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anita

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:stern: Mein Name ist Anita, bin 31 Jahre alt und hatte am 15.07.2005 Antrag auf ALG II gestellt. 4 monate später (!!) habe ich einen falschen Bescheid zurückerhalten, gegen den ich am 28.11 Einspruch erhoben habe. Bis jetzt (es ist bald Jahreswechsel) habe ich noch nichts gehört!! :dampf: Mir dauert diese ganze Ka....e seit dem doofen Hartz IV viiiel zu lange. Ich habe Antrag auf einen Herd mit Backofen gestellt. Bis jetzt habe ich keine Ahnung, wie der Stand der Dinge ist. Ich kann mit meiner Tochter keine Plätzchen backen; sie ist natürlich enttäuscht. Dann brauche ich noch ein bisschen Geld, um hier in einer neu bezogenen Wohnung (mussten aus der alten wg. Eigenbedarf schnell raus). Ja, es müssen eben hier dringend ein paar Dinge gemacht werden noch. Kleinigkeiten zwaar, aber ein Eimer Farbe, oder "nur" ein paar Gardinen muss ich auch gucken, wie ich das zahle. Kleinere Rechnungen über 50,00 oder 60,00 Euro kann ich teilweise nicht -wenn gewünscht- zahlen,....muss jeden cent rechnen, für Weihnachtsgeschenke habe ich (glücklicherweise) nicht allzuviel zu beschenken - muss da aber auch rechnen...ach - ich bin einfach angenervt, das alle SB im Amt Beamtenmikado zu spielen scheinen, ich keine Ahnung habe, wie denn jetzt der Stand meines Antrages oder Widerspruches ist, oder was sonst so Sache ist....keiner sagt was, ruft an, fragt nach,....ich bleibe eben nach wie vor freundlich (mit Nachdruck) und schreibe eben fleissig weiterhin meine Briefe an meinen SB. Aber Ende Oktober/Anfang November bin ich echt vor der Tür meines SB gestanden, war den Tränen nahe, habe ihm gesagt, das ich pleite bin, dringend das Geld brauche, weil ich absolut kein Geld mehr hatte, um was zu Essen zu kaufen. Gut, ich habe zum Glück eine sehr liebe Mami, die mir dann 50,00 Euro geborgt hat - danke Mama. Er hat dann versprochen, das Mitte/Ende der darauffolgenden Woche Geld auf mein Konto eingehen würde. Das ist dann auch so geschehen...aber kann es das sein??? Das man echt vor der Tür des jeweiligen SB stehen muss, den Geldbeutel aufmachen um denen zu beweisen, das man echt in einer beschi...enen Lage ist??? Ich habe nix gegen Sachbearbeiter, habe Sozi bekommen und hatte ´ne nette Sachbearbeiterin (war noch vor der Hartz-Reform). Aber die -weiss auch nicht- seit der Reform ist es echt noch mehr Verwaltungsarbeit, als vorher. Ja - dazu kommt eben noch, das ich von meinem Ex-Mann keinen Unterhalt bekomme und jetzt auf das Ergebnis der Pfändung noch warten muss. Und das ist denen auf dem Amt ALLES bekannt...habe es in allen Briefen an das Amt geschrieben....trotzdem fehlen denen echt nur noch die Schlafmützen auf dem Kopf, die Kaffeetasse in der Hand und das Gähnen am Arbeitsplatz. :mued: Das geht jetzt gegen niemanden persönlich - mich :kotz: es einfach generell an. Wer sich betroffen fühlen möge - sorry. So - jetzt geht es mir besser. Ich wollte einfach mal meinem Ärger generell Luft machen. Jetzt schicke ich noch ein Briefchen an meinen SB und dann mal sehen, was passiert....ich geh auch nochmal bis zur Tür. Da habe ich keine Hemmungen. Immer freundlich, aber mit Nachdruck. Sonst kann es sein, das der Antrag oder der Widerspruch im Aktenstapel gaaanz nach untern rutscht.

In diesem Sinne, liebe Grüße Anita :D
 
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Einfacher Behördenbschleuniger : Fristsetzung und sonst : Ab zum Sozialgericht deines Vertrauens und :
http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/ea.doc

Bei dir ist Eile geboten. Reage da alles ein und schicke es per Einschreiben ans Gericht. Du kannst auch direkt dort hingehen und den Sachverhalt zu Protokoll geben beim Rechtspfleger im Gericht. Die sind behilflich .

