Hartz-IV-Leistungen für Strom sind 20 Prozent zu niedrig

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wolliohne

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Die Energiewende wird zu einem sozialen Problem: Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox ist die monatliche Stromrechnung von Hartz-IV-Empfängern mehr als ein Fünftel höher als die staatlichen Zuschüsse. Von Stefan Schultz mehr...
 

pinguin

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Die Energiewende wird zu einem sozialen Problem:
Warum wird denn immer einfach alles auf die sog. Energiewende geschoben? Wie wäre es mal, beim individuellen Verbrauchsverhalten anzufangen?

Übrigens wäre es doch mehr als naiv anzunehmen, daß die Preise heute niedriger wären, gäbe es keine sog. Energiewende.
 

Alex K

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So ist es, auch ohne Energiewende würden die Preise steigen.
 
E

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Das betrifft ja nicht nur Strom. So ziemlich alle Posten wurden extrem niedrig angesetzt. Da die Erhöhung teilweise an die Lohnentwicklung gekoppelt ist, wird sich das noch verschlimmern.

Ich komme übrigens bei Strom mit dem aus, was im RS vorgesehen ist. Bei Lebensmitteln und Mobilität sicher nicht.
 

Kleeblatt

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Jordi;
Das betrifft ja nicht nur Strom. So ziemlich alle Posten wurden extrem niedrig angesetzt. Da die Erhöhung teilweise an die Lohnentwicklung gekoppelt ist, wird sich das noch verschlimmern.
Was nicht extrem niedrig angesetzt worden ist seinerzeit - wider besseren Wissens muß man unbedingt dazu sagen - das wurde mal eben gleich nicht angesetzt = soziokulturelle Teilhabe z.B.

Und was noch dringewesen war, - so z.B. "Blumen und Geschenke" das wurde zuzeiten der "Erhöhung" durch die Ursel mal eben wieder rausgenommen, so daß die letzte offizielle "Erhöhung" um damals 5 sagenhafte € eigentlich eine Kürzung gewesen war.

Wann immer die Politiker an der Regelsatz rangingen folgte zugleich eine Streichung darin.
Soziokulturelle Teilhabe ist in diesem Regelsatz nicht wirklich eingearbeitet. Dazu gehört eben auch mal Geburtstag feiern zu können, mal ins Kino mit Freunden mitgehen zu können, ein Käffchen unterwegs bei Treffen, Besuch von Museen und Ausstellungen ...

Ich komme übrigens bei Strom mit dem aus, was im RS vorgesehen ist.
Da bist du aber einer der Wenigen.
Obgleich ich nicht arbeitslos bin und mir "herumsauen" mit dem Strom sogar leisten könnte, habe ich vor 5 Jahren ganz extrem damit begonnen Strom gezielt zu sparen. Da ich es mir leisten kann habe ich zu diesem Zweck ganz neue und sehr stromsparende Haushaltsgeräte gekauft ect. pp.

Nun verrate ich dir etwas, - ich zahle bei einem Verbrauch von 1519 kW im Jahr 43,- € Abschlag monatlich.
Bedenken muß man das ich die meiste Zeit gar nicht zuhause bin unter der Woche.

Wie immer du das schaffst mit den vorgesehenen 32 € im Regelsatz, - also ich schaffe das nicht.

Bei Lebensmitteln und Mobilität sicher nicht.
Über die Kosten der Mobilität kann ich nichts sagen, aber sich mit den paar Euro gesund und ausreichend zu ernähren schient mir völlig unmöglich zu sein, zumal die Kosten der Beschaffung stetig steigen, - Inflationsrate.

Man darf schließlich nicht vergessen das sehr viele Lebensmittel an den Börsen dieser Welt gehandelt werden und das u.a. auch solche Firmen wie Monsanto "leben" wollen (hüstel).
 

Magie57

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Stromkosten sind doch eigentlich Nebenkosten und die sind wie die Nebenkosten der KdU zu übernehmen.
Da haben se uns m.Ea. ganz taff *veräppelt*

Zur Zeit der "alten Sozialhilfe" hatte ich mal 1000 weisse Haushaltskerzen beantragt...:biggrin:...wurde abgelehnt...Ich hätte die 1000 Haushaltskerzen einklagen sollen...:rolleyes:
 
E

ExitUser

Gast
Da bist du aber einer der Wenigen.
Obgleich ich nicht arbeitslos bin und mir "herumsauen" mit dem Strom sogar leisten könnte, habe ich vor 5 Jahren ganz extrem damit begonnen Strom gezielt zu sparen. Da ich es mir leisten kann habe ich zu diesem Zweck ganz neue und sehr stromsparende Haushaltsgeräte gekauft ect. pp.

Nun verrate ich dir etwas, - ich zahle bei einem Verbrauch von 1519 kW im Jahr 43,- € Abschlag monatlich.
Bedenken muß man das ich die meiste Zeit gar nicht zuhause bin unter der Woche.

Wie immer du das schaffst mit den vorgesehenen 32 € im Regelsatz, - also ich schaffe das nicht.

Ich verbrauch so etwas über 1000 kWh, wenn ich ständig hier bin, mit Heizungspumpe. Für Warmwasser in der Küche, bekomme ich noch 4 Euro dazu.

Ich habe energiesparende Geräte. Das Untertischgerät in der Küche wird nur bei Bedarf eingeschaltet.

Trotzdem unglaublich, wie sich das verteuert hat. Vor drei Jahren hatte ich noch einen monatlichen Abschlag von etwas über zwanzig Euro. Heute 15, aber das wird sich verdoppeln, weil ich nach meiner Wochenendpendelei jetzt wieder ständig zu Hause bin.

Es ist klar, dass viele das nicht schaffen und nicht jeder kann sich neue Geräte leisten.
 
E

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Gast
Stromkosten sind doch Nebenkosten und die sind wie die Nebenkosten der KdU zu übernehmen.
Da haben se uns m.Ea. ganz taff *veräppelt*

Das würde halt bei vielen einen gedankenlosen Umgang mit Energie zur Folge haben.

Ich wäre eher für Anreize zum Sparen. Günstiger Grundverbrauch, während große Mengen entsprechende teurer würden. Dazu Subventionierung von energiesparenden Geräten.

Leider ist das derzeitige System mit den hohen Grundgebühren und Flatratetarifen kein großer Anreiz zum Sparen.
 

Magie57

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Das würde halt bei vielen einen gedankenlosen Umgang mit Energie zur Folge haben.

Ich wäre eher für Anreize zum Sparen. Günstiger Grundverbrauch, während große Mengen entsprechende teurer würden. Dazu Subventionierung von energiesparenden Geräten.

Leider ist das derzeitige System mit den hohen Grundgebühren und Flatratetarifen kein großer Anreiz zum Sparen.

Da gebe ich Dir im Grundsatz recht.
Ich bleibe allerdings dabei, Stromkosten sind Nebenkosten der KdU und als diese voll zu übernehmen.
 

Kleeblatt

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Ich liste mal meinen Verbrauch und die Kosten monatlich hier auf:
Abrechnungsjahr:
2013 --- 1519 kW --- 43,- €
2012 --- 1497 kW --- 38,- €
2011 --- 1554 kW --- 37,- €
2010 --- 1834 kW --- 38,- € (damals wurde mit entprechenden Geräten am Haus gebaut)
2009 --- 1811 kW --- 35,- € (s.o.)
2008 --- 1775 kW --- 37,- €

Seit 2011 (also im Jahr 2010) lag der Verbrauch so um 1500 kW, aber der Preis stieg trotzdem immer weiter an. Dieser Knick seit 2010 ist auch bei anderen Mitglieder der Familie und bei Bekannten sehr deutlich sichtbar.
Ab 2012 ging es dann so richtig nach oben.
Selbst wenn ich dieselbe kW-zahl in diesem jahr haben werde, so ist absehbar das ich ab dem kommenden Jahr wieder etwas mehr zahlen werde.

Sparen hat also nur sehr wenig inzwischen mit den anfallenden Kosten zu tun.
Geht man davon aus das es sich die Wenigsten leisten können auch noch überall neue und stromsparende Geräte und Lampen zu kaufen, dann wird das wahre Ausmaß erst so richtig deutlich.

Wer arm ist hat damit automatisch höhere Kosten, egal wie sehr er / sie sich anstrengt zu sparen.
Zusätzlich dann noch die Gesamtpreise, also bei insbesondere den Armen von Stromverschnwendung zu sprechen ist extrem realitätsfern und zudem eben nicht die Wahrheit.

Ich gehe persönlich davon aus das ich bei gleichbleibenden kW im kommenden Jahr 2-3 € werde mehr zahlen müssen, mindestens.

Wie das bei euch mit den 32 € zu machen sein soll ... ?

Aber da gibt es schließlich mehrere Dinge die im Regelsatz nicht einmal ansatzweise bedacht worden sind. Da denke ich mal nur an verschreibungspflichtige !! Medis die zwar unterhalb des Erstattungsbeitrages im Jahr von ca. 80,- € bleiben, aber trotzdem ja irgendwie gezahlt werden müssen. Von den nicht verschreibungspflichtigen Medis (übernimmt die Kasse nicht mehr)
u.a. Dingen sage ich mal schon gar nichts mehr.
 
E

ExitUser

Gast
Wie ist es denn bei Pauschalmieten? Wird da nicht der gesamte Betrag übernommen?
 
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