Habe in Bewerbungen geschrieben, das ich unterhaltspflichtig bin,ist jetzt eine Sanktion möglich? (1 Betrachter)

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alg2hagen88

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Guten Abend.
Bin neu hier und hoffe kann die frage hier stellen.
Hab am 04.04.18 gleich 4 vsrmittlungsvorschläge auf einmal bekommen und mich auch direkt beworben.
Habe im anschreiben geschrieben das ich einen gut bezahlten job suche da ich Unterhaltspflichtig bin und das 2. Unterhaltsberechtigte kind auf dem weg ist. Bewerbungen waren ohne foto, email und telefonnummer als Standard Brief.
Kann mir das negativ ausgelegt werden habe angst Sanktionen zu bekommen.
Egv ist als Verwaltungsakt.
Lg
 

erwerbsuchend

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AW: Sanktion möglich?

Habe im anschreiben geschrieben das ich einen gut bezahlten job suche da ich Unterhaltspflichtig bin und das 2. Unterhaltsberechtigte kind auf dem weg ist. Bewerbungen waren ohne foto, email und telefonnummer als Standard Brief.
Kann mir das negativ ausgelegt werden habe angst Sanktionen zu bekommen.
Wie hast du dies formuliert? Eigentlich ist es für einen AG uninteressant, ob ein Mitarbeiter Unterhaltspflichten hat oder nicht. Als Unterhaltspflichtiger hast du höchstens einen höheren Punktwert bei der Sozialauswahl bei Kündigungen. Ein AG muss dir nicht unbedingt mehr zahlen, nur weil du Unterhalt zu zahlen hast. Allerdings machst du dich auch erpressbarer gegenüber dem AG, wenn du direkt erwähnst, dass du unterhaltspflichtig bist.
 

Seepferdchen 2010

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AW: Sanktion möglich?

Hallo @alg2hagen88:welcome:

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Sanktion möglich?" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...


schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

https://www.elo-forum.org/infos-und...hriften-thementitel-neue-themen-erstellt.html

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Homer450

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alg2hagen88@ hast ja wirklich alles dafür getan das du nicht genommen wirst.
Wenn man schon keinen Bock auf einen Job hat, dann sollte man es nicht so offensichtlich tun.
Das Jobcenter freut sich nur, wird es doch wohlwollend versuchen
dir eine Sanktion rein zu würgen.
 

Birgit63

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Jeder Elternteil ist unterhaltspflichtig. Ich habe allerdings noch nie gehört, dass man das in eine Bewerbung reinschreibt. Der TE hat hier gleich von vornherein versucht, nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden bzw. dafür gesorgt, dass die Bewerbung gleich abgelehnt wird. Sollte das JC davon Wind bekommen, wird es sicherlich eine Sanktion verhängen.
 

druide65

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Also meine Einschätzung:Kinder zu haben ist kein Sanktionsgrund.Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt so etwas zu Tage.Es wurd ja auch nicht angedeutet das man nicht will.Gelogen hat man auch nicht.

Natürlich gehört so etwas nicht ins Bewerbungsschreiben.Aber Sanktion?Die Begründung dazu würde mich mal interessieren.....
 

Matt45

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@alg2hagen88: Hier sehe ich mehrere Fehler. Du hast dich beworben ohne Foto,Mail und Telefonnummer, dies könnte wirklich ein "Sanktionsgrund werden".

Unterhaltspflichtig kann man mündlich erwähnen in einem Gespräch, würde ich aber nicht "direkt" in eine Bewerbung packen. Allerdings ist es ein "heißes Eisen" in unserer Gesellschaft, weil es kompliziert werden kann.
Allerdings sind Unterhaltspflichtige ein "schwieriges" Thema auf dem Arbeitsmarkt, weil dort grundsätzlich von den Ämtern/Anwälten auf diese Personen "eingeschossen" wird. Meistens ist der Verdienst(Lohn) immer ein Problem, gerade wie bei dir mit 2 Kindern. Mit Mindestlohn wirst du kein Problem lösen können, aber du hast ein gutes Gefühl für deine Kinder. Falls du arbeitest und zahlst hast du vermutlich Anspruch auf ALG2.> Absetzbeträge bei einem Titel!
Ich kenne einige, die arbeiten und wurden durch die Zahlung von Unterhalt(Kinder;Titel vorhanden) fast durch das System gedrängt.

Zwei Probleme gibt es immer aus meiner Sicht(auch für die JC):
Es gibt Alleinerziehende Frauen(meine ich nicht negativ) die können nicht mehr arbeiten, weil sie sich um die Kinder kümmern müssen.

