HARTZ IV: JOBCENTER SCHIKANIERT KÜNSTLER (1 Betrachter)

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Regelsatzkämpfer

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Jobcenter-Außendienst bei der Arbeit

Die Freiheit der Kunst ist auch meine Freiheit oder wie eine Kunstausstellung bereits verdächtig macht

Frage: Dürfen Hartz IV Betroffene Gemälde in einem Lokal ausstellen, um diese der Öffentlichkeit zu präsentieren? Antwort: Natürlich darf man das, schliesslich ist jeder Betroffene per Eingliederungsvereinbarung sogar verpflichtet, alles ihm mögliche zu unternehmen, um seine prekäre Lage zu beenden. Selbstverständlich müssen dabei erzielte Einnahmen dem Jobcenter gemeldet werden, ansonsten kann jeder Bürger in seiner Freizeit machen, was er will, dachte bis vor kurzem ein Hartz IV Betroffener aus Berlin. Doch anscheinend sieht das das Jobcenter in Berlin-Pankow etwas anders. ...
Hartz IV: Jobcenter schikaniert Künstler
 
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Normale Härte beim JC. Bin selber Künstlerin. Es gibt noch schlimmere Sachen beim JC, da viele Künstler selbstständig sind, sprich immer mal wieder Aufträge oder Engagements oder Arbeiten verkaufen. Mit anrechnen von Kosten tun sie sich allerdings schwer, klappt oft nur mit anwalt. DIE sollen sich mal weiterbilden.

Da habe ich schon alles erlebt. Auf jeden Fall machen sie einen mürbe. Bis nichts mehr geht. Alles Taktik!.
 
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Ich bin durch meine Aktivitäten mit einigen Künstlern in Kontakt. Wie schon geschrieben, kommen diese meist in den 'Genuss' Hartz IV zu beziehen. Denn welcher Künstler produziert Kunst am Fließband?

Aber solche Unterstellungen, wie durch das JC Berlin, sind mir noch nicht zu Ohren gekommen! :icon_eek:

Ich kann bei soviel Dummheit auch nur an die Stirn tippen!
 
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Ein Häkchen in der elektronischen Akte und die Leistung ist storniert.
Jeder SB kann das machen, einfach so. Er braucht nichts begründen.

Sind alle Differenzen geklärt, das Jobcenter ist zufrieden, gibts trotzdem nur Geld, wenn das Häkchen wieder raus ist.
 

zuteuer

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Ich bin durch meine Aktivitäten mit einigen Künstlern in Kontakt. Wie schon geschrieben, kommen diese meist in den 'Genuss' Hartz IV zu beziehen. Denn welcher Künstler produziert Kunst am Fließband?
Darum gehts gar nicht. ES geht darum, Kunst auch verkaufen zu können.
Ich muss in teure Galerien rein. Geht aber nicht, da mir dafür das nötige Kleingeld fehlt. "Nötiges Kleingeld" bedeutet in dem Fall, viele Hundert oder Tausend Euro. Hatte letztens eine Galerie aus NY im Postfach. Die waren sehr interessiert an meinen Bildern. Leider nur gegen Bezahlung.

Tja aber so weit denken Jobcenter nicht. Ich versuche zwar immer, meinem Sachbearbeiterchen klar zu machen, dass Kunst machen und Werbung machen viel Geld kostet, aber der kapiert das nicht. Auch dass man sehr viel, jahrelang, Geduld haben muss, bevor sich evt. Erfolg einstellt, versteht er nicht. Hat halt keine Ahnung von Kunst und Kunstmarkt. Wird sicherlich noch gewaltig Ärger geben.
 
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Darum gehts gar nicht. ES geht darum, Kunst auch verkaufen zu können.
Ich muss in teure Galerien rein. Geht aber nicht, da mir dafür das nötige Kleingeld fehlt. "Nötiges Kleingeld" bedeutet in dem Fall, viele Hundert oder Tausend Euro. Hatte letztens eine Galerie aus NY im Postfach. Die waren sehr interessiert an meinen Bildern. Leider nur gegen Bezahlung.
Um Kunst verkaufen zu können, muß man sie ausstellen können und einem breiten Publikum zeigen.

Das geht auch in Verbindung mit Wanderausstellungen. Diese werden oft selber von den Künstlern geplant und durchgeführt. Mögliche Orte sind auch Begegnungszentren, Banken, öffentlichen Gebäuden, usw.
 

michel73

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Tja aber so weit denken Jobcenter nicht. Ich versuche zwar immer, meinem Sachbearbeiterchen klar zu machen, dass Kunst machen und Werbung machen viel Geld kostet, aber der kapiert das nicht. Auch dass man sehr viel, jahrelang, Geduld haben muss, bevor sich evt. Erfolg einstellt, versteht er nicht. Hat halt keine Ahnung von Kunst und Kunstmarkt. Wird sicherlich noch gewaltig Ärger geben.
Diese Zustände Kenne ich zu genüge

Das was espps schreibt ist eine gute Möglichkeit. Ich habe zb viel über Sponsoring gemacht und auch die hiesige Stadtverwaltung so wie die Volksbank hatten Interesse und haben eine Ausstellung finanziert....Material Druck usw.

Das JC hat inzwischen auch begriffen wie das läuft...nach dem Theater kein Wunder.
 

zuteuer

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Ja, ist richtig aber ich weiß nicht, wie ich das anstellen soll. Kein Geld, keine Sponsoren, nix.
Na ja egal. Bringt sowieso alles nix. In der derzeitigen Krise hat halt keiner mehr Geld für Kunst - was ich sogar gut verstehen kann.
 

michel73

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@zuteuer

Schau doch mal ob es einen Galeristen gibt der deine Bilder vermarkten kann.
Es gibt Galeristen die zb Ausstellungs und Künstlermanagement betreiben oder sogar Kunst - verleasen und ebenfalls viel über Sponsoring machen.

Wichtig sind Kontakte, einfach Leute ansprechen die an einer Ausstellung Interesse haben könnten und etwas dazu beisteuern um Flyer zu drucken Anzeigen zu schalten oder auch Raum zur verfügung stellen usw.

Klar ist alles nicht so einfach ich kenne das

Davon ab

Einfach weiter machen hauptsache es bringt Freude auch wenn man kein Bild verkauft.
 

zuteuer

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danke.
mir fällt das alles sehr schwer, weil ich auch chronisch krank bin. und wenn ich an den nächsten "Besuch" im hiesigen Kotz-Center denke, wo mir dann ein Kerlchen, welches mein Sohn sein könnte, irgendwelche Unverschämtheiten erzählt, ...

nein, nicht dran denken. Hast ja Recht. Weitermalen.
 

Piedro

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Warum sollten sie bei Künstlern denn eine Ausnahme machen....

geh-nau!

widerrechtliche willkürmassnahmen für alle! :biggrin:



eine bekannte von mir plant gerade in wien ein ausstellungsprojekt für menschen, die das eine oder andere anstellen, ohne dabei an den verkauf zu denken, die das eine oder andere tun, weil sie irgendwie müssen oder unbedingt wollen, einfach so.

eingeladen bin ich schon. die planung läuft.

muss ich mir jetzt überlegen, ob ich mein geraffel verkaufen soll/muss, um meine bedürftigkeit zu verringern?

oder soll ich mir überlegen, dass ich besser nichts verkaufe, weil mir sonst einfach so die leistung gekürzt wird?

bis jetzt habe ich nur darüber nachgedacht, ob ich nach wien waren darf, um mein zeug da hin zu schaffen und wieder abzuholen. mit etwas glück auf kosten des veranstalters.

und jetzt überlege ich, ob die einen aussendienstler in die welthauptstadt des charmes schicken, um zu observieren.

und jetzt überlege ich, ob künstlerische arbeit nicht per se als schwarzarbeit betrachtet werden müsste, wenn der künstlerer den wert seines schaffens nicht gegenüber dem jc beziffert. schliesslich könnte es ja verkauft werden, stellt also einen fiktiven wert dar, und die verhinderung des verkaufes gehört dann aber ordentlich sanktioniert...

man sollte überlegen, ob künstlerische arbeit in die egv aufgenommen werden sollte... der künstlernde elo ist dann verpflichtet, seine werke jedes quartal auf einer jc-kunstbörse anzupreisen. der verkauf erfolgt über sb, die den preis festlegen. alles, was über dem materialwert liegt, muss vom k-elo akzeptiert werden.

da könnte man auch gleich aufträge zeichnen. der k-elo bekünstlert eine fassade und kriegt dafür den regelsatz mit mehrdarf. 1-euro-kelos.

eine vergesellschaftung der kunst wie nie zuvor. voll die performance, ey!
 

