Habe mich auf einen Vermittlungsvorschlag beworben, aber ist eine Fahrtzeit von bis zu sechs Stunden zumutbar?

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densch

Gast
Hallo,
ich habe eine VV mit RFB erhalten.
Es geht dabei um eine Stelle als Lagerarbeiter in einer neuen Amazon Niederlassung, die sich in einer rund 50 km entfernten Stadt befindet.
Ohne groß über Fahrtzeiten und Co. nachzudenken, habe ich mich natürlich über die vorgegebene Webseite beworben.
Und bekam auch keinen Tag später die Nachricht, dass man sich meine Bewerbung erfolgreich angeguckt hat und ich nun in Stufe 2 des Bewerbungslaufs wäre.
Ich solle auf der Webseite einen Termin für ein Vorstellungsgespräch auswählen.

Nun ist mir erst während der Planung der Hin und Rückfahrt aufgefallen wie abwegig das Ganze ist von den Fahrtzeiten her.

Es geht hier um eine Vollzeitstelle, die entweder tag oder Nachtschicht beinhaltet.


Nun habe ich mal geschaut.
Von mir an den örtlichen Bahnhof gehen rund 20-25 Minuten drauf, egal ob mit oder ohne Bus.

Vom Bahnhof an den anderen Bahnhof sind es nahezu immer um die 1,5 Stunden. Liegt wohl auch daran dass die Bahn nicht direkt dorthin fährt, sondern erst in ne andere Richtung zu nem ort B und dann von B aus nach C.
Vor Ort gibt es 2 bahnhöfe, den hauptbahnhof und den Südbahnhof.
Beide sind vom Einsatzort, der offenbar abgelegen in nem Vorort liegt, rund 8 bzw. 6,5 km entfernt.

laut Busauskunft fährt offenbar kein Bus vom HBF oder Südbf aus direkt an den Einsatzort, sondern man muss auch hier mit dem Bus erst stadtauswärts und über zig Umwege wieder zurück.
Laut Onlineauskunft Fahrtzeit rund 1 Stunde um die 6,5 km (Luftstrecke) zurückzulegen.

Desweiteren fiel mir auf dass ich nicht direkt nach Arbeitsbeginn dort hinkomme.
Denn: bspw. 3:45 Uhr endet die Nachtschicht.
Der nächste Zug kommt aber erst (egal von wo ab) erst um 4:36 oder so.
also fast 1 Stunde Wartezeit.
Mal abgesehen davon ob der Bus gerade passend fährt und auch schnell genug ist damit ich auch um 4:36 Uhr am Bhnhof wäre.


Also zusammengefasst haben wir, unabhängig ob Tag oder nachtschicht:
Hinfahrt: 30 minuten wohnung-bahnhof
1,5 Stunden Bahnhof-bahnhof
1 stunde bus

rückfahrt:
mind 1 stunde zum bahnhof (abhängig davon ob ich mit bus innerhalb von 3/4 stunde zum bahnhof komme. andernfalls eher so an die 2 stunden)
zug 1,5 stunden
30 minuten bahnhof-wohnung

Also wenn ich so alle faktoren berücksichtige, komme ich, ungeahtet ob tag oder nachtschicht, auf um die 5-6 Stunden Fahrtzeit. Und das bei einem 8 Stunden Job.

Ist das nicht völlig unzumutbar?

Eigenes Auto habe ich nicht. Bus und Bahn wären die Mittel der Wahl. Auch keine behinderung oder so vorhanden, also keine Rabatte bei bus und Bahn.

Fahrtkosten geschätzt 30 Euro pro einfache Strecke, also rund 60 Euro pro Tag.


Insofern wäre m.M.n. mit Bus und Bahn unmöglich.
Höchstens das Jobcenter gibt mir ein Auto (selbstredend als zuschuss! Die wolen schließlich dass ich dort arbeite).
wobei das Geld jetzt schon nur gerade so reicht, wie sollte ich mir da ein Auto mit regelmäßigen kosten wie Versicherung, Steuern, Benzin und co. leisten können?
Wer zahlt mir das dann, selbst wenn mir das Jobcenter das auto selbst (was wohl höchstens 2000 euro wert sein darf aka schrott karre)

Von den garantiert anfallenden kosten für reparaturen im 3-4 stelligen bereich nach kurzer zeit (was erwartet man von einem 2000 Euro auto?) gar nich zu schweigen, die ich mir ebenso nicht werde leisten können.


