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Hartz-IV-Empfänger gehen bei Abwrackprämie leer aus - Hilfe wird angerechnet

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keinherdentier

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#1
Hartz-IV-Empfänger können nicht von der staatlichen Abwrackprämie für Altautos profitieren. Der Betrag von 2500 Euro wird auf ihre Grundsicherung angerechnet. Das geht aus einer Stellungnahme der Bundesregierung zu einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die in Cottbus erscheinende "Lausitzer Rundschau" (Sonnabend-Ausgabe) berichtet. Demnach handelt es sich bei der staatlichen Prämie um eine "Einnahme in Geldeswert", die als Einkommen zu berücksichtigen sei. Das gelte auch, wenn die Prämie an den Verkäufer des Neuwagens abgetreten sei.
Presseportal: Lausitzer Rundschau - Lausitzer Rundschau: Hartz-IV-Empfänger gehen bei Abwrackprämie leer aus - Hilfe wird angerechnet
 

Guevara

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#2
Na,dann Umgeht doch dies wenn ihr ein Neuwagen braucht !!!

Verkauf den Alten an die Mutter Vater Bruder oder Tochter.Die Verschrottet diesen dann.Holt euch die Prämie und Kauft einen Neuen und lasst ihn auf den Namen der Familienangehörigen zulassen.Und wenn ihr von der Arge wech,überschreiben dann.

Da kann die Arge überhaupt nichts machen !!

Was andere Nationalitäten hier können um zu kassieren,das könnt ihr recht !!

Denn wenn du dir den Wagen dann von deiner Mutter zb. leihst kann die Arge überhaupt nichts !!


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Guevara
 

ela1953

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#3
Na,dann Umgeht doch dies wenn ihr ein Neuwagen braucht !!!

Verkauf den Alten an die Mutter Vater Bruder oder Tochter.Die Verschrottet diesen dann.Holt euch die Prämie und Kauft einen Neuen und lasst ihn auf den Namen der Familienangehörigen zulassen.Und wenn ihr von der Arge wech,überschreiben dann.

Da kann die Arge überhaupt nichts machen !!

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Denn wenn du dir den Wagen dann von deiner Mutter zb. leihst kann die Arge überhaupt nichts !!


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Guevara
um die Verschrottungsprämie zu bekommen, muss das alte
Auto ein Jahr auf den zugelassen sein, der die Prämie haben will
 

Rambow

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#4
Na,dann Umgeht doch dies wenn ihr ein Neuwagen braucht !!!


Da liegst du nicht ganz richtig, Die Abwrackprämie bekommt nur der, der sein Auto mindestens 1 Jahr auf sich zugelassen hatte. Und mit dem Neuwagen ist für die Arge auch wieder son Ding. Denn ein Neuwagen wird unter Umständen wieder als verwertbares Vermögen angesehen.
Ist also nicht ganz einfach.:confused:
 

Dora

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#5
Müßig das Thema - habe werder das Geld für einen Jahreswagen noch für einen Neuwagen.
.
 
E

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Gast
#6
Hartz-IV-Empfänger kriegen keine Abwrackprämie

Wer Arbeitslosengeld II kassiert, hat in Deutschland keinen Anspruch auf die Abwrackprämie. Der Betrag von 2500 Euro wird auf ihre Grundsicherung angerechnet. Linke Politiker kritisieren die Regelung: Es sei unfassbar, dass Langzeitarbeitslose vom Konjunkturpaket ausgeschlossen seien.

„Gerade diesen Menschen, von denen gefordert wird, dass sie immer mobil sein sollen, müsste die Umweltprämie zustehen.“
http://www.welt.de/


20.02.2009 | 15:46 Uhr
Lausitzer Rundschau: Hartz-IV-Empfänger gehen bei Abwrackprämie leer aus - Hilfe wird angerechnet

Cottbus (ots) - Hartz-IV-Empfänger können nicht von der staatlichen Abwrackprämie für Altautos profitieren. Der Betrag von 2500 Euro wird auf ihre Grundsicherung angerechnet.



Das geht aus einer Stellungnahme der Bundesregierung zu einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die in Cottbus erscheinende "Lausitzer Rundschau" (Sonnabend-Ausgabe) berichtet. Demnach handelt es sich bei der staatlichen Prämie um eine "Einnahme in Geldeswert", die als Einkommen zu berücksichtigen sei. Das gelte auch, wenn die Prämie an den Verkäufer des Neuwagens abgetreten sei.


Die kommunalpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Katrin Kunert, kritisierte diese Praxis als "unglaublichen Vorgang". Es sei unfassbar, dass Langzeitarbeitslose vom Konjunkturpaket ausgenommen würden. "Gerade diesen Menschen, von denen gefordert wird, dass sie immer mobil sein sollen, müsste die Umweltprämie zustehen". Die Bundesregierung sei aufgefordert, dies umgehend zu korrigieren, sagte Kunert.


Nach der Rechtssprechung des Bundessozialgerichts gilt für Hartz-IV-Empfänger ein privater Pkw bis zu einem Wert von 7500 Euro als angemessen. Bestimmte Hersteller wie Dacia bieten Kleinwagen zu diesem Preis an. Unter Einschluss der Abwrackprämie wären für den Kunden nur etwa 5000 Euro für das Neufahrzeug fällig. Langzeitarbeitslosen würde die Differenz aber vom Regelsatz abgezogen werden.


Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230
Presseportal: Lausitzer Rundschau - Lausitzer Rundschau: Hartz-IV-Empfänger gehen bei Abwrackprämie leer aus - Hilfe wird angerechnet
 

ela1953

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#7
Geldwerter Vorteil

gibts das nicht auch bei der Steuererklärung? Denn dann müssten ja auch die Arbeitenden diesen geldwerten Vorteil angeben.
 

pinguin

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#8
Diese Bestimmung, die diese Abwrackprämie behandelt, wird irgendwann von Karlsruhe kassiert, da sie so dem Gleichheitsgrundsatz widerspricht. Das Geld darf auch bei Hilfeempfängern eben nicht angerechnet werden, wird ja bei anderen auch nicht vom Einkommen abgezogen. :icon_kinn:
 

burki

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#9
Hi,
sorry, aber jetzt muss ich schon mehr als schmunzeln.
Man kann sich wirklich über vieles aufregen, doch eine Abwrackprämie wieder als Aufhänger für die Ungerechtigkeit, die all den ALGII-Empfängern widerfährt zu nehmen ist realitätsfern...
Dass aber gerade die Geringverdiener, Arbeitslosen, Sozialempfänger,... mehr oder minder komplett nicht am "Konjukturprogramm" partizipieren können, ist natürlich nur der Ausruck, welche Regierung hier am Werke ist.
Gruss
burki
 
E

ExitUser

Gast
#10
Wundert mich nicht im Geringsten, dass es angerechnet wird, es wäre auch ohnehin zwecklos. Da ein Auto argemäßig nur bis zu einer bestimmten Summe angemessen ist und Neuwagen liegen garantiert darüber.

Wozu also die Aufregung?
 

burki

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#11
Hi,
nunja, für ab 7500 EUR gibt es z.B. den Dacia Sandero, doch warum sollte für einen HartzIVler es wirklich so erstrebenswert sein, seine gesamten Ersparnisse in einen Neuwagen zu investieren?
Aber wie gesagt: Hauptsache jammern und "Bildschlagzeilen" produzieren, das scheint das Motto vieler hier zu sein.
Gruss
burki
 

Henrik55

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#12
Hi,
nunja, für ab 7500 EUR gibt es z.B. den Dacia Sandero, doch warum sollte für einen HartzIVler es wirklich so erstrebenswert sein, seine gesamten Ersparnisse in einen Neuwagen zu investieren?
Aber wie gesagt: Hauptsache jammern und "Bildschlagzeilen" produzieren, das scheint das Motto vieler hier zu sein.
Gruss
burki
Das sehe ich hier auch so. Wenn ich mir alleine vorstelle irgendwelche Serviceintervalle von ALG II bezahlen zu müssen.... Auto und ALG II geht eigentlich sowieso nicht.
 

isabel

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#13
Wie sieht es aus mit Aufstocker?
Viele davon sind auf ein funktionierendes Auto eingewiesen.
Bei der verlangter Flexibilität kann man sich ein Auto, das regelmäßig in eine Werkstadt muss, gar nicht leisten:
Reparaturkosten + ev. Ausfall von Arbeitszeiten kann zu Arbeitsplatz Verlust führen.
Da bin ich einfach neugierig.

MfG
Isabell
 

Yogy

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#15
Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liegen sollte, aber die Abwackprämie ist ja nicht nur dazu da die Industrie zu sponsern, sondern sie wird doch auch als Unweltprämie bezeichnet.

Wenn das tatsächlich so gemeint gewesen war, dann könnte ich mir vorstellen, dass eine Menge alter Autos den Weg allen irdischen gehen würden, würde man den gemeinen Hartzi wenigstens diese Prämie gönnen.

Im Gegenteil, wenn kein neues Auto dafür angeschafft wird, dann ist das doppelt so viel wert, zumindest für die Umwelt.

Es wäre gut für den Konsum, und es würde einigen, wenn nicht vielen helfen, sich präkären Situationen zu befreien (Schulden begleichen, endlich mal vernünftige Kleider und Schuhe für die Kinder usw. usw.

Der Saat profitiert durch die MwSt, die Autoindustrie (international !?!) durch den Verkauf der Autos, vielleicht werden sogar einige wenige feste Arbeitsplätze in Deutschland dadurch erhalten [träum weiter Yogy) usw.

Ich sagte ja, korrigiert mich bitte

Grüsse an Alle, die wirklich etwas ändern wollen, und nicht müde werden uns, die wir manchmal naive Fragen haben zu informieren, aufzuklären, bei individuellen Problemen helfen und eigentlich immer ein wohlwollendes Ohr haben, wenn es mal nicht so richtig funzen will im Hirn. Und lasst Euch nicht ärgern

Yogy

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.
 

Coole-Sache

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#16
Hallo !

Ich würde bei Anrechnung der Abwrackprämie auf Vermögensumwandlung kontern.

Schliesslich war der Alte KFZ mein Vermögen und habe dieses nur in Bares umgewandelt. Und dieses wieder in den Neuen KFZ gesteckt.

Mal sehen was die Lieben SB/FM dann sagen ???

Gruß Coole-Sache
 

Bienchen

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#17
Nun müsste es aber auch der Letzte begriffen haben.

Hartz IV-Bezieher sind in dieser Gesellschaft gar nicht präsent. Sie existieren nicht, ihnen steht eigentlich nichts mehr zu. Sie sind dem Staat lästig.
Schließlich sollte eine Trennung von diesen "Schmarotzern" und dem arbeitenden Volk doch deutlich vollzogen werden. Bekommt jemand doch mal eine Arbeit angeboten, so wird es bestimmt eine sein, wo ein Auto zwingend notwendig ist.

Wenn ich das so lese, beschleicht mich das Gefühl, dass auch Arbeitnehmer, welche aufstockendes ALG II bekommen, diese Prämie nicht in Anspruch nehmen dürfen. Bei ihnen wird ebenfalls das gesamte Einkommen beachtet zwecks Aufstockung.

Sollte die Entwicklung so weiter gehen, wie bisher, wird es ganz schlimm.
In meiner Verwandtschaft arbeitet jemand bei einer Bank. Sie sagte nur, dass es in kommender Zeit noch viel schlechter werden wird. Das glaube ich auch.
Vor allem werden wir, die wir Rente, EU-Rent oder ALG II bekommen noch mehr wie aussätziges Übel behandelt. Leider hat man noch kein Mittel gefunden, wie man dieses Übel beseitigen kann. Alleine mit der Fälschung von Statistiken ist es nicht getan.
Früher hat man die Juden verfolgt und des Landes verwiesen. Heute sind es die Arbeitslosen. Es fehtl uns eben nur noch ein Stern mit einer Nummer an der Kleidung!!!!

Ich hasse Deutschland!!!!!!!!!!!!!!
 

Martin Behrsing

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#18
Abwrackprämie nicht mit Hartz IV

Berlin. Empfänger von Hartz-IV-Leistungen können sich keine Hoffnungen auf die staatliche Abwrackprämie machen. Dies widerspreche dem Prinzip der Grundsicherung, bestätigte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums der FR.

In einer Stellungnahme der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion wird hervorgehoben, sowohl bei der seit Januar geltenden Abwrackprämie in Höhe von 2500 Euro als auch bei der Arbeitslosenunterstützung handele es sich um Steuermittel.

Autokauf: Abwrackprämie nicht mit Hartz IV | Frankfurter Rundschau - Top-Themen
 

left

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#19
AW: Abwrackprämie nicht mit Hartz IV

mal ne Frage:

WelcheR GrundsicherungsempfängerIn kann sich einen JAHRES- oder gar NEU-WAGEN kaufen/leisten??

Stellt euch mal vor, ein HARTZ IV -Empfänger nutzt die Abwrackprämie und erwirbt ein Auto, dann aber gehts durch den bundesdeutschen Blätterwald, immer drauf auf die "trinkenden, rauchenden, faulen Sozialschmarotzer" oder "den Kindern lebensmittelwegessenden Eltern ".

Schade, dass man schon so denken muss.
 

Martin Behrsing

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#20
Schlimme Umweltsünde: Abwrackprämie ist bei Hartz IV Einkommen

Bundesregierung will offensichtlich kein Konjunkturpaket und umweltbewusstes Verhalten bei Sozialleistungsbeziehern

Bonn – Als schlimme „Umweltsünde“ und ungeheuerliche Ausgrenzung von Hartz IV-Leistungsbezieher bezeichnet das Erwerbslosen Forum Deutschland die Mitteilung der Bundesregierung, wonach Hartz IV-Bezieher keine Abwrackprämie beim Kauf eines Neuwagen in Anspruch nehmen können, weil die 2.500 Euro als Einkommen auf die Leistungsbezüge angerechnet werden. Dies widerspreche dem Prinzip der Grundsicherung, bestätigte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums gegenüber „Frankfurter Rundschau“ (Montagsausgabe).

weiterlesen auf: PR-SOZIAL, das Presseportal...
 
