Habe ich einen ALG1 Anspruch nach nicht abgeschlossener Ausbildung?

Jan967

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 April 2018
Beiträge
9
Bewertungen
1
Letzte Aktivität: vor 4 Tagen
Details anzeigen
Arbeitslosengeldanspruch nach Ausbildungsende?

Hallo,
habe vom 01.08.2018 bis 31.07.2020 eine Ausbildung absolviert, diese in einem schriftlichen Prüfungsteil nicht bestanden, nun hole ich die Prüfung in dem nicht bestandenen Prüfungsteil im November privat nach und habe ab 01.10 eine andere Beschäftigung in meiner vorherigen Ausbildung, die ich erfolgreich abgeschlossen hatte. Steht mir nun trotzdem ALG1 für diese Zeit bis zum 01.10 zu, da ich ja eine Verlängerung hätte annehmen können? Oder muss ich nun mit einer Sperre rechnen?In meiner Arbeitsbescheinigung, die heute bei mir angekommen ist, hat mein alter Arbeitgeber nun Kündigung durch mich angekreuzt, es war aber keine Kündigung notwendig sondern der Ausbildungsvertrag ist mit Ablauf der Befristung am 31.07.2020 ausgelaufen. Dieses wäre durch den Punkt Beendigung durch Tarifvertrag oder Kraft Gesetzes anzukreuzen. Soll ich nun nochmal meinen alten Arbeitgeber dazu kontaktieren oder die Bescheinigung so bei der Arbeitsagentur abgeben?
Quellenlink: https://www.gutefrage.net/frage/arbeitslosengeldanspruch-nach-ausbildungsende
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.259
Bewertungen
18.425

Moderation Themenüberschrift:

Hallo @Jan967 ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

Des Weiteren ist aus Urheberrechtsgründen eine Quelle anzugeben.
ALG 1 nach nicht bestandener Ausbildung?
 

BerndB

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2016
Beiträge
1.054
Bewertungen
678
Natürlich sollte der Arbeitgeber die Arbeitsbescheinigung richtig ausfüllen. Die Frage ist nur, lässt der bisherige Chef die AB dann wochenlang liegen? Ich habe immer gedacht, dass sich Ausbildungsverträge bei Nichtbestehen der Prüfung verlängern. Aber das müsste dann im Ausb.-Vertrag stehen.
Aber die Frage ist, ob die AB evtl. so abgegeben werden soll? Ich würde das "riskieren" aber unbedingt Belege beifügen, aus der hervorgeht, dass der Vertrag durch zeitliche Befristung abgelaufen ist und dazu eine kurze formlose Erklärung beifügen. Die AA kann dann beim Arbeitgeber zurückfragen und evtl. schneller zu einer Klärung kommen. Würde trotzdem eine Sperre verhängt, gäbe es immer noch die Widerspruchsmöglichkeit.
Das ist aber meine Ansicht.
 

Jan967

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 April 2018
Beiträge
9
Bewertungen
1
Vielen Dank schonmal.
Ja, der Ausbildungsvertrag kann auf mein Verlangen um ein halbes Jahr bis zur nächsten Prüfung verlängert werden. Es geht halt darum, dass ich bis zur nächsten Prüfung, also dem einen Prüfungsteil, den ich nochmal wiederholen muss, in einem anderen Betrieb ab Oktober arbeiten möchte, und somit ja auch kein Auszubildender mehr bin und den Prüfungsteil dann extern, also privat bezahle und nachholen werde. Jetzt ist halt die Frage, ob mir dadurch eine Sperre verhängt werden kann, da ich ja keine Verlängerung wollte, aber der Ausbildungsvertrag wie gesagt zeitlich am 31.07. durch Nichtbestehen ausgelaufen ist.
 

Jan967

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
28 April 2018
Beiträge
9
Bewertungen
1
Dazukommen würde noch, was ich vergessen habe, meine Freundin und ich leben zusammen und haben zusammen ein Baby, was im Juli diesen Jahres zur Welt gekommen ist. Zählt dies als Gründung einer Erziehungsgemeinschaft und ich könnte, falls eine Sperre verhängt wird, aus diesem Grund Widerspruch einlegen?
 
Zuletzt bearbeitet:

BerndB

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
19 August 2016
Beiträge
1.054
Bewertungen
678
Wenn du angeben solltest, dass du wegen einer Erziehungsgemeinschaft eingeschränkt bist (Arbeitszeit?), könnte das höchstens zu Problemen führen. Wobei es unter Umständen schon helfen kann, dass du nur in der näheren Umgebung vermittelt wirst (§8 SGB III - Vereinbarkeit von Familie und Beruf). Aber Wetten würde ich darauf nicht. Ist halt alles schwammig.
Unabhängig von deiner Ausbildung:
Wenn jemand im Betrieb befristet arbeitet und der Arbeitgeberihm bietet zum Schluß eine Verlängerung an, handelt es sich nicht um ein Angebot der Agentur und man kann ablehnen, ohne dass es eine Sperrzeit gibt.
Aber bei einer Ausbildung?

Nachtrag: Frag doch einfach die AA. Sie muss dich beraten und sie wird dich beraten. Nennt sich Leistungsberatung. Dann kannst du nachher deine Entscheidung fällen. Konkret heißt es in den Vorschriften der AA zur Beratung:
"Die Beratung soll dem Einzelnen die Kenntnisse und Entscheidungsgrundlagen vermitteln, die er zur vollen Wahrnehmung seiner Rechte und zur korrekten Erfüllung seiner Pflichten benötigt. Sie muss richtig, unmissverständlich und umfassend sein. Der Versicherungsträger ist gehalten, auf alle naheliegenden Gestaltungsmöglichkeiten hinzuweisen, damit der Ratsuchende seine Entscheidung in voller Kenntnis aller Konsequenzen treffen kann."
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten