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«Hartz IV ist keine Sackgasse«

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#1
RÖTHENBACH - Geschichten wie die von Klaus-Dieter Hochheim würde die Bundesagentur (BA) gerne öfter präsentieren. Acht Jahre war der gelernte Bergmann, Tief- und Gleisbauer arbeitslos. Der 49-Jährige hielt sich als Asbestsanierer, Maler und Zeitarbeiter über Wasser, schrieb Hunderte Bewerbungen, zog von Thüringen nach Franken und machte dreimal Ein-Euro-Jobs.

Die Ausdauer hat sich gelohnt. Seit Juli 2008 arbeitet Hochheim Vollzeit als Hausmeister im privaten Pflegeheim Konias in Röthenbach an der Pegnitz. «Ein wunderbares Gefühl« sei das, sagt er. Und auch an den immer wieder kritisierten Ein-Euro-Jobs will er nicht mäkeln. Wenigstens für ihn sei das «ein kleines Sprungbrett« auf dem Weg zurück in die reguläre Beschäftigung gewesen.

Aus der Sackgasse

Für Heinrich Alt ist der Lebensweg Hochheims ein Beleg dafür, dass Hartz IV «keine Sackgasse« ist. Auch nicht in Zeiten der Wirtschaftskrise, die sich bereits massiv auf den Arbeitsmarkt niederschlägt. «Die ist uns jetzt quergekommen«, so das BA-Vorstandsmitglied. Das erste Mal seit Jahrzehnten ist in Deutschland in einem März die Zahl der Erwerbslosen gestiegen. Die Entwicklung wird sich wohl zwangsläufig auf die Lage der Langzeitarbeitslosen auswirken und droht, den bisher leicht positiven Trend bei der Vermittlung zu brechen.
«Hartz IV ist keine Sackgasse«


Allein im vergangenen Jahr seien auch 1,4 Millionen Hartz-IV-Empfänger erfolgreich vermittelt worden. Andererseits verliert generell knapp die Hälfte binnen zwölf Monaten den teils über Jahre mühsam erkämpften Job wieder. «Es ist eben immer die Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist.« Immerhin stünden der Agentur 2009 insgesamt 6,6 Milliarden Euro zur Verfügung, um sich gegen die Auswirkungen der Krise zu stemmen. 660 Millionen Euro davon könnten in die freie Förderung gehen, um auch jenseits klassischer Qualifizierungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen Menschen in Arbeit zu bringen. Gerade hier sei die viel diskutierte Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Arbeitsagentur in den Arbeitsgemeinschaften (Arge) ohne Alternative, sagt Alt. Vor allem, wenn es darum geht, Arbeitslose und Arbeitgeber zusammenzubringen, wie auch Peggy Fischer von der Arge Nürnberger Land erklärt.
und das soll kein April-Scherz sein? :cool:
 

ethos07

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#2
Hätten sie diesen Fall nicht vielleicht wirklich gefunden, hätten sie diesen auf jeden Fall erfinden müssen - um zumindest angesichts der neuen Arbeitslosenzahlen noch 1 scheinpositive Nachricht verbreiten zu können.#

Welch schräge "Erfolgsstory" für eine Arbeitsvermittlungsagentur :eek:: 8 (!)lange Jahre war der Mann offenbar beim Amt erfolglos gemeldet - um nun gerade mal als Einzelfall positiv präsentiert zu werden, weil er 1 Stelle als ... Allrounder erhalten hat - und alles präsentiert ohne jede nähere Angabe, zu welchen Konditionen er nun eingestellt wurde.


Auf der Website erscheint das private Altenpflegeheim mit gerade mal 40 Plätzen noch als eine kleine heile Welt - aber es ist bestimmt mit über 1500,00 € Monatskosten für einen Platz (bei Pflegestufe 0) nix, was sich ein Hausmeister, der lange Jahre arbeitslos war, später, wenn er dann voraussichtlich wieder nach vielen weiteren Jahre Erwerbslosigkeit in Rente gehen wird, wird leisten können.
 
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#3
Ich habe zwei Ausbildungen, davon kann ich eine wegen meiner Rückenprobleme nicht mehr machen, deswegen eine zweite durch Umschulung bekommen.

Danach "durfte" ich alles machen, nur nichts, was zu meinem Beruf gehört (Ausnahme 6 Monate sog. ABM inkl. sehr gutem Arbeitszeugnis).
Vom Gartenhelfer, über Lagerarbeiter, Gartenbauhelfer bis zum Tierpflegehelfer, weil es ja angeblich "eine besser Vermittlungschance geben soll". Die "Zertifikate" und auch die Arbeitszeugnisse kann ich mir ins Klo nageln, weil sie gar nichts bringen. "Arbeiten" könnte ich fast überall, nur bezahlen wollen die nicht.

So bin (nicht nur) ich von der Politik und von der ARGE/Arbeitsamt systematisch zum Hilfsarbeiter degradiert worden. Das nenne die dann "größere Vermittlungschancen".

Leider ist es aber schon immer so gewesen, das es Hilfsarbeiter in Hülle und Fülle gibt und meine "Eingliederungschancen" noch mieser stehen.

Was ich kann, habe ich mir größtenteils selbst beigebracht (auch um nicht zu verblöden), bringen tut es aber auch nichts, weil ich mir selbst keine "Zertifikate" ausstellen kann.

Im Lebenslauf müßte ich auch reinschreiben, das ich mittlerweile den 4. "erfolgreichen Einführungskurs in EDV" mitgemacht habe, obwohl ich nach meiner Prüfung auch einen "EDV-Sachbearbeiterschein" habe.

Auch mit einigen "Trainingsmaßnahmen" für die Erstellung "erfolgreicher Bewerbungen" hat sich nichts geändert, weil das System einfach zu dämlich ist, zu erkennen, das eine Einstellung nicht nur vom "tollen Bewerbungsschreiben" abhängt, sondern eher von der Berufserfahrung.
Die konnte ich aber leider nicht bekommen, weil ich ja "meine Vielfalt" erweitern sollte.

Wo sind eigentlich meine "Chancen" Herr Alt?
 
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