Jeder Tag, den du dich mit Muttis Hilfe dirchschlägst, ist für die bares Geld und hinterher sagen die noch, dass du ja dann- weil noch nicht verhungert oder obdachlos- wohl gar nicht so bedürftig gewesen wärst ( kein Witz)

Bei der ersten eigenen Wohnung, bei Trennung oder die Babymöbel müssen sie dir aales erststten, nicht nur Gardinen un einen Herd. Die kompletten Sachen, die du nicht hast - übrigens.
Nach § 23 SGB II guckst du hier :
http://www.erwerbslosenforum.de/dvo/23SGBII.pdf
 

anita

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Hi Lybelle,
mein Lebenspartner und ich habe jetzt an das Sozialgericht Ulm ein Schreiben verfasst, wo wir alles erläutert haben. Ebenso einen Brief an den Geschäftsführer der ARGE hier; wurde persönlich eingeworfen. In beiden Schreiben steht drinne, das wir jeweils dem anderen ein Schreiben haben zukommen lassen. Wir wollen auch erreichen, das das Einkommen meines Lebenspartners bei mir mit angerechnet wird. Wir leben zwar in einer eheähnlichen Gemeinschaft, haben aber kein Kind zusammen, sind Gegenseitig nicht zum Unterhalt verpflichtet und haben auch sonst finanziell keine Verpflichtungen gegenseitig. Auch das mir zweimal (!!!) Kindergeld als EInkommen angerechnet wird, ist ´ne Sauerei. Meine Tochter stammt aus meiner Ehe. Momentan verbleiben uns noch weniger als 300,00 Euro für den ganzen Januar, davon sollen wir alles zahlen. Miete, Telefon, Fixkosten,...und wenn ich wieder mit leerem Geldbeutel auf das AA gehen muss, mache ich das. Ich kämpfe weiter, stelle mich auf meine Hinterbeine und gehe auch noch weiter. Vielleicht wartet ja auch das Amt, bis man keine Puste mehr hat um weiterzukämpfen. Da sind sie bei mir an der falschen Adresse.

Drückt mir die Daumen und weiter so. Es tut gut, hier seinen Frust niederzuschreiben, zumal man hier Hilfe und Ansprache hat; alle sitzen im gleichen Boot.

In diesem Sinne noch nachträglich ein Frohes neues Jahr. :knutsch: an alle Nutzer hier.

Liebe Grüße, Anita
 

Gozelo

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anita schrieb:
:stern: Mein Name ist Anita, bin 31 Jahre alt und hatte am 15.07.2005 Antrag auf ALG II gestellt. 4 monate später (!!) habe ich einen falschen Bescheid zurückerhalten, gegen den ich am 28.11 Einspruch erhoben habe. Bis jetzt (es ist bald Jahreswechsel) habe ich noch nichts gehört!! :dampf: Mir dauert diese ganze Ka....e seit dem doofen Hartz IV viiiel zu lange.
Hallo Anita,

erstmal willkommen hier im Forum, schön dass Du hergefunden hast!

Deinen Ärger kann ich mehr als nachvollziehen. Mir ist jetzt nicht ganz klar, ob du überhaupt Geld von der ArGe bekommen hast bzw. um welchen Betrag zu wenig. Hast Du schon einmal versucht, einen Vorschuß zu beantragen und dies mit Deiner akuten Notlage begründet? Die ArGe kann Dich und Dein Kind nicht einfach mittellos lassen. Du hast ein Recht auf Gewährung des Existenzminimums.

Wenn die sich nicht rühren, hilft letzten Endes nur noch der Gang zum Sozialgericht. Du kannst eine "Einstweilige Anordnung" erwirken. Beim nicht bearbeiteten Widerspruch ist es so, dass Du nach einer Frist von 3 Monaten Nichtbearbeitung Untätigkeitsklage erheben kannst. Du kannst Dir beim Amtsgericht einen Beratungsschein besorgen und Dich von einem Anwalt für Sozialrecht beraten lassen. Den Antrag auf Gewährung von Prozesskostenhilfe findest Du hier: http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/pkha.pdf

Dein Fall zeigt wieder einmal, dass nur noch der "Hilfebedürftige" zu seinem Recht kommen kann, der auch bereit und in der Lage ist, vors Gericht zu ziehen. Das ist ein Armutszeugnis für diese Gesellschaft.

