Habe Ortsabwesenheit über Weihnachten beantragt. Ist die Antwort auf meinen Antrag korrekt?

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Taubenfreund

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Hallo zusammen,
ich habe in diesem Jahr noch keinen Urlaub genommen und beantragte diesen bei meiner Bearbeiterin.Ich wollte über Weihnachten und Sylvester zu meinem Vater fahren.Er wohnt in einer anderen Stadt.

Im würde gerne wissen wollen, ob die Antwort, die ich daraufhin erhielt so in Ordnung bzw. rechtens ist.
Vielen Dank im voraus.

Ich bekam folgende Antwort:
(Text original kopiert)

Antwort: WG: Anfrage Urlaub vom 15.12.2018 bis zum 02.01.2019 - Bearbeitungsnummer:....

Fr 09.11.2018 11:25
Posteingang
An:......

Sie haben am 09.11.2018 12:42 geantwortet.

Hallo Frau ...

da Sie im Hotel untergebracht sind kann aufgrund unserer fachlichen Regelungen nur eine Ortsabwesenheit von 7 Tagen bewilligt werden und das Hotel weiterbezahlt werden. Sollten Sie über 7 Tage hinaus ortsabwesend sein muss das Hotel ab dem 8. Tag storniert werden. Unabhängig davon steht Ihnen natürlich eine 21-tägige Ortsabwesenheit im Jahr zu. Die Besonderheit ergibt sich in Fällen von Hotelunterbringungen.

Ich bitte um Mitteilung, ob Sie die Ortsabwesenheit wie beantragt aufrecht erhalten möchten mit der Konsequenz, dass ab dem 22.12.18 das Hotelzimmer leider storniert werden müßte.


Mit freundlichen Grüßen
[>Posted via Mobile Device<]
 

Annie

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AW: Urlaubsantrag über Weihnachten

Das hört sich so an als ob die dir 7 Tage ein Hotel bezahlen. Ab dem 8ten Tag musst du dann selber zahlen oder stornieren.

Meinen die das etwa ernst?
 
E

ExUser 1309

Gast
AW: Urlaubsantrag über Weihnachten

Da fehlt etwas Information. Im Moment beruflich im Hotel untergebracht an 365 Tagen im Jahr?
Unabhängig davon steht Ihnen natürlich eine 21-tägige Ortsabwesenheit im Jahr zu.

Was ist das für ein Job??? Mit Sicherheit steht mehr zu, es gibt ja auch WE und FT. Was ist Vertraglich oder Tariflich vereinbart?
 

Schmerzgrenze

Super-Moderation
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AW: Urlaubsantrag über Weihnachten

Im Moment beruflich im Hotel untergebracht an 365 Tagen im Jahr?
Nicht beruflich. Ich denke er lebt privat in einer Ersatzunterkunft.
(Die gegenwärtige Wohnungsnot sollte doch wohl bekannt sein.)

Um die Fragen beantworten zu können, braucht es Kenntnis der o.g. fachlichen Weisungen
und der rechtlichen Grundlage der Finanzierung der KDU unter derartigen Einschränkungen.

Ein LE, welcher in einer Mietwohnung lebt, verliert seinen Anspruch auf Übernahme der KDU
auch nicht automatisch bei längerer Abwesenheit, wie z.B. Krankenhausaufenthalt oder Rehamaßnahme.
 

Curt The Cat

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Moinsen Taubenfreund und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Urlaubsantrag über Weihnachten, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Taubenfreund

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Hallo zusammen,
also ich denke das war alles ein bißchen unvollständig formuliert. Hatte vorgestern nicht mehr so viel Zeit, weil ich in der Stadtbibliothek die Computer nutze und es war kurz vor Toreschluß.

Noch mal ausführlicher:

Ich wohne aufgrund von Wohnungsmangel derzeit in einem sog. Sozialhotel. Genau seit Sept. 2016 nach einem Umzug in diese Stadt. Das "Hotel" ist kein Hotel in dem Sinne, eher eine Unterkunft mit Einzelzimmern für jede Person. Wird vom Jobcenter bezahlt.

Jetzt wollte ich aktuell über Weihnachten und Sylvester zu meinem Vater in eine andere Stadt. Dafür muß ich bekanntlich Urlaub beantragen. Ich weiß, daß mir jährlich eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen zustehen. Ich habe in diesem Jahr noch keinen Urlaub beantragt. Dachte also mir stünde die gesamte Anzahl an Tagen zu. Ich bekam aber die Antwort die in meinem Eröffnungsthread zu lesen ist.

Ich wollte nun wissen, ob die Antwort richtig ist. Ich wohnte nämlich in einer anderen Stadt schon mal in einer Unterkunft die vom Jobcenter bezahlt wurde. Da gab es solche "Regelungen" nicht.

Ich habe bisher in den gesamten 2 Jahren 4 bis maximal 5 Tage Urlaub gehabt. Es wurde letztens schon so ein Theater gemacht, das war 2017 über Sylvester. Ich meinte zu dem damaligen Bearbeiter, man könne doch wohl verstehen, daß ich über die Feiertage nicht in der Unterkunft abhänge. Darauf meinte er wieso nicht, ich könne ja spazieren gehen. Da ich mich mit diesen Dingen noch nicht eindringlich befasst habe, weil ich immer schnell Arbeit suchte, wußte ich damals nicht mal, daß mir Urlaub zusteht.

Also noch mal meine Frage zusammen gefasst:


Wenn ich in einer Unterkunft wohne die vom Jobcenter bezahlt wird und ich möchte meinen Urlaub beantragen/nehmen ist es dann rechtens oder korrekt, daß ich in meinem Fall eben nur 7 Tage Urlaub haben bzw. ortsabwesend sein darf? Das sind ganz neue böhmische Dörfer, die ich so noch nie hörte.


Ich hoffe ich habe mich jetzt verständlich gemacht.
Danke im voraus.

Gruss
Susanne
 

TazD

Super-Moderation
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Mal ein paar wichtige Klarstellungen, die nämlich auch eine rechtliche Bewandnis haben.

Dafür muß ich bekanntlich Urlaub beantragen.
Du beantragst keinen Urlaub, sondern Ortsabwesenheit. Warum ist das ein kleiner, aber wichtiger Unterschied?

Ich weiß, daß mir jährlich eine bestimmte Anzahl an Urlaubstagen zustehen. Ich habe in diesem Jahr noch keinen Urlaub beantragt. Dachte also mir stünde die gesamte Anzahl an Tagen zu.
Weil dir nämlich keine Ortsabwesenheit zusteht, sondern diese lediglich bewilligt werden kann.
Urlaub bekommt ein Arbeitnehmer und darauf gibt es auch einen Rechtsanspruch, der zur Not auch gerichtlich durchgesetzt werden kann. Ortsabwesenheit ist eine Kann-Bestimmung und eine gerichtliche Durchsetzung ist unter Umständen nur sehr schwierig bis gar nicht möglich.

Mal unabhängig davon, halte ich die Regelung des JC für rechtswidrig und mir ist diesbezüglich auch keine Rechtsgrundlage bekannt. Zumindest geben die Erreichbarkeitsanordnung und die SGB etwas derartiges nicht her. Da soll das JC mal die Karten auf den Tisch legen und die Rechtsgrundlage benennen.

Alternativ dazu, kannst du die OAW auch einfach beantragen und dann muss das JC über diesen Antrag entscheiden. Spätestens in einer evtl Ablehnung sollten Rechtsgrundlagen für die Ablehnung genannt werden.
 

Solanus

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So, schaun wir doch mal in den Kalender!

22.12. Samstag JC geschlossen
23.12. Sonntag JC geschlossen
24.12. Montag Öffnungszeiten JC ungewiss jedoch vermutlich nur Vormittag, wenn überhaupt
25.12. Dienstag JC geschlossen
26.12. Mittwoch JC geschlossen
27.12. Donnerstag JC offen
28.12. Freitag JC offen
29.12. Samstag JC geschlossen
30.12. Sonntag JC geschlossen
31.12. Montag Öffnungszeiten JC ungewiss, vermutlich jedoch geschlossen
01.01. Dienstag JC geschlossen
02.01. Mittwoch JC geöffnet

Bedeutet. Du kannst maximal am 24 und 31. vormittags und am 27. bzw. 28.12 eingeladen werden.

D. h. rein rechnerisch, würde ich für den 27. und 28. Ortsabwesenheit beantragen, eventuell zur Sicherheit für den 24. und 31. zusätzlich, macht zusammen 4 Tage OAW und 11 Tage bei Deinem Vater.

An allen anderen Tagen kannst, darfst und solltest Du Dich frei bewegen dürfen. Du hast nichts geschrieben von Hausarrest oder Fußfessel. Somit trifft das GG in vollem Umfang auch für Dich zu.

Übrigens die Öffnungszeiten Deines JC sind am JC öffentlich ausgehangen. Außerplanmäßige Schließzeiten und Feiertage ebenso und man kann sie am Empfang erfragen.
 

erwerbsuchend

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Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass in der Zwischenzeit auch Post für TE eintreffen könnte, auf die er rechtzeitig reagieren können muss. Dies könnten z.B. VV sein.
 

Taubenfreund

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Danke für die Antworten bisher und besonders an Solanus für sein geniales Rechenbeispiel :bigsmile:

Ich habe ja um Einsicht in die vermeintliche Regelung gebeten.
Diese kam heute als Word-Dokument per Mail. Leider kann ich es nicht als Anhang beifügen, da es ein docx-Dokument ist.

Inhalt:

Ortsabwesenheit (OAW) gemäß § 7 Abs. 4a SGB II

Vorschrift § 7 Abs. 4a SGB II

Einführung • eLb erhalten gemäß § 7 Abs. 4a SGB II keine Leistungen, wenn sie sich ohne Zustimmung des Jobcenters außerhalb des zeit- und ortsnahen Be-reichs aufhalten und deshalb nicht für die Eingliederung in Arbeit zur Verfügung stehen (Ortsabwesenheit (OAW)).
• Die Vorschrift des § 7 Abs. 4a SGB II ist mit Wirkung zum 01.04.2011 durch das Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen und zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 24.3.2011 (BGBl I S 453) völlig neu gestaltet worden. Danach bestimmt sich der zeit- und orts-nahe Bereich in Zukunft nicht mehr nach der bisher gültigen Erreichbarkeitsanordnung der BA (EAO).
• ABER: Der § 7 Abs. 4a SGB II gilt aufgrund der Übergangsregelung des § 77 Abs. 1 SGB II erst ab Inkrafttreten einer nach § 13 Abs. 3 SGB II erst noch zu erlassenden Rechtsverordnung des BMAS. Diese Verordnungsermächtigung umfasst die Befugnis, nähere Bestimmungen zum zeit- und ortsnahen Bereich sowie dazu zu treffen, wie lange und unter welchen Voraussetzungen sich eLb außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs aufhal-ten dürfen, ohne Ansprüche auf Leistungen nach diesem Buch zu verlieren = Bis zum Erlass einer derartigen Rechtsverordnung sind § 7 Abs. 4a SGB II in der bis zum 31.12.2010 geltenden Fassung – und damit auch die EAO in der Fassung, auf welche in § 7 Abs. 4a SGB II verwiesen wird – weiterhin anzuwenden.
• § 7 Abs. 4a SGB II in der anzuwendenden Fassung: „Leistungen nach diesem Buch erhält nicht, wer sich ohne Zustimmung des persönlichen An-sprechpartners außerhalb des in der Erreichbarkeits-Anordnung vom 23.10.1997 (ANBA 1997, 1685), geändert durch die Anordnung vom 16. No-vember 2001 (ANBA 2001, 1476), definierten zeit- und ortsnahen Bereiches aufhält; die übrigen Bestimmungen dieser Anordnung gelten entspre-chend.“
• Bitte beachten: die EAO vom 23.10.1997, geändert durch die Anordnung vom 16.11.2001, ist nicht die aktuell von der BA verwendete EAO! Deshalb ist jeweils darauf zu achten, die EAO vom 23.10.1997, geändert durch die Anordnung vom 16.11.2001 und nicht die aktuelle zu verwenden!

