Habe ich Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

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Nudelholz68

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Hallo!
Ich habe da eine Frage.
Bitte bitte ganz genau lesen.
Ich bekomme ab Dezember volle Erwerbsminderungsrente für 2,5 Jahre befristet.
Zum 30.11. bin ich aus Hartz4 raus. Der Aufhebungsbescheid ist unterwegs.
Beim Sozialamt war ich auch schon und habe Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt gestellt, weil die Rente nicht zum Leben reichen würde.
Nun wollen die nochmal genau wissen, was der Grund für meine Rente ist.

In meinem Rentenbescheid steht nur:

Ich habe Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit.
Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschliesslich auf meinem Gesundheitszustand, sondern auch auf den Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt beruht.

Jetzt will das Sozialamt wissen, ob in meinem Fall eine medizinisch teilweise Erwerbsminderung vorliegt, also ein Restleistungsvermögen von mehr als drei und unter 6 Stunden besteht, und hier eine sogenannte Arbeitsmarktrente geleistet wird.
(dem Versicherten kann KEIN geeigneter Teilarbeitsplatz angeboten werden, weshalb eine volle Erwerbsverminderungrente gewährt wird)

So sieht das laut meinem Anruf bei der RVA aus, was ich noch schriftlich bekomme.


Kann mir das Sozialamt die Hilfe zum Lebensunterhalt in diesem Fall verweigern und mich wieder zum JobCenter schicken?
In meinem Fall mit meiner Erkrankung gibts wirklich nichts geeignetes, auch wenn ich mehr als 3 und unter 6 Stunden arbeiten könnte.



Wer kennt sich da aus?
LG
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo!

Deine Angaben sind zwar widersprüchlich, aber laut Aussage der RV bekommst du eine Arbeitsmarktrente. Steht das nicht im Bescheid? Vielleicht lädst du ihn mal anonymisiert hoch.

Dann bist du nicht voll erwerbsgemindert, auch nicht auf Zeit.

Zuständig ist in dem Fall weiterhin das JC, da du erwerbsfähig bist. Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt interessieren dabei nicht. Du musst dich dann vermutlich auch weiter bewerben.
 

kerosin

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Zuständig ist in dem Fall weiterhin das JC, da du erwerbsfähig bist. Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt interessieren dabei nicht. Du musst dich dann vermutlich auch weiter bewerben.

Bewerben natürlich nur auf Teilzeitstellen, welche in Absprache zwischen Jobcenter und DRV für leidensgerecht für den TE befunden werden.
 

Doppeloma

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo cibernauta,

Das wäre sicher schön, in der Praxis bleibt es aber am Bewerber hängen, das mit dem AG abzuklären.

Falsch, denn zwischen AfA und DRV wird regelmäßig bereits (abschließend) geklärt ob es für den / die EM-Teilrentner überhaupt zumutbare / leidensgerechte Teilzeitarbeitsplätze gibt.

Ist das NICHT der Fall gilt dieser (erforderliche) Teilzeit-Arbeitsmarkt als "vorerst verschlossen" und es wird die "Arbeitsmarktrente" bewilligt.

Richtig ist deine Anmerkung, dass die JC sich auf die noch bestehende Rest-Erwerbsfähigkeit beziehen und meinen Bewerbungen fordern zu können, was eigentlich nur der Drangsalierung der EM-Teilrentner dient, denn es ist ja bereits (von ganz "oben") klargestellt worden, dass es diese "passenden" Arbeitsplätze gar nicht gibt. :icon_evil:

Das Gegenteil haben NICHT die JC-SB zu beschließen, wenn sich diese Lage mal ändern sollte, wird die DRV das dem EM-Rentner schon mitteilen und nur noch die "halbe Rente" zahlen (müssen) ...

Eigentlich ein Unding, weil man mit seiner Behinderung hausieren gehen muss.

Muss man ja auch nicht, du wirfst hier Behinderung und Teil-Erwerbsminderung in einen "Topf", das hat aber nur wenig miteinander zu tun, es gibt Schwerstbehinderte (GDB 100) die Vollzeit arbeiten und gar keine EM-Rente bekommen.

Eine anerkannte Behinderung fürhrt also auch nicht "automatisch" in eine volle oder teilweise EM-Rente aber das nur nebenbei.

Mit einem AG "muss" man weder Krankheiten noch Behinderungen diskutieren wollen, das geht den noch weniger was an als den JC-SB der sich ausgerechnet an einem "Arbeitsmarktrentner" austoben möchte, um den "in Arbeit zu bringen" ...
Der braucht sich aber nur auf "leidensgerechte / versicherungspflichtige" Teilzeitstellen zu bewerben, die er auch bewältigen könnte gesundheitlich.

Was das sein "könnte" hat nicht der SB zu entscheiden, der ist kein Arzt. :icon_evil:

Das wird ihm NICHT gelingen, weil genau dieser erforderliche Teilzeit-Arbeitsmarkt als "verschlossen" gilt, so "beißt sich die Katze in den Schwanz" ...

Zudem sind die JC-SB ja nicht mal in der Lage halbwegs gesunde Arbeitslose zu vermitteln, vielleicht sollten sie ihre Kräfte besser dafür aufwenden (denn die haben eigentlich keinen "verschlossenen Arbeitsmarkt").
Dass EM-Teilrentner dem JC zugeordnet werden liegt eben daran, dass sie (theoretisch) noch die (gesetzlich) erforderlichen 3 Stunden erwerbstätig sein "könnten" aber nur wenn der (gesundheitlich) erforderliche (Teilzeit)-Arbeitsmarkt dafür nicht mehr "verschlossen wäre" ...

Das regelmäßig zu prüfen ist aber NICHT die Aufgabe des Arbeitsmarktrentners und auch NICHT die seines JC-SB ...

MfG Doppeloma
 
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Doppeloma

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo Nudelholz68,

Ich bekomme ab Dezember volle Erwerbsminderungsrente für 2,5 Jahre befristet.
Zum 30.11. bin ich aus Hartz4 raus. Der Aufhebungsbescheid ist unterwegs.

Schon das ist nicht richtig, denn du bist eben NICHT "aus Hartz 4 raus" mit einer Arbeitsmarktrente, das wissen die beim JC auch sehr genau (sollten sie jedenfalls wissen).

Der Aufhebungsbescheid ist also falsch und dagegen legst du Widerspruch ein, denn du bekommst vom Sozial-AMT NICHTS ... :icon_evil:

Dazu gibt es hier wirklich schon genug Beiträge, wie das nach einer Bewilligung von Arbeitsmarktrente zu laufen hat, das ist auch für dich gesetzlich nicht anders geregelt.

Beim Sozialamt war ich auch schon und habe Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt gestellt, weil die Rente nicht zum Leben reichen würde.
Nun wollen die nochmal genau wissen, was der Grund für meine Rente ist.

Hast du denn deinen EM-Rentenbescheid auch bei beiden Ämtern vorgelegt, die wollen doch den Bescheid SEHEN, was nicht bedeutet, dass sie auch alles komplett kopieren dürfen.

In meinem Rentenbescheid steht nur:
Ich habe Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit.
Der Rentenanspruch ist zeitlich begrenzt, weil die volle Erwerbsminderung nicht ausschliesslich auf meinem Gesundheitszustand, sondern auch auf den Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt beruht.

Das ist aber der entscheidende Satz und macht den Unterschied aus WER JETZT weiter zuständig ist dir einen Zuschuss zum Lebensunterhalt zu zahlen, das SGB XII ist es jedenfalls NICHT.

Jetzt will das Sozialamt wissen, ob in meinem Fall eine medizinisch teilweise Erwerbsminderung vorliegt, also ein Restleistungsvermögen von mehr als drei und unter 6 Stunden besteht, und hier eine sogenannte Arbeitsmarktrente geleistet wird.

Das geht aus diesem Teil deines Bescheides bereits eindeutig hervor, da brauchen die nicht "so blöde" zu fragen, du bist doch nicht der erste EM-Rentner wo das so drin steht, dass ist der allgemein übliche Hinweis, dass du eigentlich noch Teilerwerbsfähig bist und weiterhin dein Geld vom JC zu bekommen hast.

(dem Versicherten kann KEIN geeigneter Teilarbeitsplatz angeboten werden, weshalb eine volle Erwerbsverminderungrente gewährt wird)

Das ist Pflicht-WISSEN beim Sozial-AMT UND beim JC, der Satz steht seit langer Zeit genau so im Bescheid bei einer Arbeitsmarktrente ...

So sieht das laut meinem Anruf bei der RVA aus, was ich noch schriftlich bekomme.

Dafür braucht man in der Regel nichts extra schriftlich, das sollte JEDEM SB bei den soziaeln Ämtern schon lange bekannt sein was das zu bedeuten hat, ich frage mich was die überhaupt noch genau wissen zu ihrere Arbeit wenn ich so was lese ... :doh:

Kann mir das Sozialamt die Hilfe zum Lebensunterhalt in diesem Fall verweigern und mich wieder zum JobCenter schicken?

Das JC hätte dich gar nicht erst zum Sozial-AMT schicken DÜRFEN, schon das ist eine Frechheit, dass du dort nun auch noch Angaben machen musstest, die völlig überflüssig sind weil du dort gar keinen Anspruch hast auf Leistungen bei einer "Arbeitsmarktrente" ...

In meinem Fall mit meiner Erkrankung gibts wirklich nichts geeignetes, auch wenn ich mehr als 3 und unter 6 Stunden arbeiten könnte.

Das wurde ja bereits vorab geklärt, deswegen wurde es ja eine "Arbeitsmarktrente", das interessiert aber das Sozial-AMT nicht, denn du bleibst weiter beim JC und die werden eben auch warten müssen, bis sich diese Arbeitsmarktlage wieder gebessert hat für Teil - Erwerbsgeminderte.

Das denen die "Arbeitsmarktrentner" lästig sind ändert NICHTS daran ... also fordere dein Geld dort ein wo es dir zusteht = beim JobCenter ... das SGB XII ist NICHT für dich zuständig. :icon_evil:

Ob Stellen-Angebote des JC für dich "zumutbar" sein könnten (nach § 10 SGB II) das hast du letztlich selber zu entscheiden, was gesundheitlich nicht passen kann ist eben NICHT zumutbar.
Das brauchst du weder mit dem JC-SB noch mit einem AG auszudiskutieren ... :icon_evil:

Wenn du selbst mal eine wirklich passende Stelle finden solltest dann darfst du die natürlich auch annehmen und dann wird die DRV die Rente um 50 % herabsetzen ... auch die Zuverdienstgrenzen stehen ganz genau in deinem EM-Rentenbescheid.

MfG Doppeloma

PS:Verlege dein Thema in einen anderen Bereich, hier bist du falsch und das wird man dir bald mitteilen.
 
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saurbier

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo Nudelholz68,

Ich kann da Doppeloma wieder mal nur zustimmen.

Für dich ich jetzt beim JC nur zu beachten, daß man dir nur sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeits-Angebote zu unterbreiten hat.

Nur das zählt für die Rentenkasse.

Ein möglicher Versuch seitens des JC dich zu einem Minijob zu drängen, oder gar irgend eine Schulungsmaßnahme mitzumachen ist hier nicht erforderlich, ganz gleich mit welchen Mitteln da so mancher SB druck auszuüben versucht.

Für dich zählt nur eine Teilzeitarbeitsstelle und die wirst du mit Sicherheit so schnell nicht finden bzw. angeboten bekommen, daß weiß ich aus leidlicher Erfahrung selbst als Arbeitsmarktrentner.

Ich hab mich damals bei diversen ZAF´s beworben und bekam nur Absagen, wenn ich bereits auf meinen SchwerB-Ausweis verwies. Da kam es nicht mal zum Gespräch das ich nur noch Teilzeit arbeiten kann.

Wie Doppeloma schon richtig ausführte, hat die Rentenkasse deine Arbeitsmarktsituation bereits im Vorfeld mit der AfA geklärt, weshalb man dir ja jetzt die volle EM-Arbeitsmarktrente bewilligte.

Also mach dich auf zum JC und fordere von denen die möglicher Weise notwendige Aufstockung deiner Rente.

Je nachdem was der SB da so alles erzählt, lege ich dir ans Herz das du dich mit uns hier ausstauscht, denn so mancher SB hat das fiese Tricks auf Lager.

Vor allem unterschreibe dort nichts (z.B. EinV), nimm alles mit nach Hause und stelle es wenn möglich hier mal ein (Anonym), damit wir dir passend helfen können.


Grüße saurbier
 
G

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?


Nein, leider richtig oder ist das inzwischen in einem Grundsatzurteil geklärt worden?

Es ging mir allerdings eher darum, dass keine Vorauswahl oder Bewertung der Stellenangebote hinsichtlich der Behinderung stattfindet. Man bekommt ganz normale Vermittlungsvorschläge für Teilzeitstellen und kann selbst herausfinden, ob sie geeignet sind. Die meisten sind es nicht und daher kann der Druck durch das JC nicht besonders groß werden. Ich rate zu gegenseitigem Einvernehmen mit dem AG, dann kann nicht viel passieren.

Letzlich gibt es immer wieder Behinderte, die eine Teilzeitstelle finden (mich eingeschlossen).
 

Annie

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

@cibernauta,

Doppeloma hat es doch schon erklärt. Du wirfst Behinderung und Erwerbsminderung durcheinander. Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun. Es tritt zwar oft beides gleichzeitig ein aber es ist dennoch getrennt von einander zu betrachten.

Bei einer Arbeitsmarktrente hat die DRV schon geprüft ob es zumutbare Stellen überhaupt gibt. Sonst würde keine Rente gezahlt werden. Bei einer Behinderung oder Schwerbehinderung sollte der SB das Stellenangebot prüfen. Das funktioniert bei manchen SBs in der Praxis sogar (manchmal).

Da TE eine Arbeitsmarktrente bezieht ist das Sozialamt nicht zuständig und er bleibt beim JC zum aufstocken der Rente.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Bei einer Arbeitsmarktrente hat die DRV schon geprüft ob es zumutbare Stellen überhaupt gibt.

