Hartz IV: Bräutigam musste Geldgeschenke angeben

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Paolo_Pinkel

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Gelsenkirchen. Zur Hochzeit gibt's in der Regel nicht nur Geschenke, sondern auch viele Glückwunschkarten. Einem Gelsenkirchener Hartz-IV-Empfänger flatterte anlässlich seiner Vermählung aber noch ein ganz anderes Schreiben ins Haus.

Das Gelsenkirchener Integrationscenter für Arbeit (IAG) forderte den Bräutigam auf, dem Amt nicht nur die Heiratsurkunde vorzulegen, sondern auch „die Höhe Ihrer Geldgeschenke” mitzuteilen. Der Verdi-Erwerbslosenausschuss, dem der (auch der WAZ in anonymisierter Fassung vorliegende) Brief übergeben worden ist, ist empört: „Wir verurteilen dieses Schreiben als Eingriff in die Privatsphäre und entwürdigend”, so die Kritik...

Hartz IV: Bräutigam musste Geldgeschenke angeben - Gelsenkirchen - DerWesten

Gruss

Paolo
 
E

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Gast
„Wir verurteilen dieses Schreiben als Eingriff in die Privatsphäre und entwürdigend”,

Das ist doch leider nur die konsequente Fortführung der Richtlinien,
wie sie bei Kinderzuwendungen und anderen Geldgeschenken angewandt wird, ebenso bei Gewinnen aus Lotterien.

Aufregung vergeblich - die Vorgaben müssen geändert werden.
 
E

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Gast
Als ob es nicht die Möglichkeit von Sachgeschenken gäbe. Mann oh Mann!
Na wenigstens weiß er jetzt, wie der Hase läuft.
 

Arania

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Paolo der Link führt ins Leere
 

ladydi12

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Hallo @all,

wartet mal, ich werd euch dazu helfen;).

So hier, das dürfte der richtige Link sein. ;)

meint ladydi12
 

Paolo_Pinkel

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challenger2

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ja und? auch wenn die praxis vielleicht ungewöhnlich ist, so ist es doch völlig legitim. immerhin sind die geldgeschenke einkommen und eine bereicherung die andere halt nicht haben. von daher legitime art und weise festzustellen, wie man dem steuerzahler geld spart.
die frage ist, wie die arge nachprüfen will ob der bräutigam überhaupt geld bekommen hat oder wieviel und wie er die angaben genau auf heller und pfennig nachprüfen will. was wenn bräutigam garnix an bargeld in die hand gedrückt bekommt?
 
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Gast
ja und? auch wenn die praxis vielleicht ungewöhnlich ist, so ist es doch völlig legitim. immerhin sind die geldgeschenke einkommen und eine bereicherung die andere halt nicht haben. von daher legitime art und weise festzustellen, wie man dem steuerzahler geld spart.
die frage ist, wie die arge nachprüfen will ob der bräutigam überhaupt geld bekommen hat oder wieviel und wie er die angaben genau auf heller und pfennig nachprüfen will. was wenn bräutigam garnix an bargeld in die hand gedrückt bekommt?

Bei dieser Denke fehlt nur noch die Schlussfolgerung den Ermittlungsdienst
zu authorisieren. Oder gar nur noch Geldkarten einzusetzen, damit der ALGII-Bezieher erst gar kein Bargeld nutzen kann.

Weiter handelt es sich, wenn dann überhaupt um eine einmalige Zuwendungen, die m.E. einer Erstausstattung gleichkommen.

Mit welchem Recht, gerade unter dem Aspekt der Gleichbehandlung, sprichst Du dem einen, nach Deiner Definition dem Steuerzahler, zu Hochzeitsgeschenkerlöse einzubehalten, sie nicht als Schenkung zu versteuern und sie u.U. sinnlos zu verprassen, während sie dem anderen ( ALGII ), der sie möglicherweise dringend braucht, vorzuenthalten? Eine Parallele zum Kindergeld ist gegeben.

Welcher Schaden entsteht dem Steuerzahler, wenn der Betrag ausgegeben wird und damit Mehrwertsteuer fließt?

*
 

Dora

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Mal unabhängig davon, welchen Sinn in der heutigen Zeit heiraten macht bzw. nicht:

Eine Hochzeit kostet. Und sie kostet auch Geld. Und "Geldgeschenke" sind dann keine "Geldgeschenke" wenn sie der Deckung der Kosten eben dieser Hochzeitsveranstaltung dienen. Wäre also auch kein Einkommen, weil zweckgebunden. Die vermeintlichen "Geldgeschenke" gäbe es nicht, würde nicht geheiratet.

