habe ich (wieder) Anspruch auf ALG1 nach Aussteuerung, obwohl schon einmal (zwischendrin) 12 Monate ALG1 bezogen worden sind?

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grakor

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Seid gegrüßt!

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Ich werde demnächst von der Krankenkasse ausgesteuert, da mein Krankengeld nach 72 Wochen ausläuft.

Nun ist es ja in der Regel so, dass man nach der Aussteuerung auf ALG1 umsteigt (und ggf. von der Nahtlosigkeitsregelung Gebrauch macht).

Bei mir ist der Hintergrund aber folgender:

Ich habe bis Ende 2016 gearbeitet. Ab 1.1.2017 war ich arbeitslos. Dann habe ich abwechselnd entweder ALG1 (insgesamt 12 Monate) oder Krankengeld (insgesamt 72 Wochen) erhalten.

Genauer (Ca.-Angaben):

- Januar bis März 2017 ALG1 (auf Basis des Arbeitsverhältnisses)
- April bis August 2017 Krankengeld (auf Basis des ALG1)
- September 2017 bis Mai 2018 wieder ALG1 . . . 12 MONATE ALG1-BEZUG VORBEI
- Juni 2018 bis (bald) Sommer 2019 wieder Krankengeld (anstehende Aussteuerung) . . . 72 WOCHEN KRANKENGELDBEZUG VORBEI

Somit werde ich im Sommer nicht nur schon 72 Wochen Krankengeld bezogen haben, sondern auch schon 12 Monate ALG1.

Die Frage ist nun, ob ich im Sommer 2019 nichtsdestotrotz erneuten Anspruch auf ALG1 habe oder ob ich ins ALG2/HartzIV muss. Bisher habe ich diesbezüglich widersprüchliche Informationen bekommen (arbeitsfähig bin ich nicht; sofern ALG1-Anspruch da ist, würde ich von der Nahtlosigkeitsregelung Gebrauch machen, da ich mittlerweile eine Reha beantragt habe).

--------------

(1)

Die eine Meinung ist, dass die 12 Monate ALG1 schon aufgebraucht sind, also kein Anspruch mehr bestünde. Das hieße ALG2 beantragen nach bzw. vor der Aussteuerung.

(2)

Die andere Meinung ist, dass durch den letztmaligen Krankengeldbezug von ca. 12 Monaten (Sommer 2018 bis Sommer 2019) ein neuer Anspruch auf ALG1 von ca. 6 Monaten entstanden ist, weil man beim Krankengeld ebenso wie bei einem Arbeitsverhältnis sozialversichert ist. Das hieße ALG1 beantragen.

-------------

Variante (1) wäre mir natürlich lieber.

Was sind Eure Ansichten?

---------------

LG

Grakor
 
E

ExitUser

Gast
Der Verweis auf X Paragraphen hilft mir leider nicht sonderlich weiter
Naja, schon ein bisschen ;)

Aus dem §26 SGB III geht hervor das der KG-Bezug versicherungspflichtig war, da du unmittelbar vor dem KG ja ALG1 bezogen hast. Und jetzt ist (oder eher wird ja wohl sein) dein KG-Bezug min. 12 Monate, so dass du einen neuen ALG1-Anspruch von 6 Monaten erworben hast (§142, 143, 147 SGB III - hoffe ich hab keinen vergessen :unsure:)

Somit hilft der Verweis aus die §§ schon ein Stück weit.
 

grakor

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Liebe ExitUser,

besten Dank für die Erklärung und die Verweise. Super.

Schön, dass aller Wahrscheinlichkeit wieder Anspruch auf ALG1 besteht.

LG

Grakor
 

grakor

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Noch eine Nachfrage:

Wie wird das ALG1 dann berechnet werden?

Bekomme ich den gleichen ALG1-Satz wie zuvor schon oder etwa weniger? Das bisher erhaltene ALG1 betrug ja 60% des letzten Nettolohnes, als ich noch in Arbeit war (bis Ende 2016).

Wird das neue ALG1 jetzt etwa 60% des letzten ALG1s betragen?
 
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