E

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#22
Abwrackprämie: Kritik an Ausgrenzung von Hartz-IV-Empfänger

Vor 1 Stunde
Berlin (AFP) — Mit scharfer Kritik hat das Erwerbslosen Forum Deutschland auf die Regelung für Hartz-IV-Empfänger bei der staatlichen Abwrackprämie reagiert. Es sei eine "ungeheuerliche Ausgrenzung" und eine "Umweltsünde", dass die Prämie bei Hartz-IV-Leistungen angerechnet werde, erklärte das Forum in Bonn.
AFP: Abwrackprämie: Kritik an Ausgrenzung von Hartz-IV-Empfänger




Abwrackprämie - Kritik an Ausgrenzung bei Hartz IV

Berlin (RPO). Dass Hartz-IV-Bezieher keine Abwrackprämie kassieren dürfen, ruft erheblichen Widerspruch hervor. Das Erwerbslosen Forum Deutschland hält die Regelung für eine "ungeheuerliche Ausgrenzung" und zudem für eine "Umweltsünde".
Abwrackprämie: Kritik an Ausgrenzung bei Hartz IV | BBV-Net
 

Martin Behrsing

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#23
Toll, mein Kauf ist bereits abgewickelt!
geschrieben von p.h., Februar 23, 2009
Ich habe meinen Polo verschrotten lassen und mir einen neuen Kleinwagen zugelegt. Die Unterlagen an die Bafa eingereicht ....und jetzt das? Dummerweise hatte ich die 2500 Euro fest eingerechnet. Ich bin ein sogenannter Aufstocker, also dringend auf ein Fahrzeug angewiesen. Soll ich jetzt das Auto so schnell wie möglich wieder verkaufen und mir eine "neue" alte Rostlaube zulegen? Mit dem Wertverlust des neuen Autos, welches 5000 Euro( +2500 Umweltprämie die ich mir geliehen habe), wäre das gerade noch möglich. So gesehen habe ich einen Haufen Geld verbrannt. Das geht sicherlich für die Bundesregierung in Ordnung, denn die geschäzten Banken machen es ja vor. Doch wo bleibt mein Rettungsschirmchen? Für Hartz IV-Empfänger gibt es vieleicht einen Strick, der mit Gottes Hilfe nicht mit dem Einkommen verrechnet wird!
pr-sozial | Schlimme Umweltsünde: Abwrackprämie ist bei Hartz IV Einkommen | Hartz, Bundesregierung, Abwrackprämie, Ivbezieher, Erwerbslosen, Forum, Dazu, Deutschland



 

sogehtsnich

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#24
dass Langzeitarbeitslose vom Konjunkturpaket ausgeschlossen seien.
Das ganze Konjunkturpaket ist für den Ar..... und ein Schuss in den Ofen!

Was die Abwrackprämie betrifft, die meissten kaufen sich einen ausländischen Wagen, wovon Deutschland nix hat.

Was die Investitionen in Straßen und Schulen betrifft, wenn die Steuergelder, welche dafür vorgesehen sind, nicht in dunkle Kanäle verschwinden würden oder in die Taschen von Managern und Bänkern, würde das kein Thema sein!
Konjunkturpaket kommt dem gleich, als wenn man einem mauserappel Toten noch Medikamente und Vitamine spritzt!
 

Martin Behrsing

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#26
Nun ist das ein Problem, wenn es deutsche firmen nicht fertig bringen umweltschonende Autos zu einem vernünftigen Preis herzustellen. Außerdem sind die Firmen doch eh intern. verflochten, dass irgendwelche nationalen Alleingänge oder den Ruf nach Rettung deutscher Arbeitsplätze eh ein Witz ist. Aber eigentlich weißt Du das auch.
Was die Abwrackprämie betrifft, die meissten kaufen sich einen ausländischen Wagen, wovon Deutschland nix hat.
 

anettl

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#27
Was die Abwrackprämie betrifft, die meissten kaufen sich einen ausländischen Wagen, wovon Deutschland nix hat.
Dem kann ich so nicht zustimmen. Denn es gibt, man höre und staune, sogar noch ausländische KFZ-Hersteller, die zT. Autoteile in Deutschland produzieren lassen. So z.B. auch RENAULT, dis ja bekanntlich auch den DACIA produzieren. Folglich kommt es schon auch der deutschen Autoindustrie zugute.

Auch ich habe allerdings einige Fragen und Aspekte, die ich hier gerne äußern und klären möchte. Ich werde versuchen meine Gedanken in einzelnen Postings darzulegen, damit es für alle leichert ist, darauf zu antworten.

Bis später.
Lg anettl
 

sogehtsnich

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#28
Ja, selbst wenn, dann kaufen halt alle, die sich sowieso einen Neuwagen kaufen wollten, ihn eben jetzt! Da nun so ein Ding so ein paar Jahre hält, ist die Flaute danach um so größer!
Und was die Flaute in der Automobilindustrie betrifft, die kündigte sich schon seit Jahren an!
 
E

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#29
Abwrackprämie
Hartz-IV-Empfänger gehen leer aus

Empfängern von Hartz IV bleibt oft nichts von der Abwrackprämie. Der Zuschuss zum Neuwagen wird auf die Leistungen angerechnet. Das Erwerbslosen-Forum spricht von „Ausgrenzung“.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland kritisiert die Regelung für Hartz-IV-Empfänger bei der staatlichen Abwrackprämie. Es sei eine „ungeheuerliche Ausgrenzung“, dass die Prämie bei Hartz-IV-Leistungen angerechnet werde, erklärte das Forum am Montag in Bonn. Außerdem sei der Zuschuss zum Neuwagen eine „Umweltsünde“.

Abwrackprämie: Hartz-IV-Empfänger gehen leer aus - Konjunktur - FOCUS Online
 

anettl

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#30
Die Abwrackprämie müssen Empfänger von Arbeitslosengeld II oder von Grundsicherung ähnlich wie bei anderen staatlichen Leistungen ab einem bestimmten Schonbetrag mit ihrem eigenen Vermögen verrechnen.

Die Bundesregierung verteidigte diese Regelung. Die Empfänger von Hartz IV hätten zwar Anspruch auf die Abwrackprämie, sagten Sprecher von Wirtschafts- und Sozialministerium in Berlin. Das Gesetz sehe aber vor, dass diese unter Umständen angerechnet werde.
Nun, da stellt sich jetzt die Frage, wie diese Anrechnung aussehen soll.
Denn, es wird ja auf den sog. Schonbetrag (Grundfreibetrag) hingewiesen, den jeder haben darf und der da ist:
Vermögens-Grundfreibetrag
Jedem volljährigen Hilfebedürftigen und seinem Partner steht jeweils ein Grundfreibetrag von 150 € je vollendetem Lebensjahr zu; mindestens 3.100 € und maximal 9.750 €. Jedem minderjährigen hilfebedürftigem Kind steht ein Grundfreibetrag von 3.100 € zu. Jeder in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Hilfebedürftigen erhält zusätzlich einen Freibetrag von pauschal 750 €. Der Freibetrag ist für notwendige Anschaffungen vorgesehen.
Wenn ich jetzt als Beispiel von der maximalen Summe ausgehe, und anhand einer Bedarfsgemeinschaft rechne, dann käme ich auf folgendes Ergebnis:

9.750,-€ x 2 = 19.500,-€
750,-€ x 2 = 1.500.-€
21.000,-€ (Grundfreibetrag)

Hinzu kommt noch, dass jedem erwerbsfähigem Mitglied der Bedarfsgemeinschaft der Besitz eines PKW im max. Zeitwert von 7500,-€ erlaubt ist, zusammen 15.000€ Zeitwert.

Hierzu jetzt meine erste Frage:
Wenn in der BG jetzt nur ein Auto vorhanden ist und dieses Auto z.B. 9300,-€ Zeitwert hat, dann müsste es eigentlich auch erlaubt sein, da es ja den Zeitwert von 15.000,-€ nicht übersteigt.

zweite Frage:
Laut meiner Auffassung, würde dann dieses Auto, bei der Berechnung des Vermögens berücksichtigt, sprich - es würde vom Grundfreibetrag abgezogen, richtig?
Demnach komme ich auf die folgende Rechnung:
+ 21.000€
- 9.300€
= 11.7000€ restlicher Grundfreibetrag, der übrig bleibt.

Oder sehe ich das falsch?
 

anettl

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#31
@ sogehtsnich

Die Krise hat sich nicht nur in der Autoindustrie schon seit Jahren abgezeichnet. Ich bin der Meinung, dass die fetten Bosse und Bonzen, die sich schon seit 10-15 Jahren die Taschen immer dicker vollstecken und durch ihre Raffgier, die Preise hochtreiben an dieser Krise doch die Schuld tragen.
Aber diese Diskussion wäre hier in diesem Thread Off-Topic, deshalb halte ich mich mit meiner weiteren Meinung dazu zurück. ;)
 

burki

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#32
Hi,
Ja, aber unsere Staatsdeppen können offensichtlich nicht so weit denken....
im Gegenteil: Wenn ich hier im Forum sehe, wie munter bei der Abwrackprämie "zugeschlagen" wird, hat diese voll den Nerv des Volkes getroffen.
Wenn es ums Auto geht, dann scheint bei vielen die Rechenfähigkeit vollständig auszusetzen; selbst der Mittellose kratzt noch das eigentlich nicht vorhandene Geld zusammen und verschuldet sich, um das vermeintliche Schnäppchen zu machen.
Ich bin mir sicher, dass einer Prämie für die Waschmaschine, die Resonanz deutlichst geringer wäre...
Gruss
burki
 

zebulon

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#33
Es gibt noch einen anderen Aspekt bei der Abwrackprämie, der bisher noch nicht so beachtet wurde. Das ist mir die letzten Tage mal aufgefallen. Wenn durch die Abwarackprämie die vorherigen Gebrauchtfahrzeuge (die ja möglicherweise noch Ok sind) verschrottet werden müssen, dann fehlen die als Angebot auf dem Gebrauchtwarenmarkt und verteuern da die vorhandenen Fahrzeuge durch die Angebotsverknappung. Leuchtet doch eigentlich ein. Also geht diese Stützungsmaßnahme auch wieder voll auf die Kosten der Unterschicht.
 

Donauwelle

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#34
Mich stört weniger, dass die Abwackprämie HartzIV-Empfängern angerechnet werden soll... - das trifft nur sehr wenige...

Das ganze Konzept ist zum völligen Nachteil für die Mobilität von Leuten mit wenig Geld. Was wird die Folge der Abwrackprämie sein? Da die Autos verschrottet werden müssen, wird sich der Markt für Autos, die günstiger als 2500 EUR sind, erheblich verknappen, was bedeutet, dass diese sich wohl verteuern werden - je höher die Nachfrage, desto höher der Preis. Ich gehe mal davon aus, dass es weitaus mehr Aufstocker, HartzIV-Empfänger gibt, die für ihre Mobilität ein Auto benötigen, aber auf derartige Billigkarossen angewiesen sind. Solche Autos werden ja auch für Fahranfänger etc. gesucht. Wenn aber die Preise für die Autos steigen, werden sie unerschwinglich. Dadurch wird dann ggf. auch die Aufnahme eines Jobs unmöglich.

----------

Upps, Zebulon - da hatte ich wohl begonnen zu schreiben, bevor du weggeschickt hast. Habe zwischendurch noch mein Abendessen aufgesetzt.
 

anettl

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#37
Aber entschuldigt bitte mal. Es ist ja nicht nur so, dass ich dann ein neues Auto fahre, sondern die Unterhaltskosten für die alte Karre, sind doch wesentlich höher, als bei dem neuen Auto.
Angefangen bei der KFZ-Steuer, über Reapraturkosten (eine alte Karre hat immer was anderes kaputt) bis hin zu den Benzinkosten.
Ich bin ganz ehrlich, ich finde es unverschämt, wie die Regierung die Leute mal wieder verar***t. Schon allein die Tatsache, dass erst jetzt und im Nachhinein damit rausgerückt wird, dass es den Hartz4lern angerechnet werden soll, sieht doch wieder sehr nach Mutwilligkeit aus.

Was ist denn z.B. mit denjenigen, wie im Fall von meinem Mann und mir, die sich bereits einen Wagen bestellt haben und auch mit der AWprämie gerechnet haben?

Zur Erklärung:
Mein Mann und ich sind als BG veranlagt. Wir haben inzwischen beide eine Arbeitsstelle auf Steuerkarte und werden nicht mehr als arbeitslos, sondern als arbeitssuchend geführt!
Wir versuchen beide ständig unsere wöchentliche Stundenzahl soweit zu erhöhen, dass wir bald gar nicht mehr auf H4 angewiesen sind, das ist unser Ziel und das weiß auch unser Jobagent.

Nur, unser Auto ist 15 Jahre alt, ist im April TÜV fällig und wir müssten fast an die 2000,- Euro reinstecken, um den überhaupt nochmal über den TÜV zu bekommen.
Wir brauchen aber ein Auto, um schnellstmöglich unsere verschiedenen Einsatzorte erreichen zu können (wir arbeiten bei einem Reinigungsunternehmen als Raumpfleger, zu deutsch, wir gehen beide Putzen). Warum also, sollte uns die Abwrackprämie nicht zustehen und warum als Einkommen abgezogen werden, wenn sie dazu dient und dabei hilft unsere Arbeitsstellen zu erhalten?
Wir bekommen doch seit über 1 1/2 Jahren schon keine volle Leistung mehr, sondern erhalten lediglich noch Mietkostenbeihilfe (oder wie sich das sonst nennt) und versuchen unsererseits ja alles dafür zu tun, den Staat zu entlasten und nicht länger auf der Tasche zu liegen.
Warum sollen wir dafür bestraft werden?

Kann mir bitte einer auch mal auf die Frage(n) in meinem obigen Posting antworten? Das wäre wirklich sehr lieb. Ich habe nämlich noch weitere Fragen, die darauf aufbauen. Ich wollte die aber, der Übersichthalber nicht eher stellen, bis ich weiß, ob ich das richtig oder falsch sehe.
 

