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Hartz-4: Psychostrategien gegen die tägliche Demütigung

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wolliohne

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#1
Behördenstrukturen wie in den Arbeitsagenturen der Bundesrepublik fördern tägliche psychische Gewaltdelikte durch Sachbearbeiter, die sich teilweise geradezu als „Krieg gegen das Wohlbefinden“ des Kunden präsentieren – und das in Behörden, die mit deren Geldern finanziert und ursprünglich dazu geschaffen sind, Hilfe zu leisten. Wie wehrt man sich erfolgreich mittels psychologischer Methoden?

Bereits 1971 hat der berühmte Psychologe Phillip Zimbardo in seinem legendär gewordenen Gefängnis-Experiment festgestellt, dass Menschen mit völlig normalen Persönlichkeiten, denen zu experimentellen Zwecken willkürlich die Rolle eines „Gefängniswärters“ zugeordnet wird, sich teilweise binnen kurzer Zeit zu sadistischen Handlungen gegenüber ihren ohnmächtigen „Gefangenen“ hinreißen lassen und diese für sich regelhaft dehumanisieren (also entmenschlichen), z.B. ihnen ihre Privatsphäre und jede Möglichkeit zur Individualisierung durch Entkleidung und die Beraubung um hygienische Möglichkeiten nehmen, was psychologisch die Funktion hat, Übergriffe auf die Machtlosen vor sich selbst zu rechtfertigen („Es sind ja keine Menschen wie Du und ich“). Zimbardo bewies mit diesem Experiment unter anderem, dass Personen, die eine legitimierende Ideologie und strukturelle Unterstützung erfahren, sich quasi zwangsläufig und strukturell bedingt zu Tätern entwickeln - und sah im Übrigen auch in den Vorgängen in Abu Gareib seine Ergebnisse bestätigt.[...]Quelle Readers-Edition : Psychostrategien gegen die tägliche Demütigung
 

Kaleika

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#2
Spannend, dieses Experiment auf die Verfolgungsbetreuung und Schikanisierung bei einer Hartz-IV-Behörde anzuwenden.
Eigentlich auch ganz plausibel.

Es gilt also, den Sachberater daran zu hindern, einen im Gespräch zu entmenschlichen, d.h. möglichst persönlich von sich und der Situation hier zu erzählen, mit eigenen Gefühlen konfrontieren - ohne dabei in Wirklichkeit viel von sich preizugeben.

Dass ich zwei kinder habe, wie alt sie sind, dass es mir Existenzangst macht, wenn mein Geld nicht kommt und ich die Rechnungen nicht bezahlen kann, dass ich jetzt bitte mal eine Beantwortung meiner Frage wünsche, dass die Blumen im Zimmer sehr schön sind, dass heute aber ein Andrang herrscht und so weiter.

Im Prinzip werden hier Bestandteile der Personen-Zentrierten -Gesprächsführung angewendet, die ja gerne in Gesprächstherapien benutzt wird, um das Vertrauen des Klienten zu gewinnen.

So wie dabei das Misstrauen des Klienten gelindert werden soll, geht es hier wohl auch darum, so etwas wie den Hauch einer Beziehung aufzubauen, damit sich der Sachbearbeiter velleicht hoffentlich mal auch mit der Person vor ihm beschäftigt und nicht nur mit dem Aktenzeichen.
Gut geschrieben! Toller Tipp!!!

Kaleika
 

Anne135

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#3
Hört sich wirklich interessant an - hm, vielleicht habe ich das im Kleinen unbewusst so gemacht: als ich die Standard-Einladung bekam (allerdings bei mir ALG I), bin ich da im Büro aufgetaucht und meine erste Frage nach dem Guten Tag war: was haben Sie denn Schönes für mich? Reaktion: der "Arbeitsvermittler" guckte eher beschämt und stotterte erst mal.
Da kam nix Gescheites, aber auch kein Ärger.
 

Kaleika

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#4
Hört sich wirklich interessant an - hm, vielleicht habe ich das im Kleinen unbewusst so gemacht: als ich die Standard-Einladung bekam (allerdings bei mir ALG I), bin ich da im Büro aufgetaucht und meine erste Frage nach dem Guten Tag war: was haben Sie denn Schönes für mich? Reaktion: der "Arbeitsvermittler" guckte eher beschämt und stotterte erst mal.
Da kam nix Gescheites, aber auch kein Ärger.
Ja, wahrscheinlich hat sich Dein Sachbearbeiter mehr auf eine ängstliche Erscheinung eingestellt und nicht auf eine offene und frische Begrüßung.

