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Härtefälle beim P-Konto – Das Gesetz zeigt Lücken

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Martin Behrsing

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#1
Das Problem: Geldeingang am Monatsletzten bei bereits ausgeschöpftem Freibetrag.

Jane K., ALG2-Bezieherin, monatlich 700€ Geldeingang, ledig, keine Kinder. Das Konto ist ein P-Konto, Freibetrag 985,15€. Die Augustleistung geht zum 30.7.2010 auf dem Konto ein. Kontostand nach der Zahlung: 700€. Zum 2.8. geht ein Pfändungsbeschluß über 500€ ein. Am 3.8. hebt Frau K. die kompletten 700€ ab, die ihr auch ausbezahlt werden, da unterhalb des Sockelbetrags liegend.
Zum 31.8 geht jetzt die Sozialleistung für den September über weitere 700€ ein. Frau K. geht zur Bank, will das Geld haben. Das Kreditinstitut weigert sich die vollen 700€ auszuzahlen und will lediglich 285,15€ geben. Die restlichen 414,85 will die Bank an den Gläubiger ausbezahlen, mit der Begründung, der Freibetrag für den Monat August sei ausgeschöpft.

Die Folge: Frau K. kann ihre Miete für September nicht bezahlen und ihr bleiben lediglich knapp über 200€ zum Leben.

Das kann doch nicht Rechtens sein, denkt sich Frau K. — Das P-Konto soll mir mein Existenzminimum sichern helfen und jetzt droht mir der Ruin und von dem sowieso schon viel zu wenigen soll mir noch ein ordentlicher Batzen weggenommen werden? Nie im Leben kann der Gesetgeber dies gewollt haben, oder doch?

In der Tat hat der Gesetgeber diesen Spezialfall nicht geregelt.

Im Paragraphen zum P-Konto (§850k ZPO) findet sich keine Lösung. Dies muss als äusserst unbefriedigend angesehen werden und hier sollte auf Seiten der Gesetzgebung schleunigst nachgebessert werden.

Was im Moment möglich ist – und soweit ich es bis jetzt überblicken kann – auch funktioniert, ist beim zuständigen Vollstreckungsgericht einen Antrag wegen sittenwidriger Härte nach §765a ZPO zu stellen.

User Sylliska schreibt hierzu im Rechtspflegerforum:

Antrag nach § 765a ZPO beim Vollstreckungsgericht (bzw. bei der Vollstreckungsstelle des öffentlichen Gläubigers) auf (einmalige) Aufhebung der Zwangsvollstreckungsmaßnahme wegen sittenwidriger Härte, da Ihnen die wirtschaftliche Existenzgrundlage für den folgenden Monat entzogen würde. Kann die Aufhebungsentscheidung nicht sofort ergehen, sollte beantragt werden, die Vollstreckung einstweilen einzustellen.
P-Konto

Sollte bereits an den Gläubiger ausbezahlt worden sein, bleibt wohl nur noch der Gang zur Sozialbehörde. Inwieweit in diesem Fall die Kreditinstitute regresspflichtig sind, ist schwer zu beurteilen. Es wäre durchaus interessant zu wissen, ob bereits die Geldinstitute nicht evtl verpflichtet sind ihre Entscheidungen auf sittenwidrige Härte zu überprüfen.

Jetzt bleibt natürlich die spannende Frage, ob man diese Problematik irgendwie bereits im Vorfeld vermeiden könnte.

Möglichkeiten das Geldeingangsproblem zum Monatsende zu lösen:

Die einfachste Möglichkeit wäre das Konto immer gleich zum Monatsende komplett leerzuräumen. Dies dürfte jedoch unbefriedigend und auch nicht immer praktikabel sein.

Eine weitere Möglichkeit ist die Zahlungseingänge zu reduzieren. Wer Leistungen nach ALG2 bezieht, könnte sich zum Beispiel die Miete direkt auf das Konto vom Vermieter überweisen lassen.

Die dritte Möglichkeit wäre sich die Leistung bar auszahlen zu lassen. Dies würde ich auch unbedingt dann empfehlen, wenn bei einer Überweisung das Einbehalten drohen würde.

Das funktioniert bei Sozialleistungen sicherlich alles relativ unproblematisch. Handelt es sich jedoch um Gehaltszahlungen , wird sich wohl kaum ein Arbeitgeber finden, der zu einer Barauszahlung bereit ist. Zumal auch nicht immer erwünscht ist, dass der Arbeitgeber über die Schuldenproblematik Bescheid weiss.

Hier muß unbedingt eine Lösung her. Weder können diese Notlösungen das NonPlusUltra sein, noch der Antrag nach §765a. Es müssen hier klare, verbindliche Regelungen geschaffen werden.

http://p-konto-blog.de/2010/08/hartefalle-beim-p-konto-das-gesetz-zeigt-lucken/
 

edy

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#2
Kundeninformation zum sog. Monatsanfangsproblem bei P-Konten
Seit dem 1. Juli 2010 können Sie als Kunde Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto
umwandeln. Auf diesem P-Konto steht Ihnen für den Fall, dass das Kontoguthaben gepfändet
ist/wird, ein Freibetrag zu, der jeweils für den Kalendermonat gewährt wird.
Wenn am Ende eines Kalendermonats noch ein (Rest-)Guthaben vorhanden und von Ihrem
monatlichen Pfändungsfreibetrag geschützt ist, wird dieses in den Folgemonat übertragen.
Eine Übertragung in den Folgemonat kommt jedoch nur in Betracht, wenn der
Pfändungsfreibetrag des laufenden Monats noch nicht ausgeschöpft wurde. Ansonsten ist das


(Rest-)Guthaben mit Ablauf des Kalendermonats an den Pfändungsgläubiger auszukehren.
1
Da Sozialleistungen mit Lohnersatzfunktion (z.B. Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder
Sozialrenten) sowie Lohn oft am letzten Werktag eines Monats für den nächsten Monat auf
den Konten gutgeschrieben werden, kann folgende Situation eintreten: Der Freibetrag für den
Monat, in dem die Gutschrift erfolgt, ist bereits verbraucht. Der Freibetrag für den nächsten
Monat, für den die Sozialleistung oder der Lohn gezahlt worden ist, kann die Gutschrift noch
nicht schützen, da die Gutschrift bereits im Vormonat gezahlt worden ist; maßgeblich ist der
Tag der Gutschrift auf dem Konto.
Fallbeschreibung und allgemeine Lösungshinweise zum „Monatsanfangsproblem“:
Herr Mustermann erhält zu Monatsende August eine laufende Geldleistung (Lohn oder
Sozialleistung) auf sein gewöhnliches Girokonto. Diese steht noch in voller Höhe als Guthaben
auf dem Konto, als unmittelbar zu Beginn des folgenden Monats (September) eine Pfändung
eingeht.
Herr M als alleiniger Kontoinhaber stellt umgehend den Antrag, sein Konto in ein P-Konto
umzuwandeln, woraufhin das Kreditinstitut das Konto in ein Pfändungsschutzkonto
umwandelt.


1


Das Kreditinstitut darf dem Pfändungsgläubiger kein pfändbares Guthaben vorenthalten. Es ist ein
Beschluss des Vollstreckungsgerichts bzw. der Vollstreckungsstelle erforderlich, um das für die
Auskehrung an den Pfändungsgläubiger vorgesehene Guthaben, dem Pfändungsschuldner
(Kontoinhaber) zur Verfügung zu stellen.

Konsequenz: Der P-Konto-Schutz wirkt zurück auf den Zeitpunkt der Zustellung des
Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses, mithin auf Beginn September (§ 850k Abs. 1 Satz 3
ZPO). Herr M kann mit dem ab diesem Zeitpunkt geltenden Schutz seinen Grund- und ggf.
erhöhten Freibetrag für September in Anspruch nehmen und damit im Rahmen dieses
Freibetrages sein August-Gehalt abheben bzw. seine Zahlungen tätigen.
Problem: Allerdings erhält Herr Mustermann Ende September die nächste laufende
Geldleistung (Lohn oder Sozialleistung). Für diese ist der (September-) Freibetrag jedoch bereits
aufgebraucht – und zwar für die August-Zahlung, von der die Lebenshaltung im September
beglichen wurde.
Somit steht im September kein Pfändungsfreibetrag mehr zur Verfügung. Das Guthaben aus
der Zahlung der laufenden Geldleistung Ende September kann daher auch nicht in den
folgenden Monat, also in den Oktober, übertragen werden. Ein Übertrag findet nur statt,
wenn das Guthaben bereits im Vormonat von dem Pfändungsfreibetrag geschützt war.
Anfang Oktober muss die Bank die laufende Geldleistung, die Ende September gezahlt
worden ist, von dem Konto von Herrn Mustermann abbuchen und dem Pfändungsgläubiger
überweisen. Herrn Mustermann fehlt das Geld für seinen Lebensunterhalt im Oktober.
Herr Mustermann hat insbesondere folgende Möglichkeiten:
• Antrag nach § 765a ZPO beim Vollstreckungsgericht (bzw. bei der Vollstreckungsstelle
des öffentlichen Gläubigers) auf (einmalige) Aufhebung der
Zwangsvollstreckungsmaßnahme wegen sittenwidriger Härte, da Ihnen die
wirtschaftliche Existenzgrundlage für den folgenden Monat entzogen würde.
Kann die Aufhebungsentscheidung nicht sofort ergehen, sollte beantragt werden, die
Vollstreckung einstweilen einzustellen.
• Falls die Bank die Sozialleistung (bzw. den Lohn) an den pfändenden Gläubiger
auskehren musste und Sie im neuen Monat über keine sonstigen finanziellen
Ressourcen mehr verfügen, sind Sie aktuell hilfebedürftig. Sie können dann
unverzüglich beim zuständigen Sozialleistungsträger (für „erwerbsfähige“ Personen ist
die ARGE bzw. die Optionskommune zuständig; für „Erwerbsunfähige“ das Sozialamt)
einen Antrag auf Grundsicherung nach §§ 7, 9 SGB II bzw. auf Sozialhilfe stellen.
Mangels „bereiter Mittel“ wäre dann vom Sozialleistungsträger die existenzsichernde
Sozialleistung für den Rest des laufenden Monats darlehensweise (ggf. erneut) zu
gewähren und möglichst in bar auszuzahlen.
Herr Mustermann hätte versuchen können, dieses Problem zu vermeiden:
- weil wer weiß, dass seine laufenden Geldzahlungen stets bereits am Ende des
Vormonats ausgezahlt werden, und sein Freibetrag für diesen Monat bereits
verbraucht ist, hätte er einmalig um eine Barauszahlung beim Sozialleistungsträger
bzw. beim Arbeitgeber bitten können. Arbeitgeber werden hierzu möglicherweise
nicht bereit sein.
- wenn ein Konto bereits gepfändet ist und Herr Mustermann von dem neuen Recht
Gebrauch machen möchte, sein Konto als Pfändungsschutzkonto zu führen, hätte er
zunächst über das vorhandene Guthaben soweit ihm hierüber ein Freigabebeschluss
des Gerichts vorliegt, verfügen können. Diese Verfügungen würden dann nicht auf
seinem Pfändungsfreibetrag vom Pfändungsschutzkonto angerechnet. So stünden ihm
am Ende des Monats noch ausreichend Freibetrag auf seinem (neu eingerichteten)
Pfändungschutzkonto zur Verfügung, um die für den nächsten Monat eingegangene
Zahlung vor der Pfändung zu schützen.
Achtung:


Dies ist eine allgemeine Kundeninformation. Als betroffener Kontoinhaber sollten
Sie sich an das Vollstreckungsgericht bzw. den Sozialleistungsträger sowie an einschlägige
(Schuldner-)Beratungsstellen oder einen Rechtsanwalt wenden.

Quelle: http://www.rechtspflegerforum.de/showth ... post628155http://www.rechtspflegeforum.de
 

peter_S

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#3
Vorsicht vor P-Konto

Staatliche Leistungen wie das Arbeitslosengeld werden im Voraus für den Folgemonat überwiesen – zum Beispiel am 30. Juli für August. Das Geld wird aber nur im Kalendermonat der Gutschrift vor Pfändung geschützt, am 1. August müssen die Banken (Rest-) Guthaben an die Gläubiger überweisen! Das heißt, dass in vielen Fällen kein Cent auf dem Konto bleibt, um den Monat August finanziell zu überstehen.

Pfändungsschutz-Konto-Panne: Tausende Sozialhilfe-Empfänger kommen nicht an ihr Geld! - Wirtschaft - Bild.de
Und bei dem abgrundtiefen Hass den die Regierungsparteien gegenüber sozial Schwachen haben dürfte die angekündigte "unbürokratische Lösung" einige Monate dauern, in denen man sich an dem Problem ergözt.
 
E

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#5
Solang diese unglaublichen Lücken klaffen, würde ich persönlich das tun:


Eine weitere Möglichkeit ist die Zahlungseingänge zu reduzieren. Wer Leistungen nach ALG2 bezieht, könnte sich zum Beispiel die Miete direkt auf das Konto vom Vermieter überweisen lassen.

Damit dürfte fast jeder Hartzer im Rahmen der unpfändbaren Beträge bleiben.

:icon_smile:

.
 

april

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#6
Das ändert nicht viel am Monatsendeproblem und auch nichts, wenn einmal ALG2 am 01. und am 30. kommt und noch zwischendurch und nicht jeder will Miete direkt zahlen. Bei Aufstockern ist es auch noch so, dass sie gar nicht so viel Geld bekomme, dass die Miete dann auch bezahlt ist. Es betrifft zudem auch Lohnempfänger, da diese auch oft erst am Monatsende Geld bekommen.
Allein im Juni hätte man mir deshalb 118 Euro pfänden können, weil ich 3 ALG2-Zahlungen hatte und das obwohl ich unpfändbar bin, eigentlich.

Am Dienstag, dem 31.08.10 geht zum Beispiel ALG2 oder Lohn ein. Die Banken zahlen aber erst einen Tag später aus, dann ist aber schon der 1. September. Geld weg...Ich habe mal spaßenshalber auf meinem Konto nachgesehen. Überweisungen werden auch erst einen Tag später gebucht. Da kann man nur hoffen, dass der Tag der Überweisung maßgeblich ist. Wir hören uns Ende August wieder. ;-)
Als die das Gesetz gemacht haben, müssen die besoffen gewesen sein.
 

redfly

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#7
Ich verstehe das nicht. Wenn der Geldeingang jetzt z. B. am 31.08.2010 gebucht wird, muss man das Geld dann sofort abheben, damit es nicht bis im September auf dem Konto bleibt?

Ich dachte nur die Summe der monatlichen Geldeingänge zählt, nicht wie lange man das Geld auf dem Konto lässt.
 

april

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#9
Ich verstehe das nicht. Wenn der Geldeingang jetzt z. B. am 31.08.2010 gebucht wird, muss man das Geld dann sofort abheben, damit es nicht bis im September auf dem Konto bleibt?
Mal angenommen, du bekommst das erste Geld im Monat August am 31.08.2010 und es sind 985€. Dann müsstest du es abheben oder überweisen, weil sonst das Geld, das am 30.09. kommt weg ist.
Der Grund. Es kann nur Geld in den nächsten Monat (vom August in den September) mitgenommen werden, das unter dem Grundfreibetrag von 985€ liegt. Würdest du zum Beispiel im August nur 400€ bekommen, dann hättest du im September einen Grundfreibetrag von 985€ plus 585€. Das geht aber immer nur einmal.


Ich dachte nur die Summe der monatlichen Geldeingänge zählt, nicht wie lange man das Geld auf dem Konto lässt.
Das ist ja auch so. Nur, dass es nicht nur um Geldeingänge, sondern auch um Guthaben geht und das man nicht sparen darf. Nur in den nächsten Monat kann man einen nicht verbrauchten Freibetrag mitnehmen und hat diesen dann zusätzlich wie ich oben beschrieb.
Angenommen

Geldeingang am 31.08. 985€. kein Übertragen auf September möglich.
Guthaben am 01.09. 985€
Eingang am 30.09. 985€
Guthaben im September: 1970€ Pfändbar: 985€. Leider! Ende September kein Geld, weil schon Guthaben Anfang September.

Am Dienstag, dem 31.08.10 geht zum Beispiel ALG2 oder Lohn ein. Die Banken zahlen aber erst einen Tag später aus, dann ist aber schon der 1. September. Geld weg...Ich habe mal spaßenshalber auf meinem Konto nachgesehen. Überweisungen werden auch erst einen Tag später gebucht. Da kann man nur hoffen, dass der Tag der Überweisung maßgeblich ist. Wir hören uns Ende August wieder. ;-)
Als die das Gesetz gemacht haben, müssen die besoffen gewesen sein.
Das war unvollständig von mir beschrieben. Wer am 01.08. noch Guthaben hatte, das nicht aus einer Übertragung stammte, der könnte Ende August vor dem Problem stehen, dass er nichts bekommt.

Lies nochmal den ersten Beitrag von Martin. Erster Absatz. Da steht nichts anderes als oben von mir.

Das ist sehr schlecht gemacht vom Gesetzgeber. Er hätte alles nur auf die Geldeingänge im Kalendermonat abstellen sollen und nicht auch noch auf Guthaben. Er hätte lieber eine Höchstsparsumme (985€ pro Person) auf dem Konto ansetzen sollen und dann gäbe es dieses Problem gar nicht.
Wäre für alle Beteiligten unkomplizierter.
 

redfly

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#10
Tatsächlich, ich kann im Gesetzestext immer nur das Wort "Guthaben" finden. Die Geldeingänge, worauf es ja eigentlich ankommt, sind von der Bedeutung her nur Zweitrangig. Wer seine Stütze nicht sofort am Buchungstag abräumt, hat im Folgemonat evtl. keinen Pfändungsschutz mehr. Das kann ja wohl nicht wahr sein!
 
E

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#11
Tatsächlich, ich kann im Gesetzestext immer nur das Wort "Guthaben" finden. Die Geldeingänge, worauf es ja eigentlich ankommt, sind von der Bedeutung her nur Zweitrangig. Wer seine Stütze nicht sofort am Buchungstag abräumt, hat im Folgemonat evtl. keinen Pfändungsschutz mehr. Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Die "Fachleute, Spezialisten", die sowas ausarbeiten... :icon_kotz: Deutschland strotzt vor solchen Experten.

Diese Lücke zu schließen wird Monate dauern.

Man hätte die schwäbische Hausfrau mit in das Expertengremium aufnehmen sollen, dann wäre das nicht passiert!

Mahlzeit...

:icon_dampf:
 

PompeiPit

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#12
Greift hier nicht der §55 SGB I ? Danach sind Geldeingänge für 14 Tage nach Geldeingang nicht pfändbar, und müssen von der Bank ausgezahlt werden. Gäbe dann doch die Möglichkeit, das Geld abzuholen. Diese Regelung hat m. E. auch nix mit dem P-Konto zu tun, sondern gilt wohl zusätzlich für Sozialleistungen, oder sehe ich das falsch?
 
E

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#13
Greift hier nicht der §55 SGB I ? Danach sind Geldeingänge für 14 Tage nach Geldeingang nicht pfändbar, und müssen von der Bank ausgezahlt werden. Gäbe dann doch die Möglichkeit, das Geld abzuholen. Diese Regelung hat m. E. auch nix mit dem P-Konto zu tun, sondern gilt wohl zusätzlich für Sozialleistungen, oder sehe ich das falsch?
Diese Regelung soll wohl beim P-Konto hinfällig sein...

:confused:

.
 

PompeiPit

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#15
Diese Regelung soll wohl beim P-Konto hinfällig sein...

:confused:

.
Ah ja.. Das wusste ich nicht. Dann sind die Regelungen wirklich absoluter Mist, und man sollte jedem Hartz-IV'ler von einem P-Konto abraten - jedenfalls solange da nichts geregelt ist.
 
E

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#17
Hallo,

habe auch das P-Konto. Ist man vielleicht gut damit beraten wenn man das P-Konto wieder auf ein "normales Girokonto" zurück schraubt?

Ich spiele gedanklich, wegen der Gesetzeslücke mit dieser Möglichkeit. Bis jetzt habe ich noch keine Pfändung, (habe aber wohl in gut 6 Monaten damit zu rechnen). Also ist noch Zeit zum handeln.

Hat jemand einen Tipp oder kann mir aus Erfahrung etwas raten? Oder besteht Hoffnung auf baldige Nachbesserung (Gesetz) bei P-Konten? Einfach nur abwarten?
 

