Hartz IV –Bildungskarte und die Bertelsmann-Tochter Arvato

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Martin Behrsing

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Neue Westfälische (Bielefeld): Bildungskarte Viele Tücken von BERNHARD HÄNEL

Bielefeld (ots) - Hartz-IV-Familien sollen, so der Plan von Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), künftig von den Arbeitsagenturen eine "Bildungskarte" erhalten, die vom Bund mit bis zu 200 Euro aufgeladen wird. Die Idee findet immer mehr Befürworter. [FONT=&quot]Doch die Goldkarte für Hartz-IV-Kinder hat sehr viele Tücken, die in der gegenwärtigen Debatte kaum berücksichtigt werden. [/FONT]



Weiterlesen: PR-SOZIAL, das Presseportal...


[FONT=&quot]
[/FONT]
 
Erfahrungen haben lediglich private Anbieter; etwa die Bertelsmann-Tochter Arvato. Nicht ausgeschlossen, dass die Gütersloher sich für das neue Geschäftsfeld interessieren. 250 Euro, so Experten, kostet ein Kartenlesegerät.
Also der Bertelsmannkonzern und die Liz Mohn (Ex-Ehefrau vom verstorbenem Firmenpatriarchen)
Liz (Elisabeth) Mohn geb. Beckmann (* 21. Juni 1941 in Wiedenbrück) ist Aufsichtsratsmitglied der Bertelsmann AG und Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. (guckt euch mal die Vermögenslage an)
und ausgerechnet die hat ne Firma, die Tante Ursulas Kinderkärtchen einschl. Leesegeräte herstellen kann.

Eigentlich ist das nichts besonderes aber -
und jetzt bekommt die Geschichte für mich ein übles Geschmäckle - ein Ergebnis des letztjährigen Bilderbergtreffen?
 
Aber sowas kommt natürlich nicht auf die Titelseiten von Blöd & Co.
Wo bleibt denn da der ach so tolle investigative Journalismus?
Komisch, daß die Revolverblätter immer nur in eine Richtung schießen können.
 
Qui bono?

Als von Gutscheinen auf e-card umgeswitcht wurde, fragte ich mich:
Wem nutzt es?

Ich habe, muss ich gestehen, nicht die Zeit gehabt, dahingehend zu "wühlen", vermutete dennoch die üblichen Verdächtigen.
Nun ja, Bertelsmann ist es also.
Dann ist ja alles in besten Händen, sollte die e-card kommen, denn arvato hat ja reichlich Erfahrung und Ideen ->

Mohn / Bertelsmann verkauft die Manipulation des Internets

Noch nicht gefrühstückt, aber trotzdem ist mir übel :icon_kotz:

Christine

Nachtrag o.T.
@ Feind=Bild, ich danke herzlich für den neuen Avatar :icon_smile:
 
Radiotip

Nur im eigenen Interesse
Thomas Schuler: "Bertelsmannrepublik Deutschland". Campus Verlag
Von Ralph Gerstenberg

"Ob zum Thema Gesundheitspolitik, Sozialreformen oder demografischer Wandel - die Bertelsmann-Stiftung bringt sich gerne in die Debatte ein. Ihr Wissen ist gefragt - auch in der Politik. So sehr, dass die Frage im Raum steht, ob die Arbeit der Stiftung wirklich so selbstlos ist, wie das gerne darstellt wird.

Thomas Schulers Kritik richtet sich nicht nur auf die steuersparende Verflechtung von Stiftung und Bertelsmann AG . Er belegt auch anhand zahlreicher Beispiele, dass über die Stiftung immer wieder Projekte angeschoben werden, die zwar einen gemeinnützigen Anstrich haben, bei genauerer Betrachtung jedoch ganz offensichtlich den Interessen der Bertelsmann AG dienen.

So versuchte die Stiftung in der Vergangenheit, die Rundfunkaufsicht zu reformieren, um die Position von Privatsendern - wie dem Bertelsmannunternehmen RTL - gegenüber den öffentlich-rechtlichen Anstalten zu stärken.

Als weiteres Beispiel für einen Interessenkonflikt führt Thomas Schuler die Privatisierung von Kommunalverwaltungen an - ein Bereich, in dem von der Stiftung Konzepte erarbeitet wurden, während die Bertelsmanntochterfirma Arvato darin neue Geschäftsfelder erschloss. Eine Reform des Stiftungsrechts, die 1997 von der Grünen-Abgeordneten Antje Vollmer angeregt wurde und den "Einsatz einer Stiftung in Unternehmenszusammenhängen" unterbinden sollte, scheiterte nach der rot-grünen Regierungsübernahme.

Die Stiftung hatte zu diesem Zeitpunkt bereits beste Kontakte ins Bundespräsidial- und Kanzleramt sowie Zugriff auf das gesamte Kabinett und konnte bei ihren Projekten auf die Unterstützung fast aller Minister hoffen. Bundespräsident Roman Herzog hatte die Reformarbeit der Bertelsmann-Stiftung ein ums andere Mal als gemeinnützig geadelt. Er verlieh Reinhard und Liz Mohn das Bundesverdienstkreuz, hielt in Gütersloh die Rede zur Verleihung des Carl Bertelsmann-Preises. Der Kanzler saß im Publikum und holte die Stiftung in sein Bündnis für Arbeit."

Diese ach so gnädig gemeinnützige Stiftung - scheinheilig.
Heute Abend im Radio Deutschlandfunk 19.15 h. Im Netz zu lesen Deutschlandfunk - Andruck - Nur im eigenen Interesse

Gruß
Jürgen
 
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