Donauwelle

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#38
Aber entschuldigt bitte mal. Es ist ja nicht nur so, dass ich dann ein neues Auto fahre, sondern die Unterhaltskosten für die alte Karre, sind doch wesentlich höher, als bei dem neuen Auto.
Angefangen bei der KFZ-Steuer, über Reapraturkosten (eine alte Karre hat immer was anderes kaputt) bis hin zu den Benzinkosten.sting antworten? Das wäre wirklich sehr lieb. Ich habe nämlich noch weitere Fragen, die darauf aufbauen. Ich wollte die aber, der Übersichthalber nicht eher stellen, bis ich weiß, ob ich das richtig oder falsch sehe.
Quatsch. Ich hab mir Anfang 2003 für 1600 EUR einen Ford Fiesta gekauft - Baujahr 1994. Steuer war 150 EUR bis 200 EUR im Jahr (hab das immer zu Weihnachten bekommen, da das Auto nicht über mich lief, aber es war nicht mehr). Versicherung war 35 EUR/Monat. Benzinverbrauch rund 6 l/100 km. Bis Anfang 2008, als der Motorschaden uns schied, habe ich 800 EUR an Reparaturen hineingesteckt. D.h. das Auto hat mich monatlich 85 EUR gekostet, inklusive Steuern und Versicherung, ohne Benzin.

Bei einem Neuwagen bezahle ich das alleine für die Versicherung, da ich wohl auch noch eine Vollkaskoversicherung benötige.

Wenn man das Geld hat, sollte man es lieber in einen guten Gebrauchten - Alter ca. 4-5 Jahre stecken. Der kostet ca. 40 % des Neuwagens und wird die nächsten 4 Jahre wohl auch noch ohne große Macken fahren. Pech kann man natürlich immer haben.
 

Martin Behrsing

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#39
Warum bezeichnest Du als Quatsch, wenn jemand ein umweltfreundliches Auto kaufen will?
Immerhin kann man für 5.000 Euro (zuzügl der Abwrackprämie) schon wirklich gute Autos bekommen, die wenig Sprit schlucken und hohe Umweltstandards erfüllen.
Wenn schon so ein Programm aufgelegt wird, dann sollten nicht eine Gruppe davon ausgenommen werden. Über den Unsinn der Abwrackpärmie im Allgemeinen brauchen wir ja hier kaum zu diskutieren. Aber es muss darüber diskutiert werden, dass wiedermal Erwerbslose ausgegrenzt werden.
Quatsch. Ich hab mir Anfang 2003 für 1600 EUR einen Ford Fiesta gekauft - Baujahr 1994. Steuer war 150 EUR bis 200 EUR im Jahr (hab das immer zu Weihnachten bekommen, da das Auto nicht über mich lief, aber es war nicht mehr). Versicherung war 35 EUR/Monat. Benzinverbrauch rund 6 l/100 km. Bis Anfang 2008, als der Motorschaden uns schied, habe ich 800 EUR an Reparaturen hineingesteckt. D.h. das Auto hat mich monatlich 85 EUR gekostet, inklusive Steuern und Versicherung, ohne Benzin.

Bei einem Neuwagen bezahle ich das alleine für die Versicherung, da ich wohl auch noch eine Vollkaskoversicherung benötige.

Wenn man das Geld hat, sollte man es lieber in einen guten Gebrauchten - Alter ca. 4-5 Jahre stecken. Der kostet ca. 40 % des Neuwagens und wird die nächsten 4 Jahre wohl auch noch ohne große Macken fahren. Pech kann man natürlich immer haben.
 

galigula

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#41
Abwrackprämie ist nichts für uns,so ist das nicht gedacht.
Wir müssen endlich einsehen,daß wir nur Müll sind,deshalb ist es nicht erstrebenswert,daß unsereins
auch nur einen einzigen Cent erhaltern darf.
Man kann ja schließlich kein Ungeziefer füttern.
Bei Kakerlacken streut man ja auch Gift und kein Futter,so geht es nicht,da müssen wir unsere Ansprüche herunterschrauben.
Wir bezahlen keine Steuern und sind warscheinlich auch schuld an den Jobverlagerungen ins Ausland.
Deshalb darf auch die Mehrwertsteuer nicht wie z.B. in GB abgesenkt werden,da hätten wir Aussätzigen ja einen Kaufkraftgewinn.so kann man keine Mittesser bezwingen.
Das Pech der Oberschicht ist,daß sich Ungeziefer manchmal sehr rasch vermehren kann,so ist es jetzt der Fall ist.
Die meisten meiner Bekannten wählen mittlerweile links.
Ich kenne noch einen SPD-Anhänger,aber der hat im Januar seine Kündigung erhalten,nach 26 Jahren Betriebszugehörigkeit(Ehemals 1200 Arbeiter,jetzt noch 40,alles wegen Auslagerung in Billiglohngebiete)
 

anettl

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#42
Warum wird generell immer mit dem Wort "Quatsch" geantwortet, wenn man etwas anders sieht? Das bringt zum Ausdruck, dass man es für Blödsinn hält, was der andere sag, nur mal so erwähnt. ;)

Sorry, aber wenn ich mir für 7500,- Euro (5000,- nach Abzug der AWprämie) einen Neuwagen leisten kann, warum sollte ich dann darauf verzichten wollen und mir wieder ein altes Auto ans Bein hängen?

WIr bezahlen jetzt für unseren Mazda 323
242,-€ Steuern im Jahr
ca. 49 € Versicherung
er verbraucht fast 8,5l auf 100 km
und wie ich bereits sagte, müssen wir ca. 2000,-€ reinstecken, um den über den TÜV zu bekommen. Vor zwei Jahren, haben wir bereits schonmal ca. 1400,-€ reinstecken müssen.
Ich würde eher sagen, Glück kann man natürlich immer haben, wie in dem Fall du. Denn es ist ja nicht die Regel, dass ein altes Auto weniger reparaturanfällig ist, als ein Neues.

Außerdem geht es hier doch eigentlich um die generelle Frage, ob es wirklich alles so rechtens ist, was die Regierung da mal wieder veranstaltet. Man bekommt so langsam das Gefühl, den Armen im Staat darf es gar nicht besser gehen. Im Gegenteil, es sieht eher so aus, als ob die Damen und Herren Politiker erreichen wollen, dass man irgendwann unter der Brücke pennt und aufs Dixieklo geht.
Und das ein H4ler mit einem Auto, das nicht droht, jeden Moment den Geist aufzugeben, ja vielleicht auch eine Arbeitsstelle annehmen könnte, die weiter weg ist und sonstige Vorteile, die werden natürlich auch ganz bewusst außer acht gelassen. Geld fließt mal wieder nur zu Geld, wie immer!

Die Politiker erhöhen sich trotz weltweiter wirtschaftskrise, ohne mit der Wimper zu zucken ihre Diäten! Bankchefs, die die Bank an die Wand geknallt und in den Ruin geführt haben, erhalten noch horende Abfindungen. Einer, der erwiesenermaßen Mio, an Steuern hinterzogen hat, bleibt auf freiem Fuß und bekommt ein mildes Urteil. Jeder andere wär im Knast gelandet. Aber wehe einem H4ler könnte es möglich sein, seine Lage ein kleines bisschen zu verbessern, Pustekuchen!
 

Donauwelle

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#43
Warum bezeichnest Du als Quatsch, wenn jemand ein umweltfreundliches Auto kaufen will?
Immerhin kann man für 5.000 Euro (zuzügl der Abwrackprämie) schon wirklich gute Autos bekommen, die wenig Sprit schlucken und hohe Umweltstandards erfüllen.
Wenn schon so ein Programm aufgelegt wird, dann sollten nicht eine Gruppe davon ausgenommen werden. Über den Unsinn der Abwrackpärmie im Allgemeinen brauchen wir ja hier kaum zu diskutieren. Aber es muss darüber diskutiert werden, dass wiedermal Erwerbslose ausgegrenzt werden.
Ich werde auch ausgegrenzt, weil ich mir Kaviar nicht leisten kann...

Du hättest einen Artikel schreiben müssen, weil die Abwrackprämie sozial unfair ist, weil das den Gebrauchtfahrzeugmarkt für erschwingliche KFZ kaputt macht - das betrifft weitaus mehr von uns, als diejenigen, die die 2500 EUR Abwrackprämie nicht nutzen können.

Die Mehrzahl von uns hat Schwierigkeiten, genügend Kleidung im Schrank zu haben und Essen bis zum Monatsende und hat Autos schon längst aus seinen Wünschen gestrichen, damit man sonst herumkommt - da ist sicherlich der Kauf eines Neuwages unser dringlichstes Problem. Ich glaube langsam wirklich, die Mär der Flachbildschirme etc. in jedem HartzIV-Haushalt stimmt...

---------

Umweltfreundlichkeit hin und her - die Produktion eines neuen Autos ist viel klimaschädlicher als der Unterschied dessen, was neue weniger herauspusten als alte KFZ.
 

anettl

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#44
@ galigula

Mein Mann und ich bezahlen ja schon wieder Steuern und wir zahlen inzwischen auch wieder unsere SV-Beiträge selbst. Wir haben wie gesagt keinen Minijob, also keinen 400€ Job, sondern richtig auf Steuerkarte.

Leider hat unser Arbeitgeber zur Zeit nur nicht genug Einsatzstellen für uns, die es uns ermöglichen würden noch mehr zu arbeiten, um so viel zu verdienen, dass wir auf Leistungen ganz verzichten können. Wenn mein Mann und ich zusammen nur 400€ netto mehr hätten, dann wären wir in der Lage ganz auf die Hilfe des Staates zu verzichten.
Und wie gesagt, ich sehe es als Strafe an, dass uns dann die AWprämie verwehrt oder gar angerechnet werden soll.

@ Martin Behrsing

Vielen Dank für die Bestätigung meiner Gedanken, ich fühle mich nicht mehr so allein!
Können sie mir sagen, was damit gemeint ist wenn gesagt wird, die AWprämie könnte unter Umständen angerechnet werden?
Und haben die Regierungssprecher sich mal dazu geäußert, was das denn für Umstände wären?
 

Donauwelle

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#45
@Anettl

Es ist ein großer Unterschied zwischen einem 15-jährigen Auto und einem Neuwagen. Der Neuwagen kostet zwar ggf. anfänglich keine Steuer, dafür aber benötigt man eine Vollkaskoversicherung - und muss die Inspektionen einhalten.

Die Alternative wäre ein 4-6 Jahre altes KFZ. Dieses verliert jährlich nicht erheblichen Wert und aufgrund der Abwrackprämie, dürften diese dieses Jahr recht günstig zu bekommen sein.

-------------

Zum bereits hier erwähnten Dacia Sandero (den man für 7500 in der Nacktversion erhalten kann). Das bessere Modell Laureate, das als Neupreis 10.000 EUR ausweist, bekommt man bei Autoscout24 einschl. Metalliclackierung und Ledersitzen 14 Monate alt für 3700 EUR. Neu wären es inkl. Abwrackprämie 7500 EUR.
 

anettl

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#46
@ Donauwelle

Das die gesamte H4-Regelung menschenunwürdig ist und es an allen Ecken und Kanten mangelt und hapert, steht doch außer Frage!
Es geht aber in dem Fall um eine erneute (weitere) erhebliche Degardierung, Ausgrenzung und Schlechterstellung bzw. Benachteiligung von arbeitssuchenden Menschen.
Wie war das mit dem Gleichheitsgrundsatz? Alle sind gleich, aber manche sind gleicher und H4ler sind dem Staat ganz gleich. *hahaha*
 

anettl

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#47
@Anettl

Es ist ein großer Unterschied zwischen einem 15-jährigen Auto und einem Neuwagen. Der Neuwagen kostet zwar ggf. anfänglich keine Steuer, dafür aber benötigt man eine Vollkaskoversicherung - und muss die Inspektionen einhalten.

Die Alternative wäre ein 4-6 Jahre altes KFZ. Dieses verliert jährlich nicht erheblichen Wert und aufgrund der Abwrackprämie, dürften diese dieses Jahr recht günstig zu bekommen sein.

-------------

Zum bereits hier erwähnten Dacia Sandero (den man für 7500 in der Nacktversion erhalten kann). Das bessere Modell Laureate, das als Neupreis 10.000 EUR ausweist, bekommt man bei Autoscout24 einschl. Metalliclackierung und Ledersitzen 14 Monate alt für 3700 EUR. Neu wären es inkl. Abwrackprämie 7500 EUR.
Ich bekomme langsam das Gefühl, du hast ein Problem damit, dass es manche gibt, die sich trotz H4 evtl. einen Neuwagen leisten könnten, weil sie auf Grund des erlaubten Grundfreibetrages vielleicht das Geld dazu haben.

Und was die Vollkasko betrifft, ich habe mir bereits mehrere Angebote eingeholt, wir würden nur geringfügig mehr bezahlen. Die Insektionskosten, sind in unserem Fall auch immer noch geringer, als die Reparaturkosten.
Wenn du dir lieber wieder ein altes Auto zulegst, sei es dir gegönnt. Aber gestatte bitte anderen eine gegenteilige Meinung zum allgemeinen Thema.

Schade, dass hier leider konkrete Fragen zum Thema nicht beantwortet werden.
 

Donauwelle

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#48
Nun ja - die HartzIV-Regelsätze müssen ja nicht erhöht werden, weil solange es genug Leute gibt, die sich Flachbildschirmfernseher, neue Autos etc. leisten können, solange geht es uns ja gut...

Ich finde, dass ist hier eine absolute Luxusdiskussion. Und komischerweise empfinde ich es so, dass der Staat Leuten, denen er Hilfe zum Lebensunterhalt leistet, eben nicht noch zusätzlich 2500 EUR geben muss, damit sie sich den Luxus eines Neuwagens leisten können... (es ist Luxus und keine Notwendigkeit). Das von uns immer zitierte soziokulturelle Existenzminimum, dass wir hier immer wünschen, schließt einen Neuwagen sicherlich nicht ein...

