Habe vom neuen Bundesteilhabegesetz gelesen. Weiß jemand, wer davon betroffen ist?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

sonne26

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 April 2007
Beiträge
293
Bewertungen
85
Hallo hier ist die Sonne und etwas irritiert, da ich von einem neuen Bundesteilhabegesetz gelesen habe.
Weiß Jemand wer davon betroffen ist?
Ich bekomme öfter im Bekanntenkreis die Frage gestellt, ob es auch die Frührentner betreffen wird, die eine Arbeitsmarktrente beziehen oder auch die Menschen, die bereits berentet bis zur Altersregelrente sind??

Habe im einen Link erhalten, darf ich den hier rein setzen?

Grüßle
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
8.068
Bewertungen
11.013
Moinsen sonne26 ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Bundesteilhabegesetz[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Nun meines Wissens bezieht sich das auf Menschen mit anerkannten Behinderungen, also SchwerB. um ihnen den Lebensalltag zu erleichtern.

Wenn man zu dem Personenkreis gehört kann man da ggf. einiges an Hilfen bzw. Unterstützung erhalten.

Aber was ich bisher aus der Presse/Fernsehen so mitbekommen habe, soll das ganze eh nur wieder ein lahmer Papiertiger sein, ja zum Teil sogar die Situation der Betroffenen verschlechtern. Ist halt wohl nicht viel anders als die damalige Rentenreform die ja nur eins wirklich im Auge hatte, die Ausgaben der DRV zu senken, weshalb wohl plötzlich weniger als die hälfte der sonst üblichen Anträge noch bewilligt wurden.

Da muß man also ganz gezielt hinschauen ob es einem helfen kann.


Grüße saurbier
 

sonne26

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 April 2007
Beiträge
293
Bewertungen
85
Curt the Cat,

vielen Dank für die Info.
Ich weiß manchmal nicht, wie ich das formulieren kann und wie ich das in den Titel schreiben kann.
Ist jedoch nie unfreundlich gemeint....

Liebe Grüße
Sonne

Hallo Saurbier,

danke dir, sowas habe ich mir fast schon gedacht.

Viele haben ja unterschiedliche Kostenträger.
Da kam halt öfter die Frage auf, ob Menschen die zb. im "Betreuten Wohnen" oder
Tagesklinik und eine Arbeitsmarktrente oder auch schon eine unbefristete Rente beziehen, davon betroffen sind?

Wie ich mitbekommen habe, werden da wohl auch Daten an die RV gesendet und Jobcenter und an andere Leistungsträger. Wie sich der Betroffene verhält und wie sein Gesundheitszustand ist.

Nette Grüße
Sonne
 

Julian

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Juni 2018
Beiträge
65
Bewertungen
39
Ja das Gesetz bezieht sich zunächst auf Schwerbehinderte. Aber es sieht so aus als wenn alles und jeder nun in irgendeine Arbeit gebracht werden soll. Das ist der Anfang der Abschaffung der Erwebsminderungsrenten (meine persönliche Meinung). Ich könnte mir vorstellen dass noch mehr Rentenanträge abgelehnt werden und die Arbeitsmarktrentner in irgendeine Massnahme gesteckt werden, wie man es ja von den JobCentern schon kennt.
Aber es gibt auch viele Kritiker und bis zur endgültigen Einführung sind noch ein paar Jahre hin.
 

sonne26

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 April 2007
Beiträge
293
Bewertungen
85
Hallo Julian,

danke für deine Rückantwort.
Wie ich es nun aus deinem Post lesen kann, betrifft es die Menschen mit Neuanträgen ?- Hier macht sich bereits die Sorge breit, dass es auch Menschen betreffen kann, die bereits in der unbefristeten Rente sind, also keine Arbeitsmarktrente mehr bezeihen. Das kann ich mir aber nicht vorstellen.

Nette Grüße von der Sonne
 
E

ExUser 2606

Gast
Das Bundesteilhabegesetz dient nicht dazu, Kranke und Behinderte in Arbeit zu zwingen, sondern soll Rechte auf Unterstützung verschaffen, nicht nur für Erwerbsarbeit, sondern auch zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.
 
E

ExitUser

Gast
Das ist der Anfang der Abschaffung der Erwebsminderungsrenten (meine persönliche Meinung)

Du kennst offenbar nicht den Unterschied zwischen Schwerbehindert und Erwerbsgemindert und wirfst hier beides in einen Topf und verunsicherst damit noch die Fragestellerin!

