lilaa

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Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

Hallo,

ich bin relativ ratlos mit meinem Hartz IV Antrag.
und zwar folgende probleme / Fragen:
1) Ich hatte im Dezember ALG II beantragt, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Im Januar bin ich umgezogen (noch ohne überhaupt eine Rückmeldung vom Jobcenter, dort hatte ich meinen persönlichen termin
am 22.01., war aber da shcon umgezogen, nur noch nicht mit Mietvertrag unterschrieben. Ich wusste da also noch gar nichts davon dass ich das beantragen muss etc, und ich bin auch "nur" innerhalb des gleichen Ortes umgezogen, damit meine Geschwister ein eigenes Zimmer haben können. Um jetzt also Problemen aus dem Weg zu gehen hab ich also eine Verzichtserklärung für dezember unterschrieben, um jetzt quasi komplett neu und unabhängig den antrag zu stellen..
[edit: ist es relevant dass ich die wohnung meiner eltern nicht abgemeldet habe, sondern noch als erstwohnsitz habe und die andere als zweitwohnsitz? wird das kontrolliert?]
aber ich glaube das jc will das nicht so sehen. womit ich zu punkt
2) komme.. und zwar der EGV. die zu unterschreiben wurde ich direkt beim ersten besuch gewzungen. mittlerweile weiß ich dass das relativ dumm war die einach so zu unterschreiben, aber was mach ich jetzt?
ist die auch ungültig weil ich ja die verzichtserkklärung unterschrieben hab und müsste neu abgeschlossen werden?
3) Hauptfrage. Zu welchen Gesprächen dürfen die mic jetzt noch zwingen?
Ich will doch deigentlich nur meinen Antrag ausfüllen und wieder gehen und den hab ich bis jetzt nicht bekommen. (also, nur übers internet ausgedruckt, aber wollten den nicht entgegen nehmen? wie gehe ich denn am besten vor?
4) Wenn ich dann ALG II beziehen sollte, zu was darf ich gezwungen werden? Also welche Jobs muss ich annehmen, was sind die Bedingungen?
5) kann ich jetzt fahrtkostenerstattung beantragen wenn ich persönlich vorbei kommen soll?

Tut mir wirklich leid, dass ich so viele Fragen hab und ich informier mich jetzt auch schon wochenlang aber anscheinend bin ich da sehr ineffizient :/ ich freue mich über jede hilfe!
Liebe Grüße, Lila
 
G

Gast1

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

Hi lilaa,

Hallo,

2) komme.. und zwar der EGV. die zu unterschreiben wurde ich direkt beim ersten besuch gewzungen. mittlerweile weiß ich dass das relativ dumm war die einach so zu unterschreiben, aber was mach ich jetzt?
ist die auch ungültig weil ich ja die verzichtserkklärung unterschrieben hab und müsste neu abgeschlossen werden?
Wann hast Du die EGV unterschrieben? Im Dezember oder im Januar?

3) Hauptfrage. Zu welchen Gesprächen dürfen die mic jetzt noch zwingen?
Ich will doch deigentlich nur meinen Antrag ausfüllen und wieder gehen und den hab ich bis jetzt nicht bekommen. (also, nur übers internet ausgedruckt, aber wollten den nicht entgegen nehmen? wie gehe ich denn am besten vor?
Hat man Dir gesagt: "Ohne unterschriebene EGV kriegen Sie nicht die Antragsunterlagen/kann Ihr ALG II nicht bewilligt werden"?

Du musst alle Gespräche wahrnehmen, für die Du Einladungsschreiben erhalten wirst, in denen eine Rechtsfolgenbelehrung enthalten ist. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Der Meldegrund für die "Einladung" muss indirekt einer derjenigen sein, die in § 309 Abs. 2 SGB III genannt sind. Ist der Meldegrund unzulässig, musst Du die "Einladung" nicht wahrnehmen.

4) Wenn ich dann ALG II beziehen sollte, zu was darf ich gezwungen werden? Also welche Jobs muss ich annehmen, was sind die Bedingungen?
Schau Dir mal diesen Paragrafen an, so als Erstinfo:

SGB 2 - Einzelnorm

Wenn Du Vermittlungsvorschläge vom Jobcenter erhältst, dann stelle sie hier anonymisiert ein, dann schauen sich die anderen User die mal an und geben Dir Ratschläge.

5) kann ich jetzt fahrtkostenerstattung beantragen wenn ich persönlich vorbei kommen soll?
Das ist nur möglich, wenn man Meldetermine beim Jobcenter wahrnimmt, für die man ein Einladungsschreiben erhalten hat.
 

lilaa

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

erstmal vielen dank!

die egv habe ich im januar unterschrieben - wie gesagt, vorher war ich auch gar nicht da und wusste auch nix von dem umziehverbot.

nicht direkt. ich bin hingekommen und wollte nur meinen antrag nochmal ausfüllen und dann wurde mir erklärt dass ich erst 3 gespräche führen muss, das erste die egv, dann arbeitsvermittlung usw..
schriftlich eingeladen wurde ich nur persönlich vorzusprechen, nicht mehr und nicht weniger.
das war bei der letzten und aktuellen antragsstellung gleich. also aktuell wegen "identitäts- u. zuständigkeitsprüfung". interessant finde ich auch, dass ich dieses mal gleich einen rechtsbehelf dran hatte im gegensatz zum ersten mal..
also könnte ich auch da einfach hin gehen (der service mensch am telefon meinte er hätte mich eingebucht so dass ich nicht so lang warten muss?), perso vorlegen, nach fahrtkostenantrag fragen, nach alg II antrag fragen und wieder gehen?
 