Piedro

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na da schau her

sie künstlern mit musik und farbe, sie schreiben heimlich gedichte oder erzählen ihrem schreibprogramm geschichten, sie fotofieren oder tanzen in konspirativen baletten... wie auch immer... es gibt sie.
 

Atlantis

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Ein Häkchen in der elektronischen Akte und die Leistung ist storniert.
Jeder SB kann das machen, einfach so. Er braucht nichts begründen.

Sind alle Differenzen geklärt, das Jobcenter ist zufrieden, gibts trotzdem nur Geld, wenn das Häkchen wieder raus ist.
Nicht jeder Dödel im Jobcenter sondern nur die Leistungsabteilung darf ein Häckchen setzen.
Und begründen muss der Gott es spätestens wenn die Leistungssperre beim Sozialgericht landet, fast alle sperren der Göttlichen SB´s werden dann Aufgehoben.
 

Atlantis

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danke.
mir fällt das alles sehr schwer, weil ich auch chronisch krank bin. und wenn ich an den nächsten "Besuch" im hiesigen Kotz-Center denke, wo mir dann ein Kerlchen, welches mein Sohn sein könnte, irgendwelche Unverschämtheiten erzählt, ...

nein, nicht dran denken. Hast ja Recht. Weitermalen.
wenn ich chronisch so schwer krank bin lass ich mir vom arzt jeden monat eine au austellen,und das kotz center kann ein mal gern haben.
besonders gut macht sich das wenn man noch einen guten infekt zur chronischen erkrankung hat da gehe ich dann auch begeistert bei au hin, um solche kotzbrocken etwas gutes zu tun.
 

Piedro

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der künstler ist chronisch krank? :biggrin:



leute, das thema gibt doch schon genug her.

da erlaubt sich ein elo seine krerativität öffentlich zu machen wird daraufhin observiert.

da schreit doch nach akteneinsicht! vielleicht sind ja sogar die anfragen dort vermerkt. :biggrin:



wer schön, wenn ich die bilder in der künstlerer-ig zu sehen kriegte...

aber eigentlich kann man doch die online-drucke hier mal verlinken, oder läuft das dann unter werbung?

ich versichere, das kunst-drucke nicht in meinem regelsatz enthalten sind und ich nicht durch die linksetzung zu existenzgefährdendem kunsterwerb verleitet werde.
 

Purzelina

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Nicht jeder Dödel im Jobcenter sondern nur die Leistungsabteilung darf ein Häckchen setzen.
Und begründen muss der Gott es spätestens wenn die Leistungssperre beim Sozialgericht landet, fast alle sperren der Göttlichen SB´s werden dann Aufgehoben.
Weiter passiert aber nichts, der Kunde hatte Ärger und Lauferei, der Leistungssachbearbeiter kann weiterhin je nach Laune bei seinen Kunden mit einem Häckchen die Leistung vorenthalten.
 

hartz5

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Weiter passiert aber nichts, der Kunde hatte Ärger und Lauferei, der Leistungssachbearbeiter kann weiterhin je nach Laune bei seinen Kunden mit einem Häckchen die Leistung vorenthalten.
Und sie tun es, weil es keinerlei Konsequenzen für sie selbst hat. Und an den daraus entstehenden Prozesskosten ist das JC auch nicht beteiligt....

Das wird sich also erst ändern, wenn SBs für ihr Handeln haftbar gemacht werden und Prozesskosten dem JC auferlegt werden, wenn sie den Rechtsstreit denn schuldhaft verursacht haben...

Ob die intern in Akten was begründen müssen ... naja, warum sollten sie da das richtige tun...Notfalls ist es halt das Nichtnachkommen des LB bei der Mitwirkungspflicht....
 
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