Kaleika
 
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ExitUser

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#5
ALGI. Dann bist du ja noch nicht so lange dabei. Außerdem wird bei ALGI vieles noch nicht so eng gehandhabt wie bei ALGII.
 

Dora

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#6
Zu dem ganzen „Spiel“ gehören immer zwei. Der, der macht und damit Macht erlangen will und der, der mit sich machen lässt und damit Macht abgibt. Das gilt natürlich auch für Demütigung.

Das erste, bekannte Experiment zu dieser Thematik war meines Wissens das Milgram-Experiment in 1962 von Stanley Milgram.

Auch wenn Wichtiges in dem Beitrag „Psychostrategien gegen die tägliche Demütigung“ schon genannt wurde (Gute Vorbereitung, über Rechtslage informieren, möglichst oder bessser: immer mit Beistand als Zeugen, also nicht verwandt oder verschwägert, hingehen, Selbsthilfegruppen oder Initiativen gründen, usw.) möchte ich noch ergänzen / hervorheben:

Sicher bin ich mir, dass die Bedeutung des Auftretens in der ARGE (oder auch anderswo) leider allzu oft unterschätzt und ungenügend beachtet wird. Was für die Vorbereitung von Beiständen (nach § 13 Abs. 4 SGB X) gilt, gilt auch für den eigenen Auftritt bei Terminen in Behörden, ARGEn etc. Es ist dabei dann auch egal, ob ALG I oder ALG II, Agentur für Arbeit oder andere Einrichtungen.

Gute sachliche, fachliche und mentale Vorbereitung, eine Strategie mit Zieldefinition, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zur Gesprächsführung sind leist- und lernbar. Die Gesprächsführung sollte auch während des ganzen Termins nicht wirklich aus der Hand gegeben werden. Das allein ist dann in der Regel schon „die halbe Miete“!

Bei Beschwerdeterminen das Angebot zum Sitzen („Bitte nehmen Sie doch Platz!“) ablehnen und im Stehen mit fester Stimme und gezielt vortragen. Auf Blickkontakt achten und bestehen. Unterbrechungen nicht gestatten (Es kann nun mal immer nur einer reden!). Unsachliche Bemerkungen und Grenzüberschreitungen (wie z. B. Demütigungen) sofort zurückweisen! Die Regeln des guten Tons sind von beiden Seiten einzuhalten. Ist der Gesprächspartner dazu nicht bereit oder in der Lage, den Termin aus diesem Grund abbrechen und auf schriftlichen Weg fortsetzen. Ggf. dazu umgehend die Geschäftsführung informieren.
Mündliche Verwaltungsakte ggf. als schriftliche verlangen und dies auf schriftlichen Weg (§§ 13-16 SGB I in Verbindung mit § 33 Abs. 2 SGB X) unter Bezugnahme auf den Termin wiederholen. Von Eintragungen in die digitale Akte einen Ausdruck verlangen und mit Stempel und Unterschrift versehen lassen. Von allem ggf. gestempelte Kopien aushändigen lassen und keine Unterschriften leisten ohne eingehende Prüfung, die in der Regel nicht sofort möglich ist. Umgehend nach dem Termin Gedächtnisprotokoll anfertigen.
Nicht mit sich machen lassen, selbst machen und das gesteckte Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Im Detail lässt sich hier nicht alles vortragen. Rollenspiele mit einem TrainerIn zum Üben können hilfreich sein, denn „Übung macht den Meister“.
 

Arania

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#7
Ich würde sagen wer in seinem Berufsleben immer schon viel mit Menschen zu tun hatte, der verfügt bereits über ausreichend Fähigkeiten sich auszudrücken und zu behaupten

Die ganzen psychologischen Ausführungen sind ja sehr schön, aber man darf nicht vergessen das diese auch die "Gegenseite" liest und beherrscht und da kommt es dann wieder ganz auf die Persönlichkeit an, weil man sich doch wieder pari gegenübersteht
 

Kaleika

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#8
Ich würde sagen wer in seinem Berufsleben immer schon viel mit Menschen zu tun hatte, der verfügt bereits über ausreichend Fähigkeiten sich auszudrücken und zu behaupten

Die ganzen psychologischen Ausführungen sind ja sehr schön, aber man darf nicht vergessen das diese auch die "Gegenseite" liest und beherrscht und da kommt es dann wieder ganz auf die Persönlichkeit an, weil man sich doch wieder pari gegenübersteht
Du sagst es: es kommt auf die Persönlichkeit an und vor allem auch darauf, wie bewusst oder unbewusst mensch sich seinem Gegenüber zuwendet, welches Menschenbild dabei vorherrscht.

