"Häusliches" Arbeitszimmer und ALG II

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hardy1

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Hallo,

für mein Problem muß ich etwas ausholen;

- ich beziehe seit 2005 Hartz IV und betreibe ein kleines Nebengewerbe, in dem ich im Jahre 2007 einen Nettogewinn von 3 € erzielte,
- das FA erkennt ja seit 2007 das häusliche Arbeitszimmer nicht mehr als Ausgaben an, wenn es nicht zu 100% gewerblich genutzt wird
- die ARGE hat bisher immer die angemessenen Kosten für Unterkunft in voller Höhe anerkannt
- in dem Weiterbewilligungsbescheid für das 1. Hj 2009 zieht nun plötzlich die ARGE den prozentualen Anteil des Arbeitszimmers vom Wohnraum von den zu bewilligten Kosten der Unterkunft ab

Wie das? Ist mir irgend eine Gesetzesänderung entgangen?
Wo stehen evtl. entsprechende Richtlinien?

Wer kann helfen... danke

MfG
hardy1
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Gewerbe !!
Die ARGE meint der zu gewerblichen Zwecken genutzte Raum müsste aus dem Überschuss der Bewerbetätigkeit finanziert werden.
Interessant wird es sobald die nächste BK-Abrechnung kommt.
Wäre es aus wirtschaftlicher Sicht nicht günstiger das Gewerbe nur noch als Hobby zu betreiben?

Was früher richtig war,....

Ich würde hier erst einmal Widerspruch einlegen. Ohne Ankündigung die KdU zu kürzen ist schon mehr als nur unmoral. Je nach Fehlbetrag könnte auch eiun sofortiger Gang zum SG nötig werden.
 

schnuppe

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Hallo, habe auch eine Frage dazu. Meine neue Wohnung ab 15.4. hat drei Zimmer und ich hatte auch in Erwägung gezogen, 1 Zimmer als Arbeitszimmer zu nutzen - habe eine kleine Selbständigkeit von zuhause aus - und wollte dieses Arbeitszimmer nun auch bei ALG2-Antragsabgabe so angeben.

Aber wenn ich das jetzt richtig verstehe, ist das ja dann unklug, weil ich die Kosten (Heizung, Mietanteil) aus meinen Einkünften aus der Selbständigkeit bezahlen muß? Der einzige Vorteil wäre dann nur die Steuerminderung des Gewinns beim Finanzamt, oder? Und das rechnet sich bloß einmal im Jahr, bzw. würde mein anrechenbares Einkommen vermindern. Oder gar nichts dergleichen, weil das Arbeitszimmer vom Finanzamt nicht anerkannt wird wenn da noch ein Kleiderschrank drinsteht?

Und wie könnte man belegen, ob das Arbeitszimmer 100% gewerblich genutzt wird?
 

ethos07

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Hallo, habe auch eine Frage dazu. Meine neue Wohnung ab 15.4. hat drei Zimmer und ich hatte auch in Erwägung gezogen, 1 Zimmer als Arbeitszimmer zu nutzen - habe eine kleine Selbständigkeit von zuhause aus - und wollte dieses Arbeitszimmer nun auch bei ALG2-Antragsabgabe so angeben.

Aber wenn ich das jetzt richtig verstehe, ist das ja dann unklug, weil ich die Kosten (Heizung, Mietanteil) aus meinen Einkünften aus der Selbständigkeit bezahlen muß? Der einzige Vorteil wäre dann nur die Steuerminderung des Gewinns beim Finanzamt, oder? Und das rechnet sich bloß einmal im Jahr, bzw. würde mein anrechenbares Einkommen vermindern. Oder gar nichts dergleichen, weil das Arbeitszimmer vom Finanzamt nicht anerkannt wird wenn da noch ein Kleiderschrank drinsteht?

Und wie könnte man belegen, ob das Arbeitszimmer 100% gewerblich genutzt wird?

Da diese Fragen - vermute ich - gerichtlich nicht abschließend geklärt sind, entscheidet dazu jede Stadt und jede/r SB vermutlich ein wenig anders.

Bei mir hatte mich die Leistungsabteilung - ich habe allerdings eine sehr geringe Miete - darauf hingewiesen, dass sie die gesamten KdU bereits über die übliche Leistungsberechnung übernimmt und ich diese deshalb nicht bei den betrieblichen Abrechnungen einbeziehen soll.

Umgekehrt musst du natürlich, je nach Nebentätigkeit, auch nachweisen können, wo du diese tätigst. Und wenn die Wohnung ohne Gewerbe ev. erheblich über die Angemessenheit zu liegen käme, würde dir dann dadurch ev. ein noch größeres Problem mit deiner Arge entstehen.

Ich würde an deiner Stelle, wenn du aus einer größeren Stadt kommst, mal bei den Beratungsstellen vor Ort nachfragen, ob sie wissen wie das bei euch üblicherweise von der Arge gehandhabt wird.

Und wie könnte man belegen, ob das Arbeitszimmer 100% gewerblich genutzt wird?
Gute Frage - früher ging das über das Finanzamt.
Heute wäre das ev. ein Grund für einen dieser dreisten Hausermittlungsbesuche der Arge in deiner Wohnung.

(Bei mir kamen einst 2 nette Fianzbeamtinnen und waren sofort von meinen 2 Schmusetigern so angetan, dass ihnen am Ende nur noch Zeit für einen absolut kurzen Blick in mein allerdings auch wirklich sehr deutliches Arbeitszimmer genügte ;-) )
 

schnuppe

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hi ethos, danke für deine Antwort.... aber nö, es ist keine größere Stadt in die ich ziehe, aber es gibt einen Arbeitslosenverband im Umkreis und den könnte ich mal kontaktieren.

Übrigens, bei mir könnte ich auch auf eine Ablenkung durch meine Schmusetiger hoffen, besonders die eine Schnuddi gewinnt jedes Herz im
Flug :icon_hihi:
 
E

ExitUser

Gast
Du nutzt die Räume rein privat, fertig. Das geringe Ausmaß der Nebentätigkeit deutet ja schon darauf hin. Wenn nicht, dürfte es für Selbstständige keine Kosten der Unterkunft mehr geben. Man könnte ja mal in den Räumen beruflich telefonieren.
 

schnuppe

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Du nutzt die Räume rein privat, fertig. Das geringe Ausmaß der Nebentätigkeit deutet ja schon darauf hin. Wenn nicht, dürfte es für Selbstständige keine Kosten der Unterkunft mehr geben. Man könnte ja mal in den Räumen beruflich telefonieren.

Ja, ich werds wohl so machen, dass ich kein Arbeitszimmer angebe. Ich denke auch, dass es sich nicht lohnen wird. Aber von zuhaus aus werd ich schon arbeiten müssen, ist sonst schlecht möglich ohne Telefon.
 
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