Doppeloma

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

Hallo lilaa,

ist es relevant dass ich die wohnung meiner eltern nicht abgemeldet habe,
sondern noch als erstwohnsitz habe und die andere als zweitwohnsitz? wird das
kontrolliert?] aber ich glaube das jc will das nicht so sehen.
Ja, das ist relevant, zum Ersten wäre mal interessant zu wissen ob du UNTER 25 Jahre alt bist oder schon über 25, denn das hat sehr relevante Bedeutung dafür ob du einfach so umziehen kannst, damit deine Geschwister ein eigenes Zimmer bekommen können.

Jedenfalls wen anschließend das JC eine Wohnung für dich bezahlen soll ... dafür werden U 25 in der Regel "handfestere" Gründe gefordert als der persönliche Wunsch, dass die Geschwister eigene Zimmer haben sollen.

Wenn du zudem weiter mit Hauptwohnsitz bei deinen Eltern gemeldet bist und die eigene Wohnung der "Zweitwohnsitz" sein soll, dann wird das mehr als "relevant", die Kosten für einen Zweitwohnsitz übernimmt das JC da sicher nicht ... :icon_evil:
Klar wird das kontrolliert, du musst doch deinen Ausweis vorweisen (brauchst nach einem Umzug mit Sicherheit auch die Meldebescheinigung), wie stellst du dir das so vor mit deiner "Zweitwohnung", das kann man sich erlauben wenn man genug Geld dafür übrig hat aber nicht wenn ein Sozial-Leister das finanzieren soll.

die egv habe ich im januar unterschrieben - wie gesagt, vorher war ich auch gar nicht da und wusste auch nix von dem umziehverbot.
Es gibt kein "Umziehverbot" aber wenn ein Amt die Kosten dafür tragen soll (Lebensunterhalt / Miete, vielleicht noch Erstausstattung und einige Umzugskosten), dann muss man sich (besonders U 25) einen Umzug aus der Wohnung der Eltern genehmigen lassen und wenn man sich damit nicht auskennt, sollte man sich VORHER kundig machen und nicht einfach mal ne Wohnung anmieten (wollen), die man selber gar nicht bezahlen kann. :icon_evil:

Wenn du dann offiziell auch noch bei deinen Eltern weiter (mit Hauptwohnsitz) gemeldet sein willst, warum sollte dir das Amt dann überhaupt eine Wohnung bezahlen müssen ...
Entweder bist du wirklich noch sehr jung und unerfahren mit solchen Sachen oder reichlich naiv ...

Die unterschrieben EGV sollte da dein geringstes Problem sein, wenn du keine Leistungen beziehst, dann kann es auch keinen verbindlichen "Vertrag" mit dem JC geben, den du erfüllen müsstest... aber auch dazu hast du offensichtlich null Ahnung, auch nicht davon, dass du beim JC in Arbeit vermittelt werden sollst damit man möglichst schnell NICHT mehr für dich zahlen braucht ...

Was du so schreibst zu deiner (versuchten) Antragstellung ist allerdings auch sehr verwirrend ... :icon_kinn:

das war bei der letzten und aktuellen antragsstellung gleich. also aktuell wegen
"identitäts- u. zuständigkeitsprüfung". interessant finde ich auch, dass ich
dieses mal gleich einen rechtsbehelf dran hatte im gegensatz zum ersten mal..
Wo (Antrag /Bescheid/Einladung ???) hattest du bitte einen "Rechtsbehelf" dran ... was verstehst du genau darunter oder meinst du die Rechts-Folgen-Belehrung, das ist was ganz anderes ... ???

also könnte ich auch da einfach hin gehen (der service mensch am telefon
meinte er hätte mich eingebucht so dass ich nicht so lang warten muss?), perso
vorlegen, nach fahrtkostenantrag fragen, nach ALG II antrag fragen und wieder
gehen?
Was die "Service-Menschen" dir am Telefon erzählen kannst du nie beweisen, er hat dich also schon "eingebucht" ... hast du den Antrag jetzt komplett fertig neu ausgefüllt mit ALLEN erforderlichen Nachweisen und welche Wohnanschrift gibst du denn dort nun an und für welche Wohnung willst du nun KdU haben ... ???

Ach so du willst nach ALLEM nur "fragen" ... Fahrtkosten werden nur erstattet wenn du eine Einladung (schriftlich) für einen Meldetermin hast, was willst du zum Antrag "fragen", ist der nun schon fertig oder nicht ???

Dann "fragt" man da nichts mehr, dann gibt man den gegen Eingangsbestätigung ab und das Amt ist gesetzlich verpflichtet den auch anzunehmen und zu bearbeiten, wenn man das (wieder ?) ablehnt verlangst du die Rechtsgrundlagen dafür und dann gibst du den Antrag bei der Meldestelle/ Polizei oder Stadtverwaltung ab, dass die den weiterleiten MÜSSEN an das Jobcenter ...

Nein, das ist KEIN Witz, so steht das im Gesetz !!!

§ 16 SGB I Antragstellung

Am Besten gehst du gar nicht erst alleine zum JC, sondern nur noch mit Beistand nach § 13 SGB X, bitte nimm Jemanden mit, der mehr Ahnung davon hat als du, sonst kommst du da wieder und "man hat dir beim JC eine Waschmaschine verkauft" ... :wink:

§ 13 SGB X Bevollmächtigte und Beistände

Bist du U 25 dann kannst du das alles vergessen wie du dir das bisher vorstellst, dann werden deine Geschwister wohl noch ein Weilchen auf eigene Zimmer warten müssen ...

MfG Doppeloma
 
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Gast1

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

lilaa, Deine Worte verstehe ich so:

Du wirst die Antragsunterlagen für ALG II erst dann bekommen, nachdem Du die EGV unterschrieben hast. Die EGV hast Du ja schon unterschrieben, aber Du hast noch nicht die Antragsunterlagen. Ich kenne ein Jobcenter einer gewissen Kommune, das so verfährt.