Oder die zwingen mich zu einem Umzug.
Wobei hier aber auch zu lesen war, dass das nur gilt wenn in der nähe keine zumutbaren jobs sind.
Wobei ich sagen muss dass mir das jobcenter in den letzten tagen locker 6 VV mit RFB zuschickte bei der örtlichen post.
Also passende jobs gibts vor ort definitiv genug.
Ich wäre auch nicht wirklich scharf auf einen Umzug.

Also was meint ihr, ist der job unzumutbar und kann ich den ablehnen?
Oder mit welchen Ideen wäre es vom jobcenter her doch denkbar dass ich es machen muss?


Ich gedenke, natürlich nach Erstattung der Fahrtkosten, zum Vorstellungsgespräch hinzugehen, mir mit alles Mögliche sagen zu lassen.

Und wenn die dann kommen von wegen "Wie siehts aus, machen sies? hier nur noch den arbeitsvertrag unterschreiben?"
ich mir einfach mal den vertrag aushändigen lasse, "ich könne mir das grundsätzlich vorstellen (alles andere wäre ja sanktionswürdig) aber ich möchte den arbeitsvertrag vor Unterzeichnung noch prüfen lassen. schicke ihn gegebenenfalls untershcrieben zurück"

joa, und dann lasse ich den vom anwalt mal prüfen sowie lasse mir von dem auch ne Einschützung geben hinsichtlich zumutbarkeit mit obiger begründung.
Falls ers auch für unzumutbar hält, darf er das dem jobcenter in meinem namen mitteilen mit hüsch anwatlih korrekter begründung.

Was meint ihr zu dem ganzen?
 

erwerbsuchend

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Ein VG bedeutet noch lange nicht, dass du auch tatsächlich eingestellt wirst. Du könntest den Punkt mit den Fahrtzeiten im VG anbringen, sobald der Themenpunkt mit den Arbeitszeiten angesprochen wird. Im Normalfall wird ein AG bei diesen Fahrtzeiten von einer Einstellung absehen, sofern du keine Umzugsbereitschaft zeigst.

Du kannst aber auch diese Fahrzeiten mit einem Beleg, z.B. einem Ausdruck des Fahrplanes des ÖPNV, an das JC melden und so diesen VV als unzumutbar melden.

Zum Thema unzumutbare Fahrtzeiten findest du über die Forensuche weiteres Lesematerial.
 

HartzVerdient

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Vorsicht bei langen Wegezeiten und Umzug!

Du kannst deine Umzugsbereitschaft signalisieren. Wenn dich das Unternehmen dann einstellt, du aber im neuen Standort auf Grund der Wohnungsknappheit keine Wohnung findest... und deshalb nicht arbeiten kannst... dann hast du u.U. deinen neuen Arbeitgeber getäuscht. Folge: Schadensersatz

Daher Wohnungsproblematik vorher klären. Jobcenter informieren, dass die nur lokale Angebote unterbreiten sollen.

Es gibt hierzu eine konkrete Begrifflichkeit, die mir leider abhanden gekommen ist. War die letzte Zeit doch zu träge und muss mich wieder neu einfinden in die Thematik.
 

Holler2008

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Es gibt hierzu eine konkrete Begrifflichkeit, die mir leider abhanden gekommen ist. War die letzte Zeit doch zu träge und muss mich wieder neu einfinden in die Thematik.
Tagespendelbereich? Also 2,5 Stunden für hin und zurück zusammen maximal.

Ich würde im VG dann ansprechen, dass ich gesehen habe, dass sich 6 Stunden Pendelzeit ergeben und ob es die Möglichkeit eines Firmenwagens gibt. Ich denke, dann ist man sowieso raus, ohne irgendwas abgelehnt zu haben.
 

erwerbsuchend

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Richtig, Tagespendelbereich war der gesuchte Begriff :wink:

Nun, ich denke nicht, dass Amazon direkt einen Dienstwagen stellen wird. Es gibt jedoch in manchen Standorten einen Fahrservice per Bus, sofern es genügend Mitarbeiter aus einer bestimmten Gegend gibt.
 

