Hartz IV: SPD-Gutachten plant völlige Entrechtung

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ExitUser

Gast
Ein Gutachten von Professoren aus dem sozialdemokratischen Finanzministerium hat in optimal möglicher Volks-Ferne auf 56 Seiten empfohlen, AlG II-Empfänger zukünftig in ca. 800.000 Arbeitsgelegenheiten (früher dann 1-Euro-Jobs) bei Kommunen und privaten Arbeitsgelegenheiten ohne Aufwandsentschädigung arbeiten zu lassen.

Hartz IV: SPD-Gutachten plant völlige Entrechtung Hartz IV 4 | ALG II | Hilfe & News zu Hartz 4


Hier gibt es das Gutachten zum Nachlesen:

https://www.harald-thome.de/media/f...esetz/Existenzsicherung_und_Erwerbsanreiz.pdf
 
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ExitUser

Gast
Heute aus Amtsmunde vernommen: die städtische Beschäftigungsgesellschaft Noa in Nürnberg hält ca. 2000 "Arbeitsgelegenheiten" parat, in sämtlichen Sparten inklusive IT. Alles zusätzlich, natürlich....

Noris-Arbeit gGmbH


Da gehts lang!

Viele Grüße,
angel

PS: fast vergessen: ca. 1000 der Ein-Euro-Jobs sind noch frei....
 

Linchen0307

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.. da hätten wir mal wieder die




gezogen
 

Hexe45

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Heute aus Amtsmunde vernommen: die städtische Beschäftigungsgesellschaft Noa in Nürnberg hält ca. 2000 "Arbeitsgelegenheiten" parat, in sämtlichen Sparten inklusive IT. Alles zusätzlich, natürlich....

Noris-Arbeit gGmbH


Da gehts lang!

Viele Grüße,
angel

PS: fast vergessen: ca. 1000 der Ein-Euro-Jobs sind noch frei....

Danke für diesen link Angel.
Wenn man bedenkt was diese Hütte den Steuerzahler kosten wird.
Aber das sieht man doch auf den ersten Blick, daß dies gigantisches Blendwerk ist.
Große Sprüche aber hinter der Fassade eine gigantische Mogelpackung.
Ein neues Gebäude und drinnen nix als heiße Luft.

Ich werde denen mal schreiben die sollen die Fotostrecke rausnehmen- damit entlarven die sich ja selber.

Ich meine außer Luftballons und Bierzelt haben die nix zu bieten, das ist ja voll gefaket.
Ein Büro und ne Fahraswerkstatt auf billigstem Niveau.

Die hätten besser dran getan sich vom THw win großes Zelt auszuleihen und die Kohle in Personal und Ausstattung investiert.
Sorry aber stelle mir grad vor wie die Gestalten jemanden qualifizieren sollen-- und komme aus dem Lachen nicht heraus.
Ich weiß daß ist ne ganz traurige Sache für die armen Menschen die dazu zwangsverpflichtet werden, aber ich kann mir ein Lächeln nicht verkneifen.
Und selbst vor 50plus schrecken die nicht zurück.
Ich meine die können sich doch in ihrer Fahradbude sich nicht wirklich an 50 jährige ranmachen, was wollen die Hanseln denn so einem erfahrenen Menschen noch vermitteln.
Wir regen uns so über die Chinesen auf, dabei haben wir doch gigantisches Blendwerk direkt vor der Haustüre.

Na ja für die Fotostrecke hätten sie lieber Boeses Weib anheurn sollen, die hätte da schon was anderes hingezaubert.

LG
Hexe
 

Kleeblatt

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Der Weg dahin ist doch bereits seit Langem vorgezeichnet gewesen und dieses "Pamphlet" nur noch das letzte i-Tüpfelchen.
haben die Herrschaften erst einmal auf diese Weise die Millionen von Arbeitssuchenden "untergebracht", so ist es eine Frage der Zeit wann Stückchen für Stückchen die Freiheiten der anderen Bürger benso geschliffen werden.

Das dies eine Aushölung des GG ist weiß und sieht doch inzwischen Jeder, nur unsere Herren und Damen Verfassungsrichter verschließen davor sorgsam die Augen.
Da bleibt inzwischen nur noch der Gang zur Menschenrechtskommission. D erlaubt sich als Vorreiter Sachen die allen Menschenrechten spotten.
Wie war das mit den Verfassungsfeinden, von denen Schäuble und Co. immer schwafeln ?
 
E

ExitUser

Gast
Der Weg dahin ist doch bereits seit Langem vorgezeichnet gewesen und dieses "Pamphlet" nur noch das letzte i-Tüpfelchen.
haben die Herrschaften erst einmal auf diese Weise die Millionen von Arbeitssuchenden "untergebracht", so ist es eine Frage der Zeit wann Stückchen für Stückchen die Freiheiten der anderen Bürger benso geschliffen werden.

Das dies eine Aushölung des GG ist weiß und sieht doch inzwischen Jeder, nur unsere Herren und Damen Verfassungsrichter verschließen davor sorgsam die Augen.
Da bleibt inzwischen nur noch der Gang zur Menschenrechtskommission. D erlaubt sich als Vorreiter Sachen die allen Menschenrechten spotten.
Wie war das mit den Verfassungsfeinden, von denen Schäuble und Co. immer schwafeln ?

Betrachtet man die ganzen Vorschläge auch aus wirtschaftlicher Sicht, dann ist das große Mittelstandssterben auch vorprogrammiert, solche Vorschläge schaden dem Binnenmarkt und zerstören ihn auch, also wiedermal ein "Vorschlag" der Großfirmen und realitätsfernen Arbeitgeberverbände zum Zwecke der eigenen Gewinnoptimierung bzw. "Wettbewerbsfähigkeit".

Dann gibt es nur noch zwei Gesellschaftsschichten, die ganz Reichen und die ganz Armen.
 

Georgia

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Noch ist genug Zeit um sich was degegen zu überlegen.
Ich werde mir was für den Fall der Fälle einfallen lassen.
 
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Debra

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Das dies eine Aushölung des GG ist weiß und sieht doch inzwischen Jeder, nur unsere Herren und Damen Verfassungsrichter verschließen davor sorgsam die Augen.

Da tust Du denen aber gewaltig Unrecht. Die hatten doch geurteilt, dass die ARGEn verfassungswidrig sind. Aber unsere Politiker hören ja nicht mehr auf die, sondern ändern dann eben das GG. :icon_motz:
 

squarepusher2008

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https://www.dstgb.de/homepage/pressemeldungen/archiv2003/newsitem00786/786_1_599.pdf

Ist zwar n bisjen älter aber naja

weder spart der staat geld ein noch verbessern sich die chancen
für die erwerbslosen.
aber er hat massiven einfluss auf die löhne

der deutsche michel denkt hey wenn alle arbeitslosen arbeiten müssen gibts keine arbeitslosen mehr da zahl ich noch weniger steuern und hab mehr netto
nur her mit den programmen :icon_mad:wie dooooooooofffffffffff:icon_mad:
 
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FrankyBoy

Gast
Also mir fällt dazu ein, dass diese und vor allem die Vorgängerregierung so viele absurde Gutachten in Auftrag gegeben haben, dass das eine Geldverschwendung sondergleichen war.
Fakten zur LHVO
NachDenkSeiten - Die kritische Website » Der Bau des Ilisu-Staudamms in der Türkei– die Bundesregierung fördert ein Staudamm-Projekt unter Auflagen, die offensichtlich von der türkischen Regierung ignoriert werden

Das dabei nur Maximalschwachsinn bei rauskommen kann, ist ja offensichtlich, habe also eine andere Taktik, als dass mir dazu nichts mehr einfällt - spiele jetzt einmal den Rechner der Entnervten und bombardiere die SPD Politiker auf Trupoli: Wir sind Politik! Unabhängige Community für transparente Politik und Politiker-Bewertung in Deutschland und kommentiere die auch entsprechend. :icon_razz: und hier natürlich: abgeordnetenwatch.de: Abgeordnete online befragen

Mal sehen wann den ersten Parlamentariern die feder aus der Mütze springt; so zwingen wir die dann, dass sie den Käse den die beschließen auch mal wirklich durchlesen müssen. :icon_hug:
 

zebulon

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Na dann schauen wir doch mal....

MIR fällt dazu eine Menge ein. Dieses blödsinnige Papier lässt sich schon bei oberflächlicher Betrachtung zerpflücken, zum Beispiel:
Das Bürgergeld – oder bedingungslose Grundeinkommen – ist der falsche Weg. Wenn der Staat ohne strikte Bedürftigkeitsprüfung Bürgergeld gewährt, dürfte es nicht wenige geben, die sich damit zufrieden geben und ihren Lebensstandard allenfalls durch gelegentliche Schwarzarbeit aufbessern.
In dem Konzept von Götz Werner gibt es überhaupt keine Schwarzarbeit, weil es keine Lohn- oder Einkommenssteuer mehr gibt, sondern alles über die Mehrwertsteuer geregelt wird.
Diese für die Nachhaltigkeit von Sozialsystemen so wichtigen Gedanken der Subsidiarität und des Gebens und Nehmens werden zugunsten eines unbedingten Nehmens aufgegeben. Dadurch werden die Grundlagen des Sozialsystems erschüttert.
...reine, ideologische Polemik.
Wie der dadurch ausgelöste Lohndruck flankiert werden soll, ist jedoch nicht leicht zu entscheiden.
Das ist eben der Haken bei den Planungen dieser Arschlöcher. Es wird natürlich auch das Lohnniveau der bisherigen "Nicht-Elite" -Arbeitnehmer empfindlich senken...aber schön, dass man das hier erwähnt hat.
Vieles spricht dafür, den ALG II-Empfängern großzügigere Hinzuverdienstmöglichkeiten einzuräumen (Subjektförderung).
Im Zusammenhang völliger Quatsch und Augenwischerei, weil
  • im Niedriglohnbereich die Arbeitsszeiten exorbitant hoch sind / sein müssen, um ein nennenswertes Einkommen zu erzielen. Für Nebenverdienste bleibt da gar keine zeitlichen Ressourcen mehr übrig.
  • Die Niedriglohnpolitik das Einkommen und damit die Nachfrage sinken lässt. Damit sinken auch die Möglichkeit Nebenverdienste zu erzielen.
Einiges spricht aber auch für eine Subventionierung der Arbeitsplätze Geringqualifizierter (Objektförderung). Schließlich kommt es darauf an, dass Arbeitslose, die aus der Workfare drängen, auch einen regulären Arbeitsplatz finden. Um dafür die Chancen zu erhöhen, könnte man den Arbeitgebern, also den Arbeitsnachfragern, für jeden Arbeitsplatz Geringqualifizierter einen Zuschuss zahlen. Dadurch sinken die für die Unternehmen relevanten Arbeitskosten und es entstehen positive Anreize zur Schaffung von Arbeitsplätzen im geförderten Bereich.
Das versucht man sowieso schon seit geraumer Zeit ohne Erfolg (z.B. 50+ u.a.). Auch die EEJ's basieren ja darauf. Hier erhält der Träger fast so viel wie der Transferleistungsbezieher. Sogar von kirchlichen Stellen wurde schon errechnet, dass die EEJ's insgesamt mehr Kosten verursachen, als wenn man die Leute in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis zu einem vernünftigen, existenzsichernden Lohn anstellen würde.
Allerdings erfordert eine solche Politik eindeutige Regeln, um die Verdrängung normaler Arbeitsplätze zu vermeiden und allzu starke Mitnahmeeffekte zu verhindern.
Auf deutsch gesagt, eine Zweiklassengesellschaft, damit die beiden Gruppen sich lohnpolitisch nicht in die Quere kommen. Ein Versuch, eine bestimmte Schicht zum Systemerhalt notwendigen Arbeitskräfte bei der Stange zu halten. Die sollen nicht merken was da passiert. Die dürfen dann am Schluss das Licht ausmachen.
Auch gilt es auszuschließen, dass die Tarifparteien die Lohnsubventionen für ihre jeweils eigenen Ziele und zu Lasten der Allgemeinheit nutzen: die Arbeitgeber zu Lohnsenkungen und die Gewerkschaften zu höheren Lohnforderungen. Also dürfen allgemeine Lohnsubventionen für Geringqualifizierte nur in einem engen Lohnkorridor zugelassen werden.
Das wäre ja mit einem Mindestlohn möglich. Es ist illusorisch, wenn man erreichen will, das ein Transfersystem keinen Einfluß auf die Lohnbildung hat.
Auch die Mehrzahl der Ökonomen setzt auf die Beeinflussung des Arbeitsangebots. Sie lassen sich von der These leiten: Arbeit gibt es genug, nur nicht zu bezahlbaren Löhnen! Wenn die Arbeitslosen massiv auf den Arbeitsmarkt drängen würden, müssten die Löhne so weit sinken, dass sie auch für Geringqualifizierte ein Markt räumendes Niveau erreichten. Wo dies heute noch tarifliche Untergrenzen verhinderten, würden sich – so die Argumentation – dann auch die Gewerkschaften letztlich nicht gegen eine stärkere Lohnflexibilität wehren, wenn die soziale Existenz der Beschäftigten auf andere Weise gesichert sei.
Das heißt ja nichts anderes, dass sinkende Löhne für die Gewerkschaften nicht schlimm sind, solange die Existenz auf andere Weise (in dem Fall HartzIV) gesichert ist. Dabei unterschlägt man aber das dann erheblich mehr Leute mit eingeschränkten Bürgerrechten leben müssen. Denn HartzIV bedeutet eine Einschränkung der Bürgerrechte auf vielfältige Weise. Dieser Umstand wird immer wieder unterschlagen, woraus man dann entnehmen kann, dass dieser Effekt erwünscht ist.
Und um diesen Arbeitsanreiz zu erhalten oder zu schaffen, müsse die Gewährung der staatlichen Transfers an Arbeitsfähige an harte Bedingungen geknüpft und zugleich die Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme belohnt werden.
Hier fragt man sich, wie man denn die Bereitschaft zu Arbeitsaufnahme belohnen will, wenn nicht durch einen ausreichenden Lohn. DAS ist doch hier die Gretchenfrage. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder arbeiten die Menschen, indem sie ausreichend entlohnt werden, oder man zwingt sie mit Gewalt dazu. Hier sucht man offenbar verzweifelt eine Zwischenlösung.
Die geschilderte Arbeitsmarktsituation Geringqualifizierter kommt nicht von ungefähr. Erstens hat die internationale Öffnung der Märkte insbesondere die Geringqualifizierten einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Das im internationalen Vergleich hohe deutsche Lohnniveau können auf mittlere Sicht nur diejenigen verteidigen, die sich aufgrund besonderer Fähigkeiten von jenen unterscheiden, die in anderen Ländern ihre Arbeitskraft zu einem Bruchteil des in Deutschland Üblichen anbieten.
Das ist pervers..Man kommt sich vor wie Laborratte in einem Experiment in dem die Leistungs- und Leidensgrenze von Niedriglöhnern ausgelotet werden soll. Es ist nicht das erstemal wo sich "Wissenschaftler" zu sowas einspannen gelassen haben. Hier wird zum Beispiel auch einfach unterschlagen, dass Arbeitskräfte in anderen Ländern oft auch geringere Lebenshaltungskosten haben.
Zweitens lassen die aufgrund des technischen Fortschritts gestiegenen Anforderungen an die Qualität der Arbeitskraft diejenigen zurückfallen, die diese Qualität nicht bieten können.
Schade. Deswegen gestaltet sich das mit der Zwangsarbeit heuer auch so schwierig. Im römischen Reich konnte man noch zwanglos die Peitsche über die Steinbrucharbeiter knallen lassen. Sobald aber Konzentration und eigenständige Denkleistungen gefordert sind, geht das nicht mehr.
Drittens hat nicht zuletzt die seit längerem geübte Praxis der Tarifvertragsparteien, Lohnabschlüsse für Niedriglohnempfänger zu vereinbaren, die über den allgemeinen Lohnsteigerungen liegen, die so genannte Sockellohnpolitik, dazu beigetragen, die Arbeitslosigkeit Geringqualifizierter zu verstärken.
Kann jemand bestätigen, ob DAS der Wahrheit entspricht ?
Während sich Hochqualifizierte auch durch den Bezug von ALG II nicht davon abhalten lassen werden, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um eine neue Beschäftigung zu finden, ist dies für Geringqualifizierte längst keine so drängende Option, da sie sich – jedenfalls was ihr Nettoeinkommen angeht – durch eine Arbeitsaufnahme nicht wesentlich verbessern können. Dies gilt umso mehr, wenn sie eine Arbeitsgelegenheit möglicherweise nur zu relativ schlechten Bedingungen erhalten könnten.
Also mit anderen Worten, wer sich verarschen lässt bekommt auch das Prädikat "Hochqualifiziert". Das ist wohl das neue "Eiserne Kreuz". Für wirkliche Qualifizierung von Arbeitnehmern wird kein Geld mehr ausgegeben.
Tabelle 1: Kennzahlen des Arbeitsmarkts in 2008 (Auszug)​
Bezieher von ALG insgesamt rd. 6,2 Mio
Gemeldete offene Stellen 592 000
(57 % der gesamten der BA bekannten offenen Stellen)
davon „normale“, soz.vers.pfl. 364 000
Hahahaha.. Das heißt also 17,58 Erwerbslose auf eine offene, sozialversicherungspflichtige Stelle. Mir reicht es jetzt, obwohl ich erst ein Fünftel des Dokuments gelesen habe.

Meiner Meinung nach haben die in dem Dokument entstehenden Widersprüche ihre Ursache darin, dass vom Auftraggeber das Ergebnis der Studie schon präjudiziert wird. Es geht hier schlicht darum, die sogenannte "angebotsorientierte Arbeitsmarktpolitik" zu verteidigen. In dieser Tunnelsichtweise wird schlichtweg unterschlagen das, wenn man die Leute für ihre Arbeit nicht vernünftig bezahlt, der Einkommensmangel wieder zu einer Nachfrageverringerung zum Beispiel der Dienstleistungen und damit zum Abbau von Arbeitsplätzen führt. Das ist eine Spirale nach unten, die sich immer weiter fortsetzt und zu einem immer stärkeren Abbau von Versorgungs- und anderer Infrastrukturen führt.

Letztlich dient diese Form der Arbeitsideologie nur dazu, ein totalitäres System zu errichten. Das ist auch der Hintergrund, aus dem dieses Papier hier entstanden ist.
 

Bruno1st

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Wieso eigentlich SPD Gutachten ? Macht sich die CDU/CSU nicht mehr selbst die Finger dreckig ? Oder heißt es inzwischen SPD i.Ü. (in Übernahme) ?

Das einzige was mir diese ganzen "Gutachten" nicht erklkären können, ist "Woher kommt das Geld, wenn alle für umsonst oder für Steuergelder arbeiten ? Wer erwirtschaftet dann überhaupt noch die Steuern ?"
Die einzigen, die dann noch volles Gehalt bekommen, sind dann die Staatsschmarotzer - Politiker und Beamte/öffentl. Dienst.
 

ofra

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@ Linchen: Danke für diesen super Beitrag. Hab mir das Teil gleich auf meinem Rechner gespeichert. Vielleicht brauch ich das auch mal bei gewissen Gelegenheiten ...
 

redwitch

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ich will die spd nicht verteidigen, aber dieser so genannte wissenschaftliche Beirat ist von der Parteizugehörigkeit des Finanzministers unabhängig. Das Papier ist sicher nicht auf dem Mist der spd gewachsen, obschon es ihr schon zuzutrauen wäre. Guckt euch die Zusammensetzung des Beirats an, dann werdet ihr altbekannte Namen finden, zB Wolfgang Wiegard, Horst Zimmermann usw, mW keine spd Funktionäre