Das ist so nicht zulässig. Denn die "Kunden" Deines Jobcenters werden dadurch nur unnötig unter Druck gesetzt nach dem Motto "Wenn ich die EGV nicht unterschreibe, dann kriege ich die Antragsunterlagen nicht überreicht". Bedenke, dass in Deutschland Vertragsfreiheit besteht. Du kannst nicht gezwungen werden, irgendwelche Verträge, hierzu gehört auch die EGV, zu unterschreiben. Idealerweise macht man das so: nachdem einem die EGV zur Unterschrift unterbreitet worden ist, bittet man den Arbeitsvermitter um eine Prüfzeit der EGV von 10 Tagen. Dann schaut man sich die EGV in Ruhe an und überlegt sich, mit welchen Punkten man nicht einverstanden ist und unterbreitet dem Arbeitsvermittler einen Gegenvorschlag.

Vielmehr muss es im Jobcenter genau anders herum laufen: Erst bekommst Du die Antragsunterlagen überreicht, danach (ein paar Tage später) hast Du einen Termin bei einem Arbeitsvermittler, bei dem Dir die EGV zur Unterschrift vorgelegt wird.

Falls ich Deine Worte richtig verstanden habe: ich glaube, gegen die von mir vermutete Verfahrensweise in Deinem Jobcenter kann man sich nur wehren, wenn man sich hoch bis zum Geschäftsführer des Jobcenters beschwert und ggf. das so genannte Kundenreaktionsmanagement der Bundesagentur für Arbeit kontaktiert. Ich weiß nicht, ob Du Dir das zutraust. Das Problem ist ja, dass Du auf das Geld vom Jobcenter angewiesen bist.

Du kannst aber, wie Doppeloma schrieb, den Antrag, den Du Dir wahrscheinlich aus dem Internet besorgt hast, ausfüllen und bei einer anderen Behörde abgeben. Diese andere Behörde muss dann Deinen Antrag an das JC weiterleiten.
 

lilaa

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Ja, das ist relevant, zum Ersten wäre mal interessant zu wissen ob du UNTER 25 Jahre alt bist oder schon über 25, denn das hat sehr relevante Bedeutung dafür ob du einfach so umziehen kannst, damit deine Geschwister ein eigenes Zimmer bekommen können.
Ich bin unter 25 und dass ich es als zweitwohnsitz gemeldet habe war irgendwie mehr so sentimentaler grund dass ich immer noch zu meinen eltern nach hause kann. okay klingt geschrieben noch bescheuerter, also ja ich bin naiv und werde das wohl mal ändern..


Die unterschrieben EGV sollte da dein geringstes Problem sein, wenn du keine Leistungen beziehst, dann kann es auch keinen verbindlichen "Vertrag" mit dem JC geben, den du erfüllen müsstest... aber auch dazu hast du offensichtlich null Ahnung, auch nicht davon, dass du beim JC in Arbeit vermittelt werden sollst damit man möglichst schnell NICHT mehr für dich zahlen braucht ...
doch das verstehe ich schon, man möchte mich ja offensichtlich nicht mal annehmen ^^
aber sobald ich denn mal leistungen beziehen soltle ist er j agültig.. außerdem steht da so lange ich hilfebedürftig bin, ergo doch schon jetzt gültig?


Wo (Antrag /Bescheid/Einladung ???) hattest du bitte einen "Rechtsbehelf" dran ... was verstehst du genau darunter oder meinst du die Rechts-Folgen-Belehrung, das ist was ganz anderes ... ???
ja, rechtsfolgenbelehrung, sorry

Was die "Service-Menschen" dir am Telefon erzählen kannst du nie beweisen, er hat dich also schon "eingebucht" ... hast du den Antrag jetzt komplett fertig neu ausgefüllt mit ALLEN erforderlichen Nachweisen und welche Wohnanschrift gibst du denn dort nun an und für welche Wohnung willst du nun KdU haben ... ???
nein, ich wollte mir den antrag erst geben lassen, aber fertig aufüllen ist wohl schlauer wenn ich das bis dahin schaffe. meinen zweitwohnsitz, den ich am montag wohl auf hauptwohnsitz ändern lasse..

Ach so du willst nach ALLEM nur "fragen" ... Fahrtkosten werden nur erstattet wenn du eine Einladung (schriftlich) für einen Meldetermin hast
zählt als meldetermin auch das persönliche vorsprechen nach formloser antragstellung? hab ich ja schon eine schriftliche einladung, aber ohne direkte kontaktperson dort.

Dann "fragt" man da nichts mehr, dann gibt man den gegen Eingangsbestätigung ab und das Amt ist gesetzlich verpflichtet den auch anzunehmen und zu bearbeiten, wenn man das (wieder ?) ablehnt verlangst du die Rechtsgrundlagen dafür und dann gibst du den Antrag bei der Meldestelle/ Polizei oder Stadtverwaltung ab, dass die den weiterleiten MÜSSEN an das Jobcenter ...

Am Besten gehst du gar nicht erst alleine zum JC, sondern nur noch mit Beistand nach § 13 SGB X, bitte nimm Jemanden mit, der mehr Ahnung davon hat als du, sonst kommst du da wieder und "man hat dir beim JC eine Waschmaschine verkauft" ... :wink:
wenn ich einen hätte, würde ich das tun.

