Habe ich nach einem Arbeitsunfall Anspruch auf Krankengeld? Ich bitte um Hilfe

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zerowar

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte um Hilfe bzw. um eure Hilfe.

Meine Geschichte: Am 11.02.2016 wurde ich arbeitsunfähig und befand mich bis 10.10.2016 in Krankengeldbezug. (Diagnose M99.82 G, M54.2G, M25.81 G L)
Ab 11.10.2019 nahm ich an einer Umschulung teil und hab diese am 13.01.2019 über die Rentenversicherung erfolgreich abgeschlossen.
Am 14.01.2019 nahm ich meine neue Beschäftigung auf. Am 11.02.2019 ereignete sich ein Arbeitsunfall.
Mir fiehl ein Bauteil 25-30 kg von der Werkbank auf meinen linken Schenkel. Ich habe versucht, das Bauteil abzufangen. Dabei knackte es laut im Rücken.
Seit dem ist mein linker Schenkel taub, Schmerzen in der Hüfte und ich knicke mit dem linken Bein als weg.
Die Heilbehandlung des Schenkel erfolgte über die BG. Momentan bekomme ich noch Krankengymnastik.
Der BG Arzt verwies die Behandlung für den Rücken, weiter zu meinem Hausarzt bzw. Orthopäde. (Rückenprobleme wären kein BG Fall)
Am 19.03.2019 erhielt ich meine Kündigung (Probezeit). Diese wird zum 02.04.2019 wirksam.
Seit dem 11.02.2019 bin ich krank geschrieben. Diese geht über die Kündigung hinaus. ( Diagnose M54.16G, M51.2 VL, M25.95 GL).

Meine Fragen: Habe ich Anspruch auf Krankengeld?
Ist der Rücken doch ein BG-Fall?

Viele Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

zerowar
 

Bullson

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Hallo zerowar,

da du breits vor dem Ende des Arbeitsverhältnis krankgeschrieben warst sollte dir auch weiterhin Krankengeld zustehen.

Die Frage die ich mir stelle ist, wenn die Rückenschmerzen im Zusammenhang mit dem Unfall stehen, wieso verweist der BG Arzt
dich an den Hausarzt.
Ich würde hier noch einmal bei ihm vorstellig werden und auf den Zusammenhang hinweisen.
Eben das du das Bauteil aufgefangen hast und hierdurch die Beeinträchtigung im Rücken und Bein entstanden sind.

Sollte dies dann dem Arbeitsunfall zugeschrieben werden stehst du besser da als im Krankengeld.

Alles Gute und gute Besserung.

Gruß
Bullson
 

ABSW

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Hallo Zerowar,

Arbeitsunfall = BG Fall

Wurde der Arbeitsunfall nicht der Berufsgenossenschaft gemeldet?

Gruß
 

gila

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Kommt mir auch eher so vor, als wolle sich wieder mal eine Berufsgenossenschaft "drücken" - das passiert leider dauernd!
Ich würde mir da auf jeden Fall Hilfe holen - evtl. Fachanwalt - oder VDK (nur geringer Mitgliedsbeitrag und fit in sowas! übernehmen auch notwendige Rechtsverfahren!) oder ein anderer Sozialverband und die Ansprüche genau prüfen lassen!
 

zerowar

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Danke für die zahlreichen Antworten.

Ich bin im Rechtschutz und werde mir einen Fachanwalt zur Seite ziehen.
Ich warte noch auf den Bericht der BG und werde Wiederspruch einlegen.

Der Arbeitsunfall wurde der BG gemeldet. Am 19.03.2019 war sogar die technische Aufsicht der BG anwesend.
Der Unfall wurde nach gespielt. Als die BG das Haus verlassen hat, wurde mir die Kündigung überreicht.
Da ich noch in der Probezeit war, kann ich gegen die Kündigung nicht viel machen. Sie wird zum 02.04.2019 wirksam.
Weiterhin bin ich bis zum 01.04.2019 arbeitsunfähig und darüber hinaus. Mein Hausarzt versicherte mir schon, das er mich nicht mehr so lange krank schreiben werde, da er noch keine genauen Befunde über meinen Rücken hat. Der MRT Termin habe ich in zwei Wochen und den Termin beim Orthopäde zur Auswertung ende Mai. Dann entscheidet der Facharzt auf weitere Krankschreibung.

Ist die Aussage meines Hausartzes so richtig, dass er mich nicht mehr solange krankschreiben darf?

Zurück zum Krankengeld. Die Krankenkasse hat mich darüber informiert, das ich erst nach Ablauf einer Blockfrist von 3 Jahren, wieder Anspruch auf Krankengeld hätte, sowie 6 Monate wieder arbeitsfähig sein müsse.

(Diagnose M99.82 G, M54.2G, M25.81 G L) =>alte Diagnosen vor ca. 3 Jahren
( Diagnose M54.16G, M51.2 VL, M25.95 GL =>neue Diagnosen seit 18.03.2019

Handelt es sich hier um die selben Diagnosen?

Mit freundlichen Grüßen

xxxxx
 

ABSW

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Hallo,
wenn die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber abgelaufen ist, wird Ihnen von der Berufsgenossenschaft ein Verletztengeld gezahlt. Die Auszahlung übernimmt Ihre Krankenkasse.

Das Verletztengeld endet mit dem Ende der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit.
Ich würde dir anraten, dringend anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
 

zerowar

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Hallo,

leider ist vorab die Krankenkasse für mich zuständig, da ich noch keine Unterlagen von der BG erhalten habe, um Wiederspruch einlegen zu können.
 

