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Halbjahreszeugnis vom Sohn 8. Klasse verlangt

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Luna 17

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#1
Hallo,vorige Woche bekam ich ein schreiben von der Arge(SB Leistungsabteilung,nicht Berufsberatung)wir möchten innerhalb von 14 Tagen das Halbjahreszeugnis in Kopie von meinem Sohn einreichen,damit der weitere Werdegang beraten und entschieden werden kann.

Hallo,mein Sohn ist in der 8.Klasse und beabsichtigt die 10.Klasse zu machen.
Ich möchte das Zeugnis einreichen,aber alle Zensuren schwärzen,denn diese gehen meiner Meinung nach die Leistungsabteilung einen feuchten Dreck an.
Hat das jetzt Methode?

LG Luna 17
 
E

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#2
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Hallo,vorige Woche bekam ich ein schreiben von der Arge(SB Leistungsabteilung,nicht Berufsberatung)wir möchten innerhalb von 14 Tagen das Halbjahreszeugnis in Kopie von meinem Sohn einreichen,damit der weitere Werdegang beraten und entschieden werden kann.

Hallo,mein Sohn ist in der 8.Klasse und beabsichtigt die 10.Klasse zu machen.
Ich möchte das Zeugnis einreichen,aber alle Zensuren schwärzen,denn diese gehen meiner Meinung nach die Leistungsabteilung einen feuchten Dreck an.
Hat das jetzt Methode?

LG Luna 17

Würde ich auch machen.

Ich denke da ist der SB mal wieder über seine Kompetenzen gegangen.

Kann mich jedenfalls nicht dran erinnern das das SGB irgendwo sowas erwähnt.

Das Abschlusszeugnis ist von Relevanz , sollte er nach der Schule nicht weiter machen oder eine Ausbildung beginnen.

Halte deinen Sohn weit von denen weg. Und wenn er mit denen was zu tun bekommt (Berufsberatung der Arge oder sonstiger schnick schnack) dann helfe ihm und lass ihn niemals alleine dahin.

Die rekrutieren gerne junge Menschen zum Arbeitsdienst als 1 Euro Jobber.
 
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#4
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Hallo,vorige Woche bekam ich ein schreiben von der Arge(SB Leistungsabteilung,nicht Berufsberatung)wir möchten innerhalb von 14 Tagen das Halbjahreszeugnis in Kopie von meinem Sohn einreichen,damit der weitere Werdegang beraten und entschieden werden kann.

Hallo,mein Sohn ist in der 8.Klasse und beabsichtigt die 10.Klasse zu machen.
Ich möchte das Zeugnis einreichen,aber alle Zensuren schwärzen,denn diese gehen meiner Meinung nach die Leistungsabteilung einen feuchten Dreck an.
Hat das jetzt Methode?

LG Luna 17
Die Arge hat keinen Anspuch auf das Zeugnis.
Weder geschwärzt noch ungeschwärzt. Ab dem 15. Geburtstag kann die Arge - und sie tut es i.d.R. auch eine Schulbescheinung verlangen.
1x jährlich zum Schulanfang, bzw. an dem 15. Lebensjahr. Mehr nicht!
An deiner Stelle würde ich einen Brief schreiben, dass die SB dir genau mitteilt wo im SGB II steht, dass Schulzeugniss vorzuweisen sind - keine Textbausteine! - Antwort bis zum xx. 2009.

LG
 

Luna 17

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#5
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Ist er zufällig gerade 15 Jahre alt geworden? Lies mal (wird nicht nur in der Hauptstadt so gehandhabt): Jugendliche zur Vorsprache - Berlin.de

Mario Nette

Hab ich gelesen und klar war mir vorher schon was die bezwecken,Sanktionen auf weite Sicht.
Mein Sohn ist 15 und die haben eine Schulbescheinigung vom August 08.
Ich werde das Zeugnis gerne hin schicken,aber alles geschwärzt.
Und es ist bei uns so,Arbeitsvermittlung,Berufsberatung und Leistungsabteilung sind getrennt.Zwei völlig andere Straßen .
Das schreiben ist aber von der Stelle die für Leistungen zuständig ist.

Was gehen haben die mein Sohn seine Zensuren an,ich glaub ich spinne.
Und für jede Einladung von denen werde ich Fahrtkosten beantragen,wir wohnen hier 12Km außerhalb.

Gut Nacht!
Luna 17
 

Luna 17

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#6
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Würde ich auch machen.

Ich denke da ist der SB mal wieder über seine Kompetenzen gegangen.

Kann mich jedenfalls nicht dran erinnern das das SGB irgendwo sowas erwähnt.

Das Abschlusszeugnis ist von Relevanz , sollte er nach der Schule nicht weiter machen oder eine Ausbildung beginnen.
Ja das sehe ich auchso,aber für das Abschlußzeugnis hat er noch zwei Jahre Zeit.
Ich vermute mal das ist wieder eine neue Methode um Geld zu sparen,auf Kosten der Ärmsten.:icon_twisted:

LG Luna 17
 
E

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#7
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Ich bleibe dabei.
Ich würde einen Deibel tun, und denen das Schulzeugnis geben.

Durch spezialisierte Vermittler für unter 25-jährige soll deshalb schon während der Schulzeit alles für die berufliche Eingliederung getan werden, um Unterbrechungen zwischen Schulausbildung und Berufsausbildung zu vermeiden und Perspektivlosigkeit vorzubeugen. Der gesonderte Bereich zur beruflichen Integration der Altersgruppe der 15-jährigen bis 25-jährigen (U25) gewährleistet für Jugendliche und junge Erwachsene eine schnelle und intensive Unterstützung.
Persönliche Ansprechpartner mit Verständnis und Einfühlungsvermögen für die altersspezifischen Besonderheiten geben den Jugendlichen Hilfestellung. Sie werden motiviert, Ideen und Initiative zu entwickeln, wie es nach der Schule weiter gehen soll. Wenn Eigenbemühungen nicht erfolgreich sind, werden Ausbildungs-, Arbeits- und Maßnahmeplätze angeboten.
Wenn ich schon lese "Persönliche Ansprechpartner mit Verständnis und Einfühlungsvermögen......:icon_kotz:"
Wer hat solche Figuren auf den Argen schon mal zu Gesicht bekommen?
Und dann noch die "schnelle und intensive Unterstützung......" Was dabei hinten raus kommt, ist uns allen sattsam bekannt.
Im eigenen Interesse sollten Jugendliche die ihnen angebotenen Termine wahrnehmen! Außerdem haben sie auch bei Leistungsbezug eine Verpflichtung der Einladung des Jobcenters zum Vorsprachetermin nachzukommen. Wird ein solcher Termin versäumt, können die Leistungen gekürzt werden.
Jepp, da wurde die Katze endlich aus dem Sack gelassen - eine ideale Möglichkeit Sanktionen zu konstruieren. Mönsch, die Kiddies sollen die Schulbank drücken, und nicht vor ihrem SB rumlungern. Ich ertrage die wundersamen Angebote der Arge einfach nicht mehr.....:icon_kotz:

LG
 
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#8
hmm,

das versteh ich nicht so richtig.
Was wollen die von einem 15 jährigen ?
Soll der da mit seinen Eltern erscheinen ?

