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Hallo Forum :) Weiss jemand ob ich eine ABM-Stelle annehmen muss??

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Nicht offen für weitere Antworten.

ChristianReiner

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#1
Erstmal Hallo an alle hier von der Front,

Ich hoffe hier steigt jemand in meinem doch recht komplizierten Fall durch.

Und zwar soll ich in 2 Wochen eine ABM annehmen,das Ding ist nur ich will und brauche den Unsinn nicht. Für mich ergibt es einfach keinen Sinn weiterhin (noch mehr) Steuergelder zu verbrauchen und dabei noch den wenigen Arbeitnehmern ihre Kohle zu nehmen,für eine Arbeit,die keiner braucht.:icon_dampf:
Ich lebe derzeit mit meiner Partnerin zusammen und wir wollen uns beide selbstständig machen.In dem Beruf besteht auch kurzfristig, d.h. in 3-5 Monaten die nahezu 100% Chance ganz auf Hartz4 verzichten zu können und Steuern zahlen zu können.Wir haben bereits Erfahrung in der Branche.
Nun soll ich aber diese ABM Stelle annehmen und befürchte wegen der EGV die Leistung gekürzt oder gestrichen zu bekommen,was katastrophal wäre,denn wenn das Geld erstmal nicht da ist,dann wird das auch nichts mit der Selbstständigkeit..

Der Antritt der ABM war vor 2 Wochen.Seitdem bin ich unglücklicherweise krankgeschrieben,aber zum Glück kann ich mich so bereits optimal für meine künftige Arbeit vorbereiten.:icon_idee:

Ich würde gerne wissen,ob vielleicht jemand hier weiss,wie ich das angehen kann,das ich mich trotz ALG2 und ABM-Stelle (noch nichts unterschrieben)selbstständig machen kann,ohne das mir irgendeine Sanktion droht.Und optimalerweise natürlich weiterhin mein Hartz4 und Unterkunftskosten bekomme.Oder schliesst sich die Selbstständigkeit beim Vorliegen eines möglichen "Arbeitsverhältnisses" ganz aus?
Die Selbstständigkeit würde nur mit sehr langen Arbeitszeiten funktionieren,da würde eine Abm-Stelle sehr hinderlich sein und sicher scheitern.:mad:

Für jeden Tipp - Besten Dank :)

FG

Christian Reinert
 

Martin Behrsing

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#2
kurz und bündig: Ja 'du musst. Jede Arbeit ist zumutbar. Es sei denn, es gibt wichtige Gründe. Allerdings ist es kein wichtiger Grund, wenn Du eventuell in Zukunft etweas in Aussicht hast. Dies müsste sich eindeutig beölegen lassen.

Mit einer ABM-Stelle bist Du aus dem System der ARGE draußen und auch die Kommune muss nicht weiter für die bezahlen.
 

ChristianReiner

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#4
aber...

@MartinBehrsing

Aber im Endeffekt ist es doch egal woher das Geld kommt,ob nun vom Bund oder der Kommune,sind doch immer Steuergelder die ich verbrauche weil ich (k)einen Job habe.Meinst du mein Argument, das eine Existenzgründung förderlicher wäre für meine Zukunft als 6 Monate lang Scheinaufträge der Wirtschaft auszuführen?Hab ja neulich ne Umfrage gelesen wonach Personalchefs eindeutig sagen, das ABM reale Arbeitsplätze vernichtet... Was meinst du mit belegen?Reicht da eine Gewinn/Verlustrechnung für 6 Monate oder ähnliches???


@Harzinfarkt
Das ist in einer "Jugendeinrichtung" bei der man handwerkliche Fähigkeiten lernt..ich kenne da schon ein paar von,allesamt Leute die sich freun etwas machen zu können wo ihr Hirn nicht angestrengt wird und die selber sagen,das sie meistens auch nicht wissen was sie gerade tun b zw. für was...
Körperlich gehts mir ja auch nicht soo gut das ich meinen Körper schädigen will für einen Job der mich nicht weiterbringt.
Eine Existenzgründung bringt mich ganz sicher weiter...

Habe bisher den Plan einfach zum Amt hinzugehen, und zu sagen "hallo herr Sachbearbeiter,hier ist der vertrag über eine Zusammenarbeit der bereits geschlossen ist vor einer Woche,hier ist mein Gewerbeschein,meine Steuernummer,ich bin jetzt jeden Tag 12-x Stunden beschäftigt,ich hab keine Zeit für die ABM.

Hab nur die Angst das ich mal wieder total ausrasten muss und rumbrüllen muss,bis die es genehmigen und ich weiterhin alles bekomme. Da wären schon Gesetze besser,mit denen ich angeben kann.
Vielleicht wäre es doch besser eine schriftliche Begründung mitzubringen???
Wenn die mir die Hilfe streichen,kann ich ja ohnehin gleich wieder alles neu beantragen,oder?
hm,also seit ich hartz bekomme gehts mir immer schlechter psychisch,liegt wohl auch an der derben Behandlung und dem ständigen Betteln dort....denke schon an die Möglichkeit mich von einem Psychiater dauerhaft krankschreiben zu lassen.Sollte ich die ABM annehmen müssen dann würde das eh nur mit Beruhigungsmitteln gehen.Und die würde eine Arbeitsaufnahme ausschliessen.
 

Martin Behrsing

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#5
Es reicht nicht aus, dass etwas förderlicher wäre. Sondern es muss so sein. Konkret musst Du etwas innerhalb der nächsten 2-3 Wochen in Aussicht haben und endgültig aus dem System ARGE draußen sein. Ansonsten ist eine ABM zumutbar. Du bekommst ja dafür Geld. Ob ABM aArbeitsplätze vernichten oder nicht ist dabei egal. Lieber ABMs, wie 1 Euro Jobs.

Was die Wirtschaft dazu sagt, sollte uns nicht weiter interessieren. Die erzählen gerade in dieser Richtung eh nur Unsinn. Oder schafft die Wirtschaft Arbeitsplätze in sozialen Projekten.
 

Arania

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#6
Ich muss Martin nicht nur zustimmen, sondern wenn Du schreibst

Sollte ich die ABM annehmen müssen dann würde das eh nur mit Beruhigungsmitteln gehen.Und die würde eine Arbeitsaufnahme ausschliessen.
sehe ich da auch keine Möglichkeit der Existenzgründung für Dich unter den Umständen, denn dafür braucht man schon starke Nerven, und Ich-AG's gibt es eh nicht mehr, müsstest das also alleine stemmen
 

ChristianReiner

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#7
Naja...

Ich würde ja die BM nehmen weil die Arbeit an und für sich total gegen meine Lebens und Arbeitseinstellung ist.Ergibt alles kein Sinn was die wollen,und weiterbringen tut es mich auch nicht.Bin selber ja mehr auf Computer fixiert,und hab mit Handwerk nix am Hut.
Wenn ich selbstständig bin brauch ich nichts,dann bin ich ja zufrieden :)
 

ChristianReiner

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#8
Vielleicht noch nen Tipp?

...hat vielleicht noch jemand einen Tipp wie ich dort argumentieren kann,unter Angabe gewisser Paragraphen und Vorschriften??Würds sonst im Kamikaze Stil versuchen müssen...:icon_redface:
 

Martin Behrsing

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#9
...hat vielleicht noch jemand einen Tipp wie ich dort argumentieren kann,unter Angabe gewisser Paragraphen und Vorschriften??Würds sonst im Kamikaze Stil versuchen müssen...:icon_redface:
Warum glaubst Du uns eigentlich nicht. Wenn du nichts konkretes hast,mit was willst Du denn argumentieren?
 

mostes

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#10
Also, ich denke, dass ich unverdächtig bin, Maßnahmen zu unterstützen, die keinen halbwegs auskömmlichen Job ermöglichen.

Aber eine ABM - Maßnahme würde ich grundsätzlich in Erwägung ziehen - viele würden sich danach die Finger lecken.

Wenn die Annahme einer derartigen Maßnahme die persönliche Lebensplanung erschwert, muss man vielleicht so von seinem Projekt überzeugt sein, dass dann auf staatliche Unterstützung verzichtet werden kann.

Das ist immer der Preis der Selbständigkeit und der Unabhängigkeit.

Das wirtschaftliche Risiko ist aber bei solchen Plänen immer gegeben und der Reinfall auch selbst zu ertragen.
Aber: kann ja auch klappen! Viel Glück !!!
 

ChristianReiner

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#11
Warum glaubst Du uns eigentlich nicht. Wenn du nichts konkretes hast,mit was willst Du denn argumentieren?
Damit,das ich nur eine kurze Zeit brauche um dann ohne staatliche Hilfe auszukommen und das die ABM in keinster Weise meinen persönlichen Qualifikationen entspricht und die Annahme der Arbeit mir beruflich und finanziell schadet.Warum wenig verdienen müssen(von dem Geld was andere verdienen) wenn es ja moeglich ist ohne diesen staatlichen Zuschuss auszukommen. Und meinen Betrag dazu leisten das auch weiterhin viele Leute Hartz4 beziehen können(die es manchmal auch nicht brauchen würden sie sich den Arsch aufreissen und mal was tun...genau das will ich ja machen,und sehe nicht ein wozu ich da nen Bückling machen sollte und eine Arbeit anzunehmen,die ich nicht will)

Die ABM soll mich zu einem Job in der freien Wirtschaft hin qualifizieren. Meine Kompetenzen liegen aber völlig woanders. Keiner meiner Talente wird dort angesprochen.Das einzige als was ich dort qualifiziert werde ist es Langzeitarbeitsloser zu werden.Im schlimmsten Fall berufsunfähig durch psychisch sowie physische Folgen durch den Job.

Für den Staat stellt sich folgende Rechnung:

Entweder 3 Monate mich zu fördern und danach Geld zu kassieren durch Steuereinnahmen,

ODER

6 Monate lang eine ABM zu bezahlen die mich auch nicht weiter bringt,als zum Jobcenter.


....

Vielleicht gibt es hier ja Leute die es toll finden ihr Geld durch Steuern anderer längerfristig zu bekommen,für mich ist es eine Zumutung.

by the way...die diskussion bringt mich schon gut in Stimmung,na was soll denn da noch schief gehen :) tschakka :)
 

ChristianReiner

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#12
Wenn die Annahme einer derartigen Maßnahme die persönliche Lebensplanung erschwert, muss man vielleicht so von seinem Projekt überzeugt sein, dass dann auf staatliche Unterstützung verzichtet werden kann.

Das ist immer der Preis der Selbständigkeit und der Unabhängigkeit.

Das wirtschaftliche Risiko ist aber bei solchen Plänen immer gegeben und der Reinfall auch selbst zu ertragen.
Aber: kann ja auch klappen! Viel Glück !!!

Stimmt schon, nur selbst wenn ich weiss das ich in einem Monat X Euro überwiesen bekomme,kann ich nicht davon morgen Toast und Käse kaufen und meinem Vermieter sagen er soll mich jetzt die nächsten Monate nicht wegen der Miete stressen...
 
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