Nein, hat sie im Einzelfall eben nicht. Die Arbeitsmarktrente wird allen erwerbslosen Teil-EM-Rentnern ohne weitere Prüfung bewilligt. Das ist eine pauschale Beurteilung des Arbeitsmarkts, der die JC offensichtlich nicht folgen (müssen).

Ich meinte durchweg teilweise erwerbsgeminderte Behinderte.

Da TE eine Arbeitsmarktrente bezieht ist das Sozialamt nicht zuständig und er bleibt beim JC zum aufstocken der Rente.

Das hatte ich in #2 bereits erklärt und einige andere nach mir.

Der braucht sich aber nur auf "leidensgerechte / versicherungspflichtige" Teilzeitstellen zu bewerben, die er auch bewältigen könnte gesundheitlich.

Das ist ja eben aus einem Stellenangebot so einfach nicht ersichtlich. Dazu kommt, dass der AG auch bereit sein muss, einen behinderten teilweise Erwerbsgeminderten unter Berücksichtigung seiner persönlichen Beeinträchtigungen zu beschäftigen. Selbst im öffentlichen Dienst ist das nicht selbstverständlich. Es wird dann im Vorstellungsgespräch thematisiert, sprich man muss hausieren gehen ...
 

Nudelholz68

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo.

Danke euch allen für die rege Diskussion.

Ich musste das gestern selber erstmal klären.

Beim JC wurde Mist gemacht.
Die wissen jetzt, dass ich als Arbeitsmarktrentner bei denen weiter bin. Das ging nicht so eindeutig aus meinem Rentenbscheid hervor.
Fälle wie meine sind da nicht so oft.
Aber der SB ist wirklich OK.

Ich bin medizinisch teilweise erwerbsgemindert, dass heisst ich kann mindestens 3, aber unter 6 Stunden täglich arbeiten!

Und hier liegt der Hase im Pfeffer.


Kann ich nicht. Ich bin krank und dieser Rentenbescheid ist eine Farce.

Muss oder kann ich in diesem Fall dem JC weiterhin Krankmeldungen geben?

...bis es wieder zu neuen Gutachten kommt.

Was wenn mein Stellenvermittler mir eine EV vorlegt?

Ich werde dem allenfalls Krankmeldungen vorlegen.

Ich kann NICHT arbeiten, ich bin krank und diese Entscheidung der RV ist eine Sauerei.

LG
 

saurbier

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo Nudelholz68,

Das ging nicht so eindeutig aus meinem Rentenbscheid hervor.
Fälle wie meine sind da nicht so oft.

Doch doch lieber Nudelholz68, daß geht ganz eindeutig aus dem Rentenbescheid hervor. Nur eben nicht aus der Seite 1..

Auf der Seite 2. ist ganz genau erläutert weshalb man die Rente erhält.

Fälle wie meine sind da nicht so oft.

Nun ja, eine solche Aussage eines JC SB halte ich für sehr fraglich, gerade im Bezug auf die Anzahl der Arbeitsmarktrentner. Aber mit Ausreden sind die Herrschaften ja reichlich gesegnet.

Aber der SB ist wirklich OK.

Ich hoffe mal für dich das dich da nicht verschätzt.

Ich bin medizinisch teilweise erwerbsgemindert, dass heisst ich kann mindestens 3, aber unter 6 Stunden täglich arbeiten!

Nun das alleine ist ja kein Grund für eine Arbeitsmarktrente, damit würdest du bestenfalls eine Tei-EMR nach § 43 Abs. 1 SGB VI erhalten.

Für eine Arbeitsmarktrente ist jedoch eine zwingende Voraussetzung das du keinen sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeitsplatz hast bzw. erzielen kannst.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer.

Kann ich nicht. Ich bin krank und dieser Rentenbescheid ist eine Farce.

Nun das steht aber auf einem anderen Blatt, denn dagegen kann man ja in Widerspruch und ggf. Klage gehen, wenn man anderer Meinung ist und dies auch noch belegen kann. Das ist dann deine eigene Entscheidung.

Wenn dich dein Arzt weiterhin Au schreibt, schön, dann kann dich das JC auch nicht vermitteln.

Allerdings darfst du eins dabei dann aber nicht vergessen, für das JC selbst bist du ein Teil-EMR - also zwischen 3-6 Std./tägl. eingeschränkt vermittelbar. Sollten die tatsächlich irgendwann mal ein passendes Arbeitsangebot haben (wovon ich nicht ausgehe), dann dürften die dich auch vermitteln, solange sie sich an die Vorgaben der DRV halten und die DRV selbst gegen das Arbeitsangebot keine Einwände hat (die DRV prüft nämlich im Vorfeld die neue Arbeitsstelle auf Durchführbarkeit).

Muss oder kann ich in diesem Fall dem JC weiterhin Krankmeldungen geben?

Ja das mußt du sogar, wenn du dort Ruhe haben willst.

Aber bitte vergiß nicht, die AU muß jetzt für den allgemeinen Arbeitsmarkt gelten und nicht für deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit.

...bis es wieder zu neuen Gutachten kommt.

Nun ja, daß könnte dann eher seitens der DRV erfolgen, bevor man dir eine weitere Verlängerung der Arbeitsmarktrente bewilligt. Das hängt dann von den Umständen des Reha-Abschlussberichtes in Verbindung mit deinem Alter ab.

Was wenn mein Stellenvermittler mir eine EV vorlegt?

Also ich würde bei JC keine EinV unterschreiben, wozu bitte. Einen freiwilligen Vertrag kann ich schlecht bemängeln, einen möglichen VA hingegen jederzeit wenn er Fehler enthält.

Ich kann NICHT arbeiten, ich bin krank und diese Entscheidung der RV ist eine Sauerei.

Sorry Nudelholz68, was du glaubst oder nicht ist letztlich deine Sache, die DRV richtet sich nach der sozialmedizinischen Begutachtung der Reha und ggf. eigenen Gutachtern. Da zählt nicht für wie krank du dich hälst, da zählen nur ärztliche Feststellungen und dafür gibt es gesetzliche Richtlinien.

Wer da anderer Meinung ist der darf jederzeit dagegen klagen.


Grüße saurbier
 

saurbier

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo cibernauta,

Nein, hat sie im Einzelfall eben nicht. Die Arbeitsmarktrente wird allen erwerbslosen Teil-EM-Rentnern ohne weitere Prüfung bewilligt. Das ist eine pauschale Beurteilung des Arbeitsmarkts, der die JC offensichtlich nicht folgen (müssen).

Wie bitte kommst du auf diesen Unsinn.

Zwischen der BA und der DRV gibt es eine interne Vereinbahrung, welche die Arbeitsmarktprüfung in gewissen zeitlichen Abständen vorsieht. Genauso gut steht es der DRV zu, gezielte Anfragen diesbezüglich an die zuständige AfA zu stellen, wohl nicht umsonst gibt es den Passus im Gesetz das hier eine Entscheidung binnen einem Jahr getroffen sein muss, vielleicht solltest du mal in gewissen Urteilen etwas lesen, z.B. im aktuellen Urteil des BSG vom 25.05.2018 B 13 R 33/15 R.

Ich meinte durchweg teilweise erwerbsgeminderte Behinderte.

Für die Arbeitsmarktrente ist es zweitrangig ob jemand behindert ist oder nicht, da zählt nur der Umfang einer möglichen Erwerbsfähigkeit und ob der Betroffene noch einen Arbeitsplatz inne hat oder eben nicht. Nur wenn die eingeschränkte Erwerbsminderung als auch ein nicht vorhandener Arbeitsplatz zusammen treffen, kann dies eine Arbeitsmarktrente auslösen.

Das ist ja eben aus einem Stellenangebot so einfach nicht ersichtlich.

Das spielt aber keine Rolle, denn dafür ist ausschließlich der SB zuständig dies im Vorfeld ausreichend abzuklären, bevor er eine Arbeitsstelle zuweist. Wozu wohl sonst liegt diesem das äD-Gutachten denn vor, in welchem alle Hinderungsgründe aufgeführt sind. Sollte dem JC sowas nicht vorliegen, nun dann muß man halt ein solches Gutachten erstellen oder von der AfA anfordern.

Dazu kommt, dass der AG auch bereit sein muss, einen behinderten teilweise Erwerbsgeminderten unter Berücksichtigung seiner persönlichen Beeinträchtigungen zu beschäftigen.

Da stimmt natürlich, aber dafür erhält der Arbeitgeber dann ja auch von der DRV bzw. BA einen nicht unerheblichen Lohnzuschuß der ihm das Schmackhaft machen soll, oder.

Es wird dann im Vorstellungsgespräch thematisiert, sprich man muss hausieren gehen ...

Was bitte soll das bedeuten. Wenn ich Geld verdienen will, dann muß ich arbeiten gehen, oder aber ich gebe mich mit der ggf. kleinen Rente zufrieden und richte mein Leben damit ein.

Offenbar vergißt du hier aber den nicht unbedeutenden Umstand, daß es hier ums JC geht und das ist nun mal nicht die Wohlfahrt. Deren Aufgabe ist es nun mal, Menschen in Arbeit zu bringen damit sich diese ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können.

Unsereins (ich auch) hat mitunter in früheren Jahren lange vor Gericht um eine volle EMR gekämpft bis dann die Arbeitsmarktrente (Richterrecht) mal kam, denn davor hies es immer der kann ja noch als Pfördner/Telefonist etc. arbeiten und das war den Sozialrichtern dann wegen der massiven Veränderungen am Arbeitsmarkt (wegfall von Pfördnerstellen/Telefonisten) auch wegen der Überqualifizierung vieler irgendwann auch mal zu blöd. Was ist jetzt wohl weit besser.

Das die JC sich hier strikt an §8 SGB II halten, liegt weniger an den Betroffenen sondern eher am Gesetzgeber (CDU/CSU), denn der hat bis heute nicht bemerkt was da so los ist, oder aber will es eben auf Druck der Lobbyisten der Arbeitgeberverbände nicht. Und das so manche JC SB´s es halt wegen dem internen Druck meist übertreiben mit den Vermittlungsversuchen liegt eher an den Kommunen und ihren leeren Kassen, machmals wohl auch an den SB´s die gerne ihre Macht ausüben. Solche Menschen kann man halt nur mit ihren eigenen Mitteln schlagen und das ist dann leider ein weiterer Kampf vor einem Sozialgericht, den ich persönlich allerdings für sehr erfolgreich halte, denn wenn die AfA/BA sagt im näheren Umfeld gibt es keine Adequate Arbeit, ja dann soll ein JC SB mal das Gegenteil beweisen. Noch eins am Rande, Minijobs zählen lt. Gericht nicht als sozialversicherungspflichte Teilzeitarbeit und Schulungsmaßnahmen oder ähnliches braucht ein Arbeitsmarktrentner mangels Einkommenserzielung ebenfalls nicht mitmachen, noch viel weniger 1,-€ Jobs.

Letztendlich spielt es aber eine untergeordnete Rolle, denn die wenigsten wissen mangels Erfahrung, daß die DRV bei jedem Teil-EMR zuvor eine mögliche Arbeitsstelle auf Durchführbarkeit prüft, denn auch dort gibt es dazu Vorschriften. Bei mir damals mußte mein Arbeitgeber neben dem Arbeitsvertrag auch noch eine ördliche Besichtigung mit entsprechender Arbeitsbeschreibung über sich ergehen lassen, bis er dann 6 Monate Lohnzuschuss und das O.K. seitens der DRV (damals noch LVA) erhielt, was zwei Monate dauerte in denen ich nur Arbeitslosenhilfe bekam.

Und wer muss hier hausieren gehen. Sowas macht letztendlich jeder Arbeitnehmer wenn er sich um eine neue Arbeitsstelle bewirbt.
 
E

ExUser 1309

Gast
AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Dazu kommt, dass der AG auch bereit sein muss, einen behinderten teilweise Erwerbsgeminderten unter Berücksichtigung seiner persönlichen Beeinträchtigungen zu beschäftigen.
Hätte ich auch nicht gedacht, ist mir aber passiert, mit GDB 60+G + EM. Nur Versuch macht kluch, wenn einem - je nach individuellem Fall - das bisschen Rende allerdings ausreicht und die "Aufstockung" durch die Grundsicherung oder dem JC... Das darf jeder selber entscheiden.
 

Doppeloma

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Hallo cibernauta,

Nein, hat sie im Einzelfall eben nicht. Die Arbeitsmarktrente wird allen erwerbslosen Teil-EM-Rentnern ohne weitere Prüfung bewilligt. Das ist eine pauschale Beurteilung des Arbeitsmarkts, der die JC offensichtlich nicht folgen (müssen).

Das ist auch nicht erforderlich, dass jeder Einzelfall von der DRV dazu geprüft wird, genau darum gibt es ja die jährlichen Abstimmungen mit der AfA zur Lage an diesem (speziellen) Teilzeit-Arbeitsmarkt.

Da die JC ein (untergeordneter) Teil der Arbeitsvermittlung / Arbeitsförderung sind haben die sich daran auch zu halten, es sei denn die verfügen über einen anderen "Arbeitsmarkt" als die AfA und die DRV geprüft haben können ...

Kann eine Verweisungstätigkeit nicht benannt werden, so gilt der Arbeitsmarkt als verschlossen und es ist volle Erwerbsminderung anzunehmen.

Quelle

https://www.deutsche-rentenversiche....html?nn=238412&cms_lv2=238954&cms_lv3=214450

Nein, leider richtig oder ist das inzwischen in einem Grundsatzurteil geklärt worden?

Dafür braucht man keine "Grundsatz-Urteile" (die gibt es übrigens dazu schon vom BSG), dafür muss man nur dort nachlesen (wollen), wo das beschrieben ist, wie und warum es zu einer Arbeitsmarktrente kommt.

Das ist ja eben aus einem Stellenangebot so einfach nicht ersichtlich.

Das ist aber eine Hauptaufgabe des Arbeitsvermittlers, VORHER zu prüfen, ob eine angebotene Stelle überhaupt "zumutbar" (nach § 10 SGB II) sein könnte, nur weil das (meist) Keiner mehr macht, ist das ja noch lange nicht in Ordnung.

Dazu gehört auch (und vorrangig) die gesundheitliche Eignung / Zumutbarkeit, volle Leistungsfähigkeit (für Alle Tätigkeiten) ist ja auch bei einer EM-Teilberentung eher nicht anzunehmen.