Aus dem Bauch herraus würde ich jetzt mal sagen das jede äußerung und vorstellung die der Jugendliche da von sich gibt rechtlich überhaupt nicht bindent ist.
Das gilt doch insbesondere für alles was schriftlich fixiert werden soll.

Wieso können Sanktionen gegen Minderjährige verhängt werden die nur eingeschränkt (in Höhe ihres Taschengeldes) rechtsfähig sind verhängt werden ?

Die Frage ist doch wirklich ob der Jugendliche dem netten Menschen im jobcenter überhaupt mit dem angemessenen Rechtsverständniss folgen kann?

klärt mich da doch bitte mal auf ?
 

Hexe45

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#10
Also vor vier Jahren hätte ich so etwas einfach nicht geglaubt.

Wäre meine Tochter 15 und ein SB hätte derartiges von mir verlangt, ich hätte ihm wohl die Ohren lang gezogen.

Was nehmen sich die Menschen eigentlich noch alles raus.

Hier ist ja wirklich jede Grenze des Anstandes überschritten worden.
Nur weil die Eltern HartzIV beziehen?

Die Kinder anderer Eltern natürlich nicht, was hier Kindern angetan wird ist noch mal genau so schlimm wie HartzIV an sich.

LG
Hexe
 
E

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Gast
#11
Was wollen die von einem 15 jährigen ?
Es soll der künftige berufliche Werdegang besprochen werden.
Ihm wird erzählt, welche wundersamen Qualifikationen, weiterführenden Maßnahmen und Fortbildungen die Arge für die Jugendlichen bereithält, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben.

Soll der da mit seinen Eltern erscheinen ?
Besser nicht. So kann der SB den Jugendlichen leichter auseinandernehmen.
Aus dem Bauch herraus würde ich jetzt mal sagen das jede äußerung und vorstellung die der Jugendliche da von sich gibt rechtlich überhaupt nicht bindent ist.
Der SB wird die Unwissenheit eines Teenies schon für sich auszunutzen wissen, und ihm verdeutlichen, dass alles Recht und Gesetz ist.

Das gilt doch insbesondere für alles was schriftlich fixiert werden soll.
Soweit die Theorie.

Wieso können Sanktionen gegen Minderjährige verhängt werden die nur eingeschränkt (in Höhe ihres Taschengeldes) rechtsfähig sind verhängt werden ?
Eine gute Frage, die wir besser an die Bundesregierung weiterreichen.
Die Frage ist doch wirklich ob der Jugendliche dem netten Menschen im jobcenter überhaupt mit dem angemessenen Rechtsverständniss folgen kann?
Nein. Das können nicht einmal reife Erwachsene.

klärt mich da doch bitte mal auf ?
Erledigt;-))))

LG
 

Mario Nette

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#12
hmm,

das versteh ich nicht so richtig.
Was wollen die von einem 15 jährigen ?
Soll der da mit seinen Eltern erscheinen ?

Aus dem Bauch herraus würde ich jetzt mal sagen das jede äußerung und vorstellung die der Jugendliche da von sich gibt rechtlich überhaupt nicht bindent ist.
Das gilt doch insbesondere für alles was schriftlich fixiert werden soll.

Wieso können Sanktionen gegen Minderjährige verhängt werden die nur eingeschränkt (in Höhe ihres Taschengeldes) rechtsfähig sind verhängt werden ?

Die Frage ist doch wirklich ob der Jugendliche dem netten Menschen im jobcenter überhaupt mit dem angemessenen Rechtsverständniss folgen kann?

klärt mich da doch bitte mal auf ?
Das hat damit zu tun, wann das SGB II eine Person als prinzipiell erwerbsfähig ansieht. Siehe dazu §§ 7, 28 SGB II.

Mario Nette
 

Sprotte

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#13
Hallo Luna 17,

Leben in der Bedarfsgemeinschaft schulpflichtige Kinder,
so werden sie mit Vollendung des 15. Lebensjahres selbst
antragsberechtigt. Daraus ergibt sich jedoch nicht die Verpflichtung,
stets umfangreiche Angaben zur Eingliederung
in ein Arbeitsverhältnis zu machen. Besucht das Kind
noch die Schule, genügen die Angabe der tatsächlichen
Verhältnisse und der Nachweis über den Schulbesuch.
Schulzeugnisse müssen nicht vorgelegt werden

Das steht hier drin ---> http://www.datenschutz-berlin.de/att...pdf?1213258206

und der Link steht in diesem interressanten Thread ---> http://www.elo-forum.org/25/26080-zeugnis-vorlegen-sanktion.html

lies mal durch ;))

Gruß Sprotte
 

marsupilami

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#14
@ Hamburgeryn:
Dein Posting #11 ist absolut :icon_daumen: :icon_klatsch:
Und wenn das Thema nicht so traurig wäre, würde ich :icon_lol:
 
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#15
Hat das jetzt Methode?
Es gilt das Motto "Früh übt sich was kein Hartzi werden will" und das ist auch gut so :icon_klatsch:


mein Sohn ist in der 8.Klasse und beabsichtigt die 10.Klasse zu machen.
Vielleicht teilt man dies einfach statt der Zeugnisübersendung mit ? Danach könnte man immer noch erfragen, wozu die Vorlage des Zeugnisses überhaupt dienen soll.


Halte deinen Sohn weit von denen weg. Und wenn er mit denen was zu tun bekommt (Berufsberatung der Arge
Es ist ja nicht alles schlecht, was man schlecht macht.

Freut euch doch mal einfach, dass es überhaupt Angebote wie z.B. diese Berufsberatung gibt.

Dies sollte auch jeder Schulabgänger in Anspruch nehmen - insbesondere wenn man sich noch nicht im Klaren ist, wohin der Weg beruflich gehen soll.
 
E

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Gast
#16
Es ist ja nicht alles schlecht, was man schlecht macht.

Freut euch doch mal einfach, dass es überhaupt Angebote wie z.B. diese Berufsberatung gibt.

Dies sollte auch jeder Schulabgänger in Anspruch nehmen - insbesondere wenn man sich noch nicht im Klaren ist, wohin der Weg beruflich gehen soll.
Meine Tochter sollte und wollte auch eine Berufsberatung machen.
Was für ein Akt! Ihr SB meinte sie sollte unter der Nummer Xy anrufen - gesagt, getan. Nur ging da nie jemand an den Apparat, also haben wir die korrekte Nummer im I-Net herausgefummelt. Eine Hotline, die den Wunsch nach einer Berufsberatung weiterleitet.
Super - nach zwei Wochen war noch nix passiert, nach drei Wochen nicht, gleichzeitig nervte uns der SB, wann denn nun endlich die Berufsberatung wäre. Er hatte da so eine Frist gesetzt, innerhalb derer die Beratung über die Bühne hatte gehen sollen.
Kannte der seinen eigenen Laden nicht???
Also mussten wir dem schreiben, dass auch nach drei Wochen noch kein schriftlicher Termin für eine Beratung vorläge.
Dann riefen wir wieder an, fragten nach, warum das so lange dauerte - bei der Hotline - ja, da gäbe es Wartefristen bis zu sechs Wochen.
Für eine Berufsberatung?????
Nach geschlagenen acht Wochen erhielt meine Tochter ihren Termin, doch ein zweiter Blick auf das Schreiben ließ uns rasch ernüchtern - es war ein Termin für eine Massenveranstaltung. Dort sollten die Teilnehmer erfahren, was Berufsberatung ist, leistet, welche Infos man erhält, usw.
Im Anschluss an die Veranstaltung könnte man sich bei den anwesenden Berufsberatern direkt einen Termin für eine Beratung geben lassen.
Na, wenn das nicht schnell und unbürokratisch ist!
Gott-sei-Dank hatte meine Tochter zwischenzeitlich ihren Schulplatz angetreten, sodass sie einen derartigen Veranstaltungszirkus nicht mehr mitmachen musste.

LG
 

Sirius

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#18
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Die Arge hat keinen Anspuch auf das Zeugnis.
Weder geschwärzt noch ungeschwärzt. Ab dem 15. Geburtstag kann die Arge - und sie tut es i.d.R. auch eine Schulbescheinung verlangen.
1x jährlich zum Schulanfang, bzw. an dem 15. Lebensjahr. Mehr nicht!
...
LG
Hallo über die Google-Suche "Schulbescheinigung" bin ich hier gelandet. Mein 17-jähriger Sohn besucht die 11. Klasse. Seit wenigen Jahren verlangt die Arge auch von uns zu Schuljahresanfang eine Schulbescheinigung. Die letzte erhielt Arge im September letzten Jahres. Das erste Mal erfolgt jetzt 5 Monate später schon wieder eine Aufforderung, eine Schulbescheinigung abzugeben. Dafür gibt es keinen ersichtlichen Grund. Mein Sohn ist ja mitten in der 11. Klasse. Als ich einmal die Schulbescheinigung selbst im Sekretäriat abholte, seufte schon die Sekretärin, sie kämen zu nichts anderem mehr.

Was meint ihr, hat es Sinn, sich darauf einzulassen, der Arge jetzt zwei Mal pro Jahr eine Bescheinigung zu schicken oder kann man darauf verweisen, dass doch eine pro Schuljahr ausreichend sein müsste?

Viele Grüße und danke für die Antworten.
Sirius
 

physicus

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#19
wir legen einmal im jahr eine schulbescheinigung vor, weiter nichts, keine zeugnisse.

gruß physicus
 
E

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#20
AW: Halbjahreszeugnis vom Sohn 8.klasse verlangt

Mein 17-jähriger Sohn besucht die 11. Klasse. Seit wenigen Jahren verlangt die Arge auch von uns zu Schuljahresanfang eine Schulbescheinigung.
Einmal im Jahr gibt es eine Schulbescheinigung.
Die ist in Hamburg i.d.R. vom 1.8.xx - 31.7.xx gültig. Also ein Jahr.
An deiner Stelle würde ich die SB anschreiben, und Sie bitten dir konkret mitzuteilen wo im SGB stünde, dass man auf Verlangen mehrmals jährlich eine Schulbescheinigung nachzureichen habe. Keine Textbausteine, sondern den genauen Text. Auch keinen Hinweis auf Mitwirkungspflichten und anderen Kasperkram, nur eine ausführliche Antwort auf deine Frage.
Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. :icon_smile:
Frist setzen! Maximal 14 Tage, sonst lassen die sich mit der Antwort 100 Jahre Zeit, während sie dich mit ihren Forderungen nerven.

LG
 
E

ExitUser

Gast
#21
Darf ich mal was sagen, ohne technische Details und praktische Ratschläge? Ich könnte bei so etwas nur noch heulen. Es ist einfach nur schlimm was da abgeht.

Diese Nullen wissen doch selbst nicht, wie das Erwerbsleben funktioniert, sonst hätten sie sich auch kaum für genau diesenJob entschieden - wie wollen sie es denn dann bitte anderen nahebringen.

Lieben Gruss, lasst euch alle miteinander auf gar keinen Fall unterkriegen,
Emily
 

Rounddancer

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#22
Nun, die werden wohl gelesen haben, daß es eine hohe Quote an Schulabbrechern und Schulschwänzern gibt.

Und werden da halt sicherstellen wollen, daß der als Schüler verbuchte Ü15 noch zur Schule geht.

Motto: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!"
Oder sie haben beim Zuständigkeitswechsel oder Büroumzug die alte Schulbescheinigung verlegt,- oder deren Edv mußte mal wieder einen alzen Backup einspielen, weil mit nem neuen Update der Software mal wieder nichts mehr ging.
Oder sir muß, weil das Jahr noch jung ist, Aktivitätspunkte sammeln, damit sie gegen Jahresende nicht wieder so unter Druck kommt? So wie auch Steuerprüfer am Jahresanfang schärfer sind als gegen Ende ...
 
E

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Gast
#23
Nun, die werden wohl gelesen haben, daß es eine hohe Quote an Schulabbrechern und Schulschwänzern gibt.

Und werden da halt sicherstellen wollen, daß der als Schüler verbuchte Ü15 noch zur Schule geht.

Motto: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!"
Oder sie haben beim Zuständigkeitswechsel oder Büroumzug die alte Schulbescheinigung verlegt,- oder deren Edv mußte mal wieder einen alzen Backup einspielen, weil mit nem neuen Update der Software mal wieder nichts mehr ging.
Oder sir muß, weil das Jahr noch jung ist, Aktivitätspunkte sammeln, damit sie gegen Jahresende nicht wieder so unter Druck kommt? So wie auch Steuerprüfer am Jahresanfang schärfer sind als gegen Ende ...
@Rounddancer, egal was die gelesen oder verlegt haben, oder ob die mal wieder mal wieder Aktivitätspunkte sammeln müssen: 1X im Jahr! :icon_smile:
LG
 

Sirius

Elo-User/in

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#24
Vielen Dank für eure schnellen Antworten! Verlegt haben sie die letzte Schulbescheinigung von vor 5 Monaten nicht. Denn bevor ich hier postete, habe ich am Freitag eine Art Hotline der Arge in Berlin angerufen, da hier keine Durchwahlen mehr für Sachbearbeiter bekannt gegeben werden. Dort konnte der Mitarbeiter mir am Computer bestätigen, dass eine erneute Aufforderung an mich geschickt wurde und dass die letzte Schulbescheinigung vor 5 Monaten eingereicht wurde. Mehr, Begründung etc., konnte er mir aber nicht sagen.

Ich habe dann hier gepostet, auch um zu erfahren, ob es inzwischen normal ist, zweimal pro Jahr eine Schulbescheinigung zu fordern. Es scheint also nicht normal zu sein. Daher vermute ich einen Computer- oder Bedienfehler oder einfach Schikane. Daher werde ich aufgrund dieser Unverhältnismüßigkeit tatsächlich schriftlich nachfragen.

