Haftung bei Schäden in (unbezahlter) Probearbeit (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

busfahrer

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Da ich keinen anderen Thread fand, schreibe ich hier meine eben gewonnene Erkenntnis rein. Meine private Haftpflichtversicherung zahlt NICHT!!!! wenn ich irgendwo zum kostenlosen Probearbeiten "abkommandiert" werden sollte und ich dort einen unbeabsichtigten Schaden mache. Die Vertragsabt. meinte, sowas muss über den Arbeitgeber abgesichert sein in der Gewerbehaftpflichtversicherung (jedenfalls falls er bei der selben Versicherung ist, wo ich meine private Haftpflicht habe).
Im Internet stehen wieder ganz andere Sachen, da sollte der Arbeitgeber fragen, ob der "Probearbeiter" ne private Haftpflicht hat, die Schäden abdeckt. Oder ist man da übers Amt abgesichert, falls man Schäden verursacht???? Solange da nix konkretes klar ist, nein danke :icon_evil:
 

vidar

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Moin @busfahrer,

eine Haftung ist abhängig von der jeweiligen Fahrlässigkeit. Ab einer mittleren Fahrlässigkeit beginnt dann die Haftung für den Arbeitnehmer jeweils gestaffelt.
Näheres siehe hier: https://karrierebibel.de/haftung-am-arbeitsplatz/

LG aus dem schönsten Bundesland der Welt
 

0zymandias

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Wenn die kostenlose Gratisarbeit als Maßnahme vom JC gekommen ist, käme die lokale Verwaltungsberufsgenossenschaft als Versicherungsträger in Betracht (§ 2 SGB VII, (1), 14., b)).
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Probearbeiten.
Wenn man das selbst oder der Arbeitgeber unbedingt will muss man die Afa oder das JC informieren und sich die Probearbeit genehmigen lassen. Das wird dann mittels einer Maßnahme gemacht wodurch dann auch die Versicherung über Afa/JC läuft. Ansonsten ist es Schwarzarbeit und man macht sich Straf- und haftbar und riskiert die Rückzahlung seines ALG wegen Nichtverfügbarkeit während der Probearbeit.
 

busfahrer

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danke erstmal.

öhm als kostenlose probe"arbeits" kraft, bin ich aber kein arbeitnehmer, da ich ja nicht eingestellt bin - meine juristische laiendenke.

der link zu den gesetzen betrifft ja nur den unfallschutz, also falls dir was passiert. mir ging es darum so nach dem motto wenn ICH unbeabsichtigt versehentlich was kaputtmache, während der probearbeit...... wer muss da den schaden tragen. das arbeitsamt, was mich da hinscheucht....???? der arbeitgeber, der meine kostenlose probearbeitskraft will....?????
 
E

ExitUser12345

Gast
[...] wer muss da den schaden tragen.[...]
Immer der, der fragt. Ne, Spaß am Rande. :biggrin:

Grundsätzlich kann man sagen, dass der Schädiger haftet z.B: §§ 280, 249 ff. BGB oder §§ 823, 249 ff. BGB.

An die Rechtsfigur des "innerbetrieblichen Schadensausgleich" - also die Aufteilung des Schadens zwischen AG und AN - kann immer dann gedacht werden, wenn der Schaden zwischen AG und AN entsteht.

Die Lage dürfte ähnlich sein, wenn man sich in einem Probearbeitsverhältnis befindet - da die Arbeit, die man verrichtet, dann im Grunde auch "fremd bestimmt" ist und dieser Umstand, die Grundvoraussetzung für die Anwendung der Rechtsfigur des "innerbetrieblichen Schadensausgleich" ist.

Das ist jedoch nur mal ein Tipp von mir.

m.M

:icon_pause:
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Bei der Haftpflichtversicherung ist der AG in der Pflicht. Er ist bei der Probearbeit quasi der Maßnahmeträger. Und da sollte dann die Haftungsfrage in einem Vertrag geregelt sein. Die sollte natürlich immer so sein das dir keine Nachteile entstehen, also der AG eine Versicherung für dich während der Probearbeit abschliesst.
Das ist auch meist der Kasus-Knacktus das man keine Probearbeit machen sollte. Da fragt man dann den JC-SB wie das aussieht und dass das dann in der Maßnahmezuweisung aufgenommen wird.
Ich zitiere mal das JC Herford
https://www.jobcenter-herford.de/common/library/dbt/sections/_uploaded/20120830_merkblatt_agh.pdf
5.3 Versicherungsschutz und Haftung
Die Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung der Teilnehmerin/des Teilnehmers ist im Rahmen der Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes II gewährleistet.
Die Teilnehmerinnen/Teilnehmer an einer AGH gehören zum unfallversicherten Personenkreis nach § 2 Abs. 2 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII), weil sie wie Beschäftigte tätig werden. Der Träger der AGH hat die Unfallversicherung der Teilnehmerinnen/Teilnehmer rechtzeitig sicherzustellen.
Für Schäden bei der Ausübung ihrer Tätigkeit haften die Teilnehmerinnen/Teilnehmer der AGH nur wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der Träger der AGH hat die Haftpflichtversicherung der Teilnehmerinnen/Teilnehmer rechtzeitig sicherzustellen.
 
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