HartzVerdient

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Tagespendelbereich?

Nein!

Nicht die Tagespendlgeschichte. Es geht darum, dass du trotz Arbeitsvertrags deine Arbeit nicht antreten kannst, weil du im besagten Ort noch keine Wohnung gefunden hast und somit deinen Arbeitgeber getäuscht hast. Für diesen Zusammenhang gibt es eine Begrifflichkeit. Ich hatte das mal hier im Forum überflogen aber nicht notiert.
 

erwerbsuchend

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Es geht darum, dass du trotz Arbeitsvertrags deine Arbeit nicht antreten kannst, weil du im besagten Ort noch keine Wohnung gefunden hast und somit deinen Arbeitgeber getäuscht hast.

Meinst du dann den Begriff "Eingehungsbetrug"? Ich dachte auch zuerst an den Tagespendelbereich.
 

Curt The Cat

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Moinsen densch und willkommen hier ...!

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densch

Gast
AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Ehm, also ich habe dem Arbeitgeber noch keinerlei Umzugsambitionen signalisiert und gedenke dies auch nicht zu tun (habe auch keinerlei Interesse an einem Umzug!).

Denke doch dass aufgrund der unzähligen, vor Ort vorhandenen Stellenangebote (sonst könnten die mir ja wohl schlecht 10-12 VV mit RFG in einer einzigen Woche schicken!)
das Jobcenter mich auch gar nicht zu einem Umzug wegen dieses einen Arbeitsplatz zwingen kann, oder?

Gäb ja auch genug örtliche Stellen, auf die ich passen würde.

Ich will dem Arbeitgeber heute abend mal noch schreiben wie es mit den Fahrtkosten ist; da ich ja für gutes Geld hinfahren muss und ich mich auf deren Stelle beworben habe, ob die mir nicht die Fahrtkosten übernehmen bzw. übernehmen müssten (so von gesetz her).

Werde im Zuge dieser Email denen auch lang und breitmeine Anfahrt darlegen zusammen mit der deftigen Fahrtdauer und auch der Kosten.

Je nachdem wie der Arbeitgeber hinsichtlich Fahrtzeiten und auch hinsichtlich Übernahme der Fahrtkosten eignestellt ist, erledigt sich das Vorstellungsgespräch vielleicht von selbst.

Nur will ich jetzt auch nicht direkt reinschreiben "Ein Umzug kommt nicht in Frage!".
Das ist dann wohl eher ein Thema fürs Vorstellungsgespräch :)


Di Idee mit dem Jobcenter hatte ich auch schon, will mir von der örtlichen Bahnauskunft im bahnhof ein paar konkrete Fahrtzeiten und Preise asdrucken lassen.
Denke dass reicht um zu belegen dass rund 5 Stunden Fahrtzeit gegenüber 8 Stunden Arbeitszeit einfach nur lächerlich ist :)



@HartzVerdienst: Was meinst du genau mit Umzugsbereitschaft signalisieren?
Könnte ich sowas versehentlich machen? o_O

@Holler2008: Ich werde im Zuge meiner Email wegen Fahrtkostenübernahme wie oben erwähnt auch so ganz beiläufig meine Fahrtzeiten vorrechnen.
Sollte das bei denen schon ein Knackpunkt sein, werden die mir das dann wohl eh gleich mitteilen. Dann wärs das vielleicht schon gewesen mit dem Vorstellungsgespräch :)

@erwerbssuchend: auf der Seite vom Stellenangebot haben die auch eine Liste mit angebotenen busshutles aber für den anvisierten Standort ist keine Shuttleroute da :)


Ich werde , falls es zum Vorstellungsgespräch kommt, im Prinzip auch klipp und klar sagen dass ich keinen Plan hab, wie ich hinkommen soll.
bei rund 50 Euro Fahrtkosten und rund 88 Euro BRUTTO Verdienst ginge der komplette Verdienst für Bus und Bahn drauf.

Sollen die mir mal sgaen, wie ich hinkommen soll und wer mir das bezahlt :-D
 

erwerbsuchend

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

Denke doch dass aufgrund der unzähligen, vor Ort vorhandenen Stellenangebote (sonst könnten die mir ja wohl schlecht 10-12 VV mit RFG in einer einzigen Woche schicken!)
das Jobcenter mich auch gar nicht zu einem Umzug wegen dieses einen Arbeitsplatz zwingen kann, oder?

Das kommt darauf an, wie wahrscheinlich du dort einen AV erhalten wirst. Solltest du bei Amazon den Zuschlag bekommen, dürfte ein Umzug ins Haus stehen. Dieser müsste jedoch vom JC bezahlt werden.

Je nachdem wie der Arbeitgeber hinsichtlich Fahrtzeiten und auch hinsichtlich Übernahme der Fahrtkosten eignestellt ist, erledigt sich das Vorstellungsgespräch vielleicht von selbst.

Der AG kann die Fahrtkostenübernahme für das VG ausschließen. Dann müsstest du diese Kosten beim JC beantragen.
 

Holler2008

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AW: VV mit RFB erhalten, Fahrtzeit unzumutbar?

@Holler2008: Ich werde im Zuge meiner Email wegen Fahrtkostenübernahme wie oben erwähnt auch so ganz beiläufig meine Fahrtzeiten vorrechnen.
Sollte das bei denen schon ein Knackpunkt sein, werden die mir das dann wohl eh gleich mitteilen. Dann wärs das vielleicht schon gewesen mit dem Vorstellungsgespräch :)

Vorsicht, ich würde nicht zu arg darauf herumhacken, um keinen Sanktionsgrund wegen Vereitelung zu liefern.
(wobei man dann im Widerspruch oder in der Klage Unzumutbarkeit wegen der Pendelzeit geltend machen würde)

Wirklich ganz beiläufig erwähnen aber Szenario ruhig vorher ausführlich in Gedanken durchspielen.
Bei mir wäre das "Ich habe jetzt gesehen, ich käme auf täglich 6 Stunden Pendelzeit. Wie kommen denn die anderen Mitarbeiter, die keine Auto haben, her?"
oder
"Ich habe schon mal geschaut, wie ich herkomme und neben den 6 Stunden Pendelzeit jeden Tag kostet mich die Fahrt jeden Tag 60 Euro. Wie hoch ist denn der Stundenlohn?"
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde ausfüllen, habe mich nicht beworben, bzw. VG nicht wahrgenommen, da Fahrzeiten zu lang und Stelle daher nicht zumutbar.

Künftig bitte ich darum Ihre VV vor Versendung auf die Zumutbarkeit gem. § 10 SGB II zu überprüfen und hierbei meine persönliche Situation (kein PKW) zu berücksichtigen und vorab die Zumutbarkeit bezüglich Pendelzeiten an Hand der Verbindungen mit ÖPNV zu prüfen.

Meines Wissens gehört dies zu Ihren Pflichten und ausnahmsweise nicht zu meinen.
 
D

densch

Gast
Yo, damit habe ich mal die Fahrtzeiten, die so interessant wären nachgeguckt.

Und da ist dann bspw. 16:47 Abfahrt und 18:07 Ankunft oder so.
Also so grob 1,5 Stunden bahnfahrt, egal welchen der Züge man nimmt.

Und der Bus dort vor ort ist auch nicht besser, da muss man irsinnigerweise erst mit dem Bus stadtauswärts fahren um dann in die gegenrichtung wieder zrpückzufahren zum eigentlichen ziel.

Oder ich laufe 1 stund eund 15 Minuten lang die 6,5 Kilometer zwischen bahnhof und Arbeitsplatz :-D

macht letztlich zeitlich keinen Unterschied
 
E

ExitUser

Gast
Darum ist der Job unzumutbar und man muss sich weder vorstellen, noch Bewerben

Ausnahme nur bei ländlichen Gegenden, wenn dort längere Pendelzeiten üblich sind.

Wie oben gesagt. Unabhängig davon ob der spezielle Job zumutbar ist oder nicht.
Ich würde dem pAp klar machen, dass er seine VV vorab auf Zumutbarkeit zu prüfen hat.
Nicht alles raus hauen, nur damit er eine gute interne "Vermittlungsstatistik". hat.

Wegen der hohen Fahrtkosten sollte der pAp dann wenigstens Fördergeld raus rücken.
Ansonsten könnte es wegen der immensen FK - je nach Verdienst - auch sein, dass du weiterhin Anspruch auf Aufstockung hast.
Dann macht man die Kosten über den erhöhten Grundfreibetrag geltend und rechnet sich aus, ob man noch Anspruch hat.

