Hartz-IV-Bürokratie: Neun Seiten Bescheid wegen zwei Cent

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Lübeck - Die Arge leidet unter Personalnot. Weil etliche Stellen unbesetzt sind, bleiben in der Hartz-IV-Behörde viele Aufgaben unerledigt. Der Sozialausschuss der Bürgerschaft hat schon zusätzliche Stellen beschlossen, um Abhilfe zu schaffen. Kann alles nicht sein, meint Hartwig Pegel.

Der Travemünder hat Mitte Mai einen neunseitigen Änderungsantrag von seiner Arge erhalten – wegen zwei Cent zu viel Zuverdienst. Der 57-Jährige: „Die können keinen Personalmangel haben.“

Der frühere Hauptmann der Bundeswehr und gelernte Diplom-Pädagoge verdient sich zu seinem Arbeitslosengeld II etwas dazu, indem er Prospekte austrägt. Jeden Monat faxt er der Arge seine Zuverdienstbescheinigung. 100 Euro darf Pegel dazuverdienen. Im April standen auf der Bescheinigung 100,02 Euro. Der 57-Jährige: „Das habe ich am 18. Mai an die Arge gefaxt. Einen Tag später erhielt ich einen Änderungsbescheid.“ Aus dem neunseitigen Schreiben ging hervor, dass Pegel und seiner Frau jeweils ein Cent von der Regelleistung abgezogen werden. Pegel: „Wenn ich bei der nächsten Zuverdienstbescheinigung wieder unter 100 Euro liege, muss mir die Arge einen neuen Bescheid schicken.“ Wieder neun Seiten, wieder für 90 Cent Porto. Der Travemünder: „Das ist die Spitze des Wahnsinns.“
Lokales • Lübecker Nachrichten
 
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