Was bringt es, wenn 10 HartzIVler die Abwrackprämie eben nicht erhalten - gegen 100.000 und mehr HartzIVler, die sich wegen der Abwrackprämie überhaupt kein Auto leisten können, weil das günstigste Auto statt 1000 EUR aufgrund der Angebots-/Nachfragesituation 2000 EUR kostet, und dieses Geld eben nicht da ist und derjenige auch nicht kreditwürdig ist. Oder diese ihr Uraltauto weiterfahren müssen, weil die Reparaturkosten immer noch niedriger sind und ein alter Gebrauchter eben zu teuer ist. Wenn die Abwrackprämie ausgeschöpft wird, bedeutet das 600.000 Autos weniger, die man zwischen 500 und 2000 EUR kaufen kann. Teile davon sind sicherlich auch so schrottreif oder wären in den Export in andere Länder gegangen, aber man kann sicherlich davon ausgehen, dass 100.000 Billigautos dann hierzulande fehlen.

Statt darüber eine Diskussion anzufachen und sich in den Medien darüber zu beschweren, wird angeprangert, dass HartzIVler die Abwrackprämie für Neuwagen nicht erhalten - wir machen uns damit lächerlich... Das wäre vergleichbar mit einer öffentlichen Beschwerde, dass wir nicht eine jährliche 14-tägige Flugreise in die Dominikanische Republik bezahlt bekommen...

------------

Einfach mal zum Vergleich. Wenn ich einen 9-Jahre alten Ford Fiesta mit 34 PS, wie ich ihn 2003 für 1600 EUR beim Händler gekauft habe, momentan bei Autoscout24 suche (mit Umkreis 100 km), finde ich den nicht unter 2500 EUR (und die haben noch nicht mal 5 Türen und einen neuen TÜV).
 

zebulon

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#49
Martin Behrsing schrieb:
Warum bezeichnest Du als Quatsch, wenn jemand ein umweltfreundliches Auto kaufen will?
Immerhin kann man für 5.000 Euro (zuzügl der Abwrackprämie) schon wirklich gute Autos bekommen, die wenig Sprit schlucken und hohe Umweltstandards erfüllen.
Wenn schon so ein Programm aufgelegt wird, dann sollten nicht eine Gruppe davon ausgenommen werden. Über den Unsinn der Abwrackpärmie im Allgemeinen brauchen wir ja hier kaum zu diskutieren. Aber es muss darüber diskutiert werden, dass wiedermal Erwerbslose ausgegrenzt werden.
zu der Umweltfreundlichkeit muß man ja doch dazu erwähnen - ich weiß nicht, ob dir das bekannt ist - das der weitaus größte Verbrauch an Rohstoffen und Umeltressourcen, auch das CO2, bei der Produktion des Fahrzeugs anfällt, und es daher oft auch von der Umweltbilanz her günstiger ist, ein altes Fahrzeug solange zu fahren bis es sozusagen seine Milch gegeben hat, auch wenn es mehr Sprit verbraucht und schlechtere Abgaswerte hat als die neueste Innovation. Von daher ist diese Abwrackprämie auch von der Umweltbilanz her gesehen, möglicherweise schwachsinnig.
 

Sally38

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#50
ich verstehe die ganze diskussion nicht.auf der einen seite wird diskutiert,hartz4 sei zu niedrig und man könne kaum davon leben,aber auf der anderen seite haben hartz4 empfänger das nötige kleingeld,um sich einen neuwagen inclusiver nebenkosten(sprit,steuern,versicherung etc.) leisten zu können.
passt irgendwie nicht zusammen :icon_evil:
 

HajoDF

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#51
Über den Sinn der Abwrackprämie kann man sicher unter verschiedenen Asdpekten diskutieren:
- erfüllt sie den wirtschaftlich gewollten Zweck?
- ist sie in der Bilanz wirklich umweltfreundlich? usw....

Hier geht es nur darum, dass aus diesem Förderprogramm eine bestimmte Gruppe wegen ihrer sozialen Stellung ausgegrenzt wird... von Staats wegen.
Das ist sozial ungerecht und ist Willkür.
Selbst in der Vermittlungspraxis der ARGEn wird das Fehlen eines KFZ immer wieder als Vermittlungshemmnis beschrieben, manche ARGEn finanzieren deshalb für vermittelte Sozialhilfe-/ALG II-Empfänger ein Auto auf Darlehensbasis, da die alten Schrottfahrzeuge das zuverlässige Erreichen der Arbeitsstelle nicht mehr gewährleisten.
Ein Einziger, der wegen des Bezuges von Sozialleistungen von dieser Prämie ausgeschlossen wird, ist einer zuviel!

@sally,
mag sein, dass Du nur Deine Situation siehst. Aber es gibt genügend ältere Sozialleistungsempfänger, die ein gewisses Schonvermögen besitzen und die sich ein Auto aus den unterschiedlichsten Gründen leisten (wollen oder müssen). Das hat mit der Höhe von ALG II zunächst nichts zu tun.
Die laufenden Kosten sind bei Altfahrzeugen immer höher, da sie nicht steuerbefreit sind und mehr Sprit schlucken und bei Barzahlung muss eine Vollkasko auch nicht sein.
Es geht ja ohnehin nur um die Menschen, die trotz ALG II bereits ein Auto haben.
 

zebulon

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#52
Ich verstehe die ganze diskussion nicht.auf der einen seite wird diskutiert,hartz4 sei zu niedrig und man könne kaum davon leben,aber auf der anderen seite haben hartz4 empfänger das nötige kleingeld,um sich einen neuwagen inclusiver nebenkosten(sprit,steuern,versicherung etc.) leisten zu können.
Das haben sie ja gar nicht. Hier geht es daraum, dass bei allen "Wohltaten" der Regierung die Unterschicht immer außen vor ist. Billionen-Bailouts für die Banken um die Vermögen der Superreichen zu retten....., gesponserte Neuwagen für Besserverdienende, während bei theoretisch angedachten Kindergelderhöhungen für HartzIV-Empfänger geargwöhnt wird, die würden das versaufen oder für Kippen ausgeben. Darauf gönn' ich mir direkt mal einen Schnapps. Das Rauchen hab' ich mir längst abgewöhnt, jegliche Toleranz gegenüber Politikern auch...
 

musiker01

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#53
So, ich hab mich jetzt extra mal angemeldet für diese Diskussion.

Denn das es reichlich ALG II-Bezieher gibt, die im Monat kaum mit ihrem Geld auskommen, ist wohl unstrittig, genauso, wie das die Meisten auch kein oder nur geringes Schonvermögen besitzen und sich deshalb kaum ein Auto -und schon gar nicht ein neues- leisten können.

Und genau hier liest sich so mancher -insb. Donauwelle- wie der Neidhammel persönlich.

Es gibt genügend Aufstocker, die vielleicht den ein oder anderen EURO im Monat abzwacken können. Und es gibt sicher auch, so wie ich, genügend, die die Finanzmittel für ein Kfz von anderen -in dem Fall von meinen Eltern- zur Verfügung gestellt bekommen.

Wieso sollen diese Leute also nicht von der Abwrackprämie profitieren dürfen? Mit welchem Recht?

Bei mir ist es z.B. so, das ich neben meiner Selbständigkeit (siehe menen Nick) aufstockend ALG II beziehe. Für diese Tätigkeit benötige ich ZWINGEND ein Transportfahrzeug.

Meine alte Gurke -BJ 94- gibt die letzten Atemzüge von sich. Prognostizierte Reparaturkosten von ca. 2.000 EUR, weitere Reparaturen in absehbarer Zeit sehr wahrscheinlich, schon ne Reparatur von 2500 EUR hinter sich, sowie mehrere "kleine". 250 !!! EUR Steuer im Jahr, 10-11 Liter/100km Verbrauch!!!. Fahre auf 35% Kfz-Versicherung, also sehr günstig. Wegen irgendner Fehlstellung oder was auch immer (konnte bisher noch niemand finden den Fehler) brauch ich alle 2 Monate neue Reifen, die sind reglemäßig absolut "blank" ohne jedes Profil ;-(((

Ich kann daher überhaupt nicht verstehen, wieso viele Leute hier alte Gebrauchtwagen "kostengünstig" + "schön" reden. Sowas kann ein richtiges "Groschengrab" sein. Und wenn ich wieder nen ach so guten und günstigen Gebrauchten nehm, weiß ich immer noch nicht, welche Reparaturen da evtl. schon kurzfristig auf mich zukommen.

Jetzt ist es so, das die Kiste halt abgewrackt wird, Prämie war schon einkalkuliert. Ein neuer Dacia Sandero ist bestellt. Die noch offene Differenzsumme wird vom Lebensgefährten meiner Mutter bezahlt und ich zahl ihm jeden Monat ein paar Euro zurück. Bei einem Verbrauch von gut 35-40% weniger als mein jetziger, 2 Jahre Steuerfreiheit, aller Wahrscheinlichkeit KEINE Reparaturen in den nächsten Jahren, Garantie etc. etc. kommt mich -man höre und staune- ein Neuwagen unterm Strich günstiger als ein (oder vielleicht besser: mein jetziger) Gebrauchtwagen. Achso: und der immer wieder gern genommene immense "Wertverlust" von Neuwagen bei Wiederverkauf ist schon von der Abwrackprämie -zumindest größtenteils- abgedeckt. Also auch da kein Verlust

Und Fälle wie meinen wird es wohl häufiger geben. Wieso sollen solche Leute KEIN Recht auf die Abwrackprämie ohne Verrechnung mit dem Regelsatz haben?

Bei "nichtleistungsbeziehern" wirds doch auch nicht aufs Einkommen angerechnet und Versteuert???? Oder??????

Und Arbeiten geh ich schließlich auch.

Alles andere ist in meinen Augen ne pure Neiddebatte!

Viele Grüße
 

zebulon

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#54
@musiker01:

du nimmst das jetzt persönlich. In deinem speziellen Fall mag das vielleicht noch sinnvoll sein. Man muß das aber in dem Gesamtzusammenhang sehen, siehe mein Posting vorher. Besser würde man dir die Kohle SO in die Hand drücken. Es geht ja auch nicht um deinen Bailout, sondern den der Automobilindustrie.

Trotzdem willkommen im ELO. :icon_mrgreen:
 

Doink

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#55
@musiker01 Ich stimme Dir voll und ganz zu. Wenn die Abwrackprämie für Hartz-IV-Empfänger eine "Einnahme in Geldeswert" ist, die als Einkommen zu berücksichtigen ist, wäre dann die Abwrackprämie folglich auch von jedem Steuerpflichtigen zu versteuern!

Meiner Meinung nach ist die Abwrackprämie als Zweckbgebundene Einnahme zum Kauf eines neuen Autos anzusehen. Warum werden Langzeitarbeitslose vom Konjunkturpaket ausgenommen? Nehmen wir mal an ein Hartz 4 Empfänger hat ein altes Auto, was kaputt ist und hat eine Chance ein Neuwagen zu leasen, da die Abwrackprämie zweckgebunden als Anzahlung genommen werden kann. Sollte man dies nicht gestatten? Es gibt viele Hartz 4 Empfänger, die von einem Auto aus vielerlei Hinsicht abhängig sind. Sei es Jobsuche, Nebenjob oder regelmäßige Arztbesuche, die Kinder, Einkaufen, etc. Sollten gerade diese Menschen nicht gefördert werden, anstatt unterdrückt? Gerade Ihnen, von denen immer gefordert wird, dass sie mobil sein sollen, müsste die Umweltprämie zustehen. Nicht alle Hartz 4 Empfänger ist faule Trinker, die ihr Geld nur für Tabakwaren und Zigaretten verplempern und die Kinder verkommen lassen. Es gibt auch welche, die sich anstrengen und die alles versuchen um wieder aus der Situation herauszukommen. Sollte man die nicht unterstützen?

Ich finde auch, dass hier Handlungsbedarf vorliegt. Die Aussage der Bundesregierung kann doch kaum durch das Gesetz gedeckt sein. Die Abwrackprämie ist ein zweckgebundes Einkommen. Also vor Gericht würde wahrscheinlich jeder Recht bekommen.
 

Banquo

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#56
Diese Abwrackprämie ist aus mehreren Gründen ein Schuss in den Ofen.

Die meisten sind in den letzten Wochen schon an vielen Stellen genannt worden - brauchen wir nicht wiederholen. Ein einziger Schmui mit Steuergeldern als Geschenk für die Autoindustrie, die ohne viel Rücksicht auf die Umwelt und Gesellschaft Hilfe braucht, damit ihre am Bedarf vorbeiproduzierten Modelle unters Volk gebracht werden.

Das es kaum der Umwelt hilft, wußten wir schon etwas länger. Das vorwiegend diejenigen in den Genuß kommen, die es nicht unbedingt nötig hätten, hatten wir schon größtenteils angenommen - jetzt ist es auch gewiß!

Die ganze Chose ist sowieso nur von 12 bis mittag gedacht. Da passt es dann auch ins Bild, wenn ALG-Empfänger die Prämie nicht kassieren können.

Aber es werden noch viele andere in die Röhre gucken. Die Zahlen sind eindeutig.

  • nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes sind in Deutschland rund 16 Millionen PKW zugelassen, welche 9 Jahre oder älter sind - 16 Millionen!
  • es sind aber "nur" 1,5 Mrd Euro bis 31.12.2009 als Abwrackprämie zu verteilen

Nach Adam Riese "reicht" die Prämie daher nur für 600.000 PKWs - wenn mehr Halter ihre alten Mühlen austauschen wollen, müßte auch mehr Geld bereitgestellt werden - das wird wohl nicht passieren.

16.000.000 <=> 600.000 da klafft eine kleine Lücke, 15,4 Mill potentielle Antragsteller gehen leer aus!

Das sind die Ergebnisse, wenn unsere schlauen Politiker mit einer Krise konfrontiert sind, dieses Jahr viele Wahlen anstehen und jeder darauf wartet, daß sie "etwas tun". Blinder Aktionismus kann man das auch nennen. Macht vorne und hinten nicht viel Sinn. :icon_mad:
 

Doink

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#57
Warum wird generell immer mit dem Wort "Quatsch" geantwortet, wenn man etwas anders sieht? Das bringt zum Ausdruck, dass man es für Blödsinn hält, was der andere sag, nur mal so erwähnt. ;)

Sorry, aber wenn ich mir für 7500,- Euro (5000,- nach Abzug der AWprämie) einen Neuwagen leisten kann, warum sollte ich dann darauf verzichten wollen und mir wieder ein altes Auto ans Bein hängen?

