Halbe Million Griechen ohne Einkommen (1 Betrachter)

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19.11.2011: Sturm der Verachtung (Tageszeitung junge Welt)
Reportage. Die herrschende Klasse Griechenlands versucht, das finanzkapitalistische System vor der Demokratie zu retten. Doch die Gegenwehr wächst
Von Hansgeorg Hermann

In diesen Tagen der Trauer um ein Land, das zu Boden gesunken ist wie wundes Wild, haben Bilder hohe Symbolkraft. Griechische Zeitungen, nicht das an der Ägäis längst korrupt und damit überflüssig gewordene Fernsehen, zeigten in den vergangenen Wochen solche mit der Kamera festgehaltenen Impressionen aus dem täglichen Leben. Der Versuch, sie zu deuten, ist auch ein Versuch, den Zustand des schwerverletzten Patienten Hellas zu ergründen, das Wesen seiner Krise.
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Banker und Rechte an der Macht | Telepolis
Griechenland im Zeitalter der GloBANKisierung

Der diesjährige 17. November stand in Griechenland wie üblich unter dem Vorzeichen des achtunddreißigsten Jahrestags der blutigen Niederschlagung des Studentenaufstands von 1973. Es wurden angesichts der seltsamen politischen Lage im Land die üblichen Randale und Zerstörungsorgien erwartet.

In der Tat besagt der Polizeibericht der Athener Polizei vom Donnerstagabend, dass dreizehn Personen verhaftet und weitere neunzig Festnamen vorgenommen wurden. Dies impliziert auf den ersten Blick massive Ausschreitungen. Tatsächlich aber fanden die meisten Festnahmen vor den Demonstrationen statt. "Vorsorglich" hatten knapp siebentausend Polizisten in Athen ganze Straßenzüge abgesperrt. Selbst für Fußgänger und Anlieger gab es kein Durchkommen. Wer verdächtig erschien, wurde kontrolliert und unter Umständen vorläufig "zur Abwendung von eventuellen Ausschreitungen" festgenommen.

Insgesamt mobilisierte der Gedenktag in Athen ungefähr vierzigtausend Demonstranten, die jedoch anders als in den Jahren zuvor in drei getrennten Zügen den üblichen Weg durch die Innenstadt, am Parlament und dem Syntagmaplatz vorbei zur amerikanischen Botschaft zogen.
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Ist es bald auch hier so weit?
 

Banquo

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AW: Impressionen aus Griechenland

Die griechische Tragödie nimmt immer mehr Fahrt auf:

Eine halbe Million Griechen ohne Einkommen

Gesamtbevölkerung: gut 11 Millionen.

Etwa 500'000 Personen müssen in Griechenland ohne eigenes Einkommen zurechtkommen. Diese Zahl aus dem ersten Halbjahr 2011 geht aus einem Bericht zur Wirtschaftslage der Notenbank hervor. Betroffen sind griechische Familien, in denen kein einziges Mitglied mehr eine Arbeit hat.

(sda/dpa) In Griechenland müssen 500'000 Personen ohne eigenes Einkommen auskommen. Arbeitslose erhalten für höchstens ein Jahr Arbeitslosengeld. Danach gibt es keine Hilfe vom Staat mehr. Die Familien ohne Einkommen würden von Verwandten unterstützt oder sie seien auf die Hilfe von kirchlichen und anderen humanitären Organisationen angewiesen, berichtete die Athener Zeitung «Kathimerini».
Nothilfe statt für Flüchtlinge für Einheimische

Unterdessen vermeldete die Hilfsorganisation «Ärzte der Welt», die in Griechenland vier Anlaufstellen für Menschen ohne Zugang zur Gesundheitsversorgung unterhält, einen dramatischen Anstieg der Patientenzahlen. Die kostenlosen medizinischen und psychosozialen Hilfsangebote würden nun auch vermehrt von griechischen Staatsbürgern aufgesucht. Ursprünglich waren die Anlaufstellen für Flüchtlinge und Asylsuchende gedacht.

«Die Anzahl griechischer Staatsbürger unter unseren Patienten ist auf 30 Prozent gestiegen», erklärte Nikitas Kanakis, Präsident der griechischen Abteilung von «Ärzte der Welt». Darunter seien schwangere Frauen, die Vorsorgeuntersuchungen erhielten, Kinder, die Impfungen benötigten, Menschen, die kein Einkommen mehr hätten oder auch Beamte, deren Gehälter drastisch gekürzt worden seien.
Lebensmittel-Kampagne lanciert

Immer mehr Menschen würden auch um Lebensmittel bitten, berichteten Mitarbeiter der Hilfsorganisation der Nachrichtenagentur DPA am Donnerstag.

Der griechische Nachrichtensender Vima 99.5 startete Anfang der Woche eine Lebensmittel-Kampagne für Bedürftige. An seine Hörer appellierte der Sender, beim Einkauf im Supermarkt «auch an die mittellosen Mitbürger zu denken und auch für sie etwas einzukaufen». «Auch ein Paket Nudeln genügt», hiess es in dem Aufruf.
Das ist erst der Anfang.
 

mercator

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Unfassbar. Ich frage mich wirklich, wie die überleben. Ich würde mir in einer solchen Situation einfach nehmen, was ich bräuchte.
 

Hebamme

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Unfassbar. Ich frage mich wirklich, wie die überleben. Ich würde mir in einer solchen Situation einfach nehmen, was ich bräuchte.
Das sagen sie alle. Wenn aber das Risiko besteht, schlicht erschlagen oder erschossen zu werden, ist es mit dem Mut auch schon wieder vorbei.
 

Der Ratlose

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Und ich suche jemanden der noch arbeitslos ist und griechisch/deutschsprachig,jemanden der spanisch/deutschsprachig und jemanden der portugisisch/deutschsprachig ist.
Möglichst Muttersprachler.

Wenn von euch jemand mir da weiterhelfen möchte wäre ich doch sehr froh.
 

druide65

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Die Griechischen Reeder sind bis heute von der Steuer befreit.Die haben natürlich gut reden.Finden das Neoliberale Europa klasse.
Biedern sich den China Farmern an die alles auslutschen wollen.
Man siehe die Sache mit dem Verkauf des Hafen Piräus.

Aber wer muss den Drops lutschen?Die "kleinen Leute".
Die 2000 reichsten Familien haben ihre Kohle schon seit Jahren im Ausland gebunkert.Steuerfrei.Ist seit Jahren bekannt.
Und jetzt wo Griechenland pleite ist schreine alle HALLO?SPAREN!!!!

Ja warum ist das denn so gekommen?
Danke EUROPA....man kann den Griechen nur raten der EU den Rücken zu kehren...
 

physicus

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Danke EUROPA....man kann den Griechen nur raten der EU den Rücken zu kehren...
das würden die sicher gerne machen, allerdings hängt das nicht an den griechen sondern an deren führung wie bei uns auch, die kratzt das einen dreck, was du willst.

die eu mit ihrem misteuro wird durchgezogen, bis nichts mehr da ist was man durchziehen könnte, dann macht man den ganzen murksplanie platt.
freiwillig tritt von denen niemand ab und erst recht nicht mittellos!

mfg physicus
 

roterhusar

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Seit der CDU- Preisannahme kann man stolz sein, einmal gelöscht zu wwerden.
 
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teddybear

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Wir werden bald alle nur noch auf einer Olive rumlutschen und versuchen dabei satt zu werden. Danke für Europa und dem EURO der uns alle in der EU sowieso nur Pleite machen wird, da er dafür schlichtweg geschaffen wurde, um das Kapital noch besser in einzelne Monopoltaschen zu lenken! Dafür sorgen mithin ja auch unsere so genannten "Finanzexperten" in der Regierung und Scheinbanken, die alle nur mit dem Geld der anderen Monopoly spielen.
 
E

ExitUser

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Eher Danke @ Banken, dass Ihr das Geld so verbrennt, es euch von uns Steuerzahlern wieder in die Tasche steckt und da die Politiker ja eh vor euch Kuschen, das nächste Geld dann wieder verbrennt.

So, Nachbarn sind jetzt endlich ruhig, haben sich genug angezickt, ich geh jetzt pennen. Versuch #2. :icon_mued:
 
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