Hamburg: Jeder Zweite lehnt 1-Euro-Job ab

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Tinka

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Das glaube ich nicht! Die 1 €-Jobs brummen in dieser Stadt. Die HAB verdient sich dumm und dämlich...

Das ist eine dumme Springer-Hetze , die den Lesern den Unwillen zur geregelten Arbeit der Arbeitslosen mal wieder richtig unter die Nase reiben soll.
 

Eka

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Ihre SPD-Kollegin Elke Badde glaubt dennoch an den Sinn der Maßnahme. "Es geht darum, die Menschen an einen geregelten Tagesablauf heranzuführen."

Was meinen die eigentlich mit einem geregelten Tagesablauf? Dieses sollten sie doch mal genauer definieren. Morgens aufstehen? Sorry, die, die ich real kenne und was ich hier im OT gelesen habe tun dieses. Mittag kochen? Tun auch die meisten, vor allem wenn Kinder vorhanden sind ist es doch regelmässiger.


Ich kann es nicht mehr hören....


LG
Eka
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Hehe .. und was sollen so Leute wie ich sagen, die Nachtmenschen sind ?

Ich soll also unbedingt morgens aufstehen um den ganzen Tag über Müde zu sein, nur um dann Abends totmüde zu sein, um die Nacht über dann wach rumzuliegen ...

Mei, jedem seinen eigenen Rhytmus. Für nen Job quält man sich dazu, aber es sollte dann auch entsprechend am Monatsende was dafür übrig bleiben.
 

Sonntagsmaja

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"Frühes Aufstehn"...der Witz schlechthin. Was machen die denn, die Nachtschicht, Wechselschicht ect. gearbeitet haben?:icon_neutral:

Oder ein Bekannter von mir: Der hat nen Minijob und trägt morgens um halb 4 die Zeitungen aus. DANACH geht er erst schlafen.
Aber klar, der muß natürlich lernen morgens um 7 wieder auf der Matte zu stehen:icon_neutral:
 

Scholla

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Der Artikel ist die Härte pur.

Aus dem Mehraufwand wird plötzlich ein Stundenlohn von 1-2 Euro und sofort im anschließenden Satz werden die hohen Kosten für die Maßnahme aufgeführt:
"Während der Maßnahme erhalten die Teilnehmer zusätzlich zu ihren Hartz-IV-Bezügen einen Stundenlohn von ein bis zwei Euro. Die Kosten von rund 65 Millionen Euro jährlich trägt die Bundesagentur für Arbeit."
Das weckt bei einem in diesem Gebiet unerfahrenen Leser den Eindruck, dass das gesamte Geld beim Arbeitslosen ankommt, die Maßnahmeträger werden in diesem Zusammenhang nicht erwähnt.
Und was meint die CDU-Sprecherin? "...das müssen wir ändern"
Mehr als 100 % Sanktion ist nicht drin, liebe Dame. Aber vielleicht setzen Sie zukünftig 1-Euro-Jobber ein, um Folterkammern zu errichten?

Viele Grüße
Scholla
 

Hetman

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die wissen schon, warum sie die möglichkeit für kommentare weglassen. nur so kann man seine lügen ungestört verbreiten.
 
D

Debra

Gast
Aber man kann kommentieren, hier:

Das System ist gescheitert

Der Artikel ist noch viel schlimmer:

"
Und: Wenn die Ein-Euro-Jobs wirklich verpflichtenden Charakter haben sollen und der Staat mit Konsequenzen für den Fall einer Ablehnung oder eines Abbruchs des Angebotes droht, dann müssen diese Konsequenzen auch wirklich spürbar sein. Denn leere Drohungen haben noch niemanden beeindruckt. "

erschienen am 23. Dezember 2008


Der Typ meint, das Amt würde nur "leere Drohungen" aussprechen...
BTW, ich glaub auch nicht, dass jeder 2. abbricht. Dann hätten wir hier ja jede Menge Sanktionierte m. allen Folgen wie Verlust der Wohnung usw... Aber wenn dem so ist, dann finde ich das klasse, dass die Hartzer endlich anfangen, sich gegen diese Zwangsarbeit zu wehren.
 

Hetman

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ups, da hat mich wohl mein popup-blocker auf's kreuz gelegt...
 
E

ExitUser

Gast
Erfahrungen: Hartz-IV-Empfänger erzählen
Ein-Euro-Jobs - Chance oder verschenkte Zeit?

Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Maßnahme nur einer kleinen Gruppe von Teilnehmern hilft.

Von Miriam Opresnik
Es ist die quantitativ bedeutendste Arbeitsmaßnahme im Zuge der Hartz-IV-Reformen - und eine der umstrittensten. Nach dem Abendblatt-Artikel über die hohe Quote von Hartz-IV-Empfängern, die den Ein-Euro-Job entweder ablehnt oder vorzeitig abbricht, diskutieren Betroffene und Experten über die Wirkung der Ein-Euro-Jobs.
"Der Erfolg oder Misserfolg hängt davon ab, wie intensiv die Teilnehmer während der Maßnahme betreut werden", sagt Wolfgang Prill, Vorsitzender der Stiftung Grone-Schule. Die Netzwerk GmbH, eine Gesellschaft der Grone-Schule, setzt jährlich rund 600 Hartz-IV-Empfänger in Ein-Euro-Jobs ein. 30 Prozent davon wechseln danach in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Doch das ist die Ausnahme: Bundesweit liegt die Erfolgsquote bei rund 15 Prozent.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit kommt nach einer Studie zu dem Ergebnis, dass Ein-Euro-Jobs nur einigen Gruppen von Teilnehmern - vor allem westdeutschen Frauen und Langzeitarbeitslosen - helfen, ihre Beschäftigungsaussichten zu verbessern. Besonders ineffektiv ist sie für Jugendliche. Und: Während der Maßnahme ist die Chance der Ein-Euro-Jobber, regulär beschäftigt zu sein, geringer als für Menschen ohne Ein-Euro-Job.
Kalle Knaack kann die Diskussion über das Für und Wider der Maßnahme nicht verstehen. Er macht derzeit einen Ein-Euro-Job und ist froh, überhaupt etwas zu tun zu haben. "Zuhause ist mir die Decke auf den Kopf gefallen, jetzt habe ich wieder eine Aufgabe", sagt der 43-Jährige. Seit einem Motorradunfall vor fünf Jahren ist der gelernte Kupferschmied arbeitslos. "Es ist furchtbar, nicht mehr gebraucht zu werden. Man fängt an, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln - und an sich selbst." Seit Mai arbeitet hat er einen Ein-Euro-Job im Bereich "Security". "Ich habe neue Leute kennengelernt und Hoffnung, dass ich wieder einen festen Arbeitsplatz bekomme."
Das hat auch Anita Meyer (Name geändert) lange gehofft. Vor zwei Jahren hat sie einen Ein-Euro-Job gemacht - ohne Erfolg. "Wir haben uns zu viert eine Aufgabe geteilt, mit der schon einer allein nicht ausgelastet gewesen wäre." Es habe noch nicht einmal jeder einen Arbeitsstuhl gehabt - und erst recht keinen Job bekommen. Ihr Fazit: "Verschenkte Zeit."


Das sieht Kalle Knaack anders: "Ein-Euro-Job ist eine Chance. Es hängt von dir ab, ob du sie nutzt."
Ein-Euro-Jobs - Chance oder verschenkte Zeit?

Auch meine Meinung, verschenkte Zeit, von den blöden Sprüchen der Festangestellten mal abgesehen.
 

ela1953

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"Frühes Aufstehn"...der Witz schlechthin. Was machen die denn, die Nachtschicht, Wechselschicht ect. gearbeitet haben?:icon_neutral:

Oder ein Bekannter von mir: Der hat nen Minijob und trägt morgens um halb 4 die Zeitungen aus. DANACH geht er erst schlafen.
Aber klar, der muß natürlich lernen morgens um 7 wieder auf der Matte zu stehen:icon_neutral:


Ich hab auch Zeitungen ausgetragen. Trotzdem sollte ich einen EEjob machen.

Auf meinen Hinweis, dass ich ja wohl einen geregelten Tagesablauf habe seit über 15 Jahren (+zusätzlich 3 Kinder erzogen habe und immer wieder sozialversicherungspflichtig gearbeitet habe) kam die Antwort: " Sie sind aber da morgens immer so ganz alleine. Im EEJob haben sie Leute, mit denen Sie reden können. Und da Sie um sechs Uhr zu Hause sind, schaffen Sie es ja um acht Uhr im Kindergarten zu sein."
 

Eka

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Ikam die Antwort: " Sie sind aber da morgens immer so ganz alleine. Im Ein-Euro-Jobob haben sie Leute, mit denen Sie reden können. Und da Sie um sechs Uhr zu Hause sind, schaffen Sie es ja um acht Uhr im Kindergarten zu sein."


Die ARGEMitarbeiterInnen sind um 'komische' Antworten echt nicht verlegen. Auf normalen Arbeitsstellen hat man auch nicht immer Zeit mit jemand anderen zu reden, wenn viel zu tun ist. Vor allem sollte man da schon zwischen privat und geschäftlichen unterscheiden.
Bei 1 Euro Jobbern geht das... soso... sie sagt damit doch selber, dass man da eigentlich nur dumm rumhängt und nichts zu tun hat. *spinn* :D


LG
Eka
 
E

ExitUser

Gast
Was meinen die eigentlich mit einem geregelten Tagesablauf? Dieses sollten sie doch mal genauer definieren. Morgens aufstehen? Sorry, die, die ich real kenne und was ich hier im OT gelesen habe tun dieses. Mittag kochen? Tun auch die meisten, vor allem wenn Kinder vorhanden sind ist es doch regelmässiger.


Ich kann es nicht mehr hören....


LG
Eka

Ich bin z.B. seit 1997 aus dem Arbeitsleben und habe heute noch einen geregelten Tagesablauf. Und meine Erfahrung mit anderen zeigt, daß es da meist nicht viel anders war. Nun könnte ich mich problemlos hängen lassen, da derzeit in Rente, aber es fällt mir im Gegenteil ausgesprochen schwer länger im Bett zu bleiben oder mich einfach auf dem Sofa zu lümmeln.

Ist halt wieder eines der gängigen Vorurteile gegen Erwerbslose. Wäre man nicht faul, dann hätte man ja Arbeit. Und wer faul ist kann natürlich auch keinen geregelten Tagesablauf haben. Ist doch logisch oder? Es wird Zeit der dummen Masse vorzuführen, wie der "typische" Erwerbslose wirklich ist. Und der oder die entspricht garantiert nicht den Vorstellungen der GeBILDeten.
 
E

ExitUser

Gast
Der Artikel ist die Härte pur.

Aus dem Mehraufwand wird plötzlich ein Stundenlohn von 1-2 Euro und sofort im anschließenden Satz werden die hohen Kosten für die Maßnahme aufgeführt:
"Während der Maßnahme erhalten die Teilnehmer zusätzlich zu ihren Hartz-IV-Bezügen einen Stundenlohn von ein bis zwei Euro. Die Kosten von rund 65 Millionen Euro jährlich trägt die Bundesagentur für Arbeit."
Das weckt bei einem in diesem Gebiet unerfahrenen Leser den Eindruck, dass das gesamte Geld beim Arbeitslosen ankommt, die Maßnahmeträger werden in diesem Zusammenhang nicht erwähnt.
Und was meint die CDU-Sprecherin? "...das müssen wir ändern"
Mehr als 100 % Sanktion ist nicht drin, liebe Dame. Aber vielleicht setzen Sie zukünftig 1-Euro-Jobber ein, um Folterkammern zu errichten?

Viele Grüße
Scholla

Werden in einem Zeitungsartikel bewußt falsche Informationen verbreitet kann man den deutschen Presserat einschalten. Tun nur leider immer noch viel zu wenige. Die Eingabe der Beschwerde ist online möglich.
 

Donauwelle

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Das mit dem geregelten Tagesablauf ist absoluter Quatsch. Natürlich gibt es ein paar Leute, die Schwierigkeiten mit dem Aufstehen haben, aber das Gros wohl eher nicht.

Ich habe keinen so geregelten Tagesablauf. Ich gehe ins Bett, wenn ich müde bin, was auch mal wirklich sehr spät sein kann - und stehe morgens eine Stunde vor meinem Sohn auf um ihn später zu wecken. Wenn es abends sehr spät war oder ich schlecht geschlafen habe, dann gehe ich dann auch nochmals ins Bett. Mir fiele es nie ein, nur damit ich einen geregelten Tagesablauf habe, den ganzen Tage müde zu bleiben, wenn ich sowieso zu Hause bin. Natürlich kann man das nicht, wenn man arbeitet - aber damals war es nicht viel anders bei mir, da ich manchmal nachts an einem Buch festgeklebt habe oder auch schon an irgendeiner privaten Aufgabe am PC, die ich unbedingt lösen musste.
 
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