PompeiPit

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#18
Hallo,

habe auch das P-Konto. Ist man vielleicht gut damit beraten wenn man das P-Konto wieder auf ein "normales Girokonto" zurück schraubt?
Geht - soweit ich weiss - nicht. Musst schon das Konto kündigen und dir ein Neues besorgen.

Ich spiele gedanklich, wegen der Gesetzeslücke mit dieser Möglichkeit. Bis jetzt habe ich noch keine Pfändung, (habe aber wohl in gut 6 Monaten damit zu rechnen). Also ist noch Zeit zum handeln.
Wenn Du in 6 Monaten mit einer Kontopfändung rechnest, warum versuchst Du nicht, diese Pfändung abzuwenden? Rede doch mal mit dem Gläubiger. Wirkt in vielen Fällen Wunder.
 
E

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#19
Mit dem Gläubiger (DID) lässt sich nichts mehr machen. Ausserdem verfüge ich nicht über die Geldmittel um da noch was machen zu können. Der Gläubiger (DID) bringt jetzt die Sache erst in Gang (gerichtliches Mahnverfahren) und erfahrungsgemäß hatte ich 6 Monate genannt.
 

PompeiPit

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#20
Das stimmt nicht. Beim P-Konto handelt es sich um eine Zusatzvereinbahrung zum Giro-Konto. In meiner Zsatzvereinbahrung (Formular vom Deutschen Sparkassenverlag) steht, dass der Kontoinhaber diese Zusatzvereinbahrung mit einer Frist von 4 Tagen zum Monatsende kündigen kann.
Dann hast Du mit der Spasskasse Glück gehabt. Eine rechtliche Verpflichtung zur Rückwandlung gibt es meines Wissens nicht. Die Postbank z. B. macht es nicht. Zitat aus der Zusatzvereinbarung der Postbank: "7. Die Eigenschaft eines Kontos als Pfändungsschutzkonto kann nicht aufgehoben werden", nachzulesen hier: https://www.postbank.de/csfiles/921_102_050_0410.pdf
 
E

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#21
Von einem weitläufigen Bekannten (der gute Mann hat ein Konto bei der Förde Sparkasse) hörte ich gestern, dass sich das Konto jeder Zeit wieder zurück stellen lassen soll.

Nun ist das die Aussage der Förde Sparkasse. Sicherlich handhaben die verschiedenen Bank das auch unterschiedlich (oder versuchen das zumindest) abgesehen von dem Teil den das Gesetz vorgibt. In diesen Zusammenhang finde ich es wunderlich das einige Banken da sehr hohe Kontoführengebühren kassieren, obwohl der Gesetzgeber auch dies ja ganz klar geregelt hat!

Da heisst es doch, für Umwandlung und das führen eines P-Kontos dürfen keine Extragebühren erhoben werden. Oder hab ich da was nicht richtig verstanden? Übrigens hat sich an meinen monatlichen Kontogebühren nichts geändert. Sieht für mich so aus als ob die Banken auch ihr Stück vom Kuchen haben wollen und "erfinden oder bekünden" das mit einem erhöhten Verwaltungsaufwand. Aber wo kein Kläger da kein Richter, ähnlich wie bei den Gebühren für das abheben an Geldautomaten bei Fremdbanken, dort gibt es ja auch so fadenscheinige Begründungen für die Handlungsweise der Banken.
 

PompeiPit

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#22
In diesen Zusammenhang finde ich es wunderlich das einige Banken da sehr hohe Kontoführengebühren kassieren, obwohl der Gesetzgeber auch dies ja ganz klar geregelt hat!
An meinen monatlichen Gebühren (Postbank) hat sich nichts geändert. Ich zahle nach wie vor (Eingang über 1000 Euro) nichts. Die Norisbank verlangt 5 Euro pro Monat - allerdings auch für Guthabenkonto ohne P-Status.
 
E

ExitUser

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#24
Sparkasse hier bei uns verlangt dass man das Konto von einem gebührenfreien Onlinekonto auf ein sogenanntes Pluskontopaket mit allerlei Schnickschnack (Handyschutz, Schlüsselfindedienst etc. pp) umstellt. Kosten hierfür 7,50 pro Monat. Angeblich kann man das P-Konto wegen eines besonderen Verwaltungssoftware nicht online führen lassen.
 
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#25
Solang diese unglaublichen Lücken klaffen, würde ich persönlich das tun:

Damit dürfte fast jeder Hartzer im Rahmen der unpfändbaren Beträge bleiben.

:icon_smile:
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Nicht so gut.
Viele Vermieter brauchen nicht zu wissen, woher das Geld kommt, und wenn mal eine Mietminderung ansteht, steckt sich die die Arge in die Tasche!
 
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#26
Die "Fachleute, Spezialisten", die sowas ausarbeiten... :icon_kotz: Deutschland strotzt vor solchen Experten.

Diese Lücke zu schließen wird Monate dauern.

Man hätte die schwäbische Hausfrau mit in das Expertengremium aufnehmen sollen, dann wäre das nicht passiert!

Mahlzeit...

:icon_dampf:
Ich gebe Dir vorbehaltlos Recht!
Da kommen mir gerade die Winterreifen in den Sinn - nachdem ich ja meist nur im Stadtgebiet fahre und Spanien gerade nicht in... :icon_twisted: hatten wir letztes Jahr EINEN Tag richtig Schnee... Und dafür jetzt 300 Euro für Winterreifen ausgeben???
 
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#27
An meinen monatlichen Gebühren (Postbank) hat sich nichts geändert. Ich zahle nach wie vor (Eingang über 1000 Euro) nichts. Die Norisbank verlangt 5 Euro pro Monat - allerdings auch für Guthabenkonto ohne P-Status.
???
Noris hat doch NULL???
 

Kevin2701

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#31
Hallo erstmal

Ich kann mich nur über dieses scheiss p konto aufregen. ich bin verheiratet habe 2 kinder und besitze dieses müll konto nun haben wir folgendes problem. wir haben zum november hin eine rückerstatung unseres stromanbieters erhalten und mein lohn ist auch auf das konto eingegangen und somit das limit überschritten haben. das pech was wir haben da unser hartz4 schon am 30. nowember eingegangen ist (für dezember) weigert sich unsere bank diesen betrag freizugeben obwohl wir belegen konnten das es sich um sozialleistungen für dezember handelte. wir haben mit der zuständigen sachbearbeiterin eine lösung zu finden erst sagte sie wenn wir den nachweis (leistungsbescheid) bringen das es sich tatsächlich um das geld für dezember handelt erbringen würde die bank es frei geben gesagt getan also sind wir nachmittags mit dem bescheid zur bank gegangen und da sagte sie das sie laut gesetz dazu verpflichtet ist das geld einzubehalten wir sollten uns an das amtsgericht wenden. also fuhr ich am nächsten tag zum gericht um das zu klären ich wurde dort von einer stelle zur anderen stelle geschickt und landete zum schluss bei einem rechtspfleger um eine aufhebung zu beantragen das wir an das geld ran kommen der sagte laut gesetz gibt es diese ausetzung nicht mehr wir sollten etwas beantragen was 3 bis 4 wochen dauern würde. wir waren einen tag später da um das zu machen und wurden im regen stehen gelassen. das ende vom lied ist wir haben eine anwältin eingeschaltet und versuchen eine einstweillige verfügung gegen die bank zu bekommen um im dezember überhaupt überleben zu können. soviel zu dem p konto. ein nachsatz noch zu unserer regierung ich bin der meinung als die das gesetz erlassen haben standen sie unter drogen und alkohol einfluss. wenn man mal sieht was die sich von den kleinen bürgern alles in die eigen tasche stecken denke ich wo soll das noch hinführen. wo bleibt da noch die menschlichkeit in diesem land????
lg Kevin
 
E

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#32
Fragt sich nur:

Wie lange werden die brauchen, bis "nachgebessert" ist...

.

Hallo erstmal

Ich kann mich nur über dieses scheiss p konto aufregen. ich bin verheiratet habe 2 kinder und besitze dieses müll konto nun haben wir folgendes problem. wir haben zum november hin eine rückerstatung unseres stromanbieters erhalten und mein lohn ist auch auf das konto eingegangen und somit das limit überschritten haben. das pech was wir haben da unser hartz4 schon am 30. nowember eingegangen ist (für dezember) weigert sich unsere bank diesen betrag freizugeben obwohl wir belegen konnten das es sich um sozialleistungen für dezember handelte. wir haben mit der zuständigen sachbearbeiterin eine lösung zu finden erst sagte sie wenn wir den nachweis (leistungsbescheid) bringen das es sich tatsächlich um das geld für dezember handelt erbringen würde die bank es frei geben gesagt getan also sind wir nachmittags mit dem bescheid zur bank gegangen und da sagte sie das sie laut gesetz dazu verpflichtet ist das geld einzubehalten wir sollten uns an das amtsgericht wenden. also fuhr ich am nächsten tag zum gericht um das zu klären ich wurde dort von einer stelle zur anderen stelle geschickt und landete zum schluss bei einem rechtspfleger um eine aufhebung zu beantragen das wir an das geld ran kommen der sagte laut gesetz gibt es diese ausetzung nicht mehr wir sollten etwas beantragen was 3 bis 4 wochen dauern würde. wir waren einen tag später da um das zu machen und wurden im regen stehen gelassen. das ende vom lied ist wir haben eine anwältin eingeschaltet und versuchen eine einstweillige verfügung gegen die bank zu bekommen um im dezember überhaupt überleben zu können. soviel zu dem p konto. ein nachsatz noch zu unserer regierung ich bin der meinung als die das gesetz erlassen haben standen sie unter drogen und alkohol einfluss. wenn man mal sieht was die sich von den kleinen bürgern alles in die eigen tasche stecken denke ich wo soll das noch hinführen. wo bleibt da noch die menschlichkeit in diesem land????
lg Kevin
 

april

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#33
@Kevin

Die Bank handelt richtig. Auch wenn das Geld für Dezember ist, es ist im November zugeflossen. Es ist maßgeblich, was in einem Kalendermonat reinkommt, völlig egal, für wann das Geld ist. Ihr kennt das doch auch schon von der Arge. Wer gelesen hat, was ein P-Konto ist, dem müsste sie Formulierung doch auch aufgefallen sein.
Und im November ist eben mehr geflossen. Ich habe immer vor diesem Konto gewarnt, da es nachteilig sein kann und oft auch ist.

