Habe ich jetzt noch die Möglichkeit, Einspruch gegen einen Punkt im ärztlichen Gutachten einzulegen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Binemaya12

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Hallo!
Ich habe am Donnerstag endlich eine Kopie des ärztlichen Gutachtens bekommen das über mich erstellt wurde. Am Telefon hatte mir eine Beraterin einmal im Januar schon kurz runtergeleiert was drin steht, leider ist mir da irgendwie entgangen, dass ich als vollschichtig arbeitend eingestuft wurde. Habe ich denn jetzt noch die Möglichkeit hiergegen widerspruch einzulegen. 6 Stunden sind aus gesundheitlicher Sicht die absolute Obergrenze meiner Leistungsfähigkeit, was vor meinem Umzug in eine neue Stadt auch mehr als bekannt war beim Arbeitsamt. Nun befürchte ich, dass mir hierdurch Nachteile entstehen könnten wenn ich tatsächlich eine Umschulung genehmigt bekäme. Insoweit, dass das Arbeitsamt dann sagt, wir übernehmen nur die Kosten für eine Vollzeitumschulung (weil ja günsitger für die, weil die Ausbildungzeit hier ein Jahr kürzer ist im Vergleich zu einer Teilzeitumschulung) Immerhin steht ja in dem Gutachten ich wäre Vollschicht arbeitsfähig. Tatsächlich ist die Vollschichtigkeit das größte Hindernis einer Ausbildung für mich, weshalb ich leider noch keine habe. Und vor 15 Jahren kann ich mich nicht erinnern, dass es diese Teilzeitausbildungen/Umschulungen schon gab.
viele Grüße und noch einen schönen Sonntag allen! :smile:
 
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ExitUser

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AW: Einspruch gegen einen Punkt im ärztlichen Gutachten?

6 Stunden sind aus gesundheitlicher Sicht die absolute Obergrenze meiner Leistungsfähigkeit, was vor meinem Umzug in eine neue Stadt auch mehr als bekannt war beim Arbeitsamt.
Hat das ein Arzt bestätigt? Eine subjektive Einschätzung Deinerseits dürfte nicht ausreichen.
 

Binemaya12

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AW: Einspruch gegen einen Punkt im ärztlichen Gutachten?

Ich selbst habe kein Schreiben von einem Arzt, meine Hausärztin würde mir dies aber schriftlich ohne wenn und aber bestätigen,auch der Neurologe bei dem ich bisher war. Bei der Agentur für Arbeit an meinem alten Wohnort(ich bin letzten Oktober wegen meines Mannes umgezogen) ist dies bekannt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen höchsten bis 6 Stunden arbeiten kann(wurde auch schon durch ein ärztliches Gutachten bestätig, welches jedoch schon 10Jahre zurückliegt). Auch habe ich wegen zwei Krankheiten 40% Behinderung, was ja schon aussagt, dass ich nicht voll Leistungsfähig bin. Ich habe mittlerweile auch akzeptiert, dass ich eben nicht so Leistungfähig bin, dies hat mich viele Jahre gekostet. Sollte ich mir diese Bestätigung von den Ärzten holen und kann dann so Einspruch einlegen? Ist die Zeit für einen Widerspruch schon abgelaufen, da man mir das ganze im Januar am Telefon runtergeleiert hat oder gilt es erst ab dem Tag wo es mir ausgehändigt wird das Gutachten?
 

romeo1222

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AW: Einspruch gegen einen Punkt im ärztlichen Gutachten?

Ist die Zeit für einen Widerspruch schon abgelaufen, da man mir das ganze im Januar am Telefon runtergeleiert hat oder gilt es erst ab dem Tag wo es mir ausgehändigt wird das Gutachten?
Gegen ein Gutachten ist generell kein Widerspruch möglich. Lediglich auf darauf basierende Verwaltungsakte wie eine EGV könntest du Widerspruch einlegen.

Du könntest zwar eine Gegensetllungsnahme bezüglich des Gutachtens bei dem Arzt einreichen, aber seinen Standpunkt wird er wohl kaum ändern.
 

Binemaya12

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Ok, vielen Dank für Eure Nachrichten. Dann weiß ich Bescheid wie ich weiter vorgehen kann, sollte es zu dem Fall kommen, dass die Rede von einer Vollzeit Arbeit/Umschulung ist. :icon_daumen:
 

Muzel

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Es ist ratsam eine Gegenvorstellung zu schreiben. Erst als du die schriftliche Version hattest, konntest du es tun. Ich rate auch dazu. Es sollte kein Mensch auf die Idee kommen, dass du mit dem Inhalt einverstanden bist.
 

Helga40

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Für wieviel Stunden hast du dich denn zur Verfügung gestellt? Es geht doch um Alg1? Da kann man doch auch von sich aus sagen "Ich will nur 6 h/Tag."?
 

Kerstin_K

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Keine gute Idee. Dann bekommt man weniger Geld, wenn man vorher mehr gearbeitet hat.
 

Helga40

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Da beißt sich ja die Katze auch irgendwie in den Schwanz, denn die TE wird sich doch nicht Vollzeit zur Verfügung gestellt haben, wenn sie selbst sagt, dass sie nur Teilzeit schafft?
 

Doppeloma

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Hallo Binemaya12,

Ich habe am Donnerstag endlich eine Kopie des ärztlichen Gutachtens bekommen das über mich erstellt wurde. Am Telefon hatte mir eine Beraterin einmal im Januar schon kurz runtergeleiert was drin steht, leider ist mir da irgendwie entgangen, dass ich als vollschichtig arbeitend eingestuft wurde.
Zunächst würde ich gerne mal wissen aus welchem Grund du zum ÄD der AfA gewesen bist (oder wurde ein Gutachten nach "Aktenlage" gemacht ???), das klingt irgendwie nach Aussteuerung aus dem Krankengeld ???

Ein klein wenig mehr zur Vorgeschichte wäre sehr nett, denn in der Regel wird man nicht zum ÄD geschickt wenn man arbeitslos geworden ist, auch nicht nach einem Umzug ...

Bist du denn schon mal bei der Arbeitsberatung gewesen, warum "leiert" man dir dazu was am Telefon runter, das gehört in ein Beratungsgespräch.
Was die Vermittlerin hat kann nur der Teil B sein, denn der Teil A unterliegt der Schweigepflicht, den kannst du dir aber selbst beim ÄD als Kopie abholen (mit Ausweis).

Habe ich denn jetzt noch die Möglichkeit hiergegen widerspruch einzulegen. 6 Stunden sind aus gesundheitlicher Sicht die absolute Obergrenze meiner Leistungsfähigkeit, was vor meinem Umzug in eine neue Stadt auch mehr als bekannt war beim Arbeitsamt.
Gegen eine ärztliche Stellungnahme kann man keinen Widerspruch einlegen und wenn du darauf bestehst höchstens 6 Stunden arbeiten zu können, dann wird man das gerne akzeptieren und dir anschließend (nach Unterschrift auf eine "Verfügbarkeits-Erklärung") auch nur noch ALGI für 30 Wochenstunden zahlen.

Nun befürchte ich, dass mir hierdurch Nachteile entstehen könnten wenn ich tatsächlich eine Umschulung genehmigt bekäme. Insoweit, dass das Arbeitsamt dann sagt, wir übernehmen nur die Kosten für eine Vollzeitumschulung (weil ja günsitger für die, weil die Ausbildungzeit hier ein Jahr kürzer ist im Vergleich zu einer Teilzeitumschulung)
Bist du sicher, dass die AfA überhaupt eine Umschulung für dich übernehmen wird, in der Regel ist die DRV dafür zuständig ???
Die prüfen dann allerdings auch selbst erst (in einer Reha-Maßnahme / Belastungserprobung), wie es um deine Belastbarkeit / Erwerbsfähigkeit steht.