Ortsabwesenheit (Grundsatz) • Die Regelungen zur OAW bestimmen, ob und wie lange während einer OAW Leistungen nach dem SGB II gezahlt werden. Dies hängt von der Dauer der OAW und ob es sich um eine erlaubte oder unerlaubte OAW handelt ab.
• Wenn ein „wichtiger Grund“ im Sinne von § 3 Abs. 2 Nr. 1 - 3 der Erreichbarkeitsanordnung vorliegt, ist für bis zu 3 Wochen im Kalenderjahr die Zu-stimmung zur OAW zu erteilen:
• Nr. 1: Teilnahme an einer ärztlich verordneten Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation ( Gilt nur, wenn der eLb während der Teilnahme an dieser Maßnahme nicht arbeitsunfähig ist; andernfalls ist die EAO nicht anzuwenden.)
• Nr. 2: Teilnahme an einer Veranstaltung, die staatspolitischen, kirchlichen oder gewerkschaftlichen Zwecken dient oder sonst im öffentlichen Inte-resse liegt. Der eLb muss sicherstellen, dass er während der Teilnahme werktäglich persönlich unter der dem Jobcenter benannten Anschrift durch Briefpost erreichbar ist. Er muss die Teilnahme jederzeit abbrechen können und sich vor der Teilnahme für den Fall der beruflichen Einglie-derung glaubhaft zum jederzeitigen Abbruch bereit erklärt haben.
• Nr. 3: Ausübung einer ehrenamtlichen Tätigkeit

• Grundsätzlich ist vor dem Antritt der OAW die Zustimmung beim Coach/IFK/pAp einzuholen. Im Ausnahmefall (z.B. familiärer Notfall) kann die Ge-nehmigung nachträglich erteilt werden, wenn die vorherige Zustimmung aus Zeitgründen nicht mehr eingeholt werden konnte. Dies ist glaubhaft dar-zulegen.
• Wurde der OAW weder zugestimmt noch diese ausnahmsweise nachträglich genehmigt, handelt es sich um eine unerlaubte OAW. Dies gilt auch bei einer eigenmächtig verlängerten OAW. Bei unerlaubter OAW entfällt der Anspruch auf SGB II-Leistungen ab dem 1. Tag der unerlaubten OAW.
• Beachten: Pflicht von Geflüchteten zur Wohnsitznahme nach § 12a Abs. 1 – 3 AufenthG. Ist ein geflüchteter eLb zur Wohnsitznahme in Stuttgart verpflichtet, hält sich aber außerhalb von Stuttgart auf, bleibt das JC Stuttgart nach § 36 Abs. 2 Satz 1 SGB II weiterhin zuständig. Hier ist zu prüfen, ob unerlaubte OAW vorliegt.
• Dauert die OAW von vornherein länger als 6 Wochen, entfällt der Leistungsanspruch ab dem 1. Tag der OAW.
• Aufgrund unerlaubter OAW zu Unrecht gezahlte Leistungen sind zurückzufordern.
• In den ersten 3 Monaten des Leistungsbezuges soll einer OAW grundsätzlich nicht zugestimmt werden, da die Eingliederungschancen in dieser Zeit am höchsten sind.
• Einer OAW ist ferner dann nicht zuzustimmen, wenn die berufliche Eingliederung durch die OAW gefährdet würde. Das ist der Fall, wenn entweder tatsächlich mit der Aufnahme einer Arbeit / Ausbildung zu rechnen ist oder die OAW während der Teilnahme an einer notwendigen Eingliederungs-maßnahme erfolgen soll. Ob während einer laufenden Eingliederungsmaßnahme OAW möglich ist, muss im Einzelfall geprüft werden. Nicht bei jeder Maßnahme ist eine OAW während der Teilnahme schädlich für den Maßnahmeerfolg.