Was soll die Bank denn machen, sie handelt nur so, wie es im Gesetz steht.
Besser wäre es, Sozialleistungen am 1. zu überweisen.
 

Kevin2701

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#34
Hallo Leute

so wir hatten heute unsere gerichtsverhandlung gegen unsere Bank und stellt euch vor wir haben den streit gewonnen und die bank musste uns die sozialleistungen komplett auszahlen. ich kann euch mit sicherheit sagen das auch wenn man ein p konto hat die sozialleistungen nicht einbehalten werden dürfen seitens der bank. wenn ich das urteil bekomme werde ich es euch mal reinposten das wenn jemand mal das gleiche problem hat weis auf welches gesetz er sich berufen kann und doch sein recht bekommt.

LG Kevin
 

Piggylein

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#35
Stimmt so nicht!
Aus einer GV-Verordnung:
[FONT=&quot]
[/FONT]
Gelten denn auch Leistungen der Krankenkasse oder Pflegekasse als Sozialleistung in diesem Sinne? Und gibt es dafür einen Paragraphen aus dem entsprechenden Gesetz, mit dem man das der Bank gegenüber untermauern kann? Also bei bereits bestehendem P-Konto?
 

Kevin2701

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#36
ob das sozialleistungen sind weis ich nicht aber ich werde sobald ich unser urteil habe es euch mal hier reinstellen
 

april

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#38
Stimmt so nicht!
Aus einer GV-Verordnung:
[FONT=&quot]
[/FONT]
Stimmt so eben doch, denn Kevin hat ein P-Konto und KEIN normales Konto. Für normale Konten gilt natürlich, dass Sozialleistungen 14 Tage unpfändbar sind.

Ebenso für P-Konten im Sollbereich.

Dass Kevin gewonnen hat zeigt, dass das Gesetz Müll ist und ein P-Konto nur Ärger macht. Es zeigt aber auch, dass es eine Härtefallregelung gibt. Wer ist denn so verrückt, sich etwas anzuschaffen, was nur Ärger macht, wenn er vorher keinen hatte? Na ja, egal.
Trotzdem ist es so, dass beim P-Konto zumindest was den Sinn des Kontos betrifft nicht zwischen Sozialleistungen und Lohn unterschieden wird. Und wenn jetzt nur noch Härtefallregelungen gelten, dann hat das Konto den gesetzlichen Sinn völlig verfehlt und muss nachgebessert werden.
 

april

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#39
In der aktuellen Dezember Ausgabe ÖkoTest (Stiftung Warentest ) ist ein größerer Beitrag zum Thema P - Konto
www.oekotest.de ÖKO-TEST Online Testberichte Giro- und pfndungssichere Konten
Gut, dass das Problem behoben werden kann.
Zitat aus deinem Link:

Einzahlungen, die den monatlichen Freibetrag überschreiten, sind dagegen nicht geschützt. Das kann vor allem beim ersten Einsatz des Kontos zum Problem werden. Denn staatliche Leistungen wie das Arbeitslosengeld, aber auch das Gehalt werden regelmäßig im Voraus überwiesen. Hat der Verbraucher sein geschütztes Guthaben bereits aufgebraucht, ist die neue Gutschrift an Monatsende nicht mehr geschützt- und der P-Konto-Kunde steht im Folgemonat ohne Guthaben da. Das Problem ist dem Justizministerium bekannt. Bis zur Änderung des Gesetzes rät es Betroffenen, für den Anfangsmonat eine Erhöhung des Pfändungsfreibetrags bei den Rechtspflegern des Amtsgerichts zu beantragen. Das ist kostenlos möglich, die Rechtspfleger bieten dafür Sprechstunden an.
 

Beasti

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#40
Das Problem ist ja seit einiger Zeit gelöst, also angepasst worden. Könnte man daher, das hier, nicht mehr als Wichtig markieren? Weil finde das etwas unübersichtlich, wenn vieles auf Wichtig gestellt wird, aber nicht mehr gilt.

Text der Gesetzesänderung (§ 835 Abs. 4, § 850k ZPO)

Die Änderung hat laut Beschlussempfehlung (Quelle: BT-Drucksache 17/4776, S. 4 ) folgenden Inhalt:
1. Nach Absatz 3 des § 835 ZPO wird folgender Absatz 4 eingefügt:
(4) Wird künftiges Guthaben auf einem Pfändungsschutzkonto im Sinne von § 850k Absatz 7 gepfändet und dem Gläubiger überwiesen, darf der Drittschuldner erst nach Ablauf des nächsten auf die jeweilige Gutschrift von eingehenden Zahlungen folgenden Kalendermonats an den Gläubiger leisten oder den Betrag hinterlegen. Das Vollstreckungsgericht kann auf Antrag des Gläubigers eine abweichende Anordnung treffen, wenn die Regelung des Satzes 1 unter voller Würdigung des Schutzbedürfnisses des Schuldners für den Gläubiger eine unzumutbare Härte verursacht.
Der bisherige Absatz 4 wird Absatz 5.
2. Bei § 850k ZPO wird nach Satz 1 folgender Satz eingefügt:
Zum Guthaben im Sinne des Satzes 1 gehört auch das Guthaben, das bis zum Ablauf der Frist des § 835 Absatz 4 nicht an den Gläubiger geleistet oder hinterlegt werden darf.
 

PompeiPit

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#41
@Beasti: Stellt sich nur noch die Frage, wie lange es noch dauert, bis die Änderungen in Kraft treten.
 

NSLINUS

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#42
@ PompeiPit
Diese genannten Änderungen sind bereits in Kraft getreten! Siehe ZPO
 

Rinzwind

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#44
Bitte nicht hauen, wenn ich irgendwas überlesen habe...(dann einfach noch mal auf die Paragraphen verweisen)...obwohl ich mathematisch nicht ganz unbedarft bin, mussten mir die KravattenträgerInnen in der Volksbank die Berechnung dreimal erklären.....

Die rechnen so...
Kontobewegungen im Monat Juni (extrem gerundet)...

Miete - 330,- €
Strom & Gas - 80 €
andere Überweisungen 90,- €
Abhebungen - 200,- €

macht zusammen 700,- €!!!!!

Eingang am 30 Juni für Juli:
700,- €

...also Kontobewegung im Juni = 1.400,- € ... Freibetrag 985,- € (ist das außer für die BankerInnen nachvollziehbar???)

...so sperrt die Volksbank 415,- der Leistungen, die man monatlich (jeden Monat) frei schalten lassen kann, weil man ja nach deren Brechnung über dem Freibetrag liegt!!!

Soweit so gut...neben den normalen Kontoführungsgebühren verlangt die Volksbank für JEDE Kontobewegung bei einem P-Konto extra Gebühren...d. h....Miete überweisen...Gebühren...Miete zurück gebucht...Gebühren...Konto freischalten lassen und Miete überwiesen...Gebühren...usw,

...DAS HEIßT: Jeden Monat gibt es Stress mit der Bank, ...man muss da hin gehen, um das Geld freischalten zu lassen und zusätzlich berechnen die noch gebühren (für jede einzelne Buchung!!!) für ab-, rück- und erneute Buchungen (nachdem die "bedauernswerten" Bankangestellten das Geld manuell frei schalten mussten)
 

Martin Behrsing

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#46
Bitte nicht hauen, wenn ich irgendwas überlesen habe...(dann einfach noch mal auf die Paragraphen verweisen)...obwohl ich mathematisch nicht ganz unbedarft bin, mussten mir die KravattenträgerInnen in der Volksbank die Berechnung dreimal erklären.....

Die rechnen so...
Kontobewegungen im Monat Juni (extrem gerundet)...

Miete - 330,- €
Strom & Gas - 80 €
andere Überweisungen 90,- €
Abhebungen - 200,- €

macht zusammen 700,- €!!!!!

Eingang am 30 Juni für Juli:
700,- €

...also Kontobewegung im Juni = 1.400,- € ... Freibetrag 985,- € (ist das außer für die BankerInnen nachvollziehbar???)

...so sperrt die Volksbank 415,- der Leistungen, die man monatlich (jeden Monat) frei schalten lassen kann, weil man ja nach deren Brechnung über dem Freibetrag liegt!!!

Soweit so gut...neben den normalen Kontoführungsgebühren verlangt die Volksbank für JEDE Kontobewegung bei einem P-Konto extra Gebühren...d. h....Miete überweisen...Gebühren...Miete zurück gebucht...Gebühren...Konto freischalten lassen und Miete überwiesen...Gebühren...usw,

...DAS HEIßT: Jeden Monat gibt es Stress mit der Bank, ...man muss da hin gehen, um das Geld freischalten zu lassen und zusätzlich berechnen die noch gebühren (für jede einzelne Buchung!!!) für ab-, rück- und erneute Buchungen (nachdem die "bedauernswerten" Bankangestellten das Geld manuell frei schalten mussten)
So ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Über den Freibetrag kannst Du normalerweise frei verfügen. Es geht bei den Berechnungen eigentlich doch nur um die Geldeingänge. Also du bekommst am 1. Juni 700 Euro und leider am 30. Juni nochmal 700 Euro. Dann leigst Du bei 1.400 Euro.
 

Rinzwind

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#47
So ganz kann ich das nicht nachvollziehen. Über den Freibetrag kannst Du normalerweise frei verfügen. Es geht bei den Berechnungen eigentlich doch nur um die Geldeingänge. Also du bekommst am 1. Juni 700 Euro und leider am 30. Juni nochmal 700 Euro. Dann leigst Du bei 1.400 Euro.
Nein, das ALG für Juni war am 31. Mai auf dem Konto.

Die Volksbank rechnet wirklich sämtliche Kontobewegungen zusammen, egal ob Ein- oder Ausgänge. So kommen die natürlich jeden Monat über den Freibetrag und sperren das Geld, bis man in die Bankfiliale geht und es wieder frei schalten lässt...und zwar jeden Monat auf's Neue.

Das Ziel wird sein, durch die den wiederholten Stress und die Abzocke unliebsamen Ballast los zu werden, denn Erwerbslose bringen natürlich keinen Profit. :wink:

Schönen Gruß, Andreas
 

gast_

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#48
Ich verstehe auch nicht, was da los ist. Wenn nur einmal im Monat ein Betrag in Höhe des ALG II eingeht, darf da nix gesperrt werden.
 