Es gibt nicht wenige Schwerbehinderte die an einem dafür dementsprechend eingerichteten Arbeitsplatz ganz normal arbeiten, und dann gibt es voll bzw. teilweise erwerbsgeminderte die aufgrund einer Krankheit gar nicht mehr oder nur noch in einem bestimmten Zeitraum einer Tätigkeit nachgehen können

Für andere mit einer wesentlichen Behinderung die bisher nur eingeschränkte Möglichkeiten der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft hatten soll dieses neue Gesetz gelten.

Was hat das also mit einer von dir befürchteten Abschaffung/Aberkennung von EM-Renten zu tun?


liesa
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Hallo Julian,

Ich könnte mir vorstellen dass noch mehr Rentenanträge abgelehnt werden und die Arbeitsmarktrentner in irgendeine Massnahme gesteckt werden, wie man es ja von den JobCentern schon kennt.

Offenbar kennst du gar nicht die gesetzlichen Vorgaben welche für eine Arbeitsmarktrente gelten.

Selbiges scheint mir dann auch bei dessen Umsetzung beim JC zu sein.

Als Arbeitsmarktrenter unterliegt man einer besonderen Form der Rente - nämlich einer welche von unseren Sozialrichtern ins Leben gerufen wurden -, eben weil die DRV früher immer mit dem Ablehnungsgrund für eine volle EMR mit dem Verweisungsberuf des Pförtner kamen. Das waren die Richter irgendwann mal leid, weil sie selbst merkten das es solche Job für die Masse gar nicht mehr gab.

Also wurde in mehreren BSG-Entscheidungen eine Richtschnur für die Anwendung einer Arbeitsmarktrente entwickelt.

Das es im Gesetz überhaupt keine Arbeitsmarktrente als solche gibt, sondern nur Kriterien welche dessen Anwendung zulassen, die aber wiederum zwischen AfA und JC leider nicht vollständig überein stimmen, was an deren unterschiedliche Aufgabenstellung liegt.

Die AfA stellt eine Versicherungsleistung dar, hingegen das JC eine staatliche Sozialleistung darstellt, was ein erheblicher Unterschied ist. Zur Aufgabe des JC gehört es, jeden Leistungsempfänger aus den staatlichen Leistungstransfer heraus zu bringen und somit dem Staat Geld/Ausgaben einzusparen.

Hinzu kommt, daß dort der § 8 SGB II die Erwerbssfähigkeit weit enger auslegt als bei der AfA, wie auch § 10 SGB II die Zumutbarkeit weit strenger auslegt.

Demzufloge ergibt sich bei vielen JC dann der Umstand, daß man Personen die zwar eine Arbeitsmarktrente beziehen - eben weil für sie die sozialversicherungspflichten Teilzeitarbeitsplätze nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind -, sie dennoch so behandelt als ob sie lediglich nur teilweise Erwerbsgemindert wären.

Und es kommt dann deshalb zu solchen Problemen mit den JC, weil die Betroffenen Personen selbst dortigen kleinen rechtlichen Unterschiede wohl eher nicht kennen und sich damit auch nicht vor Gericht gegen solche Maßnahmen zur Wehr setzen. Ich behaupte auch mal, daß so mancher Arbeitsmarktrentner nicht mal weiß, das er lediglich eine Arbeitsmarktrente erhält, was ja im Kleingedruckten auf Seite 2 des Rentenbescheides steht.

Das aber hat alles nichts - rein gar nichts mit dem neuen Bundesteilhabegesetz zu tun. Erst ist es völlig abwegig das damit irgendwelche Erwerbsminderungsrenten abgeschafft werden sollen.

Noch wird eine SchwerB nicht von der DRV festgestellt, denn das fällt gar nicht in deren gesetzlichen Aufgabenbereich. Auch ist für die DRV eine SchwerB eher uninteressant, solange damit nicht die besondere Form der SchwerB-Rente beantragt wird.

Also verunsichere bitte nicht andere.


Grüße saurbier
 

Julian

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Juni 2018
Beiträge
65
Bewertungen
39
Deshalb habe ich ja geschrieben dass es meine persönliche Meinung ist. Ich habe lediglich meine eigenen Bedenken mitgeteilt da ich selbst eine Arbeitsmarktrente beziehe und ein ungutes Gefühl habe.

Ich habe aber jetzt zuständige Stellen (u.a. das BMAS) mit dieser Frage direkt angeschrieben.
Wenn eine Antwort kommt werde ich sie hier einstellen.
 

