Hartz IV«: Fordern, verfolgen und verwalten 29.06.2005

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»Hartz IV«: Fordern, verfolgen und verwalten

Sozialverbände und Selbsthilfegruppen ziehen nach sechs Monaten Arbeitslosengeld II Bilanz

Neben dem Ombudsrat und der Bundesregierung ziehen auch Beratungsstellen und Selbsthilfeorganisationen sechs Monate nach Einführung der »Hartz VI«-Gesetzgebung Bilanz. Harald Thomé von der Selbsthilfeorganisation Tacheles in Wuppertal konnte am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nicht einen einzigen positiven Aspekt zur Einführung des Arbeitslosengeldes II (ALG II) vermerken.

»Fordern und fördern« sollte die Devise der Arbeitsgemeinschaften aus Kommune und Arbeitsagentur (ARGE) sein, die das ALG II verwalten, erinnerte er sich. »Doch die Behörde funktioniert nicht«, erzählte Thomé. »Fordern, verfolgen und verwalten« beschreibe die Arbeit besser. »Die Behörde ist einfach nicht erreichbar«, berichtete der Tacheles-Mitarbeiter. Noch immer wüßten zahlreiche Arbeitslose nicht die Telefonnummer oder den Namen ihres Sachbearbeiters – nicht nur in Wuppertal, sondern auch in zahlreichen anderen Kommunen. »Wenn der Strom abgeschaltet wird oder Leute schlicht nichts zu essen haben, dann muß die Arbeitsgemeinschaft doch zumindest erreichbar sein«, forderte Thomé. Ein weiteres Problem seien die drohenden Zwangsumzüge. Reihenweise würden Arbeitslose zum Wohnungswechsel aufgefordert, häufig wegen nur weniger Quadratmeter oder Euro. Dabei klärten die Behörden nicht einmal darüber auf, daß sie für die Umzugskosten aufkommen müssen.

Besonders ernst nähmen die Behörden hingegen ihre Ermittlungen zur »Bedürftigkeit«. Außendienstmitarbeiter forschen nach möglichen Partnern, zur Überwachung der Einkünfte sollen Antragsteller ihre Kontoauszüge für sechs Monate vorlegen. »Dazu werden Fragebögen ausgepackt, bei denen jeder Datenschützer den Kopf schütteln würde«, erzählte Martin Behrsing vom Erwerbslosen-Forum Deutschland in Bonn. »Die Leute werden unter einen Generalverdacht gestellt.« So beschäftigt, bleibt den Sachbearbeitern für das Fördern wenig Zeit. »Die Arbeitsförderung funktioniert so gut wie gar nicht«, berichtete Thomé. Nur einige junge Erwachsene unter 25 Jahren würden in Sprachkurse oder andere Bildungsangebote vermittelt. Für Ältere gebe es schlicht nichts.

(AFP/jW)

https://www.jungewelt.de/2005/06-29/016.php
 
E

ExitUser

Gast
Kann es sein, dass die Überschrift etwas irreführend ist: "Pressemeldungen über das ELO-Forum ..." ? Hier geht es aber um Tacheles.

Liebe Grüße
Luna
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe es justement in diesem Augenblick erspäht und bitte vielmals um Entschuldigung. :roll:

LG
Luna
 
E

ExitUser

Gast
folgen??ß

Hi ,
was kann das denn jetzt für folgen haben für uns Bedürftige??? :kinn:

Können wir jetzt auf Besserung hoffen , oder passiert wieder nix :kratz: ????

Aber gut , dass die Öffentlichkeit mal darüber Informiert wird , wie Steuergelder verschwendet werden. :motz:
Was mir leider darin fehlt , ist , dass die vielen Verfahren , die ebenfalls unsummen Steuergelder kosten , nicht zur Sprache gekommen sind durch das rechtswidrige Verhalten der Arge`s und Ämter bzw. Bearbeiter !!!

Schade , denn ich denke , dass die Öffentlichkeit dann besser aufgeklärt worden wäre was dort eine Verschwendung betrieben wird.

Gruss
Rüdiger
 
E

ExitUser

Gast
Re: folgen??ß

Fighting Bulldogg meinte:
Was mir leider darin fehlt , ist , dass die vielen Verfahren , die ebenfalls unsummen Steuergelder kosten , nicht zur Sprache gekommen sind durch das rechtswidrige Verhalten der Arge`s und Ämter bzw. Bearbeiter !!!

Schade , denn ich denke , dass die Öffentlichkeit dann besser aufgeklärt worden wäre was dort eine Verschwendung betrieben wird.


hi

ich denke das das statistische bundesamt da was zu hat
ggf muss man die presse mal mit der nase da drauf
stossen
 
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