Martin Behrsing

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#49
Du wirst es wohl duch das AMtsgericht feststellen lassen müssen. Aber so geht das gar nicht. Vielleicht auch mal eine Beschwerde an den Vorstand der Bank schreiben.
Nein, das ALG für Juni war am 31. Mai auf dem Konto.

Die Volksbank rechnet wirklich sämtliche Kontobewegungen zusammen, egal ob Ein- oder Ausgänge. So kommen die natürlich jeden Monat über den Freibetrag und sperren das Geld, bis man in die Bankfiliale geht und es wieder frei schalten lässt...und zwar jeden Monat auf's Neue.

Das Ziel wird sein, durch die den wiederholten Stress und die Abzocke unliebsamen Ballast los zu werden, denn Erwerbslose bringen natürlich keinen Profit. :wink:

Schönen Gruß, Andreas
 

Davidv3

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#50
Achtung ,an alle mit P-Konto

Heute kam die ernüchternde Nachricht ins Haus geflattert das trotz P-konto gepfändet wurde.
Übertrag aus dem Vorletzten Monat....dachte ich hätte auf alles geachtet.
Nur leider habe ich vergessen daran zu denken das die Agentur der Arbeit gern überpünktlich zahlt und das Geld vom 1.-31 ja schon am 28.-30. überwiesen hat und somit zum vormonat gerechnet wird.

Bitte achtet darauf.

Liebe Grüße David
 
E

ExitUser

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#51
AW: Achtung ,an alle mit P-Konto

so leicht geht das aber nicht. warst du bei deiner bank und hast das konto wieder freigeben lassen?
 

rechtspfleger

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#52
In dem Thread Kontopfändungsschutz ab 2012 nur noch mit P-Konto möglich kann ich nicht posten, so daß ich an dieser Stelle darauf aufmerksam machen möchte, daß jetzt nur noch drei Monate Zeit bestehen, eine Entscheidung über die Kontoumstellung zu treffen.

Das betrifft sowieso Kontoinhaber mit laufender Pfändung und ferner auch Schuldner, die in der Zukunft eine Pfändung erwarten.

Kontoinhaber eines "normalen" Girokontos mit laufender Pfändung, die einen Freigabebeschluß haben, sollten sich auch vergegenwärtigen, daß die Frage äußerst umstritten ist, ob vor dem 01.01.2012 ergangene Freigabebeschlüsse, die nicht mit einer Befristung bis 31.12.2011 versehen sind, ab 01.01.2012 fortgelten, wenn das Konto a) ein "normales" Girokonto bleibt oder b) in ein P-Konto umgewandelt wird.
 
E

ExitUser

Gast
#53
Also entweder gar keinen Pfändungsschutz, obwohl man weit unter der Pfändungsfreigrenze ist oder die überteuerten P-Konten, wo man Monat für Monat nur Rennereien hat.

Wahl zwischen Pest und Cholera? :icon_neutral::icon_kotz:
 

Luckyman

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#54
Ich habe folgendes Problem

Ich habe im November 2011 eine Nachzahlung in Höhe von 185,-€ der Arge erhalten, die ich auch umgehend abgeholt habe. Zu der Zeit hatte ich schon ein P-Konto, hatte dies nicht mehr so im Kopf.

Nun kam am letzten im November die reguläre Zahlung ALGII auf mein Konto und ich konnte nur den Differenzbetrag abholen, sprich anstatt 975,-€ nur noch 850.-€.
Die 125.-€ waren noch auf meinem Konto konnte aber per Schalter am 2.12. noch 120.-€ abholen.

Nun das eigentliche Problem.
Da ich in den nächsten Wochen bzw. 2 Monaten einige Nachzahlungen der Arge erwarte, sprich Nebenkostenabrechnung, Warmwasser Nachzahlung etc., komme ich in bedrängniss, wenn ich diese Zahlungen nicht abholen kann um diese dann meinem Vermieter zu überweisen, weil ich ja nur einen Freibetrag von 1028.-€ habe bzw. verfügen darf. Ich muß dazu sagen, daß meine Überweisungen momentan ein Bekannter von seinem Konto tätigt.

Wie oder was kann ich machen, damit ich die Nachzahlungen auch wenn ich ein P-Konto bei der Sparkasse habe, abholen bzw. verfügen kann, ohne daß die reguläre Zahlung der Arge angerechnet wird oder umgekehrt?

Wäre es ratsam, der Arge mitzuteilen, solange bis die Nachzahlungen beendet sind, die normale ALGII Zahlung per Scheck auszuzahlen? Oder was kann ich gegen die Eingehaltung sonst noch unternehmen???

Für schnelle und fachkundige Hilfe wäre ich sehr dankbar.
 

Luckyman

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#55
Leider habe ich den Edit Knopf nicht gefunden.

Hab vergessen zu Fragen, wie es ausschaut, wenn man der Arge/dem JC mitteilten möchte, daß die Miete direkt an den Vermieter überwiesen werden soll? Dadurch "umgehe" ich ja den 1028,-€ Freibetrag, weil ich ja weniger auf mein Konto bekomme.

Hat jemand evtl. sowas als Vorlage, weil ich suche schon etwas länger im Forum aber finde leider nichts.

Also ich suche eine Vorlage für Arge/JC das Miete ab xx.xx.xxxx an Vermieter xy gezahlt wird etc.

Hier auch dickes danke für schnelle Hilfe
 
E

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Gast
#56
Leider habe ich den Edit Knopf nicht gefunden.

Hab vergessen zu Fragen, wie es ausschaut, wenn man der Arge/dem JC mitteilten möchte, daß die Miete direkt an den Vermieter überwiesen werden soll? Dadurch "umgehe" ich ja den 1028,-€ Freibetrag, weil ich ja weniger auf mein Konto bekomme.

Hat jemand evtl. sowas als Vorlage, weil ich suche schon etwas länger im Forum aber finde leider nichts.

Also ich suche eine Vorlage für Arge/JC das Miete ab xx.xx.xxxx an Vermieter xy gezahlt wird etc.

Hier auch dickes danke für schnelle Hilfe
Du brauchst keine Vorlage. Du schreibst einfach einen formlosen Brief und bittest um die Direktanweisung der Miete an den Vermieter. Zeitpunkt ab wann, Kontonummer, Name usw. nicht vergessen. Ist kein Problem und habe ich auch so gemacht. Ist das Einfachste, den Freibetrag zu erhöhen. :icon_smile:

Du bekommst dann eine Bestätigung.
 
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#57
In dem Thread Kontopfändungsschutz ab 2012 nur noch mit P-Konto möglich kann ich nicht posten, so daß ich an dieser Stelle darauf aufmerksam machen möchte, daß jetzt nur noch drei Monate Zeit bestehen, eine Entscheidung über die Kontoumstellung zu treffen.

Das betrifft sowieso Kontoinhaber mit laufender Pfändung und ferner auch Schuldner, die in der Zukunft eine Pfändung erwarten.

Kontoinhaber eines "normalen" Girokontos mit laufender Pfändung, die einen Freigabebeschluß haben, sollten sich auch vergegenwärtigen, daß die Frage äußerst umstritten ist, ob vor dem 01.01.2012 ergangene Freigabebeschlüsse, die nicht mit einer Befristung bis 31.12.2011 versehen sind, ab 01.01.2012 fortgelten, wenn das Konto a) ein "normales" Girokonto bleibt oder b) in ein P-Konto umgewandelt wird.
Kann mir das bitte jemand erklären? Ich sehe da nicht so durch.:icon_kinn:

Ich bin ja auch in Inso, seit Mitte 2009. Hab aber kein P-Konto, keinerlei Pfändung und dachte bisher, man hat in der Inso Vollstreckungsschutz.

Muss ich mir jetzt so ein P-Konto zulegen? Ich bin bei der Deutschen Bank, bisher zufrieden mit meiner Bank. Und möchte auch lieber mein normales Girokonto behalten. Auch weil ich demnächst umziehe und nicht möchte, dass jemand von meiner Inso erfährt.

Vielen lieben Dank für Infos im Vorraus
 
E

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#58
Also wenn du in der Privatinsolvenz bist und das von allen Gläubigern anerkannt wurde, dann brauchst du eine Pfändung nicht fürchten.

Das dürfen die Gläubiger nämlich nicht.
 
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#59
Also wenn du in der Privatinsolvenz bist und das von allen Gläubigern anerkannt wurde, dann brauchst du eine Pfändung nicht fürchten.

Das dürfen die Gläubiger nämlich nicht.
Echt? Hmm, es gab einige Gläubiger, welche direkt ihre Forderung ausgebucht haben. Aber es gab auch einige, die nicht einverstanden waren. Mir wurde von meinem RA (habs über nen RA gemacht) gesagt, dass die Forderungen erst nach der Inso weg wären.
Bzw. dass sie nicht mehr vollstreckt werden können.

So stehts ja auch bei Wikipedia.

Da steht aber auch, dass sie auch während der Inso versuchen können, zu pfänden und ich hab gelesen, dass es keinen Pfändungsschutz mehr geben soll.

Dennoch will ich-auch wegen den Nachteilen eines P-Kontos-mein normales Konto behalten.
 
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#60
Hab heute meinen Insolvenzverwalter gefragt wegen den Neuregelungen:

Er meinte: "Warum denn studieren, wenn man es auch im Internet lesen kann?" Er meint, es sei reine Panikmache.

Es ist so, dass es nur Leute mit drohender Pfändung betrifft, wobei selbst dann eine Bank das Geld erst nach 4 Wochen auszahlen darf, bis dahin zurückhalten muss. Und man bei einer eingegangenen Pfändung immer noch 7 Tage Zeit hat, sein Konto in ein P-Konto umwandeln zu lassen.

In meinem Fall besteht seitens in der Insolvenzmasse befindlichen Schulden ein Pfändungs-und Vollstreckungsschutz.
Und Sozialleistungen sind nicht pändbar, wenn sie nicht ene gewisse Höhe überschreiten. In meinem Fall mit Kindern, passiert mir gar nichts.

Im Prinzip versuchen die Banken, es einem schmackhaft zu machen, weil sie ne Menge Geld damit verdienen können.

Ich behalte jedenfalls mein Konto, werde aber sicherheitshalber in Zukunft alle Gelder nach den Überweisungen abheben.
 