Julian

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Juni 2018
Beiträge
65
Bewertungen
39
Ich habe eine erste Antwort von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR) bekommen (https://www.bar-frankfurt.de/):
"Das BTHG setzt aus Reha-Sicht insbesondere mit Verfahrensvorschriften bei der Reha und damit vor der Erwerbsminderungsrente an, immer mit dem Ziel, es gar nicht zur EM-Rente kommen zu lassen. Deshalb haben die Rehabilitationsträger nun z.B. mehr als bisher die Verpflichtung, den Reha-Bedarf umfassend zu prüfen und sich mit ggf. auch involvierten anderen Reha-Trägern abzustimmen. Es muss also mehr für den Grundsatz Reha-vor-Rente getan werden. Zur Beantwortung der Frage, ob sich die Anspruchsvoraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente wegen verschlossenem Arbeitsmarkt damit auch geändert haben, bitte ich Sie, Kontakt zu der Rentenversicherung aufzunehmen, die weitergehende Informationen bereithält."

Also gaaanz falsch mit meiner Vermutung war ich nicht. Es wird wohl sehr schwer werden eine EM-Rente zu bekommen da alles mögliche an Reha vorher probiert wird. Ich könnte mir vorstellen dass es sinnvoll ist eine EM-Rente möglichst bald zu beantragen, falls das geplant ist.
 

Interesierter

Elo-User*in
Mitglied seit
20 Juni 2014
Beiträge
148
Bewertungen
70
Es wird auch jetzt schon alles möglich an Reha (LTA, med. Reha) im Vorfeld probiert, bevor es in EM-Rente geht. Das BTHG soll vorrangig die Rechte der Betroffenen stärken und gerade auch im Bereich der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft.

Die Arbeitsmarktrenten sind abhängig davon wie die Agentur für Arbeit in den nächsten Jahren den Teilzeitarbeitsmarkt einschätzen wird. Die Agentur wird irgendwann dieses Potential für den Arbeitsmarkt bestimmt entdecken. :wink: Die AfA wird weiterhin sicherlich nicht ewig einen Ausgleichsbetrag an die DRV für Abeitsmarkt-EM-Rentner zahlen wollen.

Die EM-Renten sind gerade erst gestärkt wurden durch das neue Rentenpaket ab 2019. Hier wird nichts abgeschafft werden.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Die AfA wird weiterhin sicherlich nicht ewig einen Ausgleichsbetrag an die DRV für Abeitsmarkt-EM-Rentner zahlen wollen.

Also sorry, daß schätzt du aber falsch ein.

Die BA ist doch froh darüber - genauso wie die DRV natürlich, daß man sich die Kosten teilt.

Wo bitte soll denn die BA respektive die AfA´s soviele Teilzeitstellen her nehmen, immerhin haben wir ca. 1,2 Mio. Teil-EMR´s.

Das klappt doch heute schon nicht mit den Lohnsubventionen die in Arbeit zubringen, auch wenn die JC davon träumen.

Auch wird die Arbeitsmarktrente als solche nicht abgeschafft, denn davor sind immer noch die Richter, welche sie ja erst eingeführt haben.

Das die EMR´s immer mehr unter Druck geraten kann man übrigens in manch schlauem Gesetzeskommentar-Lektüre nachlesen, immerhin will die Bundesregierung ja bei den Sozialausgaben sparen. Was ist da einfacher als weniger zu bewilligen. Mit den vielen Reformen wird dort die Latte sicherlich auch wieder höher gehängt, denn es wird ja nun wieder durch die verlängerte Zurechnungszeit teurer.


Und wie ich schon schrieb, das Bundesteilhabegesetz soll die Betroffenen stärken, nicht die Verwaltung.


Grüße saurbier
 

Julian

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Juni 2018
Beiträge
65
Bewertungen
39
Wenn die Verlängerungen der Arbeitsmarktrenten abgelehnt wird kommt wahrscheinlich eine Welle von Widersprüchen und Klagen an den Sozialgerichten.
Dass bereits bewilligte dauerhafte Renten von dem neuen Gesetz betroffen sind kann ich mir nicht vorstellen.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Hallo Julian,

Arbeitsmarktrenten kann man nicht einfach so mal ablehnen, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Also mindestens teilzeit EMR (3-6 Std./tägl.) und ohne Aussicht seitens der AfA auch in eine auf den allgemeinen Arbeitsmarkt befindliche sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit innerhalb eines Jahres vermittelt werden zu können.

Um eine Arbeitsmarktrente abzulehnen bedarf es einer ausreichenden Zahl an verweisungsfähigen Teilzeitarbeitsstellen für die Betroffenen. Nicht nur zufällig mal eine, nein die Richter haben ausdrücklich festgestellt - in ausreichender Zahl -. Ist zwar ein dehnfähiger Begriff, aber dennoch immerhin mehr als eine Stelle.