Bist du U 25 dann kannst du das alles vergessen wie du dir das bisher vorstellst, dann werden deine Geschwister wohl noch ein Weilchen auf eigene Zimmer warten müssen ...
Naja zur Not gibt es dann ja trotzdem nocn 80% Regelleistung wie ich das verstehe..

ja, nur mit welchem Grund sollte ich mich beschweren? Dass sie das ganze einfach falschrum gemacht haben?^^
 

Texter50

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

ja, nur mit welchem Grund sollte ich mich beschweren? Dass sie das ganze einfach falschrum gemacht haben?^^
Weil eine EGV nur mit einem erwerbsfähigen und leistungsberechtigten Kunden abgeschlossen werden soll.
Das bedeutet, erst nachdem Du den Leistungsbescheid inne Finger hast, bist Du auch leistungsberechtigt.
Den Leistungsbeschid bekommste, nachdem Du alle notwendigen Unterlagen eingereicht hast, die Unterlagen geprüft und Dir die Leistungen bewilligt wurden.

Das dürfte auch für ne Optionskommune gelten? :icon_stop:

Kannst Du den Zettelkram, der da jetzt vorliegt, bitte hier anonymisiert einstellen?
 

lilaa

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okay, leider kann ich anscheinend nur 2 bilder auf einmal hochladen - also hier die ersten beiden seiten der egv :)

und was ist eine optionskommune?^^

seiten 3 und 4 der evg..

und das ist meine neue einladung..
weil ich ja einen neuen antrag gestellt habe und für dezember eine verzichtserklärung unterschrieben habe.
 

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Gast1

Gast
Zur EGV:

lilaa, die EGV und das Einladungsschreiben sind nicht ausreichend anonymisiert. Man kann erkennen, in welchem Landkreis sich Dein Jobcenter befindet. Du solltest die Bezeichnung des Landkreises auch schwärzen. Dies gilt auch für alle andere Ortsangaben, bitte noch mal genau hinschauen :wink: Hier im Forum lesen auch Sachbearbeiter der Jobcenter mit. Ich weiß grad nicht, ob Du die hochgeladenen Fotos (die ersten beiden Seiten) noch aus Deinen Beiträgen rauslöschen kannst. Falls nicht, müsstest Du die Bitte um Löschung der ersten beiden Fotos Deiner EGV und des Einladungssschreibens der Moderation mittels dieses rot-weißem Warndreieck-Symbols im linken unteren Bereich Deines Beitrags, in dem die beiden ersten Seiten Deiner EGV und das Einladungsschreiben enthalten sind, mitteilen. Oder aber @Texter löscht die beiden Fotos raus?

Ich werde auf die EGV nur ganz grob eingehen.

Gut ist folgender Passus in der EGV:

Sie verpflichten sich ab dem Tag des Zugangs des Bewilligungsbescheies Arbeitslosengeld II zu folgenden Eigenbemühungen:
Du musst Dich also nicht jetzt schon bewerben. Wenn Du im Februar irgendwann den Bewilligungsbescheid erhältst, musst Du für den Monat Februar für die Resttage des Monats Februar nur anteilig Bewerbungen schreiben. Die Zahl der für Februar benötigten Bewerbungen sollte man mittels Dreisatzrechung rauskriegen.

Schlecht an der EGV ist:

Vermittlungsvorschläge des Jobcenters bzw. der Agentur für Arbeit sind keine Eigenbemühungen und zählen daher nicht zu den o. g. vereinbarten Bewerbungsbemühungen.
Dies wäre auf jeden Fall ein Grund für mich gewesen die EGV nicht zu unterschreiben. Denn einen Vermittlungsvorschlag zu kriegen, bedeutet ja nicht, dass das Jobcenter für einen die Bewerbung schreibt. Die muss man immer noch selber schreiben. Der Bundestag hat mal beschlossen, dass eine solche Passage in einer EGV nicht zulässig ist, dies nebenbei.

Es ist jetzt aber zu spät, Du hast die EGV unterschrieben, somit kannst Du gegen die EGV nichts mehr unternehmen.

Nicht gut an der EGV ist:

Das Jobcenter nimmt Ihr Bewerberprofil in www.arbeitsagentur.de auf.
Besser wäre gewesen, es hätte geschrieben, dass es ein anonymes Bewerberprofil auf.

Außerdem: Keine Nennung der genauen Kosten, die das Jobcenter pro Bewerbung übernimmt.

lilaa,

was ist eine Optionskommune? Ich versuchs mal zu erklären.

Die meisten Jobcenter werden in gemeinsamer Trägerschaft betrieben. Das bedeutet, dass sowohl die Bundesagentur als auch die jeweilige Kommune das jeweilige Jobcenter zusammen betreiben.

Bei Optionskommunen ist das anders: da betreibt allein die jeweilige Kommune ihr eigenes Jobcenter. Die Bundesagentur für Arbeit ist in einer Optionskommune nicht beteiligt.

Du aber bist in einem Jobcenter, das sowohl von der Bundesagentur für Arbeit als auch Deiner Kommune betrieben wird. Das sieht man am Layout Deiner EGV.
 

Doppeloma

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

Hallo Lilaa,

Ich bin unter 25 und dass ich es als zweitwohnsitz gemeldet habe war irgendwie mehr so sentimentaler grund dass ich immer noch zu meinen eltern nach hause kann. okay klingt geschrieben noch bescheuerter, also ja ich bin naiv und werde das wohl mal ändern..
Nun wäre noch interessant wie viel UNTER 25 Jahre du bist, was du so machst /vor hast beruflich und ob du aktuell volle von deinen Eltern unterhalten (versorgt) wirst oder ob die Eltern auch Leistungen vom Amt beziehen ???

Denn das ist der relevante Knackpunkt auch für das JC, ob du überhaupt irgendwelche Ansprüche auf Leistungen aus dem SGB II haben wirst ... bis 25 hat man (ohne ausreichende eigene Einkünfte aus Erwerbstätigkeit jedenfalls) da bei den Eltern wohnen zu bleiben und KANN keine eigene Leistung und Miete vom Amt verlangen, wenn es dafür keine sehr wichtigen Gründe (wie z.B. nachweislich zerrüttete Familienverhältnisse /häusliche Gewalt) geben sollte.

