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Hartz 4-Empfänger in dritter Generation ?!?

USERIN

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„Dass hier Familien in dritter Generation in Leistungsbezug sind“, hatte der Linke beklagt, und Ferdinand bedauerte, dass es dem Jobcenter selten gelinge, die Zahl der Menschen zu verringern, die für längere Zeit Hartz- 4-Leistungen beziehen.



Hartz 4-Empfänger in dritter Generation | WAZ.de



Seit 2005 die 3. Generation?

Tritt die Geschlechtsreife jetzt in der Bevölkerungs-Kohorte früher ein oder ist es doch ein mathematisches bzw. Recherche-Problem ?
 
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„Dass hier Familien in dritter Generation in Leistungsbezug sind:wink:

Das ist es!
 

HajoDF

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Und dann ganz großartig die Leistung des Bottroper JC: "Sie halten es für ambitioniert, den Arbeitslosenstand auf dem Niveau von 2013 zu halten."

Daneben ist Hartz4 noch nicht mal eine Generation alt. Schwachsinn, dieser Artiel.:icon_motz:
Trotz des kleinen Erfolges aber hält es das Jobcenter „für ein ambitioniertes Ziel, den Bestand der Langzeitleistungsbezieher in 2014 auf dem gleichen Niveau wie in 2013 zu halten“

Sozialleistungen in der dritten Generation | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
Hartz IV für Großvater, Sohn und Enkel | WAZ.de

Trotz des kleinen Erfolges aber hält es das Jobcenter „für ein ambitioniertes Ziel, den Bestand der Langzeitleistungsbezieher in 2014 auf dem gleichen Niveau wie in 2013 zu halten“.
 

bla47

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3 Gererationen Hartz 4 bzw. Sozi...
RESPEKT !!!
 

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3 Gererationen Hartz 4 bzw. Sozi...
RESPEKT !!!
Zumindest kann man sich fragen, warum die Aktivierungskeulen (Sanktionen) seit 2005 nicht treffen?

Soooo "easy" ist das Regelsatzleben ja nun auch nicht mehr, gerade wenn man aus einer etwas "bildungsfernen Schicht" kommt und sich nicht so gut zur Wehr setzen kann.
 

bla47

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Zumindest kann man sich fragen, warum die Aktivierungskeulen (Sanktionen) seit 2005 nicht treffen?

Soooo "easy" ist das Regelsatzleben ja nun auch nicht mehr, gerade wenn man aus einer etwas "bildungsfernen Schicht" kommt und sich nicht so gut zur Wehr setzen kann.
Entspannt durchhartzen geht wohl nur als Schulabbrecher sowie ohne Ausbildung. Ich wurde damals ( mit Gesellenbrief ) mit VV bombardiert. Leider fast nur von Leihbuden.
 

bla47

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Zumindest kann man sich fragen, warum die Aktivierungskeulen (Sanktionen) seit 2005 nicht treffen?.
AKTIVIERT wurde bereits seit Ende 2003 !!!
Die Empfänger von Sozialhilfe erhielten die Bitte, sich für eine Krankenkasse zu entscheiden. Damit diese ab 2004 von einer Kasse "betreut" wurden. Wer damals darauf nicht geantwortet hatte, landete in der AOK. Eine Sanktion erfolgte jedoch nicht.
 

XxMikexX

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Für diese Leute sind wir halt nur "Gribbeler" oder so.

Vielleicht vermehrt sich diese Spezies in 10 Jahren in 3 Generationen.

Ich bin da kein Experte.:biggrin:
 

Lecarior

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Seit 2005 die 3. Generation?
Es muss nicht die dritte Generation im ALG II sein. Dazu müssten auch jene gezählt werden, die vor 2005 im Bezug von Leistungen nach dem BSHG waren. Solche Stütze-Dynastien gibt es zuhauf. Es gibt auch so einige, die wir schon zu BSHG-Zeiten im Leistungsbezug hatten, die 2005 ins SGB II gewechselt sind und nun ins SGB XII (zurück-)kommen.

Einen - zugegebenermaßen krassen - Fall hatte ich letztes Jahr: Hilfeempfängerin hat bis 2005 BSHG-Leistungen bezogen, wechselte dann ins SGB II; aus der BSHG-Zeit hat sie hier (eigentlich) noch ein Darlehen zurückzuzahlen. Sie und ihr Mann standen inzwischen beide im Grundsicherungsbezug nach dem SGB XII, als sie schwer pflegebedürftig wurde. Also Heimaufnahme, Kostenübernahme nach SGB XII und die sechs (!) Kinder zwecks Unterhalt angeschrieben. Fünf davon beziehen ALG II, vier sind selbst bereits Eltern. Das letzte Kind hat die Auskunft noch nicht erteilt, ich kann mir aber vorstellen, wovon es lebt...
 

0zymandias

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[...]
Vielleicht vermehrt sich diese Spezies in 10 Jahren in 3 Generationen.
[...]
Wenn man das Unmögliche eliminiert hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, gleichgültig, wie unwahrscheinlich es ist.

Arthur Conan Doyle - The Gribbles And I: Facts, Rumors And Feeding After Midnight
 

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Es muss nicht die dritte Generation im ALG II sein. Dazu müssten auch jene gezählt werden, die vor 2005 im Bezug von Leistungen nach dem BSHG waren. Solche Stütze-Dynastien gibt es zuhauf. Es gibt auch so einige, die wir schon zu BSHG-Zeiten im Leistungsbezug hatten, die 2005 ins SGB II gewechselt sind und nun ins SGB XII (zurück-)kommen.