Ich wünsch Dir ganz viel Mut und Durchsetzungskraft
Viel Glück!

gozelo
 
E

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Leider ist der Stand so, dass ihr ach den Richtlinien der 'Ämter eine eheähnliche Gemeinschaft darstellt. Gemeinsame Kinder sind dafür nicht zwingend notwendig.
Allerdings darf sein Gehalt nicht auf deine Tochter mitangerechnet werden. Siehe < Stiefkinderberechnung, Stiefkinderanweisung.

Wenn deine Tochter nicht mehr bei dir wohnt, kannst du die Kindergeldauszahlung auf sie übertragen lassen per Antrag- dann bekommt sie es direkt und darf dir nicht mehr als Einkommen angerechnet werden.
 

Diana

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Mahnschreiben an Arge oder SB

Hi Leute

irgend jemand hat hier mal ein Schreiben eingesetzt womit man den SB bzw. die Arge anmahnt den Antrag endlich zu bearbeiten, eine 14 Tagesfrist setzt und bei Nichteinhaltung der Frist gleich informiert das man dann zum Gericht tanzt.

Das suche ich und kann es nicht finden. Wisst Ihr wo es hin ist oder in welchem Thread das stand?

Alos ein Schreiben zum Downloaden war das nicht.
Danke

Mir geht es darum, dass das Geld für 10/11 und 12/2005 nicht kleckerweise kommt wo man dann auch wieder schön Widerspruch machen darf weils hinten wie vorne nicht stimmt.
Ich finde das die genug Zeit hatten das zu berechnen und darum möchte ich die Knete auch gerne im Gesamten. Also nix Gestückeltes.

Mich wundert sowieso das derartige Arbeitsweisen ohne Folgen bleiben. Das sollte sich mal ein Normaler Arbeitnehmer erlauben. Der wäre längst weg vom Fenster.
 
E

ExitUser

Gast
Das kommt ganz darauf an, um welchen Antrag es sich handelt. Wenn man keine Leistung erhält, weil die z. B. eien Folgeantrag nicht bearbeiten, sollte man einen Antrag auf Vorschussleistungen nach §42 stellen

http://www.erwerbslosenforum.de/antrag/antrag42.doc

Wenn es sich um einen Widerspruch handelt, haben die Behörden 3 Monate Zeit, bevor man Klagen kann, es sei den, man ist dadurch in einer Notlage.
Einstweilige Anordnungen vor Gericht sind selten zulässig, wenn es die Vergangenheit betrifft, weil du ja offensichtlich inzwischen nicht verhungert bist. Eine normale Klage sollte man aber machen.
Die kann aber dauern, bis die entschieden wird.
 

anita

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:) Hallöchen, bin auch mal wieder da. :) Zunächst mal herzlichen dank für eure Hilfe. Wir haben ein Schreiben an den hiesigen Geschäftsführer verfasst; gleichzeitig an das Sozialgericht Ulm. Auf einmal ging alles ganz schnell. Nicht mal eine Woche später hat der stellvertretende Geschäftsführer bei mir angerufen, meinte er hätte die Akte vorliegen und da seien wohl einige Fehler passiert... ein paar Tage später hatten wir einen Termin. Da gab es dann einen Vorschuss, wovon ich erstmal zwei Monate rückständige Miete und andere Dringende Zahlungen begleichen konnte. :mrgreen: Desweiteren wurde der Antrag nochmal komplett neu berechnet, unser Einkommen berücksichtig und auch mein "zweites Kind" abgerechnet.
Jo - zum Glück, sonst hätten wir echt nicht gewusst wie es weitergeht.

In diesem Sinne, toi toi toi an alle, die hier noch Ärger mit ihren SB´s; bzw. dem Amt haben und meine besten Wünsche, Anita :D
 

Martin Behrsing

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klasse. Wäre schön, wenn auch mal etwas einfach nur so funktionieren würde.
 

anita

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Hallo Martin,

ja, das stimmt!!! Ohne an die nächste Instanz gehen zu müssen. Das würde viel Zeit, Ärger und Nerven sparen.
 
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