Dem Gleichheitsgrundsatz folgend, darf einem Hartz IV Bezieher eine Heirat nicht verwehrt werden. Die Ehe steht unter besonderem Schutz.

Wer also unbedingt heiraten will, sollte sich diesen Standpunkt zu eigen machen.
.
 

Hetman

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Wer also unbedingt heiraten will, sollte sich diesen Standpunkt zu eigen machen.
wer also unbedingt heiraten will, sollte das geld eben nicht übers konto wandern lassen und sich dann denken, das ihn die arge am a..... lecken kann.
 

Gabi

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Habt Ihr Euch auch die Kommentare unter dem Artikel durchgelesen? Jeder Menge der Sorte Wer-Arbeit-will-der-kriegt-auch-welche .... achmenno, ich will wech aus diesem Land; ich hasse meiner Mitbürger:icon_cry:
 
E

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ja und? auch wenn die praxis vielleicht ungewöhnlich ist, so ist es doch völlig legitim.
In wiefern ist es legitim einem Bräutigam ein Geldgeschenk anlässlich seiner Hochzeit auf sein Arbeitslosengeld anzurechnen?
immerhin sind die geldgeschenke einkommen und eine bereicherung die andere halt nicht haben.
Wenn ein Geldgeschenk von mehreren Hundert Euro (Vermutung meinerseits) für dich bereits eine Bereicherung darstellt, in welche Kategorie fallen dann für dich millionenschwere Steuergeschenke an Multimillionäre?
von daher legitime art und weise festzustellen, wie man dem steuerzahler geld spart.
Ich möchte dich an dieser Stelle daran erinnern, dass dieses Geldgeschenk aus bereits versteuertem Arbeitslohn stammt, und dass es, wenn es ausgegeben wird, ein zweites Mal versteuert wird.
die frage ist, wie die arge nachprüfen will ob der bräutigam überhaupt geld bekommen hat oder wieviel und wie er die angaben genau auf heller und pfennig nachprüfen will.
Die Fage ist, warum Menschen wie du so an ihren Ketten hängen, und es Menschen, die sich gegen die Arge wehren, so schwer machen müssen....
was wenn bräutigam garnix an bargeld in die hand gedrückt bekommt?
Was ist, wenn du immer noch nichts verstanden hast?

LG
 

Hexe45

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Habt Ihr Euch auch die Kommentare unter dem Artikel durchgelesen? Jeder Menge der Sorte Wer-Arbeit-will-der-kriegt-auch-welche .... achmenno, ich will wech aus diesem Land; ich hasse meiner Mitbürger:icon_cry:

Na ja aber das war schon mal schlimmer, die gemeinen, gehässigen, die ihr kleines Ding dabei schütteln, wenn sie auf vermeintlich Schwächere treten.
Dann da noch die Prvokateure aus Leidenschaft, den gehts nicht mal um die Sache.
Wenn ich da noch an 2006 denke, da gabs ja kaum gemäßigte Komments.
LG
Hexe
 
E

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Gast
Das Gelsenkirchener Integrationscenter für Arbeit (IAG) teilte einem frisch verheirateten ALG II Bezieher mit, sowohl die Heiratsurkunde vorzulegen als auch die Höhe der Geldgeschenke mitzuteilen. Schließlich müssten diese mit den Hartz IV Leistungen verrechnet werden.

Ronald Hedel, Bereichsleiter im Gelsenkirchener Integrationscenter für Arbeit, sagte der WAZ in diesem Zusammenhang:” Mir ist ein solcher Fall bisher nicht bekannt. Es gehört nicht zu unserem Standard, so etwas abzufragen.” Er könne sich höchstens vorstellen, dass ein sehr konkreter Hinweis auf hohe Geldgeschenke vorgelegen habe. Allerdings sei es auch möglich, dass der zuständige Sachbearbeiter über das Ziel hinaus geschossen habe. Schließlich gäbe es von der Bundesagentur für Arbeit das Signal, in solchen Fällen ein Auge zuzudrücken beziehungsweise sensibel damit umzugehen und so werde es grundsätzlich auch in Gelsenkirchen gehandhabt.
Hochzeitsgeschenke machen Gelsenkirchener Integrationscenter für Arbeit hellhörig
 
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