Allle weiteren Ratschläge und Diskussionen dazu sind völlig überflüssig, wenn es solche Gründe für deinen Auszug bei den Eltern nicht nachweislich gibt (bei sehr jungen Menschen wäre da vielleicht sogar noch das Jugendamt einzuschalten, wegen Prüfung ob es zu Hause wirklich nicht mehr auszuhalten ist).

Deine Anmerkung du würdest eine eigene Wohnung als "Zweitwohnung" anmelden wollen, damit du auch weiter zu deinen Eltern kannst lässt nicht darauf schließen, dass es solche Probleme in deiner Familie gibt.

doch das verstehe ich schon, man möchte mich ja offensichtlich nicht mal
annehmen ^^ aber sobald ich denn mal leistungen beziehen soltle ist er j agültig.. außerdem steht da so lange ich hilfebedürftig bin, ergo doch schon jetzt gültig?
Nein, da möchte man dich (sehr wahrscheinlich) einfach noch gar nicht haben beim JC, ob du wirklich "Hilfebedürftig" bist nach dem SGB II hat nichts mit einer unterschriebenen EGV zu tun, dazu wurde dir ja schon viel erklärt und geschrieben ... zunächst ist aber mal dein aktuelles Alter viel wichtiger für diese Entscheidungen, du hast rechtlich gesehen noch gar keinen Anspruch darauf ALLEINE als "Hilfebedürftig" anerkannt zu werden, wenn du noch bei deinen Eltern lebst und dort auch versorgt werden kannst mit Allem was nötig ist.

Ob du und alle Geschwister da ein eigenes Zimmer haben ist eher nicht von Bedeutung, das musste ja bisher auch gehen, auch wenn man es inzwischen für "normal" halten möchte, ist das kein ausreichender Grund sich U 25 eine eigene Wohnung nehmen zu dürfen, wenn man kein eigenes Geld dafür zur Verfügung hat. :icon_evil:

Es wäre allerdings bereits bei deinem ersten Vorsprechen Angelegenheit der Behörde gewesen, dich dazu umfassend zu informieren und aufzuklären unter welchen Bedingungen sich Antragsteller U 25 dann überhaupt eine eigene Wohnung anmieten dürfen, um das auch vom Amt bezahlt zu bekommen

nein, ich wollte mir den antrag erst geben lassen, aber fertig aufüllen ist wohl schlauer wenn ich das bis dahin schaffe. meinen zweitwohnsitz, den ich am montag wohl auf hauptwohnsitz ändern lasse..
Irgendwie verstehe ich das immer noch nicht, ich denke die "Zweitwohnung" ist bisher noch gar nicht vertraglich angemietet (das solltest du auch besser bleiben lassen, ehe das JC nicht schriftlich zugestimmt hat auch dann die Kosten zukünftig zu übernehmen), da meldet man sich doch noch gar nicht um (ich meine offiziell bei der Meldestelle).

Welcher Vermieter gibt dir überhaupt U 25 ohne regelmäßiges Einkommen (aus dem dann die Miete gedeckt ist ???) eine Wohnung, wenn du das ohne Zustimmung des JC unterschreibst (den Mietvertrag), dann hast du den nächsten Ärger "an der Backe" ... denn ein Vertrag ist auch bei einem Vermieter einzuhalten.

Zumindest wird dem dann herzlich egal sein wer die Miete zahlen wird, wenn das JC deine "Hilfebedürftigkeit" gar nicht bestätigen will und braucht ... weil du auch weiterhin (gemäß SGB II-Vorgaben) bei deinen Eltern wohnen kannst.

Naja zur Not gibt es dann ja trotzdem nocn 80% Regelleistung wie ich das verstehe..
Woher nimmst du diese Ansicht, wenn du keinen Anspruch an das SGB II hast als Einzelperson / Einzel-BG, dann bekommst du GAR NICHTS ... im Familienverband gibt es keinen Einzel-Anspruch auf ALG II, da gehörst du zur Gesamten Familien -BG oder die gesamte Familie hat KEINEN Anspruch weil sie nicht "Hilfebedürftig" ist ...

Bis zum Abschluss der Schule / einer Erstausbildung sind Eltern ihren Kindern gegenüber generell zum (vollen) Unterhalt verpflichtet, jedenfalls wenn sie die finanziellen Mittel dafür aufbringen können, ansonsten müssen die Eltern Zuschüsse beim Amt beantragen und nicht vorrangig die "Kinder" ... :icon_evil:

Dazu kannst du nur selbst Auskunft geben, wie der Lebensunterhalt zu Hause bisher finanziert wird und ob es schon Gelder (komplett oder zusätzlich) vom Amt gibt ...
Das ist alles viel relevanter, um überhaupt ahnen zu können welche (eigenen) Ansprüche du eventuell an das JC haben könntest ... im Moment sehe ich noch KEINE, allein deswegen weil du U 25 bist und noch bei den Eltern wohnst ... so steht es nun mal im Gesetz.

Es geht nicht darum wie du aktuell "lieber" leben würdest, das muss man sich dann aus eigenen Mitteln auch leisten können, das SGB II ist nicht dafür gedacht sich grundlos "Hilfebedürftig" zu machen und zu glauben dann wird das Amt schon zahlen (müssen) wenn ich es vor vollendete Tatsachen stelle.

Dass man dann per EGV erwartet, das schnellstens durch eine Arbeitsaufnahme (wieder) zu beenden ist im Prinzip genau so "normal", auch wenn die Art und Weise oft mehr als bedenklich ist, denn gerade für sinnvolle berufliche Entwicklung junger Menschen stelle ich mir das auch bedeutend anders vor.

In der EGV ist ja vermerkt, dass sie erst Gültig wird wenn dir ein Leistungsbescheid zugegangen ist und das bedeutet bis deine Hilfebedürftigkeit erwiesen ist, bist du auch an diesen EGV-Vertrag (noch) nicht gebunden ... interessant ist wieder das "Ziel" dich (mit U 25) in Helferstellen und Minijobs drängen zu wollen, anstatt dir eine vernünftige Ausbildung anzubieten / in Aussicht zu stellen (oder wenigstens entsprechende zielführende Beratung dazu), man möchte dich eben möglichst schnell und kostengünstig wieder los werden.

Erfüllst du die 4 Bewerbungsvorgaben (nach Bescheid-Erteilung) nicht, dann kann man dir (U 25) sofort das ganze Geld wieder entziehen ... ja, es IST eine Optionskommune, was bedeutet, dass eine Beschwerde bei der BA / AfA keinerlei Wirkung zeigt, weil die OP-Kommunalen JC dem Landkreis unterstehen und die haben da immer Zeit, VIEL ZEIT, ehe man mal eine Antwort auf eine Beschwerde bekommt.

Ideen von dir selbst, wie du dir so eine finanziell sichere oder wenigstens angenehme Zukunft vorstellen würdest, vermisse ich allerdings auch in deinen bisherigen Beiträgen, bisher geht es nur vorwiegend darum dass dir nicht gefällt, was das JC von dir erwarten könnte in der Richtung, wenn deine "Hilfebedürftigkeit" anerkannt wird. :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 
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Gast1

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

@Doppeloma: Wieso soll lilaas Jobcenter eine Optionskomme sein? Das Layout ihrer EGV ist doch eindeutig das Layout einer EGV von Jobcentern, die in gemeinsamer Trägerschaft betrieben werden.
 
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Pichilemu

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AW: Erstantrag und Fragen zu Verzichtserklärung, EGV, Terminen und Jobangeboten

Woher nimmst du diese Ansicht, wenn du keinen Anspruch an das SGB II hast als Einzelperson / Einzel-BG, dann bekommst du GAR NICHTS ... im Familienverband gibt es keinen Einzel-Anspruch auf ALG II, da gehörst du zur Gesamten Familien -BG oder die gesamte Familie hat KEINEN Anspruch weil sie nicht "Hilfebedürftig" ist ...
Wenn sie tatsächlich nicht mehr bei den Eltern wohnt hat sie auch Anspruch auf 80% der Regelleistung. Eine BG setzt im Verhältnis Eltern-Kind voraus dass man im selben Haushalt wohnt. Ist das nicht der Fall (z. B. das Kind wohnt bei den Großeltern oder schläft unter der Brücke oder sonstwo) kann keine BG mit den Eltern konstruiert werden.

Das würde ihr aber ohne Miete zunächst nichts bringen. Ich sage zunächst, denn mit einem Minijob hätte sie wiederum Anspruch auf Wohngeld, da U25 ohne Erlaubnis des JC keine KdU bekommen gilt der Wohngeldausschluss für diese Personengruppe ausdrücklich nicht. Man muss nur genug eigenes Einkommen haben und da reicht ein Minijob für den man die 100 € Grundfreibetrag bekommt, dann hat man 424 € und liegt über der Plausibilitätsgrenze.

Bis zum Abschluss der Schule / einer Erstausbildung sind Eltern ihren Kindern gegenüber generell zum (vollen) Unterhalt verpflichtet
Aber nur, wenn sich die Kinder auch dementsprechend bemühen. Ohne Eigenbemühungen gibt es keine Knete von den Eltern.
 

lilaa

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Hallo,

ich muss sagen ich bin langsam echt verzweifelt.
Versuche jetzt seit Januar Hartz IV zu beantragen (hatte auf Dezember schon mal verzichtet) und bin keinen Schritt weiter.
jetzt habe ich auch noch eine Versagung für Januar / Februar bekommen, weil ich mich bis zum Tag x nicht nochmal persönlich gemeldet habe, war aber an Tag x krank. (Habe auch krankschreibung vom arzt, ab tag x ausgestellt, allerdings rückwirkend da der arzt auf weiterbildung war). Habe auch widerspruch direkt per mail eingelegt und mich am ersten wieder arbeitsfähigen tag auch da persönlich gemeldet.
Und da saß ich also wieder und mir wurde gesagt dass das nicht gilt weil der arzt das rückdatiert hat (..natürlich gilt das trotzdem?!) und als ich widersprochen hab wurden direkt noch 2 andere bearbeiter geholt die dann vor mir standen (!) und zu dritt auf mich eingeredet haben dass ich jetzt erneut erstantrag stellen müsste.
als ich ihnen dann widersprochen habe (haben noch mehr falsche behauptungen aufgestellt) meinten sie ich würde sie beleidigen, man können mit mir nicht reden, man macht gar nichts mehr und ich soll gehen. o.o
bin ich aber natürlich nicht, wollte ja noch meine fakoerstattung vom letzten mal sowie mein attest im original einreichen. (zur fakoerstattung kamen kommentare wie "das könen sie machen wenn sie erstmal nen bescheid haben" usw)
weiterhin oich solle früher kommen (über 60min reichen jetzt nicht mehr, ich muss dann wenn sie beginnen da sein :D) usw..
nur schwachsinn. und dann sind die einfach wieder abgerauscht.
ahja und die egv muss ich auch unterzeichnen und das gespärch führen bevor ich überhaupt den richtigen antrag abgeben darf.
also, mir ist klar dass das so nicht wirklich stimmt, aber wie die rechtslage ist interessiert die natürlich nicht wirklich - und ich habe das gefühl dass ich die erste bin, die sich überhaupt mal sachlich gewehrt hat. wie das so ist wenn man aus ddr verseuchtem gebiet kommt wo viele noch der meinung sind man darf nur ducken und die "machthaber" fühlen sich auch ganz toll als machthaber.
ja auf jeden fall weiß ich grad nicht weiter, ob ichs einfach lasse und halt irgendwo rumlebe, werd schon nicht sterben^^
würde mich über zuspruch / weitere vorgehensweise freuen. :/
habe jetzt zettel dass ich mich bis neuen tag x melden soll, allerdings ohne grund weil ich gesagt hab ich unterschreib nicht dass ich nicht rechtzeitig da war, denn das war ich ja..
also die haben sich dann einfahc gegen alles gewehrt gebockt und nicht mit mir geredet.
hab mich dann nochmal an den schalter gestellt um zumindest das fakoding fürs letzte mal abzugeben und da hat mich auch nur ne noch komplett fremde bearbeiterin angefaucht "tag, man kann ja wenigstens mal guten tag sagen!" - also die kennen mich jetzt wohl und ich werde erklärter feind, dabei hab ich doch echt nix gemacht außer mir nicht jeden scheiß unterjubeln lassen.. also hilfe hilfe hilfe und gerne auch begleitangebote in thüringen .
beste verzweifelte grüße
lila
 