WIr bezahlen jetzt für unseren Mazda 323
242,-€ Steuern im Jahr
ca. 49 € Versicherung
er verbraucht fast 8,5l auf 100 km
und wie ich bereits sagte, müssen wir ca. 2000,-€ reinstecken, um den über den TÜV zu bekommen. Vor zwei Jahren, haben wir bereits schonmal ca. 1400,-€ reinstecken müssen.
Ich würde eher sagen, Glück kann man natürlich immer haben, wie in dem Fall du. Denn es ist ja nicht die Regel, dass ein altes Auto weniger reparaturanfällig ist, als ein Neues.

Außerdem geht es hier doch eigentlich um die generelle Frage, ob es wirklich alles so rechtens ist, was die Regierung da mal wieder veranstaltet. Man bekommt so langsam das Gefühl, den Armen im Staat darf es gar nicht besser gehen. Im Gegenteil, es sieht eher so aus, als ob die Damen und Herren Politiker erreichen wollen, dass man irgendwann unter der Brücke pennt und aufs Dixieklo geht.
Und das ein H4ler mit einem Auto, das nicht droht, jeden Moment den Geist aufzugeben, ja vielleicht auch eine Arbeitsstelle annehmen könnte, die weiter weg ist und sonstige Vorteile, die werden natürlich auch ganz bewusst außer acht gelassen. Geld fließt mal wieder nur zu Geld, wie immer!

Die Politiker erhöhen sich trotz weltweiter wirtschaftskrise, ohne mit der Wimper zu zucken ihre Diäten! Bankchefs, die die Bank an die Wand geknallt und in den Ruin geführt haben, erhalten noch horende Abfindungen. Einer, der erwiesenermaßen Mio, an Steuern hinterzogen hat, bleibt auf freiem Fuß und bekommt ein mildes Urteil. Jeder andere wär im Knast gelandet. Aber wehe einem H4ler könnte es möglich sein, seine Lage ein kleines bisschen zu verbessern, Pustekuchen!
Genauso sieht es aus. Ein Bekannter von mir hat einen alten Wagen 20 Jahre alt. Hat schon hudnerte von EUROS Reparaturen reingesteckt, 300 EUR Steuer im Jahr !!! dann 14 Liter Benzinverbrauch, und und und...ein Neuwagen hätte Steuervorteile (1. jahr frei und 2. jahr 100), keine Reparaturkosten mehr und Benzinvorteile und ja, auch alte Schrottkarren von Hartz 4 Empfängern verschrotten hilft der Umwelt, aber für die gibt es ja kein Geld mehr, da schon 100 Miliarden EURO für die Real Estate Bank ausgegeben wurden.
 

ela1953

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#58
Eine SB erwiderte auf meine Frage nach der Einkommensanrechnung, dass sie davon auch nur gehört hat. Sie kann sich aber nicht vorstellen, dass das Einkommen sein soll, da man diesen Betrag ja nur für ein neues Auto ausgeben kann.

Ein Auto darf 7.500 Euro wert sein. Es zählt nicht der Kaufpreis. Sie kann sich vorstellen, dass auf das Auto für 5000 Euro die Abwrackprämie und eventuelle Sonderrabatte des Händlers aufgeschlagen werden.

7.500 Euro Autowert wäre frei, wenn dann noch ein Betrag übrig bliebe, würde dies dem anderen Vermögensfreibetrag zugeschlagen.

So würde sie entscheiden, Arbeitsanweisungen hat sie aber noch keine.
 

Donauwelle

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#59
Wenn man gegen etwas argumentiert, ist man gleich neidisch... (was ich bei Autos sicherlich nicht bin. Es sind Nutzartikel, die dazu da sind, einen von X nach Y zu bringen. Wobei ich mir momentan weder die Anschaffung einer Klapperkiste, noch deren Betrieb leisten kann...)

Nein, ich empfinde es schlichtweg als wirtschaftliche Dummheit. Das 16 Monate alte Dacia Sanderomodell für 10.000 EUR (zzgl. Extras wie Klimaautomatik) wird als Gebrauchtwagen für 3.700 EUR angeboten - den Neuwagen bekommt man, rechnet man die Abwrackprämie ein, für 7.500 EUR. Erzählt mir bitte, wie sich hierfür rein wirtschaftlich die 3.800 EUR Unterschied rechnen...

Vernebelt einem die Chance, vom Staat 2500 EUR für lau zu kassieren, so die Sicht, dass man nicht mehr wirtschaftlich rechnen kann...

Man kann auch sehr gut indirekt an der Abwrackprämie profitieren... - wenn ich das richtig so sehe, werden hierdurch die Gebrauchten, die 1,5 - 5 Jahre alt sind, erheblich billiger, da der normale Käuferkreis hierfür teilweise entfällt. Wer 7500 und mehr EUR frei hat, um sich einen Neuwagen kaufen zu können, kann doch sicherlich dann 4000 EUR für einen sehr guten Gebrauchten investieren - und hat ein wirklich gutes Schnäppchen gemacht...

Die Vorteile, die bisher für den Neuwagen genannt sind, wie keine Reparaturen etc. - treffen wohl auch auf ein 2-jähriges Modell zu. Die Anschaffungskosten sind nur viel niedriger und man benötigt keine Vollkaskoversicherung.

Das Altautos ab 8-9 Jahren reparaturanfällig sind, ist völlig klar - aber wenn man von einem gebrauchten Kfz redet, muss es ja nicht diese Klasse sein, sondern kann es sicherlich auch besseres sein...

---------

Nichtsdestotrotz empfinde ich es als völlig falsch, wenn Martin hier sich lautstark öffentlich über die Anrechnung der Abwrackprämie mockiert, da ich mir sicher bin, dass das eben nach außen hin nicht verstanden wird. Hier wäre es eher sinnvoll, sich über die Auswirkungen der Abwrackprämie auf den für die meisten HartzIV-Empfänger relevanten Gebrauchtwagenmarkt zu stürzen.

Ich google alle Monate mal nach Autos in der Preisklasse von 1000 bis 2000 EUR, da das der Bereich ist, den ich kurzfristig bei Arbeitsaufnahme finanzieren könnte - zwischen meinem letzten Versuch vor mehreren Monaten und dem gestrigen Versuch liegen Welten. Vor ein paar Monaten gab es dort noch eine Menge Autos, die ich als akzeptabel empfand - momentan sehe ich gar keines...
 

musiker01

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#60
++++++++++++Das 16 Monate alte Dacia Sanderomodell für 10.000 EUR (zzgl. Extras wie Klimaautomatik) wird als Gebrauchtwagen für 3.700 EUR angeboten - den Neuwagen bekommt man, rechnet man die Abwrackprämie ein, für 7.500 EUR. Erzählt mir bitte, wie sich hierfür rein wirtschaftlich die 3.800 EUR Unterschied rechnen...+++++++++++++++++++++++++++++

Den 16 Monate alten Sandero möchte ich aber gerne sehen. Den gibts doch erst seit Sommer letzten Jahres auf dem deutschen Markt :icon_twisted:.

Du meinst sicher den Logan.

Und da ist mir bei dem Stufenheckmodell z.B. für meine Zwecke der Kofferraum deutlich zu klein. Das Kombi-Modell widerum ist z.B. deutlich zu groß für mein Mutter, die den Wagen irgendwann auch mal fahren wird :icon_party:

Gäbe es den Sandero allerdings schon als Jahreswagen o.ä., dann sei Dir gewiss, das ich dann selbstverständlich dieses "günstigere" Kfz vorziehen würde und auf die ohnehin unausgegorene Abwrackprämie schxxxxxxx würde. Leider ist dem aber nicht so.

Du siehst also, das andere Leute auch vollkommen andere Bedürfnisse haben, als Du. Und von daher ganz andere Überlegungen anstellen.

Wenn für Dich ein Gebrauchter in Ordnung ist, dann sei er Dir gegönnt :icon_smile:

Viele Grüße
 

anettl

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#61
@ Doink

Richtig und es kommt noch hinzu, dass ich auf einen Neuwagen erstmal 3-5 Jahre Garantie habe und wenn dann etwas kaputt geht bezahle ich gar nichts! DAS habe ich bei einem gebrauchten nicht. Damit ist das Argument von Donauwelle dann auch beantwortet.

@ Donauwelle

Verstehst du nicht, dass ich über die anderen Missstände, die es bei Hartz IV gibt, genauso sauer bin, wie auch über die Abwrackprämie? Über die anderen Dinge regen sich alle ebenso auf wie darüber.
Und ich diskutiere hier mit, weil dieser Punkt mich persönlich eben gerade betrifft und gerne Antwort auf ein paar konkrete Fragen hätte. Stattdessen wird man hier nur damit konfrontiert, dass es ja fast schon unverschämt sei, darübr nachzudenken, sich evtl. einen Neuwagen leisten zu können, wenn der Staat schon etwas dazu tut.
Im übrigen bin ich auf die AWprämie nicht unbedingt angewiesen, da mein Vater mir/uns auch das Geld leihen würde. Und natürlich wäre es dann gut, wenn wir die 2.500,-€ AWprämie bekommen würden und somit das Darlehen geringer ausfallen würde!

Es geht doch einfach nur ums Prinzip, dass wiedermal wir Menschen dritter, ach was rede ich - wir sind ja schon 4. oder 5. Klasse - ausgeschlossen werden, weil wir es anscheinend nicht wert sind. Und da gebe ich Herrn Gysi recht, das ist menschenverachtend!!!
 

Doink

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#62
@ Doink

Richtig und es kommt noch hinzu, dass ich auf einen Neuwagen erstmal 3-5 Jahre Garantie habe und wenn dann etwas kaputt geht bezahle ich gar nichts! DAS habe ich bei einem gebrauchten nicht. Damit ist das Argument von Donauwelle dann auch beantwortet.

@ Donauwelle

Verstehst du nicht, dass ich über die anderen Missstände, die es bei Hartz IV gibt, genauso sauer bin, wie auch über die Abwrackprämie? Über die anderen Dinge regen sich alle ebenso auf wie darüber.
Und ich diskutiere hier mit, weil dieser Punkt mich persönlich eben gerade betrifft und gerne Antwort auf ein paar konkrete Fragen hätte. Stattdessen wird man hier nur damit konfrontiert, dass es ja fast schon unverschämt sei, darübr nachzudenken, sich evtl. einen Neuwagen leisten zu können, wenn der Staat schon etwas dazu tut.
Im übrigen bin ich auf die AWprämie nicht unbedingt angewiesen, da mein Vater mir/uns auch das Geld leihen würde. Und natürlich wäre es dann gut, wenn wir die 2.500,-€ AWprämie bekommen würden und somit das Darlehen geringer ausfallen würde!

Es geht doch einfach nur ums Prinzip, dass wiedermal wir Menschen dritter, ach was rede ich - wir sind ja schon 4. oder 5. Klasse - ausgeschlossen werden, weil wir es anscheinend nicht wert sind. Und da gebe ich Herrn Gysi recht, das ist menschenverachtend!!!
Ich wüsste gerne einmal wer in der Regierung das gesagt hat, immerhin werden ja bald wieder Kreuzchen gemacht und ich will wissen für wen ich NICHT stimme. Auf andere Länder wird immer geschaut aber hier wird in Klassen unterschieden, nur unter einer Maske. Hartz 4 = Abschaum, den man nicht hochhelfen darf. So sieht es momentan aus, denn laut regierung sind ALG2 Empfänger es ja nicht wert die gleichen Rechte zu haben.
 

Bienchen

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#63
Ob jetzt hie etwas nicht zusammenpaßt oder doch, ist im Moment eigentlich egal.

Fest steht, dass ein Neuwagen (oder 1-2 Jahre alt) im Endeffekt viel weniger Kosten verursacht, als ein altes Auto von über 10 Jahren. Natürlich kommt es auch auf die Fahrleistung (km) darauf an.
Wenn ich für ein altes Auto sehr viel Reparaturkosten investieren muss, dieses jedoch noch nicht einmal den Wert dieser Kosten erreicht, ist es nicht mehr rentabel.
Es gibt auch Eltern, Schwiegerelter, Omas und Opas, welche gerne etwas Geld geben für ein neueres Auto und die Prämie mit herngezogen werden kann, was spricht dagegen???

Jeder: (so will es der Staat)
- soll flexibel sein
- soll mobil sein
- Arbeitswege von 50 km und mehr in Kauf nehmen usw..

Also soll dieser Staat auch dafür sorgen, dass auch Arbeitslose nicht wie der letzte Dreck in diesem Land behandelt werden.
Ich kann nur hoffen und wünsche mir sehr, dass alle diejenigen, die auf den Arbeitslosen herumhacken, schnell in genau diese Lage kommen. Und bei der heutigen Situation kann es sehr schnell gehen!!

Es werden nie für alle Arbeitsplätze vorhanden sein.
Wer auf der Straße "steht", der kann zu 90 % die Schuld der Politik und dem Arbeitgeber geben!!!!!!!!!!!!!!

Wie wäre es, wenn einmal über mehr Zusammenhalt von der arbeitenden und arbeitslosen Bevölkerung nachgedacht wird.
Das ist doch der Grund, den die Politik mit allen Mitteln verhindern will.

Es wird fast jeden treffen - es ist nur eine Frage der Zeit!
 

Doink

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#64
NEWS

SPD fordert gerechte Hartz-IV-Abwrackprämie

(8) 24. Februar 2009, 17:42 Uhr
Innerhalb der SPD ist eine Diskussion um die Umsetzung der Abwrackprämie bei Hartz-IV-Empfängern entbrannt. Sozialdemokraten forderten Arbeitsminister Olaf Scholz dazu auf, die bisherige Regelung zu überdenken. Dass die Prämie für Arbeitslose als geldwerte Einnahme eingestuft werde, sei "völlig untragbar


SPD-Politiker streben eine Sonderregelung für Hartz-IV-Empfänger bei der Abwrackprämie an. Sie kritisieren, dass die Prämie von 2500 Euro wie andere Leistungen auch als Einkommen gilt und auf die Grundsicherung für Langzeitarbeitslose angerechnet wird. Mehrere SPD-Politiker wollen das nicht hinnehmen. Sie forderten in Berlin SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz auf, die Regelungen zu überarbeiten.



