Häufigkeit von Bewerbungen

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Patrick161

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 Februar 2013
Beiträge
29
Bewertungen
16
Hallo Zusammen,
heute kam in unserer Weiterbildungsmaßnahme eine Streitfrage auf die auch der
Seminarleiter ( Student ! ) nicht beantworten konnte.

Es ging darum ob man auch während der Maßnahme Bewerbungen schreiben
muss und in welcher Häufigkeit ?
Einige Teilnehmer habe eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben da
ist die Anzahl der Bewerbungen vorgegeben.
Andere Teilnehmer, zu denen ich auch gehöre, haben keine EV mit Vorgabe von
Bewerbungen. Allerdings den Hinweis das wir uns Bemühen müssen Arbeit zu finden.
Ich bin auch bereit Bewerbungen zu schreiben. Aber gibt es eine Vorgabe wieviel das sein sollen / müssen.
Ein Teilnehmer berichtete das
a) sein Sachbearbeiter ihn aufgefordert hat sich auch zu bewerben wenn
kein direkter VV vom Arbeitsamt gekommen ist. Stichwort Eigeniniative
b) Sollte er sich nicht daran halten, es zu Sanktionen kommen würde. :eek:

Sind bei einer 2-Tages Maßnahme je Woche 2-3 Bewerbungen ausreichend oder wie würdet ihr dies handhaben.
Schon mal Danke für eure Antworten ! :icon_smile:
 

Passant

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 März 2010
Beiträge
570
Bewertungen
301
Ohne konkrete Festlegung einer bestimmten Anzahl Bewerbungen in einer Eingliederungsvereinbarung oder in einem die Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsakt muß man keine Bewerbungen nachweisen. Mit anderen Worten: Es steht einem dann frei, in welcher Häufigkeit man sich bewerben möchte.
 

Heidschnucke

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 September 2007
Beiträge
793
Bewertungen
727
Für Kostenübernahme bei Bewerbungen sind laut SGB III 260,00 € im Jahr vorgesehen. Als kann Leistung! Für eine Schriftliche Bewerbung werden 5,00€ erstattet bei 52 Wochen im Jahr macht das pro Woche eine Bewerbung. Sollten mehr verlangt werden (laut EGV) muss auch die Kostenübernahme geklärt werden.
 

Spitty 05

Elo-User*in
Mitglied seit
23 Oktober 2010
Beiträge
18
Bewertungen
2
Hi,
hast Du nicht in Deiner "Maßnahme" die Möglichkeit alles` umsonst`zu nutzen? Ich meine PC,Drucker,Papier,Mappen ,digital hochgeladene Fotos und Briefmarken noch dazu??
Solch eine `fröhliche`Maßnahme hatte ich vor 1 1/2 Jahren und ich habe Bewerbungen rausgehauen bis zum geht nicht mehr,ob mit Sinn oder ohne :icon_pfeiff:
Mein AV wurde jedenfalls ganz kleinlaut,von wegen meine Bemühungen würden nicht ausreichen:icon_evil: Na klar ,wenn einem das nötige Kleingeld fehlt:eek:
Auf jeden Fall hat eine dieser Bewerbungen seinen Sinn nicht verfehlt,habe einen Job bekommen und seit einem Jahr nix mehr mit dem JC zu tun(hoffentlich für laaaange)

lg
Spitty
 
Mitglied seit
20 Februar 2011
Beiträge
1.897
Bewertungen
441
a) sein Sachbearbeiter ihn aufgefordert hat sich auch zu bewerben wenn
kein direkter VV vom Arbeitsamt gekommen ist. Stichwort Eigeniniative
b) Sollte er sich nicht daran halten, es zu Sanktionen kommen würde. :eek:


Ja man hat alles zu tun um seine Hilfebedürftigkeit zu mindern, dazu gehören auch selbstverständlich Berwerbungen die er selber suchen muss, weiss ja nicht von was fürn Planet du kommst.Nur die Anzahl ist dann quasi relativ egal da nicht festgelegt.Und wenn er gar nichts macht wirds auch blöd....

Du kannst es ja gerne ausprobieren......

Ansonsten halte ich 5-8 Bewerbungen angemessen im Monat, auch bei einer Massnahme und gerade da kostet es nix, und die Zeit muss man sowieso absitzen dort, also wo ist das Problem, hast du Angst du überarbeitest dich ?
 