HartzVerdient

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ALG2 beantragt man schriftlich und nachweislich beim hiesigen Jobcenter. Auf den schriftlichen Antrag folgt eine schriftliche Bescheidung. Ein Antrag hat keine bestimmte Form noch muss man hier auf einen Schlag alles mögliche und unmögliche an Unterlagen vorlegen. Diese sind jedoch für die Prüfung der Leistungsfähigkeit jedoch erforderlich. Der Antrag sollte aber davon nicht betroffen sein.

Das Problem bei deinem Sachverhalt und Schilderungen ist, dass du das irgendwie alles mündlich machst. Du gehst da hin und "man hat dir gesagt"... Das ist alles Hinhaltetaktik und Schikane... Man sagt, sagt, sagt und sagt und am Ende bist du keinen Schritt weiter. Selbst die Ablehnung scheint irgendwie keienrlei Rechtsgrundlage zu folgen.

Daher mein Tipp:

Geh morgen zum Sozialverband Deutschland e.V. oder dem VdK Deutschland e.V. oder einer Gewerkschaft oder einer ELO-Initiative vor Ort. Diese Leute sollen dir helfen, einen korrekten Antrag zu stellen (u.U. sogar rückwirkend, da du ja offenkundig bereits seit Monaten - recht und grundlos - deiner Sozialleistungen beraubt wurdest. Du brauchst - und da stehst du nicht alleine dar - Leute die dir den Rücken stärken. Das können nur solche - wie hier benannten - Vereine.

Bei dem Sozialverband Deutschland oder der VdK wirst du aber eine Mitgliedchaft von 5-7€ im Monat zahlen müssen. Für die Antragsstellung dann nochmal 10-15€ (aber dann haste keinen Stress mehr mit dem Jobcenter). Bei der Gewerkschaft kostet dich die Mitlgliedschaft nur so 2-5€ im Monat. Allerdings empfehle ich den Gang zu den Erstgenannten. Du zahlst zwar dann etwas, aber das ist immer noch besser, als wenn du weitere 1-2 Monate ganz ohne Geld dastehst.
 

lilaa

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Hallo,

ich habe das schon alles auch schriftlich gemacht, aber dann wurde ich zu "Zuständigkeitsprüfung und Nachweis der Identität" eingeladen und dann wollen die auch alles andere machen und die Schikane geht los, so bin ich in diesen Strudel gekommen - und jetzt bin ich in einem Versagungs - Widerspruch - Verfahren :/ und die meinte ich muss nochmal erstantrag stellen und darf erst dann wenn der bewilligt ist nochmal widersprechen dass schon ab januar / februar anspruch besteht..
Was macht die VdK denn tatsächlich? einfach gemeinsam mit mir den antrag ausfüllen?
muss man irgendwas erfüllen um aufgenommen zu werden?
 

Fabiola

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Hallo lilaa,

was ich Deinem Beitrag nicht klar entnehmen kann: Hast Du denn nach dem Verzicht von Dezember einen neuen schriftlichen Antrag gestellt? und nachweislich abgegeben?
Welches Datum trägt dieser Antrag?
 

HartzVerdient

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Was macht die VdK denn tatsächlich? einfach gemeinsam mit mir den antrag ausfüllen?
muss man irgendwas erfüllen um aufgenommen zu werden?
Die VdK bzw. der Sozialverband sind Einrichtungen auf Vereinsbasis (aber organisatorisch strukturiert), die sich auf alle Belange des sozialen Umfelds spezialisiert haben. Sie können bei Krankenkassen, Rentenkassen, Rentenversicherer, Sozialämtern, HartzIV, Arbeitslosigkeit usw. helfen.

Richtig! Sie können gemeinsam mit dir den Antrag korrekt ausfüllen und senden diesen (mit deiner Vollmacht, welche du mit einer Unterschrift auf einem Vordruck erteilst) an das Jobcenter senden. Die vdK bzw. der Sozialverband schreibt das Jobcenter dann mit "deren Namen" an und führt dann in deren Namen die Antragsgeschichte mit dem Jobcenter durch.

Also die Kommunikation findet zwischen Jobcenter und Sozialverband statt. Der Sozialverband schreibt dich dann an, wenn das Jobcenter noch weitere Unterlagen von dir fordert. Diese bringst du dann beim Sozialverband vorbei und diese leiten dann diese Unterlagen an das Jobcenter weiter. Du hörst nichts weiter vom Jobcenter (was den Antrag betrifft). Alle Kommunikation läuft halt nur zwischen Sozialverband und Jobcenter. Wenn der Antrag dann ordentlich und rechtskonform beschieden ist, bekommst du den entgültigen Bescheid vom Sozialverband zugeschickt.