Eine Monatskarte ist übrigens günstiger als 60 €/Tag.
 

Pixelschieberin

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[...] Also so grob 1,5 Stunden bahnfahrt, egal welchen der Züge man nimmt. [...]
Die Bahnstationen sind direkt vor deiner Tür und Werkstor? :wink:

Zur Pendelzeit gehören ALLE Zeiten, die sich auf dem Weg von deiner Haustür zur Tür des Zielortes - und wieder zurück - aufaddieren.
Wartezeiten gehören ebenso dazu wie der Fußweg zu Bus- und Bahnstation.
Außerhalb des Berufsverkehrs oder wegen ungeschickt liegendem Arbeitsschluß kann sich tüchtig was zusammenläppern.
Z. B. Shuttlebus zur Bahn ist eine Minute davor weg, ehe du ausstempeln darfst; der nächste kommt erst in 30-120 Min.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

densch

Gast
Ich schrieb:
Von mir an den örtlichen Bahnhof gehen rund 20-25 Minuten drauf, egal ob mit oder ohne Bus.

Vom Bahnhof an den anderen Bahnhof sind es nahezu immer um die 1,5 Stunden. Liegt wohl auch daran dass die Bahn nicht direkt dorthin fährt, sondern erst in ne andere Richtung zu nem ort B und dann von B aus nach C.
Vor Ort gibt es 2 bahnhöfe, den hauptbahnhof und den Südbahnhof.
Beide sind vom Einsatzort, der offenbar abgelegen in nem Vorort liegt, rund 8 bzw. 6,5 km entfernt.

also 20 Minuten Bus, 1,5 stunden bahn, sowie nochmal 30-60 minuten bus.
und das gleiche für den Rückweg.

Wobei ich mich bei der betrachtung der Busroute vor ort vertan hab.
Es gibt am konreten Einsatzort noch gar keine Bushaltestelle! :-D
Die will amazon erst ende dezember bauen lassen.

Ändert aber an der Fahrtzeit nix.

Habe auch von der Kostentechnischen Sicht mal nachgerechnet:
>>>>>>>>>>
250 Arbeitstage in 2018, 8 Arbeitsstunden pro tag, 11,25 brutto pro Stunde:

250*8*11,25=22500 Euro brutto pro Jahr

Umrechnung in netto nach Faustformel (netto=0,6-0,7 vom brutto):
22500*0,7=15750
22500*0,6=13500

Fahrtkosten:
ca. 30-40 Euro pro Werktag

250 Werktage in 2018

damit 250*35=8750

damit ist:
15750-8750=7000

Hartz 4 kriege ich:
641,57*12=7698.84

Damit verdiene ich weniger als mit Hartz 4!!!
<<<<<

Je länger ich drüber nachdenke, umso lächerlicher wird der Job! :-D

WObei man wie du sagst mit ner Monatskarte die Fahrtkoste drücken könnte.
Sinds eben nur 200 Euro Fahrtkosten pro Monat.

Wobei die Bus und Bahnverbindung aktuell noch gar nicht gegeben ist. und selbst wenn dann im dezember gebaut, sind die fahrtzeiten immer noch abartig.

Ich trau mich nur ehrlich gesagt nicht, der Fallmanagerin einfach ihr Teil zurückzuchicken mit dem hinweis "Ist unzumutbar". :-/
 
E

ExitUser

Gast
So kannst du das nicht rechnen ;) Urlaub hast du ja auch noch.

Ich rechne mal grob und gerundet. Ausgehend von 5- Tage Woche
40 Std./wö = 173 Std./monat (bei Faktor 4,33)
173 * 11,25 = 1946 brutto. Kl 1, Kist, keine Kinder = netto 1346

Anzurechnendes EK ist ohn erhöhten GFB 1046 €. Das deckt deinen Bedarf locker!
Du hast also erheblich mehr, als mit H4.
Zudem kannst du Fahrtkosten auch steuerlich absetzen und Verpflegungsmehraufwand.

Bei Bedarf von nur 671 € müsstest du monatlich 480 € Fahrtkosten haben und bekommst dann 5,57 aufstockendes Alg 2
Das sind ca 25 € Fahrtkosten pro AT. Das JC rechnet monatlich mit 19 AT. Auch absetzen kannst du bei 12 Std. täglich wegen Abwesenheit von Wohnung noch 6 € tägl gem. ALG II-V absetzen.
Man muss täglich Ruhezeit von 11 Std. haben. Bist du also insgesamt täglich 13 Std. von zu hause weg, würde der Job gg. das Arbeitszeitgesetz § 5 verstoßen und wäre ebenfalls gesetzeswidrig und unzumutbar.


Zitieren, oder nennen auf wen du antwortest (@Nickname) wäre nett.
https://www.elo-forum.org/technisch...ges-zitieren-beitraegen-mehr.html#post2017189

Das mit der Monatskarte, ablehnen der Stelle und dem pAp bezüglich Prüfung Zumutbarkeit auf die Finger klopfen kam von mir.
Daher fühle ich mich mal angesprochen.
 
Zuletzt bearbeitet:
D

densch

Gast
Moinsen densch und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

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:icon_wink:

Danke für den Hinweis, da hat wohl jede Forum so seine eigenen Regeln.
In anderen Foren bekäme ich eher Umstände oder zumindest keine Antworten, wenn der Titel zu lang ist.

Gut zu wissen.

"Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften"
ob es sich nun um einen nichtssagenden Titel handelt, sei dahingestellt.
Denn im Prinzip ist der neue Titel mit dem alten völlig identisch,
ausser dass eben 2 Begriffe ausgeschrieben wurden.
Dachte, da jeder in den Forum mit diversen Abkürzungen um sich wirft, dass deren Verwendung im Titel auch kein Problem ist.

Aber gut, nun weiß ich es besser :)

Aber aussagekräftiger war die Überschrift, wenn auch sehr knapp formuliert :-D



ebenso Update:
Wie zu erwarten war, schrieben die von Amazon zurück dass sie jede Art von Fahrtkosten nicht übernehmen. (also aktuell nur auf das Vorstellungsgespräch bezogen)

Werde ich mich halt ans Jobcenter halten und dort die Fahrtkostenübernahme beantragen.
 
D

densch

Gast
So kannst du das nicht rechnen ;) Urlaub hast du ja auch noch.

Ich rechne mal grob und gerundet. Ausgehend von 5- Tage Woche
40 Std./wö = 173 Std./monat (bei Faktor 4,33)
173 * 11,25 = 1946 brutto. Kl 1, Kist, keine Kinder = netto 1346

Anzurechnendes EK ist ohn erhöhten GFB 1046 €. Das deckt deinen Bedarf locker!
Du hast also erheblich mehr, als mit H4.
Zudem kannst du Fahrtkosten auch steuerlich absetzen und Verpflegungsmehraufwand.

Bei Bedarf von nur 671 € müsstest du monatlich 480 € Fahrtkosten haben und bekommst dann 5,57 aufstockendes Alg 2
Das sind ca 25 € Fahrtkosten pro AT. Das JC rechnet monatlich mit 19 AT. Auch absetzen kannst du bei 12 Std. täglich wegen Abwesenheit von Wohnung noch 6 € tägl gem. ALG II-V absetzen.
Man muss täglich Ruhezeit von 11 Std. haben. Bist du also insgesamt täglich 13 Std. von zu hause weg, würde der Job gg. das Arbeitszeitgesetz § 5 verstoßen und wäre ebenfalls gesetzeswidrig und unzumutbar.


Zitieren, oder nennen auf wen du antwortest (@Nickname) wäre nett.
https://www.elo-forum.org/technisch...ges-zitieren-beitraegen-mehr.html#post2017189

Das mit der Monatskarte, ablehnen der Stelle und dem pAp bezüglich Prüfung Zumutbarkeit auf die Finger klopfen kam von mir.
Daher fühle ich mich mal angesprochen.


Du beziehst dich auf §6 Absatz 3, korrekt?

"(3) Für Mehraufwendungen für Verpflegung ist, wenn die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person vorübergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten Erwerbstätigkeit entfernt erwerbstätig ist, für jeden Kalendertag, an dem die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person wegen dieser vorübergehenden Tätigkeit von seiner Wohnung und dem Tätigkeitsmittelpunkt mindestens zwölf Stunden abwesend ist, ein Pauschbetrag in Höhe von 6 Euro abzusetzen."

Nun ist es doch aber so dass meine dauerhaft angelegte Erwerbstätigkeit gerade der Job bei Amazon ist, oder?
Habe ja aktuell keinen anderen Job sonst wäre ich womöglich kein Hartz4ler.
Oder verstehe ich das falsch?



Das hinsichtlich der Fahrtkosten verstehe ich nicht ganz.
bzw. verstehe es schon dass ich die vom zu versteuernden Einkommen abziehen kann.

Das drückt ja aber zum Einen nur die Steuern nur ein bisschen runter, bzw. macht das Bus und Bahnticke etwas billiger.
Und bringt mir ja auch im Ersten Jahr recht wenig da es erst im Mai des Folgejahrs rückerstattet wird.
d.h. im ersten jahr müsste ich die Fahrtkosten ja voll bezahlen, oder?


@all:
Nachdem ich nun viele Hinweise gekriegt habe, wäre es wohl am Ratsamsten, das gute Teil zurückzuweisen von wegen unzumutbar.
Und wenn sie nach nem Grund fragt oder mir ne Sanktion aufdrücken will,
schreibe ich bzw. lasse anwaltlich schreiben dass alleine schon aufgrund Fahrtzeiten im Vergleich zu den Arbeitszeiten es laut §(der mit den fahrtzeiten halt)
mir nicht zumutbar ist.

Zudem besteht auch jetzt shcon keine kostengünstige Möglichkeit zu dem ort überhaupt hinzukommen da dort keine busse vorbeifahren (und 5km aka 1 Stunde für den einfachen Weg laufe ich nicht. da bliebe nur Taxi übrig)

Wäre wohl die sinnvollste Variante, oder?

Einfach mal als unzumutbar zurückschicken und warten. und ihr bei Bedarf erwähnte Gründe liefern bzw. im Falle einer Sanktion per Anwalt und Widerspruch zukommen lassen.

macht diese Vorgehensweise Sinn?
 
Zuletzt bearbeitet:
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ExitUser

Gast
Wie zu erwarten war, schrieben die von Amazon zurück dass sie jede Art von Fahrtkosten nicht übernehmen. (also aktuell nur auf das Vorstellungsgespräch bezogen)

Das war eigentlich unklug. Denn wenn die das nicht ausdrücklich bei der Einladung ausgeschlossen haben, hätte Amazon das zahlen müssen. § 670 BGB.

Jetzt hast du es dem Steuerzahler aufgebürdet. Auch noch zum Schutz einer fragwürdigen Firma, die in DE kaum Steuern zahlt.

Werde ich mich halt ans Jobcenter halten und dort die Fahrtkostenübernahme beantragen.

Zwar gut für uns Elos, wenn die das kategorisch bezahlen, aber korrekt ist es nicht.
Das frisst alles Gelder, die man in anständige Förderung stecken könnte.
Denn der AG muss bei einer Einladung darauf hinweisen, wenn er die Fahrtkosten nicht übernehmen will.
Darum sollte man auch immer auf eine schriftliche Einladung bestehen.
Beim JC kann man dann - je nach Finanzlage und Höhe der Fahrtkosten - anfragen, ob sie einem die Fahrtkosten vorstrecken, bis der AG die Kosten erstattet hat.

Auch wenn ich mich evtl. unbeliebt mache. Aber bei manchen Dingen finde ich es einfach nicht gut, wenn der Steuerzahler, sprich JC die Arbeitgeber aus der Verantwortung nimmt und deren Kosten übernimmt.
Bei *selbstzensur***konzernen wie Amazon erst recht nicht.
Es trifft ja keinen kleinen Handwerker.
 
D

densch

Gast
Naja, aber das hieße in erster Linie auch dass ich mal zuerst die Fahrtkosten tragen müsste.

Und das sehe ich irgendwo auch nicht ein dass, wenn das Jobcenter will dass ich dort hingehe, ich dann die 30 oder 40 Euro hinlegen soll.
(Auch wenn ich diese später vielleicht wieder kriege)

Mir persönlich ist es ehrlich gesagt herzlich egal, wer von Beiden die Fahrtkosten übernimmt, solange sie nicht an mir hängen bleiben.
 
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