Bullson

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Hallo,

(Diagnose M99.82 G, M54.2G, M25.81 G L) =>alte Diagnosen vor ca. 3 Jahren
( Diagnose M54.16G, M51.2 VL, M25.95 GL =>neue Diagnosen seit 18.03.2019

Da es sich um M-Diagnosen handelt kann ich die Positon der KK nachvollziehen.
Aber auch dieses würde ich dem Anwalt für Sozialrecht vorlegen.
Hallo,

leider ist vorab die Krankenkasse für mich zuständig, da ich noch keine Unterlagen von der BG erhalten habe, um Wiederspruch einlegen zu können.
Hier, denke ich, liegt genau das Problem.
Gegen was willst du Wiederspruch einlegen wenn der BG Arzt die Rückenverletzung nicht im kausalen Zusammenhang sieht.
Es wäre zu klären, auch ein Thema für den Rechtsbeistand, ob das im nachhinein zu realisieren ist.

Drücke die Daumen.

Gruß
Bullson
 

zerowar

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Hallo,

was passiert wenn ich kein Anspruch auf Krankengeld habe?

MfG

zerowar

Hallo,

würde ich die Anforderungen für Krankengelderhalt erfüllen, da 3 Jahre rum sind?
 

Bullson

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Hallo,

ich habe mich mit dem Datum vertan. Krankengeld bezog ich bis 10.10.2016. Die Umschulung begann am 11.10.2016.

Wenn diese Daten zu Grunde liegen würde die 3 Jahres Blockfrist erst zum 12.10.19 enden.
Also kein Anspruch.
Es sei denn du bekommst die Blockfrist über die Diagnose getrennt.

Deswegen wäre ein Anspruch gegenüber der BG sinnvoll.

Das Beste ist echt ein Termin bei einem Fachanwalt für Sozialrecht oder einem Sozialverband.
Die haben Fachleute für solche Probleme. Denn dort erhälst du auch die notwendige Rechtssicherheit.

Wir können dir nur raten........

Gruß
Bullson
 

zerowar

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Hallo,
morgen wollte ich mein Hausarzt aufsuchen, da ich mometan mit der Situation nicht klar komme.
Kann die Ärztin während einer Krankschreibung, eine neue Erstbescheinigung ausfüllen mit einer neuen Diagnose?
 

gila

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Es handelt sich hier ja um eine völlig neue Erkrankung die nicht im Zusammenhang mit der Erkrankung von 2016 zu sehen ist. Wahrscheinlich muss das erst einmal alles auseinander gefieselt werden . da du Rechtsschutz hast müsste sich ein Anwalt da mal richtig hineinknien.
Mit einer neuen Erkrankung ist auch ein weiteres Krankengeld grundsätzlich innerhalb einer Blockfrist möglich. Ich hatte z.b. auch lange Zeit mit Rücken zu tun und Fibromyalgie und innerhalb der Blockfrist kam dann ein Treppensturz dazu mit erneut Rücken, aber natürlich als neue und völlig getrennt von der ersten Erkrankung zu sehende Diagnose.

Später hinzu gefügt
 
Zuletzt bearbeitet:

zerowar

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Dankeschön.
Mein Anwalt weiß schon Bescheid. Bei einem negavtiven Endscheid, kann er erst tätig werden und so die Akte anfordern.

Sollte ein negativ Bescheid erfolgen? Was passiert dann? Muss ich Arbeitslosengeld beantragen?

Kann mein Hausarzt nochmal eine Erstbescheinigung austellen mit einer anderen Diagnose?
 
S

SelfDelUser_65565

Gast
Hallo zerowar,

du kannst jederzeit bei der BG deine Akte anfordern.

Schau doch mal bei den Unfallopfer.de vorbei, die sind darauf spezialisiert.

MFG
 

zerowar

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Das werde ich tun.


Meine Frage nochmals. Sind die 6 Monate in der Blockfrist enthalten oder danach?

Mir ist eingefallen, daß ich während meiner Umschulung ein 165 Euro Job über sechs Monate geleistet habe. Das durfte ich dazu verdienen. Ich war auch bei der Mini Job Zentrale gemeldet. Krankenkasse wusste bescheid. Gilt das dann als erwerbstätig.?
 

ABSW

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Hallo zerowar,
ich sehe es wie "gila". Der Arbeitsunfall ist eine neue Sache.
Anscheinend will man dich tatsächlich um deine Rechte bringen.

Am 11.02.2019 war dein Arbeitsunfall somit neue Blockfristenbildung.
Aber hier wird tatsächlich versucht dich in die alte Geschichte zu drängen.

Lass es dir nicht gefallen und mache einen Termin mit einem versierten RA aus

Alles Gute
 

zerowar

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Hallo ABSW,

ich bis 15.03.2019 über die BG krankgeschrieben. Am 18.03.2019 wurde ich dann von meinem Hausarzt mit den oben genannten Diagnosen krankgeschrieben.
Ich hoffe die Kasse merkt das es ein zusammenhang mit dem Unfall gibt.

Ich warte jetzt den Bescheid der Kasse ab und schalte dann ein Anwalt ein.
Mein Hausarzt kann mich ja trotzdem weiter krank schreiben.
Ich hab außerdem noch für 10 Monate Anspruch auf Arbeitslosengeld.

In der Zeit muss ich dann für mein Krankgeld kämpfen.
 

zerowar

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Hallo,

die Kasse teilte mir am Freitag mit, das ich Anspruch vorerst auf Krankengeld habe.
Es kann auch sein das ich in einem Monat zum MDK muss.

MfG
zerowar
 
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