Hartz IV: Bestrafung von Familiengründungen

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wolliohne

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Anwälte gegen Hartz IV: Familiengründungen werden teilweise dem Entzug des kulturellen Existenzminimums bestraft

Der Steuerfreibetrag entspricht dem kulturellen Existenzminimum, er beträgt in Deutschland 7.664 Euro für Einzelpersonen, für Ehepaare 15328. Bürger, die Familien gründeten, Kinder erziehen, erhalten im Hartz IV-System monatlich aber nur 533 (311 plus 222 Mietanteil), jährlich 6396 Euro für Essen, Wohnung, Strom, Medikamente..., Differenzbetrag: 1268 Euro.

Mit welchem Recht werden Bürger in Deutschland für Familiengründungen mit dem teilweisen Entzug des kulturellen Existenzminimums (monatlich 105,67 Euro) massiv bestraft? Auch die Absenkung von Arbeitslosengeld 1 auf Sozialhilfeniveau erfolgte/erfolgt per Gesetz unabgefedert, sobald jemand eine Familie gegründet hatte und Kinder/Enkelkinder erzieht. Warum? Es gibt kein gesetzlich verankertes Recht auf Arbeit, kein Recht auf fair bezahlte Arbeit. (I.Eck, 05.02.2009)


AUCH DER HIMMEL WEINT
BÜRGERGELD STATT BÜRGERKRIEG
Doku-Spielfilm


Es geschah (szenisch nicht ganz genau) so.
Ein Mann drohte, wenn er keinen vernünftigen Job erhält, sich zum Selbstmord getrieben fühlt, das Trinkwasser der Stadt zu vergiften. Eine Frau beschloss, für ein bedingungsloses Bürgergeld zu kämpfen, um Selbstmordattentate zu verhindern. Es gibt keine hundertprozentige Abschirmung der Trinkwasseranlagen vor Racheakten.
Die Frau legt einem Filmemacher Videomaterial vor, das mit einer Spionagekamera gedreht wurde, Szenen in Hartz4Verhältnissen dokumentiert. Sie wird am Filmende erschossen, zur Terroristin erklärt. Der Innenminister ordnet eine schärfere Überwachung von Erwerbslosen an.

Aufstand der Erwerbslosen.(pdf,ca.420kb)wälte gegen Hartz4
 

Vater Flodder

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Mit welchem Recht werden Bürger in Deutschland für Familiengründungen mit dem teilweisen Entzug des kulturellen Existenzminimums (monatlich 105,67 Euro) massiv bestraft?
Da dürfte es mindestens zwei Gründe für geben:

1) Wer eine Familie gründet, sollte diese auch selbst ernähren können. Daher wird eine Familiengründung quasi aus Hartz IV heraus unattraktiv gemacht, denn solche Familien könnten im Extremfall viele kleine "Minihartzis" zeugen. Folge sind Mehrkosten für die Gemeinschaft.

Die "Minihartzis" werden irgendwann groß und haben von ihren Eltern keine Werte mitbekommen und klauen alten Opas und Omas die Handtasche.

Von der Ohnmacht die einen befällt, wenn man diese kleinen unschuldigen Wesen in solchen Familien sieht, ganz zu schweigen.

Im übrigen gründet man eine Familie nicht aus finanziellen Erwägungen. Man tut es aus ganz anderen Gründen, die über das Finanzielle weit hinausgehen.


2) Wer richtig mit Geld umgehen kann und den alten Grundsatz beherrscht, dass die Ausgaben die Einnahmen nicht übersteigen dürfen, spart schon eine Menge ein.

Ob das wirklich 105,67 € sind, die eingespart werden können will ich mal dahingestellt sein lassen.
 
S

sogehtsnich

Gast
Richtig, Hartzis & Minihartzis gehören zum Prekariat und wie es der Name schon sagt, bedeuten sie eine prekäre Situation, welche zu beseitigen ist!
Nun darf man sie nicht, wie so oft in der Geschichte, ganz offen und mit einmal verschwindn lassen, das fällt nämlich auf!
Also müssen Mittel und Wege gefunden werden, um sie unter dem Deckmantel der Demokratie und der sozialen Haltung verschwinden zu lassen!
 
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