Der Finanzpolitiker Reinhard Schultz nannte die Entscheidung, die Abwrackprämie für Empfänger von Arbeitslosengeld II als geldwerte Einnahme einzustufen, „aus sozialdemokratischer Sicht (...) völlig untragbar“. Arbeitslosengeld-II-Empfänger hätten das Recht auf ein Privatauto bis zu einem Wert von 7500 Euro. Sie könnten sich von dem Vermögen, das sie neben der Grundsicherung besitzen dürfen, ein Auto kaufen. Dies sei auch Voraussetzung, dass Hartz-IV-Empfänger mobil seien für Jobs, heißt es in einem Brief an den Bundesminister.
„Es ist daher widersinnig, gerade denjenigen, die ohnehin schon benachteiligt sind, die Umweltprämie wieder wegzunehmen“, schreibt Schultz weiter. Die Regelung könnte auch aus verfassungsrechtlicher Sicht bedenklich sein, da durch sie ein Teil der Bevölkerung eindeutig benachteiligt werde. SPD-Fraktionsvize Elke Ferner nannte in der „Saarbrücker Zeitung“ die Position des Ministers unlogisch. Sie werde dies nächste Woche in der Fraktion ansprechen.
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Die Empfänger der Abwrackprämie könnten über die 2500 Euro schließlich nicht frei als Einkommen verfügen, sondern müssten sie sogleich in ein neues Auto stecken, argumentiert Ferner. Zudem frage sie sich, warum die Abwrackprämie angerechnet werde, ein Rabatt des Autohändlers aber nicht. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) kritisierte nach Angaben des Blattes, Hartz-IV-Empfänger seien genau diejenigen, um die es bei dem Zuschuss gehe.
Das Arbeitsministerium hatte erst zu Wochenbeginn Nachbesserungen abgelehnt und darauf verwiesen, dass auch bei der Abwrackprämie die Vorgaben des Sozialrechts gelten. Wenn die Prämie von 2500 Euro gezahlt werde, erhöhe sich dadurch das zur Verfügung stehende Einkommen von Hartz-IV-Empfängern, sagte ein Ministeriumssprecher.
Die Grundsicherung richte sich nach der Bedürftigkeit. „Die 2500 Euro obendrauf vermindern die Bedürftigkeit.“ Dies gelte auch bei anderen Leistungen. Dieses Grundprinzip dürfe nicht durchlöchert werden. Die Abwrackprämie werde schließlich wie die Grundsicherung mit dem Geld aller Steuerzahler beglichen.



Konjunktur: SPD fordert gerechte Hartz-IV-Abwrackprämie - Nachrichten Politik - WELT ONLINE
 

Donauwelle

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#66
Haben die ein schlechtes Gewissen bekommen :icon_twisted::eek:
Da fehlt mir aber immer noch der riesige Aufschrei der Erwerbslosenorganisationen, über die Dezimierung des Gebrauchtwagenmarktes AUF KOSTEN der Niedrigverdiener und Arbeitslosen... Den habe ich noch nirgendwo gelesen. Der Markt hierfür wird durch die Abwrackprämie zerstört, alte Autos verteuern sich erheblich und es gibt keinen Aufschrei? Wir diskutieren hier über einen minimalen Prozentsatz der ALGII-Empfänger, die wirklich noch das Geld für Luxus haben bzw. eine gewisse Kreditwürdigkeit oder Familie, die das Geld für sie ausgibt...

Das Gros verliert aber - diejenigen, die kein Geld und keine Kreditwürdigkeit besitzen, die aber ein KFZ brauchen und auf dem geänderten Gebrauchtwagenmarkt sich ein altes Auto zum Kauf suchen müssen und auf einmal 1000 EUR mehr ausgeben müssen, weil intakte Altautos verschrottet werden - anstatt weiterverkauft.

Ich finde es weniger schlimm, an einem Vorteil nicht beteiligt zu sein, als durch irgendetwas benachteiligt zu werden...
 

burki

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#67
Hi,
Hartz-IV-Empfänger seien genau diejenigen, um die es bei dem Zuschuss gehe.
das nenne ich doch mal so richtige Scheuklappen oder will man wirklich mit aller Gewalt an das Letzte aus dem Sparstrumpf des "Hartzies"?
Gruss
burki
 

Martin Behrsing

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#68
Liebe Doauwelle,

dazu gab es schon ein Interview von mir Anfang Februar. "Thüringer Allgemeine"
Aber hier geht es um etwas anderes, was Du anscheined nicht sehen willst. Es geht um die Ungleichbehandlung. Punkt. Da muss kein neues Fass zu aufmachen. Das haben wir ja bereit gemacht.
Da fehlt mir aber immer noch der riesige Aufschrei der Erwerbslosenorganisationen, über die Dezimierung des Gebrauchtwagenmarktes AUF KOSTEN der Niedrigverdiener und Arbeitslosen... Den habe ich noch nirgendwo gelesen. Der Markt hierfür wird durch die Abwrackprämie zerstört, alte Autos verteuern sich erheblich und es gibt keinen Aufschrei? Wir diskutieren hier über einen minimalen Prozentsatz der ALGII-Empfänger, die wirklich noch das Geld für Luxus haben bzw. eine gewisse Kreditwürdigkeit oder Familie, die das Geld für sie ausgibt...

Das Gros verliert aber - diejenigen, die kein Geld und keine Kreditwürdigkeit besitzen, die aber ein KFZ brauchen und auf dem geänderten Gebrauchtwagenmarkt sich ein altes Auto zum Kauf suchen müssen und auf einmal 1000 EUR mehr ausgeben müssen, weil intakte Altautos verschrottet werden - anstatt weiterverkauft.

Ich finde es weniger schlimm, an einem Vorteil nicht beteiligt zu sein, als durch irgendetwas benachteiligt zu werden...
 

Donauwelle

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#69
Dann hat das scheinbar keine Wellen geschlagen bzw. man hat darum keinen Wind gemacht. Finde ich enttäuschend. Das wäre nämlich ein Punkt gewesen, der wirklich wichtig gewesen wäre. Denn ob 1000 HartzIVler, denen es nicht so schlecht gehen kann, wenn sie noch an Neuwagen denken, 2500 mehr oder weniger kassieren sollten viel weniger wert sein als 100 000 HartzIVler, die dadurch 1000 EUR mehr für ein Auto ausgeben müssen - bzw. keines kaufen können und nicht mobil sind.

Tut mir leid - aber da läuft die Diskussion wirklich am falschen Ende...
 

isabel

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#71
Das möchte ich jetzt richtig verstehen.
Abwrackprämie für ein altes Auto ist verbunden mit Kauf eines Neues oder 1Jahre-altes Autos. Für einfache Verschrottung darf man immer noch selbst bezahlen.

Beispiel:
Ein ALG2 E, Aufstocker, Teil der BG (Einer verdient, dem anderen wird gerade Heizkosten gebilligt) haben als geschütztes Vermögen ein altes Auto und Sparbuch.
Z.B. wegen besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt, das arbeitende Teil der BG muss flexibel sein, oder einfach im ländlichen Gegend:
wird das alte Auto in Verbindung mit Neukaufvertrag verschrottet.
Also, von geschützten Vermögen wird Bargeld gemacht (Umwandlung), das nur mit Neukauf gilt.
Da die Verträge nach BGB gelten - muss man das neue Auto kaufen.
Ohne neuen Kaufvertrag bekommt man keine Premie, vielmehr muss noch Verschrottungskosten selbst bezahlen!
Bekommt man die Premie und wegen Zeitspanne muss man das Geld "verfressen", ist man immer noch nicht frei, das neue Auto vertragsgemäß zu bezahlen.

IRRSINN

Des weiteren: aus welchen Grund soll geschütztes Vermögen im Falle Geldverwertung als Einkommen angerechnet werden?
Soll das heißen: wenn man von eigenen Sparbuch Geld für aktuelle Bedürfnisse nimmt, heisst das Einkommen?
Wenn man davon Waschmaschine oder Kühlschrank kaufen möchte - immer noch erst als Einkommen?

Was ist den dann "geschütztes Vermögen, 150,-/Lebensjahr?
Darf man den nicht benutzen?
Dann hat das alles überhaupt keinen Sinn. Dann ist es in Grunde genommen egal, ob man sein Vermögen gleich verbrauchen muss, oder später, wenn man von Sparbuch Geld für bestimmten Ziel nimmt und es wird als Einkommen angerechnet.

Sogar ein schlechtes Gesetz darf man nicht nach Lust und Laune auslegen!

MfG
Isabell
 

Doink

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#72
Die Grünen kommen mit aufs Boot

Erfurt - Die Grünen haben gefordert, dass auch Hartz-IV-Empfänger von der Abwrackprämie profitieren sollen. Der sozialpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion, Markus Kurth, sagte der «Thüringer Allgemeinen» (Mittwochausgabe), die Grünen seien grundsätzlich zwar keine Freunde der Umweltprämie. «Aber wenn sie schon da ist, sollte sie wenigstens bis zur Schonvermögensgrenze gewährt werden». Es verwies laut Vorabmeldung der Zeitung auf Regelungen im Konjunkturpaket II, nach denen die 100 Euro Kinderbonus nicht auf die Zahlung des Arbeitslosengeldes II angerechnet werde. Die Änderung des Sozialgesetzbuches halte er für nicht so schwierig. Die Abwrackprämie für Altautos in Höhe von 2.500 Euro wird nach derzeitiger Regelung auf die Grundsicherung angerechnet.
Quelle: net-tribune.de

Damit sprechen sich nun schon 3 Parteien (Linke, SPD,Grüne) gegen die Herbasetzung der ALG2 Empfönger aus und fordern Gleiches Recht für alle. Es scheint doch noch Menschen mit Gerechtigkeitssinn zu geben.
 

Gabi

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#73
AW: Die Grünen kommen mit aufs Boot



Damit sprechen sich nun schon 3 Parteien (Linke, SPD,Grüne) gegen die Herbasetzung der ALG2 Empfönger aus und fordern Gleiches Recht für alle. Es scheint doch noch Menschen mit Gerechtigkeitssinn zu geben.
Diese Menschen "mit Gerechtigkeitssinn" wirst Du nach der Wahl im Herbst nirgends mehr finden!
 

Doink

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#74
SPD für Abwrackprämie für Hartz-IV-Empfänger



Berlin(dpa) - SPD-Vize Andrea Nahles hat sich zu einer Abwrackprämie auch für Hartz IV-Empfänger bekannt. Nahles sagte der «Bild»-Zeitung, sie habe nicht den geringsten Zweifel, dass die SPD- Bundestagsfraktion eine Nichtanrechnung der Abwrackprämie für Hartz- IV-Empfänger unterstützen wird. Auch der SPD-Linke Ottmar Schreiner sprach sich dafür aus. Derzeit wird die Abwrackprämie bei Langzeitarbeitslosen auf ihr Grundeinkommen angerechnet.
welt.de
 

Gaestin

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#75
man kann doch unmöglich diese Prämie auf
die Regelleistung anwenden, weil
es sich um eine Vermögensumwandlung handelt,
nicht um Einkommen. Ich verstehe das nicht.
 
E

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#76
Ich auch nicht, aber wenn wir realistisch sind...

Ehe das entschieden wird, ist der Topf an Geldern, der für diese Prämie vorgesehen ist ratzeputz leeeeeeeeeeeeeeer.
 
E

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#77
Mein Gerechtigkeitssinn sagt mir, es müssen keine Gesetze geändert werden. Das Geld ist nicht frei verfügbar. Leben kann ich auch nicht davon. Man bekommt lediglich ein Auto mit 2500 EURO Rabatt.
 

Dora

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#78
Erstaunlich und mir völlig unverständlich wie und warum hier so lange zu diesem Thema diskutiert wird.

Erstens dürfte kaum jemand ernsthaft davon betroffen sein, weil die Anschaffung eines Neu- oder Jahreswagen die finanziellen Möglichkeiten der allermeisten übersteigen dürfte. Selbst dann, wenn das volle Schonvermögen (150 Euro pro Lebensjahr) noch vorhanden ist. Mein Schonvermögen ist in den ersten Jahren Hartz IV bereits auf einem jämmerlichen Rest geschrumpft, da ich wegen der unzureichenden, verfassungswidrigen Leistungen und 2 Kinder trotz sparsamster Lebensweise ständig zuschießen musste, weil wir sonst gegen Ende eines jeden Monats nicht mehr genug zu essem gehabt hätten.

Zweitens wird die Zahl derer, die tatsächlich das Geld für die Anschaffung eines Jahres- oder gar Neuwagens haben, von der Größenordnung her im Prommillebereich oder gar bei absolut Null liegen. Denen sei gesagt, dass die Abwrackprämie eine zweckgebundene Leistung ist und nach der Rechtslage nicht als Einkommen zählt. Sie mögen sich wegen der verlautbarten, angeblichen Anrechnung also beruhigt sehen.

Das Thema der Anrechnung dieser Prämie auf Hartz IV als Erwerbsloser öffentlich zu diskutieren, mag einer Profilneurose dienlich sein, als hilfreich sehe ich das nicht.
Ganz im Gegenteil: Es wird als Jammern auf hohem Niveau wahrgenommen, untergräbt die Glaubwürdigkeit und und ist meiner Meinung nach der falsche Ansatz, denn ausgegrenzt sind Erwerbslose nicht wegen der Abwrackprämie, sondern weil sie nicht mehr verwertbar sind für Profitgier und Kapital, weil ihnen und ihren Kindern Grundrechte verweigert werden und ein menschenwürdiges Leben, ja sogar das Recht auf Leben selbst!

(Müntefering: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!")
.
 

Mausilein06

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#79
Ich weiß auch bald nicht mehr wem man hier was glauben soll.
Die einen sagen es ist zweckgebunden und andere wiederrum sagen, es ist als Einkommen anzurechnen. Auskünfte erhält man nur über die Leistungsabteilung, weil dort die Regelleistungen berechnet werden. Dort darf man aber auch nicht mal eben anklopfen, nein man muss schon einen Termin vereinbaren. Durchwahlnummern erhält man auch nicht. Und dann ist es auch noch so.... das Arge X dies dazu sagt und Arge Y das. Einige (viele) berufen sich auf diesen Paragraphen das es als Einkommen zählt und denken nicht einmal im geringsten darüber nach, das ich das Geld ...sprich die Abwrackprämie nur wieder in ein neues oder in einen Jahreswagen umwandeln muss um in den Genuss zu kommen diese Prämie "zu kassieren".
Diese ungenauen Aussagen machen mich irgendwo ziemlich bluna im Kopf.