Dann darf ja auch nicht vergessen werden, dass oft menschlich völlig ungeschultes Pesonal auf der anderen Seite sitzt, was vielleicht "nur" dem Ouotendruck für das Team standhalten will und eventuell Gefallen daran findet, sich groß dabei fühlt, wenn die Transferempfänger "ordentlich" niedergemacht werden. :icon_motz:

Kaleika
 

Rounddancer

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#9
I
Die ganzen psychologischen Ausführungen sind ja sehr schön, aber man darf nicht vergessen das diese auch die "Gegenseite" liest und beherrscht und da kommt es dann wieder ganz auf die Persönlichkeit an, weil man sich doch wieder pari gegenübersteht
Ja und?

Glaub mir, es schadet gar nix, wenn beide Seiten des Schreibtisches hin und wieder dazu aufgerufen, hin und wieder daran erinnert werden, mit der jeweils anderen Seite des Schreibtisches freundlich, bestimmt, aber respektvoll umzugehen.
 

jane doe

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#10
das problem ist, daß nur die, die einigermaßen auf dem damm/wissend/gefestigt, etc sind, abwehrmaßnahmen treffen können. all die anderen sind auf gedei und verderb der arge ausgeliefert.

umsichtiger umgang mit "kunden" würde es nur dann geben, wenn die mitarbeiter bewertet werden können bzw sich die arge ausgesucht werden kann. wenn dann auf der gegenseite mit finanziellen einbußen zu rechenen wäre, würde sich auch der umgang (mit uns) ändern.

hauptproblem ist die fehlende gewaltenteilung. vertrauensvolle zusammenarbeit kann durch sanktionsandrohungen unterminiert werden. ausgesprochene sanktionen beenden dann auch auf der gegenseite den guten willen. aber das ist kalkül. wer wunsch, dann nur weg von der arge soll so, auch als politisches ziel, implementiert werden. ermittler, richter und henker ... alles eine person.
 

Arania

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#11
Ja und?

Glaub mir, es schadet gar nix, wenn beide Seiten des Schreibtisches hin und wieder dazu aufgerufen, hin und wieder daran erinnert werden, mit der jeweils anderen Seite des Schreibtisches freundlich, bestimmt, aber respektvoll umzugehen.

Und dafür brauche ich ein Psychologiestudium? Das hat man normalerweise schon als Kind gelernt
 

Dora

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#12
Und dafür brauche ich ein Psychologiestudium? Das hat man normalerweise schon als Kind gelernt
Hab ich was nicht mitgekriegt?
Oder was überlesen?
Wer hat denn ein Psychologiestudium für nötig gehalten?

(Habe weder im im Beitrag „Psychostrategien gegen die tägliche Demütigung“, auf den wolliohne verlinkt hat, noch hier was davon gelesen, dass für die tägliche Gegenwehr bei Terminen in ARGEn ein Psychologiestudium gefordert wurde.)
 

Kaleika

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#13
Und dafür brauche ich ein Psychologiestudium? Das hat man normalerweise schon als Kind gelernt
Wie kommst Du da drauf, dass ein Psychologiestudium nötig sei?

Was ist schon normal?

Die Kinder bringen von zu Hause die verschiedensten Erfahrungen und Gewohnheiten mit.

Kaleika
 

Rounddancer

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#14
Und dafür brauche ich ein Psychologiestudium? Das hat man normalerweise schon als Kind gelernt
Bitte entschuldige, aber viele Menschen lernen nicht, wie msn anderen Menschen gegenüber auftritt.
Oder, wie schon Goethe sagte: "Man könnt' erzogne Kinder gebären, wenn nur die Eltern erzogen wären!"

Kein Wort von der Notwendigkeit eines universitären Studiums, aber woher soll das Kind z.B. des Straßenbahnputzers und der Putzfrau lernen, wie man dem Chef, dem Personaler, oder eben auch dem SB in der ARGE gegenüber auftritt? Schulen gehen auf solche Dinge viel zu wenig ein,- die des Rohrstocks nun vielfach beraubten "Steißtrommler" dort haben dafür meist weder Ausbildung, noch vom Lehrplan her genügend Zeit.
 
