• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Hartz IV-Empfänger sollen Straßen kehren

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Kaleika

Redaktion

Mitarbeiter
Redaktion
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
20 Aug 2006
Beiträge
4.326
Gefällt mir
365
#1
Hartz IV-Empfänger sollen Straßen kehren

Die sollen unter anderem für mehr Sauberkeit in der Stadt sorgen und in Kindertagesstätten das Essen zubereiten, um die Erzieher zu entlasten.

Die Arge Saarbrücken (die Arbeitsgemeinschaft von Agentur für Arbeit und Regionalverband) übernimmt bis zu 75 Prozent der Personalkosten für 24 Monate. 550 000 Euro kostet die Beschäftigungsinitiative die Stadt pro Jahr. Derzeit sind bereits 86 Langzeitarbeitslose als Ein-Euro-Jobber und mit Hilfe des Beschäftigungszuschusses bei der Stadt im Einsatz. Kosten für die Stadt insgesamt 2010: rund eine Million Euro. (...)
Hartz IV-Empfänger sollen Straßen kehren

Wie viel Geld wieder dafür rausgeschmissen wird, sozialversicherungspflichtige Jobs kaputt zu machen und Menschen in unterbezahlte Arbeit ohne Arbeitnehmerrechte zu zwingen!

Kaleika
 

druide65

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
24 Feb 2006
Beiträge
4.676
Gefällt mir
287
#2
Der Personalrats-Vorsitzende Bernd Schumann kritisiert aber, dass diese Beschäftigten nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlen. Das heißt: Wenn sie nach den zwei Jahren nicht übernommen werden,
ABM Light

Die Ein-Euro-Jobs will Jenal aber nicht verteufeln. Die Förderung mit dem Beschäftigungszuschuss koste die Arge pro Arbeitslosen rund 1400 Euro pro Monat, sagt Jenal. Davon könne er locker drei Ein-Euro-Jobs finanzieren. Und viele gesundheitlich angeschlagene Menschen fühlten sich in diesen Jobs wohl.
Seit wann fühlt sich ein gesundheitlich angeschlagener Mensch wohl in einem EEJ?
Die"gesunden" in Hungerlöhne und die"Kranken" bekommen nur noch eine Münze?

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das hier ein Niedriglohnsektor im Öffentlichen Dienst geschaffen werden soll.....
 
Mitglied seit
11 Mrz 2008
Beiträge
2.218
Gefällt mir
68
#5
Tja, ich verurteile niemanden, der aus welchen Gründen auch immer so einen Job macht, aber da beißt sich halt die Katze in den Schwanz.
Wenn es nicht 10.000e freiwillige 1-€ - Jobber gäbe, wären die bald Vergangenheit :icon_neutral:
Guter Lohn für gute Arbeit !
 

Silvia V

Mitarbeiter
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
2.549
Gefällt mir
192
#6
Tja, ich verurteile niemanden, der aus welchen Gründen auch immer so einen Job macht, aber da beißt sich halt die Katze in den Schwanz.
Wenn es nicht 10.000e freiwillige 1-€ - Jobber gäbe, wären die bald Vergangenheit :icon_neutral:
Guter Lohn für gute Arbeit !
Ich habe hier auch schon etliche Leute getroffen,die sich beim Jobcenter oder der Optionskommune beschwert haben,eben weil ihnen noch kein 1€-Job zugewiesen wurde.
Oder wenn der 1€-Job ausgelaufen ist,wird sofort nach einer Verlängerung gefragt.
Da fällt mir nix zu ein und wenn Argumente dagegen kommen,dann wird man angeschaut,als wenn gerade man vom Mars eingeflogen wurde.
Solange die Betroffenen nicht flächendeckend aufwachen,werden sich die "Macher" immer neue perfide Konstellationen einfallen lassen.
 

Linchen0307

Elo-User/in

Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
2.166
Gefällt mir
67
#7
Ich habe hier auch schon etliche Leute getroffen,die sich beim Jobcenter oder der Optionskommune beschwert haben,eben weil ihnen noch kein 1€-Job zugewiesen wurde.
Oder wenn der 1€-Job ausgelaufen ist,wird sofort nach einer Verlängerung gefragt.
Da fällt mir nix zu ein und wenn Argumente dagegen kommen,dann wird man angeschaut,als wenn gerade man vom Mars eingeflogen wurde.
Solange die Betroffenen nicht flächendeckend aufwachen,werden sich die "Macher" immer neue perfide Konstellationen einfallen lassen.
Genau dies habe ich auch in unserem kleinen Ort festellen müssen. Die Leute gehen tatsächlich gern zu diesen Ausbeutern für 100 Euro mehr im Monat.
So entsteht dann der Niedriglohnsektor, denn solange EEJber willig sind, muss man keine Menschen für Echtlohn einstellen.
Hier sind schon kleine Firmen im Bereich des Gartenbaus abgedriftet, weil es von der Stadt keine Aufträge mehr gab. Die Friedhofsgärtnerei musste Mitarbeiter entlassen, weil die Grabpflege und Wege drum rum von EEJber versorgt werden... usw. Alles unter dem Mäntelchen "gemeinnützig und zusätzlich".
 

Rote Socke

Elo-User/in

Mitglied seit
17 Sep 2005
Beiträge
1.035
Gefällt mir
62
#8

Hier sind schon kleine Firmen im Bereich des Gartenbaus abgedriftet, weil es von der Stadt keine Aufträge mehr gab. Die Friedhofsgärtnerei musste Mitarbeiter entlassen, weil die Grabpflege und Wege drum rum von Ein-Euro-Jobber versorgt werden... usw. Alles unter dem Mäntelchen "gemeinnützig und zusätzlich".
Und warum wehren sich diese Firmen nicht?
Wir sollten versuchen sie in unser Boot zu holen.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Im dritten Reich fing sowas ähnliches an. An einer Bevölkerungsgruppe die Juden genannt wurden.

Damals liess man die Juden Schnee schaufeln.

Heute sind es die schikanierten, erniedrigten Erwerbslosen die Straßen fegen sollen.

Wie Geschichte sich wiederholen kann. Natürlich in abgeänderter Form.

Soll jetzt nicht bedeuten das wir das gleiche Schicksal erleiden. Aber ich denke die Juden damals dachten auch nicht das Sie der Vernichtung zugeführt werden. Bis es dann soweit war...

Es ist ein schleichender Prozess. Sie versuchen es eben halt klammheimlich zu machen.

Und hier geschieht es auch unter dem Deckmantel dem Menschen "helfen" zu wollen.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
Oben Unten