Dazu kommt, dass der AG auch bereit sein muss, einen behinderten teilweise Erwerbsgeminderten unter Berücksichtigung seiner persönlichen Beeinträchtigungen zu beschäftigen.

Wenn es so viele "rücksichtsvolle" und einstellungsbereite AG gäbe, dann wäre dieses Thema hier überflüssig ... :bigsmile:
Dass man einem AG (angeblich) seine Krankengeschichte erzählen muss, um vielleicht eingestellt zu werden ist unzumutbar ... das geht einen AG GAR NICHTS an.

Ein AG erwartet, dass die Tätigkeit erledigt wird, für die er einstellt (und den Mitarbeiter dann auch bezahlen soll) und das darf er auch von Behinderten oder (Teil-)EM-Rentnern erwarten, sonst ist das die falsche Stelle für den Bewerber ...

Selbst im öffentlichen Dienst ist das nicht selbstverständlich. Es wird dann im Vorstellungsgespräch thematisiert, sprich man muss hausieren gehen ...

NEEE, "muss" man NICHT, dafür gibt es das Diskriminierungs-Verbot und der SB hat dafür zu sorgen, dass man NUR zumutbare Angebote bekommt.
Wie der das macht ist SEIN Problem, dafür wird der schließlich bezahlt und ansonsten soll er den "Arbeitsmarkt-Rentner" doch einfach in RUHE lassen ... :sorry:

Ob der die (vom JC vermittelte) Stelle wirklich annehmen soll / muss hätte letztlich die DRV zu entscheiden, denn eine Arbeitsaufnahme ist ja dort mitzuteilen.

Ich meinte durchweg teilweise erwerbsgeminderte Behinderte.

Es ist aber NICHT JEDER Teil-Erwerbsgeminderte auch "automatisch" als behindert anerkannt und nicht jeder Behinderte bekommt eine "Arbeitsmarktrente", zur Behinderung / Schwerbehinderung (GdB / Schwerbehinderten-Ausweis) entscheidet nur das Versorgungsamt.

Das ist bei der JC-Vermittlung natürlich auch zu berücksichtigen, hat aber GAR NICHTS mit der sehr speziellen "Behandlung" der JC bei "Arbeitsmarktrentnern" zu tun. :icon_evil:

Ich war selbst auch mal Arbeitsmarktrentner, musste aber keine Zuschüsse vom Amt in Anspruch nehmen, da hat auch keiner verlangt, dass ich mich trotzdem um Teilzeit-Arbeit bewerben soll. :icon_evil:

Es ist eigentlich ganz einfach (wenn man es verstehen möchte) und was man machen kann, wenn man selbst eine Arbeit finden würde hatte ich bereits erwähnt.
Das ändert NICHTS daran, dass es in den meisten Fällen eben KEINE entsprechenden Teilzeit-Arbeitsplätze gibt die für Teilrentner gesundheitlich "geeignet" wären und die DRV nur aus diesem Grunde dann die volle EM-Rente als "Arbeitsmarktrente" zahlen MUSS.

Ich glaube kaum, dass JC-SB so umfassende Kenntnisse des Arbeitsmarktes haben, da was Anderes meinen zu dürfen, als AfA und DRV bereits abgeklärt haben.
Die bringen ja nicht mal Gesunde LE in auskömmliche Vollzeit-Arbeit, um die allgemeinen Probleme Behinderter überhaupt einen passenden Job zu finden geht es hier auch gerade GAR NICHT ... falls du das noch immer nicht bemerkt haben solltest. :idea:

MfG Doppeloma

PS: @saurbier war schneller, aber ich lasse das trotzdem mal so stehen, "doppelt" kommt vielleicht besser an.

da zählt nur der Umfang einer möglichen Erwerbsfähigkeit und ob der Betroffene noch einen Arbeitsplatz inne hat oder eben nicht. Nur wenn die eingeschränkte Erwerbsminderung als auch ein nicht vorhandener Arbeitsplatz zusammen treffen, kann dies eine Arbeitsmarktrente auslösen.

Sorry aber das ist auch NICHT korrekt, ich hatte noch einen Arbeitsplatz aber der war auch in Teilzeit nicht mehr "leidensgerecht", also bekam ich trotzdem die Arbeitsmarktrente weil es auch NIX Anderes gab ...

Es ist also nicht erforderlich arbeitslos zu sein, ich kenne viele solcher Fälle wo der letzte Arbeitsplatz UNTER 3 Stunden war und es dann am "geeigneten" Teilzeitarbeitsplatz trotzdem gefehlt hat = Arbeitsmarktrente ...
:peace:
 
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Nudelholz68

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Hallo.
Ich bin es, der Fragesteller.
Eigentlich wollte ich nur wissen, was passiert, wenn ich weiterhin Krankmeldungen beim JC einreiche?
Die können mir doch kein Strick daraus drehen.
Wenn ich mir das Bein breche, kann ich auch nicht zur Arbeit gehen.

Unabhängig davon, dass ich laut RVA Gutachter noch unter 6, aber über 3 Stunden arbeiten könnte und das JobCenter mir noch einen Job kredenzen könnte.

Mir schwirrt von den vielen Kommentaren der Kopf.

Muss, wenn, eine Tätigkeit sozialversicherundspflichtig sein, oder reicht ein Minijob.
Hab gelesen Minijob wäre nicht gut.

Mit meiner Rente zahlt ja jetzt die RVA die Krankenversicherung.
Wenn ich arbeiten würde, wer zahlt die dann?

Bitte bitte bitte beantwortet nur meine Fragen.
Ich komm sonst nicht klar.
Liebe Grüsse
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Annie

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AW: Hilfe zum Lebensunterhalt bei bewilligter "Arbeitsmarkt-Rente" oder nicht?

Dafür musste ich mit meiner Behinderung "hausieren" gehen auch bei AG, die gar keine Behinderte einstellen wollen.

Man muss beim Vorstellungsgespräch überhaupt nicht angeben ob man behindert ist. Das kann man machen wenn man die damit verbundenen Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen möchte.

@Nudelholz68 AUs kannst du natürlich weiterhin einreichen. Bin mir aber gerade nicht sicher ob du die als Rentner überhaupt noch benötigst.
 

saurbier

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Hallo Nudelholz68,

du mußt als Leistungsempfänger beim JC immer eine AU vorlegen, wenn du aus gesundheitlichen Gründen keine Arbeit nachgehen kannst, ganz gleich weshalb du nun AU bist.

Bitte bedenke hierbei unbedingt noch eins, der Arzt wird durch deine KK-Karte lediglich sehen das du jetzt Rentner bist, aber leider nicht das du nur ein Arbeitsmarktrentner bist.

Bei einem Arbeitsmarktrentner gilt jedoch, daß wenn dieser aus gesundheitlichen Gründen keine Arbeit nachgehen kann, daß es deswegen eine ärztliche Bescheinung in Form einer AU benötigt.

Ich weiß - es ist verzwickt.

Also empfehle ich dir deinen Arzt unbedingt davon in Kenntnis zu setzten, daß du zwar eine volle Rente erhälst, aber nichts desto trotz dem Amt gegenüber immer noch als Teil-EMR gilst weshalb das JC von dir eine AU benötigt.