Einen - zugegebenermaßen krassen - Fall hatte ich letztes Jahr: Hilfeempfängerin hat bis 2005 BSHG-Leistungen bezogen, wechselte dann ins SGB II; aus der BSHG-Zeit hat sie hier (eigentlich) noch ein Darlehen zurückzuzahlen. Sie und ihr Mann standen inzwischen beide im Grundsicherungsbezug nach dem SGB XII, als sie schwer pflegebedürftig wurde. Also Heimaufnahme, Kostenübernahme nach SGB XII und die sechs (!) Kinder zwecks Unterhalt angeschrieben. Fünf davon beziehen ALG II, vier sind selbst bereits Eltern. Das letzte Kind hat die Auskunft noch nicht erteilt, ich kann mir aber vorstellen, wovon es lebt...
Hätte man dann aber in dem besagten Artikel mal deutlicher raustellen sollen - wegen der "Logik".
 

LoreS

Neu hier...
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Bei uns sind ja gerne auch mal drei aufeinander folgende Generationen allesamt Banker oder Professoren oder Unternehmenschefs, nicht wahr.

Die deutsche Gesellschaft ist sozial nicht sonderlich durchlässig, das ist bekannt - und heutzutage wohl eher noch weniger als früher. Wenn wir das ändern wollen, dann müssen wir es für alle ändern - und da weiß ich dann schon genau, wer das auf gar keinen Fall will...

Kleiner Tip: es sind nicht die Hartz-IV-Empfänger.
 

HajoDF

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Es muss nicht die dritte Generation im ALG II sein. Dazu müssten auch jene gezählt werden, die vor 2005 im Bezug von Leistungen nach dem BSHG waren. Solche Stütze-Dynastien gibt es zuhauf. Es gibt auch so einige, die wir schon zu BSHG-Zeiten im Leistungsbezug hatten, die 2005 ins SGB II gewechselt sind und nun ins SGB XII (zurück-)kommen.

Einen - zugegebenermaßen krassen - Fall hatte ich letztes Jahr: Hilfeempfängerin hat bis 2005 BSHG-Leistungen bezogen, wechselte dann ins SGB II; aus der BSHG-Zeit hat sie hier (eigentlich) noch ein Darlehen zurückzuzahlen. Sie und ihr Mann standen inzwischen beide im Grundsicherungsbezug nach dem SGB XII, als sie schwer pflegebedürftig wurde. Also Heimaufnahme, Kostenübernahme nach SGB XII und die sechs (!) Kinder zwecks Unterhalt angeschrieben. Fünf davon beziehen ALG II, vier sind selbst bereits Eltern. Das letzte Kind hat die Auskunft noch nicht erteilt, ich kann mir aber vorstellen, wovon es lebt...
Thema verfehlt! In dem Artikel geht es nur um ALGII-Empfänger und nicht um das SGB XII... oder sind die Kranken auch alle nur faul? Klar, alles nur Simulanten.:icon_motz:
 
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Es muss nicht die dritte Generation im ALG II sein. Dazu müssten auch jene gezählt werden, die vor 2005 im Bezug von Leistungen nach dem BSHG waren. Solche Stütze-Dynastien gibt es zuhauf. Es gibt auch so einige, die wir schon zu BSHG-Zeiten im Leistungsbezug hatten, die 2005 ins SGB II gewechselt sind und nun ins SGB XII (zurück-)kommen.

Einen - zugegebenermaßen krassen - Fall hatte ich letztes Jahr: Hilfeempfängerin hat bis 2005 BSHG-Leistungen bezogen, wechselte dann ins SGB II; aus der BSHG-Zeit hat sie hier (eigentlich) noch ein Darlehen zurückzuzahlen. Sie und ihr Mann standen inzwischen beide im Grundsicherungsbezug nach dem SGB XII, als sie schwer pflegebedürftig wurde. Also Heimaufnahme, Kostenübernahme nach SGB XII und die sechs (!) Kinder zwecks Unterhalt angeschrieben. Fünf davon beziehen ALG II, vier sind selbst bereits Eltern. Das letzte Kind hat die Auskunft noch nicht erteilt, ich kann mir aber vorstellen, wovon es lebt...

Dann ist es halt so. Man ist auf dieser Welt eh nur als Durchgangsstation und wenn es eine übergeordnete Instanz gibt,wird diese eh nicht danach richten, ob man viel oder wenig gearbeitet hat....

Warum ist es bloss so wichtig. dass Alle ganz doll arbeiten, zumal in der deutschen Arbeitswelt .......ist doch der falsche Ansatz.
 
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Zumindest kann man sich fragen, warum die Aktivierungskeulen (Sanktionen) seit 2005 nicht treffen?

Soooo "easy" ist das Regelsatzleben ja nun auch nicht mehr, gerade wenn man aus einer etwas "bildungsfernen Schicht" kommt und sich nicht so gut zur Wehr setzen kann.
Was an Intellekt und Ausdrucksweise fehlt, wird durch Ignoranz und Dreistigkeit wett gemacht.
 
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Dann ist es halt so. Man ist auf dieser Welt eh nur als Durchgangsstation und wenn es eine übergeordnete Instanz gibt,wird diese eh nicht danach richten, ob man viel oder wenig gearbeitet hat....

Warum ist es bloss so wichtig. dass Alle ganz doll arbeiten, zumal in der deutschen Arbeitswelt .......ist doch der falsche Ansatz.
Wenn ein jeder sich verwirklichen könnte und dennoch am Leben teilhaben kann, wäre beinah das Paradies erreicht.
 
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Thema verfehlt! In dem Artikel geht es nur um ALGII-Empfänger und nicht um das SGB XII... oder sind die Kranken auch alle nur faul? Klar, alles nur Simulanten.:icon_motz:
Zumindest fühle ich mich faul, da ich den Werten und Vorstellungen der hiesigen Gesellschaft nicht gerecht werde.
 

USERIN

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Was an Intellekt und Ausdrucksweise fehlt, wird durch Ignoranz und Dreistigkeit wett gemacht.
Eine Sanktion ?

Mir ist da kein Fall bekannt, in dem sich eine Sanktion "wegdreisten" oder "wegignorieren" ließ.
 
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Eine Sanktion ?

Mir ist da kein Fall bekannt, in dem sich eine Sanktion "wegdreisten" oder "wegignorieren" ließ.
Ich meinte es allgemeiner.
Ich weiß nicht, wie man mit Sanktionen umgeht. Brüllen, vor Gericht ziehen, um sich schlagen?
 

Lecarior

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Thema verfehlt! In dem Artikel geht es nur um ALGII-Empfänger und nicht um das SGB XII...
Eben nicht. Es geht um die "Vererbbarkeit" des Leistungsbezugs. Und da haben wir nunmal zahlreiche Dynastien, die unter dem BSHG begründet wurden und im SGB II weiter laufen. Das SGB XII kommt hinzu, weil amtierende Clan-Oberhäupter auch im Ruhestand weiter kräftig Stütze kassieren. Klar, wer seit Jahrzehnten nur Stütze bezogen hat, konnte nicht ausreichend Entgeltpunkte sammeln, um ohne die Grundsicherung das Alter zu verleben. Zum Gesamtbild generationenübergreifender Leistungsbezug gehören die Leistungssysteme BSHG und SGB XII unbedingt dazu.

oder sind die Kranken auch alle nur faul? Klar, alles nur Simulanten.:icon_motz:
Wisch dir den Schaum vom Mund, mach dir ein kühles Bier auf und komm mal wieder runter.
 

Existenzminimum

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...Klar, alles nur Simulanten.:icon_motz:
Lebt es sich (selbst-) gerechter wenn man verabsolutiert?

Im Übrigen kenn ich eine ganze Reihe von "Simulanten". In fast jedem Rechtskreis. Und Nein: ich hab keinen Heiligenschein. Aber auch keinen "Sozialtransferempfängerfreifahrtschein".... .
 

HajoDF

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Lebt es sich (selbst-) gerechter wenn man verabsolutiert?

Im Übrigen kenn ich eine ganze Reihe von "Simulanten". In fast jedem Rechtskreis. Und Nein: ich hab keinen Heiligenschein. Aber auch keinen "Sozialtransferempfängerfreifahrtschein".... .
Lies bitte meinen Text noch mal genau durch, vielleicht verstehst Du dann meinen Bezug zu Lecariors Äußerung.

Und noch mal zu Lec., in dem Artikel geht es nur um ALG II. Und tschüss.
 

alvis123

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Lies bitte meinen Text noch mal genau durch, vielleicht verstehst Du dann meinen Bezug zu Lecariors Äußerung.

Und noch mal zu Lec., in dem Artikel geht es nur um ALG II. Und tschüss.
:icon_klatsch::danke:

Hi...

..als Steuerzahler und Neurentner (trotz ALGII-Erfahrung und Versorgungsausgleich reicht meine Rente locker) kann man sich nur fragen, welche Ausbildung die Fachidioten beim Jobcenter haben.:icon_hihi:

So dolle kann die ja nicht sein bei den vielgepriesenen Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten, die sie angeblich anbieten.:icon_party:

MfG
 
E

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Gast
..als Steuerzahler und Neurentner (trotz ALGII-Erfahrung und Versorgungsausgleich reicht meine Rente locker) kann man sich nur fragen, welche Ausbildung die Fachidioten beim Jobcenter haben.:icon_hihi:

So dolle kann die ja nicht sein bei den vielgepriesenen Weiterbildungs- und Fördermöglichkeiten, die sie angeblich anbieten.:icon_party:
Frag doch bei der Pressestelle deines Jobcenters nach, das bekommst du leicht raus. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich dir dazu vorab folgendes sagen:

Der durchschnittliche Jobcenter-Mitarbeiter in der Verwaltung (also jemand, der Vorgänge bearbeitet, Prüfungen vornimmt, Verwaltungsakte erlässt) ist wesentlich besser qualifiziert als der durchschnittliche ALG II Leistungsbezieher.

Wie gesagt: Es sind Durchschnittswerte. Es kann also durchaus sein, dass der "Kunden" ein promovierter Chemiker ist, sein Arbeitsvermittler aber nur eine Ausbildung im mittleren Dienst bei der Post absolviert hat. Üblich ist das aber nicht! Fakt ist: 57% aller ALG II Empfänger haben keinen Berufsabschluss, die haben also weder eine Ausbildung noch ein Studium abgeschlossen. Quelle: Hier (S. 12).

Von den Mitarbeitern im Jobcenter hingegen haben ohne Ausnahme 100% mindestens einen Berufsabschluss. Es gibt keine formal ungelernten Mitarbeiter im Jobcenter (was freilich nicht ausschließt, dass manche dennoch nicht viel gelernt haben, denn was man kann und was ein Zertifikat einem bescheinigt, was man angeblich kann, sind bekanntlich zwei Paar Schuhe).

Es ist aber dennoch so: Selbst die Teamassistenten (hierarchisch die unterste Stufe, die sitzen oft am Empfang) müssen eine Ausbildung absolviert haben. Zumeist erfolgte die im kaufmännischen Bereich oder in der Verwaltung. Es gibt aber - gerade unter den älteren Mitarbeitern - durchaus auch Leute, die etwas völlig anderes gelernt haben, die eigentlich nicht in JC passe, die aber dort untergebracht werden (ältere, unkündbare Beamte zum Beispiel, für die es sonst keine Verwendung mehr gibt).