Viele Grüße
Sirius
 

Willow

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#25
Mein Sohn wurde Ende Januar 15 und sofort kam das Schreiben vom JobCenter zum "Beratungsgespräch". Bin dann mit ihm zusammen hin und wir konnten uns einen Vortrag zum Thema "mündliche Mitarbeit" anhören, nachdem ich ihr erklärte, dass mein Sohn eher still und zurückhaltend ist.
Auch die Erklärung, dass mein Sohn aufs Gymnasium geht und noch mindestens 4 Schuljahre vor sich hat, interessierte sie nicht.
Durften dann wieder gehen, mit der Auflage jedes Zeugnis einzureichen.
Mach ich natürlich nicht......Anfang des neuen Schuljahres kam die schriftliche Aufforderung dazu. Hab das Zeugnis kopiert und die Noten geschwärzt, so dass sie nur ersehen konnte, dass mein Sohn in die 10. Klasse versetzt wurde. Habe sie gebeten mir mitzuteilen, auf welcher rechtlichen Grundlage sie die Noten einsehen darf.
Eine Woche später die 2. Aufforderung (gleiches Standartformular ohne die rechtl. Grundlage), mit der Drohung Gelder zu kürzen bzw. zu streichen.......
Habe dann den Leitfaden Hartz IV des Landesdatenschutzbeauftragten mitgeschickt, und mal nachgefragt, wann ich eigentlich entmündigt wurde..........Da die Noten irrelevant sind zur Berechnung des Bedarfs, könne ich nur vermuten, dass Eltern, die Hartz IV beziehen als unfähig eingestuft werden, sich úm die schulischen Belange ihrer Kinder zu kümmern.....
Bin mal gespannt wie es weitergeht....Fürchte aber Kürzungen.....
 

Couchhartzer

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#26
Durften dann wieder gehen, mit der Auflage jedes Zeugnis einzureichen.
Mach ich natürlich nicht......Anfang des neuen Schuljahres kam die schriftliche Aufforderung dazu. Hab das Zeugnis kopiert und die Noten geschwärzt, so dass sie nur ersehen konnte, dass mein Sohn in die 10. Klasse versetzt wurde. Habe sie gebeten mir mitzuteilen, auf welcher rechtlichen Grundlage sie die Noten einsehen darf.
Eine Woche später die 2. Aufforderung (gleiches Standartformular ohne die rechtl. Grundlage), mit der Drohung Gelder zu kürzen bzw. zu streichen...
Einfach auch mal an diese Stelle wenden und den Fall dort mit der genauen Schilderung als Beispielmaterial für das Moratorium vorlegen ~> Bündnis für ein Sanktionsmoratorium .
Ich könnte mir vorstellen, dass die dort zusammenarbeitenden Organisatoren derartiges Material für ihre Arbeit im Moratorium als unterstützende Beispiele gut gebrauchen können.

Und natürlich das dortige Mitzeichnen gegen den ständig ausgeübten oder angedrohten Sanktionsmißbrauch nicht vergessen.
 

Philas

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#27
Und natürlich das dortige Mitzeichnen gegen den ständig ausgeübten oder angedrohten Sanktionsmißbrauch nicht vergessen.
OT: Ich würde bei sowas ja auch gerne unterzeichnen, möchte dies aber nicht über's Internet tun. Denn 1. könnte man meinen richtigen Namen mit "Philas" in Verbindung bringen und 2. weiß man ja nie, was man wirklich unterschreibt. Im Internet ist vieles möglich. Gibt es nicht auch Unterschriftenlisten in Papierform oder so. Wäre mir persönlich lieber. OT-Ende.
 

Gaestin

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#28
Hallo,vorige Woche bekam ich ein schreiben von der Arge(SB Leistungsabteilung,nicht Berufsberatung)wir möchten innerhalb von 14 Tagen das Halbjahreszeugnis in Kopie von meinem Sohn einreichen,damit der weitere Werdegang beraten und entschieden werden kann.

Hallo,mein Sohn ist in der 8.Klasse und beabsichtigt die 10.Klasse zu machen.
Ich möchte das Zeugnis einreichen,aber alle Zensuren schwärzen,denn diese gehen meiner Meinung nach die Leistungsabteilung einen feuchten Dreck an.
Hat das jetzt Methode?

LG Luna 17
bloß nicht einreichen! Die haben Anrecht auf eine Schulbescheinigung im Jahr, sonst nichts. Dein Sohn kann
13 Klassen machen, das können die nicht verhindern.
 

Catsy

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#30
Eine Woche später die 2. Aufforderung (gleiches Standartformular ohne die rechtl. Grundlage), mit der Drohung Gelder zu kürzen bzw. zu streichen.......
Habe dann den Leitfaden Hartz IV des Landesdatenschutzbeauftragten mitgeschickt, und mal nachgefragt, wann ich eigentlich entmündigt wurde..........Da die Noten irrelevant sind zur Berechnung des Bedarfs, könne ich nur vermuten, dass Eltern, die Hartz IV beziehen als unfähig eingestuft werden, sich úm die schulischen Belange ihrer Kinder zu kümmern.....
Bin mal gespannt wie es weitergeht....Fürchte aber Kürzungen.....

Angesichts der bevorstehenden BT-Wahlen würde ich dieses Schreiben mal an Herrn Steinmeier schicken, mit der Frage, wie du denn nun weiterhin die von seiner Partei gemachten H4-Gesetze zu verstehen hast und ob das schon ein Teil der neuen "Bildungspolitik" sei.
Und euren direkten SPD-Landtagsabgeordneten im Direktmandat ebenso um eine umgehende Antwort zu diesem Sachverhalt auffordern .............

damit die Damen und Herren H4-Verbrecher mal sehen, was in ihrem Sinne so durchgezogen wird!:icon_neutral:
 

Willow

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#31
So, jetzt geht es in die nächste Runde. Nach meinem Kampf 2009 (weiter oben im Forum), haben die mich tatsächlich nach mehrmaligem Schriftwechsel endlich bezüglich des Zeugnisses in Ruhe gelassen. Auch 2010 nur Schulbescheinigung. Jetzt meint die Tussi ich müsste ihr dringend das Halbjahreszeugnis meines Sohnes nachreichen (werden erst am 11. Feb. ausgegeben!?). Mein Sohn wird jetzt 17 und geht in die 11. Klasse Gymnasium. Hat also noch 2 1/2 Jahre vor sich. Nimmt denn der Wahnsinn nie ein Ende.
Bin am Überlegen ob ich wieder darauf eingehe und ihr wieder geschwärztes Zeugnis und darauffolgende Briefchen schicke oder ob ich sie ignorieren soll. Sie weiß eigentlich genau, dass sie keine Noten von mir bekommt. Was meint ihr?

LG, Willow
 

Erolena

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#34
Vielleicht kanns du noch schreiben, dass dein Sohn wie alle Schüler duch die Berufs-/Studienberatung der Arbeitsagentur im Schulunterrricht informiert wird.
Jedenfalls bei uns tauchen die zuständigen Berater in jeder Klasse der Abiturstufe mindestens in einer Schulstunde auf.

Außerdem erhalten die Schüler der Abiturstufe bei uns frei, wenn bei den umliegenden Unis/Hochschulen "Tag der offenen Tür" ist. Das nimmt dein Kind natürlich auch wahr.
(Das ist auch sehr nützlich, sage ich aus eigener Erfahrung)

Ich würde noch schreiben, dass mein Kind bei Bedarf die Beratung der Arbeitsagentur -Studien-/Berufsberatung- wahrnehmen wird.
(hmm, hmm, d.h. also gerade nicht im Jobcenter).

Und wenn es gar nicht anders geht, dann vertraue auf dein Kind.
Die sind meistens clever genug, sich ihrer Haut zu erwehren.
 

Fairina

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#35
Erolina, in den Fängen der ARGE sind selbst gestande Weibs- und Mannsbilder hoffnungslos verfangen oder zerbrechen auf Dauer.
 

Willow

Elo-User/in
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#36
So nächste Runde. Nachdem ich die Tante ignoriert habe bzw. ihren "Wunsch" nach dem Zeugnis meines Sohnes, haben wir jetzt die Zwangseinladung zum beruflichen Beratungsgespräch bekommen. Mitzubringen: das letzte Zeugnis........was jetzt?:icon_neutral: Da müssen wir wohl hin, oder? Wenn ja, dann nehme ich aber das "geschwärzte" Zeugnis mit.....Was meint ihr?
 

gast_

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#37
Sage ihr ganz deutlich: Es gibt kein Zeugnis.

Willst du deinen Sohn wirklich da hin gehen lassen?
 

Willow

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#38
Nein, zumal wir schon vor 2 Jahren da waren und mein Sohn mir sagte, dass er da nie mehr hin will.
Ich war gerade so sauer auf die Tante, dass ich ihr per e-mail mitgeteilt habe, dass mein Sohn nicht zur Verfügung stehen kann, da er Nachmittagsunterricht hat in der 11. Klasse. Termin ist schon um 15:30. Weiterhin habe ich darauf hingewiesen, dass sie eh kein Zeugnis bekommen würde bzw. nur geschwärzte Noten.
Ansonsten würden wir bei Bedarf gerne die Möglichkeiten über die Schule nutzen bzw. die des Arbeitsamtes.
Jetzt ist sie wahrscheinlich total ange****t (sorry, bin echt sauer) und kürzt uns das Geld.
 

optimistin

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#39
So nächste Runde. Nachdem ich die Tante ignoriert habe bzw. ihren "Wunsch" nach dem Zeugnis meines Sohnes, haben wir jetzt die Zwangseinladung zum beruflichen Beratungsgespräch bekommen. Mitzubringen: das letzte Zeugnis........was jetzt?:icon_neutral: Da müssen wir wohl hin, oder? Wenn ja, dann nehme ich aber das "geschwärzte" Zeugnis mit.....Was meint ihr?
das ist eine Einladung zur Berufsberatung. Nicht Leistung.
Ist was anderes, da musst Du das Zeugniss ungeschwärzt mit nehmen. Wenn Dein Sohn studieren will können die SB sowieso nicht viel machen, wenn aber eine Lehrstelle ansteht geht es um Unterstützung Kosten für Bewerbungsschreiben, Fahrtkosten für diverse Einstellungstests, Vorstellungsgespräche usw.
hier quer zu stellen schadet Euch nur, da gibt es keine Zuschüsse.
Und die Überbrückung bis Studiumanfang muss auch geregelt werden.
 

Willow

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#40
Wie gesagt, wir waren bereits da vor 2 Jahren und kamen mit der Frau überhaupt nicht klar. Die hatte echt keine Ahnung von irgendetwas. Sie sagte nach dem Gespräch sie würde uns dann "in Ruhe lassen", wenn ich ihr jedes Jahr ein Zeugnis zukommen lasse. Habe ich natürlich nicht getan, deshalb jetzt diese Schikane. Sie weiß ganz genau dass mein Sohn nach dem Abi studieren will......
 

gast_

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#41
Nein, zumal wir schon vor 2 Jahren da waren und mein Sohn mir sagte, dass er da nie mehr hin will.
Ich war gerade so sauer auf die Tante, dass ich ihr per e-mail mitgeteilt habe, dass mein Sohn nicht zur Verfügung stehen kann, da er Nachmittagsunterricht hat in der 11. Klasse. Termin ist schon um 15:30. Weiterhin habe ich darauf hingewiesen, dass sie eh kein Zeugnis bekommen würde bzw. nur geschwärzte Noten.
Ansonsten würden wir bei Bedarf gerne die Möglichkeiten über die Schule nutzen bzw. die des Arbeitsamtes.
Jetzt ist sie wahrscheinlich total ange****t (sorry, bin echt sauer) und kürzt uns das Geld.
Dazu hat sie keinen Grund, da er Schüler ist und der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung steht.

Meine Kinder habe ich auch nicht hingehen lassen.

Geh du doch hin... in Vertretung :)

Als Erziehungsberechtigter eines Minderjährigen bist du außerdem automatisch dessen Bevollmächtigter nach § 13 Abs. 1 SGB X

Nach BGB ist dein Sohn sowieso nur eingeschränkt geschäftsfähig und darf ohne deine vorherige ausdrückliche Zustimmung absolut nicht unterschreiben, zusichern, Daten "herausgeben" o.ä.

Auf welche(n) Paragrafen hat sich die ARGE bei ihrer Einladung bezogen?

Ich würd noch mal schreiben: Sie möge dir doch bitte mitteilen, was sie genau will.
 

optimistin

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#42
ist das wieder dieselbe Frau, wo er hin muss? die wechseln da doch auch ständig.
Wenn Dein Sohn studieren will und hat sich nicht um entschieden, dann ist der Termin doch ein Klacks.

ich gebe Dir nur den Rat den Termin wahr zu nehmen, das Ihr später kein Geld einbüßt, denn Studienplätze sind auch nicht immer um die Ecke.

Was Du machst ist Deine Entscheidung.
 

PandorasBox

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#43
das ist eine Einladung zur Berufsberatung. Nicht Leistung.
Ist was anderes, da musst Du das Zeugniss ungeschwärzt mit nehmen. Wenn Dein Sohn studieren will können die SB sowieso nicht viel machen, wenn aber eine Lehrstelle ansteht geht es um Unterstützung Kosten für Bewerbungsschreiben, Fahrtkosten für diverse Einstellungstests, Vorstellungsgespräche usw.
hier quer zu stellen schadet Euch nur, da gibt es keine Zuschüsse.
Und die Überbrückung bis Studiumanfang muss auch geregelt werden.
Wo steht das, dass man das Zeugnis eines Schülers ungeschwärzt vorzeigen soll???? Bitte mit §§ im SGB, vielleicht hab ich ja was verpasst, bin nicht fündig geworden????

Klar, den Termin würde ich auch wahrnehmen, da sonst sanktioniert wird. Aber nur in der Form, wie Kiwi es beschreibt.

Dazu hat sie keinen Grund, da er Schüler ist und der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung steht.

Meine Kinder habe ich auch nicht hingehen lassen.

Geh du doch hin... in Vertretung :)

Als Erziehungsberechtigter eines Minderjährigen bist du außerdem automatisch dessen Bevollmächtigter nach § 13 Abs. 1 SGB X

Nach BGB ist dein Sohn sowieso nur eingeschränkt geschäftsfähig und darf ohne deine vorherige ausdrückliche Zustimmung absolut nicht unterschreiben, zusichern, Daten "herausgeben" o.ä.

Auf welche(n) Paragrafen hat sich die ARGE bei ihrer Einladung bezogen?

Ich würd noch mal schreiben: Sie möge dir doch bitte mitteilen, was sie genau will.
 

Hexe45

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#44
das ist eine Einladung zur Berufsberatung. Nicht Leistung.
Ist was anderes, da musst Du das Zeugniss ungeschwärzt mit nehmen. Wenn Dein Sohn studieren will können die SB sowieso nicht viel machen, wenn aber eine Lehrstelle ansteht geht es um Unterstützung Kosten für Bewerbungsschreiben, Fahrtkosten für diverse Einstellungstests, Vorstellungsgespräche usw.
hier quer zu stellen schadet Euch nur, da gibt es keine Zuschüsse.
Und die Überbrückung bis Studiumanfang muss auch geregelt werden.
Müssen muß man gar nichts.
Und schon gar nicht muß das Zuegnis ungeschwärzt zur Schikanetante gebracht werden.
Er geht zum Gymnasium und gut ist, Schulbescheinigung reicht.

Ich würde meine Tochter nicht bei der Arge vorführen. Sie geht zur Schule und steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, basta Schluß aus.

Ich hoffe nur das du keine Kinder hast, die täten mir echt leid.

Wenn man für sich entscheidet, ist es ok feige zu sein und sich nicht zu wehren.

Aber hier geht es um das Kind, es kann nichts dafür, daß die Eltern H4 beziehen.

Immer schön brav sein, bloß sich nicht wehren, das ist ok für den der sich nicht traut.

Aber wenn es ums Kind geht hat man zu kämpfen. Willsr du deinem Kind im Ernst vorleben, daß es als H4 weniger wert ist und eben Dinge über sich ergehen lassen muß, die die anderen KInder sich nicht gefallen lassen müssen???

Ich glaube ja wohl nicht was ich da gelesen haben
 

Willow

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#45
Danke dir. Genau darum geht es mir. Was können meine Kinder dazu, dass ich nach einer OP (war längere Zeit krankgeschrieben) meinen Job verloren habe und dass der Vater nicht auffindbar ist (Amerikaner) und keinen Cent Unterhalt bezahlt.
Ich habe auch schon an verschiedene Stellen (Ombudstellen, Abgeordnete) geschrieben, dass ich das diskriminierend finde.
Ob ich als H4 Empfänger jetzt auch noch entmündigt werde bzw. als Elternteil nicht in der Lage auf die (schulischen) Bedürfnisse meiner Kinder einzugehen und das ich durchaus in der Lage bin selbstständig Hilfe zu suchen sollte die denn von Nöten sein........mir geht es ums Prinzip, natürlich wäre es einfacher ohne Kampf alles über sich ergehen zu lassen. Für mich als Erwachsene würde ich noch eher kleinbeigeben, aber wenn es um meine Kinder geht werde ich zur Löwin :icon_smile:
 

optimistin

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#46
Müssen muß man gar nichts.
Und schon gar nicht muß das Zuegnis ungeschwärzt zur Schikanetante gebracht werden.
Er geht zum Gymnasium und gut ist, Schulbescheinigung reicht.

Ich würde meine Tochter nicht bei der Arge vorführen. Sie geht zur Schule und steht dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, basta Schluß aus.

Ich hoffe nur das du keine Kinder hast, die täten mir echt leid.

Wenn man für sich entscheidet, ist es ok feige zu sein und sich nicht zu wehren.

Aber hier geht es um das Kind, es kann nichts dafür, daß die Eltern H4 beziehen.

Immer schön brav sein, bloß sich nicht wehren, das ist ok für den der sich nicht traut.

Aber wenn es ums Kind geht hat man zu kämpfen. Willsr du deinem Kind im Ernst vorleben, daß es als H4 weniger wert ist und eben Dinge über sich ergehen lassen muß, die die anderen KInder sich nicht gefallen lassen müssen???

Ich glaube ja wohl nicht was ich da gelesen haben
Meine Kinder müssen Dir garantiert nicht leid tun, die habe ich ganz alleine groß gezogen.
Sie haben alle fünf ihren Realschulabschluss, 2 haben danach noch Fachoberschule besucht . Alle haben ihren Berufsabschluss und gehen arbeiten.
Und ich hatte auch keinen Unterhalt und musste zu sehen wie ich klar komme.
Eins ist sicher, ich bin stolz auf meine Kinder und auch das ich Hilfe in Anspruch genommen habe, denn die steht jeden zu, wenn er sie will.
Wenn nicht da nicht. Aber macht mich nicht so dusselig an, dafür kennt ihr mich nicht und wißt nicht was ich durch habe.

Also lasst es.

Ich hatte geschrieben es ist Ihre Entscheidung
 

Rounddancer

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#47
Ich glaube, da gibt es ein Mißverständnis. Ein Teil der Threadteilnehmer glaubt, der einladende Ansprechpartner sei ein normaler Sachbearbeiter (Leistung), ein anderer glaubt, es sei ein normaler Jobcenter-pAp oder FM,- und ein dritter Teil glaubt, es ginge in dem Fall um eine normale Berufsberatung.

Ginge es um eine normale Berufsberatung, dann wäre die mit dem Halbjahrszeugnis achter Klasse dann richtig terminiert, wenn es sich bei dem zu beratenden Schüler um jemanden handelte, der die Hauptschule oder eine Sonderschule besucht,- oder eine weiterführende Schule nur bis zum Ende des neunten Schuljahres besuchen will oder darf. Und da ist natürlich die Vorlage des aktuellen Zeugnisses genauso sinnvoll, wie darauf vorbereitet zu sein, daß er nach Wunschjobs (und, falls schon vorhanden, "no-gos"), und auch Fähigkeiten, Hobbies, etc. gefragt werden wird.

Natürlich ist ein normaler Jobcenter-pAp per Vorschrift gehalten, zu prüfen, ob da jemand bald ins vermittlungsfähige Alter (und ab 15 hat man ja im Grunde zur Vermittlung in Arbeit bereitzustehen, damit man möglichst nicht aus der Vollzeitschulpflicht heraus gleich in Erwerbslosigkeit fällt) kommt. In diesem Fall muß und soll der pAp oder FM ja gleich aktiv werden, und Lehrstellen suchen, bzw. anbieten. Wobei ja aktuell manche Ausbilder schon einen Lehrlingsmangel beklagen, weil sich bei ihnen nun auf die jährlich ausgeschriebenen Lehrstellen "nur" noch 1000, statt 3000 junge Menschen bewerben ...

Beim Sohn der TO handelt es sich aber, wenn ich das richtig las, um jemanden, der weiterhin eine weiterführende Schule besuchen will und auch (von Eltern, aber auch nach Einschätzung der Schule her) darf.

Und eigentlich entspricht es dem XMV, daß in solchen Fällen dem Amt die Vorlage einer bloßen, schuljährlich vorzulegenden Schulbescheinigung ausreichen müßte, um den Schüler das kommende Schuljahr lang in Ruhe zu lassen. Schließlich wurde man ja, solange noch Wehrpflicht war, und man aber in einer Schule oder Lehre war, zwar gemustert, aber nach Vorlage einer Schul-, Studiums-, bzw. Ausbildungsbescheinigung auch "UK", also "unabkömmlich" gestellt, und so lange nicht eingezogen.

Leider wurde ja das SGB II dermaßen schlampig gemacht, und die, die sich an der Basis, in den Jobcentern damit abgeben müssen, immer schlechter eingelernt, daß sie nie erfahren haben, daß die Väter des Gesetzes dachten, daß wohl jeder in den Ämtern seinen XMV einschalten, und so niemals einen Schüler, der fristgemäß die Schulbescheinigung vorlegt, so gängeln würde.

Was sollte der XMV des Schülers sagen?
Ich würde die Schulbescheinigung vorlegen. Zeugnis (geschwärzte Noten lassen den XMV des Amtsmitarbeiters automatisch vermuten, daß das schlechte Noten sein müßten, weil auf gute Noten ist ja jeder Schüler stolz, und befriedigende kratzen nicht weiter) mit dem ausdrücklichen, schriftlichen Hinweis "Vorlage aus Kulanz und ohne jede Anerkennung einer Rechtspflicht!" auch vorlegen.
 

Willow

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#48
So Leute, jetzt ist es passiert. Habe den Termin ja per e-mail abgesagt weil mein Sohn zu der Zeit Nachmittagsunterricht hatte (11. Klasse). Jetzt kriege ich heute den nächsten Termin mit dem Anhörungsbogen, da wir einfach den letzten Termin nicht wahrgenommen hätten. Die wollen tatsächich meinen 17-jährigen Sohn sanktionieren??? Und natürlich wieder aufforderung zum nächsten Termin Zeugnis mitzubringen.........
Hilfe.......
 

optimistin

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#49
Mails werden vom JC nicht gelesen, haben wir auch schon durch.

Zu welcher Abt. SB musst Du denn?
 

Willow

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#50
Zur Berufsberatung, wo wir schon einmal waren. Es hat sich nichts geändert.....
 

optimistin

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#51
Da kann aber nicht sanktioniert werden.

Du kannst da schrftl mitteilen, das Du diese Termine mit Deinen Sohn durch den Nachmittagsunterricht nicht wahr nehmen kannst, weil Schulpflicht.
Und auch anbieten, wenn Ihr Hilfe benötigt, Du von Dir aus einen Termin vereinbart. Jetzt diese angebotene Hilfe nicht notwendig ist.
Druck Dir die Mail aus, die Du geschickt hast, und mit abgeben. Ist Datum und Uhrzeit ja drauf, kannst so belegen, das Du Termin abgesagt hast.
Schulbescheinigung hat der SB? sonst mit abgeben.

Und Dir eine Abgabebestätigung geben lassen.

Den SB geht es darum, das Dein Sohn auch wirklich noch Schule macht, er kann ja inzwischen aus verschiedenen Gründen abgebrochen haben. Und da muss SB eine Lösung finden.
Da dies nicht der Fall ist, dürfte es da keine Probleme geben.
 

Willow

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#52
Das hat sie aber alles schon vorliegen. Trotzdem kam der Anhörungsbogen. Habe den jetzt ausgefüllt und mit einer Kopie von meiner Mail werde ich den einreichen. Habe gleich dazu vermerkt, dass ich bei irgendwelchen Sanktionen sofort rechtliche Schritte einleiten werde...
Den neuen Termin, wieder Montag, gleiche Uhrzeit, musste ich wieder absagen, da er noch in der Schule ist. Mache es aber hochoffiziell jetzt per Brief.
Meine 24-jährige Tochte hat eine andere SB und bei der klappt das komischerweise auch ganz unkompliziert per mail.
Das Schlimmste daran, mein Sohn kommt mit ihr nicht klar und hat sich strikt geweigert dort nocheinmal hinzugehen....
 

optimistin

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#53
ja die SB´s können unterschiedlicher nicht sein.

Mach den Brief mit Einwurf oder Rückschein, das Du was in den Händen hast.
 

Erolena

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#54
Deshalb würde ich nach Möglichkeit mit hingehen, um rauszubekommen, wo das Problem liegt.
Ihr könntet einen Antrag stellen, den Bearbeiter zu wechseln.

Ein einfacher Brief ist noch weniger nachweisbar als eine Mail.
Terminabsage selber abgeben mit Eingangsstempel auf deine Kopie.

Oder den Brief nur mit "Rückversicherung".
Varianten
Eigenhändig
- persönliche Zustellung nur an den Empfänger
Einschreiben Einwurf
- Wir dokumentieren die Zustellung in den Briefkasten oder das Postfach
Rückschein
- Empfangsbestätigung mit der Originalunterschrift des Empfängers

Link: Deutsche Post | Einschreiben
Rounddancer hat recht. Es ist ziemlich verwirrend, was das für ein "Berufsberater" sein soll.
Ein richtiger Berufsberater hat bei uns auf keinen Fall etwas mit Sanktionen und Zwangsmaßnahmen zu tun.
Das wäre ganz schädlich für eine gute Berufsberatung und ist meiner Ansicht nach fachlich nicht vertretbar.
 

Willow

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#55
Mache den Schrieb heute als Einschreiben mit Rückschein fertig...mal sehen was danach kommt.
Beim nächsten Termin werde ich wohl hingehen und sie mir mal "vorknöpfen":biggrin:. Bin immer bei allen Terminen meiner Kinder dabei, daher kenne ich die SB ja auch schon (und sie mich :icon_twisted:). Werde berichten wie es weitergeht; falls es denn weitergeht.....
 

Willow

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#56
So, heute kam die nächste "Einladung". Jetzt haben wir einen Termin in den Osterferien. Mein Sohn ist begeistert........und wieder Zeugnisvorlage...
Bringe ich meinem Sohn jetzt bei dass man sich nicht alles gefallen lassen soll oder dass der Klügere nachgibt?:icon_smile::icon_smile::icon_smile:
 

Martin Behrsing

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#57
Hier eine offizielle Anwort der BA zu diesem Schei....

Vorlage von Schulzeugnissen als Pflicht in der Eingliederungsvereinbarung

Paragraph:

Nr.:

Eingestellt am:

Geändert am:

Gültig bis:



§ 31 10026 28.04.10

Anliegen:

Kann in der Eingliederungsvereinbarung die Pflicht zur Vorlage von Schulzeugnissen aufgenommen werden? Stellt die Nichtvorlage eine Pflichtverletzung im Sinne des § 31 SGB II dar? Antwort:

Mit einem jugendlichen eHb sollen frühzeitig (ein bis eineinhalb Jahre) vor dessen Schulentlassung bzw. Bildungsabschluss die erforderlichen Schritte (Berufsorientierung und -beratung, Bewerbungs- und Vermittlungsbemühungen) eingeleitet werden, um den Übergang von der Schule in den Beruf möglichst nahtlos sicherzustellen und langfristig die Hilfebedürftigkeit des Jugendlichen zu reduzieren bzw. zu beenden. Dazu sollte der persönliche Ansprechpartner (pAp) kontinuierlich dessen schulischen Werdegang bzw. Ausbildungsverlauf begleiten u. a. durch Fragen nach der aktuellen bzw. angestrebten Schul-/Ausbildungsform, nach dem Stand im Berufswahlprozess oder nach dem schulischen Leistungsstand. Ein wichtiger Indikator sind dabei Noten bzw. Leistungsnachweise. Diese wird der pAp i. d. R. anlass- und einzelfallbezogen bei dem Jugendlichen erfragen. Dem Jugendlichen respektive seinem gesetzlichen Vertreter ist zu erläutern, dass die Vorlage des Zeugnisses zur Einschätzung des aktuellen Schulverlaufs bzw. im Rahmen des Integrationsprozesses erforderlich ist.
Zur Mitwirkung ist der eHb durch § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 38 Abs. 2 SGB III verpflichtet. Jedoch führt eine Nichtmitwirkung - anders als im Rechtskreis SGB III (§ 38 Abs. 3 Satz 2 SGB III) - nicht dazu, dass die Vermittlungsbemühungen und damit der Anspruch auf Arbeitslosengeld eingestellt werden. Vielmehr besteht für den eHb weiterhin die grundsätzliche Pflicht, jede zumutbare Arbeit nach § 10 SGB II aufzunehmen. Sofern die schulische Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist, kann sich der Jugendliche auf die Ausnahmetatbestände des § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II berufen.
Aufgrund dieser gesetzlich geregelten Mitwirkungspflicht scheidet daher eine Aufnahme in der EinV aus. Sanktionen sind daher nicht möglich. Sofern die Vorlage des Schulzeugnisses in die Eingliederungsvereinbarung dennoch einvernehmlich aufgenommen wird, hat dies nur den Charakter eines "gemeinsamen Fahrplans", stellt aber keine sanktionsbewehrte Pflicht dar.
Sollte der Jugendliche bzw. dessen gesetzlicher Vertreter nicht zu einer freiwilligen Selbstauskunft bereit sein, ist zur Absicherung des weiteren Vorgehens bei der Integration und zur zeitnahen Unterstützung des Profilings (§ 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 37 SGB III) die Einschaltung des Psychologischen Dienstes (z. B. Berufswahltest, Psychologische Begutachtung) - soweit im Einzelfall erforderlich - in Betracht zu ziehen.
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#58
Wie üblich viel nebulöses Geschwafel der BA, das mehr verunsichern als klarstellen, sowie eine Drohkulisse aufbauen soll.

Wenn man den ganzen Käse mit den angeblichen Mitwirkungspflichten des Jugendlichen mal ausklammert, steht da nichts anderes, als dass dem Jugendlichen nichts passieren kann, wenn er den Dreck einfach ingnoriert.

Jedoch führt eine Nichtmitwirkung - anders als im Rechtskreis SGB III (§ 38 Abs. 3 Satz 2 SGB III) - nicht dazu, dass die Vermittlungsbemühungen und damit der Anspruch auf Arbeitslosengeld eingestellt werden. Vielmehr besteht für den eHb weiterhin die grundsätzliche Pflicht, jede zumutbare Arbeit nach § 10 SGB II aufzunehmen. Sofern die schulische Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist, kann sich der Jugendliche auf die Ausnahmetatbestände des § 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II berufen.
Also reicht eine Schulbescheinigung. Damit ist nachgewiesen, dass "die schulische Ausbildung noch nicht abgeschlossen ist".
 

Guardian

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#59
Hallo muss das Thema nochmal aufgreifen, denn ich komme sicherlich auch in den Genuss.

Meine Kleine ist nun 15 geworden und bekam promt eine Einladung um sich arbeitssuchend zu melden.

Der genaue Wortlaut:

Sie erhalten zusammen in der Bedarfsgemeinschaft mit Ihren Eltern Arbeitslosengeld II. Mit Beginn des 15. Lebensjahres sind Sie verpflichtet sich arbeitssuchend zu melden -auch wenn sie noch zu Schule gehen oder sich in Ausbildung befinden. Bringen Sie zum Termin eine Schul- bzw. Ausbildungsbescheinigung und das letzte Zeugnis mit. Bitte auch einen gültigen Personalausweis.
Wie soll sich jemand arbeitssuchend melden wenn sie noch zur Schule geht, oder sich in Ausbildung befindet. :icon_mad:

Ich habe dann angerufen und mit dem betreffenden Sachbearbeiter gesprochen. Ich habe ihm erklärt, dass sie noch bis 2013 in die Schule gehen wird und damit war er zufrieden. Ich sollte noch eine Schulbescheinigung und das aktuelle Zeugnis schicken.

Schulbescheinigung ist raus, Zeugnis bleibt hier.

Da kommt sicher noch etwas.
 
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#60
Hallo muss das Thema nochmal aufgreifen, denn ich komme sicherlich auch in den Genuss.

Meine Kleine ist nun 15 geworden und bekam promt eine Einladung um sich arbeitssuchend zu melden.

Der genaue Wortlaut:

Wie soll sich jemand arbeitssuchend melden wenn sie noch zur Schule geht, oder sich in Ausbildung befindet. :icon_mad:

Ich habe dann angerufen und mit dem betreffenden Sachbearbeiter gesprochen. Ich habe ihm erklärt, dass sie noch bis 2013 in die Schule gehen wird und damit war er zufrieden. Ich sollte noch eine Schulbescheinigung und das aktuelle Zeugnis schicken.

Schulbescheinigung ist raus, Zeugnis bleibt hier.

Da kommt sicher noch etwas.
Zeugnis geht die schon mal gar nichts an! :icon_dampf:

Mit Beginn des 15. Lebensjahres sind Sie verpflichtet sich arbeitssuchend zu melden -auch wenn sie noch zu Schule gehen oder sich in Ausbildung befinden.
so ein Schwachsinn :icon_neutral:


sollte da noch was nachkommen,
dann lass Dir die gesetzliche Grundlage dafür nennen! (schriftlich)
Diese gibt es nämlich nicht!

ansonsten kannst denen noch den § 10 Abs. 1 Nr. 5 vor den Latz knallen

2.5 Sonstiger wichtiger Grund (§ 10 Abs. 1 Nr. 5 SGB II) - Zumutbarkeit

(2) Als wichtiger persönlicher Grund anzuerkennen sind z. B.:

der Besuch einer allgemein bildenden Schule und einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme, die Erstausbildung,
d. h. wenn der/die Leistungsberechtigte nicht über einen Berufsabschluss verfügt, der nach bundes- oder landesrechtlichen
Vorschriften mit einer Ausbildungsdauer von mindestens 2 Jahren festgelegt ist, ...........

(3) Das Vorliegen des sonstigen wichtigen Grundes kann nach Abwägung der Umstände des Einzelfalles anerkannt werden:

bei bestehender Schul- oder Berufsschulpflicht: Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz unterliegen Kinder und Jugendliche
zwischen 15 und 18 Jahren der Vollzeitschulpflicht.
Eine Arbeit ist ihnen nur eingeschränkt zumutbar.
Nach Beendigung der Schulpflicht, die nach den Schulgesetzen der Länder 9 oder 10 Jahre beträgt, unterliegen die Jugendlichen
bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres der Berufsschulpflicht. Die Berufsschulpflicht ist eine Teilschulpflicht,
die z. B. den/die Leistungsberechtigten verpflichtet, einmal in der Woche für 6 Stunden die Berufsschule zu besuchen.
Eine Arbeit ist zumutbar, wenn sie der Berufsschulpflicht nicht entgegensteht.
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...n/pdf/Gesetzestext-10-SGB-II-Zumutbarkeit.pdf

die sollen die Finger von Deiner Tochter lassen!
 

Guardian

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#61
Das mit dem Arbeitssuchend melden ist vorerst vom Tisch.

Das Zeugnis wird noch interessant. Bin sicher, dass ich in den nächsten Tagen aufgefordert werde es nachzureichen.


Auf die gesetzliche Grundlage bin ich gespannt.
 
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Nicht offen für weitere Antworten.
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