Das JC selbst kann dir keinen Strick daraus drehen, wenn dich dein Arzt weiterhin AU schreibt, solange er dich für nicht arbeitsfähig hält.

Ein Minijob gilt laut BSG-Urteile nicht als Ersatz für eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle.

Auch hier muss man leider die gesetzlichen Zusammenhänge aus diversen BSG-Urteilen verstehen um da genauer durch zu blicken.

Wenn du wieder mal das Glück haben solltest, eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle zu erhalten (3-6 Std./tägl.), dann zahlt der Arbeitgeber und du je hälftig die Sozialabgaben und im Bezug auf deine dann nur noch von der DRV weiterhin gewährten Teil-EMR (50% Rente) eben die DRV und du hälftig die Sozialabgaben - hier eben den Beitrag für die KVdR.


Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo cibernauta,

ja meine Erfahrungen mit der Arbeitsmarktrente basieren nun schon auf mehr als 5 Jahre und eben den gesamten Verwaltungsablauf - angefangen von AfA über Wohnungsamt bis hin zum JC.

Aber - ich hab beim JC lediglich 6 Monate Leistungsanspruch bezogen und mich dann über einen sehr leichten Minijob unabhängig machen können.

Die anderen Fälle wie z.B. von Rechtens etc. sehen da mit ihren unzähligen Negativen Beispielen weit schlechter aus, wobei man von Rechtens schon lange nichts mehr hört.

Übrigens - ich mußte mich über das JC auch niemals ernsthaft in den 6 Monaten irgendwo bewerben, denn wegen meinem SchwerB-Ausweis und einer weiteren anstehenden OP kam das nie zum tragen.

Und der Ärger der anderen hier diskutierten Arbeitsmarktrentner, lag ausschließlich in der Willkür des JC SB begründet, nie in einer Rechtslage.

Würden die Betroffenen da mal die Sache bis zum Sozialgericht durchkämpfen, würden die JC sehr schnell auf die Nase fallen.

Das hast du ja auch erdichtet . Man muss seine Beeinträchtigungen mit den Anforderungen der Stelle abgleichen und sie auch nennen, wenn sie denn Einfluss auf die Arbeit haben können, was wohl immer der Fall ist. Mir ist ist das anhand einer Stellenanzeige nie gelungen, herauszufinden, ob die STelle geeignet ist. Dafür musste ich mit meiner Behinderung "hausieren" gehen auch bei AG, die gar keine Behinderte einstellen wollen.

Sorry, aber ich halte deine Argumente auch weiterhin für unsinnig.

Als Teil-EMR liegen ausreichende Gründe für erhebliche gesundheitliche Einschränkungen vor, sonst gäbe es erst gar nicht die Teil-EMR als Basis für eine Arbeitsmarktrente.

Wenn man dazu dann auch noch durch diese gesundheitlichen Einschränkungen seitens des Versorgungsamtes einen SchwerB-Ausweis erhält ist dies zwar schön, nur wirklichen bringen tuts bei 80% recht wenig, halt mehr Urlaub und ein paar Euro Steuerersparnis.

Der SchwerB.Ausweis bringt erst dann wirklich etwas wenn man einen hohen GdB hat und noch einige Merkzeichen hinzu kommen.

Nichts desto trotz muß damit niemand bei einem eventuelen Arbeitgeber hausieren gehen, man kann ja auch freiwillig auf den Sonderurlaub (5 Tage) genauso wie auf den besonderen Kündigungsschutz verzichten, das ist eine freiwillige Entscheidung.

Allerdings als Teil-EMR der ja nur noch bedingt Leistungsfähig ist, kommt man unschwer drum herum dies einem potenziellen Arbeitgeber mitzuteilen, sofern der nicht bereits von vorn herein einen Teilzeitjob zu vergeben hat. Wer sich als Teil-EMR auf eine ausgeschriebene volle Arbeitsstelle bewirbt, nun ja was soll ich dazu schon sagen.

Mir ist auch nicht klar, was du immer mit hausieren bei Behinderung so willst. Als Teil-EMR suche ich eh nur Teilzeitstellen, alles andere wäre doch eh unsinnig. Wenn du dann auch noch eine einschränkende Behinderung hast, nun dann kannst du doch nur nach adequaten Stellen Ausschau halten, alles andere wäre eh unsinn.

Ich z.B. bin inzwischen schlecht auf den Beinen und kann nichts schweres mehr machen, also hab ich damals im Netz nach einem passenden Minijob gesucht und auch gefunden. Damit war ich aus dem ALG-II System der spielereien raus.

Aber und das ist als Leistungsempfänger bei JC immer noch maßgeblich, egal was der SB so alles gerne hätte, wenn er jemanden vermittelt will, dann ist es seine Aufgabe eine passende Stelle zu finden welche den besonderen gesundheitlichen Einschränkungen entspricht, nicht die des Leistungsempfängers (wohlgemerkt als Arbeitsmarktrentner). Für letzten gilt dies nur dann, wenn er sich selbst um eine neue Arbeitsstelle bewirbt, aber das dürfte wohl logisch sein.

Wer allerdings den SB´s in den JC alles blindlinks glaubt, der hat leider leider wenig Erfahrung mit deren Treiben gemacht bzw. ist eher ein gutgläubiger Mensch der der deutschen Bürokratie blindlinks vertraut (ich kenn da auch so jemanden, die bei jedem Behördenschreiben sofort springt nichts in Frage stellt).

Das frage ich mich gerade auch. Ich habe die Quelle leider nicht mehr parat. Nun habe ich wieder eine völlig andere Aussage gefunden. (Ein Jahr müsse täglich geprüft werden, ob es Stellen gibt).

Na ja, das stimmt leider so auch nicht. Es ist nicht täglich zu prüfen. Das BSG sagt lediglich das man innerhalb eines Jahres zu prüfen habe. Diese Jahresfrist ergibt sich wiederum aus unzähligen anderen Urteilen u.a. auch wieder des BSG weil die DRV eben auch nicht zulange eine Rentenprüfung hinaus zögern darf (Zumutbarkeit der Unbilligkeit für den Betroffenen).


Grüße saurbier
 

saurbier

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Hallo Doppeloma,

Zitat:
da zählt nur der Umfang einer möglichen Erwerbsfähigkeit und ob der Betroffene noch einen Arbeitsplatz inne hat oder eben nicht. Nur wenn die eingeschränkte Erwerbsminderung als auch ein nicht vorhandener Arbeitsplatz zusammen treffen, kann dies eine Arbeitsmarktrente auslösen.

Sorry aber das ist auch NICHT korrekt, ich hatte noch einen Arbeitsplatz aber der war auch in Teilzeit nicht mehr "leidensgerecht", also bekam ich trotzdem die Arbeitsmarktrente weil es auch NIX Anderes gab ...

Es ist also nicht erforderlich arbeitslos zu sein, ich kenne viele solcher Fälle wo der letzte Arbeitsplatz UNTER 3 Stunden war und es dann am "geeigneten" Teilzeitarbeitsplatz trotzdem gefehlt hat = Arbeitsmarktrente ...

Sorry Doppeloma, aber da muß ich dir leider widersprechen.

Unter anderem lt. Urteil des sächsisches Landessozialgerichtes vom 05. April 2017, Aktenzeichen L 6 R 118/16, als auch diverser BSG-Urteile zu dem Thema trifft meine Aussage sehr wohl zu.

Du darfst aber bei der Betrachtungsweise auch eins nicht aus den Augen verlieren, wenn du einen bisher bestehenden Arbeitsplatz aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht mehr weiter ausführen kannst bzw. der Arbeitsgeber keine Umbesetzung vonehmen kann/will, dann ist eben für die Beurteilung kein Arbeitsplatz vorhanden.

Genau das beschreibst du ja auch selbst mit deiner Aussage
ich hatte noch einen Arbeitsplatz aber der war auch in Teilzeit nicht mehr "leidensgerecht", also bekam ich trotzdem die Arbeitsmarktrente

Also entsprach der bisherige Arbeitsplatz nicht den Kriterien der DRV und damit warst du defakto ohne Arbeitsplatz und eben ohne Aussicht einen neuen zu erhalten weshalb es die volle EM-Arbeitsmarktrente gab.

In meinem jetzigen Klageverfahren mit der DRV geht es genau anders herum, denn ich bin zwar 3-6 St./tägl. für den allgemeinen Arbeitsmarkt aus der Reha entlassen worden (klar mit unzähligen Einschränkungen) und hätte lt. dortigen Ärzten auch meine alte ungekündigte Arbeitsstelle mit 3 Std./tägl. (und wieder die Grenze um eine Minute überschritten) wieder aufnehmen können, nur hat mir die DRV eine rückwirkende Arbeitsmarktrente bewilligt, weil bei mir ja noch eine weitere medizinische Abklärung wegen der Hüftprobleme anstand.

Du siehst wie verrückt es bei der DRV so abläuft.

In meinem Fall geht es um tausende Euro an Rentenrückforderung aus der übereilten und ungerechtfertigten - weil rückwirkenden trotz bestehendem Arbeitsplatz - Arbeitsmarktrente, welche die DRV mit diesem Konstrukt jetzt bei mir noch einfordern darf, hingegen bei dir die Arbeitsmarktrente gerechtfertig war.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo Nudelholz68,

Hallo.
Ich bin es, der Fragesteller.
Eigentlich wollte ich nur wissen, was passiert, wenn ich weiterhin Krankmeldungen beim JC einreiche?

Kann ich verstehen, dass du eher verwirrt bist durch diese überflüssige Nebendisskussion, die mit deinen Fragen gar nichts zu tun hat.

Ich hatte dir allerdings in meinem ersten Beitrag schon mitgeteilt, dass du NICHT zum Sozial-AMT gehörst und das war deine Frage lt. Überschrift.

Die können mir doch kein Strick daraus drehen.
Wenn ich mir das Bein breche, kann ich auch nicht zur Arbeit gehen.

Dazu wurde dir nun bereits geantwortet, das wird auch davon abhängen, ob dein Arzt dich überhaupt noch AU schreiben will, denn nach deinem Bescheid bist du aktuell EM-Vollrentner (auch die Arbeitsmarktrente gilt als EM-Vollrente) und Rentner brauchen in der Regel keine AU mehr.

Unabhängig davon, dass ich laut RVA Gutachter noch unter 6, aber über 3 Stunden arbeiten könnte und das JobCenter mir noch einen Job kredenzen könnte.

Unter welchen Bedingungen dir das JC einen Job "kredenzen" könnte wurde zumindest auch schon sehr genau beschrieben, die müssen dann Einen "für dich backen", weil die DRV und die AfA ja schon festgestellt haben, dass es einen solchen Job aktuell NICHT gibt.

Mir schwirrt von den vielen Kommentaren der Kopf.

Ist nachvollziehbar, besonders wenn Jemand (ohne Rücksicht auf deinen Hinweis) damit weitermacht, was ich jetzt unterbunden habe ...

Muss, wenn, eine Tätigkeit sozialversicherundspflichtig sein, oder reicht ein Minijob.
Hab gelesen Minijob wäre nicht gut.

NICHTS ist (ohne Prüfung der Zumutbarkeit) wirklich gut, um zusätzlich zur (regulären) 50% Teil-EM-Rente genug verdienen zu können, darum ist das ja dann auch erst mal mit der DRV abzustimmen.

Einen Minijob könntest du dir freiwillig suchen, den darf man ja auch zu einer EM-Vollrente versuchen.
Dazu darf dich deine SB aber NICHT zwingen das ist KEIN "leidensgerechter / versicherungspflichtiger" Job. :icon_evil:

Mit meiner Rente zahlt ja jetzt die RVA die Krankenversicherung.
Wenn ich arbeiten würde, wer zahlt die dann?

Aus deiner Rente wird immer die KV gezahlt, das wäre auch bei Teilrente (50 % der aktuellen Vollrente) dann der Fall, der Rest kommt ja dann aus deinem Arbeitseinkommen.
Darum MUSS ja diese Tätigkeit (UNTER 6 Stunden) versicherungspflichtig sein, ehe man deine Rente mindern darf (auf 50 % bei Teilweiser Erwerbsminderung).

Beim JC wurde Mist gemacht.
Die wissen jetzt, dass ich als Arbeitsmarktrentner bei denen weiter bin. Das ging nicht so eindeutig aus meinem Rentenbscheid hervor.

Das wissen die sehr genau, dass du dort weiter dein Geld zu bekommen hast und der Hinweis auf die Arbeitsmarktrente steht in den EM-Renten-Bescheiden IMMER wörtlich ganz genau so drin.

Fälle wie meine sind da nicht so oft.
Aber der SB ist wirklich OK.

Solche Fälle gibt es ziemlich oft und da glaube ich nicht daran was sie dir dazu erzählt hat, die versuchen immer wieder die Arbeitsmarkrtrentner an die Sozial-Ämter abzuschieben, weil sie genau wissen, dass es eben KEINE passenden Teilzeitarbeitsplätze gibt.

Was ist daran bitte "nett", wenn die nicht in der Lage sind ihre Arbeit ordentlich zu machen und dich zu Ämtern schicken, wo du gar nicht hingehörst. :sorry:

Wenn sie so nett ist wie du annehmen möchtest, dann brauchst du dir deine ganzen Sorgen ja gar nicht zu machen, weil sie auch wissen sollte, dass sie dich nicht vermitteln KANN in Arbeitsplätze die es aktuell eben nicht gibt.

Ich bin medizinisch teilweise erwerbsgemindert, dass heisst ich kann mindestens 3, aber unter 6 Stunden täglich arbeiten!
Und hier liegt der Hase im Pfeffer.

Darum bleibst du ja beim JC und dort wird man auch NIX finden, wo du wirklich arbeiten könntest ... letztlich entscheidet ein AG ob er dich einstellen will oder nicht ... sofern eine Bewerbung von der Tätigkeit her überhaupt zumutbar ist.

Kann ich nicht. Ich bin krank und dieser Rentenbescheid ist eine Farce.

Du bekommst eine volle EM-Rente und wenn es auch die "Arbeitsmarktrente" ist, dagegen wirst du kaum was machen können.
Dass du dich selbst nicht mehr für Erwerbsfähig halten möchtest interessiert bei der DRV nicht wirklich, das solltest du dann beim Verlängerungsantrag (medizinisch gut belegt) zu beweisen versuchen.

Mit etwas Glück und Anerkennung durch die DRV kann das ja dann auf die reguläre EM-Vollrente verlängert werden.
Aktuell bringt es dir wenig dich dagegen "wehren" zu wollen, jeder wird dir sagen, du bekommst doch die Volle EM-Rente gezahlt, was willst du denn noch ???

Dein Problem ist nicht die bewilligte "Arbeitsmarktrente" sondern der Umstand, dass du davon nicht leben kannst und Sozialgelder zusätzlich nötig sind.
Wenn man kein Geld zusätzlich benötigt (oder zum Ausgleich der Finanzen freiwillig einen Minijob macht), dann interessiert es Niemanden mehr was in deinem Bescheid dazu steht. :icon_evil:

Muss oder kann ich in diesem Fall dem JC weiterhin Krankmeldungen geben?

Wenn dein Arzt bereit ist dich weiter AU zu schreiben, dann nimm das in Anspruch, das muss dann vom JC akzeptiert werden und gilt für den zeitlichen Teil wo du (theoretisch) noch arbeiten können sollst.

...bis es wieder zu neuen Gutachten kommt.

Welche Gutachten meinst du denn jetzt, das JC braucht keine Gutachten zu machen bis deine EM-Rente abgelaufen wäre, ist dafür NUR die DRV zuständig ...
AU hat mit Erwerbsminderung (nach dem Rentenrecht) GAR NICHTS zu tun ... ob du AU bist hat nicht das JC zu entscheiden sondern dein Arzt.

Ob du teilweise oder voll EM bist hat die DRV zu entscheiden und hat das gerade getan, das ist auch für das JC verbindlich.

Was wenn mein Stellenvermittler mir eine EV vorlegt?

Dann steckst du die ein zur Prüfung zu Hause und wartest ab was weiter passiert, kommt ja drauf an was da dann drin steht, kannst du dann mal hier einstellen "zur Prüfung"...

Man könnte jetzt auch noch darüber diskutieren wie sinnlos das wäre, das hilft dir aber in dem Falle auch nicht wirklich weiter.

Ich werde dem allenfalls Krankmeldungen vorlegen.

Die würden aber auch nichts dran ändern wenn deine Vermittler Lust haben dir eine EGV vorzulegen ... du bist lt. EM-Rentenbescheid eben immer noch "teilweise Erwerbsfähig", sonst würdest du ja kein Geld vom JC bekommen.

Ich kann NICHT arbeiten, ich bin krank und diese Entscheidung der RV ist eine Sauerei.

Na-Ja, eine "Arbeitsmarktrente" ist besser als gar keine Rente, da wurde das ja zumindest schon mal teilweise anerkannt.
Den Rest musst du eben durch gute (aktuelle) Arztberichte versuchen bei der Verlängerung durchzubekommen ...

Ich war damals schon ganz zufrieden, dass man mir am Gericht (nach fast 3 Jahren Kampf) wenigstens erst mal diese Rente bewilligen musste, obwohl ich auch nicht mehr daran geglaubt habe noch Teilzeit arbeiten zu können.

Die Frage stellte sich dann später gar nicht mehr ... ich hatte eben das Glück, dass meine EM-Voll-Rente hoch genug war, um keine Gelder vom Amt (mehr) zusätzlich zu benötigen ...

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo saurbier,

Also entsprach der bisherige Arbeitsplatz nicht den Kriterien der DRV und damit warst du defakto ohne Arbeitsplatz und eben ohne Aussicht einen neuen zu erhalten weshalb es die volle EM-Arbeitsmarktrente gab.

Das ist aber leicht falsch zu verstehen, wenn geschrieben wird, dass man keinen Arbeitsplatz mehr haben darf, die meisten Leser betrachten das so, als müsse man "komplett" Arbeitslos sein.

Dass wir beide da entsprechend "umdenken lönnen" ist eine Sache, aber ich denke mal das führt auch von der Frage der TE weg und war NICHT Inhalt ihrer konkreten Probleme. :icon_evil:

Es geht ihr weniger um das Entstehen einer Arbeitsmarktrente als um die Folgen und die sind (eigentlich) NUR dann relevant wenn man zusätzlich Sozial-Leistungen in Anspruch nehmen muss weil die Rente (im Betrag) nicht zum Leben reicht.

Mit ausgedehnten weiteren Neben-Diskussionen dazu ist sie überfordert, wie sie bereits selbst angemerkt hat, also sollten sich ALLE Beteiligten da mal ein wenig zurück halten ... das gilt auch für uns Beide ... :peace:

MfG Doppeloma
 

Nudelholz68

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Hallo Doppeloma und Saurbier.
Vielen Dank für eure Ausführungen und dass das Thema jetzt nicht mehr so abschweift.
Als ich die Frage hier gestellt habe, hatte ich schon einen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt beim Sozialamt liegen, weil die aus der Leistungsabteilung des JC nicht aufgepasst haben.
Sie haben Ihren Fehler ja erkannt, dass ich noch zum JC gehöre.
Den Aufhebungsbescheid hatte ich auch schon.
Das wird jetzt neu geprüft und berechnet und der Antrag beim Sozialamt zurück gezogen.
Zum Glück kann man bei uns mit beiden Ämtern reden, aber je weniger Blabla desto besser.

Ich habe später noch einige Fragen an euch.
Von unterwegs ist das doof

Liebe Grüße
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saurbier

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Hallo Doppeloma,

Das ist aber leicht falsch zu verstehen, wenn geschrieben wird, dass man keinen Arbeitsplatz mehr haben darf, die meisten Leser betrachten das so, als müsse man "komplett" Arbeitslos sein.

Nun ja, dann entschuldige ich mich für die missberständliche Ausführung.

Nun ja ich beziehe mich da auf die Ausführungen und Angaben der Richter in ihren Urteilsbegründungen und die sind - wie wir ja auch leidlich wissen -, für einen Laien nicht immer so verständlich.

Nudelholz68 ist nun mal jetzt Bezieherin einer Arbeitsmarktrente und da sollte sie schon genau wissen, was man seitens des JC so alles von ihr - rein nach dem Gesetz (SGB II) verlangen darf und was auf keinen Fall geht.

Auch wenn das jetzt nicht sofort für Sie leicht verständlich ist, kann ihr das in Zukunft aber dennoch so manchen Ärger mit einem JC SB ersparen und der kommt doch meist früher oder später immer.

Meine Vermutung geht dahin, daß jetzt wo der Versuch der Abschiebung ans Sozialamt gescheitert ist, man aus Kostengründen es eben auf anderem Wege versuchen wird und den Weg kennen wir.

Nudelholz68 kann ich nur anraten, laß dich von deinem Arzt solange wie erforderlich weiter AU schreiben, als "Kunde" des JC hast du darauf einen Rechtsanspruch (siehe § 8 SGB II (Fachliche Weisungen Rd.-Nr. 8.5) in Verbindung mit den § 3a AU-Richtlinie).



Grüße saurbier
 
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