E

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#16
Interssant ist mal die Beschäftigung mit der Köpersprache.

z.B.:
http://www.uni-magdeburg.de/didaktik/pdf/aktion_8_hintergrund.pdf

Google liefert unter den Suchbegriffen "Körpersprache" oder "Signale im Gespräch"
sehr viel Lesestoff.


Mein Kommentar:

Die Wahrheit ist nicht das, was man hört sondern das was man versteht.
Das ist richtig, Samy Molcho ist auch meiner Meinung nach normalerweise sehr empfehlenswert.
Nur ist die Situation in den Argen zumindest meiner Erfahrung nach völlig anders zu beurteilen:
Was ist, wenn schon alleine integres, selbstbewußtes Auftreten für sich als Bedrohung empfunden wird?
Wenn rechtssicheres, sachliches Argumentieren als Feindmerkmal eingestuft wird?
Wenn, kurz und bündig, die Gesetze der Logik außer Kraft gesetzt werden?
Weil Neusprech (alleine "Arbeitsamt" ist ja schon ein böser Witz) schizophrene Menschen schafft?

Dann sind wir mit unserer psychologischen Logik die Looser.

Viele Grüße,
angel
 

Arania

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#17
Bitte entschuldige, aber viele Menschen lernen nicht, wie msn anderen Menschen gegenüber auftritt.
Oder, wie schon Goethe sagte: "Man könnt' erzogne Kinder gebären, wenn nur die Eltern erzogen wären!"

Kein Wort von der Notwendigkeit eines universitären Studiums, aber woher soll das Kind z.B. des Straßenbahnputzers und der Putzfrau lernen, wie man dem Chef, dem Personaler, oder eben auch dem SB in der ARGE gegenüber auftritt? Schulen gehen auf solche Dinge viel zu wenig ein,- die des Rohrstocks nun vielfach beraubten "Steißtrommler" dort haben dafür meist weder Ausbildung, noch vom Lehrplan her genügend Zeit.

Das mit dem Studium war natürlich überspitzt, aber ich meinte eben die angesprochenen psychologischen Tricks

Und gutes Benehmen sollte man bereits als Kind gelernt haben, allerdings gebe ich Dir recht, das ist bei den meisten Eltern heute reines Wunschdenken

Es hat aber überhaupt nichts damit zu tun ob es ein Kind einer Putzfrau ist oder eines Managers, da kann das Kind der Putzfrau durchaus ein besseres Vorbild haben als das Kind des Managers
 

Satriale

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#18
Bei DENEN die da "arbeiten" bringt das recht wenig. Auch der bisherige Versuch, recht freundlich zu bleiben blieb erfolglos. Ich habe das Gefühl, die suchen irgendwie den Konflikt.
Vielleicht sollten sich die SB´s mal mit diesem Studuim befassen.
Wie kann man SOWAS auf Menschen loslassen? Wo haben diese SB´s vorher gearbeitet? Telekom Kundenberatung? Soll ich etwa vor sowas Respekt zeigen? Die legen es sowieso darauf an...
 

Rounddancer

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#19
Hehe, bitte nicht so pauschal.
Ja, es gibt hohldrehende SB, aber es gibt auch hohldrehende "Kunden",- weder die einen, noch die anderen sind die Regel.
 

Arania

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#20
So ist es, ich habe hier bei uns bis jetzt nur einen durchdrehenden SB erlebt, aber schon mehrere ausgeflippte "Kunden"
 
E

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#21
umsichtiger umgang mit "kunden" würde es nur dann geben, wenn die mitarbeiter bewertet werden können bzw sich die arge ausgesucht werden kann.
Nein, nicht bewertet, sondern von einer unabhängigen Ethik-Kommission kontrolliert. Das ist m.E. der Schwachpunkt. Wer kontrolliert die SB, ob sie nicht ethisch und moralisch bereits amputiert sind? Wer guckt danach, wer da eigentlich auf die Leute losgelassen werden.

Kann natürlich sein, dass genau solche SB (unmenschliche, moralisch Unempfindliche) gewollt sind, um durch Sanktionen sprich Verdrängung aus dem ALG-II-Bezug unser aller Aufschwung herbeizuführen.
 

JaChâ

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#22
Begleitung

Salvete

wo kommt diese Idee
...
Auch wenn Wichtiges in dem Beitrag „Psychostrategien gegen die tägliche Demütigung“ schon genannt wurde (Gute Vorbereitung, über Rechtslage informieren, möglichst oder bessser: immer mit Beistand als Zeugen, also nicht verwandt oder verschwägert, hingehen, Selbsthilfegruppen oder Initiativen gründen, usw.) möchte ich noch ergänzen / hervorheben:
...
mit den nicht-verschwägert-oder-verwandt-sein dürfenden Beiständen eigentlich her?

Soviel mir bekannt ist, haben Verwandte ein Zeugnisverweigerungsrecht in strafrechtlichen Dingen.
Hier geht es aber doch im Gegenteil darum, daß Zeugnis abgelegt können werden soll. Derjenige, der einem Beistand unterstellt, er bleibe nicht bei der Wahrheit, muß diese Behauptung auch belegen. Und dabei sind Verwandschaftsverhältnisse des "Vollzugssubjekts" belanglos. Oder täusche ich mich da?
 
E

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#23
Meine PAp ist im letzten Gespräch leider einem Nervenzusammenbruch erlegen. Ich habe ihr gesagt was ich von diesen EinV halte und das ich die mir angebotenen Sklavenmassnahmen natürlich gerne mache um dort viele nette Menschen zu treffen um diese Massnahme mit meinen Kommentaren gebührend zu begleiten und in der Weiterentwicklung zu helfen.

Daraufhin hat sie mich angeschrien das es nun einmal sein muss. Als ob irgend etwas "muss" bis auf den Stuhlgang. Ich habe ihr Vorschläge gemacht, sie nannte mich unkooperativ. Ich habe ihr geholfen als sie die Paragraphen nicht wusste, ich bin freundlich und bestimmt gewesen, ich habe ihr gesagt das ich ihre Lage verstehen möchte. Sie hat sich gesperrt, mich nicht mal mehr verabschiedet und aus dem Kopf geraucht (hätte man meinen können) :icon_kinn:

Grüße
 

Sonntagsmaja

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#24
Das kenne ich. Mein SB-pap ist ausgeflippt und wurde laut, obwohl ich einen Beistand dabei hatte.
Richtig schlimm wurde es, als ich ihm sagte, daß ich die vorgelegte EV nicht sofort unterschreibe und sie zu Hause erst in Ruhe prüfen will.

Mein Beistand mußte da sogar eingreifen und beruhigend auf den SB einreden, damit der von seiner Palme wieder runterkam:icon_mrgreen:

Wäre ich alleine beim Termin gewesen...oweia.
Choleriker sind eben gefährlich:icon_rolleyes:
 

Sonntagsmaja

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#27
Leider, Marty.
Ich möchte nicht wissen, wieviel HE's der schon mit seiner Brüllerei und seiner miesen Art a la "wenn du jetzt brav die EV unterschreibst, dann kriegst du auch nen 'angenehm ruhigen' Ein-Euro-Job. Wenn nicht, gehts ab zum Bauhof oder Grünflächenamt", eingeschüchtert hat.

Menschlich (und fachlich) ist der total daneben:icon_eek:
 

gerda52

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#28
Zidanhenry sagte :
Meine PAp ist im letzten Gespräch leider einem Nervenzusammenbruch erlegen.

Du meinst, sie war mit der Einsicht, doch keine Autoritätsperson zu sein, ein wenig überfordert? Na, dafür gibt es ja Psychologen. Ich wünsche ihr gute Genesung.

Ich habe ihr gesagt was ich von diesen EinV halte und das ich die mir angebotenen Sklavenmassnahmen natürlich gerne mache um dort viele nette Menschen zu treffen um diese Massnahme mit meinen Kommentaren gebührend zu begleiten und in der Weiterentwicklung zu helfen.

Daraufhin hat sie mich angeschrien das es nun einmal sein muss.

Lol - Das hätte ich gerne gesehen, ich glaube, ich hätte sie glatt ausgelacht.

Als ob irgend etwas "muss" bis auf den Stuhlgang. Ich habe ihr Vorschläge gemacht, sie nannte mich unkooperativ. Ich habe ihr geholfen als sie die Paragraphen nicht wusste, ich bin freundlich und bestimmt gewesen, ich habe ihr gesagt das ich ihre Lage verstehen möchte. Sie hat sich gesperrt, mich nicht mal mehr verabschiedet und aus dem Kopf geraucht (hätte man meinen können) :icon_kinn:

Grüße
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