Martin Behrsing

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#61
Sollte ein Pfandungsbeschluss eingehen, kann man innerhalb von 4 Tagen immer noch das Konto in ein P-Konto umwandeln lassen. Das setzt aber voraus, dass man in dieser Zeit eine fachkundige Stelle fiden (Schuldnerberatung, Jobcenter, Sozialamt, Rechtsanwalt etc. ) findet, die einem die Angaben bestätigen. Wer das nicht kann und von Pfändung bedroht ist, sollte nun mal endlich in die Hifen kommen.
 
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ExitUser

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#62
Also ich finde es reine Geldverschwendung, wenn ich weiß, dass jemand in Priv Inso ist, dort die Pfändung zu versuchen. Ebenso wenn ich z.B. via e.V. weiß, dass er Sozialleistungen bezieht.

So etwas machen gute Anwälte nicht, sondern sie beraten ihre Mandantschaft, dass es eh nichts bringt, da sie kein Geld kriegen, weil unpfändbar und stattdessen auf den Kosten sitzenbleiben.

Also mein Boss hätte mir damals den Kopp abgerissen, wenn ich bei Sozialhilfe oder Alg Empfängern gepfändet hätte. (Abgesehen davon hätte er und die Mandantschaft mir den Kopp abgerissen.)
 

Esreicht

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#63
Also ich finde es reine Geldverschwendung, wenn ich weiß, dass jemand in Priv Inso ist, dort die Pfändung zu versuchen. Ebenso wenn ich z.B. via e.V. weiß, dass er Sozialleistungen bezieht.

So etwas machen gute Anwälte nicht, sondern sie beraten ihre Mandantschaft, dass es eh nichts bringt, da sie kein Geld kriegen, weil unpfändbar und stattdessen auf den Kosten sitzenbleiben.

Also mein Boss hätte mir damals den Kopp abgerissen, wenn ich bei Sozialhilfe oder Alg Empfängern gepfändet hätte. (Abgesehen davon hätte er und die Mandantschaft mir den Kopp abgerissen.)
Geldverschwendung -- ne ne einer verliert und einer/mehrere bereichert/n sich(Bank,GV.RA,AG etc) das hat System ..........:icon_evil:
Jeder der Unten ist kann nochein paarmal überfahen/platt gemacht werden .
Nenne mir mal einen "guten Anwalt" - die hängen alle am gleichen Tropf/System und sind auf Kohle aus .:icon_dampf:
keiner bekommt hier in diesem land RECHT -- seit 1990 officiel (die BRdVD ist kein Staat) werden wir und alle anderen Bürger vorgeführt und abgezockt. Die vom JC und SB`s als Handlanger haften für ihr Vorgehen gegen die Bürger und Recht privat und lebenslang -werden aber dumm gehalten damit das Spiel weiter geht. wer das bisher nicht begriffen hat ....
dem ist nicht zu helfen . :icon_twisted:
 

Doni

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#64
Hallo,

ich möchte gerne wissen, ob es für jedem empfohlen ist, aus seinem Konto einen P-Konto umzuwandeln unabhängig ob man schulden hat oder nicht?

Ich habe zwar schulden(ca. 800,00€) bei der AfA die ich monatlich tilgen muss, aber sollte auch derjenige der keine Schulden hat, ein P-Konto einrichten?

Würde es sonst morgenfrüh bei der Bank erledigen lassen.
 

joseff

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#65
HAllo,

wen du mit keiner Pfändung rechnest dann brauchste kein P-Konto,
Hast aber Gläubiger die du nicht bedienst dann würd ich dir raten das
Konnte umzuwandeln in ein P-Konto.
 

joseff

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#67
Hallo Doni,

ich bin immer noch der Meinung das du solange du deine 800€ in monatlichen Raten tilgst und andere Schulden nicht vorhanden sind
brauchst du kein P-Konto.

Wer aber mit Vollstreckungsmaßnahmen rechnet sollte sein Konto umwandeln.
 

gast_

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#68
Hallo Doni,

ich bin immer noch der Meinung das du solange du deine 800€ in monatlichen Raten tilgst und andere Schulden nicht vorhanden sind
brauchst du kein P-Konto.
Richtig, kostet nur...
 
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#70
Hallo ,

war am 21.12.2011 bei der Targobank, um mir ein P-Konto einzurichten.
Habe den Antrag sofort wieder stornieren lassen.
Begründung: Geld von der ARGE geht nicht wie bisher am letzten des Monats ein, sondern erst am 02.des nächsten Monats.

Die Bank muß erst prüfen, ob Pfändungen vorliegen und kann dann erst das Geld freigeben.

Lastschrift wie Miete, Sterbeversicherung
(alles wird am 01. abgebucht) können nicht ausgeführt werden. Habe den Vermieter angeschrieben wegen Änderung der Abbuchung vom 01. auf den 03.. Macht er nicht!

Demzufolge verspätete Mietzahlungen. Ich glaube, mein Schwein beißt!!

Für mich gibt es erstmal kein P-Konto!!
 

Worschdkopp

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#71
Hm, da würde mich jetzt interessiern, ob das nur bei der Targo-Bank so ist, oder bei allen P-Konten...?
 

joseff

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#72
Hallo,

ich habe seit dem Sommer 2010 ein P-Konto und bin zufrieden damit.
Über mein Geldeingang kann ich sofort verfügen, ich komm eh nie über die Pfändungsfreigrenze hinaus.
Am Anfang hat mich nur gestört das ich keine EC.Card bekam aber mitlerweile benutze ich eine Prepaid-Kreditkarte und bin damit auch zufrieden.

Ok die kosten des P-Kontos stören mich noch, aber als Ehemaliger Selbständiger und einigen Gläubigernam Hintern könnt ihr euch denken das ich froh bin das es dieses Konto gibt.

Die ersten 6 monate im ALG II-Bezug hab ich mir immer einen Scheck geben lassen und da waren dann die Kossten für Überweisungen/spich direkt Einzahlungen auf Konten bei weitem teurer.
 

joseff

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#73
Hallo ,

Die Bank muß erst prüfen, ob Pfändungen vorliegen und kann dann erst das Geld freigeben.
Die werden noch ein oder zwei Tage mit deinem Geld arbeiten, is doch ne Bank........Mensch.......und haben so ne gute Ausrede.....meine Ich
 

Worschdkopp

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#74
Ich habe irgendwo gelesen, ein P-Konto müßte maan bis 31.12. beantragen. Warum das denn? Kann ich das nicht im Bedarfsfall machen, also dann, wenn sich die Situation tatsächlich ergibt?
 
E

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#75
Targobank, ehemals Citibank... ich kriege gleich das blanke :icon_kotz: :icon_kotz: :icon_kotz:
 

Radie

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#76
Ich habe irgendwo gelesen, ein P-Konto müßte maan bis 31.12. beantragen. Warum das denn? Kann ich das nicht im Bedarfsfall machen, also dann, wenn sich die Situation tatsächlich ergibt?
Du musst dein Konto nur und erst dann in ein P-Konto umwandeln, wenn Pfähndungen zu erwarten sind. Sozialleistungen sind ab 1.1 sonst nicht mehr vor Pfähndungen geschützt.

Lese doch mal die entsprechenden Beiträge hier durch.
 

rechtspfleger

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#77
Ich habe irgendwo gelesen, ein P-Konto müßte maan bis 31.12. beantragen. Warum das denn? Kann ich das nicht im Bedarfsfall machen, also dann, wenn sich die Situation tatsächlich ergibt?
P-Konto im Bedarfsfall war einmal. Ab 01.01.2012 gibt es Kontopfändungsschutz nur noch über das P-Konto. Bitte nicht persönlich nehmen: Ich spare mir jedwede Anmerkung, daß das schon eher hätte bekannt sein könnten. Diese Änderung steht nämlich schon seit Mitte 2010 fest.

Auch und gerade daher nochmals mein eindringlicher Hinweis an dieser Stelle:

Wer eine Kontopfändung laufen hat oder damit rechnet, daß eine solche in nächster Zeit kommen könnte, sollte nach den Feiertagen schleunigst zur Bank gehen, um das Konto auf ein P-Konto umstellen zu lassen.

Inhaber eines "normalen" Girokontos, die einen Freigabebeschluß haben, sollten bitte auch nicht darauf vertrauen, daß dieser fortgilt (wenn er nicht sowieso bis 31.12.2011 befristet ist). Die Frage, ob Freigabebeschlüsse für "normale" Girokonten über den 31.12.2011 Bestand haben, ist sehr umstritten. Im Zweifel ist man nur mit dem P-Konto auf der sicheren Seite.
 
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#78
Hallo, könnte man sich nicht Alg II als Scheck auszahlen lassen. Das Geld bei der Post abholen und dann schnurstracks bei der eigenen Bank einzahlen. Dann würden die Haifische am Zahltag dumm dastehen. Wenn man z.B Abbuchungen hat, kann man das Geld ja stehenlassen. Alles was über ist, hat man wenigstens bar-cash in der Tasche!! Wär eine Überlegung wert!!!!:icon_kinn::icon_mrgreen::confused:
 

Esreicht

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#79
Hallo, könnte man sich nicht Alg II als Scheck auszahlen lassen. Das Geld bei der Post abholen und dann schnurstracks bei der eigenen Bank einzahlen. Dann würden die Haifische am Zahltag dumm dastehen. Wenn man z.B Abbuchungen hat, kann man das Geld ja stehenlassen. Alles was über ist, hat man wenigstens bar-cash in der Tasche!! Wär eine Überlegung wert!!!!:icon_kinn::icon_mrgreen::confused:
Wenn du kannst mach ein 2tes kto auf und dann das Geld bei der Post abholen und bei der Bank einzahlen. Dann stehen die fische auch am Zahltag dumm da...... funktioniert .. den anderen die bei dir pfänden( Niemand hat ein Kto zupfänden =Willkür,Erpressung ,Nötigung u.a ) wollen schickst du eine rechnung (wenn gerechtfertigt) und bittest um begleichung bis zum .......:smile:
 
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#80
Wenn du kannst mach ein 2tes kto auf und dann das Geld bei der Post abholen und bei der Bank einzahlen. Dann stehen die fische auch am Zahltag dumm da...... funktioniert .. den anderen die bei dir pfänden( Niemand hat ein Kto zupfänden =Willkür,Erpressung ,Nötigung u.a ) wollen schickst du eine rechnung (wenn gerechtfertigt) und bittest um begleichung bis zum .......:smile:
Danke für den Hinweis, ich werde 2. Konto einrichten.
Übrigens Kontopfändung ist ein Mordversuch, Nötigung, Mundraub!!!:biggrin:
Wenn am 1. kein Geld wegen Pfändung ausgezahlt wird, dann hat man 30 Tage nichts zu beißen. Wer schafft dann das Skelett und die Überreste weg? Natürlich zahlt das dann auch wieder der Staat.