Ortsabwesenheit (Ausnahmen vom Grundsatz) • OAW von 3 bis unter 6 Wochen. Ungeminderter Leistungsanspruch NUR für folgenden Personenkreis:
• Nichtaktivierte nach § 10 SGB II
• Sozialgeldbeziehende
• Schüler, die in den Schulferien verreisen
3.) OAW von vornherein länger als 6 Wochen
• Erwerbsaufstocker, die in einem Arbeits-/Ausbildungsverhältnis stehen und einen arbeitsvertraglich geregelten Urlaubsanspruch haben, können ihren Urlaub in vollem Umfang nehmen, sofern der Arbeitgeber / Ausbildungsbetrieb dem Urlaub nachweislich zugestimmt hat (vom Arbeitgeber unter-schriebene Urlaubskarte o.ä.).
• Frauenhausfälle:
• Bei erlaubter Ortsabwesenheit werden nach den o.a. Kriterien („besonders begründeter Einzelfall“) die Kosten der Unterkunft und die Betreuungs-kosten übernommen.
• Bei unerlaubter OAW erlischt der Leistungsanspruch ab dem 1. Tag der OAW, d.h. es werden weder Regel-/Mehrbedarfe, noch die KdU für das Frauenhaus und auch keine Betreuungskosten gezahlt.

• Hotelfälle / Aufnahmehaus: Auch hier gelten die üblichen Regelungen zur OAW. Aber: Die Regelungen der Städt. Wohnungsnotfallhilfe sind zu beachten. D. h. der Platz wird nur für die im Folgenden genannten Zeiten frei gehalten:
• Hotelfälle: Bis zu 7 Tage. Nach Rücksprache mit der Sachgebietsleitung der Städtischen Wohnungsnotfallhilfe (Tel. 59146) ist auch eine längere Dauer der Platzfreihaltung möglich.
• Aufnahmehaus: Maximal für 3 Tage.

Hotelfälle / Aufnahmehaus: Bei längerer OAW wird das Zimmer anderweitig vergeben und die Familie/Person wird nach ihrer Rückkehr und je nach Ver-fügbarkeit ggf. in ein anderes Hotel/Aufnahmehaus vermittelt. Bei Personen, die länger im Krankenhaus / Reha / Entgiftung sind und deren Zimmer ge-räumt wurde, wird versucht (keine Garantie), diesen bevorzugt einen Hotelplatz zu beschaffen.
 

Nena

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Also lehnt nicht das JC die Zahlung des Zimmers (für mehr als sieben unbelegte Tage) ab, sondern die "Städtische Wohnungsnotfallhilfe". Hast Du mit denen schon gesprochen?
 

Solanus

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Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass in der Zwischenzeit auch Post für TE eintreffen könnte, auf die er rechtzeitig reagieren können muss. Dies könnten z.B. VV sein.

Was könnte als VV kommen? Und wie muss man darauf reagieren?

VV's sind Vermittlungsvorschläge. Also muss man sich bewerben. Wie bewerben? Natürlich schriftlich per Post. Post wird jedoch nur noch an Werktagen, also Mo - Fr. von 09:00 bis maximal 16 Uhr in den Briefkästen abgeholt, nicht an Samtagen, nicht an Sonntagen und Feiertagen. Da man jedoch für den VV auch noch drei Tage (Werktage? oder Kalendertage?) Zeit hat. Kann man locker mit meiner Rechnung die Zeit weg sein, ohne eine Rechtsverstoß zu begehen. An Tagen, an denen Post geliefert wird, ist man offiziell in OAW und an der anderen Tagen kommt keine Post, also auch kein VV. Somit ist die Zeit vollständig abgedeckt, ohne dass man VV's befürchten muss.
 

