Händler geben Gutscheine - Abwrackprämie für Textilien

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Abwrackprämie für Textilien - Händler geben Gutscheine

Nach der Abwrackprämie für alte Autos haben sich die ersten Textilhändler etwas Ähnliches für ihre Branche ausgedacht. Seit Anfang Februar können die Kunden in den Filialen mehrerer Handels- und Dienstleistungsunternehmen Gutscheine von einem bis fünf Euro erhalten, wenn sie gebrauchte Schuhe und Kleidung zur Wiederverwertung abliefern.

Das teilte das Sammelunternehmen I:CO am Mittwoch in Hamburg mit. In den Filialen der Adler-Modemärkte, des Reparatur-Service Mister Minit, des Schuhhändlers Reno und der Reinigung Stichweh sollen bundesweit noch in diesem Jahr rund 1000 Sammelstellen bereit stehen.

Abwrackprämie für Textilien - Händler geben Gutscheine - n-tv.de
 

ladydi12

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Hallo Muci,

das mutiert ja dann zur Konkurrenz von den Kleiderkammern und den Tafeln, wo man für die Abgabe von gebrauchten Sachen gar nix kriegt. Na da werden die aber bald sehr lange Gesichter machen.:icon_twisted:

meint ladydi12
 
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Abwrackprämie für Textilien - Händler geben Gutscheine
Seit Anfang Februar können die Kunden in den Filialen mehrerer Handels- und Dienstleistungsunternehmen Gutscheine von einem bis fünf Euro erhalten, wenn sie gebrauchte Schuhe und Kleidung zur Wiederverwertung abliefern.
Sammeln die schon, um uns im Lager einkleiden zu können?
 

Jesaja

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Habe den Thread für die Autoabwrackprämie nicht gelesen.
Muss man sich denn dann die Prämie für verschrottete Kleidung auf das ALG II anrechnen lassen, oder gälte das dann als Vermögensumwandlung ?:smile:
 

Donauwelle

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Nun ja - das Problem ist doch nicht die Abwrackprämie, sondern dass man sich etwas neues dafür kaufen muss...
 

Linchen0307

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Eigentlich könnte ich mal wieder ne neue Jeans brauchen und mit der Prämie könnte ich vielleicht mal was für mich kaufen.
Immer wird alles in Tochter und Sohn gesteckt:icon_kinn:
 

Tinka

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Also, wg. 5€ weniger würde ich bestimmt trotzdem nichts bei Adler kaufen...

Das ist doch nur ein Rabatt, den sie auch geben können/könnten, wenn man seine alten Sachen nicht dorthin schleppen muß.

Was für ein Quatsch :icon_neutral:
 

Atlantis

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ob die meine alten kartoffelsäcke auch in zahlung nehmen.:icon_twisted:
 

Linchen0307

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Also, wg. 5€ weniger würde ich bestimmt trotzdem nichts bei Adler kaufen...

Das ist doch nur ein Rabatt, den sie auch geben können/könnten, wenn man seine alten Sachen nicht dorthin schleppen muß.

Was für ein Quatsch :icon_neutral:
Tinka, ich warte bis Bonprix auch Prämie "aus alt mach neu" zahlt, das ist einmal dichter , da Henstedt Ulzburg zu Halstenbeck und zum 2. wesentlich Preiswerter, auch fürn Hartz Haushalt!
 
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Diese alten Sachen werden dann für teuer Geld irgendwo anders verkauft.
Scheinen einige wieder das grosse Geld machen zu wollen.
 
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Ich glaube hinter diesem Gutscheinsystem steckt ein Bombengeschäft in Millionenhöhe. Schließlich schenken die Händler niemandem etwas.
Der Altkleidermarkt ist momentan heiß umkämpft, jeder will abbeißen.
Zum einen ist es ein Megawerbegag, der den Bekanntheitsgrad eines Geschäfts noch erweitert.
Gibt ein Händler nun Gutscheine aus, lockt er die Kundschaft in den Laden, die in der Regel mehr kauft als nur einen Ersatz für den verfilzten Pulli.
Das spült mehr Geld in die Kassen, als die 5,- Euro Einsatz.
Die ganzen alten Klamotten landen natürlich nicht auf dem städtischen Müllberg, das würde dem Händler nämlich eine Menge Geld kosten; sondern werden an die Industrie verkauft, die diesen Rohstoff weltweit in immer größeren Mengen braucht. Bis zu 12 Cent werden pro Kilo bezahlt. Da kommt schon was zusammen.