Da verlassen die sich nicht auf den AfA - ÄD, bist du schon mal in einer DRV-Reha gewesen ???
Was hast du denn bisher von der AfA (schriftlich) dazu bekommen, dass man dir eine Umschulung in Teilzeit bewilligen würde ... nur nach deinem persönlichen Gefühl wird das nicht entschieden, auch nicht alleine nach diesem "Gutachten" ...

Immerhin steht ja in dem Gutachten ich wäre Vollschicht arbeitsfähig.
Sonst würde man auch darauf drängen, dass du nur noch Teilzeit vermittelt werden möchtest und dann gibt es weniger ALGI wie es dir schon geschrieben wurde.
Was da für die Arbeitsvermittler geschrieben wird ist (meist) sehr dürftig und was im Teil A stehen wird dazu, wird auch nicht viel besser sein.

Solltest du nicht mal beim Arzt (vom ÄD) gewesen sein ist es nicht anzunehmen, dass man dir nach einem "Aktenlage-Gutachten" eine Ausbildung bezahlen wird, die einige Zehn-Tausend € kostet.

Tatsächlich ist die Vollschichtigkeit das größte Hindernis einer Ausbildung für mich, weshalb ich leider noch keine habe. Und vor 15 Jahren kann ich mich nicht erinnern, dass es diese Teilzeitausbildungen/Umschulungen schon gab.
Das ist auch heute noch eher selten denn das Ziel (bei AfA oder DRV) ist ja auch eine anschließende Vollzeitbeschäftigung möglich zu machen, von der du dann auch deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

Mit Teilzeitarbeit ist das eher unwahrscheinlich, darum wird das nur in Ausnahmefällen gefördert.
Ob du ein solcher Ausnahmefall bist möchten die Kostenträger ( AfA / DRV) allerdings auch selber prüfen und entscheiden, dafür genügt ganz gewiss kein "Mini-Gutachten" vom ÄD der AfA. :icon_evil:

Sollte meine Vermutung richtig sein und die DRV ist bereits zuständig eine eventuelle Ausbildung zu bezahlen, dann gibt die AfA das sowieso nur direkt an die DRV weiter ... und wie schon erwähnt machen die dann dazu ihre eigenen Feststellungen (durch "echte" Gutachter / Reha-Maßnahmen).

Ich selbst habe kein Schreiben von einem Arzt, meine Hausärztin würde mir dies aber schriftlich ohne wenn und aber bestätigen,auch der Neurologe bei dem ich bisher war.
Das kannst du dann alles dort mit einreichen, wo man wirklich dafür zuständig wäre, was hast du denn dem ÄD der AfA zur Verfügung gestellt, um dieses aktuelle "Gutachten" fertigen zu können ???

Bei der Agentur für Arbeit an meinem alten Wohnort(ich bin letzten Oktober wegen meines Mannes umgezogen) ist dies bekannt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen höchsten bis 6 Stunden arbeiten kann(wurde auch schon durch ein ärztliches Gutachten bestätig, welches jedoch schon 10Jahre zurückliegt).
Auch solche Gutachten haben mal ein "Verfallsdatum" wenn man erst viel später dann deswegen eine Ausbildung in Teilzeit anstrebt, dann werden auch aktuelle Gutachten gemacht, warum hat man denn dort noch nichts unternommen, um dich auszubilden ???

Kommt dir das nicht selber merkwürdig vor ???

Auch habe ich wegen zwei Krankheiten 40% Behinderung, was ja schon aussagt, dass ich nicht voll Leistungsfähig bin. Ich habe mittlerweile auch akzeptiert, dass ich eben nicht so Leistungfähig bin, dies hat mich viele Jahre gekostet.
Das sagt eigentlich gar nichts dazu aus, wie Leistungsfähig du in einer geeigneten Tätigkeit sein könntest, es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen die Vollzeit arbeiten an einem leidensgerechten Arbeitsplatz.

Welche Tätigkeit würdest du dir denn selber konkret vorstellen, die du täglich wenigstens 6 Stunden schaffen kannst ???
Letztlich wird der Kostenträger das prüfen und dir dann Vorschläge dazu machen, sofern du eine berufliche Reha mal beim richtigen Amt (vermutlich DRV) schriftlich und nachweislich beantragt hast ...

Bei der AfA erzählt man dir (wahrscheinlich) noch so lange Märchen, bis dein ALGI mal abgelaufen ist ...

Sollte ich mir diese Bestätigung von den Ärzten holen und kann dann so Einspruch einlegen? Ist die Zeit für einen Widerspruch schon abgelaufen, da man mir das ganze im Januar am Telefon runtergeleiert hat oder gilt es erst ab dem Tag wo es mir ausgehändigt wird das Gutachten?
Das wird auch nichts ändern, das ist kein Bescheid da ist kein Widerspruch möglich, den könntest du nur gegen einen Leistungsbescheid einlegen der sich auf dieses "Gutachten" stützt und deswegen zu deinem Nachteil ausfällt.

Scheint ja nicht der Fall zu sein wenn man dir volles ALGI zahlt, obwohl du meinst nur Teilzeit arbeiten zu können ...
Es ist also völlig egal wann dir der Inhalt dieser ärztlichen Stellungnahme zur Kenntnis gelangt, manche wissen nicht mal, dass sie das überhaupt bekommen können vom ÄD und den Teil B vom Vermittler.

MfG Doppeloma
 

Binemaya12

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Hallo Doppeloma,
danke für Deine ausführliche Antwort. Tatsächlich ist es so, dass meine gesundheitlichen Einschränkungen schon bestehen, seit es um das Thema arbeit geht. Ich habe noch nie Vollzeit gearbeitet, nur in einer begonnen Ausbildung, die dann aber nicht nur deshalb scheiterte. Auch meine letzte Stelle war eine Teilzeitstelle und auch beim Amt habe ich das natürlich so gesagt. Schriftlich wurde mir garnichts zugesichert vom Amt was eine Umschulung angeht, natürlich würde ich keine Vollzeit-Umschulung antreten, das wäre für das Amt pure Geldverschwendung denn es würde nicht funktionieren. Das man mir das Gutachten am Telefon runtergeleiert hat kam mir auch mehr als seltsam vor, so kannte ich das bisher nicht wenn es einen Entscheid bei etwas gab. Ich habe eine längere Vorgeschichte, wie so manch anderer, der mit dem Amt in Kontakt kommt. Sollte es überhaupt zu einer Umschulung kommen und ich glaube daran auch nicht, aber hoffen bis man entgültig etwas gegenteiliges hört ist ja nicht verboten :) Die Dame vom Arbeitsamt sagte mir, dass sie für jegliche Weiterbildung/Umschulung zuständig wäre, sie hätten bereits geprüft wer hierfür der zuständige Träger ist und das wäre das Arbeitsamt. Das ärztliche Gutachten ist entstanden, weil ich sagt, dass ich meinen bisher ausgeübten Beruf nicht mehr machen könne, was dann auch in dem Gutachten stand. Entschieden wurde es nach Aktenlage, jeweils eine Schweigepflichtentbindung für meine Hausärztin und meinen Neurologen. Es ist alles sehr verworren und wie gesagt, es handelt sich bei mir lediglich um die letzte Hoffnung doch noch eine Ausbildung abschließen zu können, daran glaube tue ich auch kaum. Dass das Arbeitsamt mir noch so lange Märchen erzählt bis mein ALg1 abgelaufen ist kann ich mir sehr gut vorstellen, aber bis dahin kenne ich ja auch die entgültige Entscheidung (ich hoffe doch etwas vorher) :)
Grüße
 

Kerstin_K

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Wenn Du bisher nur Teilzeit gearbeitet hast, dann basiert auch Dein ALG I auf Teilzeit und Du musst nicht vollzeit zur Verfügung stehen.

Trotzdem kann natürlich ein Gutachter der Meinung sein, dass Du es aus medizinischer Sicht könntest. Der Arzt hat ja mit den leistungsrechtlichen Angelegenheiten noch ichts zu tun.
 
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