Onkel Tom

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Upps.. Bei Solanus "Edeltip" musste ich erstmal erfreut lachen, welchen Sinn sein Beitrag hat.. :biggrin:

Aaaaber Erstmal den Kalender chekken und dann schauen, welche Tage mann Ortsabwesenheit beantragt.

Dem SB ist ja berits bewusst, das der Betroffene von Tag x-y zum Vater möchte und wenn nun ein
"Kalenderbasieter" OAV-Antrag eintrudelt, kann bim SB folgendes im Kopf kommen " Momennt mal, da ist doch was..
Ah,er hat nun sein Antrag umgestelllt.
Kugge auf Kalender, aha, der könnte sich strotzdem laut ersten Antrag aus dem Staub machen wollen..

Grundsätzlich sollte Mensch ertmal den Kalender checken und dann sich dem OAV-Antrag widmen..

Nu wurde der Betroffene mit §§ und blabla "bedient"..

Habe selbst OAV-Ärgernisse gehabt und da fällt mir ein, das es möglich ist, sich ein entsprechendes Attest
vom Doc zu holen wo z.B. folgendes steht:

...
Auf Grund familierer Angelegenheiten, sehe ich aus medizinischen Gründen den Besuch meines Patienten
bei seinem Vater angezeigt.
...

Wenn dem Doc klar wird, das Du wegen Überfälligkeit eines Besuch der Famielie leidest, könnte sowas
klappen, um mit einem "Wichtigem Grund" eine OAV-"Genehmigung" durch zu setzen.
(Hab es erfogreich ein Mal durchgezogen)

Doch in Kombination mit "Regelwerk Notunterkunft" passt mein Tip (noch) nur mit nem dicken Pferdefuß.

Ob wir den Betroffen doch noch zu einem sorgenfreien Famielenbesuch verhelfen ? Ich hoffe es :wink:

Wie sieht das denn mit Deinem "Regelwerk deiner Unterkunft" aus ?
 

Solanus

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...
Aaaaber Erstmal den Kalender chekken und dann schauen, welche Tage mann Ortsabwesenheit beantragt.
...

Gerade als HE ist es wichtig:

Gehe nicht zu Deinem Fürst, wenn Du nicht gerufen wirst!

Meine Anregung wäre nunmal erst zu denken und dann zu beantragen.

Wobei der TE kann immer noch seinen OAW auf die zwei Tage 27. und 28. beschränken. M. E. auch ohne Verdacht zu erregen. Ich würde tatsächlich meinen OAW in dieser Form stellen, natürlich vorher die Dienstzeiten des JC checken.

Grundsätzlich ist es jedoch immer möglich und auch nicht rechtswidrig, seinen OAW Antrag mit Brückentagen zu stellen.

Wie schon gesagt, das GG gilt auch für H4 Empfänger und Hausarrest oder Einschränkung der Freiheit sind nur mit Urteil und begründet zulässig. Nicht, weil ein SB seine Allmachtsphantasien auslebt.

Was die Unterbringung betrifft, auch wenn man Ortsabwesend ist, wohnt man in dieser Unterkunft. Ich halte die Regelung, weil man ein paar Tage abwesend ist, wird die Unterkunft gekündigt, für rechtswidrig.

Mir stellt sich die Frage, wo bleiben denn die persönlichen Dinge des Bewohners? Wird die Unterkunft zwischenzeitlich wegen VORÜBERGEHENDER Abwesenheit gekündigt. Lagert dann das Amt die persönlichen Gegenstände des Bewohners ein oder wird dies entsorgt? Das wäre dann ein klarer Rechtsbruch und Diebstahl bzw. Unterschlagung.

Weiter wie ist das dann geregelt bei Rückkehr des Bewohners? Steht da eine neue Unterkunft sofort zur Verfügung?

Alles sehr dubios!
 