Also das Jobcenter schickt den Leistungsbescheid an den Sozialverband (da du denen ja die Vollmacht erteilt hast... stell dir das wie eine Art Beistand vor, der deine Interessen vertritt.. Oder halt wie ein Anwalt, der dich vor dem Amt vertritt). Danach überprüft der Sozialverband den Leistungsbescheid und schickt en anschließend zu dir. Während des ganzen Prozesses (also der Ablauf) hörst du keinen Mucks vom Jobcenter (außer man läd dich zu normalen Meldeterminen ein... Dies wird aber nicht die Leistungsabteilung sein.).

Das Gute an dieser Sache: Der Sozialverband lässt sich nicht vom Jobcenter "verar$chen" und umgekehrt wird das Jobcenter nicht auf die Idee kommen, den Sozialverband zu "verar$chen". Dinge wie Schikane und Co. wird sich das Jobcenter verkneifen, da der Sozialverband (also damit meine ich jetzt auch die VdK) natürlich auch Anwälte beschäftigt, die dann ganz gewaltig auf den Topf trommeln, wenn da was ist.

Die Mitgliedschaft kostet ca 5-7€ im Monat
Die Antragsstellung kostet ca. 10-20€ (Einmalig).

Das ist aber immer noch günstig, wenn du bedenkst, dass du ggf. weitere 1-2 Monate überhaupt kein Geld bekommst.

5-7€ im Monat x 12 Monate sind ca 60-70€ im Jahr + 10-20€ sind ca. 100€ im Jahr. Das hört sich viel an, klar! Aber bedenke bitte, das man dir bereits 1-2 Monate die Leistungen vollkommen vorenthalten hat und das sind ca 1500€.

Verstehst du was ich meine ? Was sind 100€, im Vergleich, dass du endlich dein Geld vom Jobcenter bekommst. Mit Glück sogar rückwirkend, wenn der Sozialverband da richtig auf die Kacke haut!

Du füllst nur einen Mitgliedsantrag aus... In der Regel ist das ein Verein und du wirst Vereinsmitglied. Ist halt nur ein Vertrag mit 1-2 Seiten und deiner Unterschrift.

Hier im Forum gebe ich natürlich immer gerne Ratschläge für Leute, die in der Lage sind beim Jobcenter auf den Tisch zu kloppen. Es gibt aber auch Menschen, wo normale Ratschläge leider nicht helfen, weil sie dem Gegenwind des Jobcenters nichts entgegenbringen können. In solchen Fällen rate ich dann immer, sich Hilfe bei den hier genannten Stellen zu holen. Die haben Anwälte, sind geschult, kennen die Schikanen der Jobcenter, setzten deine Rechte durch und bestärken dich.

Mach das, sonst geht dir noch mehr Geld flöten.

Nicht aufgeben und für deine Rechte einstehen! Lass dich vom Jobcenter nicht deiner Rechte berauben!
 

lilaa

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Hallo lilaa,

was ich Deinem Beitrag nicht klar entnehmen kann: Hast Du denn nach dem Verzicht von Dezember einen neuen schriftlichen Antrag gestellt? und nachweislich abgegeben?
Welches Datum trägt dieser Antrag?
Hallo, ja habe ich - 30.01. per mail und 04.02. via telefon, da wolltensie auch stressen dass nur februar gilt, aber jetzt wurde es mir ab 01.01. versagt, ergo antragstellung hat wohl doch ab 01.01 stattgefunden, sonst könnten sie ja nicht ab da versagen :)
 

lilaa

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Also die Kommunikation findet zwischen Jobcenter und Sozialverband statt. Der Sozialverband schreibt dich dann an, wenn das Jobcenter noch weitere Unterlagen von dir fordert. Diese bringst du dann beim Sozialverband vorbei und diese leiten dann diese Unterlagen an das Jobcenter weiter. Du hörst nichts weiter vom Jobcenter (was den Antrag betrifft). Alle Kommunikation läuft halt nur zwischen Sozialverband und Jobcenter. Wenn der Antrag dann ordentlich und rechtskonform beschieden ist, bekommst du den entgültigen Bescheid vom Sozialverband zugeschickt.
Das klingt ja schon mal sehr gut.. Sind die denn zentral gesteuert, also tatsächlich immer qualitativ so hochwertig wie du das beschreibst? Weil ich hab ehrlich gesagt auch nicht so den nerv da hinzugehen wenn am ende halt doch jedes problem an mich weitergeleitet wird, auch wenn die ersparnisder schikanetermine es schon wert wäre - und weil das natürlich jetzt auf noch kleinere ebene geht und endgültig jeder jeden kennt, das ist mir glaube ich schon etwas unangenehm.

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:smile:
 

HartzVerdient

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Das klingt ja schon mal sehr gut.. Sind die denn zentral gesteuert, also tatsächlich immer qualitativ so hochwertig wie du das beschreibst?
Das sie qualitativ hochwertig sind, davon schrieb ich nichts. Wie überall im Leben gibt es fähige und unfähige Mitarbeiter! Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die einen Antrag auf die Reihe bekommen und das der Begriff "Sozialverband" oder "VdK" beim Jobcenter einen Eindruck hinterlässt.

Die Aussage dass man dir die Leistungen ab Januar verwehrt ist falsch. Die Jobcenter müssen immer zum Monatsersten an dem der Antrag gestellt wurde, die Leistungen zahlen. Wenn du am 30.01 einen Antrag (egal welcher Art: mündlich, schriftlich) stellst, gilt genau der Monatserste, also 01.01.

Alleine deswegen wüde ich schon zu diesem Verband gehen und denen das mitteilen. Mit den 2-3 Monaten Kohle, die sich das Jobcenter hier illegal einheimst, hättest du den Verband für 15 Jahre bemitgliedschaften können.
 
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