Da wird sich also wenig ändern.

Die AfA schafft aktuell ja nicht mal die angeblich ca. 1,2 Mio. offene Stellen zu besetzen, trotz ca. 2,6 Mio. gemeldeter Arbeitsloser.


Grüße saurbier
 

Julian

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Juni 2018
Beiträge
65
Bewertungen
39
Ja ich habe mich ja schon wieder beruhigt :smile:
Wenn die Arbeitsmarktrenten nicht weiter bewilligt würden, würde auch die Arbeitslosenquote ordentlich in die Höhe schnellen. Denn die meisten Betroffenen wären ja vermutlich erst mal Arbeitslos.
Welche Regierung will das schon?
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Hallo Julian,

Wenn die Arbeitsmarktrenten nicht weiter bewilligt würden, würde auch die Arbeitslosenquote ordentlich in die Höhe schnellen. Denn die meisten Betroffenen wären ja vermutlich erst mal Arbeitslos.

Nun ja, ob das dann wirklich so wäre steht auf einem ganz anderen Blatt, denn nicht alle der ca. 1,2 Mio. Teil-EMR beziehen ja auch eine Arbeitsmarktrente.

Nicht zu vergessen das da auch ein großer Teil nicht mehr bei der AfA sondern wohlmöglich eher bei den JC gemeldet wären und fallen dann in der Statistik der AfA natürlich nicht auf, genauso wie die ü58 welche man ja mangels realer Vermittlungshemmnisse raus nimmt.

Also keine Panik.

Wenn die Verlängerungen der Arbeitsmarktrenten abgelehnt wird kommt wahrscheinlich eine Welle von Widersprüchen und Klagen an den Sozialgerichten.

Ich persönlich bezweifle das, denn viel zu viele trauen sich aus diversen Gründen nach wie vor nicht ihre Rechte vor Gericht einzuklagen. Da gibt es leider immer noch Menschen die z.B. der DRV blind vertrauen. Und selbst wenn es zu einem Prozeß käme, knicken dort auch noch viele ein (was viele Gründe hat), was mir bereits eine Gerichtspräsidentin bestätigte (weniger als 5% kämpfen bis zum bitteren Ende).


Grüße saurbier
 

Julian

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Juni 2018
Beiträge
65
Bewertungen
39
Das BMAS hat mir eine Antwort geschickt zur Frage ob das neue Teilhabegesetz Änderungen für die Arbeitsmarktrente bringt.
Ich habe es hier hochgeladen.
Wer zu faul ist alles zu lesen: das Teilhabegesetz bringt keine Änderungen in Bezug auf Bewilligung der Arbeitsmarktrenten. Die Rentenversicherung bleibt aber frei in ihren Entscheidungen wie bisher auch.
 

Anhänge

  • BMAS1.pdf
    597,1 KB · Aufrufe: 58
  • BMAS2.pdf
    780,2 KB · Aufrufe: 45
  • BMAS3.pdf
    135,2 KB · Aufrufe: 47

sonne26

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 April 2007
Beiträge
293
Bewertungen
85
Hallo Julian,

besten Dank für die Anhänge.

So wirklich schlau werde ich daraus auch nicht.

Meine Frage ist dahingehend nicht beantwortet, ob es auch die Menschen betrifft die schon in der unbefristeten Rente sind.
Betroffene die nur noch ein "Restleistungsvermögen" von unter 3 Stunden haben? Das wäre interessant zu wissen....

Grüße von der sonne
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Hallo sonne26,

Meine Frage ist dahingehend nicht beantwortet, ob es auch die Menschen betrifft die schon in der unbefristeten Rente sind.
Betroffene die nur noch ein "Restleistungsvermögen" von unter 3 Stunden haben? Das wäre interessant zu wissen....

Liebe sonne26, daß was man hier Julian hier mitgeteilt hat, bezieht sich doch nur auf "Arbeitsmarktrenten" und da gibt es ebenso keine Änderung durch das BTHG wie erst recht bei unbefristeter voller EMR.

Wie bitte kommst du darauf, daß sich bei schon ubefristeter voller EMR (Leistungsfähigkeit <3 Std.) etwas mit dem BTHG anfangen läßt.

Das sollte dir doch eigentlich schon der Name sagen ..teilhabe.., die ist bei dir doch gar nicht mehr vorhanden, oder willst du deine Rente abgeben und wieder arbeiten wollen.