Es gibt Alleinstehende, die keine Unterstützung bekommen, weil Sie niemanden haben.
In dem Sinne, das neue Jahr fängt ja schon gut an mit diesem
idiotischen P-Konto!!:icon_rolleyes: Guten Rutsch!!
 

thomas

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#81
Was soll die Einrichtung eines zweiten Kontos denn bringen?
Solange das unter DEINEM Namen läuft, ist es für den/die Gläubiger doch kein Problem, herauszufinden DASS du ein zweites Konto hast.
Dann pfänden sie eben das Zweitkonto ...

Ich glaube, es gibt wirklich nur die Möglichkeit, am Monatsende das Konto vollkommen leerzuräumen, damit kein "Überhang" entsteht, der dir im Folgemonat auf den "Freibetrag" angerechnet wird.

Wenn man einen sehr, sehr guten Freund hat, dem man absolut vertrauen kann, dann KÖNNTE der (natürlich rein theoretisch, niemand wird sowas wirklich machen :icon_sleep:) unter seinem Namen bei irgendeiner Bank ein Konto einrichten, für das man selbst die Verfügungsgewalt hat ... mehr möchte ich dazu nicht sagen, den Rest kann sich hoffentlich jeder denken.

Insgesamt ist es eine unglaubliche Frechheit, daß nun das FDP-geführte Bundesjustizministerum (nicht, daß die anderen Parteien auch nur einen Hauch besser wären!) durchgesetzt hat, daß die LETZTE Schamgrenze durchbrochen wurde.
Bisher war die letzte Linie, die uns Erwerbsunfähige/Sozialleistungsberechtigte vom asoluten NICHTS getrennt hat, gesetzlich geschützt.
Sozialleistungen durften nicht gepfändet werden.

Nun aber ...
Klar - es wird nach wie vor behauptet, Sozialleistungen seien noch immer "unpfändbar".
Aber mittels eines rethorischen Tricks macht man von Seiten des "Gesetzgebers" aus den Sozialleistungen, sobald sie auf dem Konto des Berechtigten eingetroffen sind, einfach ein "Guthaben" - und das darf man munter pfänden.

Nun gibt es da das "P-Konto".
P wie ... PARIA.
P wie ... PARASIT.

Soziale Stigmatisierung muß ja endlich auch erkennbar sein.
Oder glaubt jemand, die Banken würden die Daten der bei ihnen eingerichteten "P-Konten" NICHT in eine zentrale Datei einspeisen?

Ich gehe davon aus, daß viele (verschuldete) Sozialhilfeberechtigte NICHT mitbekommen haben, daß nun auch Sozialleistungen vom Konto weggepfändet werden können.
Ich gehe davon aus, daß viele in der kommenden Woche fassungslos vorm Geldautomaten stehen und noch fassungsloser den Erläuerungen der Krawattenräger ihrer Bank lauschen werden.

"Was soll nun werden?" wird eine wohl häufiger zu hörende Frage sein.
Ich gehe davon aus, daß viele gar nicht die Kraft haben werden, sich ans Vollstreckungsgericht zu wenden - immer vorausgesetzt, sie wissen überhaupt, DASS sie das tun könnten.

Geld weg.
Kein Geld für Januar.
Nicht für die Miete, nicht für Lebensmittel.
Scham, zum Sozialamt zu gehen und dort lang und breit erklären zu müssen ... um am Ende wahrscheinlich erstmal mit Lebensmittelgutscheinen abgespeist zu werden.

"Was soll nun werden?"

Wärt ihr sehr überrascht, wenn einige der Betroffenen in dieser Lage an einen Suizid ... nicht nur DENKEN würden ...?

Warum nur kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, daß dies - sollte es geschehen - einfach billigend in Kauf genommen wird?
Und zwar von denen, die dieses Gesetz beschlossen haben?
 

thomas

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#82
"Man kann ja die Miete direkt vom Sozialamt an den Vermieter überweisen lassen!"

Prima.
Und wenn ich nun nicht möchte, daß mein Vermieter erfährt, daß ich Sozialhilfe-Empfänger bin?

Gehen wir davon aus, daß Ende Januar die Sozialleistung für Februar auf dem Konto eingeht.
Gehen wir davon aus, daß es sich um einen Betrag (inkl. Miete) von 700,- Euro handelt.
Gehen wir davon aus, daß der Kontoinhaber erst am 2. des Folgemonats davon Betrag X abhebt und am 3. d.FM die Miete abgebucht wird.
Damit fand doch dann wohl ein "Übertrag" der gesamten 700,- Euro in den Monat Februar statt - oder?
Und wenn nun am 27. oder 28. Februar die Sozialleistung für März in Höhe von 700,- Euro (inkl. Miete) auf dem Konto eingeht ...

Dann ist der "Freibetrag" von 1028,- Euro deutlich überschritten.
Und dann?

Wird durch die "Ergänzung" des §835 vom Mai dieses Jahres tatsächlich verhindert, daß die Bank so rechnet wie ich es obenstehend angegeben habe?

Was tue ich, wenn die Bank einfach trotzdem so rechnet, und mir erklärt, daß 700,- Euro "Guthaben", die aus Ende Januar in den Februar "übertragen" wurden PLUS 700,- Euro, die Ende Februar eingehen (für März) ZUSAMMEN den "Freibetrag" überschreiten, weshalb mir knapp 400,- Euro davon vornethalten werden MÜSSEN?

Was mache ich dann?

Langsam werde ich morsch.
Ich bin zu schwer krank, um mich mit diesem Mist so auseinanderzusetzen wie es offenbar nötig wäre.
 

Radie

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#83
@thomas, das verstehe ich nicht.

Man kann doch Guthaben auf den Folgemonat übertragen, allerdings muss das Guthaben dann zum Ende Folgemonat weg sein. Bei Bekannten mit P-Konto funktioniert es. Schließlich ist es ja bei jedem ALG2ler so.
 

gast_

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#84
Thomas, deshalb ist es sinnvoll, einmal das Geld komplett abzuholen...
 

thomas

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#85
Danke.
Das hab ich nun verstanden.
Aber Irrsinn ist es trotzdem ...


Wie ist das, wenn man zwar mit einer Kontenpfändung rechnen muß, diese aber (erstmal) noch nicht stattfindet?
Dann kann man doch ohne Probleme über das "Guthaben" verfügen, welches über dem "Freibetrag" von 1028,89 Euro liegt?


Noch eine andere Frage treibt mich um ...

Mal angenommen, die Kontenpfändung kommt.
Man ist krank, schaffte es nicht rechtzeitig, jedesmal zum Monatsende das Konto leerzuräumen - es bleibt ein "Übertrag", der im Folgemonat angerechnet wird.
Die Bank behält dann Summe X (sagen wir: 200,- Euro) ein.
Nun hat man aber ... sagen wir: einen kleinen Hund.
Keine Familie, niemanden sonst auf der Welt. Keine Freunde ... (jedenfalls keine, die einem Geld leihen würden).
Nur den kleinen Hund.
Und der wird ausgerechnet dann krank, und zwar ernsthaft.
Normalerweise würde man zum Tierarzt gehen ... aber ohne Geld?
Es fehlen ja (rein hypothetisch) besagte 200,- Euro.
Und ihr kennt die Preise beim Tierarzt ...

Was also tun?
Der Tierarzt weigert sich, ohne Bezahlung zu behandeln.
So ein Hund ist ja kein Mensch, nicht wahr.
Hund stirbt.

... und dann?

Was tut man dann?
Vor diesem Szenario hab ich eine furchtbare Angst ...

Ich fühle mich durch dieses ganze Dreck mit dem "P-Konto" und diesem beknackten neuen Gesetz, als ob mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen hätte.
 

Radie

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#86
Wenn keine Pfähndung vorliegt, darf dein Guthaben auch höher sein.

Und die anderen Einwände, das war vorher doch auch nicht besser, ohne P-Konto waren Sozialleistungen nur 14 Tage vor Pfähndung geschützt.
 
E

ExitUser

Gast
#87
Ich kann nur betonen, dass ein guter Anwalt keine Pfändung bei jemandem durchführt, von dem bekannt ist, dass er Hilfeempfänger ist, damit die Mandantschaft nicht auf hohen Kosten sitzen bleibt.

Allerdings gibts seit den letzten Jahren gierige Anwälte und gierige Gläubiger, die einem am liebsten noch den Stuhl unter dem Hintern wegpfänden würden, wenn das denn ginge.

Aber man könnte ja auch mal die Gläubiger anschreiben und um geringe Ratenzahlung bitten unter weiterer Bitte, die Zinsen zu stunden.
 

thomas

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#88
Bitte entschuldigt, daß ich weiter dumme Fragen stelle - ich weiß nicht, wen ich sonst fragen sollte ...

Also: angenommen, mein Konto ist ganz zufällig jetzt zum Monatsende ... leer.
Ganz leer.
Und ich bin im Vormonat (ehe ich es in ein P-Konto umgewandelt hab) deutlich unter dem "Freibetrag" geblieben.

So weit, so gut - da ist dann nichts, was als "Übertrag" in den Januar mit hineingenommen wird, richtig?

Nun muß ich aber im Januar die Miete bezahlen.
500,- Euro (warm).
Diese Summe zahle ich also auf mein Konto ein, und dann wird sie auch schon wieder vom Vermieter abgebucht.
Aber als UMSATZ (und es geht ja nicht wirklich um vorhandenes Guthaben, sondern um den UMSATZ auf meinem P-Konto, hab ich das richtig verstanden?) ist es gebucht.
Also schon mal 500,- Euro ...
Ich muß im Januar auch eine Betriebskostennachzahlung von 200,- Euro leisten.
Auch dieses Geld muß ich auf das Konto einzahlen, damit es abgebucht werden kann.

Macht zusammen 700,- Euro UMSATZ.

Wenn nun am 30. Januar das Sozialamt überweist, dann hab ich bereits einen UMSATZ von 1450,- Euro auf meinem Konto, und das allein im Januar.
Noch nicht berücksichtigt sind Strom, Hausratversicherung und Telefon (zusammen nochmal ca. 50,- Euro).

Muß ich nun, da mein UMSATZ auf dem Konto im Kalendermonat Januar höher sein wird als der "Freibetrag" von 1028,89 Euro, einfach mal damit rechnen, daß mir die Bank am Ende des Kalendermonats Januar ca. 450,- Euro vorenthalten wird?

500,- Euro Miete, 200,- Euro Betriebskostennachzahlung, 750,- Euro Sozialhilfe incl. Miete macht summa summarum 1450,- Euro UMSATZ, noch nicht gerechnet sind Stom, Telefon, Hausratversicherung.
Ebenfalls noch nicht gerechnet sind diverse Kleinigkeiten, bspw. wenn man etwas für wenig Geld auf Ebay ersteigert und die Kaufsumme dann überweisen muß.

Es tut mir leid, wenn das eine dumme Frage sein sollte, aber ich habe den §835 einfach nicht wirklich verstanden ...
Inwieweit VERHINDERT dieser §835 in seiner aktuellen, veränderten Fassung, daß das obenstehend von mir beschriebene Szenario Wirklichkeit wird?

Bitte entschuldigt meine dummen Fragen, aber ich blicke im Moment wirklich nicht durch und würde mich über eine nachvollziehbare Erklärung sehr freuen.
Danke an alle, die mir helfen.

Liebe Grüße
Thomas
 
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#89
Was ist denn, wenn man am 30.oder 31. des Monats so krank ist, daß man nicht zur Bank gehen kann. Geld wird dann auf den Folgemonat übertragen. Sagen wir mal- ich hole das Geld nicht am 31.12. sondern erst am 03.01. des neuen Jahres. Am 31.01. kommt ja schon wieder neues Geld. Das übersteigt den Freibetrag. "2 x Geld in einem Monat geht nicht!!

Alg II als Scheck wäre die beste Lösung! Der Haken sind nur die hohen Überweisungsgebühren für Miete, Strom usw.!!
Da hat der Staat den Almosenempfängern wieder schön einen gebügelt!!

2 Konten zu haben geht auch nicht. Wird der Schufa gemeldet. Können jedes Konto stilllegen. Im Moment fällt mir noch nichts anderes ein, wie man das dämliche P-Konto
umgehen kann.

Leute, laßt Euch mal was einfallen!!!!
 

gast_

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#90
Nun muß ich aber im Januar die Miete bezahlen.
500,- Euro (warm).
Diese Summe zahle ich also auf mein Konto ein, und dann wird sie auch schon wieder vom Vermieter abgebucht.
Dann gib sie deinem Vermieter einmalig bar...oder überweise von einem anderen Konto (z.B. von einem Verwandten)
 

gast_

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#92
Was ist denn, wenn man am 30.oder 31. des Monats so krank ist, daß man nicht zur Bank gehen kann. Geld wird dann auf den Folgemonat übertragen. Sagen wir mal- ich hole das Geld nicht am 31.12. sondern erst am 03.01. des neuen Jahres. Am 31.01. kommt ja schon wieder neues Geld. Das übersteigt den Freibetrag. "2 x Geld in einem Monat geht nicht!!

Alg II als Scheck wäre die beste Lösung! Der Haken sind nur die hohen Überweisungsgebühren für Miete, Strom usw.!!
Da hat der Staat den Almosenempfängern wieder schön einen gebügelt!!

2 Konten zu haben geht auch nicht. Wird der Schufa gemeldet. Können jedes Konto stilllegen. Im Moment fällt mir noch nichts anderes ein, wie man das dämliche P-Konto
umgehen kann.

Leute, laßt Euch mal was einfallen!!!!
Einmalig alles abholen, irgendwie bezahlen, (bar oder über ein anderes Konto) dann ist das Problem gelöst - verstehe nicht,wo ihr da ein Problem seht!

DA ändert man... Lastschriftgebühren weil nicht gedeckt muß man halt zahlen, wenn man sie nicht einmailig aussetzen oder stoppen kann.
 

ela1953

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#93
DA ändert man... Lastschriftgebühren weil nicht gedeckt muß man halt zahlen, wenn man sie nicht einmailig aussetzen oder stoppen kann.
Lastschriften, die nicht am 1. erfolgen kann man auf Überweisung am 1. ändern.

Habe ich beim Handy so gemacht und sogar bei den Stadtwerken.

Bei den Stadtwerken war das angeblich nicht möglich, wurde immer so um den 20. abgebucht.

Meine Bitte um Abbuchung am 1. war technisch nicht möglich. Auch würde ich dann den günstigen Tarif verlieren.

Dem war aber doch nicht so.

Habe dann am 1. die alte Rate gezahlt und einen geringen Betrag für die neue. So lange, bis ich nur noch im voraus die laufende Zahlung hatte.


Den günstigen Tarif hab ich immer noch.

Die Mahngebühren der Stadtwerke und des Handys bekam ich nicht mehr. Beim Handy konnte ich statt Lastschrift auf Überweisung umstellen, obwohl das auch erst nicht möglich sein sollte.
 

thomas

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#94
Gibt es hier jemanden, der mit hinlänglicher Sicherheit (weil vom Fach) und in verständlichen Worten darlegen kann, inwieweit dieser mir unverständliche §835 wirksam wird?

Ist das von mir geschilderte (befürchtete) Szenario hinsichtlich der "Überschreitung des Freibetrags" realistisch oder bin ich da in einem Irrtum befangen?

Falls meine Befürchtungen realistisch sind - was kann ich tun?

Einmalig alles abholen
Hab ich gemacht.

irgendwie bezahlen, (bar oder über ein anderes Konto) dann ist das Problem gelöst - verstehe nicht,wo ihr da ein Problem seht!
Es wäre schön, wenn es so einfach wäre.
Ich möchte dazu anmerken, daß ich NIEMANDEN (mehr) habe.
Ich bin ganz allein.
Es gibt niemanden, der mir sein Konto aushilfsweise für Überweisungen zur Verfügung stellen könnte.
Der Vermieter lehnt Barzahlung kategorisch ab und besteht auf einer Abwicklung per Bankkonto, wie ich heute erfahren mußte.
Das gilt auch für die Nachzahlung der Betriebskosten.

So langsam aber sicher weiß ich wirklich nicht mehr weiter.
Wie ich es auch drehe und wende - ich kann es offenbar nicht vermeiden, im Kalendermonat Januar über die "Grenze" von 1028,89 Euro zu kommen.
Und zwar deutlich, wie ich in einem vorangegangenen Beitrag schon erläuterte.

Ich hatte gehofft, hier Hilfe zu finden.
 

Hopefull

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#95
Hallo Thomas,

ich verstehe dich sehr gut. Mir hat auch lange, lange Zeit mein P-Konto schlaflose Nächte bereitet bis ich noch zusätzlich die Verbraucherzentrale aufgesucht habe....selbst hier gab es kaum eine befriedigende Aufklärung.
Leider ist es auch mir so ergangen, dass ich vormals abgehobenes Geld wieder einzahlen mußte, um eine online-Überweisung vorzunehmen, die ich einfach vergessen hatte, auszuführen.
Doof gelaufen, denn meine e i g e n e Einzahlung auf`s eigene Konto gilt auch bereits als Zahlungseingang/ Gutschrift, was ich natürlich nicht wußte. Zusammen mit den anderen Zalungseingängen war mein Freibetrag dadurch dann auch überschritten und meine Bank hat sofort diesen überzogenen Überschussbetrag ( Betrag über Pfändungsfreibetrag) an den Gläubiger ausgekehrt.
Zur Vereinfachung mal ein simples Bsp.

Lohneingang : 02.11. = 800,00
Rentenbezüge: 28.11. = 200,00
Überweisung Miete, Strom, Telefon usw. : 28.11.= 700,00
Bar abgehoben: 28.11. = 300,00
Kontostand am 28.11. jetzt auf Null
Dann wieder eine Bareinzahlung auf eigenes Konto am 29.11. = 200,00, um noch meine vergessene KfZ-Versicherung zu überweisen.
Dadurch war mein Freibetrag i.H.v. 1028,89 aber bereits um exakt 171,11 überschritten, denn 3 Gutschriften waren im November auf meinem Konto eingegangen (800+200+200= 1200)

Meine KfZ-Überweisung konnte ich vergessen, denn an meine eingezahlten 200 Euro kam ich bis auf die Differenz von 28,89 (171,11 -200,00= 28,89 ) nicht mehr dran...Im Klartext:
Ich hatte 200 Euro auf meinem Konto, konnte aber nur noch über 28,89 verfügen, der Test ist an die Gläubiger gegangen.
Doch aus Fehlern lernt man bekanntlich und ich nehme es lieber in Kauf, Extragebühren für Barüberweisungen auf Anderkonto zu zahlen, als das mein abgehobenes und wieder eingezahltes Geld als GUTHABEN gebucht und einbehalten wird.
Es gibt übrigens noch extra ein P-Konto-Forum, in dem du dich auch mal umschauen könntest.
lg
Hopefull
 

thomas

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#96
Es gibt übrigens noch extra ein P-Konto-Forum, in dem du dich auch mal umschauen könntest.
lg
Hopefull
Danke.

Wo finde ich dieses P-Konto-Forum?
Ist das ein Unterforum hier im ELO?

LG
Thomas

PS: Da ich psychisch krank bin (und mir deshalb viele Dinge nicht möglich sind, die anderen Menschen offenschtlich keinerlei Probleme bereiten) ist es für mich schwer bis unmöglich, mit dieser blöden Situation klarzukommen.
 

Radie

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#97
Thomas, gebe mal P-Konto-Forum in Google ein. Hier sind wohl Links zu anderen Foren nicht erwünscht.
 

pinguin

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#99
und ich nehme es lieber in Kauf, Extragebühren für Barüberweisungen auf Anderkonto zu zahlen,
Du kannst generell alles als Bareinzahlung tätigen; Du bist nicht verpflichtet, den Weg über Dein eigenes Konto zu gehen. Allerdings zahlst Du halt Gebühren für Bareinzahlungen zugunsten von Fremdkonten.
 

derneue2012

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hallo hat sich was bei der regelung vom p-konto geändert???? denn heute wollte ich wie immer mein geld von der bank holen und mir wurde gesagt das es vor dem nächsten werktag nicht ginge. es ging sonst immer wenn der monatsende auf ein wochenede gefallen ist. meine frage was kann man machen um heute an sein geld zu kommen??
 
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