Habe vom Jobcenter ein Schreiben bekommen, weil die Tochter im November 25 wird und nunmehr eine Haushaltsgemeinschaft vorliegt. Bekommt meine Tochter jetzt den vollen ALG II Regelsatz?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Daniel81

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 Dezember 2009
Beiträge
104
Bewertungen
3
Hallo,

Frage:

Eine Familie bestehend aus Vater, Mutter und Tochter (24) leben zusammen in einem Haus zur Miete. Bisher ist das laut Job Center eine Bedarfsgemeinschaft. Nun folgte ein Schreiben des Job Center das die Tochter im November 25 wird und nun mehr eine Haushaltsgemeinschaft vorliegt.

Bisher wurden alle gegeneinander aufgerechnet und haben nicht den vollen Hartz Satz bekommen. Besteht jetzt mit der Zuordnung als Haushaltsgemeinschaft die Chance, dass die Tochter den vollen Satz bekommt weil sie Ü25 ist oder bleibt alles beim gleichen und man hat dem Kind nur einen anderen Namen gegeben?
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
25.102
Bewertungen
18.307
Guten Tag Daniel81

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder
"Bedarfsgemeinschaft vs Haushaltsgemeinschaft und Ü25"

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:



Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

marty

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2008
Beiträge
682
Bewertungen
41
Was ich verstanden habe, haben sowohl Sie,wie auch Ihre Tochter bisher beide Leistungen nach dem SGB 2 erhalten haben.
Was sich jetzt z.B. andert,ist,dass die Tochter jetzt selbst für sich ein Antrag stellen muss.
Solange sich vermuten lässt,dass Sie von einem aus der Haushaltsgemeinschaft unterstützt wird, bekommt Sie weniger.
Falls nicht, ist da noch die Frage mit der Kosten für Unterkunft.
Es wäre sinnvoll,wenn Sie einen Untermietvertrag mit der Tochter schliessen würden.
 
Zuletzt bearbeitet:

Optierer

Elo-User*in
Mitglied seit
7 Januar 2013
Beiträge
250
Bewertungen
290
Solange sich vermuten lässt,dass Sie von einem aus der Haushaltsgemeinschaft unterstützt wird, bekommt Sie weniger.
Kommt darauf an, ob überhaupt jemand Einkünfte erzielt. Falls nicht, ergibt sich für eine Prüfung der Einstandsverpflichtung nach § 9 Abs. 5 SGB II kein Grund.

Es wäre sinnvoll,wenn Sie einen Untermietvertrag mit der Tochter schliessen würden.
Kann man zwar machen, schließlich besteht Vertragsfreiheit. Das erhöht allerdings nicht die jetzigen KdU. Das JC wird diese mit zwei Dritteln auf die BG der Eltern und mit einem Drittel auf die Tochter aufteilen.
 

marty

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2008
Beiträge
682
Bewertungen
41
Wie kann das JC einfach so aufteilen,wenn Sie im Antrag keine Kosten der KdU nachweisen kann. Z.B. Mietvertrag,Zahlungen ...?

Was passieren wird,ist,dass die BG Mutter-Vatet ein Drittel der KdU nicht bezahlt bekommen und das wars.
 
Zuletzt bearbeitet:

marty

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 Mai 2008
Beiträge
682
Bewertungen
41
Zitat vom Harald-Thome.de:
Jede Einzelperson der Bedarfsgemeinschaft ist anspruchsberechtigt bezüglich der anteiligen Unterkunftskosten. Gehören zur Haushaltsgemeinschaft Personen, die nicht Mitglied der Bedarfsgemeinschaft sind, ist der auf sie treffende Anteil der Unterkunftskosten abzuziehen (BSG, Urt. v. 18.02.10, Az. B 14 AS 73/08 R). Im Regelfall ist anteilig pro Kopf aufzuteilen (BSG, Urt. v. 27.02.08, Az. B 14/11b AS 55/06).
 

sentientcreatur

Neu hier...
Mitglied seit
2 August 2019
Beiträge
98
Bewertungen
110
Nun folgte ein Schreiben des Job Center das die Tochter im November 25 wird und nun mehr eine Haushaltsgemeinschaft vorliegt.
Eine beliebte Masche der Jobcenter. Ist aber falsch.

Ein gemeinsamer Haushalt kann zur Unterstützungsvermutung führen.
Die Rechtsfolge der Vermutungswirkung aus § 9 Abs. 5 SGB II tritt erst ein, wenn die Voraussetzungen der HG und der Leistungsfähigkeit der Verwandten feststehen.
Diese Voraussetzungen (HG und Leistungsfähigkeit) müssen positiv vom Jobcenter festgestellt werden, also auf festgestellten Tatsachen beruhen.
Bis dahin hat JC die Feststellungslast (und eben nicht die Leistungsbezieher, wie die Jobcenter das so oft behaupten).

Aus dem Sachverhalt lässt sich aber mangels weiterer Informationen nicht entnehmen, ob dem JC vielleicht die Erbringung von Unterstützungsleistungen als Tatsachen schon bekannt sind.
 

ela1953

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 März 2008
Beiträge
6.943
Bewertungen
2.302
Wenn die dann 25jährige weiterhin ALGII bezieht, muss sie den vollen Regelsatz bekommen.
Denn den reduzierten RS bekommen 18-24jährige in der Bedarfsgemeinschaft.
Die KdU wird weiterhin pro Kopf aufgeteilt. Es ist kein Mietvertrag erforderlich.
 
Oben Unten