S

silka

Gast
Es ging darum ob man auch während der Maßnahme Bewerbungen schreiben muss und in welcher Häufigkeit ?
Nö, muß man garantiert nicht.
Während der 2-Tages-Maßnahme hört man sich den unwissenden Studenten an und schon ist der Spuk vorbei.

Zu Hause guckt man in seine EGV...dort steht, X Bewerbungen pro Monat und nachweisen blabla
Dann kann man sich jeden Abend oder am Wochenende oder sonstwann bewerben.
Auch wenn man keine EGV hat, sollte man sich bewerben.
Es sei denn, man findet Hartz 4 doch gar nicht so übel.
Aber man bewirbt sich nicht während einer Maßnahme.
Es sei denn---
die Maßnahme heißt:
in nur 2 Tagen richtig erfolgreich bewerben---:icon_twisted:

selten so gelacht.
Studenten sind Dozenten inner Maßnahme?
und wissen nix?:confused:
 
N

Nustel

Gast
Diese Frage stellt sich nur jemand, dem es im ALG II Bezug gefällt.:biggrin:
Na na, jetzt aber:icon_daumen:
Wie dem auch sei, eine EGV mit Druck auf so und soviel Bewerbungsnachweisen unterschreibt man nicht.
Dann gibt es noch die Möglichkeit dem SB eine ortsnahe Zeitung auf den Schreibtisch zu legen und zu belegen das es nun mal keine Dutzende von Stellenangeboten gibt.

Sollte Er oder SIE dann immer noch trotzig reagieren wird halt gefakt.
......, so läuft das Spiel.........
 

jockel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
26 November 2006
Beiträge
6.010
Bewertungen
1.358
Hallo Zusammen,
heute kam in unserer Weiterbildungsmaßnahme eine Streitfrage auf die auch der
Seminarleiter ( Student ! ) nicht beantworten konnte.

Es ging darum ob man auch während der Maßnahme Bewerbungen schreiben
muss und in welcher Häufigkeit ?
Einige Teilnehmer habe eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben da
ist die Anzahl der Bewerbungen vorgegeben.
Andere Teilnehmer, zu denen ich auch gehöre, haben keine EV mit Vorgabe von
Bewerbungen. Allerdings den Hinweis das wir uns Bemühen müssen Arbeit zu finden.
Ich bin auch bereit Bewerbungen zu schreiben. Aber gibt es eine Vorgabe wieviel das sein sollen / müssen.
Ein Teilnehmer berichtete das
a) sein Sachbearbeiter ihn aufgefordert hat sich auch zu bewerben wenn
kein direkter VV vom Arbeitsamt gekommen ist. Stichwort Eigeniniative
b) Sollte er sich nicht daran halten, es zu Sanktionen kommen würde. :eek:

Sind bei einer 2-Tages Maßnahme je Woche 2-3 Bewerbungen ausreichend oder wie würdet ihr dies handhaben.
Schon mal Danke für eure Antworten ! :icon_smile:

Es gibt eine aufdiktierte Zumutbarkeit, erklärbar über den jährlichen Erstattungsbetrag für Bewerbungsaufwendungen, der durch die Hintertür die zahlenmäßige Bewerbungsauflage herleitet.

Wer arbeitssuchend und arbeitslos ist, bekam vor der Verhartzungsgesetzgebung eine jährliche Erstattungssumme für Bewerbungen und Vorstellungen von 260 Euro/Jahr. Mittlerweile hat man diese Summe auch runtergeschraubt.

Pro schriftlicher Bewerbung gab es einen Erstattungsbetrag von 5 Euro/ Bewerbung. Mittlerweile hat man das auch erheblich reduziert, wobei jede Arbetsagentur und jedes Jobcenter ihr eigenes Kostenerstattungssüppchen kochen darf.

Gehen wir mal vom alten Zustand aus, damit man das Berechnungsprinzip versteht wie man auf die zumutbare Bewerbungsanzahl kommt:

260 Euro/ Jahr : 52 Kalenderwochen/ Jahr = 5 Euro/ Kalenderwoche

Wenn der Erstattungsaugwand pro Bewerbung 5 Euro beträgt, dann sind 1 Bewerbung/ Kalenderwoche rein theoretisch zumutbar.

Theoretisch, wenn man einfach stur der "Tonnen-"ideologie mengenmäßig folgt. Das muß man aber individuell noch differenzieren:

- Nicht die Masse - die "Tonnen" machen den Erfolg aus, sondern
a) die Qualität der Jobangebote - wenn der angebotene Lohn weit unterhalb der Lebenshaltungskosten liegt, hat sich das Bewerben von allein erledigt. Wir leben nicht um für einen raffenden Unternehmergauner zu arbeiten, sondern umgekehrt - wir arbeiten, um menschenwürdig leben zu können.
b) Deine persönlichen (körperlichen, seelischen und geistigen), familiären, qualifikationsseitigen Voraussetzungen und die der bereits erlangten berufspaktischen Erfahrungen

Stellen a und/oder b) die Ausfallerscheinungen dar, ist Bewerben nur noch eingeschränkt zumutbar.

Du siehst - einfach Zahlenspielchen zu veranstalten, löst das Problem an sich nicht.

Für mich sind Eingliederungsvereinbarungen und Verwaltungsakte, wo keine zuverlässig Arbeitskräfte übernehmende Arbeitgeberadressen zu tariflichen Entlohnungsbedingungen und SV-Beitragspflichtigkeit verbindlich erscheinen, nur hohl und leer und ein Mittel der sozialen Erpressbarkeit der Verhartzten.

Ich erinnere daran, daß eben die Arbeitsagenturen und Jobcenter zur amtlichen Arbeitsvermittlung und -förderung aktiv verpflichtet sind. Die müssen Jobakquise zu den regionalen Arbeitsgebern betreiben.

Und genau da hakt es mächtig gewaltig, wel eben die Unternehmer nicht wollen. Die wollen eierlegende Wollmilchschweine für umsonst haben - keine Löhne, keine Lohnsteuern und SV-Beiträge zahlen, aber aus öffentlichen Haushalten möglichst viele Zuschüsse noch obendrauf abstauben.

Es wird höchste Zeit, endlich Unternehmer finanziell zu sanktionieren, die einstellen könnten, aber nicht wollen. Deshalb muß man sie juristisch und amtlich zwingen, ihre Verfassungspflichten nach Artikel 14 Abs. 2 GG zu erfüllen. Ansonsten sind sie Schmarotzer!!!

Angeblich besteht Fachkräftemangel!!! Da müßte es eigentlich keine Arbeitslosen geben dürfen.

Es gibt die Arbeitslosen aber trotzdem. Die Senkung der Arbeitslosenzahlen findet nur mit dem spitzen Bleistift statt, aber nicht real. Eine Definititionsfrage, was man unter arbeitslos verstehen will.
 

2010

Elo-User*in
Mitglied seit
20 März 2010
Beiträge
1.406
Bewertungen
214
Verstehe nicht, wenn man keinerlei, oder nur minimale Einschränkungen hat eine Arbeit ausführen zu können, was es zu überlegen und diskutieren gibt, ob und wie viele Bewerbungen man schreibt.
 

Nimschö

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
6 August 2007
Beiträge
2.070
Bewertungen
833
Erste Bewerbung während einer solchen Maßnahme:
An den Maßnahmedurchführenden... "Wie ich während einer Ihrer Veranstaltungen bemerkte fehlen Ihnen qualifizierte Dozenten zu Thematik "XY", als solcher biete ich mich Ihnen an..." :icon_pfeiff:

Nachtrag: Ansonsten bewirbt man sich auf Stellen, die einem attraktiv erscheinen. Wenn es davon nicht genug gibt, um ein evtl. in einer EGV/VA festgeschriebenes "Bewerbungsminimum" zu erfüllen, dann ballert man eben ein paar Unfugbewerbungen dazu, um dieses bürokratische Soll zu erfüllen... :icon_pause:
 

Patrick161

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
19 Februar 2013
Beiträge
29
Bewertungen
16
Verstehe nicht, wenn man keinerlei, oder nur minimale Einschränkungen hat eine Arbeit ausführen zu können, was es zu überlegen und diskutieren gibt, ob und wie viele Bewerbungen man schreibt.

Es gibt keine Diskussion ob, wann, wie oder wieviele Bewerbungen man schreibt
sondern die Frage war ob es, während einer Maßnahme, eine Vorgabe gibt die, wenn man sie nicht einhält, zu einer Sanktion führen kann !

Aber die Frage ist ausreichend beantwortet und das Thema somit erledigt.
=======================================================
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten