.S.: Ach ja, ich wollte mir jetzt endlich mal ne Hausrat & Haftpflicht zulegen. Gilt dann bei einem Midi-Job auch noch die Regelung, daß die ARGE bis zu einem bestimmten Betrag die versicherungsbeiträge übernehmen muß?
 
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