Mit dem neuen BTHG ab 2018 bzw. 2020 (so hab ich es bei Buzer gelesen) welches so einiges im SGB XII ändert, soll betroffenen eine besser Hilfe zukommen lassen. Unter anderem so das SGB IX dann außer Kraft treten.

Das hat aber nichts mit dem SGB VI zu tun.


Grüße saurbier
 

sonne26

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 April 2007
Beiträge
293
Bewertungen
85
Sei nett gegrüßt, Saurbier :)

Danke für deinen netten Post. Ja das ist mir schon klar mit der Teilhabe.
Jedoch hat das ein SB vom Jobcenter gesagt, der auch "meine" anderen Leutchen ganz in Sorge gebracht hatte und deswegen meine Nachfragen hier.

So wie es nun aussieht hatte er wohl keine richtige Ahnung über das was er sprach....
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.754
Bewertungen
9.265
Hallo sonne26,

Jedoch hat das ein SB vom Jobcenter gesagt, der auch "meine" anderen Leutchen ganz in Sorge gebracht hatte und deswegen meine Nachfragen hier.

Nun ich bin jetzt mal ganz böse und sag - dann hat er ja geschaft was er wollte -.

Nein, der SB hat offensichtlich irgend was erzählt um sich wichtig zu machen, punkt aus.

Das neue BTHG kann etwas bei den Leistungen bewirken, denn das SGB IX wird/soll ja dadurch teilweise umstrukturiert werden, zumindest hab ich das so verstanden.

Da geht es dann aber um Leistungen für LTA etc. für behinderte /SchwerB und betrifft nicht den Personenkreis die eh schon eine volle EMR/Arbeitsmarktrente bewilligt bekommen haben.

Ich würde dir empfehlen mach dir keinen Kopf und sag all deinen Ratsuchenden, sie sollen sich nicht verrückt machen.

Wer von der DRV eine volle EMR hat, dem wird man die nicht ohne weiteres wegen neuer Gesetze weg nehmen können.

Wer allerdings eine Arbeitsmarktrente bezieht könnte (da diese ja nur auf Zeit bewilligt werden) immer noch eine mögliche Arbeit erhalten, je nach Region der AfA wenn dort adequate Teilzeitarbeitsplätze vorhanden wären. Ob da nun das neue BTHG etwas bewirkt oder nicht wäre eh zweitrangig, denn für eine Arbeitsmarktrente und daraus resultierend eine Arbeitsmarktvermittlung steht immer noch die DRV im Wege, welche die gesundheitlichen Gegebenheiten im Zusammenhang mit dem möglichen Arbeitsangebot (von AfA/JC) vorab prüfen wird.

Übrigens wer eine Arbeitsmarktrente bezieht, der ist eh von einer LTA seitens der DRV bereits ausgeschlossen, womit ich persönlich mal kaum glauben mag das daran das BTHG etwas ändern wird.

Das wäre nur interessant für die Menschen, welche als SchwerB einer Arbeit nachgehen bzw. gerne nachgehen würden, denn da möchte der Gesetzgeber versuchen diesen Menschen einen besseren Zugang zu verschaffen bzw. diesen zu erleichtern.

Nur bisher hört man ja eher das Gegenteil, leider.


Vergiß es einfach, geniesse den Tag und lass ihn dir nicht durch irgendwelche SB Sprüche vermiesen, denn wenn es da was gibt, wird man dich schon rechtzeitig informieren und dann kanst du dir hier immer noch Hilfe holen.


Grüße saurbier
 

Interesierter

Elo-User*in
Mitglied seit
20 Juni 2014
Beiträge
148
Bewertungen
70
@ Saurbier

Also Erwersminderungsrentner sind nicht von LTA ausgeschlossen, gerade mit einer bewilligten EM-Rente erfüllt man die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für LTA, ob man auch die persönlichen erfüllt also balastbar ist für LTA ist eine andere Sache aber man kann über LTA ja auch den Weg in eine WfbM gehen, falls der allgemeine Arbeitsmarkt nicht funktioniert. Ich kenne auch Fälle die haben mit Arbeitsmarktrente LTA bewilligt bekommen und auch eine Job gefunden auch weil sie einfach noch mal arbeiten oder nennen wir es einfach mal "Teilhaben" wollten. Es ist halt immer eine Frage der Gesundheit und der persönlichen Ziele im Leben.

Das BTHG kann aber auch Fälle mit EM-Rente betreffen, gerade wenn es um Leistung der Eingliederunghilfe geht. Denn da soll ja das BTHG Verbesserungen bringen.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten