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Hartz IV-Anträge bekommen schlechte Noten

Faibel

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Viele Hartz IV-Empfänger finden, dass die Antragsformulare der Jobcenter zu kompliziert und unverständlich gestaltet sind. Immerhin jeder Zweite kommt damit nicht zurecht.
.....
Hartz IV-Anträge bekommen schlechte Noten
Vielleicht sollte man das Blatt mal umdrehen und den SB das Leben schwer machen. Ich überlege ernsthaft meinen nächsten Weiterbewilligungsantrag als Aufsatz einzureichen. :biggrin:
Die Idee stammt nicht von mir, sondern von den Gegner der Volkszählung.

Der Volkszählungs-Aufsatz

Was ist das?
Die Idee stammt aus den 80er Jahren, als viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen nicht in der gewohnten Form an der Volksbefragung teilnehmen wollten. Andererseits hatten sie aber auch keine Lust auf ein Bußgeld und deswegen haben Sie alle gestellten Fragen zwar beantwortet, allerdings in einer von den Behörden unerwarteten Form, nämlich als frei verfassten Aufsatz.
Ein Aufsatz, der – mehr oder weniger spannend verfasst – alle Informationen beinhaltete, die von den Statistikbehörden verlangt worden sind, wenn auch nicht in der langweiligen Form der Beantwortung durch das Ankreuzen von Kästchen oder dem Ausfüllen hässlicher Lückenfelder sondern in einer literarisch anspruchsvolleren Art und Weise eines Deutschaufsatzes.
Den mussten die Volkszähler in den Erhebungsstellen dann wohl oder übel durchlesen und die darin mehr oder minder offensichtlich eingebauten Informationen extrahieren.
...
Der Zensus-Phrasendrescher-Antwortgenerator – Um Mithilfe wird gebeten « #zensus11
Deren Problem war nur, dass beim Zensus eine Form gewahrt werden musste. Beim SGB dagegen gelten auch formlose Anträge.

:biggrin:
 

PeterMM

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wie wäre es mit nem eigenen EGV - Generator?:biggrin:
 

Roter Bock

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Den haben die SB's doch schon lange. Mein Generator wirft bei Unterschrift ein "Nein" aus.

Roter Bock
 

BiancaBerlin

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Artikel im Berliner Tagesspiegel: Unverständliche Formulare: JobCenter in der Kritik

Nürnberg – Viele HartzIV-Empfänger klagen über unverständliche Antragsformulare und Bescheide ihres Jobcenters. Zugleich fehle es dort an Ansprechpartnern, ergab eine Umfrage der Bundesagentur für Arbeit (BA) unter ArbeitslosengeldII-Empfängern. Mehr als die Hälfte der 30.000 Befragten erteilten den Jobcentern diesbezüglich Schulnoten zwischen drei und sechs, teilte die Agentur mit. Insgesamt wachse aber das Vertrauen in die Jobcenter. Der Umfrage zufolge hat jeder Zweite eine gute Meinung von der örtlichen Betreuungsstelle. Jeder zehnte Befragte erteile ihr die schlechte Schulnote fünf oder sechs. [...]

Der Tagesspiegel: Unverständliche Formulare: JobCenter in der Kritik
 

Gitta3

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AW: Artikel im Berliner Tagesspiegel: Unverständliche Formulare: JobCenter in der Kri

Insgesamt wachse aber das Vertrauen in die Jobcenter. Der Umfrage zufolge hat jeder Zweite eine gute Meinung von der örtlichen Betreuungsstelle.
:icon_eek::icon_pic::icon_party::icon_lol:
ooohh ja, und wieee :icon_mrgreen:

"jeder zweite hat eine gute Meinung vom JC"
schau an schau an, .....
 

Kaleika

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Ich verbinde mal die Threads.
 
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ExitUser

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Presse Info 033 vom 01.08.2012

Wie gut arbeiten die Jobcenter und wie zufrieden sind Hartz IV-Empfänger mit ihrer Betreuung? Darüber gibt eine bundesweite Befragung Auskunft. Seit 2008 werden pro Halbjahr und Jobcenter 100 Kunden, also insgesamt mehr als 30.000 Menschen, befragt. Sie sollen zum Beispiel das Dienstleistungsangebot, die Unterstützung durch die Mitarbeiter in den Jobcentern oder auch die Rahmenbedingungen, wie Öffnungszeiten oder telefonische Erreichbarkeit bewerten.
„Wir wollen ein guter Dienstleister sein, wissen aber auch, dass es noch nicht überall rund läuft. Um aber besser werden zu können, müssen wir uns auch mit unseren Schwächen auseinandersetzen. Dafür sind Kundenbefragungen ein wichtiger Gradmesser, die uns offen und ehrlich einen Spiegel vorhalten. Wenn wir denken, dass wir gute Arbeit leisten, kann das von den Kunden ganz anders gesehen werden. Daher nehmen wir die Ergebnisse auch sehr ernst und setzen uns gemeinsam mit den lokalen Jobcentern intensiv mit ihnen auseinander“, so Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit. „Wir sehen die Ergebnisse nicht als Kritik in unsere Arbeit, sondern als Chance, Schwachpunkte zu erkennen und unser Angebot kundenfreundlicher zu gestalten.“
Dass das Vertrauen in die Arbeit der Jobcenter und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wächst, zeigen die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2012. Jeder zweite Befragte gibt an, dass er eine gute Meinung von seinem Jobcenter hat. Zehn Prozent geben ihrem Jobcenter bei dieser Frage die Noten fünf und sechs (bewertet wird im Schulnotensystem). Über siebzig Prozent geben an, dass sie mit der Beratung im Jobcenter zufrieden waren (Noten eins und zwei), sechs Prozent der Kunden vergeben hier schlechte Noten.
Fast vierzig Prozent der Befragten geben an, sie hätten sich im Beratungsgespräch mehr Informationen zu Themen wie Gesundheit, Wohnen oder Familie gewünscht. Kritisch wird weiterhin die Verständlichkeit der Antragsunterlagen beurteilt. Handlungsbedarf gibt es auch bei der Erklärung der Bescheide durch die Ansprechpartner in den Jobcentern. Über die Hälfte der Kunden vergeben hier die Noten drei bis sechs. Durchweg positiv ist die Meinung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Achtzig Prozent der Kunden bewerten die Freundlichkeit gut bis sehr gut, lediglich 4 Prozent sehen dies ganz anders. Zufrieden ist man auch mit den fachlichen Auskünften und mit der Unterstützung durch die Mitarbeiter (Durchschnitt Note 2,2).
„Ich freue mich natürlich, dass die Jobcenter und insbesondere die Kolleginnen und Kollegen in den Jobcentern so positiv bewertet werden. Aber die Ergebnisse machen auch Schwachstellen und Unterschiede zwischen den Jobcentern deutlich. Die Bescheide werden als wenig verständlich eingeschätzt, der Wunsch schneller einen Zugang zum persönlichen Ansprechpartner zu bekommen ist groß. Wir wissen, wo sich Kunden mehr Unterstützung wünschen und werden das aktiv angehen“, macht Alt deutlich.

Die 100 "repräsentativen Kunden" sind wohl handverlesen. Die Klagenstatistik an den Sozialgerichten spricht eine andere Sprache. Die sollten mal die Kunden beim SG in der Verhandlungspause befragen.

Quelle:Befragung von Hartz IV-Empfängern zeigt: Vertrauen in die Arbeit der Jobcenter - www.arbeitsagentur.de
 

BiancaBerlin

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Ich verbinde mal die Threads.
Danke, das ist nett. Also, bis zu meinem Gespräch am vergangenen Montag nachmittag hätte ich diese Meinung mit Hängen und Würgen noch so halbwegs bestätigen können. Nun aber definitv nicht mehr! :icon_dampf:

Aber: Eine Mitarbeiterin aus der Leistungsabteilung meines JobCenters könnte ich sogar richtiggehend loben:

  • Unkomplizierte Abwicklung einer Forderung noch aus dem Jahr 2009 vor einigen Monaten
  • Eingestehen eines Fehlers seitens des JobCenters ohne Umschweife
  • Stattgeben meines berechtigten Widerspruchs ("leicht" verspätet, aber immerhin :icon_wink:)
  • zweimal ohne Umwege sofort telefonisch erreichbar (bei Jobcentern alles andere als selbstverständlich!), um noch offene Fragen zu klären
  • freundlich und kompetent
Das ist in meinem Fall zwar beinahe der einzige Silberstreif am Horizont, sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben. :icon_stern:
 
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