Die Mitarbeiter ab der Funktion Leistungssachbearbeiter und Arbeitsvermittler (ab TVÖD 9 bzw. TV-BA IV) haben in der Regel ein Studium (zumeist im verwaltungswissenschaftlichen, rechtlichen oder sozialen Bereich) absolviert. Siehe dazu: Hier (S. 11).

Dass Mitarbeiter ganz ohne Zweifel dennoch manchmal falsche Bescheide erlassen und nicht immer rechtskonform agieren, liegt nicht per se an Dummheit oder Unwissen. Das kann auch der Notwendigkeit geschuldet sein, Quoten zu erfüllen und - um sich keinen Stress zu machen - eher so zu arbeiten, wie Vorgesetzte es wünschen, und nicht, wie es 100% rechtskonform wäre.
 
E

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Gast
Dass Mitarbeiter ganz ohne Zweifel dennoch manchmal falsche Bescheide erlassen und nicht immer rechtskonform agieren, liegt nicht per se an Dummheit oder Unwissen. Das kann auch der Notwendigkeit geschuldet sein, Quoten zu erfüllen und - um sich keinen Stress zu machen - eher so zu arbeiten, wie Vorgesetzte es wünschen, und nicht, wie es 100% rechtskonform wäre.
Quoten, wenn ich das schon höre.
Also zählt der Mensch an sich überhaupt nicht in den Jobcentern.
Warum soll man sich dann noch wundern, wenn die Übergriffe auf Sachbearbeiter zunehmen.
 

alvis123

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Frag doch bei der Pressestelle deines Jobcenters nach, das bekommst du leicht raus. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, kann ich dir dazu vorab folgendes sagen:

Der durchschnittliche Jobcenter-Mitarbeiter in der Verwaltung (also jemand, der Vorgänge bearbeitet, Prüfungen vornimmt, Verwaltungsakte erlässt) ist wesentlich besser qualifiziert als der durchschnittliche ALG II Leistungsbezieher.

Wie gesagt: Es sind Durchschnittswerte. Es kann also durchaus sein, dass der "Kunden" ein promovierter Chemiker ist, sein Arbeitsvermittler aber nur eine Ausbildung im mittleren Dienst bei der Post absolviert hat. Üblich ist das aber nicht! Fakt ist: 57% aller ALG II Empfänger haben keinen Berufsabschluss, die haben also weder eine Ausbildung noch ein Studium abgeschlossen. Quelle: Hier (S. 12).

Von den Mitarbeitern im Jobcenter hingegen haben ohne Ausnahme 100% mindestens einen Berufsabschluss. Es gibt keine formal ungelernten Mitarbeiter im Jobcenter (was freilich nicht ausschließt, dass manche dennoch nicht viel gelernt haben, denn was man kann und was ein Zertifikat einem bescheinigt, was man angeblich kann, sind bekanntlich zwei Paar Schuhe).

Es ist aber dennoch so: Selbst die Teamassistenten (hierarchisch die unterste Stufe, die sitzen oft am Empfang) müssen eine Ausbildung absolviert haben. Zumeist erfolgte die im kaufmännischen Bereich oder in der Verwaltung. Es gibt aber - gerade unter den älteren Mitarbeitern - durchaus auch Leute, die etwas völlig anderes gelernt haben, die eigentlich nicht in JC passe, die aber dort untergebracht werden (ältere, unkündbare Beamte zum Beispiel, für die es sonst keine Verwendung mehr gibt).

Die Mitarbeiter ab der Funktion Leistungssachbearbeiter und Arbeitsvermittler (ab TVÖD 9 bzw. TV-BA IV) haben in der Regel ein Studium (zumeist im verwaltungswissenschaftlichen, rechtlichen oder sozialen Bereich) absolviert. Siehe dazu: Hier (S. 11).

Dass Mitarbeiter ganz ohne Zweifel dennoch manchmal falsche Bescheide erlassen und nicht immer rechtskonform agieren, liegt nicht per se an Dummheit oder Unwissen. Das kann auch der Notwendigkeit geschuldet sein, Quoten zu erfüllen und - um sich keinen Stress zu machen - eher so zu arbeiten, wie Vorgesetzte es wünschen, und nicht, wie es 100% rechtskonform wäre.

Uuups..,

..da fühlt sich aber jemand "auf den Schlips" getreten:icon_mrgreen:

Wie eine Medaillie hat auch dieser Aspekt zwei Seiten. Ich will und wollte niemanden zu nahe treten, aber den "Schuldigen" immer nur auf einer Seite zu suchen, trifft das Problem nicht ganz. Ich erlebte gute und schlechte SB's ...und auch grottenschlechte:icon_lol:. Genauso wie wir hier täglich TE mit normalen und ausgefallenen Vorstellungen erleben.

Vielleicht liegts ja auch ganz einfach am Konzept? Kann aus Betrug und Verrat je was Gutes entstehen?

Denkt mal alle nach! :confused: (Tut nicht weh! :icon_mrgreen:)

MfG
 
E

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Gast
Also zählt der Mensch an sich überhaupt nicht in den Jobcentern.
Was hat das eine bitte mit dem anderen zu tun? Quoten und Statistiken sind zwecks der Tätigung valider, verallgemeinerbarer und vergleichbarer Aussagen unabdingbar. Das geht nicht via Rekurs auf Einzelfälle.
 
E

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Gast
Uuups..,

..da fühlt sich aber jemand "auf den Schlips" getreten:icon_mrgreen:
Wer denn? Ich habe mit dem JC nix zu tun. Mich nerven nur unhaltbare Behauptungen hinsichtlich Ideotie, die einfach so in den Raum geworfen werden. Ein Faktum bleibt ein Faktum, egal wer darauf verweist. Die Faktenlage lässt sich nunmal nicht aus der Welt schaffen. Und die ist: Der durchschnittliche JC-Mitarbeiter ist qualifizierter als der durchschnittliche "Kunde".
 
E

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Gast
Was hat das eine bitte mit dem anderen zu tun? Quoten und Statistiken sind zwecks der Tätigung valider, verallgemeinerbarer und vergleichbarer Aussagen unabdingbar. Das geht nicht via Rekurs auf Einzelfälle.
An bestehende Gesetze halten ist auch unabdingbar.
Müsen wir schließlich auch.
Quoten kann man im Fernsehen anwenden, aber nicht dort, wo es um Existenzen geht.
 

alvis123

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Wer denn? Ich habe mit dem JC nix zu tun. Mich nerven nur unhaltbare Behauptungen hinsichtlich Ideotie, die einfach so in den Raum geworfen werden. Ein Faktum bleibt ein Faktum, egal wer darauf verweist. Die Faktenlage lässt sich nunmal nicht aus der Welt schaffen. Und die ist: Der durchschnittliche JC-Mitarbeiter ist qualifizierter als der durchschnittliche "Kunde".
Hi...

...selbst ein "altgedienter Beamter", der auch zweifellos seine Fachkenntnisse hat, muss sich nicht mit solcher Materie auseinandersetzen:icon_mrgreen:, wenn die ihm so "gegen den Strich" läuft. Ist sein freier Wille.

Aber er hat verdammt noch mal seine Arbeit gut zu machen, wenn er sich dafür entscheidet.

Wird der "Kunde" durch diese oder ähnliche Diskussionen besser?:eek:

MfG
 

saurbier

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Hallo BurnsTorn,

Ich habe mit dem JC nix zu tun. Mich nerven nur unhaltbare Behauptungen hinsichtlich Ideotie, die einfach so in den Raum geworfen werden. Ein Faktum bleibt ein Faktum, egal wer darauf verweist. Die Faktenlage lässt sich nunmal nicht aus der Welt schaffen. Und die ist: Der durchschnittliche JC-Mitarbeiter ist qualifizierter als der durchschnittliche "Kunde".
Da stellst du aber eine tolle These auf.

Hast du dir mal die von dir aufgeführte Ausarbeitung angeschaut, echt.

Mir sind da schon so manche Ungereimtheiten beim ersten Blick aufgefallen, als da auf zahlen verwiesen werden, die ich den Tabellen beim besten Willen nicht entnehmen kann.

Aber selbst abseits dieser Ungereimtheiten kann man feststellen, dass laut dem Bericht nicht gerade die besten dort Beschäftigt sind, wohl leider.

Was hab ich beim Jobcenter von Mitarbeitern die bei der Post als unkündbare Beamte keine Verwendung mehr finden und nun im Jobcenter einem "Bedürftigen" eine Arbeitsstelle auf dem 1. Arbeitsmarkt vermitteln sollen.

Was hab ich von Mitarbeitern, die zwar mehrere Berufe, ja manche ja sogar im Pädagogischen Bereich erlernt haben. Ein Arbeitssuchender benötigt keinen Oberlehrer sondern einen Arbeitsvermittler.

Aber eben genau das ist ja das Problem der Jobcenter, überforderte Mitarbeiter die auch noch seitens der Vorgesetzen dank mangelnder Finanzmittel in den Kommunen und Druck zur Erfüllung der statistischen Vorgaben (zur Beschönigung der Sachlage) ständig gegängelt werden.

Damit der Druck bei den Mitarbeitern dann nicht nachläst, werden dort mit Vorliebe auch noch Zeitverträge abgeschlossen die man turnusmäßig verlängert, solange die Vorgaben auch brav erfüllt werden. - Nicht glaubhaft, nun gut das war vor einigen Tagen im Fernsehen zu bewundern und wurde von Herrn Alt und Herrn Weise (Führung der BA) selbstverständlich als Ausnahme dargestellt -.

Welcher Jobcenter Mitarbeiter entscheidet nicht nach Vorgabe, wenn er selbst nur mittels Zeitvertrag einer "geregelten" Arbeit nachgehen darf.

Noch viel schlimmer, über wieviel professionellen Sachverstand im SGB im besonderen hier SGB II verfügen derartige Mitarbeiter die aus anderen Behördenzweigen zum Teil Zwangsversetzt wurden. Schaue ich mir dazu die Studie an, dann Schaudert es mich wenn es dort heisst, Schulungen von einem bis zu ggf. 10 Tagen.

Ich behaupte entgegen deiner Auffassung, dass viele Jobcenter Mitarbeiter völlig überfordert sind und nur dank der Textblöcke agieren können.

Warum wohl fallen soviele Klagen vor den Sozialgerichten beim ALG-II durch.

Alt und Weise wissen sehr genau, dass für die Millionen Hartz IV Bezieher überhaupt keine adequate Arbeit auf dem Arbeitsmarkt vorhanden ist. Anstatt dies aber offen zu kommunizieren setzt man dort auf Sanktionen (um möglichst viel Geld zu sparen) und unsinnige Schulungsmaßnahmen (welche die Leute aus der Arbeitslosenstatistik bringt) zur Not eben die 10te.


Gruss saurbier
 

alvis123

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Ich behaupte entgegen deiner Auffassung, dass viele Jobcenter Mitarbeiter völlig überfordert sind und nur dank der Textblöcke agieren können.


Alt und Weise wissen sehr genau, dass für die Millionen Hartz IV Bezieher überhaupt keine adequate Arbeit auf dem Arbeitsmarkt vorhanden ist. Anstatt dies aber offen zu kommunizieren setzt man dort auf Sanktionen (um möglichst viel Geld zu sparen) und unsinnige Schulungsmaßnahmen (welche die Leute aus der Arbeitslosenstatistik bringt) zur Not eben die 10te.