Vielleicht weiß ja jemand anderes schon etwas mehr, um das Wochenende doch noch genießen zu können ;)

In diesem Sinne
Euch allen einen schönen Tag, mit oder ohne den Gedanken an die Abwrackprämie und schöne Grüße nach Irgendwo in Thüringen
 

Dora

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#80
Hallo "Mausileino6"

herzlich willkommen im Forum!
....
Vielleicht weiß ja jemand anderes schon etwas mehr, um das Wochenende doch noch genießen zu können ;)
...
Vielleicht denkst du einfach mal selber nach, statt die Mitarbeiter von ARGEn zu fragen, die angewiesen sind, Leistungen zu kürzen, wo es nur geht?

Nutze doch bitte das Wochenende und recherchiere mal selbst.

In diesem Sinne einen schönen Tag noch und ein an eigenen Erkenntnissen reiches Wochenende!

Schöne Grüße nach Irgendwo!

PS: Wie viel soll denn dein neues Auto kosten?
.
 

Mausilein06

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#81
Hallo Dora,

weißt Du, wieviel ich schon selbst darüber nachgedacht habe?

Und wenn ich den ganzen Tag Zeit hätte, würde ich selbstverständlich auch recherchieren können, aber leider habe ich nich den ganzen Tag Zeit, weil ich zufällig nebenbei auch noch arbeiten muss.

In diesem Sinne

Schönen Tag noch!

P.S Geld :D
 

Dora

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#82
Hallo Dora,

weißt Du, wieviel ich schon selbst darüber nachgedacht habe?
Nein - aber dir ist doch klar, dass es sich um eine an den Zweck Neu- Jahreswagenkauf gebundene Leistung handelt, oder?

Und wenn ich den ganzen Tag Zeit hätte, würde ich selbstverständlich auch recherchieren können, aber leider habe ich nich den ganzen Tag Zeit, weil ich zufällig nebenbei auch noch arbeiten muss.
Ja, das hast du recht. Wer hat schon den ganzen Tag Zeit. Bin gerade mit Abwasch fertig und die Kinder an ihren Aufgaben.....
Aber 2.500,00 € sind sicher Anreiz genug sich mal kurz im Netz und dem SGB schlau zu machen, oder?

In diesem Sinne

Schönen Tag noch!
.
 

Doink

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#83
Mein Gerechtigkeitssinn sagt mir, es müssen keine Gesetze geändert werden. Das Geld ist nicht frei verfügbar. Leben kann ich auch nicht davon. Man bekommt lediglich ein Auto mit 2500 EURO Rabatt.
So siehts aus, leider raffen das nicht alle. Aber sicher würde jeder vor dem Gericht Recht bekommen und es wird wieder merh Klagen geben.
 

oni71

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#84
Hallo ,
die Diskussion ansich ist glaube ich wirklich unnütz, den bis die Koalitionspartner sich geeinigt haben ist nix mehr drin im Topf :icon_neutral:
 

Guevara

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#85
Ich will auch eine Abwrackprämie für mein altes Damenrad !!!

:eek:
 

Paolo_Pinkel

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#86
Hi,

wo wir grade dabei sind heiter ab zu wracken. Ich hätte da auch noch was ab zu wracken, nämlich:

- Hartz-IV
- Sachbearbeiter, Fallmanager sowie dessen weiteren zahlreichen Erfüllungsgehilfen.
- Unsere Regierung
- ...

Bitte weiter führen falls was wichtiges vergessen wurde. Danke.

Gruss

Paolo
 

Doink

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#87
Hallo ,
die Diskussion ansich ist glaube ich wirklich unnütz, den bis die Koalitionspartner sich geeinigt haben ist nix mehr drin im Topf :icon_neutral:
ich denke sie beeilen sich mit der Entscheidung, wenn Sie für die Wahl im Herbst schonmal Punkte sammeln wollen. Ausserdem sind noch über 400.000 EUR im Topf, die reichen noch ne Weile. Viele der Anträge sind auch unvollständig, etc.

Doch auch wenn sie sich nicht einigen sollten, sind schon einige Aussagen der SPD eindeutig für die Ansicht, dass die Abwrackprämie zweckbeunden ist und keine Einnahme. Gesetz hin oder her, vor jedem Sozialgericht würde man Recht bekommen.
 

anettl

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#88
Liebste Sally,
falls du es gelesen hast, gibt es auch H4 Empfänger die entweder

- das Kapital dafür schon als Schonvermögen auf ihrem Sparbuch haben(hatten
- von Verwandten ein zinsloses Darlehen dafür bekommen können.
oder wie in meinem/unseren Fall
- bereits wieder auf Steuerkarte arbeiten und nur noch Mietkosten oder Unterhaltskostenbeihilfe bekommen.

Und ich kann nur nochmals wiederholen, es kann doch nicht angehen, dass H4ler immer und bei allem nur noch ausgegrenzt und benachteiligt werden! Oder sehe ich das etwa zu eng oder falsch, dass es immer als Erstes heißt:, "Jja aber Hartz IV Empfänger dies nicht und das nicht".
Genauso wie beim Konjunkturpaket als Erstes darüber diskutiert wurde, ob H4 Empfänger vielleicht auch etwas mehr bekommen sollen und das sofort händeringend auf Ablehnung stieß. Kann doch nicht angehen oder?
 

anettl

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#89
Martin Behrsing schrieb:
zu der Umweltfreundlichkeit muß man ja doch dazu erwähnen - ich weiß nicht, ob dir das bekannt ist - das der weitaus größte Verbrauch an Rohstoffen und Umeltressourcen, auch das CO2, bei der Produktion des Fahrzeugs anfällt, und es daher oft auch von der Umweltbilanz her günstiger ist, ein altes Fahrzeug solange zu fahren bis es sozusagen seine Milch gegeben hat, auch wenn es mehr Sprit verbraucht und schlechtere Abgaswerte hat als die neueste Innovation. Von daher ist diese Abwrackprämie auch von der Umweltbilanz her gesehen, möglicherweise schwachsinnig.
Unseres hat ja seine Milch gegeben, was ich bereits mehrmals klar und deutlich erklärt habe.
Und wenn ich dann die Wahl habe, mir wieder ein bereits mehrere Jahe altes Auto zu kaufen oder für fast das gleiche Geld ein nagelneues Auto bekommen kann, dann verstehe ich nicht, wieso das auf Unverständnis stößt.

Ich glaube die Politiker rechnen auch bei ihrem Stimmenfang ein bisschen falsch. Auch Hartz 5 Empfänger sind potentielle Wähler, die eine Stimme bei der Wahl zu vergeben haben (noch, wer weiß wann auch dieses Recht den H4lern gestrichen wird :icon_twisted:). Auf jeden Fall könnten genau diese Stimmen einer Partei mal schmerzlich fehlen, wenn es darum geht, ob sie die Nase vorn hat.

@ Donauwelle

Ich habe noch eine Frage an dich. Du wolltest mir doch den Kauf eines guten Gebrauchten so schmackhaft machen.
Wie schauts aus, wieviel wärst du denn bereit mir für meinen 15 Jahre alten Mazda 323, der im April TÜVfällig ist und in den du erst noch ca. 2000,-€ reinstecken musst zu geben? *zwinker*
 

Mausilein06

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#90
Dora schrieb:
Nein - aber dir ist doch klar, dass es sich um eine an den Zweck Neu- Jahreswagenkauf gebundene Leistung handelt, oder?

...ja nee, wenn du mir das jetzt nicht gesagt hättest....:icon_neutral:

Dora schrieb:
Ja, das hast du recht. Wer hat schon den ganzen Tag Zeit. Bin gerade mit Abwasch fertig und die Kinder an ihren Aufgaben.....
Aber 2.500,00 € sind sicher Anreiz genug sich mal kurz im Netz und dem SGB schlau zu machen, oder?

Fein.... das muss ich zusätzlich ,neben meiner Arbeit machen.

Kinder, Haushalt und Arbeit unter einen Hut zubringen..., aber da bin ich mit Sicherheit nicht die einzigste.

Ich habe mich letztes Jahr selbstständig gemacht und bekomme nur einen kleinen Opolus von der ARGE.

Ich finde es ziemlich bekloppt von einigen Leuten, die sich das Recht herausnehmen über andere sich ein Urteil erlauben, obwohl man sich in keinsterweise persönlich kennt.

Hartz 4 Leute tragen eh einen Stempel auf der Stirn mit der Aufschrift:
"Arbeit lauf weg, ich komme".

Man darf hier nicht alle Leute über einen Kamm scheren.

Mit Sicherheit gibt es auch genau diese Kategorie..."alles Scheisse, alles Mist, wenn man nich besoffen ist", Hartz 4- ler sind alle faul usw. .... in der wir alle hineingesteckt werden...ob wir wollen oder nicht.

Und das sich dagegen so einige Wehren verwundert mich überhaupt nicht, denn ich gehöre auch zu denen, die sich damit nicht abfinden wollen und können.

Ich bin weder faul noch saufe ich mir am Tag die Birne zu.

Zum anderen geht es hier ja um die Abwrackprämie, für mich steht fest, das es zweckgebunden ist, aber wenn die aus den Leistungsabteilungen sagen ...in China fällt ein Sack Reis um, dann ist das so....

anettl..... mein Auto ist auch schon 17 Jahre alt, muss nächste Woche zum TÜV und AU, eine große und kaputte Sparbüchse, wo man nur reinstecken muss, aber wen interessiert das schon.... ausschlaggebend ist doch für die meisten.... wenn Du Hartz 4 ler bist, hast Du dir und darsft du dir nix leisten.

Dieses Auto iss nicht mal mehr 500,00 €uronen wert. Auf Dummschwätzer kann ich auch gut verzichten *zwinker*

Und was sich letztendlich jeder für ein Auto leistet, geht keinem etwas an.

In diesem Sinne....

Euch allen einen schönen Tag noch....

P.S. ich muss arbeiten :p
 

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#91
@ Donauwelle

Ich habe noch eine Frage an dich. Du wolltest mir doch den Kauf eines guten Gebrauchten so schmackhaft machen.
Wie schauts aus, wieviel wärst du denn bereit mir für meinen 15 Jahre alten Mazda 323, der im April TÜVfällig ist und in den du erst noch ca. 2000,-€ reinstecken musst zu geben? *zwinker*
Was ist an diesem denn "gut"?

Ich habe nur gesagt, dass es ein riesiger Unterschied ist, ob man einen 15 Jahre alten Gebrauchten hat - oder ob der Gebrauchte 3 oder 4 Jahre alt ist. Wirtschaftlich ist ein "Neuwagen" totaler Unsinn, da dieser innerhalb 1-2 Jahren die Hälfte seines Wertes verliert. Hätte ich heute 5000 EUR für ein Auto (und nichts besseres dafür zu kaufen - es gibt noch eine Menge mehr Baustellen als den fahrbaren Untersatz - u.a. auch ein gewisses Polster für Notlagen zu haben...) würde ich sicherlich keinen Dacia Sandero und Co. in Niedrigstausstattung kaufen, nur um die Abwrackprämie zu kassieren, sondern würde mich am Markt nach einem Gebrauchtwagen umsehen, ggf. noch ein paar Monate warten, da sich da noch einiges an den Preisen in diesem Segment ändern wird.

Und ganz nebenbei - wie oben schon erwähnt - es gibt eben auch noch anderes, dass man mit seinem Geld leisten muss und für das man Rücklagen benötigt. Meine letzten 2.500 EUR an Rücklagen fließen gerade in den Schulabschluß meines Sohnes, der ihm nicht von der ARGE finanziert wird... Ich finde es recht blauäugig in einer Zeit, in der es einem finanziell nicht gut geht, so viel Geld in den Luxus Neuwagen zu stecken. Hätte ich 5000 EUR und würde einen fahrbaren Untersatz benötigen, würde ich mir für 2.000 - 3.000 EUR einen Kleinwagen besorgen, der 2 Jahre TÜV hat und eben darauf bauen, dass ich in dieser Zeit keine Reparaturen benötige. Den Rest würde ich auf die hohe Kante legen. Die Situation kann in 2 Jahren ganz anders aussehen - und dann ist auch ein besseres Auto kein Problem.
 

Doink

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#92
Direktvergleich Neuwagen vs Gebrauchtwagen:

Neuwagen: 1. Jahr Steuerfrei ab dem 2.Jahr niedrige Steuern (kleinwagen)
Gebraucht: Meistens 200-300 EUR Steuer im Jahr !

Neuwagen: Die ersten 3 Jahre Garantie und 0 Reparaturen
Gebraucht: Jedes halbe Jahr Reparaturen / Tüv Probleme, etc.

Neuwagen: Meistens niedrig im Verbrauch speziell bei Kleinwagen
Gebraucht: Hohe Benzinkosten

Alten einfach verschrotten lassen bringt nix, höchsten 50 EUR vom Schrotthändler, wenn überhaupt. Den alten in Vereinbarung mit der Prämie in Anzahlung geben bringg 2500 Preisnachlass !

Ein Neuwagen bietet einem Hartz 4 Empfänger der aufstockt und es für die Arbeit braucht ein sicheres Fortbewegungsmittel und für die Umwelt ist es auch gut. Ich werde langsam wütend wenn ich lese: Hartz 4 Empfänger dürfen sich sowas nicht leisten, etc. Ich habs satt !
 

blinker5902

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#93
Hat sich eigentlich schon jemand Gedanken darüber gemacht, wie sich diese sogenannte Abwrackprämie (kurzzeitige Spritze für die verarmte Autoindustrie) im nächsten Jahr auswirkt?
Kurzarbeit, kurzarbeit.
Nun ja, das Arbeitsamt bezahlt dann die Zeche.
Bzw. muss die Suppe auslöffeln, die das "Merkel" und Konsorten dummerweise angerührt haben.
Ich frage mich; gibt es heutzutage denn keine Politiker mehr die auch wissen, was sie tun?
Haben wir nur noch Luschen, die das Geld nicht wert sind, das sie verdienen?

blinker5902
 

Mausilein06

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#94
Ein Neuwagen bietet einem Hartz 4 Empfänger der aufstockt und es für die Arbeit braucht ein sicheres Fortbewegungsmittel und für die Umwelt ist es auch gut. Ich werde langsam wütend wenn ich lese: Hartz 4 Empfänger dürfen sich sowas nicht leisten, etc. Ich habs satt !
.........mein reden.........@ Doink, ich habs auch langsam satt und vorallem bin ich es Leid, mich ständig rechtfertigen zu müssen. Warum... wieso... und weshalb...

