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Hartz IV Die falsche Therapie

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Arania

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Koch hat zu Recht eine Hartz-IV-Debatte angestoßen. Das Land braucht eine Diskussion über das System der Grundsicherung, weil immer noch zu viel falsch läuft.
Hartz IV - Die falsche Therapie - Wirtschaft - sueddeutsche.de

Dabei handelt es sich nicht nur um billigen Populismus. Das Land braucht eine Debatte über das System der Grundsicherung, weil hier auch fünf Jahre nach der Einführung noch zu viel falsch läuft. Mit seinen Vorschlägen befindet sich Koch allerdings zum Teil auf dem Holzweg. Schärfere Sanktionen sind zum Beispiel überflüssig
 

Fortunatus

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Nötig sind deshalb neue Anreizsysteme, damit sich Arbeit für alle Jobsuchenden lohnt. Genauso wichtig wären mehr Krippenplätze und längere Öffnungszeiten in Kindergärten, nicht nur damit Alleinerziehende oder beide Elternteile leichter arbeiten können: Arbeitslosigkeit wird in vielen Familien vererbt. Wer aber gut ausgebildet ist, wird seltener arbeitslos. Und die Bildung beginnt in den Kitas.
Auch hier wieder die Frage, welche Arbeit bitte, wenn keine da ist? Bildung ist auch kein Garant aus dem Teufelskreis H4 heraus zu kommen. In meinem 1-Euro-Job gibt es genügend hervorragend ausgebildete Menschen. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund bekommen oft gar keine Chance auf einen Arbeitsplatz, auch wenn sie ein Studium haben. Erst vor kurzem hatte ich einen Kollegen mit deutschem Studienabschluss. Vermittlung findet nur in Billigstarbeit wie Call Center und Lagerhelfer statt. Für einen jungen Menschen, der durch ein Studium aus der Armut entkommen wollte und nun nur in Ausbeuterjobs unterkommt, muss sich doch die Frage stellen, warum ihm die Eltern überhaupt das Studium ermöglicht haben, wenn er dann aufgrund seiner Herkunft keine Chance bekommt.

langzeitarbeitslose Großfamilien mit zwei, drei oder mehr Kindern.
Okay, eine langzeitarbeitslose Großfamilie mit zwei Kindern? Lesen manche Redakteure noch mal nach, was sie für einen Krampf verfasst haben? Unter Großfamilie versteh ich jedenfalls nicht nur zwei Kinder. Na ja, vielleicht wohnen ja auch noch alle Großeltern, Tanten usw. in der BG. :icon_party:
 

Tamina

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Okay, eine langzeitarbeitslose Großfamilie mit zwei Kindern? Lesen manche Redakteure noch mal nach, was sie für einen Krampf verfasst haben? Unter Großfamilie versteh ich jedenfalls nicht nur zwei Kinder. Na ja, vielleicht wohnen ja auch noch alle Großeltern, Tanten usw. in der BG. :icon_party:

Naja, der Bundesdurchschnitt liegt bei 1,38 Kindern(2008).
Darum ist für den Redakteur wohl alles "Großfamilie", was darüber liegt:icon_twisted:
 

larifari33

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Auch hier wieder die Frage, welche Arbeit bitte, wenn keine da ist? Bildung ist auch kein Garant aus dem Teufelskreis H4 heraus zu kommen. In meinem 1-Euro-Job gibt es genügend hervorragend ausgebildete Menschen. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund bekommen oft gar keine Chance auf einen Arbeitsplatz, auch wenn sie ein Studium haben. Erst vor kurzem hatte ich einen Kollegen mit deutschem Studienabschluss. Vermittlung findet nur in Billigstarbeit wie Call Center und Lagerhelfer statt. Für einen jungen Menschen, der durch ein Studium aus der Armut entkommen wollte und nun nur in Ausbeuterjobs unterkommt, muss sich doch die Frage stellen, warum ihm die Eltern überhaupt das Studium ermöglicht haben, wenn er dann aufgrund seiner Herkunft keine Chance bekommt.

Okay, eine langzeitarbeitslose Großfamilie mit zwei Kindern? Lesen manche Redakteure noch mal nach, was sie für einen Krampf verfasst haben? Unter Großfamilie versteh ich jedenfalls nicht nur zwei Kinder. Na ja, vielleicht wohnen ja auch noch alle Großeltern, Tanten usw. in der BG. :icon_party:

Richtig mit drei Kinder ist man doch keine Großfamilie - Wir waren 7 Kinder und mein Vater hat uns durch seinen Arbeitslohn ernähren können .... Wir hatten niemals Hunger und waren alle ordentlich angezogen - und ich muss Dir auch Recht geben die Herkunft entscheidet zum Großteil darüber ob du einen guten Job bekommst , als Angehöriger einer Minderheit musst du doppelte Leistung bringen um anerkannt zu werden ---- die Ideologen vom letzten Jahundert würden sich die Hände reiben wie einfach es war eine natürliche Auslese geschafft zu haben :icon_sad:


Gruß aus München
 
E

ExitUser

Gast
Koch hat zu Recht eine Hartz-IV-Debatte angestoßen. Das Land braucht eine Diskussion über das System der Grundsicherung, weil immer noch zu viel falsch läuft.
Koch hat keine Debatte angestoßen, er hat Hetze betrieben.
Koch will die Arbeitspflicht für die Erwerbslosen verschärfen.
WANN beginnen die Journalisten in diesem Land wieder mit dem selbstständigen Denken?
Er fordert mehr öffentlich geförderte Arbeitsplätze.
Stimmt nicht. Er fordert Zwangsarbeit.
Er sagt, dass das Strafsystem gegen unwillige Hartz-IV-Empfänger Mängel habe.
Das Strafssystem hat nur einen Mangel: Das System selbst.
Und er spricht sogar von der "Perversion des Sozialstaatsgedankens",
Der Sozialstaatsgedanke ist gut, pervers ist, was Koch daraus macht.
weil es sich viele in dem System der Grundsicherung gut eingerichtet hätten, während Millionen Menschen in Deutschland hart arbeiten müssten, um etwa das Gleiche zu verdienen wie ein Langzeitarbeitsloser.
Billiger Populismus. Die Löhne sind zu niedrig, deshalb müssen viele Niedriglöhner aufstocken, um überhaupt über die Runden zu kommen. Wann fangen Journalisten mal an darüber zu schreiben, dass die Forderungen nach weiteren Niedriglöhnen, die beständigen Hinweise, dass man ja "beim Amt aufstocken könne", indirekte Lohnsubventionen für die AGs sind, die von den Steuerzahlern finanziert werden?
Dabei handelt es sich nicht nur um billigen Populismus.
Allein das der Satz da steht, zeigt, dass es sich genau darum handelt: billigster Populismus!
Das Land braucht eine Debatte über das System der Grundsicherung, weil hier auch fünf Jahre nach der Einführung noch zu viel falsch läuft.
Richtig. Millionen von Menschen werden durch die Hartzgesetze entrechtet und ausgegrenzt. Sie wurden zum Freiwild der Medien und der Journaille. Sie werden vorsätzlich vom Staat ausgeplündert, müssen all ihr mühsam Erspartes bis auf einen geringen Freibetrag aufbrauchen. Sparbücher, Lebensversicherungen und Altersrücklagen. Bei der Antragsstellung auf den Argen beginnt für die meisten von ihnen ein unvorstellbarer Spießrutenlauf, bei dem sie ein Vorgeschmack dessen erwartet, was ihnen die nächsten Jahre blüht. Sie werden entrechtet, gedemütigt, beleidigt, angeschrien, ihre Unterlagen werden nicht angenommen, verschlampt oder einfach nicht bearbeitet. Ihre Fachkenntnisse müssen sie für lächerliche Mehraufwandsentschädigungen zu Markte tragen, während der Öffentlichkeit weisgemacht wird, dass das alles gut und sinnvoll ist.
Schärfere Sanktionen sind zum Beispiel überflüssig.
Richtig. Genau wie schlampig recherierte Onlinebeiträge in der SZ. Ganz abgesehen davon sind Sanktionen überhaupt überflüssig. Entweder gibt es ausreichend Arbeit, die gut bezahlt wird, und wo Menschen nicht nur auf die Ausbeute ihrer Arbeitskraft reduziert werden, dann braucht es keine Sanktionen. Oder wir haben nicht genug Arbeit für alle, dann braucht es ebenfalls keine Sanktionen. Wenn im letzteren Fall jedoch weiterhin auf das Strafsystem Wert gelegt wird, sollte allerdings auch deutlich ausgeprochen werden, dass die empfindlichen Kürzungen bei den Erwerbslosen nicht nur deren Erziehung und Unterdrückung dienen, sondern auch der Disziplinierung und Einschüchterung der Noch-Arbeitsplatzbesitzer.
Jeder Arbeitslose muss schon jetzt damit rechnen, dass er geringere Leistungen erhält, wenn er sich nicht arbeitswillig zeigt.
Ich gewinne mehr und mehr den Eindruck, da schreibt einer vom anderen ab. Einen echten eigenen Gedanken, klare Fakten und gutes Schreibhandwerk sind für einen Artikel wohl nicht mehr nötig.
Nötig sind jedoch klarere Gesetze und besser ausgebildete Mitarbeiter in den Jobcentern, damit in Zukunft die Sozialgerichte nicht mehr jede zweite Strafe wieder einkassieren müssen.
Blödsinn. Nötig sind Arbeitsplätze, welche die Menschen ernähren. Die Abschaffung der menschenverachtenden Hartzgesetzgebung, und eine bessere Ausbildung für Journalisten, damit die endlich wieder anfangen mainstreamunabhängige Artikel zu schreiben.
Völlig unrealistisch ist auch Kochs Forderung, einen großen Teil der Hartz-IV-Empfänger in gemeinnütziger Arbeit unterzubringen. Erstens gibt es dafür nicht genug Jobs.
Ja, wenn auch aus einem anderen Grund. Ein gemeinnütziger Arbeitsmarkt würde die Löhne auf dem freien Markt ins bodenlose rauschen lassen. Und bereits jetzt kämpfen kleine Unternehmen gegen die Konkurrenz durch die Ein-Euro-Jobber.
Zweitens hätte dies enorme Folgekosten, weil irgendjemand solche Arbeiten organisieren und überwachen muss.
Da kommen wir der Sache doch langsam näher. Überwachen! Und genau darum geht es doch in dieser hetzerischen Arbeitslosendebatte. Millionen von Elos, die völlig unbeaufsichtigt und nutzlos auf ihren Sofas rumlümmeln und nichts tun. Dabei könnte man sie so gewinnbringend in riesigen Produktionsstätten unterbringen, wo sie unter staatlicher Aufsicht gewinnbringend ausgebeutet werden könnten.
Drittens besteht die Gefahr, dass dadurch Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt ihre Stelle verlieren.
Es ist bereits gefährlich. Allein durch die Ein-Euro-Jobs gehen unzählige Arbeitsplätze verloren. Abschaffen, und schon ist die Gefahr gebannt!
Wenn der CDU-Mann von Fehlanreizen in dem Hartz-IV-System spricht, hat er aber Recht. Bislang lohnt es sich für einen Arbeitslosen kaum, einen gering bezahlten Job mit möglichst vielen Stunden anzunehmen, weil der Großteil des Mehrverdienstes mit dem Arbeitslosengeld II verrechnet wird.
Wann denkt dieser Schreiberling eigentlich mal zu Ende? So verlockend das für den einzelnen Erwerbslose sein mag, es ist der verkehrte Weg. Es würde zu einem noch weiter ausgebauten Niedriglohnsektor führen.
Ein Alleinverdiener mit einem Durchschnittsverdienst oder darunter hat netto, wenn überhaupt, nur wenige hundert Euro mehr in der Tasche als die vergleichbare Hartz-IV-Familie. Selbst Mindestlöhne würden daran nichts ändern. Das Geld allein kann so kaum als Anreiz dienen, eine Arbeit aufzunehmen.
Wenn Geld allein kein Anreiz darstellt, eine Arbeit anzunehmen, was dann? Zwangsarbeit? Lager? Aushungern? Was stellt sich der Autor unter Anreiz vor? Den Stiefel im Nacken? Die Peitsche im Kreuz?
Wir brauchen keine Anreize. Wir brauchen Arbeitsplätze mit Löhnen, die es den Menschen möglich macht, von ihrem Einkommen zu leben. Und im Augenblick fehlt beides.
Trotzdem wird das Bundesverfassungsgericht wohl bald auf eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze für Kinder pochen. Das ist prinzipiell richtig, weil die Bundesregierung diese Leistungen bislang völlig willkürlich festgesetzt hat.
Und sollen für die Unfähigkeit einer Regierung jetzt die Erwerbslosen verantwortlich gemacht werden?
Das Problem der Fehlanreize wird sich dadurch jedoch noch verstärken.
Nach der Definition dieses Autors, ist es offentsichtlich ein Fehlanreiz, wenn Menschen nicht gewillt sind für aberwitzige Hungerlöhne zu arbeiten.
Nicht die Hartz-IV-Sätze sind zu hoch.
Danke. Ich hatte beinahe die Hoffnung aufgegeben, in diesem Veriss einen vernünftigen Satz zu finden.
Das Problem ist, dass immer weniger Menschen von ihrer Arbeit leben, geschweige denn eine Familie allein ernähren können. Das Modell "Alleinverdiener mit Frau", die sich zu Hause um die Kinder kümmert, ist in vielen Haushalten finanziell nicht mehr tragfähig.
Doch, durich ausreichende Löhne, bezahlbare Mieten, erschwingliche Energiekosten.....Würde aber bedeuten, dass die Gewinne der Unternehmen schwinden, und den Aktionären börsennotierter Unternehmen Einbußen hinnehmen müssten, usw. usw.
Nötig sind deshalb neue Anreizsysteme, damit sich Arbeit für alle Jobsuchenden lohnt.
Wir beginnen noch einmal bei Adam und Eva: Es gibt nicht genügend Arbeitsplätze - ergo sind auch die "Anreizsysteme" hinfällig.
Genauso wichtig wären mehr Krippenplätze und längere Öffnungszeiten in Kindergärten, nicht nur damit Alleinerziehende oder beide Elternteile leichter arbeiten können:
Wo?
Arbeitslosigkeit wird in vielen Familien vererbt. Wer aber gut ausgebildet ist, wird seltener arbeitslos. Und die Bildung beginnt in den Kitas.
Blödsinn. Arbeitslosigkeit wird so wenig vererbt, wie Bildungsunlust. Und eine gute (Aus)Bildung schützt heute niemanden vor Arbeitslosigkeit und Ausbeutung. Man denke nur an die unbezahlten Praktikas und endlosen Ein-Euro-Jobs aus denen sich viele Akademiker nicht (kaum) befreien können.


LG :icon_smile:
 

GOBN

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Es ist doch egal was jemand von den nicht regierungsfähigen Politikern sagen oder denken. Habe heute nachrichten gehört und sie sagten dass der Atomausstieg den sie schon viele jahre planen und entschieden haben ihn durchzuführen jetzt völlig verworfen wird und die vernichtung der welt weitergeführt wird. Bis oktober wollen sie sich überlegen wie es dem dummvolk erklärt werden soll.

Ich sage euch bei unseren politikern ist hopfen und malz verloren.
wir können garnichts mehr glauben. :-(
 
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