Habe ich zum ALG1 Bezug, eventuell aufstockend, einen Wohngeldanspruch? (2 Betrachter)

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Billieboy

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Und dann hätt ich noch eine zweite Frage:

Mein ALG1 würde sich auf gut 800 belaufen. Da meine Wohnung relativ teuer ist, sie liegt bei 400 + 120 Nebenkosten, müßte ich den Gürtel ziemlich eng schnallen. Gut, ist alles relativ, vielen hier wird es schlechter gehen.

Daher mal die Frage, könnte ich evtl. ergänzend Wohngeld bekommen?

Das ganze ist ziemlich verwirrend, deswegen frag ich mal ganz plump, vielleicht hat jemand Erfahrung.

Da der Wohngeldanspruch sich u.A. aus dem gesammten Jahreseinkommen berechnet und nicht nur aus dem jeweiligen Monat hätte ich da wohl schlechte Karten, da ich ja in 11 von 12 Monaten volle Arbeit hatte.
Nur den Dezember betrachten ist also nich. Sehe ich das richtig oder übersehe ich etwas?
 

Katzenstube

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AW: Habe ich zum ALG 1 Bezug, evtl. aufstocikend ein Wohngeldanspruch ??

Hallo Billieboy,
also ich hatte damals einen Anspruch auf Wohngeld. Es gibt kostenlose Wohngeldrechner, aus welchen Du die Summe errechnen lassen kannst.

Bei mir war jedoch die Formularflut und die Behörden-Aktionen ein Hammer (qm-aussage des vermieters genügte nicht), die Räume musste ausgemessen werden und so noch ein paar Stilblüten der besonderen Art. Die Abwicklung dauerte ca. 4 Monate.

Aber es lohnt sich den Antrag zu stellen....

Basis ist der ALG1 Bescheid, dann muss der Mietvertrag kopiert werden und alle Belege über die Ausgaben (Heizkosten interessieren, soweit ich weiß nicht mehr - zumindest nicht bei mir). Und alle Bescheide genau prüfen, die Du von diesen Damen und Herren erhältst. Mir wollten sie es dann als ich arbeitete wieder streichen auf Basis komplett falscher Zahlen. Ich habe einen Einspruch eingelegt und diesem wurde "vollumfänglich" entsprochen.

Gruß von Katzenstube
 

Else Kling

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AW: Habe ich zum ALG 1 Bezug, evtl. aufstocikend ein Wohngeldanspruch ??

Und dann hätt ich noch eine zweite Frage:

Da der Wohngeldanspruch sich u.A. aus dem gesammten Jahreseinkommen berechnet und nicht nur aus dem jeweiligen Monat hätte ich da wohl schlechte Karten, da ich ja in 11 von 12 Monaten volle Arbeit hatte.
Nur den Dezember betrachten ist also nich. Sehe ich das richtig oder übersehe ich etwas?
Die Wohngeldberechnung geht vom zu erwartenden Einkommen aus.

"Wohngeldgesetz (WoGG)
§ 15 Ermittlung des Jahreseinkommens

(1) Bei der Ermittlung des Jahreseinkommens ist das Einkommen zu Grunde zu legen, das im Zeitpunkt der Antragstellung im Bewilligungszeitraum zu erwarten ist. Hierzu können die Verhältnisse vor dem Zeitpunkt der Antragstellung herangezogen werden."

Die letzten Monate spielen dann in deinem Fall keine Rolle. Die Berechnung wird mit dem Arbeitslosengeld durchgeführt.
 

Billieboy

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Danke, das ist mal interessant.

Könnte aber nicht argumentieren, das ich nächstes Jahr bei der Konjunktur wahrscheinlich wieder Arbeit habe und mein Einkommen dann zu hoch ist?


Und:
Angenommen, ich fange jetzt beispielsweise ab 31.01 bei einem neuen Arbeitgeber an und gehe optimistischerweise von Tariflohn aus.

Wie wird dann gerechnet, endet dann einfach mein Wohngeldbezug mit meiner Abemeldung bzw. Bescheidgeben bei den Behörden?

Oder muß ich dann zurückzahlen?




Sorry, mir liegen solche Dinger einfach nicht. Ich finde das relativ kompliziert, naja kompliziert ist der falsche Ausdruck, es ist blöd & verschachtelt erklärt. Ich schätze ein großer Teil der Betroffenen würde kein Wohngeld beantragen weil sie nicht durchblicken oder was?
 

Else Kling

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Bei der Wohngeldberechnung darf nur berücksichtigt werden, was dem Zeitpunkt und der Höhe nach bei der Antragstellung bekannt ist. Alle "vielleicht"-Angaben können nicht berücksichtigt werden.

Wenn du einen neuen Job hast und das Wohngeld über diesen Zeitpunkt hinaus bewilligt ist, wird ab dem Zeitpunkt des neuen Jobs (falls der Job nicht zum 01. eines Monats beginnt, dann ab Folgemonat) eine neue Wohngeldberechnung durchgeführt. Zu viel gezahltes Wohngeld muss natürlich zurückgezahlt werden.
 

Billieboy

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Danke Else.

Da werde ich mich direkt mal hinterklemmen.
 
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