Onkel Tom

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Sehe ich auch so doch auf Grund eigener Erfahrungen gehe ich davon aus, das es anbei um ein SB handeln
könnte, der dem Betroffenen etwas nicht gönnt.

Gerade Weihnachtzeit oder Osterzeit, wo mann doch gern Famielenngehörige sehen möchte,
verstehen manche SBs es gut, mit "Kannleistung" dem OAV-Antragssteller eine "rein zu hauen"..

Bezüglich Ablehnungsbegründungskreativität von "gibts nicht" ; "Nur wenn dies ihrem Bewerbungsverfahen
nicht im Wege steht" und sonstigen Blabla, habe ich mich a la "radikalbestimmend" durchsetzen
müssen.

Bin gespannt was Taubenfred nun so davon hält :wink:
 

TazD

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Post wird jedoch nur noch an Werktagen, also Mo - Fr. von 09:00 bis maximal 16 Uhr in den Briefkästen abgeholt, nicht an Samtagen, nicht an Sonntagen und Feiertagen. [...]An Tagen, an denen Post geliefert wird, ist man offiziell in OAW und an der anderen Tagen kommt keine Post, also auch kein VV. Somit ist die Zeit vollständig abgedeckt, ohne dass man VV's befürchten muss.
Ich weiß nicht, wie es beim TE ist, aber bei mir kommt die Post auch am Samstag. Ein VV, der also am Freitag das JC verlässt, kann durchaus auch am Samstag eintrudeln.
 

Solanus

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Ich weiß nicht, wie es beim TE ist, aber bei mir kommt die Post auch am Samstag. Ein VV, der also am Freitag das JC verlässt, kann durchaus auch am Samstag eintrudeln.

Ich kann nur von dem Reden, was ich aktuell in meiner Region sehe. Briefkästen abgebaut. Verbliebene haben Leerungszeiten Mo - Fr 09:00 Uhr. Mag sein, dass es woanders anders ist. Aber das sollte jeder, etwas intelligente HE selbst rausfinden können.

Wenn jedoch in meiner Region ein VV am Freitag oder Samstag eintrudelt, dann brauche ich keine Bewerbung, egal was das JC bestimmt, vor Montag 08:59 Uhr in den Briefkasten einwerfen.

Da man jedoch für eine Bewerbung, so steht es in den Unterlagen, DREI Tage Zeit hat. Gilt folgendes:

Samstag VV angeliefert, also muss die Bewerbung Dienstag im Briefkasten gelandet sein. Poststempel zählt. (Sonntag, Montag, Dienstag sind drei Tage)

Jetzt könnte man sogar pingelig sein. Post wird gegen 13 Uhr angeliefert, also sind drei Tage am Dienstag gegen 13 Uhr vorbei. Wenn ich also um 12:59 in den Briefkasten einwerfe, wird erst am Mittwoch um 09:00 geleert, also kann ich gleich am Mittwoch um 08:59 Uhr einwerfen.

Ist dann der Dienstag noch ein Feiertag und der darauffolgende Mittwoch ebenso, dann reicht es die Bewerbung am Donnerstag bis 08:59 einzuwerfen. Bin ich da jedoch offiziell in OAW und Freitag ebenso, dann müsste ich Samstag einwerfen. Was keinen Sinn macht, da Samstag nicht gelehrt wird. Sonntag auch nicht, also Montag, oh wieder OAW beantragt. Also Dienstag, oh Feiertag, also Mittwoch und schon sind wir vom 22.12. bis 02.01. OAW und haben alle Festlegungen beachtet.

Mal abgesehen, dass dies KEINER kontrollieren kann.

Wenn ich dann sogar erst noch Bewerbungskosten beantragen muss, sind die drei Tage Makulatur, da ich erst den Bescheid zur Erstattung abwarten werde.

Übrigens OAW bedeutet:

Ich bin von der Pflicht, täglich per Briefpost erreichbar zu sein, befreit. Ich muss nicht an Tagen, an denen ich OAW bin, damit rechnen beim Amt einen Termin oder einen VV zu bekommen.

Das bedeutet im Umkehrschluss, an Tagen, an denen keine Briefpost kommt, kann ich getrost wegfahren OHNE OAW beantragen zu müssen, da ich VV's und Termine per Briefpost bekomme.

Deshalb auch ganz wichtig, keine Mail-Adresse und keine Telefon-/Faxnummer zu hinterlegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

TazD

Super-Moderation
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Deine Rechenspiele in allen Ehren. Aber OAW gilt für Kalendertage, nicht für Werktage.
Ist für einen Sonntag (=Kalendertag) keine OAW beantragt, dann kann der Elo an dem Tag auch eine Bewerbung zu Hause schreiben und in den Briefkasten werfen. Egal, wann der Briefkasten geleert wird.
Als SB würde ich im Falle eines Falles genau so argumentieren und ich bin mir ziemlich sicher, dass das beim SG auch leider auf offene Ohren stoßen würde.

22.12. Samstag JC geschlossen
23.12. Sonntag JC geschlossen
24.12. Montag Öffnungszeiten JC ungewiss jedoch vermutlich nur Vormittag, wenn überhaupt
25.12. Dienstag JC geschlossen
26.12. Mittwoch JC geschlossen
27.12. Donnerstag JC offen
28.12. Freitag JC offen
29.12. Samstag JC geschlossen
30.12. Sonntag JC geschlossen
31.12. Montag Öffnungszeiten JC ungewiss, vermutlich jedoch geschlossen
01.01. Dienstag JC geschlossen
02.01. Mittwoch JC geöffnet

Bedeutet. Du kannst maximal am 24 und 31. vormittags und am 27. bzw. 28.12 eingeladen werden.

D. h. rein rechnerisch, würde ich für den 27. und 28. Ortsabwesenheit beantragen, eventuell zur Sicherheit für den 24. und 31. zusätzlich, macht zusammen 4 Tage OAW und 11 Tage bei Deinem Vater.
Deine tageweise Berechnung und deinen fiktiven Antrag nochmal zugrunde gelegt, heißt das hier nämlich nichts anderes, als das der Elo am 24. , 27. , 28. und 31. erlaubt OAW ist. An allen anderen Tagen nicht, da für die anderen Kalendertage keine OAW beantragt wurde.
Somit sind wir wieder bei dem, was ich schon geschrieben habe. Liegt der VV am Samstag im Briefkasten, ist es gemäß EAO ausreichend, wenn dieser am darauffolgenden Sonntag geleert und zur Kenntnis genommen wird. Da der TE für diesen Sonntag keine OAW beantragt hat, ist er aus rechtlicher Sicht in der Lage, seinen Briefkasten zu leeren und vom VV Kenntnis zu nehmen.
Ergebnis: Drei-Tages-Frist beginnt mit allen möglichen Folgen bei Nicht-Bewerbung oder zu später Bewerbung.
 

Solanus

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Deine Rechenspiele in allen Ehren. Aber OAW gilt für Kalendertage, nicht für Werktage....

Kannst Du mir auch die exakten Textstellen im Gesetz benennen, in denen es verboten ist an Sonn- und Feiertagen weg zu fahren...Textstellen in denen es exakt definiert ist, welche Tage wie zu beantragen sind.
 

Solanus

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Warum sollte ich? Das, was du schreibst, habe ich schließlich nicht behauptet.

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. :wink:

Also sind Deine Behauptungen zur OAW aus der Luft gegriffen und ohne rechtliche Grundlage.

Mein Text ist eine logische Folge aus der OAW und den tatsächlichen Gegebenheiten, Deine Behauptung nur leeres Geschwätz ohne Grundlage. Auch gut so, dann kann es jeder einordnen.

Du musst ja nicht dieser meiner Logik folgen. Nur etwas behaupten, was aus der Luft gegriffen ist und dann als wertvollen Rat verkaufen, erscheint mir schon sehr zweifelhaft.
 
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