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Mehr als nur Arbeit vermitteln
Hartz IV Bilanz nach drei Jahren Arbeitsgemeinschaft - „Mogelpackung“ Arbeitslosenstatistik

Kempten | bec | Beraten, managen, Dinge in die Hand nehmen, mit denen die Betroffenen überfordert sind: Was Peter Müller, Geschäftsführer der Arge, und seine 40 Mitarbeiter seit gut drei Jahren täglich tun, ist mehr als nur Arbeit vermitteln. „Und das machen wir gut“, zog Müllers am Mittwoch im Ausschuss für soziale Fragen Bilanz.

Stellen oder Hilfe beispielsweise bei Schulden und Suchtproblemen vermitteln, Menschen für einen Beruf qualifizieren, manchmal auch die Post für jemanden erledigen, dem alles über den Kopf wächst. Und Menschen eine Perspektive geben. Das sind die Aufgaben der Arge, die laut Müller nach dem Prinzip „fördern und fordern“ funktioniert. „Wir helfen, wo es geht“, so der Geschäftsführer: „Aber wir fordern auch.“ Ziel sei es schließlich, Betroffene in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dabei müssten sie schon selbst mithelfen.

„Wir haben wirklich gute Arbeit geleistet und die gute Arbeitsmarktentwicklung fast optimal ausgenutzt“, zog Müller Bilanz (siehe Grafik). Ihre erfolgreiche Arbeit aber habe die Argen auch in eine missliche Lage gebracht: Das Budget solle gekürzt und Personal abgebaut werden. Eine Zwickmühle, so Müller, denn zwar gebe es Dank vieler Vermittlungen weniger Hartz IV-Empfänger. Diese müssten aber viel intensiver betreut werden. Nur noch vier Prozent der Arbeitslosen, die bei der Arge registriert sind, schätzt er als gut vermittelbar ein. Weitere 68 Prozent hätten nur wenig Chancen, aus der Arbeitslosigkeit zu kommen.

Apropos Arbeitslosigkeit: In Zeiten, in denen nahezu von Vollbeschäftigung die Rede ist, will Müller mit einer „Mogelpackung“ aufräumen. „Die Konjunktur ist zwar gut, aber ganz so rosig sieht es nicht aus.“ Denn als arbeitslos gelte nur, wer keiner Beschäftigung nachgehe. „Bezüge bekommen aber tatsächlich viel mehr Menschen“, stellt Müller klar - nämlich die, die etwa Ein-Euro-Jobs haben oder an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen. Sie gelten als arbeitsuchend, fallen also aus der Arbeitslosenstatistik heraus.
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