Gruss saurbier
Hi...

...wie immer auf den Punkt gebracht! Respekt!:icon_klatsch::icon_daumen::danke:

MfG
 

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Klar, wer seit Jahrzehnten nur Stütze bezogen hat, konnte nicht ausreichend Entgeltpunkte sammeln, um ohne die Grundsicherung das Alter zu verleben.
Da hat sich aber einiges gewandelt (insbesondere auch die Rentenformel, denn z.B. ließen sich in den 50er Jahren mit weniger Beiträgen höhere Ansprüche bilden als heute.... NUR ein Beispiel).

Wie war das noch mit dem Rechenbeispiel aus 2012 von der Frau von der Leyen (35 volle Beitragsjahre bei 2500 Brutto ergeben eine ca. Rente von € 688?)

Aber sicher ist das nur eine Minderheit.... das Gros der Arbeitnehmer im Jobwunderdeutschland schleppt sicher mindestens das Doppelte nach Hause und legt auch noch (gerade in Niedrigzinszeiten) einen dicken Batzen jeden Monat zur Seite (am besten in einem Riestervertrag versenken!).

Im Übrigen kann man sich fragen, warum eine so "tolle" Sozialpolitik zu solchen Phänomenen (Clan-Abkassieren) führt?
 

Existenzminimum

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...

Was hab ich beim Jobcenter von Mitarbeitern die bei der Post als unkündbare Beamte keine Verwendung mehr finden und nun im Jobcenter einem "Bedürftigen" eine Arbeitsstelle auf dem 1. Arbeitsmarkt vermitteln sollen.

...
Glaub mal ja nicht das du mit einem "rundum ausgebildeten" Jobvermittler per se besser dran bist... .
 

USERIN

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Es muss nicht die dritte Generation im ALG II sein. Dazu müssten auch jene gezählt werden, die vor 2005 im Bezug von Leistungen nach dem BSHG waren. Solche Stütze-Dynastien gibt es zuhauf. Es gibt auch so einige, die wir schon zu BSHG-Zeiten im Leistungsbezug hatten, die 2005 ins SGB II gewechselt sind und nun ins SGB XII (zurück-)kommen.

Einen - zugegebenermaßen krassen - Fall hatte ich letztes Jahr: Hilfeempfängerin hat bis 2005 BSHG-Leistungen bezogen, wechselte dann ins SGB II; aus der BSHG-Zeit hat sie hier (eigentlich) noch ein Darlehen zurückzuzahlen. Sie und ihr Mann standen inzwischen beide im Grundsicherungsbezug nach dem SGB XII, als sie schwer pflegebedürftig wurde. Also Heimaufnahme, Kostenübernahme nach SGB XII und die sechs (!) Kinder zwecks Unterhalt angeschrieben. Fünf davon beziehen ALG II, vier sind selbst bereits Eltern. Das letzte Kind hat die Auskunft noch nicht erteilt, ich kann mir aber vorstellen, wovon es lebt...
Nachtrag:

Liegt das nur an einer möglichen "Familientradition"?


vgl hierzu:

„1965 lebte nur jedes 75. Kind unter sieben Jahren zeitweise oder auf Dauer im Sozialhilfebezug, heute ist es jedes fünfte.“ Angesichts dieser Entwicklungen fordert Borchert: „Lassen Sie uns nicht über politische Bagatellen reden, sondern über die grundsätzlichen Fragen.“ Entgegen dem offiziellen Versprechen belaste der Sozialstaat viele Menschen mehr, als dass er sie fördere, sagt der kritische Richter.

aus


Neues Sachbuch über Armut: Fressen statt geben - taz.de
 

0zymandias

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Fünf ist weniger wie 75, ist doch alles supergut.

(Dann und wann sollte man auch Klischees bedienen, das erleichtert die Sache mit dem Unterschätzen.)
 

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Fünf ist weniger wie 75, ist doch alles supergut.

(Dann und wann sollte man auch Klischees bedienen, das erleichtert die Sache mit dem Unterschätzen.)
Ob sich so der bittere Beigeschmack abmildern lässt, wenn man sich mal in Ruhe die Frage stellt, wie sich Gesellschaft und Sozialstaat seit der Zeit entwickelt haben?

Deutliche Parallelen kann man auch in der Bildung sehen (jeder €, den man rechtzeitig investiert spart soundsoviele € später ein..... aber für viele Politiker die in Legislaturperioden denken, ist das ja überflüssiger Realitätsmüll)

Dann lieber noch ein paar JCer oder JVA mehr bauen..... hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger.
 

Lecarior

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Und noch mal zu Lec., in dem Artikel geht es nur um ALG II. Und tschüss.
Ich weiß, der Tellerrand scheint unerreichbar hoch zu sein, aber du könntest es wenigstens versuchen. Das ALG II hat 2005 die Sozialhilfe für die Erwerbsfähigen abgelöst und die Grundsicherung nach dem SGB XII erfüllt dieselbe Funktion für die dauerhaft nicht (mehr) Erwerbsfähigen und Ruheständler. Selbstverständlich sind diese Leistungssysteme beim Phänomen des generationenübergreifenden Leistungsbezugs mit einzubeziehen.

Im Übrigen kann man sich fragen, warum eine so "tolle" Sozialpolitik zu solchen Phänomenen (Clan-Abkassieren) führt?
Na weil sie eben so "toll" ist. Man könnte natürlich versuchen es so zu gestalten wie in den USA, wo in den meisten US-Bundesstaaten die Sozialhilfe auf fünf Jahre im Leben begrenzt ist. Aber wollen wir das? Angesichts dessen, dass die Sachverhaltsdarstellung vieler aktueller SG- und LSG-Entscheidungen mit "Der Kläger bezieht seit dem 01.01.2005 Leistungen nach dem SGB II vom Beklagten", wohl kaum.