Der erforderliche Zuwachs der Weltfaser-Produktion bedarf jedoch durchgreifender Recyclingmaßnahmen,
Die restlichen 50%, abzüglich eines gewissen Müllanteils, dienen zur Herstellung von Recyclingware, also z.B. Putzlappen, Reißtextilien, Füll- und Dämmstoffen bzw. Pappenlumpen. Ein Doppeleffekt wird mit der Bereitstellung von Textilien für Katastrophenlager karitativer Organisationen bei Auslandseinsätzen und zur Bestückung von Kleiderkammern für hiesige Bedürftige erzielt. Immerhin profitieren etwa 200.000 Menschen in Katastrophengebieten von dem Engagement der Organisationen, dem Know-how der Textilverwerter und den Textilsammlungen allein in Deutschland. Im Durchschnitt werden 80 - 85% der verbleibenden Textilien an die Textilverwertungsunternehmen verkauft . Tragbare Altkleider der ersten Qualitäten werden in inländischen und europäischen Second-Hand-Läden vermarktet. Durch diese Vermarktung ist eine Weiterverwertung im Down-Recycling erst finanzierbar. Allein die deutsche Autoindustrie verarbeitet hiervon jährlich 60.000 Tonnen als Isolier- und Füllstoff
Altkleider

LG
 

Jenie

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ganz genau so ist es. Damit vernichten sie etwas was Bedürftigen zusteht.

WArtets ab das kommt noch schlimmer. Derart Dinge zeigen wie sehr alle in Not stecken. Solche Ideen werden in der grössten Not geboren um sich selbst den ***** zu retten. BAld wird hier niemand mehr irgendwas haben. Ja da passt der Spruch den jemand hier als Anhang hatte oder noch hat:

Die Reichen sind so unersättlich die wollen sogar die Armut besitzen.

So wird alles vernichtet und noch schnell zu Geld gemacht was nur geht. die sollten sich alle in Grund und Boden schämen.
 
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Rounddancer

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Nun, viel Geld läßt sich da für die Verbraucher eh nicht machen,- denn die ausgelobten Rückgabeprämien für Altkleider beziehen sich, jedenfalls bei Adler, auf gefüllte Bekleidungstüten. Das heißt: Wer eine kleine Tüte mit Altkleidern abgibt, kriegt einen Bon über einen EURO, eine mittelgroß Tüte bring zwei Euro, eine große Tüte (und wer Adler-Kunde ist, weiß, daß da problemlos zehn Hemden, oder zwei Anzüge plus ein Mantel hineinpassen) bringt gefüllt abgegeben gerademal drei Euro.
Also "ein Nasenwasser", und wohl gerade soviel, wie die kommerziellen Kleidersammlern den gemeinnützigen Organisationen zahlen müßten, deren Aufkleber sie auf ihre Altkleiderkontainer am Straßenrand kleben dürfen.

Dies wird noch dadurch gekrönt, daß

a) die gesammelten Bons nur dann eingelöst werden, wenn sie im Sammelheft (das zehn Bons a einen Euro faßt) eingeklebt,- und volle Hefte dann beim Einkauf neuer Adler-Ware verrechnet werden;

b) die Aktion ja zeitlich eng begrenzt ist.

Wer zum Aktionsende mit einem mit ganz gefüllten Heft herumsteht, dem geht es so, wie wenn er z.B. bei REAL, HL, oder sonstwo Bonuspunkte gesammelt, aber die volle Punktzahl nicht erreicht hat: Die Mühe war umsonst.

Also: Altkleidung (besonders, wenn noch verwendbar) besser z.B. zur Kleiderkammer des Kinderschutzbundes, auf den "Gib-und-nimm-Tisch" beim Tauschtag des lokalen Tauschrings, zum "Pfennigbasar", oder online über die lokale freecycle-Mailiingliste zur Gratisabgabe ausschreiben.
 