Guts Nächtle Euch allen!
 

Banquo

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#95
Hat sich eigentlich schon jemand Gedanken darüber gemacht, wie sich diese sogenannte Abwrackprämie (kurzzeitige Spritze für die verarmte Autoindustrie) im nächsten Jahr auswirkt?
Kurzarbeit, kurzarbeit.
Nun ja, das Arbeitsamt bezahlt dann die Zeche.
Bzw. muss die Suppe auslöffeln, die das "Merkel" und Konsorten dummerweise angerührt haben.
Ich frage mich; gibt es heutzutage denn keine Politiker mehr die auch wissen, was sie tun?
Haben wir nur noch Luschen, die das Geld nicht wert sind, das sie verdienen?
Doch, doch, die wissen [halbwegs], was sie tun. Es geht um das Wichtigste in ihren Augen: die Bundestagswahl Ende September 2009. Bis dahin muß noch alles halbwegs funktionierend aussehen. Dann ist die Wahl und danach können dann die harten Fakten durchbrechen - aber bitte nicht vorher. :icon_pfeiff:
 

Doink

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#96
Wenn eine Partei auch noch bei Hartz4 Empfänger punkten will, soll sie sich mit der Entscheidung beeilen ob man Hartz 4 Empfänger die Abwrackprämie als Einkommen anrechnet oder nicht. Denn ende Mai ist der Topf zu 90% leer.
 

anettl

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#97
Was ist an diesem denn "gut"?

Ich habe nur gesagt, dass es ein riesiger Unterschied ist, ob man einen 15 Jahre alten Gebrauchten hat - oder ob der Gebrauchte 3 oder 4 Jahre alt ist. Wirtschaftlich ist ein "Neuwagen" totaler Unsinn, da dieser innerhalb 1-2 Jahren die Hälfte seines Wertes verliert. Hätte ich heute 5000 EUR für ein Auto (und nichts besseres dafür zu kaufen - es gibt noch eine Menge mehr Baustellen als den fahrbaren Untersatz - u.a. auch ein gewisses Polster für Notlagen zu haben...) würde ich sicherlich keinen Dacia Sandero und Co. in Niedrigstausstattung kaufen, nur um die Abwrackprämie zu kassieren, sondern würde mich am Markt nach einem Gebrauchtwagen umsehen, ggf. noch ein paar Monate warten, da sich da noch einiges an den Preisen in diesem Segment ändern wird.

Und ganz nebenbei - wie oben schon erwähnt - es gibt eben auch noch anderes, dass man mit seinem Geld leisten muss und für das man Rücklagen benötigt. Meine letzten 2.500 EUR an Rücklagen fließen gerade in den Schulabschluß meines Sohnes, der ihm nicht von der ARGE finanziert wird... Ich finde es recht blauäugig in einer Zeit, in der es einem finanziell nicht gut geht, so viel Geld in den Luxus Neuwagen zu stecken. Hätte ich 5000 EUR und würde einen fahrbaren Untersatz benötigen, würde ich mir für 2.000 - 3.000 EUR einen Kleinwagen besorgen, der 2 Jahre TÜV hat und eben darauf bauen, dass ich in dieser Zeit keine Reparaturen benötige. Den Rest würde ich auf die hohe Kante legen. Die Situation kann in 2 Jahren ganz anders aussehen - und dann ist auch ein besseres Auto kein Problem.
Ja siehst du Donauwelle, so ist es bei jedem anders. Jeder ist in einer anderen Situation und jeder sollte seine individuelle Situation selbst betrachten und entscheiden können.
Ich hatte bereits unsere Situation geschildert und die sieht nunmal ganz anders aus, als deine.

In meinem/unseren Fall sehe ich es so, dass ich durch die Investition in einen Neuwagen, nur sparen kann. Wodurch ich dann in der Lage wäre, meine Rücklagen auch wieder aufzufüllen, indem ich monatlich einen festen Betrag wieder aufs Sparbuch einzahle.

So ganz nebenbei mal kurz erzählt. Freunde von uns (keine H4empfänger!) haben sich voriges Jahr einen 4 Jahre alten Opel Astra gekauft. Und was soll ich sagen, der Wagen ist ständig in der Werkstatt und sie haben schon enorm viel Geld reinstecken müssen, weil dauernd was kaputt ist. Bei einem Neuen hätte ich 3 Jahre Garantie und wenn dann was kaputt geht, ist das damit gedeckt. Verschleißteile natürlich ausgenommen, das hat man aber bei einem Gebrauchten ja auch.

Ich finde es einfach nur nicht ok, wenn so pauschal geurteilt wird. ;)
 

anettl

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#98
Ich habe übrigens gestern eine Email an den Ausschuss für Arbeit und Soziales, der ja derzeit die Rechtslage wegen der Awrackprämie für Hartz IV empfänger prüft, geschrieben. Hier einen Auszug daraus:

Auf der einen Seite wird von Hartz IV-Empfängern verlangt und erwartet, dass sie flexiebel und bereit sein sollen, für einen Arbeitsplatz auch weitere Strecken in Kauf zu nehmen und alles dafür zu tun, wieder in Arbeit zu kommen. Auf der anderen Seite soll ihnen verwehrt werden, ihr altes, schrottreifes Auto auch mit Hilfe dieser Prämie in ein neues Umzuwandeln?
Ich verstehe nicht, was es da überhaupt zu diskutieren gibt.

Die UNION ist der Meinung, die Abwrackprämie sei eine "Einnahme in Geldeswert". Ist sie das?
Ich zitiere aus einem Artikel aus Die Welt Online vom 28.02.2009:

"Die Union lehnt eine Aufweichung der Anrechnungsregeln nicht grundsätzlich ab. CDU-Arbeitsmarktexperte Ralf Brauksiepe verwies auf die Prüfung durch das Bundesarbeitsministerium. "Wenn das Ergebnis sein sollte, dass im Rahmen der geltenden Gesetze die Abwrackprämie auch an Hartz-IV-Empfänger zu zahlen ist, respektiere ich das", sagte er der "Rheinischen Post". Allerdings lehne er es ab, deswegen bestehende Gesetze zu ändern."

Dazu bedarf es aus meiner Sicht auch keine Gesetzesänderung. Ich bin zwar keine Rechtsexpertin, aber mein durchaus vorhandener Sinn für Gerechtigkeit und geltendes Gesetz sagt mir:
Eine der wichtigsten Bedingungen, um diese Prämie überhaupt zu erhalten ist die, dass diese 2.500,- Euro ausschließlich für den Kauf eines Neuwagens verwendet werden dürfen. Dazu sind diverse Nachweise zu erbringen wie, der Kaufvertrag, der Nachweis des Demontagebetriebes und der Beleg der Neuanmeldung des neuen Fahrzeuges u.s.w.". Durch diese Tatsache, ist diese Prämie eindeutig (anders als z.B. ein Lottogewinnen) Zweckgebunden!!! Dies bedeutet, dieses Geld darf nicht für Lebensmittel, Kleidung, Zahlung der Laufenden Kosten oder sonstige Ausgaben verwendet werden! Das Fazit ist, es kann nicht als Zufluss in Geldeswert betrachtet und daher auch nicht als Zufluss in Geldeswert angerechnet werden. Der Abzug eines Händlerrabatts vom Kaufpreis wird ja auch nicht als Einnahme in Geldeswert betrachtet, da es sich ja um einen Preisnachlass handelt! Und als eben solches, sollte auch die Umweltpräme angesehen werden und genau so wurde es ja auch den Bürgern "schmackhaft" gemacht.

Laut geltendem Gesetz § 12 Abs. 3 Nr. 2 SGB II ist ein angemessenes Kraftfahrzeug für jeden in der Bedarfsgemeinschaft lebenden erwerbsfähigen Hilfebedürftigen nicht als Vermögen zu berücksichtigen.
Laut Urteil vom 6. September 2007, Az.: B 14/7b AS 66/06 R hat das BSG den Wert eines „angemessenen“ KfZ im Regelfall pauschal auf 7.500 Euro festgesetzt.
Hieraus ergibt sich; ein KfZ eines/r Hilfebedürftigen ist pauschal bis zu einem Wert von 7500 Euro ein „angemessenes“ KfZ, der darüber liegende Wert ist in der Regel ohne weitere Prüfung „unangemessen“ und füllt das Schonvermögen nach § 12 Abs. 2 SGB II auf und ist (nur) insofern anrechnungsfrei Dabei ist natürlich die individuelle Schonvermögensgrenze zu betrachten.
.......
"Der Senat geht dabei allerdings davon aus, dass ein isoliert betrachtet unangemessener Vermögensgegenstand iS des § 12 Abs 3 Satz 1 SGB II nicht in jedem Fall zu verwerten ist. Vielmehr ist im Rahmen des § 12 SGB II eine Gesamtbetrachtung aller Vermögensgegenstände und Vermögenswerte anzustellen. Das verwertbare Vermögen iS des § 12 SGB II darf nur insgesamt betrachtet nicht die Freibeträge gemäß § 12 Abs 2 SGB II übersteigen (…)." [BSG, Urteil vom 6. September 2007, B 14/7b AS 66/06 R Rdnr. 12]

Ausserdem ist zu prüfen, ob es sich in dem Fall, wo bereits ein KFZ vorhanden ist, nicht ebenfalls auch (zumindest teilweise) um eine Vermögensumwandlung handelt! Meiner Meinung nach, ist dies der Fall.

Ein weiterer Punkt, welcher gegen die Anrechnung spricht:
Wenn bei Hartz IV-Empfängern die Abwrackprämie als Einnahme angerechnet wird, dann müsste sie ja bei allen anderen auch als Einkommen betrachtet und somit versteuert werden! Ansonsten wäre, nach meiner Auffassung, keine Gleichbehandlung mehr gegeben.

Es kann doch nicht sein, dass Milliarden Euro in Banken gesteckt werden, die angeblich pleite sind - aber deren Manager sich ohne mit der Wimper zu zucken, trotz Wirtschaftskrise ihren Bonus in die Tasche stecken. Oder in Unternehmen, die das Geld einstecken und trotzdem Kurzarbeit anmelden. Und tut es Not, sich trotz der Krise die Diäten zu erhöhen?

Es macht mich wirklich sehr betroffen und betrübt, wie sehr inzwischen Hartz IV-Empfänger, sogar seitens der Regierung eines Landes, ausgegrenzt und diskriminiert werden! Durch diverse Äußerungen von namhaften Politikern wie (sinngemäß):
- Hartz IV-Empfänger sollten sich doch warme Jacken anziehen, um Heizkosten zu sparen.
- Hartz IV-Empfänger wandeln erhaltenes Geld ja nur in Zigaretten und Alkohol um.
oder dergleichen, erwecken den Eindruck eines eindeutigen Klassismus, durch den auch die allgemeine Stimmung der Bürger gegen Hartz IV-Empfänger angestachelt werden soll. In den Köpfen der Menschen wird ein Feindbild "Hartz IV-Empfänger" geschaffen, dem der generelle Stempel "Sozialschmarotzer" aufgedrückt wird. Leider wird viel zu sehr vergessen, dass viele Menschen durch die Einführung des ALG II erst zum Sozialfall gemacht wurden! Selbst Menschen, die 20, 30 Jahre oder mehr gearbeitet haben, werden nach nur einem Jahr sofort in den Kreis der Hartz IV-Empfänger geschoben und somit ebenfalls zum Sozialschmarozer abgestempelt. Das darf nicht sein und muss aufhören!!!
Den Armen wird vorgeworfen raffsüchtig zu sein, stehen aber daneben und sehen nur, wie sich die Reichen die Taschen noch immer mehr vollstopfen.

Ich kann Sie nur im Namen aller betroffenen Empfängern von ALG II darum bitten, die leidvolle und diskriminierende Diskussion über die Anrechnung der Abwrackprämie bei Hartz IV-Empfängern zugunsten der Betroffenen zu entscheiden und zu beenden.
Bitte denken sie auch daran:
Auch Hartz Iv-Empfänger haben eine Wählerstimme, die Gott sei Dank noch genauso zählt, wie die eines Menschen, der noch in der glücklichen Lage ist, noch einen Arbeitsplatz zu haben! Viele vergessen eins - man ist viel schneller Hartz IV-Empfänger, als man denkt!

Hochachtungsvoll
In meiner Signatur befindet sich der Satz:
Die Armen denken: "Wir möchten doch nur auch mal etwas mehr.", die Reichen: "Wir wollen immer mehr!"
- da liegt der Unterschied in der Art zu denken.
 

Jesaja

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#99
Ich habe übrigens gestern eine Email an den Ausschuss für Arbeit und Soziales, der ja derzeit die Rechtslage wegen der Awrackprämie für Hartz IV empfänger prüft, geschrieben. Hier einen Auszug daraus:



In meiner Signatur befindet sich der Satz:
Die Armen denken: "Wir möchten doch nur auch mal etwas mehr.", die Reichen: "Wir wollen immer mehr!"
- da liegt der Unterschied in der Art zu denken.
Toll formuliertes Anschreiben, super :icon_daumen:
 

Doink

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Ich habe übrigens gestern eine Email an den Ausschuss für Arbeit und Soziales, der ja derzeit die Rechtslage wegen der Awrackprämie für Hartz IV empfänger prüft, geschrieben. Hier einen Auszug daraus:



In meiner Signatur befindet sich der Satz:
Die Armen denken: "Wir möchten doch nur auch mal etwas mehr.", die Reichen: "Wir wollen immer mehr!"
- da liegt der Unterschied in der Art zu denken.
Klasse Schreiben - müsste man als Vordruck bereitstellen und alle hinmailen. Wie ist denn die E-Mail Addy? :icon_klatsch:
 
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