Bundesministerium der Finanzen: Verzeichnis der Mitglieder

siehe auch hier, das Papier ist nicht neu und wurde schon im Rahmen des Themas Bürgerarbeit diskutiert

BMWi - Pressemitteilungen
 

ofra

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Wieso betont man bei den Arbeitslosen immer die "Geringqualifizierten"? Es gibt genug Arbeitslose, die gute bis sehr gute Qualifikationen haben.
Hier wird wieder das Bild total verzerrt dargestellt. Als ob jeder Arbeitslose doof wär.
 

Mario Nette

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@redwitch
Danke.

@ofra
Wieso? Das hat mehrere Gründe. Es ist in vielen Köpfen immer noch irgendwie drin, dass "Hartz-IV-Empfänger" so etwas Ähnliches sind wie die ehemaligen Sozialhilfeempfänger. Mit welchen Attributen diese bezeichnet wurden, kannst du dir sicherlich vorstellen. Ich persönlich vermisse gerade seitens der Politik ein deutliches Eingehen darauf, dass es gravierende Unterschiede zwischen damals und heute gibt.

Es ist aber auch ein nützliches "Argument", um die Bildungs- und "Qualifizierungs"branche weiter zu füttern, denn du weißt doch - hat man uns allen in den letzten Jahren eingetrichtert -, "Lebenslanges Lernen", nur mit Bildung käme man weiter, aufwärts.

Es ist ferner ein nützliches "Argument", um die Meinung, es gäbe unterschiedliche "Schichten", hervorgerufen durch unterschiedliches Bildungsniveau, weiter zu stärken. Das mündet wieder darin, mit Bildung käme man "ins Licht"; und es wird benutzt, um die Ansicht einer Leistungsgesellschaft zu stärken, sprich: Die "Geringqualifizierten" könnten, wenn sie nur wollten, durch von oben verordnete Bildung mehr "aus sich" machen und gesellschaftlich nach oben kommen.

Mario Nette
 

zebulon

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redwich schrieb:
ich will die spd nicht verteidigen, aber dieser so genannte wissenschaftliche Beirat ist von der Parteizugehörigkeit des Finanzministers unabhängig. Das Papier ist sicher nicht auf dem Mist der spd gewachsen, obschon es ihr schon zuzutrauen wäre. Guckt euch die Zusammensetzung des Beirats an, dann werdet ihr altbekannte Namen finden, zB Wolfgang Wiegard, Horst Zimmermann usw, mW keine spd Funktionäre

Dann wird es vielleicht langsam Zeit, dass sich die SDP offen von diesen Arschlöchern distanziert, wenn sie überleben will.
 
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FrankyBoy

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redwich schrieb:


Dann wird es vielleicht langsam Zeit, dass sich die SDP offen von diesen Arschlöchern distanziert, wenn sie überleben will.
Nur genau das wird sie nicht tun - die halten doch die INSM und ähnliche Schwachmaten als die Größten; ich habe allmählich den Eindruck, dass die SPD-Leute ihr Hirn abschalten müssen, wenn sie sich um ihre Parteiarbeit kümmern.

Das sind doch keine Sozialdemokraten mehr sondern nur noch Spezialdemokraten.
 

Hasepuppy

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Ansonsten frage ich mich ernsthaft, was (Noch-)Arbeitnehmer an Workfare positiv finden sollen, wenn sie doch zwangsläufig selber Opfer dieser Politik werden.
Warum kaufen Menschen weiterhin Zigaretten, wenn sie doch Krebs bekommen könnten?
Warum machen Menschen Paragliding, wenn sie doch damit abstürzen und sich den Hals brechen können?
Warum tauchen Menschen im Roten Meer, wenn sie doch dabei ersaufen können?

Weil es keine Zwangsläufigkeiten gibt. Die Meisten kommen gut aus der Nummer raus. Auch aus dem Arbeitsleben.
 
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