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Nun, viel Geld läßt sich da für die Verbraucher eh nicht machen,- denn die ausgelobten Rückgabeprämien für Altkleider beziehen sich, jedenfalls bei Adler, auf gefüllte Bekleidungstüten. Das heißt: Wer eine kleine Tüte mit Altkleidern abgibt, kriegt einen Bon über einen EURO, eine mittelgroß Tüte bring zwei Euro, eine große Tüte (und wer Adler-Kunde ist, weiß, daß da problemlos zehn Hemden, oder zwei Anzüge plus ein Mantel hineinpassen) bringt gefüllt abgegeben gerademal drei Euro.
Aber genau das ist doch das System. Der Kunde bekommt für seine alten Plünnen, die sowieso entsorgen wollte, noch eine Kleinigkeit, also schleppt er sie ins Geschäft, und erhält seine Gutschrift. Und bereits da beginnt der Verdienst des Händlers, denn i.d.R. werden Altkleider am Strassenrand per LKW eingesammelt;)
Da der Kunde nunmal schon im Laden ist, kauft er sich eben neue Hemden, Blüsen, Mäntel, was für das Geschäft höchst lukrativ ist.
Und den Euro, den man gutgeschrieben hat, den holt man sich von Altkleiderverwertung wieder, fährt also nicht einmal den geringsten Verlust ein.
Und die Kunden, die bekommen ihr Guthaben nur dann, wenn sie ein gefülltes Bonheft vorweisen können. Doch die wenigsten können das, und so spart der Händler auch noch die Auszahlung und so klingelts weiter in seiner Tasche. Und die wenigen Leutz, deren Bon tatsächlich komplett ist, die geben i.d.R. das ausgezahlte Geld gleich an Ort und Stelle wieder aus, und oft noch ein bißchen mehr. Und der Händler macht mit der Dummheit der Leute ein gutes Geschäft. Verkaufspsychologie eben ;))))

LG
 

Rechtsverdreher

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Als Kind musste ich mit meiner Mutter losgehen und Rot-Kreuz-Säcke klauen die an der Straße standen.

Meine Mutter sagte dann noch zu uns: Wenn uns einer fragt, dann sagt ihr wir haben was vergessen reinzupacken.

Auf jeden Fall haben die Säcke ihren Zweck erfüllt.
 
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Oh oh dass das mal nicht dazu verführt es später genauso zu machen.
Mal ernsthaft Rechtsverdreher, nichts gegen dich und deinen Mummi, das hätte auch nach hinten losgehen. So von wegen Vorbildfunktion.

Aber wenn es denn den zweck erfüllt hat. Das ist doch auch eine Idee. Nur währe zu empfehlen das ohne Begleidung von Kindern zu machen. Die Leute stellen es ja teilweise schon einen Abend vorher raus. Wenn die Kleinen dann im Bett sind...
Die freuen sich dann bestimmt am nächsten morgen eine neue schicke Hose zu haben. Und nebenbei kannst dich dann als Zauberer ausgeben.
 

Drueckebergerin

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Nachdem meine Kleidersäcke regelmäßig vor dem Abholtermin in einem Transporter mit polnischem Kennzeichen verschwanden, gebe ich sie direkt an Andere weiter.
rounddancers Ausführungen fand ich echt interessant, also ist das Ganze nur ein Werbegag!
 
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Seitdem ich gesehen habe, wo meine Kleiderspenden landen, gebe ich sie den Hunden zum Spielen oder werfe ich sie in den Müll.
 
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Rounddancer

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Die von Kommerziellen gesammelten Kleiderspenden (ob selbst, oder unter der Flagge eines gemeinnützigen Vereins (der dann so 3-5cent pro Kilo bekommt) auch das RK läßt unter seiner Flagge Kommerzielle sammeln) landen, zu Ballen gepreßt, und für einige zehn Cent pro Kilo, in der Regel im Nicht-EU-Ausland, oft in der Dritten Welt, z.B. in Afrika. Dort landet ein Teil auf Flohmärkten (und nimmt dort den handwerklichen Kleiderproduzenten über den Preis Kunden und die Arbeit weg), der große Rest landet im Reißwolf, wird zu Putzwolle, etc.

Daß da nun ein kommerzielle Altkleider-Firma den Weg über den Einzelhandel geht, ist neu,- ich deke, die werden eine Alternative gebraucht haben, weil die Plätze für Altkleidercontainer an den Straßenrändern schon überbelegt sind.
 
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In meinem Fall war es so: Ich wurde gebeten, gute Kleidung für Menschen zu spenden, die sich nichts Neues leisten konnten. Ich sortierte "wohlwollend" meinen Kleiderschrank aus und fand meine Sachen wieder - in Lichtschächten.
 
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