Hartz-IV-Gesetze Arme können nicht einfach sparen

XxMikexX

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Das Bundesverfassungsgericht hatte die Regelsätze im Juli 2014 als „verfassungsgemäß“ bezeichnet, allerdings Korrekturen in den Bereichen Mobilität, Hausrat und Energiekosten gefordert. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb seitens der Bundesregierung darauf noch nicht reagiert wurde, heißt es in der Expertise des Paritätischen.
Nachvollziehbar ist das schon, man will es so lange wie möglich ignorieren, um Geld zu sparen.:icon_motz:

Ist es ratsam vorsorglich Widerspruch gegen den aktuellen ALG-2 Bescheid einzulegen?
 

flandry

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Naja, ein Zehner oder Zwanziger im Monat wäre wohl drin.
Was passiert aber, wenn das Vermögen den Freibetrag übersteigt?
Dann passiert nämlich die große Schweinerei wie: das Geld für die neuen Möbel ist weg.
 
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Was passiert aber, wenn das Vermögen den Freibetrag übersteigt?
Das Geld bringt man auch nicht zur Bank.:biggrin:

Was mich nachdenklich macht ist der Satz aus dem Artikel der TAZ:
Sozialwissenschaftler rügen daher schon seit Längerem, dass man von Armen nicht eine „Spardisziplin“ wie bei Normalverdienern verlangen kann. :icon_frown:
 

flandry

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Das Geld bringt man auch nicht zur Bank.:biggrin:

Was mich nachdenklich macht ist der Satz aus dem Artikel der TAZ:
Sozialwissenschaftler rügen daher schon seit Längerem, dass man von Armen nicht eine „Spardisziplin“ wie bei Normalverdienern verlangen kann. :icon_frown:
Woher sollen die auch einen Hunderter oder mehr für ein Auto, Möbel oder gar eine private Altersvorsorge nehmen?
 
E

ExitUser

Gast
Natürlich kann man sparen. Was machen denn die Sanktionierten oder diejenigen, die einen Teil der Miete selbst zahlen müssen? Es sollte dabei vielmehr darum gehen, welche Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe einem verwehrt bleiben.

Private Altersvorsorge für Erwerbslose ist Augenwischerei. Egal was man da einzahlt, man wird der Grundsicherung kaum entkommen können.

Die Freibeträge müssten überdacht werden. Warum darf ich als Aufstocker und Konsumverweigerer nicht für eine Wohnung sparen? Das wäre doch die beste Altersvorsorge.
 

Hamburgeryn1

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Was mich nachdenklich macht ist der Satz aus dem Artikel der TAZ:
Sozialwissenschaftler rügen daher schon seit Längerem, dass man von Armen nicht eine „Spardisziplin“ wie bei Normalverdienern verlangen kann. :icon_frown:
Ja, er entbehrt nicht einer gewissen Doppeldeutigkeit.
 
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Gut mit ALG2 kommt man dann klar, wenn man eine offensiv-mutige Persönlichkeit besitzt, die nach eigenem Gewissen handelt und sich nicht aufzwingen lässt, wie das Gewissen auszusehen hat.

Diese Ortsanwesenheitsregelung ist wohl das Belastendste für ALG2 Bezieher.Wer sich hier nicht einschüchtern lässt, hat schon viel erreicht.
 

XxMikexX

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Gut mit ALG2 kommt man dann klar, wenn man eine offensiv-mutige Persönlichkeit besitzt, die nach eigenem Gewissen handelt und sich nicht aufzwingen lässt, wie das Gewissen auszusehen hat.

Diese Ortsanwesenheitsregelung ist wohl das Belastendste für ALG2 Bezieher.Wer sich hier nicht einschüchtern lässt, hat schon viel erreicht.
Dem muß ich widersprechen. Gerade wenn man eine "offensiv-mutige Persönlichkeit" ist, hat man erhebliche Probleme. Duckmäuser sind die "Lieblingskunden" der "Jobcenter".

Da man sowieso kaum mobil ist, stellt die Ortsanwesenheitsregelung eine der geringeren Probleme dar.


Das größte Problem in meinen Augen ist, daß man regelmäßig genötigt wird Verträge zum eigenen Nachteil zu unterschreiben!

Und wenn man sie nicht unterschreibt, werden sie per VA trotzdem wirksam.:icon_motz:
 

USERIN

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Woher sollen die auch einen Hunderter oder mehr für ein Auto, Möbel oder gar eine private Altersvorsorge nehmen?
Alle drei gleich? Wow!

Beim derzeitigen Leitzins im Euoland (0,05%) musst du aber noch etwas mehr auf Kante legen, damit nach Inflationsfraß noch etwas Kaufkraft übrig bleibt.
 
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