Hartz-IV: Jobcenter zahlt oft nicht die volle Miete (1 Betrachter)

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Martin Behrsing

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von Thomas Lähns Zwölf Prozent der Bedarfsgemeinschaften im Landkreis wohnen zu teuer – der Landkreis trägt aber nur die „angemessenen Kosten“
Potsdam-Mittelmark - Jeder achte Hartz-IV-Empfänger im Landkreis muss einen Teil seiner Miete selbst bestreiten. Das geht aus einer Antwort der mittelmärkischen Hartz-IV-Behörde „Jobcenter Maia“ auf eine Anfrage der Kreistagsfraktion der Linken hervor. Demnach würden knapp 870 sogenannte Bedarfsgemeinschaften in Wohnungen leben, deren Miet-, Neben und Heizkosten unangemessen hoch seien. Zwar werden sie nicht aufgefordert, in eine billigere Wohnung umzuziehen – die Differenz müssten sie aber aus eigener Tasche zahlen. Durchschnittlich seien das knapp 82 Euro pro Monat.
Hartz-IV: Jobcenter zahlt oft nicht die volle Miete - Nachrichten Potsdam-Mittelmark
 
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ExitUser

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Wohne zwar in einem anderen Landkreis, muss aber auch einen Teil der Miete selbst bezahlen bzw vom Regelsatz.
Dabei ist es sehr schwer eine andere Wohnung zu finden - vorallem als ALG Empfänger. Günstigere Wohnungen sind selten (und wenn dann sind das nur 1 Zimmer Wohnungen und die Vermieter haben oft Vorurteile gegenüber ALG Empfängern. Ausserdem würde ein Umzug meinen finanziellen Rahmen sprengen. Die Nebenkosten steigen auch ständig und so wird es immer schwieriger über die Runden zu kommen.
 

gelibeh

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Wohne zwar in einem anderen Landkreis, muss aber auch einen Teil der Miete selbst bezahlen bzw vom Regelsatz.
Fraglich ob Du das wirklich musst. Ob die vorgegebenen Miethöhen einer Prüfung standhalten? Und wehren muss man sich schon.
 
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ExitUser

Gast
Vielleicht hast du mir ja ein paar Tipps, wie ich das Prüfen lassen kann. Am besten per Privater Nachricht.
 
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xyz345

Gast
Ja stimmt. Bei uns im Landkreis sind die besonders im letzten halben Jahr dazu übergegangen, einfach mal so aufzuhören, die volle Miete zu überweisen. Ist jetzt also zum Massenproblem geworden.
Mir hatte per Eilklage der Sozialrichter den Tipp gegeben, einfach nur den Betrag zu überweisen, der vom Mobcenter überwiesen wird. Käme es dann eventuell irgendwann mal zu einer Eskalation bezüglich Räumung der Wohnung, so soll ich mich unverzüglich ans Sozialgericht wenden (per Eilklage), so dass die drohende Obdachlosigkeit/Räumung abgewendet wird.
Anders verstehen die wohl nicht die Ansage! :icon_dampf:

Habe artig meiner Wohnungsgesellschaft angezeigt, dass ich wegen der rechtswidrigen KdU-Kürzung nur die gekürzte Miete überweisen kann und dass sie doch bitte vermeiden sollten, dass ich wieder eine Klage einreiche (dieses Mal jedoch gegen meine Wohnungsgesellschaft). :cool:

Tja, wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
 

gelibeh

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Vielleicht hast du mir ja ein paar Tipps, wie ich das Prüfen lassen kann. Am besten per Privater Nachricht.
Ich habe keine Tipps, aber such mal im Forum nach "schlüssigen Konzept". Das muss eine Kommune nämlich haben, wenn sie die Mieten festlegt. Und das haben die wenigsten. Es gint eine Menge Beiträge, die sich mit nicht voll gezahlter Mieter befassen. Notfalls Beratungshilfeschein beim Amtsgericht holen und Anwalt machen lassen.
 

Piedro

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Vielleicht hast du mir ja ein paar Tipps, wie ich das Prüfen lassen kann. Am besten per Privater Nachricht.
bei tacheles haben sie so einen rechner, da kannste die region eingeben und klick. so kannst du schon mal prüfen, ob die beurteilung des jc auch anhand der eigenen vorgaben korrekt ist. das ist leider nicht immer so.

dann gibt es noch andere möglichkeiten, die sache mit der "schlüssigkeit" ist eine. musst du mal nachforschen, was sich da guhgeln lässt... wenn das bei euch nicht passt, gibt es dazu bestimmt schon informationen...

erwerbsloseninitiativen sind auch gute ansprechpartner für sowas. in den städten gibt's meist welche. aber manche sind da auch mit vorsicht zu geniessen, hab ich mir sagen lassen, erwerbslos ist (noch) keine geschützte marke. :biggrin:
 
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