Hartz-IV: Alle 20 Minuten wird geklagt (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

XxMikexX

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Wenn man bedenkt, daß überhaupt nur eine Minderheit klagt, wie wäre dann das Szenario bei mutigeren ELOs?

Alle 60 Sekunden?
 

Paolo_Pinkel

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Wenn man bedenkt, daß überhaupt nur eine Minderheit klagt, wie wäre dann das Szenario bei mutigeren ELOs?

Alle 60 Sekunden?
Wahrscheinlich noch doller. Mut ist aber nur eine Komponente. Zunächst braucht man die Kenntnis der Materie. Dann überhaupt das Nervenkostüm und dann den Willen. Viele Faktoren, die leider nur eine Minderheit erfüllt.
 

XxMikexX

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Oder beantworten wir das anders.

Wie wäre es in einem Rechtsstaat?


Da würden doch die ganzen Sanktionen in der Anzahl erst mal gar nicht kommen, und wenn hätten die Betroffenen jede Menge Möglichkeiten sich dagagen zu wehren.

Ja das war nur ein Tagtraum.
 

Texter50

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Wahrscheinlich noch doller. Mut ist aber nur eine Komponente. Zunächst braucht man die Kenntnis der Materie. Dann überhaupt das Nervenkostüm und dann den Willen. Viele Faktoren, die leider nur eine Minderheit erfüllt.
Ganz ehrlich, wer geht schon davon aus, grundsätzlich vereimert und angelogen zu werden - auffem AMT? :icon_knutsch:

Zitat einer Rezension: Wer glaubt, dass das Jobcenter Arbeit vermittelt, glaubt auch, dass das Ordnungsamt einem die Küche aufräumt. :biggrin:
 
G

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Nee, die Mehrheit(ich schätze sogar über 90%) wissen noch nicht einmal das sie eine EGV nicht unterschreiben brauchen.
 

Linker

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Ha(r)tz4 muß den Staat so teuer zu stehen kommen, daß es sich volkswirtschaftlich nicht mehr rechnet. Der Weg über kostspielige juristische Verfahren ist dabei nur eine von vielen Möglichkeiten.

Ich hätte noch diverse kostspielige Ideen:
<Scherz>
a. Jede Sanktion führt automatisch zu einer gravierenden Sachbeschädigung an öffentlichem Eigentum, wobei der Wert der Zerstörung mindestens den doppelten Betrag der Sanktion betragen sollte. :icon_mrgreen:
b. Die ELOs übernehmen die Kontrolle über den Staat. 4.4 Mio. Leistungsempfänger stehen ca. 250.000 Polizisten und etwa der gleichen Anzahl Bundeswehrsoldaten gegenüber. Ich bin mir sicher, daß ein Großteil der Ordnungskräfte den Schießbefehl auf die eigene Bevölkerung verweigern wird. Bei guter Organisation ist die gewaltlose Übernahme des Staates innerhalb einer Woche abgeschlossen... :icon_mrgreen:
</Scherz>
 
E

ExitUser

Gast
Das liege an der Überlastung der Jobcenter, häufig wechselnden Sachbearbeitern, dem komplexen Gesetz und der oft noch unklaren Rechtslage. Um die Lage zu entschärfen, fordert Howe* "Mut zu pauschaleren Leistungen".
Mit Pauschlierungen wird alles besser ...

*Marcus Howe, Richter und Pressesprecher am Sozialgericht Berlin
 
E

ExitUser

Gast
Mich wundert sehr, wie wenig über die Fakten nachgedacht werden und wie "man" sich diese Fakten zurecht biegt. Du nimmst den Artikel, der in der Zeit erschien, ich habe den Artikel in der Welt genommen.

Die Zahlen in beiden Artikeln sind identisch. Nur was vermitteln diese Zahlen wirklich?

Ich schrieb den verantwortlichen Redakteur Martin Greive der Zeitung WELT an:

der Artikel in Ihrer Zeitung hat mich sehr erstaunt, da er dem Leser einen anderen Eindruck vermittelt, der leider nichts mit der Realität zu tun hat.
1.000.000 Sanktionen entsprechen 100% / 61.498 Widersprüche entsprechen 6,1498% von denen 22.414 erfolgreiche Widersprüche entsprechen 2,2414%
Wenn Sie nun schreiben, dass Widersprüche zu mehr als 36% vollständig oder teilweise zugunsten der Betroffenen entschieden, werden implizieren diese Zahlen einen völlig anderen Erfolg.
Genauso verhält es sich mit den Klagen, wenn Sie schreiben:
1.000.000 Sanktionen entsprechen 100% / 6.367 insgesamt Klagen entsprechen 0,6367% von denen 2708 positive oder teilweise positiv entschiedene Klagen entsprechen 0,2708%

Wenn Sie nun schreiben, dass 42% aller Klagen dem Arbeitslosen recht geben, dann werden in meinen Augen wieder die falschen Zahlen impliziert.
Ich wünschte mir ehrlich gesagt, dass die Sanktionierung zulasten der Arbeitslosen ein Ende hätte. Von diesen Sanktionen sind allein 740.000 Meldeverstöße.


Die Zahl der Klagen ist in meinen Augen lächerlich gering
 

Karma

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Nee, die Mehrheit(ich schätze sogar über 90%) wissen noch nicht einmal das sie eine EGV nicht unterschreiben brauchen.
Stimmt!! bin seit 7 Jahren als Beistand dabei....ohne mich hätte keiner geklagt. Habe gerade wieder bei 2 ALG II Empfängern dringend zum klagen geraten..."aber Angst essen Seele auf"
Gruß Karma
 

Paolo_Pinkel

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Mit Pauschlierungen wird alles besser ...

*Marcus Howe, Richter und Pressesprecher am Sozialgericht Berlin
Genau! Komisch nur, dass das das BSG regelmäßig anders sieht. Erklärt dann wohl auch, warum Howe nur SG-Richter geblieben ist:icon_mrgreen:
 

Hartzeola

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Sozialgerichte: Weniger neue Klagen, viele unerledigte Verfahren

Erfurt - Weniger neue Klagen haben den Verfahrensberg an den Thüringer Sozialgerichten im vergangenen Jahr etwas schrumpfen lassen.

16.986 neu eingegangene Klagen bedeuteten einen Rückgang um mehr als 12 Prozent im Vergleich zu 2012, teilte der Präsident des Landessozialgerichts, Martin Stoll, am Mittwoch mit. Dennoch sind an den Sozialgerichten weiter 23.886 unerledigte Verfahren anhängig.

Stoll zufolge ging es bei 54 Prozent der neu eingereichten Klagen um Hartz-IV-Leistungen. Mit deutlichem Abstand folgten Rechtsstreitigkeiten wegen der Rente, die 15 Prozent der Klagen ausmachten.
inSüdthüringen.de | Sozialgerichte: Weniger neue Klagen, viele unerledigte Verfahren
 

Lecarior

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a. Jede Sanktion führt automatisch zu einer gravierenden Sachbeschädigung an öffentlichem Eigentum, wobei der Wert der Zerstörung mindestens den doppelten Betrag der Sanktion betragen sollte. :icon_mrgreen:
Gehe ich unter einer Bedingung mit: Die Mittel für die Grundsicherung werden bundesweit budgetiert. Ist der Topf alle, gibt es nichts mehr. Und die in Folge deines Vorschlags vorzunehmenden Reparaturen werden auch aus diesem Topf bezahlt.

b. Die ELOs übernehmen die Kontrolle über den Staat. 4.4 Mio. Leistungsempfänger stehen ca. 250.000 Polizisten und etwa der gleichen Anzahl Bundeswehrsoldaten gegenüber. Ich bin mir sicher, daß ein Großteil der Ordnungskräfte den Schießbefehl auf die eigene Bevölkerung verweigern wird. Bei guter Organisation ist die gewaltlose Übernahme des Staates innerhalb einer Woche abgeschlossen... :icon_mrgreen:
Dazu müsste man ja aber mal Initiative zeigen...
 
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