Es gibt vermutlich viele Väter, die den Titel(Unterhalt) durch Lohn kaum mehr bedienen können.

Für diese beiden "Problemgruppen" hat die Politik/Wirtschaft keine Lösungen parat.

Noch einmal zurück zum Thema und zu dir:
Immer daran denken bei einem Titel: Ich bekomme nur Hartz4 und kann nicht zahlen wird nicht "funktionieren" falls du so denken solltest. Denk bitte auch an die Kinder!
 

druide65

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Foto ist für eine Bewerbung heute nicht mehr notwendig,von Bewerbern darf nicht verlangt werden, ihrer Bewerbung ein Bewerbungsfoto beizufügen.

Und Mail und Telefonnummer?Da würde mich jetzt auch interessieren mit welcher Begründung da sanktioniert werden soll.Ich bin ja postalisch erreichbar für den potienellen Arbeitgeber.

Man sollte sich immer auch vor Augen halten warum sollte der Arbeitgeber deswegen einen Aufriss machen?Die haben eigentlich auch besseres zu tun.

Jut der SB könnte dich in ein Bewerbungstraining schicken.Das könnte passieren.Aber Sanktionen?
 

Homer450

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Also meine Einschätzung:Kinder zu haben ist kein Sanktionsgrund.Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt so etwas zu Tage.Es wurd ja auch nicht angedeutet das man nicht will.Gelogen hat man auch nicht.

Natürlich gehört so etwas nicht ins Bewerbungsschreiben.Aber Sanktion?Die Begründung dazu würde mich mal interessieren.....
Also ehrlich. Glaubst du das was du da geschrieben hast?
Ich denke mal die meisten wissen wie eine Bewerbung aussehen sollte wenn man tatsächlich den Job möchte.
Meine Kinder wussten das zumindest, als sie noch minderjährig waren.
Und wenn ich gleich solche Sachen rein schreibe wo ein Arbeitgeber sich gleich von vornherein überlegt ob man diesen nimmt, dann ist das ein von vornherein verhindertes Bewerbungsgespräch.
 

druide65

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Also ehrlich. Glaubst du das was du da geschrieben hast?
Ich denke mal die meisten wissen wie eine Bewerbung aussehen sollte wenn man tatsächlich den Job möchte.
Meine Kinder wussten das zumindest, als sie noch minderjährig waren.
Und wenn ich gleich solche Sachen rein schreibe wo ein Arbeitgeber sich gleich von vornherein überlegt ob man diesen nimmt, dann ist das ein von vornherein verhindertes Bewerbungsgespräch.
Zu deiner Frage:Ja das glaube ich.

Und jetzt knoten wir das mal von hinten auf:Wieso sollte dadurch ein Bewerbungsgespräch verhindert werden wenn ich erwähne das ich Kinder habe?Logische Schlussfolgerung wäre ja dann das ich das auf einem Personalfragebogen gar nicht ankreuzen dürfte.

Und wie sieht denn eine Bewerbung aus?Da gibt es 1001 Meinung.Jeder Bewerbungstrainer erzählt doch da etwas anderes.

Und den Sanktionen:Da müsste man mir ja jetzt Absicht unterstellen.Wie soll das gehen?Ich schreibe doch nicht rein "Ich will diese Stelle nicht weil ich Kinder habe".
 

CaptKork

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Wer so nen Stuss in seine Bewerbung schreibt, der muss sich auch nicht wunder, wenn Ihm das JC noch nen Bewerbungstraining aufs Auge drückt.

Es reicht im Lebenslauf anzugeben, dass man Kinder hat, falls das überhaupt ein Musskriterium ist, daraus ergibt sich dann automatisch die Unterhaltspflicht.

Zumal wenn ich AG sowas lesen würde, das eh ein Ausschlusskriterium wäre, Gründe dafür kannst dir ja selber ausdenken.
 

Junggeselle

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@alg2hagen88: Hier sehe ich mehrere Fehler. Du hast dich beworben ohne Foto,Mail und Telefonnummer, dies könnte wirklich ein "Sanktionsgrund werden".
Das stimmt nicht, solche Dinge sind nicht Pflicht und kein Sanktionsgrund. Ich bewerbe mich ausschließlich nur auf diese Weise auf Leiharbeit, falls ein VV mit RFB kommt.
 

erwerbsuchend

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Ich finde, die Diskussion dreht sich um den falschen Punkt. Es geht doch gar nicht darum, dass TE in der Bewerbung direkt erwähnt hat, dass er unterhaltspflichtig sei. Der Punkt ist eher, dass er direkt geschrieben hat, dass er einen gut bezahlten Job sucht, weil er unterhaltspflichtig ist. Es geht also primär um die Höhe der Bezahlung. TE gibt dem AG damit indirekt zu verstehen, dass er scheinbar an keinem Job interessiert ist, der nur mit dem allgemeinen Mindestlohn bezahlt wird. Dieser Punkt könnte die Sanktionsgefahr bedeuten.

Zitat:
Hab am 04.04.18 gleich 4 vsrmittlungsvorschläge auf einmal bekommen und mich auch direkt beworben.
Habe im anschreiben geschrieben das ich einen gut bezahlten job suche da ich Unterhaltspflichtig bin
Hervorhebung von mir eingefügt
 

CaptKork

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Zumal das auch irrelevant ist weil Unterhaltskosten vom Einkommen abgesetzt werden können falls man noch Aufstocken muss.

Also angenommen du er bekommt Mindestlohn, dann kommt er wenn er die kosten für KDU nicht überschreitet pi mal daumen die Kosten für den Unterhalt vom JC wieder erstattet, das mal Ohne Mehrbedarf für Umgangsrecht etc. gerechnet.

Und da beißt sich die Katze auch in den Schwanz, weil es sich für "Singles" schon mit mehreren Unterhaltspflichten Kindern sonst kaum lohnen würde zu arbeiten, da am Ende eigentlich alles für Unterhalt drauf geht, so werden halten die Kosten auf den Steuerzahler verlagert.
 
Zuletzt bearbeitet:

alg2hagen88

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Erstmal vielen Dank für all eure antworten.
Sanktionen werden wohl nicht ausgesprochen werden können da ich tatsächlich ein Vorstellungsgespräch bekommen habe von einem Arbeitgeber. Trotzdem werde ich es in Zukunft unterlassen so eine Bewerbung abzuschicken um der Sanktionsgefahr aus dem Weg zu gehen. :)

Wenn die mir eine negativ Bewerbung unterstellt, kann ich ja sagen, dass sie so schlecht nicht gewesen sein kann, wenn ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde.
 

CaptKork

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Nichts gegen dich, aber kommt auf den AG, z.B. kenne ich es aus eigener Erfahrung das bestimmte Zeitarbeitsfirmen oder andere Ausbeuter sich nicht wirklich für die Schreiben interessieren sondern alles nehmen was Sie bekommen können. Vorstellungsgespräch heißt bei denen, füllen se mal den "Fragebogen" aus wir melden uns wieder.
 

alg2hagen88

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Nichts gegen dich, aber kommt auf den AG, z.B. kenne ich es aus eigener Erfahrung das bestimmte Zeitarbeitsfirmen oder andere Ausbeuter sich nicht wirklich für die Schreiben interessieren sondern alles nehmen was Sie bekommen können. Vorstellungsgespräch heißt bei denen, füllen se mal den "Fragebogen" aus wir melden uns wieder.
Ist aber keine zeitarbeitsfirma.
Wie gesagt werde ea trotzdem für die Zukunft aus der Bewerbung lassen um aus der Sanktionsgefahr raus zu kommen
 

Gaestin

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wenn das Vorstellungsgespräch positiv verläuft, müssen
keine Bewerbungen mehr geschrieben werden.
 

Thani

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@alg2hagen88: Hier sehe ich mehrere Fehler. Du hast dich beworben ohne Foto,Mail und Telefonnummer, dies könnte wirklich ein "Sanktionsgrund werden".
Foto ist nach meinem Kenntnisstand aus Gründen der Antidiskriminierung nicht zwingend und so würde ich auch bei einer möglichen Sanktion argumentieren. Der ELO bewirbt sich ja nicht als Model.

Mail und Telefonnummer machen nur dann Sinn, wenn der ELO Mail und Telefon hat und es gibt genug ELOs die das Geld fürs Internet lieber mal in eine ordentliche Mahlzeit investieren, oder es garnicht übrig haben. Auf postalischen Weg ist er ja trotzdem zu erreichen.

Natürlich sollten die Angaben kongruent zu denen sein, die du beim Jobcenter hinterlegt hast.
 

alg2hagen88

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Beim Jobcenter habe ich keine Telefonnummer hinterlegt.
Email auch nicht. :)
 

Pixelschieberin

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[...] Und wenn ich gleich solche Sachen rein schreibe wo ein Arbeitgeber sich gleich von vornherein überlegt ob man diesen nimmt, dann ist das ein von vornherein verhindertes Bewerbungsgespräch.
Ahsoooo, Kinder zu haben als offiziell anerkannter Verhinderungsgrund für ein Vorstellungsgespräch?
Interessant, was Gerichte zu solch offener Kinderfeindlichkeit sagen werden.

Unbenommen, daß diese Info nicht wirklich in ein "normales" Bewerbungs-Schreiben gehört.
Nur - WER hat das schon zu bestimmen?
Normen gibt's dafür auch nicht...
Dafür gibt's jedoch diese tollen Maßnahmen, die solche Business-Etikette-Dummheiten im Vorfeld zu korrigieren suchen.
Viel Spaß dabei.

***
Sollte der Maßnahmeträger nicht gleich beim Erstkontakt gefragt werden, ob die Kinder dort hin mitgebracht werden dürfen?
Dir sei besonders wichtig, daß es einen sauberen Kühlschrank für die abgepumpte Milch gibt. :biggrin:
Sry, aber bei so 'ner Steilvorlage konnte ich nicht anders als sarkastisch.
[...] Dieser Punkt könnte die Sanktionsgefahr bedeuten. [...]
Wenigstens wurde es nicht in dieser Deutlichkeit geschrieben.
Somit ists Interpretationssache.
Frei nach 0zymandias:
Nicht was gemeint sein könnte gilt, sondern was geschrieben steht.
 

alg2hagen88

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Ich warte einfach mal ab ob überhaupt igendwas kommt.... wenn ja, habe ich gute Argumente :)
 

noillusions

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Pixelschieberin

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Gab ein vergleichbaren Fall, da hat jemand seine Lebenseinstellung der "Bewerbung" beigelegt und das Gericht befand über die Frage ob das da reingehört: [...]
WAS bitte ist an den beiden Fällen vergleichbar?

Ich suche auch das Haar in der Suppe - allerdings schaffe ich es, Vergleiche dahingehend anzustellen, was "schädlich(er)" sein könnte.
A) Ein zugegebenermaßen ungeschickt verklausulierter Hinweis, ein zuverlässiger Familien(mit)ernährer zu sein oder
B) die durchaus provokant erscheinende Auflistung eines Mitbürgers, bei dem das Pendel der angestrebten Work-Life-Balance maßgeblich - und mit Überhang? - in Richtung "Life" ausschlägt?
Das läßt sich doch nicht auf die selbe Stufe stellen.

Mir fehlt bei der Debatte immer noch das Argument, WAS genau daran schädlich sein soll, wenn jemand mitteilt, Kinder zu haben, für die er finanziell einzustehen hat und das auch zu tun gedenkt.

Alles, was sich ein potentieller Arbeitnehmer "negatives" zu Familienvätern und - müttern DENKEN könnte, wäre diskriminierend, kinderfeindlich, you name it - und - dürfte nicht laut ausgesprochen - gar offiziell ins Feld geführt - werden.
Jedenfalls nicht ungerügt oder ungestraft.

Genau aus DEM Grund - Diskriminierung - bekommt auch kaum einer Respons, warum er/sie tatsächlich abgelehnt wurde.
Nun kann zwar orakelt werden - aber Gewißheit läßt sich über die wahren Beweggründe nicht erlangen.

Die Erwähnung, Kinder zu haben, könnte sich als dumm-gelaufen-Zwickmühle für sanktionswütige SBs erweisen.
Wenn vom Gesetzgeber schon nicht erlaubt wurde, jemanden wegen Alter, Geschlecht und Religionszugehörigkeit abzuweisen - obwohl das der tatsächliche Grund sein wird - dürfte die Tatsache, Kinder zu haben, in die selbe Richtung gehen.

Deshalb finde ich den Vergleich mit den Mottolisten nicht überzeugend.
 
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Couchhartzer

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Wenn vom Gesetzgeber schon nicht erlaubt wurde, jemanden wegen Alter, Geschlecht und Religionszugehörigkeit abzuweisen - obwohl das der tatsächliche Grund sein wird - dürfte die Tatsache, Kinder zu haben, in die selbe Richtung gehen.
Zumindest dann wenn man Art. 6 GG mit in die Waagschale wirft, denn ein solches Vorgehen des SB würde meiner Ansicht nach der Anlauf sein, den Schutz der Familie als Grund zum Ausleben von Sanktionsgelüsten zu unterlaufen und damit in einen Teil des GG einzugreifen.

Ich denke, der Schutz der Familie nach GG dürfte durchaus auch jedem einzelnen das Recht geben, seine bestehenden Unterhaltspflichten, als ausübende Wahrnehmung dieses Schutzes, gegenüber Dritten offen zu benennen.
 
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