„1965 lebte nur jedes 75. Kind unter sieben Jahren zeitweise oder auf Dauer im Sozialhilfebezug, heute ist es jedes fünfte.“ Angesichts dieser Entwicklungen fordert Borchert: „Lassen Sie uns nicht über politische Bagatellen reden, sondern über die grundsätzlichen Fragen.“ Entgegen dem offiziellen Versprechen belaste der Sozialstaat viele Menschen mehr, als dass er sie fördere, sagt der kritische Richter.
Kunststück. Damals gab es auch noch genügend Arbeit für Leute ohne jegliche Qualifikation. Ich verweise auf die von BT oben genannten Daten, wonach mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Berufsausbildung hat. Auf diese Qualifikationslosen kommt eine immer geringere Anzahl von Vollzeit-Arbeitsplätzen, die keine Qualifikation voraussetzen. Bei einem Überangebot an Arbeitskräften drückt das natürlich den Lohn.
 

HajoDF

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Ich weiß, der Tellerrand scheint unerreichbar hoch zu sein, aber du könntest es wenigstens versuchen. Das ALG II hat 2005 die Sozialhilfe für die Erwerbsfähigen abgelöst und die Grundsicherung nach dem SGB XII erfüllt dieselbe Funktion für die dauerhaft nicht (mehr) Erwerbsfähigen und Ruheständler. Selbstverständlich sind diese Leistungssysteme beim Phänomen des generationenübergreifenden Leistungsbezugs mit einzubeziehen
Hier die Überschrift des Artikels:
Hartz IV für Großvater, Sohn und ENKEL

Der Großvater lebt von Hartz-4, auch der Vater braucht schon länger Hilfe zum Lebensunterhalt, und der Enkel bekommt ebenfalls Hartz-4

Hartz IV für Großvater, Sohn und Enkel | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
Hartz IV für Großvater, Sohn und Enkel | WAZ.de
Der weitere Text handelt nur von Hartz 4 und der Rechtfertigung dazu, wie "toll" dieses JC arbeitet.
Darum geht es in diesem Artikel (und wohl auch hier) und nicht um die Generationenfrage der irgendwie sonst organisierten früheren Sozialhilfe, die Du dann auch noch mit Erwerbsunfähigen anreicherst
Unverstandene Artikel sollte man besser nicht kommentieren, auch wenn's schlau klingt.
 

Laa Luna

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@BurnsTorn

"Der durchschnittliche JC - Mitarbeiter ist qualifizierter als der durchschnittliche Kunde".
Damit hast Du wohl Recht!
Aber: die qualifizierten JC - Mitarbeiter, Lügen und Betrügen auch mehr als ihre Kunden.

Dann ist Lügen und Betrügen also eine Frage des Niveaus der Qualifikation?
 
E

ExitUser

Gast
Aber: die qualifizierten JC - Mitarbeiter, Lügen und Betrügen auch mehr als ihre Kunden.
Das sehe ich überhaupt nicht so. Betrügereien seitens JC-Mitarbeitern sind extrem selten. Betrügereien seitens der "Kunden" übrigens auch. Man wäre als Mitarbeiter ja auch schon blöd, seinen Job für irgendeine Betrügerei zu riskieren. Die SBs, die z.B. mal Gelder unterschlagen bzw. "Kunden" in A2LL erfunden haben (Fälle findet an bei google), werden niemals wieder einen Job im ÖD finden, wenn sie - bedingt durch die Vorstrafe und den Eintrag im Führungszeugnis - überhaupt wieder einen Job finden. Sowas schreckt ab. Ich schätze die Betrüger unter den JC-Mitarbeitern im unteren Promille-Bereich bei etwa 0,01%.

Und was Lügen angeht, habe ich auch eine deutlich andere Meinung als du. Ich erkennen ganz vieles von dem, was hier von Nutzern des Forum als Lüge geschildert wird, oftmals nicht als Lüge, sondern bin überzeugt, dass es sich nicht selten einfach um unterschiedliche Rechtsauffassungen und divergente moralische Überzeugungen handelt. Eine Lüge ist eine bewusste und intentionale Falschaussage. Die sehe ich oft nicht, wenn hier in diversen Threads behauptet wird, Mitarbeiter des Jobcenters würden lügen. Oft handelt es sich meiner Einschätzung nach einfach um Missverständnisse, Unwissen und Halbverstandenes auf beiden Schreibtischseiten!

Ich bin überzeugt davon, dass die meisten JC-Mitarbeiter einen relativ guten bzw. zumindest doch befriedigenden Job machen. Auch denke ich, dass die meisten JC-"Kunden" nicht sonderlich unzufrieden mit der Arbeit ihres Jobcenters sind. Dass viele Nutzer von Arbeitslosenforen das anders sehen, liegt wohl in der Natur der Sache. An meiner Einschätzung dessen, dass es in der Regel viel besser läuft als es hier im Forum oft dargestellt wird, ändert das aber nichts.
 

Laa Luna

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@Burns Torn

ja, wohl wahr, jede/r deutet seine Wahrnehmungen anders.
Wir nutzen alle die diversen Abwehrmechanismen, wenn auch unbewusst.

Du schreibst in # 30: das wenn Mitarbeiter der JC falsche Bescheide erlassen und nicht rechtskonform handeln dies nicht am Unwissen liegt.
(nicht rechtskonform = nicht mit dem Recht übereinstimmend handeln)

So sehe ich das übrigens auch, sie machen es vorsätzlich.
Sie betrügen ihre Kunden vorsätzlich um ihnen das per Gesetz zustehende Existensminimum vorzuenthalten.
Solche Kunden bekommt man dann schneller/besser in den Ausbeutungssektor = Quotenerfüllung.

Um dies moralisch vertreten zu können, müssen die Mitarbeiter der JC einige freudsche Abwehrmechanismen verinnerlichen, die da wären: Verleumdung, Verschiebung und Spaltung.

Für Dich persönlich vielleicht interessant: die surrogierenden Abwehrmechanismen (laut Freud).
 

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Kunststück. Damals gab es auch noch genügend Arbeit für Leute ohne jegliche Qualifikation. Ich verweise auf die von BT oben genannten Daten, wonach mehr als die Hälfte aller Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II keine Berufsausbildung hat. Auf diese Qualifikationslosen kommt eine immer geringere Anzahl von Vollzeit-Arbeitsplätzen, die keine Qualifikation voraussetzen. Bei einem Überangebot an Arbeitskräften drückt das natürlich den Lohn.
Sicher ein Aspekt (Qualifikation)!

Da man in Deutschland in einem westlich geprägten Landstrich lebt, dürfte ein Vergleich mit ähnlichen Ländern (speziell Skandinavien) zu der Frage führen, warum diese nicht vor einem so massiven Problem stehen.

Ganz sicher ist eine gute Bildungspolitik einer der Gründe dafür.... denen war von Anfang an (also zum Zeitpunkt der großen Trendwenden wie Demografie, EU-Erweiterung, Sozialstaatsfinanzierung) bewusst:

Mit einer großen Schar von hohlen Hupen wird man am Weltmarkt kaum einen Blumentopf gewinnen können.

Deren Arbeitsmärkte sind derweil so attraktiv geworden, dass auch aus Deutschland viele gut Qualifizierte dorthin abwandern.
 

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Ich bin überzeugt davon, dass die meisten JC-Mitarbeiter einen relativ guten bzw. zumindest doch befriedigenden Job machen. Auch denke ich, dass die meisten JC-"Kunden" nicht sonderlich unzufrieden mit der Arbeit ihres Jobcenters sind. Dass viele Nutzer von Arbeitslosenforen das anders sehen, liegt wohl in der Natur der Sache. An meiner Einschätzung dessen, dass es in der Regel viel besser läuft als es hier im Forum oft dargestellt wird, ändert das aber nichts.

Man kann es dahinstehen lassen, ob jetzt deine subjektive Einschätzung oder die der "dauerbeleidigten Elo-Leberwürste" hier den Rahmen setzt.

Deswegen sei hier mal an diese Worte erinnert (und auch aufgrund der Personalpolitik der BA unterstelle ich mal, dass das im Großen und Ganzen immer noch so ist):


III. Durch das über lange Zeit praktizierte fehlerhafte Verwaltungshandeln hat sich bei
den Betroffenen ein signifikanter Vertrauensverlust eingestellt. Es gibt kein Vertrauen
mehr darin, dass die Behörde grundsätzlich schon richtig gerechnet hat. Dieses
Grundvertrauen aber ist elementar für unsere staatliche Verwaltung. Inzwischen legt man
lieber einmal mehr Widerspruch ein und lässt den Bescheid noch einmal (kostenfrei) durch
ein unabhängiges Gericht überprüfen, dessen Richter sich zunehmend in der Rolle von
(„weisungsbefähigten“)
Verwaltungsinspektoren wiederfinden, die die Widerspruchsbehörde ersetzen. Die
Fehlerhaftigkeit der Bescheide produziertweitere Kosten durch die Inanspruchnahme von
Rechtsanwälten im sozialgerichtlichen Verfahren – angesichts der hohen Erfolgsquote
kann den Rechtsschutzbegehren nur selten Erfolglosigkeit prognostiziert werden. Mit einer
Entlastung der Sozialgerichte kann erst gerechnet werden, wenn in der einschlägigen
Gesetzgebung ein wenig Ruhe und Kontinuität und in der Arbeit der Verwaltung ein
Qualitätssprung eingetreten ist.


Prof. Dr. Peter Udsching


aus:

http://www.elo-forum.org/linke-hartz-iv/77350-udsching-vernichtendes-urteil-hartz-iv.html



(BSG Ri a.D.)


P.S.

Und mit einer Retour-Quote/Ausschuss von ca. 50 % wirst du in der freien Wirtschaft nicht sehr alt am Arbeitsplatz.... es sei denn, man hat so ein Quasi-Monopol wie die BA/JC. Man stelle sich vor, dass 50% (oder mehr) Kunden vor Gericht ziehen und dort zu ca. 50% Recht bekommen..... das geht nur im SGB II-Bereich!
 

Lecarior

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Unverstandene Artikel sollte man besser nicht kommentieren, auch wenn's schlau klingt.
Ja, der Tellerrand scheint dir wirklich zu hoch zu sein. Sei's drum.

Da man in Deutschland in einem westlich geprägten Landstrich lebt, dürfte ein Vergleich mit ähnlichen Ländern (speziell Skandinavien) zu der Frage führen, warum diese nicht vor einem so massiven Problem stehen.
Mir fehlt der Einblick in die skandinavischen Arbeitsmärkte, sodass ich mir da leider keine Einschätzung erlauben kann, ob man dort mit demselben Problem geschlagen ist wie hier.
 

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Mir fehlt der Einblick in die skandinavischen Arbeitsmärkte, sodass ich mir da leider keine Einschätzung erlauben kann, ob man dort mit demselben Problem geschlagen ist wie hier.
Man kann wohl davon ausgehen, dass einem für "€ 8,50" Stundenlohn ein gepflegter Vogel gezeigt wird.
 
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